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LM Vortrag bleifreie Munition
Lutz Möller
Lutz Möller
lm@lutz-moeller-jagd.de
Munition liefert die Lutz Möller GmbH
Munition von der
Lutz Möller GmbH!

Das Wesentliche am Schuß: Brauchbare Treffer und richtiges Geschoß!

Adler

Frau mit Adler
Detlef Krause aus Potsdam bildete die Beiden auf Burg Rabenstein im Flämig ab.
Die Märkische Allgemeine Zeitung veröffentliche das Bild am 20. November 2000

Greife werden in Deutschland seit dem Mittelalter zu Beizjagd abgerichtet. Falken, Habichte oder Adler Locke zu machen oder abzutragen ist äußerst langwierig. Der zahme Vogel wird mit einer Kopfhaube auf der Faust getragen. Bevor der Vogel dem Wild angeworfen wird, nimm der Falkner, oder wie hier die Falknerin, dem Vogel die Haube vom Kopf. Nach der Jagd kehrt der Luftjäger, durch ein Fleischstück gelockt, zurück.

Bleivergiftungen gefährdet Greifvögel

Der WWF und der NÖ Landesjagdverband haben am Dienstag auf die Gefährdung von Greifvögeln durch Bleivergiftungen hingewiesen. Zuletzt war im April in Reitzenschlag (Bez. Waidhofen/Thaya) ein Seeadler an Bleivergiftung gestorben. Greifvögel nehmen mitunter über die Nahrung Blei in Form von Schrotkügelchen auf, wenn sie angeschossene Enten oder Gänse erbeuten oder unsachgemäß entsorgte Eingeweide von erlegten Rehen oder Wildschweinen - den so genannten Aufbruch - fressen. Schon geringste Mengen führen zu schweren Vergiftungssymptomen, die Tiere verhungern oder kollidieren wegen ihrer eingeschränkten Reaktionsfähigkeit mit Autos, Schnellzügen und Stromleitungen. Jagdverband wird verstärkt Jäger informieren. „Wir werden unsere Jäger in Zukunft verstärkt hinweisen, das Entfernen der Aufbrüche aus der Natur insbesondere in Gebieten mit Seeadlervorkommen stellt einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Bleivergiftungen bei diesen geschützten Tieren dar“, kündigte Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände an.
 

WWF fordert Alternativen zur Bleimunition. Aus Sicht des WWF wird mittelfristig ein flächendeckender Ausstieg aus der Verwendung von bleihältiger Jagdmunition notwendig sein. „In ökologisch besonders sensiblen Gebieten wie Nationalparks sollte schon jetzt auf Alternativen zur Bleimunition zurück gegriffen werden“, forderte Seeadler-Projektleiter Christian Pichler in einer Aussendung. 13 Seeadler-Brutpaare gibt es in Österreich. Der WWF hofft, daß die Bleiproblematik nicht zu einer Unterbrechung der positiven Bestandsentwicklung beim größten heimischen Adler führt. „Unsere Seeadler sind eindeutig im Aufwind“, so Pichler. „Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es keinen einzigen heimischen Seeadler mehr - und heuer halten wir bereits bei 13 Brutpaaren.“ Derzeit ziehen die majestätischen Adler ihre Jungen in den Horstbäumen der March-Thaya-Auen - dem wichtigsten Vogelschutzgebiet Österreichs - sowie an der Donau, im Gebiet des Neusiedler Sees und im Waldviertel groß. NÖ Landesjagdverband und WWF sind Partner beim Seeadler-Schutzprojekt „Vorsicht Gift!“, das sich gegen den illegalen Einsatz von Giftködern wendet.

WWF Österreich, NÖ Landesjagdverband, 2010

Welcher Vogel ist das? | Dienstag, den 15. März 2011

Guten Tag sehr geehrter Herr Möller,

ich schätze, das ist ein Blaubussard aus Südamerika.

Wikipedia sagt: Der Blaubussard (Geranoaetus melanoleucus), auch Kordillerenadler oder Aguja-Blauadler und in seiner Heimat Aguila mora genannt, ist in Südamerika weit verbreitet. Er bewohnt offene und halboffene Landschaften aller Art und besiedelt Bergregionen bis in Höhen von 3000 Metern. Weibliche Tiere erreichen eine Länge von 90 Zentimetern, männliche Exemplare bleiben mit 70 Zentimetern deutlich kleiner. Seine Beute sind vor allem kleine und mittelgroße Säugetiere, aber auch Vögel und Insekten. Seinen Horst errichtet er in hohen Bäumen oder auf Felsklippen.

Mit freundlichen Grüßen, Robert Wölfle, Dienstag, 15. März 2011 21:33

LM: Mir wurde der als „Andenadler“ vorgestellt

Baujagd mit Adler

Rhinluch

Steinadlerterzel

Schanzzeug

Reh springt ab

Reh springt ab

flott

Zu spät - das Reh ist schon wieder im Schilf verschwunden!

