Rotwildbrunft
in DeutschlandSehr geehrte Damen und Herren,
neben der Deutschen Wildtier Stiftung in Wildtierland Gut Klepelshagen
bieten immer mehr Veranstalter Führungen zur Rotwildbrunft in freier
Wildbahn an. Einen Überblick über die Möglichkeiten, die Rotwildbrunft in
freier Wildbahn oder auch in großzügigen Wildparks zu erleben, haben wir
Ihnen auch in diesem Jahr auf unserer Internet-Seite
www.Rothirsch.org
zusammengestellt.
Klicken Sie einfach auf die
Google-Maps-Karte und finden Sie alle Orte in
Deutschland, an denen Sie die Rotwildbrunft in den kommenden Wochen erleben
können. Die Flash-Karte bietet Ihnen Informationen zu Führungen und
Beobachtungs-Plattformen zur Rotwildbrunft in freier Wildbahn.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Kinser, Donnerstag, 1. September 2011 17:33
Forst- und Jagdpolitik
Deutsche Wildtier Stiftung |
Billbrookdeich 216
22113 Hamburg |
Telefon 040 73339-1876
Fax 040 7330278 | A.Kinser@DeWiSt.de |
www.DeutscheWildtierStiftung.de |
www.Rothirsch.org
Wer wird Platzhirsch? In Wildtierland Gut Klepelshagen beginnen
die aufregendsten Wochen im Jahr: die Rotwildbrunft.
Besuchen Sie die
8. Hirschtage vom 4. bis 25. September 2011!

Im September 2011 erschien der Tagungsband zum 5. Rotwildsymposium der
Deutschen Wildtier Stiftung, das im Dezember 2010 gemeinsam mit dem
Bayerischen Jagdverband in München veranstaltet wurde. Unter dem Titel „Der
Hirsch und der Wald – von einem abgeschobenen Flüchtling und seinem
ungeliebten Exil“ stellen renommierte Wissenschaftler und erfahrene
Praktiker in ihren Beiträgen vor, wie das Miteinander von Wald, Wild und den
Nutzungsinteressen des Menschen vereinbart werden kann. Die Beiträge
unterstreichen, daß Ursache für den sogenannten Wald-Wild Konflikt auch ein
fehlgeleiteter Waldbau, falsche Jagdstrategien oder ein ungelenkter
Tourismus sein kann. Die Lösung des Konfliktes liegt immer in einer
gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten.
Neben den Vorträgen enthält der Tagungsband auch Kurzbeiträge zu aktuellen
Forschungsergebnissen aus der umfangreichen Posterausstellung.
Der Tagungsband ist im Internet unter www.Wildtierland.de oder unter Telefon
040 970786910 für 19,90 € plus Versandkosten zu beziehen. Weitere
Informationen zum Inhalt des Tagungsbandes und zu den Rotwildsymposien der
Deutschen Wildtier Stiftung finden Sie unter
www.Rothirsch.org.
KINSER, A.; MÜNCHHAUSEN, H. FRHR. V. & REDDEMANN, J. (2011): Der Hirsch und
der Wald – von einem abgeschobenen Flüchtling und seinem ungeliebten Exil.
Tagungsband zum 5. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung vom 1.
bis 3. Dezember 2010 im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München,
DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG & BAYERISCHER JAGDVERBAND E.V. (Hrsg.), ISBN
978-3-936802-11-5, 354 S.
Tiersteckbrief Rotwild Größe: 1,10 bis 1,50 m Schulterhöhe Gewicht: 80 bis 200 kg (je nach Standort und Lebensalter) Paarungszeit: September -Oktober Setz: Mitte - Ende Mai, meistens 1 Kalb; Lebensraum: ursprünglich Steppe, heute Wald
Rotwild

Die bekannteste Wildart in Deutschland ist Rotwild. Die majestätischen Hirsche sind seit Jahrhunderten das Sinnbild für die Jagd schlechthin. Kein Wunder - sind sie doch die größte heimische Wildart. Rotwild hat ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Manchmal lebt es in Rudeln zusammen, manchmal fühlt es sich als ausgesprochener Einzelgänger am wohlsten. Nur die männlichen Tiere, die Hirsche, haben ein Geweih, das sie im Frühjahr abwerfen. Bis zum Oktober entwickelt sich dann das neue Geweih, das in den ersten kalten Herbsttagen für die Brunftkämpfe gebraucht wird. Das Rotwild braucht großflächige Lebensräume, in denen es sich zurückziehen kann. Früher war das Rotwild ein typisches Steppentier, wir Menschen haben es aber im Lauf der Jahrhunderte in den schützenden Wald gedrängt. Darin liegt auch ein Hauptproblem des Rotwildes: Durch den Straßenbau und verschiedene Formen intensiver Landnutzung wird der Lebensraum des Rotwildes immer kleiner. Die Jäger kämpfen dafür, daß diese Entwicklung gestoppt wird, damit der ,,König der Wälder" uns noch lange erhalten bleibt.