Der andere Jagdkumpan für die unterirdische Arbeit

Hunde mit Sender. Wir sehen in die Erde

Er kommt nicht raus

Also müssen wir in ausgraben

Greif greift

Falkner mit Steinadler

Die Kappe über den Lichtern verhindert flasches Aufsteigen, z. B. Jagd auf nicht jagdbares Wild, fördert Sammlung und Besinnung

Rhinluch

Bereit und willig

Sie will jagen

Schwäne

Abflug, der Fuchs ist entwischt. Wir sahen ihn auf etwa 1,5 m im offen Gelände. Der wußte was ihm blühte.

Aufbaumen

Flügelschlagen

Nächstes Treiben

Wieder nichts

Schwan

Noch ein Schwan

Gutes Gelände für Wanschbären

Kukuckslichtnelke Mitte November

Hier wohnt auch der Seeadler. Da  Gelände ist zur Beizjagd bestens geeignet, weil frei

Rehe durch die Scheibe des Wagens beimVerholen

Rechts hinten auf dem Berg ist der Seeadler, vor uns die zu bejagende Fläche

Hinter uns Kohl, der schon Frost gesehen hat und stinkt

Enten flott staut im Graben. Das Rhinluch ist feucht.

Da ist Beute

Der Hase ist leider vom Jagdherren nicht freigegeben. Der Hase flüchtet dennoch.

Hase fort

unbejagte Fasanenhenne

wieder ein Langohr

Griff

Ich habe das Kitz aus der Nähe aufgemüdet. Die Ricke spring rechts ab, das Kitz links.

„Reh“ klagt das Reh

Ohne seinen Falkner kann der Adler das Reh allein nicht schnell töten. Der Falkner fängt das Reh schnell ab, keine 15 Sekunden nachdem der Adler das Reh gefangen hat. Deshalb kann solche Beizjagd auch nur in unmittelbare Nähe ausgeübet werden (damitder Falkner schnell dran ist).

Der Beizvogel und sein Falkner - ein trautes Paar. Nur so sind die gute Jagdkumpane. Sonst geht gar nichts!

Meins!

Stolzer Greif!

Ein schöner Tag, ein aufregender Tag, ein gelungener Tag!

Lutz Möller, Montag, den 21. November 2011

Greife

Hallo Herr Möller!

Vorab, ich habe Ihre Seite gefunden, weil ich umweltfreundliche Munition suchte.  Das hat sich aus einem tragischem Grund so ergeben. Ein Bekannter betreibt in Österreich eine Greifvogelzucht. Eines seiner schönen Tiere ist verendet. Beim öffnen des toten Tieres fand man im Verdauungstrakt Bleischrot. Der Vogel hat wohl einen verwundeten Vogel erlegt und das Blei gleich mit.

Ich lese seither öfter auf Ihrer Seite und dem Forum und mir gefallen ihre Beiträge sehr!

LM: Danke!

Direkt, Unverblümt und manchmal auch ein bißchen kämpferisch gegen den einzementierten Sturkopf der meisten (älteren) Jäger.

In meiner Umgebung ist es leider nach wie vor so, das bleilose Munition, verpönt bis verboten ist. Die Vorurteile reichen von „nicht wirksam“ über „gefährlich“ bis zu „Tierquälerei“!

LM: Hä?

Bevor ich Ihre Seite kannte, habe ich mich schon etwas mit dem Thema befasst und meine .243"Krico auf Jaguar umgeschossen.

LM: Das Jaguar-Zeug enthält  - ebenso wie Sax- das giftige Schwermetall Tellur.

„Tellur und seine Verbindungen sind sehr giftig; im menschlichen Körper bildet sich Dimethyltellur, (CH3)2Te, das Atemluft und Schweiß einen lang anhaltenden, penetranten Knoblauchgeruch verleiht.“ Quelle

Leider habe ich damit aber keine gute Erfahrung gemacht, denn ich kam nicht mal zum schießen! Ich war bei einem guten Bekannte auf einen Gamsbock eingeladen. Größere Menge Jäger, mein Freund und sein Vater (Der Grundbesitzer, der 900 ha Jagd). Als wir uns bereit machten, wollte der Vater mein Gewehr sehen, da Krico in Österreich nicht sehr verbreitet ist, ich nahm das Magazin raus und gab ihm die Waffe. Dabei sah er die Munition. Schon ging der Wirbel los. Die wirkt nicht. Die geht leer durch  - wie Vollmantel  - Das ist Tierquälerei. Ich wollte (zu einem alten und erfahrenen Jäger) und konnte nichts dagegen sagen, aber am Ende haben wir noch mein Gewehr auf TM umgeschossen.

LM: Hirnriß!

Den Bock haben wir an dem Tag auch nicht mehr gesehen, erst am nächsten, aber das zeigt den Sturkopf, der Hermann ist ein super Kerl, hilfsbereit und großzügig im Austausch mit Weisheiten, aber geschossen wird KS oder TM und als Waffenöl, geht nur Ballistol!

LM: So einer ist das, gewisser Maßen herkömmlich. Davon gibt´s viele.