Verbreitung des Rotwildes in Schleswig-Holstein Cervus Elaphus
Die leergeschossenen Reviere werden nun aus den offiziellen Rotwildgebieten
herausgenommen, nicht selten mit der Begründung, diese Reviere seien keine
geeigneten Lebensräume für Rotwild. Was ist die Folge? Laut Jagdgesetz darf
Rotwild nur in Revieren ,,gehegt" werden, die als ,,Rotwildgebiet" ausgewiesen
sind. ,,Gehegt" heißt, hier wird nachhaltige Bejagung angestrebt: also die
Bestände zu erhalten. Außerhalb offizieller Rotwildgebiete ist Rotwild jedoch
abzuschießen. Auf diese Weise wird einer der faszinierendsten Wildarten, die wir
in Deutschland haben, Schritt für Schritt immer mehr Lebensraum entzogen. Die
Populationen können sich so nicht mehr austauschen. Leergeschossener Räume
wieder zu besiedeln wird so unterbunden.
Schon zehn Jahren wurde diese Zusammenhänge am Beispiel des Odenwaldes
erstmals hingewiesen. In dem 44.000 ha großen Rotwildgebiet waren drei
Krisenherde, in denen die Wilddichte beim Zehn- bis Zwanzigfachen des Erlaubten
lag. Andererseits war ein Drittel der Fläche so gut wie rotwildleer. Insgesamt
lag der Wildbestand beim Doppelten der zulässigen Höhe. Ein differenziertes
Bejagungskonzept, mit dem der Bestand innerhalb von fünf Jahren auf die
geforderte Hälfte gesenkt, gleichzeitig aber die Krisengebiete deutlich
entlastet und leergeschossene Randreviere wenigstens teilweise bzw. dünn
wiederbesiedelt werden konnten war ausgearbeitet. Der Schlüssel lag in einer
drastischen Erhöhung der Abschüsse in den Konzentrationsgebieten, gleichzeitig
aber in totaler Jagdruhe dort, da kein oder nur noch wenig Rotwild stand.
Gewiß: Die über 90 Revierinhaber hätten sich vorübergehend an etwas ganz neues
gewöhnen müssen. Fünf Jahre lang wären fast 60 % des Abschusses auf nur 9 % der
Gesamtfläche zu erlegen gewesen. Dort nämlich waren die Brandherde. Andererseits
wäre in 47 von 93 Revieren - in jedem zweiten also - fünf Jahre lang kein
Abschuß vorgesehen gewesen.
Die Empfehlungen wurden zwar einhellig für plausibel und konsequent befunden.
Nur umgesetzt wurden sie nicht. Standessen wurde weiter so wie bisher verfahren:
Ein unrealistisch hohes Abschußsoll wurde nach dem Gießkannenprinzip über das
gesamte Gebiet verteilt - und selbstverständlich nicht erfüllt. Inzwischen sind
noch weitere Reviere leer. Die Flächen äußerster Verdichtungen dagegen gleich
geblieben. Im Südosten des Odenwaldes bildet sich eine Lücke im
Verbreitungsgebiet.
Recherchen im Odenwald und in anderen Rotwildgebieten bringen zutage, daß den
Verantwortlichen die Folgen der Abschußplanung und Durchführung kaum bewußt sind.
Jagdbehörden wie Forstverwaltung sind nicht in der Lage,
die jährlich anfallenden Jagdstreckendaten sinnvoll zu interpretieren.
Die Datensammlung selbst läßt viele Wünsche offen - häufig existieren nicht
einmal zeitnahe Revierkarten. Grundkenntnisse über Populationsentwicklung,
räumliches Verhalten, Verteilung und Wanderung sind allenfalls in Ansätzen
vorhanden und selten auf einem zeitgemäßen Stand. In den bayerischen
Rotwildgebieten existiert nicht einmal eine Zielgröße für die Population, die
man erreichen bzw. erhalten will - was aber unerläßlich ist, wenn die
Abschußplanung mit Sollzahlen operiert.
Der Rothirsch hat früher mehr als 90 % unseres Landes besiedelt. Heute sind es
noch zehn. Wenn diese faszinierende Wildart nicht weiter an Boden verlieren soll,
so kommen wir um professionelles Wildmanagement nicht herum.
Kommen Sie jetzt im September in den Duvenstedter Brook. Wir
haben Beobachtungsstände angelegt, von denen aus Sie ein Naturschauspiel
beobachten können: Die Rotwildbrunft im Duvenstedter Brook.
Anfang September beginnt die Paarungszeit (Brunft) des Rotwildes, die bis in den
Oktober hinein andauert. Seit Menschengedenken zieht dieses Geschehen Jäger und
Naturbeobachter in seinen Bann. Mit etwas Glück und gebotener Rücksichtsnahme
können Sie Zeuge einiger der nachfolgend geschilderten Brunftabläufe werden.
Die Brunft beginnt mit der Auflösung des Rudelverbandes der männlichen Tiere,
der Hirsche. Die älteren Hirsche werden gegenüber ihresgleichen unverträglich,
sondern sich ab und suchen die Nähe der weiblichen Rudel (Kahlwildrudel), die
ihre verborgenen Aufenthaltsorte (Einstände) in der Nähe der meist
traditionellen Brunftplätze haben. Es sind vorwiegend Plätze, die ihnen
ausreichend Nahrung (Äsung) und Ruhe bieten. Die Kahlwildrudel bestehen aus den
Mutterfamilien und ihrem vorjährigen Nachwuchs, den Schmaltieren.
Die Brunfthirsche nehmen während der Brunftzeit kaum Nahrung zu sich und leben
von ihren Fettreserven (Feist). Platzhirsche können in dieser Zeit bis zu 40 kg
Körpergewicht verlieren. Diesen Verlust müssen sie bis zum Wintereinbruch wieder
aufholen, um die nahrungsknappe Zeit überstehen zu können.
Der Platzhirsch – ohne ihn geht gar nichts
Für den ersten Hirsch am Platze, den Platzhirsch ist wichtig, auf seinem
Brunftplätzen sein Rudel gut zu überschauen. Hier kann er seinen Harem am besten
zusammenhalten und gegenüber Rivalen abschirmen.
Zur Brunft denken die Hirsche nur an das Eine: möglichst viele weibliche Tiere
in ihrem Harem zusammenzuhalten und sich bei vorhandener Bereitschaft mit ihnen
zu paaren. Der Platzhirsch zeigt, wer er ist: optisch, geruchlich und akustisch
demonstriert er gegenüber Rivalen seine Ansprüche auf territorialen Besitz und
auf das Brunftrudel.
Durch Harnspritzen markiert er den Brunftplatz geruchlich. An diesen Stellen
wird der Boden vorher durch Vorderlaufscharren (Plätzen) oder mit dem Geweih (Forkeln)
aufgewühlt, was auch optisch wirkt. Auf gleiche Weise wirkt das Zucken und
Hervorschieben des leuchtend roten Penis, in der Jägersprache auch Brunftrute
genannt, beim Harnspritzen. Sind Nebenbuhler in der Nähe, umkreist er zunächst
laut röhrend sein Rudel und durchpflügt mit dem Geweih den Boden. Dieser oft
über Kilometer hörbare, gedehnt dröhnende Brunftschrei, das „Röhren“, stößt der
Hirsch in einer Serie von drei bis acht tiefen, langgezogenen Rufen in der Regel
mit erhobenem, zurückgelegtem Haupt und weit geöffnetem Maul (Äser) aus. Der Ruf
demonstriert Selbstbewußtsein!