Meine Frage nun ist: Ich habe eine .243 Krico, Sako, eine Mauser 7 Rem Mag Federal, Power Shok und eine Steyr Luxus 8x68S mit Docter Brenneke TOG. So wie wir das gelernt haben, verwende ich sie auch, .243" für kleines, 7 mm für starke Hirsche und manchmal schwache Sauen und 8 mm für starke Sauen und beim Treiben.

Was würde sich für mich jetzt ändern, wenn ich auf Ihre Munition umstiege?

LM: Sie würden ohne Sorge bis zur Ansprechgrenze Fleck auf alle Wild schießen und da erlegen.

Kann ich dann mit gutem Gewissen auch ein Reh mit 7 mm Rem Mag schießen, ohne das es völlig zerfetzt ist?

LM: Ja. Dafür ist die ja u. a. da!

Ich habe gesehen, Sie veröffentlichen immer wieder Anfragen. Wenn Sie das tun, dann bitte ohne Namen!

LM: Gewiß, aber warum?

MfG P. B., Sonntag, 12. Februar 2012 12:23

Giftiges Tellur im Kupfer

Ihr Bericht zu Greife

Guten Tag Herr Möller

Im o.g. Bericht lese ich gerade eben: Sax-KJG und Jaguar-Kupfergeschosse enthalten das giftige Schwermetall Tellur.

LM: Aus OSNA-Cu 58® ja. Der Hersteller KME schreibt:

Trennschneiderdüse aus giftigem TellurkupferOSNA-Cu 58® wurde gezielt für die Zerspanung entwickelt. OSNA-Cu 58® zeichnet sich durch die besonders günstige Kombination von hervorragender Zerspanbarkeit und sehr hoher elektrischer und thermischer Leitfähigkeit aus.“

Quelle  schreibt

„Tellur und seine Verbindungen sind sehr giftig; im menschlichen Körper bildet sich Dimethyltellur, (CH3)2Te, das Atemluft und Schweiß einen lang anhaltenden, penetranten Knoblauchgeruch verleiht.“

D.h. die von Sax und Jaguar für KJG und ähnliche verwendeten Cu-Legierungen sind giftig ?

LM: Lesen Sie selbst: 

„Verwendung von Tellur, Tellur-Legierungen

Tellur-Legierungen finden in der Kabelindustrie zur Herstellung von Bleikabeln, als Kupfer-Tellur Verbesserung der mechanischen Verarbeitung (Zerspanbarkeit) des Kupfers Verwendung. In seiner Hauptverwendung als Ferrotellur verbessert Tellur die maschinelle Bearbeitbarkeit von Stählen. Neben der Verwendung in Legierungen fließt Te in die Chemische (Gummi- und Kunststoffadditiv) und die Halbleiterindustrie. Eine kleine Anwendung besteht in der Form des Wismuttellurids in Peltierelement für Kühlelemente in Kleinkühlschränken. Insbesondere in der Herstellung von Foto- bzw Solarzellen (meist Kadmiumtellurid) findet hochreines Tellur neue Anwendungen.

Tellur: besondere Eigenschaften

Tellur ist eng mit Selen verwand und hat ähnliche Eigenschaften. Insbesondere seine Halbleitereigenschaft gewann in letzter Zeit an Bedeutung. Tellur gilt als giftig, bereits geringe Kontakte mit Tellur können zu einem „knoblauchähnlichen“ Geschmack im Mund führen. Tellur ist hart, spröde und hat einen typisch metallischen Glanz. Es verbrennt mit grüner Flamme zu TeO2.“ Quelle

LM: OSNA-Cu 58® ist giftig. Zerspanungskupfer anderer Hersteller sind kaum anders. Es liegt also nicht an KME, sondern daran, das man dem schmierigen Kupfer einen Gefügezerstörer zusetzen muß, damit die Späne brechen, um es überhaupt sicher zerspanen zu können. Ich habe mich letztens auf Anregung des Schießobmannes des BJV wegen eines diesbezüglichen Vortrages noch mal mit dem IZW, und dem Nabu zur Seeadlerforschung in Verbindung gesetzt. Greife verdauen auch Knochen. Deren Mägen lösen auch Metalle auf, nicht nur Blei. Bei großen Schwermetallbrocken sterben die Vögel an der Schwermetallvergiftung, bevor alles aufgelöst ist, also auch am giftigen Tellur im Kupfer (das selbst nicht giftig ist). Dann findet man die noch nicht aufgelösten Reste in den untersuchten Leichen.

LM: Mein MJG und mein 10,3 mm Geschoß enthalten dagegen kein Tellur. Ich verwende dafür Messing, daß sich bestens zerspanen läßt, bzw. eine tellurfreies Kupfer, dessen Zerspanung daher sehr schwierig ist!

Mit freundlichen Grüßen, Christian Waldmann, Montag, 13. Februar 2012 08:22

Rehjagd mit Adler

Servus Herr Möller,

da lacht das Herz, wenn man beim alltäglichen Öffnen Ihrer Seite seinen Adler wieder sieht! Da kommen dann sofort die schönen Bilder von unserer gemeinsamen, erfolgreichen Jagd in Brandenburg wieder hoch. Schreib Ihnen heute darauf mal spontan bzw. hänge einige Bilder, für Sie, ran.