Die Beihirsche – lästige Abstauber
Jüngere Hirsche ohne Harem, rangniedere Beihirsche, werden vom Platzhirsch nur
am Rande des Brunftplatzes geduldet. Kommt einer besonders dicht an das Kahlwild
heran, wird der Platzhirsch aktiv und droht dem Gegner. Der weiß in der Regel,
wer der Stärkere ist und geht Auseinandersetzungen aus dem Weg. Beihirsche sind
eher „Abstauber“ als Kämpfer: sie warten auf eine Unachtsamkeit des
Platzhirsches und versuchen, einige weibliche Tiere abzudrängen und sich mit
ihnen aus dem Staub zu machen. Besonders während der dunklen Nachtstunden kann
es für den Platzhirsch schwierig sein, seine Tiere zusammenzuhalten, die
Beihirsche nutzen jede Gelegenheit.
Rivalen und Duelle
Echte Konkurrenz kommt in der Regel von außerhalb. Angezogen vom Brunftgeschrei
des Platzhirsches nähern sich ähnlich alte und starke Hirsche, die ihren Harem
vergrößern wollen oder noch auf der Suche nach Kahlwild sind. Läßt sich ein
solcher Konkurrent blicken, bringt das den Platzhirsch in Rage: er läuft dem
Rivalen entschlossen entgegen, wühlt mit dem Geweih den Boden auf (ritualisiertes
Bodenforkeln) und versucht Eindruck zu machen. Der reagiert häufig seine
Erregung zunächst mit seinem Geweih an einem Baum ab. Diese Kampfhandlung am
Ersatzobjekt mindert die Aggression und wirkt zugleich imponierend und
einschüchternd.
Optisch und sehr wirksam ist auch ist auch die Form des „Breitseite-Imponierens“
unter den Rivalen. Bei dem Imponiermarsch schreitet der Hirsch steifbeinig
langsam mit niedrig gehaltenem, geradeaus gestrecktem Haupt in kleinen Schritten
seitlich oder parallel zum Gegner. Meistens beschränken sie sich auf ein solches
Imponier- und Drohzeremoniell.
Ernsthafte Kämpfe gleichstarker Rivalen sind dagegen äußerst selten zu
beobachten. Kommt es dennoch zum Kampf, weil der Nebenbuhler nicht weichen will,
so ist er ritualisiert. Nach Imponierschreiten und blitzschnellem Verhakeln
(Binden) der Geweihe kommt es zu heftigem frontalen oder kreiselförmigen Hin-
und Herschieben, das kurz, aber auch sehr lange und bis zu Erschöpfung dauern
kann. Der Unterlegene flieht unter plötzlichem Lösen aus der Bindung der Geweihe
und wird kaum verfolgt.
Ziel der Kämpfe ist es nicht, den Gegner zu verletzen oder zu töten, sondern
Aufeinanderprallen und Schieben der Geweihe dienen dem Kräftemessen. Dennoch
kann es zu verletzten oder getöteten Hirschen kommen. Beim Verjagen eines
unterlegenen Gegners stößt der Platzhirsch eine Serie kurz abgehackter in
schneller Folge ausgestoßener Laufe, den Sprengruf, aus. Doch nicht immer ist
der Sieger auch der Gewinner. Dauert der Streit, können andere in der Nähe
stehende Hirsche die Gunst der Stunde nutzen und das Rudel oder einzelne
weibliche Tiere entführen.
Die Paarung
Duftbotschaften der weiblichen Tiere signalisieren dem Hirsch, wann sie
paarungsbereit sind. Durch Schnuppern am Harn oder an der Genitalregion werden
sie von ihm auf Paarungsbereitschaft hin kontrolliert. Ihr „Parfum“ steigert die
Paarungsstimmung des Hirsches. Ist ihre Bereitschaft gegeben, wartet sie
geduldig und zeigt ihm in typischer Haltung mit gekrümmten Rücken, breiter
gestellten, leicht eingeknickten Hinterläufen und gesenktem Haupt, was sie will.
Beim nur wenige Sekunden dauernden Akt (Beschlag) preßt der Hirsch seine
Vorderläufe fest um das weibliche Tier und drückt sich wie im Sprung unter
Aufstellen des Oberkörpers mit den Hinterläufen vom Boden ab, um anschließend
nach hinten abzugleiten. Der Begattungsakt ist jedoch äußerst selten zu
beobachten.