Ich habe mit dem Adler Ende Dezember die Jagd eingestellt, wollte zwar noch mal zu Olli, hab´s aber dann nicht mehr geschafft. Trotzdem bin ich zufrieden. Ist zwar vergangenes Jahr keine allerwelts-Strecke, habe aber trotzdem 1x Hase, 1x Fuchs, und 2x Reh fangen können. Deshalb auch die Bilder von Oberöstereich bei einer reinen Adlerjagd auf Reh, wo ich eine alte starke Geiß zur Strecke legen konnte. Das Revier dort ist sehr schwer zu bejagen. Da sehr steile und hügelige Gegend und Rehe meistens auf weitere Entfernungen angejagt werden müssen. Da muß der Adler schon eine menge Erfahrung und Schneid haben bzw. man muß die Flüge nur folgerichtig, wenn das dort überhaupt geht, machen! Trotzdem hat es dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht.

Nebenbei einige Bemerkungen zu Ihrem neuen Vorhaben. Also ich könnte mir auch vorstellen Aktionär bei Ihnen zu werden. Trotzdem erlaube ich mir einige freundschaftliche Bemerkungen dazu. Sie wissen so gut wie ich, daß bei allen geschäftlichen Aktivitäten Stillstand = Rückschritt ist. Martin Luther hat einmal gesagt

„Wenn morgen die Welt unterginge , würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“.

So sehe ich meine und auch Ihre Herangehensweise bei der Führung und beim Aufbau eines Unternehmens. Skorpione sind Kämpfer und wenn notwendig auch Einzelkämpfer. Trotzdem, lieber Herr Möller, haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, daß bei allem Geschäftspower auch eine große Portion Gesundheit und teilweiße Zufriedenheit mit dem Erreichten dazu gehört. Nicht Ausruhen auf dem Geschaffenen, aber auch darüber mal nachdenken, was wichtig für mich, meine Familie, meine Freunde und zuletzt Kunden ist. Ich wünsch Ihnen und mir dabei die notwendige Energie, das Quentchen Glück und die Weitsicht die Zukunft gut zu gestalten, aber auch die Vernunft im Hinblick auf das Geschaffene und ab und zu beim tatsächlichen Stand einmal alle 5 gerade sein zu lassen. An allen 4 Zipfeln bekommt der Mensch es nie zu fassen und wenn dann nur für einen winzig kurzen Augenblick, weil ganz schnell einem wieder ein Zipfel aus der Hand rutscht.

Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, Gesundheit und Schaffenskraft, Waidmannsheil und vor allem bleiben Sie so wie Sie sind und wie wir sie schätzen und mögen !

mit freundschaftlichen Waidmanns-Falknersheil

C. Ehrhardt, Montag, 13. Februar 2012 12:06

Tellur

Hallo Herr Möller,

wenn ich diese Warnung vor Tellur  bei Ihnen lese, muß ich mich gezwungenermaßen fragen, was die ganzen Jahre in Ihren Geschossen drin steckte?

LM: Dasselbe OSNA-Cu 58®. Schließlich habe ich die Dinger erfundene. Jaguar und Sax waren ja mal „Freunde“ denen ich im Vertrauen auf gute Zusammenarbeite meine Zeichnungen überlasse habe. Den Brüdern habe ich doch selbst  das Geheimnis der Zerspanungskupfers offenbart, bevor die unsere „Gemeinschaft - auf - Handschlag“ kündigten, um freundesvergessen in die eigene Tasche zu wirtschaften. Warum, glauben Sie, sind die lütten Dinger denn so genau? Das hat seine von mir wohlbedachte Gründe, genauso wie davon wieder abzuwenden. Ich schreib oben nämlich

„Ich habe mich letztens auf Anregung des Schießobmannes des BJV wegen eines diesbezüglichen Vortrages noch mal mit dem IZW, und dem Nabu zur Seeadlerforschung in Verbindung gesetzt. Greife verdauen auch Knochen. Deren Mägen lösen auch Metalle auf, nicht nur Blei. Bei großen Schwermetallbrocken sterben die Vögel an der Schwermetallvergiftung, bevor alles aufgelöst ist, also auch am giftigen Tellur im Kupfer (das selbst nicht giftig ist). Dann findet man die noch nicht aufgelösten Reste in den untersuchten Leichen.“

LM: Wenn man das erfährt, kann man doch nicht einfach so weitermachen, wie bisher, als sei  nichts gewesen! Das muß der Kopf erst rauchen und dann etwas neues, besseres geboren werden, z. B. das tellurfreie MJG oder die splitterlosen Kurzbahner!

Sie schreiben nämlich, MJG und Graubündner KJG sei tellurfrei, andererseits handelt es sich bei letzterem um eine andere Legierung als die der normalen LM KJG: „wird im Gegensatz zu allen anderen Geschossen das 10,3 mm Lutz Möller Geschoß für die 10,3x60R Patrone in Graubünden / Schweiz aus weicherem nachgiebigerem Kupfer gefertigt“

LM: Genau. Das große Graubündener und sein Murmel sind aus anderem Kupfer als die kleinen KJG.

Schlußendlich ist diese Behauptung Wasser auf den Mühlen derjenigen, die vor unerforschten Gefahren mit alternativen Geschossmaterialien wie eben Kupfer warnen (siehe DJV Konferenz letztes Jahr) und einen gesetzlich verordneten Umstieg als unverhältnismäßig ablehnen.

Waidmannsheil, AV, Montag, 13. Februar 2012 21:38

P.S. Schade, daß Ihr innovatives Geschoß nur zweiter Sieger beim Goldenen Keiler geworden ist, ich habe natürlich für Ihr MJG gestimmt.

Danke, AV!

Der Gesetzgeber entscheidet unser Angelegenheiten, ohne mich vorher zu fragen. Ich bin nicht der Bundestag! Wenn ich Gefahren erkenne, mein ich, sollte ich im meiner Lage öffentlich darauf hinwesen. Eben das tue ich hier - wie immer der Wahrheit verpflichtet, auch wenn die mal unangenehm sein kann. Ich glaube heute mit meinem MJG das beste Jagdgeschoß unsere Zeit für alles Wild außer Dickhäuter (Elefant, Rhinozeros, Flußpferd) geschaffen zu haben. Ich glaube aber nicht, mit meinem MJG wäre ich am Ende der Erkenntnis angelangt. Die Forschung nach neuen Erkenntnissen, nämlich wie die Welt zusammenhängt, und  und die Entwicklung technischer Anwendungen des neu gewonnen Wissen gehen immer weiter. Sie bedingen sich. Ich bin nur ein kleiner Teil davon. Wenn ich also erfahre, das Adler im Magen Schwermetalle auch aus großen Brocken auflösen, muß ich überlegen, was das zu bedeuten hat. Bislang ging ich immer von der (wie ich inzwischen weiß, falschen) Annahme aus, die Feinzerstäubung des Bleies im Ziel, sei vorrangig für die qualvolle Wirksamkeit des Bleies verantwortlich. Das Gegenteil ist der Fall. Je feiner das Blei oder anderes giftiges Schermetall verteilt ist, desto größer ist dessen Oberfläche und desto schneller sterben die Adler. Schwermetallbrocken lösen die Adler langsam auf, also sterben sie langsamer und leiden länger. Das kann man doch nicht ungerührt hinnehmen!

Schloß LiebenbergWenn irgendwelche Aktivisten (Da fällt mir der ÖJV zu ein, dem ich das am 23. Februar auf einem Vortrag auf Schloß Liebenberg erklären werde) vorschnell nach einer gesetzlichen Lösung suchen, hätte die doch keinen sinnvollen Schutzwert für die Natur mit uns darinnen, wenn die einerseits zwar richtig (Blei weg) aber anderseits falsch wäre (Tellur her). Der Gesetzgeber wäre gut beraten, Gründlichkeit vor Eile walten zu lassen. Ich bin schneller. Das Abprallergerücht vor vier Jahren konnte ich mit zwei Freunden für meine Geschosse im Jahre 2008 mit Holzversuchen zeitnah und kurzfristig an einem Wochenende widerlegen. Die DEVA bruchte 125.000 € für eine Vielzahl von Geschossen und drei Jahre. Das Ergebnis war das gleiche. Hier kommt es:

Forschungsberichte: Abprallverhalten von Jagdmunition

Titel: Abprallverhalten von Jagdmunition Kurzfassung (dt.):

Es sollen wissenschaftliche Untersuchungen über das Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Jagdmunition durchgeführt werden. Die Ergebnisse sollen zur Abschätzung einer eventuellen Gefährdung von Personen durch das Abprallverhalten von Jagdmunition dienen. Der Arbeitsplanung liegt zugrunde, daß die wesentlichen Voraussetzungen zur effektiven Durchführung des Projektes beim Antragsteller durch das Vorhandensein entsprechenden Fachpersonals und der spezifisch erforderlichen technischen Einrichtung gegeben sind. Der Lösungsweg ist durch die Aufgabenstellung klar vorgegeben. Aus einer Präzisionsschießmaschine wird mit den jeweiligen Geschossen auf ein Prallmedium geschossen, das in seiner Lage verändert werden kann, um auf diese Weise unterschiedliche Geschossauftreffwinkel zu ermöglichen. Das vom Prallmedium abgelenkte Geschoss wird in einem Wattebehälter aufgefangen. Mittels Lichtschranken werden die Geschossgeschwindigkeiten vor und nach dem Abprallen erfasst. Daraus lassen sich die Energien berechnen, insbesondere die Energien der abgelenkten Geschosse, die den Gefährdungsbereich bestimmen. Innerhalb des Versuchsaufbaus werden Entfernungen und Winkel mit Lasermessgeräten hoher Auflösung bestimmt. Vorbehalte irgendwelcher Art bestehen nicht, da bei dieser vergleichenden Untersuchung (bleifreie und nichtbleifreie Geschosse und Schrote) ein klar strukturierter Versuchsaufbau reproduzierbare Ergebnisse liefert.