Tips für Ihren Besuch
Der Brunftverlauf wird von den Witterungsbedingungen deutlich beeinflußt. Bei
schwülwarmer Luft, lebhaftem Wind und Dauerregen hört und sieht man von der
Brunft wenig. Windstilles, kühles und klares Wetter begünstigt demgegenüber den
Beobachtungserfolg. Kommen Sie am frühen Morgen oder zur Abenddämmerung, nehmen
Sie ein möglichst lichtstarkes Fernglas und Anti-Mückenmittel mit. Besonders zur
Brunftzeit ist es im Duvenstedter Brook auch möglich, daß sonst eher scheue und
nachtaktive Rotwild schon in den späten Nachmittagsstunden zu sehen – für Kinder
ein besonderes Erlebnis.
8. September 2002,
Ihre,
Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Forstamt Hamburg
Alter Steinweg 4, 20459 Hamburg , Tel: (040) 428 411 514 , FAX: (040) 428 413
201
Herr Möller
der von Ihnen als Quelle angegebene Link hat sich geändert: vielleicht korrigieren Sie ihn zu: www.forst-hamburg.de/archiv2002.htm. Auch die Bezeichnung der Abteilung ist neu: Landwirtschaft und Forsten.
Herzlichen Gruß, R. Wujciak
Hallo Herr Möller,
bitte entschuldigen Sie die verspätete Beantwortung Ihrer mail; bin im Moment
etwas im Streß. Daher komme ich erst heute dazu zu antworten. Vorab: Die 9,3
mm Lutz Möller KJGlieferung ist bis
dato leider noch nicht eingetroffen! Die 9,3x74R
Heym DB hat eine Lauflänge von 60 cm. Die Waffe wird vornehmlich auf
Bewegungsjagden (dies trifft den Kern der Sache wohl eher, als der Begriff
Drückjagd) ihren Einsatz finden. Wir versuchen mit laut- und solojagenden Hunden
mit wenigen Einsätzen Strecke zu machen. Die Einzelansitze werden auf ein
Minimum reduziert, um jagdl. Störeinflüsse, insbesondere auf die Leitwildart
Rotwild so gering wie möglich zu halten. Dies ist nur eine in einem Konglomerat
von Maßnahmen, die zur Verbesserung des Wildlebensraumes und der Entschärfung
der Wald-Wild-Problematik beitragen soll. Wir setzen unsere Hunde bundesweit
ein; von der Schorfheide bis Ruhpolding, vornehmlich in größeren Bundes- und
Landesforsten, sowie auf organisierten privaten Gemeinschaftsjagden mehrer
Reviere. Gejagt wird auf alle hierbei vorkommenden Schalenwildarten, also vom
Reh über Sau, Dam- und Muffelwild bis zum Rotwild, wobei das Schwarzwild derzeit
den Löwenanteil an den Strecken darstellt.
Mit den besten Grüßen,
Jörg Lambert, Mittwoch, 9. Juni 2004 20:59

© DIE ZEIT 06.05.2004 Nr.20
Mehr Raum, Ruhe und Respekt für den König des Waldes fordern seine Lobbyisten
und laden zu einem Rotwildsymposium nach Bonn
Von Hans Schuh
Seine Majestät ist umstritten, viel Feind, viel Ehr. Der Adel protegierte ihn
als Krönung des Jagderfolgs, die Bauern haßten ihn als Schädling in Wald und
Flur. Die Wut des Volkes entlud sich nach der Revolution von 1848 und rottete
den König des Waldes fast aus.
Doch Seine Majestät kehrte alsbald zurück. Zu groß war die Lust vieler
(gewählter) Landesherren, der Hochwildjagd zu frönen. Rasch hegten sie wieder
große Hirschbestände – und die Wildschäden nahmen enorm zu. Um den Frieden mit
Förstern und Bauern zu wahren, wurden die umstrittenen Hirschreviere scharf
begrenzt. Bis heute darf Rotwild nur auf einem Achtel der Fläche Deutschlands
leben, auf einem amtlich fixierten Flickenteppich. Allerdings verstehen Hirsche
die Vorschriften nicht und überschreiten Reviergrenzen. Dann bekommen sie von
Amts wegen die Kugel.