Das Gutachten zu dem Forschungsvorhaben "Abprallverhalten von Jagdmunition" (09HS001) ist abrufbar unter http://download.ble.de/09HS001_Gutachten.pdf

Die gemeinsame Stellungnahme des begleitenden Projektrates finden Sie unter http://download.ble.de/09HS001_Projektrat.pdf

Laufzeit: von 14.09.2009 bis 30.06.2011 Durchf. Einrichtung: Deutsche Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und Sportwaffen e.V. (DEVA), 
Dune 3, 33184 Altenbeken Projektleiter: Helmut Kinsky Ergebnis (dt.): Das Gutachten zu dem Forschungsvorhaben "Abprallverhalten von Jagdmunition" (09HS001) ist abrufbar unter http://download.ble.de/09HS001_Gutachten.pdf

Die gemeinsame Stellungnahme des begleitenden Projektrates finden Sie unter http://download.ble.de/09HS001_Projektrat.pdf

Die Forschungsaktivität leistet Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe: 2.29:  Untersuchungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zur beruflichen Qualifikation im Agrarbereich Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008 Förderkennzeichen: 09HS001 Dokument zum Download: Dokument downloaden Kontakt: Benutzen Sie unser Kontaktformular oder E-Mail an  projekttraeger-agrarforschung@ble.de

Quelle

Ich lasse mich vor keinen Karren spannen - niemandes! Mein KJG habe ich aus technischen Gründen ohne Blei weg entwickelt, nämlich weil  Blei für Nitropulvergeschwindigkeiten schlichtweg zu weich ist - nicht wegen  der Giftigkeit es Bleies. Was das in der Natur bewirkt habe ich erst aus der Seeadlerforschung gelernt. In dem Tagungsband „Bleivergiftungen bei Greifvögeln. Ursachen, Erfahrungen, Lösungsmöglichkeiten. Der Seeadler als Indikator“ sind die Ergebnisse des Projekts und weitere Beiträge zum Thema dargestellt. Darunter auch Artikel zur Bleiakkumulation von Bartgeiern in Österreich, Riesenseeadlern aus Japan und dem Kalifornischen Kondor aus den USA. Über die Bibliothek des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung sollen Sie den Tagungsband zu einem Unkostenbeitrag von € 20,- (inklusive Mehrwertsteuer) erwerben. Bestellungen mit der gewünschten Lieferanschrift bitte per E-Mail an: biblio@izw-berlin.de oder per Fax: ++49 – (0)30-5126104. Dann wissen Sie hinreichend Beschied. Darüber kann man nicht hinweggehen.

Ich bin mit meinen MJG über das Tellur weg. Gott sei Dank!

Waidmanns Heil, Lutz Möller, Dienstag, den 14. Februar 2012

Giftigkeit verwendeter Kupferlegierungen

Hallo Lutz,

die letzten Briefwechsel die du in Sachen Tellur und Giftigkeit der verwendeten Kupfer Legierungen veröffentlicht hast, dürften einige Kunden verunsichern und den Gegnern der bleifreien Geschosse unnötige Argumente liefern, die du sicher nicht liefern wolltest. Man kann dort lesen, Wettbewerber verwenden eine Legierung wie OSNA-Cu 58®, die durch den Legierungsbestandteil Tellur als giftig einzustufen wäre.

Auch du lieferst heute noch neben den neuen Messing Geschossen Geschosse einiger Kaliber aus Kupfer. Müssen sich deine Kunden nun also Sorgen wegen der Giftigkeit früher, oder auch heute von dir vertriebener Geschosse machen?

LM: Die großen Graubündener 10,3 und deren Murmelabkömmlinge werden aus einer schwer zu zerspanenden tellurfreien Kupferlegierung gefertigt. Die kleineren KJG laufen aus. Das tellurfrei MJG ersetzt Kupfer. Siehe Kupfer oder Messing.

Hast du in der Vergangenheit diese Giftigkeit selbst nicht erkannt?

LM: Nun ist mir die Sache mit der Metallbrockenauflösung im Greifvogelmagen bekannt geworden. Bislang dachte ich, wegen der kleinen Oberfläche eines solchen Brockens und der kurzen Verweildauer im Magen könne der (selbst wenn giftig) kaum schaden  - also so wie bei uns, wenn wir in der Fasenbrust oder Hasenkeule eine Bleischrotkugel aufnehmen und die unbemerkt und unverdaut am nächsten Tag wieder ausscheiden. Das stört mich nicht. Aber ich bin ja auch kein Adler. Adler verdauen alles! Die scheiden kein Brocken aus, sondern nur  Flüssiges. Nicht jeder hat die Gelegenheit sich mit Greifen näher zu beschäftigen. Ich bin Herrn Ehrhardt sehr dankbar, mich an der Beizjagd mit seinem Adler teilhaben zu lassen. Vom Falkner erfährt man bei so einer Gelegenheit Einiges über Greife, das man vorher nicht wußte - so auch über deren Verdauung. Seitdem kann ich nicht mehr guten Gewissen giftiges Tellur im Kupfer gut finden, selbst wenn das aus technischen Gründen (verbessert die Zerspanung) drin willkommen ist.

Drehteile aus Zerspanungswerkstoffen, die kupfernen selbstverständlich mit Tellur.

Gewöhnlich stört das giftige Tellur nicht, weil man Schweißbrennerdüsen oder Trafoklemmen nicht ißt.

Vögel im Winter 2012 auf Lärche

LM: Wer weiß welche Vögel, die gerade auf meiner Lärche äsen, das oben im Bild sind?

Moin Herr Möller, das könnte nach dem was zu sehen ist ein Erlenzeisig sein. Beste Grüße, Stefan Simm

LM: Genau. Mein Hirn hat´s nur nicht ausgespuckt!

Da helfe ich als Naturfreund immer gern, auch mit einer Führung um das hiesige FFH-Schutzgebiet. Besonders interessant wird´s hier, wenn der Vogelzug wieder einsetzt. Also ab Ende Februar, Mitte März. Enten, die man sonst nur aus Büchern kennt. Reichlich Gänse, Limikolen, Fischadler. Seeadler sind auch schon gesichtet worden. Die Singschwäne scheinen schon wieder durchgestartet zu sein. 12 Stück waren da. Beste Grüße, Stefan Simm

Bzw. ist die Giftigkeit in der Legierung mit Kupfer für den Menschen mit Bezug auf die Verwendung im Jagdgeschoß nicht sogar unbedeutend?

LM: Für den Menschen schon, aber nicht für die Greife. Wir scheiden versehentlich , unbemerkt aufgenommen Metallbrocken fast unverdaut am nächste Tag wieder aus, ohne nennenswert was davon zu uns zu nehmen. Adler lösen Metalle auf und sterben an giftigen (Schwer)Metallen.

Oder verwendest du grundsätzlich andere Kupfer Legierungen die kein Tellur enthalten, was auf jeden Fall für deine Geschoße sprechen würde?

LM: Nur beim Graubündener 10,3 und  beim 0,3 Murmel verwende ich tellurfreies Kupfer, auch wieder aus technischen Gründen. Die Restbestände kleinerer KJG sind wie die aller anderen ebenso aus tellurhaltigem Kupfer, aber die laufen aus, werden nicht mehr nachgefertigt sondern durch MJG ersetzte.

Ich glaube diese Klarstellung ist erforderlich wenn man den Bleifrei-Gegnern nicht die Stange halten will.

LM: Richtig!

Mit besten Grüßen, Volker T., Montag, 13. Februar 2012 22:07

tellurhaltige KJG entsorgen

Guten Morgen Herr Möller,

sind die bisher verladenen KJG auch tellurhaltig?

LM: Ja (außer 10,3 mm).

Ich habe noch 200 Patronen, Geschosse in 7,62 und 6,5 mm (Letztere ziemlich frisch). Muß ich die entsorgen?

LM: Nein, die nicht, aber den Aufbruch damit geschossener Tiere, damit Greife den nicht aufnehmen können. Bei Säugern habe ich da keine Bedenken, zumal wohl kaum einer von uns eine zerschossene Lunge essen wird. Der Hund sollte das auch nicht.

Darob etwas irritiert.

LM: Ja, ist so. Fragen Sie doch Ihre Fachfrau mal zu Tellur. Lassen Sie uns wissen, was die dazu sagt.

Viele Grüße und Waidmannsheil, Gerd Ahnert, Dienstag, 14. Februar 2012 09:45

Mist!

zu tellurhaltige KJG entsorgen

Gerd Ahnert

Ja, Herr Ahnert,

so sit das. Mir ist erst kürzlich die Sache mit der Metallbrockenauflösung im Greifvogelmagen bekannt geworden. Darauf gebracht hat mich der Schießobmann des BJV, s. d. Fürst Öttingen-Wallerstein, als der auf wissenschaftlich fundierten Aussagen für eine Tagung des BJV beharrte, so wie meine Erfahrung der Beizjagd mit dem Adler. Ich habe, als er um Hilfe bat, für ihn halt bei  einigen Instituten angeklingelt, um einen passenden Toxikologen zu finden, der den Vortrag halten könnte. Dabei hat mich ein Seeadlerfachman (Dr. Oliver Krone / IZW) über die Besonderheiten der Seeadlerverdauung aufgeklärt, die ich vorher nicht wußte, bzw. mir auch nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht habe.

Die Unschuld ist vorbei.

Seeadler lösen auch Metallbrocken  im Magen auf und verdauen die, nicht nur Metallstäube. Das zu verstehen ändert Einiges! Ich handele insofern nur folgrichtig meine KJG abzukündigen.

Waidmanns Heil, Lutz Möller, Dienstag, den 14. Februar 2012

Lutz,

danke für die flotte Reaktion. Du siehst, du hast viele aufmerksame Leser, die dich hoffentlich nicht zu sehr vom Laden abhalten! Wird das 6,5 mm Geschoss als letztes der Kleinen auch noch umgestellt werden?