„Rothirsch – quo vadis?“, fragt die Deutsche Wildtier Stiftung angesichts dieses
Unfugs, der mit Jagdpolitik viel und mit Ökologie nichts zu tun hat. Unterstützt
vom Naturschutzbund Nabu und dem Lehrstuhl für Wildökologie und Jagdkunde der
Technischen Universität Dresden, lädt die Stiftung zu einem Rotwildsymposium
nach Bonn. Dort, im gastgebenden Bundesministerium für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft, soll am 7. und 8. Mai eine große Schar von
Vertretern der Jäger, Förster, Naturschützer und Bauern aus allen Bundesländern
über ein „Leitbild für das Rotwild-Management“ diskutieren.
Schluß mit den starren Reviergrenzen für Rothirsche! Laßt sie ihren – zunehmend
von Straßen zerschnittenen – Lebensraum selbst bestimmen, fordert das Leitbild,
das die Wildbiologen Ulrich Wotschikowsky und Olaf Simon in Bonn zur Diskussion
stellen. Sie hoffen, die Hirsche würden sich mit einer Verdoppelung ihres
Lebensraumes begnügen und eigene Verbreitungsschwerpunkte bilden. In diesen
Zentren sollen sie Ruhe genießen, das mache sie zutraulicher. Sie könnten ihre
Waldverstecke verlassen und dem Publikum als Naturerlebnis dienen. Um die
Wildschäden einzugrenzen, soll die absolute Zahl der Hirsche gleich bleiben. Das
gewährleiste eine professionalisierte Jagd außerhalb der
Verbreitungsschwerpunkte, die kleine abgewanderte Verbände komplett erlege,
„ohne Zeugen zu hinterlassen“. Das erzeuge keine Unruhe und Angst in den
unbejagten Rudeln.
Doch der raumgreifenden Hirschreform droht zünftiger Zoff. Denn das Thema
Rotwild spaltet wie kaum ein anderes die Naturfreunde in mehrere quasireligiöse
Fraktionen: Jäger möchten möglichst viele stattliche Zwölf- bis Sechzehnender
(„Kronenhirsche“) schießen. Förster und Bauern würden am liebsten die als
„opportunistische Mischäser“ berüchtigten gefräßigen Wiederkäuer verbannen.
Diese leben gern in Großrudeln und können lokal die Vegetation verwüsten.
Gefürchtet sind die Verbißschäden an jungen Bäumen. Rotwild knabbert nicht nur
Knospen und Triebe ab wie Rehwild, sondern frißt auch die Rinde (Schälschäden).
Die Bäume gehen ein, die viel gelobte Naturverjüngung des Waldes ist dann
unmöglich. Das spaltet die Naturschützer. Waldschützer fordern eine radikale
Reduktion des Rotwildes. Irrtum, sagen Wildbiologen und Tierschützer, höherer
Jagddruck steigere nur die Reproduktion der Hirsche und zwinge sie, im
Waldversteck alles Nachwachsende zu fressen. Um die Wildschäden niedrig und die
Hirschernte hoch zu halten, setzen viele Jäger auf die Winterfütterung und
Kirrung (Anfüttern der Tiere am gewünschten Abschußort). Das spaltet sogar die
Politiker: Bayern und Baden-Württemberg empfehlen die Kirrung, in Hessen oder
Nordrhein-Westfalen ist sie verboten.
Kirren sei unwaidmännisch und verleite dazu, mit Futter Wild aus dem
Nachbarrevier anzulocken. Das provoziert Streit unter Jägern, vor allem in
kleinen Revieren. Durchschnittlich dauert es zwölf Jahre, bis ein rudelführender
Kronenhirsch herangewachsen und abschußreif ist. Diesen Höhepunkt der Jagd
erlauben viele Kleinreviere allenfalls einmal pro Jahrzehnt. Da liegt es nahe,
Standort und Glück mit etwas Futter aufzubessern. Rotwild wandert gern und ist
sehr lernfähig, mit Leckereien lockende Waidmänner haben schnell treue
Großkunden.
Das neue Leitbild für Rotwildmanagement will deshalb alle Revierinhaber
verpflichten, Hegegemeinschaften zu bilden. Diese müßten Berufsjäger einstellen
und mit Sachverständigen einen Managementplan für die Hirsche entwickeln, ohne
Kirrung. Über Ausgleichsfonds sollen die Gemeinschaften auch die meisten
Wildschäden bezahlen, Schweden mit seinen wandernden Elchen habe gute
Erfahrungen gemacht. Fernziel des Managements wäre der Rothirsch als
Sympathieträger, nach dem Vorbild der Bisons in den USA oder der Hirsche im
Schweizerischen Nationalpark.
Allerdings kostet die geforderte „Abkehr von der rein nutzungsorientierten
Sichtweise“ Geld. Berufsjäger, Verwaltung und Überwachung wären zu bezahlen.
Viele Revierbesitzer befürchten den Verlust ihrer Privilegien, die Bauern
vermehrte Schäden, wenn das Rotwild häufiger aus dem Wald kommt. Darum dürfte es
der Hirschreform ähnlich ergehen wie der Gesundheitsreform: prinzipiell
erwünscht, praktisch ein Anlaß für gruppenzentriertes Dauergezänk.
© DIE ZEIT 06.05.2004 Nr.20,
http://www.zeit.de/2004/20/N-Hirschjagd?page=all
Das Rotwild muß mehr Rechte bekommen: Es soll seinen Lebensraum frei wählen und seinen Lebensrhythmus eigenständig bestimmen dürfen. Das ist eines der Ergebnisse des zweiten Rotwild-Symposiums, das die Deutsche Wildtierstiftung in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wildökologie und Jagdkunde der Technischen Universität Dresden am 7. und 8. Mai in Bonn veranstaltete. Damit dies gelingt, bedarf es des Zusammenspiels der Interessensgruppen aus Wissenschaftlern, Politikern und Funktionären aus den Bereichen Jagd, Land- und Forstwirtschaft sowie dem Naturschutz. Über 130 Vertreter dieser Gruppen waren dem Aufruf der Deutschen Wildtier Stiftung zum Symposium gefolgt und diskutierten über ein neues Leitbild für den Umgang mit dem Rothirsch.
Friedenfels. "Einfach unglaublich!" Auch drei Monate nach dem Erlebnis ist
Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg überwältigt. Der Chef der Friedenfelser
Güterverwaltung hat Anfang September in Bulgarien nicht nur seinen
"Lebenshirsch" erlegt. Der ungerade 42-Ender mit 16,6 Kilogramm Geweihgewicht
bedeutet gleichzeitig neuen Weltrekord.
Die Trophäe wurde von einer internationalen Expertenkommission in München jetzt
offiziell vermessen. Die Rotwildkenner aus sieben Ländern der Erde ermittelten
exakt 278,03 Punkte. Das ist zwar etwas weniger als zuvor die bulgarische
Bewertungskommission herausgefunden hatte, aber dieser Ausnahmehirsch übertrifft
den bisherigen Weltrekord (ebenfalls aus Bulgarien) um fast fünf Punkte.
"Einmal einen wirklich starken Hirsch schießen", das wollte der Baron aus dem
Stiftland seit langem schon. Aber so oft er es auch zuvor in den berühmten
osteuropäischen Ländern versuchte, er kehrte immer enttäuscht zurück. "Entweder
fand sich überhaupt kein Hirsch oder ein zu junger." Dann erreichte den
48-jährigen Land- und Forstwirt und bekennenden Auslandsjäger der Anruf eines
Freundes: Toma Ivanovic, ein bekannter Videofilmer, hatte für sein neuestes
Projekt "Jagen in Bugarien" die besten Reviere des Landes besucht. Und war dabei
im Herzen des Balkans auf den "Recken" aufmerksam gemacht worden.
Der Hirsch war ob seiner einmaligen Geweihform und der enormen Stärke den
Berufsjägern dort seit Jahren bekannt. Erst jetzt, im Alter von etwa zehn
Jahren, sollte er für die Jagd freigegeben werden. Baron von Gemmingen brauchte
nicht lange zu überlegen. Noch am Telefon sagte er zu und flog schon wenige Tage
später nach Sofia. Ein paar Stunden später saß der Friedenfelser, selbst einer
der größten Privatwaldbesitzer der Oberpfalz, bereits im Jagdhaus inmitten eines
rund 20 000 Hektar großen Gebietes und schmiedete Jagdpläne.