LM: Alle!

Noch habe ich einen kleinen Vorrat der alten KJG, aber ich warte schon auf die ersten MJG Erfahrungen, die ich bisher nur von einem Jagdfreund vernehmen durfte, den ich zu deinem Kunden gemacht habe und der sehr zufrieden ist.

LM: Dazu siehe Afrika 2011!

Gruß, weiter gute Besserung und vor allen Dingen weniger Pech bei der Geschäftsentwicklung!

LM: Kann ich gebrauche, warte gerade wegen einer großen Lieferung auf den Paketdienst!  Ob er denn auch kommen wird?

Volker T., Dienstag, 14. Februar 2012 14:02

Dienstag, 14. Februar 2012 18:05

Zerspanungsmessing

Hallo Herr Möller,

beim gelegentlichen Besuch Ihres äußerst gefüllten und lehrreichen Netzplatzes bin ich auf die momentan geführte Erörterung um Tellur in Kupfer gestoßen. Das hat mich ins Grübeln gebracht. Messing ist eine Legierung mit den Hauptbestandteilen Kupfer und Zink. In meinem alten Werkstoffkundebuch fand ich unter dem Schlagwort Zerspanungsmessinge / Automatenmessing, dass diese Werkstoffe bis zu 3% Blei enthalten. Dabei ist das Blei nicht im Kristallgitter eingebunden, sondern liegt als fein dispergierte Phase vor. Da wir bei der Jagd unbelastete Lebensmittel erzeugen wollen, hoffe ich Ihre MJG werden aus einem Werkstoff hergestellt, der weder Blei noch andere toxische Legierungsbestandteile enthält.

LM: Die Industrie stellt schon seit längerer Zeit bleifreie, ungiftige Zerspanungsmessinge her. Ich werde hier aber nicht weiter über Betriebsgeheimnisse plaudern. Ihr altes Werkstoffkundebuch verkündet nichts Falsches, ist aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Meine Bestände, die ich als Nichtwiederlader von einem gewerblichen Wiederlader bezogen habe (nicht SAX), neigen sich teilweise dem Ende entgegen. Außer der .223 Remington werden schon alle von mir verwendeten Kaliber in Ihrem Laden angeboten. Beabsichtigen Sie das Angebot auf die .223 Remington auszuweiten und wenn ja wann?

LM: Mal sehen.

Für eine kurze Antwort bedanke ich mich im Voraus. Falls Sie diese Mail auf Ihren Netzplatz stellen bitte ich Sie dies ohne Nennung meines Namens sonder unter der Verwendung meiner Initialen zu tun.

Gruß und Waidmannsheil, ungenannt, Dienstag, 14. Februar 2012 18:05

Tellur im KJG

Sehr geehrter Herr Möller,

als Verwender eines Restpostens Ihrer KJG in einem Revier ohne Adler, interessiert mich Folgendes: Sind mit den grob splitternden KJG erlegte Stücke für den Verzehr durch Menschen unbedenklich?

LM: Soweit mir das bekannt ist nicht anders als bei Bleischroten die wir  - anders als Adler - nicht im Magen auflösen und verdauen, sondern unaufgelöst wieder ausscheiden.

Werden Schwarzwild und Prädatoren auch vergiftet?

LM: Solange die Prädatoren kein Raubvögel sind, gilt das obige.

Enthält das MessingJG allfällige Giftstoffe?

LM: Sieh Zerspanungmessing.

Besten Dank im Voraus, Dr. Hanno Zanier, Donnerstag, 16. Februar 2012 16:04

Denke auch mal an die Zerspaner

In der heutigen Zeit kann man in einer dermaßen emotional aufgeheizten Atmosphäre nicht mehr Masseneinträge von Giften erörtern. Da macht es Sinn, Tellur zu vermeiden.

LM: Eben!

Übrigens hatten wir CuTeP gespant, indem wir von unten Druckluft an die Spaungsstelle geblasen und von oben mit einem ex-geschützten Staubsauger abgesaugt haben. Wenn dann noch mit einem Nebelöler die Anblasluft vernäßt wird, muß man mit Abscheider arbeiten. Bei kurzen Versuchen geht auch Putzwolle als Auffangfilter. Bei Petroleum haben wir mit inerten Gas direkt aus der Flasche und durch den Nebelöler angeblasen.

LM: Richtig. Zerspaner wollen auch (gesund!) leben .

Was glauben Sie, wieviel Blei durch Abwitterung und Abwaschung von Blei-Dachverwahrungen jährlich ins Grundwasser gerät? ( Muß die Studie mal wieder suchen!)

LM: Das Gift kam feinstverteilt von 1945 – 95 über 50 Jahr aus Ottomotorabgasen, sicher 20 Jahre Jahre zu lange!  Da hat die Politik besinnungslos geschlafen. Sie hätte früher, beherzt handeln müssen und können!  U.S.A. fuhr seit 1975 bleifrei. Die Prozesse waren schon entwickelt!

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Mjölnir