Schuß aus 190 Metern
In diesem gebirgigen Revier auf einer Meereshöhe zwischen 600 und 1800 Meter,
hauptsächlich bestockt mit Buchen und riesigen Maisfeldern in den Tallagen,
lebte der Gesuchte. Am dritten Tag dann sah der Friedenfelser in fast mannshoher
Vegetation einen braunen Fleck. "Der kam mir aber für ein Stück Rotwild viel zu
groß vor", erinnert er sich. Plötzlich bewegte sich der "Fleck" dann. "Ich
traute meinen Augen nicht: War das ein Hirsch. Riesenhaft im Wildkörper und mit
einem unvorstellbaren Geweih."
Während die begleitenden Berufsjäger das Wild nochmals sehr gewissenhaft
ansprachen, zwang sich Eberhard von Gemmingen-Hornberg, nicht allzu sehr auf die
Einzelheiten des Geweihs zu achten, "um wenigstens halbwegs ruhig schießen zu
können". Auf genau 190 Meter trug er dem Hochkapitalen die Kugel an. Der Hirsch
ruckte im Schuss und brach nach zehn Meter Flucht zusammen.
Fassungslos stand der glückliche Erleger vor dem Geweihten. "So etwas Gewaltiges
hatte ich noch nie gesehen." Die Stangen so dick wie Arme, die Augsprossen so
stark wie bei einem guten Berghirsch die Stangen. Rechts 21 Enden, links 16.
"Voller Ehrfurcht standen wir vor diesem Geschöpf langjähriger Hege. Der Respekt
gehört sich, schließlich geht es bei der Jagd ja auch um den Tod eines Tieres."
Vier Mann noch zu wenig
Vier Männer reichten später nicht aus, um den Gestreckten auf die Ladefläche
eines Wagens zu bringen. Kein Wunder, bei einem Gewicht von 330 Kilogramm. Das
ist gut doppelt so viel, wie Rotwild hier zu Lande auf die Waage bringt.
Und die Kosten? Da schweigt Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg.
"Jedenfalls ist es deutlich weniger, als die Gerüchteküche zu glauben weiß." Der
Baron hatte eine Pauschale ausgehandelt. "Zu dem Preis ist so ein Hirsch in
Zukunft sicher nicht mehr zu haben."
Von Berthold Zeitler | 10.12.2005 | Netzcode: 10804654
Sehr geehrter Herr Möller,
zunächst herzlichen Dank für einige Stunden interessanter und informativer
Lektüre ihren Seiten!
Für Bewegungsjagden auf Sauen und
Rotwild überlege ich mir, eine
Doppelbüchse zu
kaufen und bin dabei auf die Merkel 141 gestoßen. Ich bin angetan von der
Führigkeit dieser Waffe. Sie hat nur 55 cm Lauflänge und wiegt ohne Glas ~ 3
Kg. Eventl. würde ich die Waffe auch auf Ansitz, Pirsch auf Rotwildkahlwild
führen wollen. Nun meine Fragen:
Können Sie eine Einschätzung der Merkel 141 vornehmen?
Ist die 9,3 x 74 R die richtige Doppelbüchspatrone? Auch unter dem Gesichtspunkt leichte Waffe - Rückstoß ?
Können Sie mir eine geeignete Werkspatrone als Alternative zum Lutz Möller KJG nennen?
Waidmannsheil und vielen Dank für ihre Antwort, Fritz-Jürgen Lutterloh, Mittwoch, 10. Mai 2006 20:06

Merkel 141 Doppelbüchse seitlich

Merkel 141 Doppelbüchse von oben

Merkel 141 Doppelbüchse auf's Rohr geschaut
Guten Tag Herr Lutterloh,
eine
Merkel-141 Doppelbüchse hatte
ich noch nicht in der Hand. Merkel in Suhl / Thüringen ist einer unser ältesten
Waffenhersteller, der inzwischen zu
Heckler &; Koch in Oberndorf am Neckar
gehört. Neben seiner Haupttätigkeit für Soldat und Polizist tut H&;K mit Merkel
also auch was für uns Jäger. Damit verbinden sich moderne Entwurftechniken (CAD,
CAM, FEM-Simulation) mit herkömmlichem Geschmack und Handwerk. Die Leute
arbeiten solide, wie ich am Beispiel des
Merkel KR1 Kurzreptierers erfur. Ich vermute also eineinwandfrei Ausführung
der Waffe. Ob Sie Ihnen liegt, also ob insbesondere die Schaftmaße zu ihren
Leibesmaßen passen, können Sie Sie nur mit der Waffe ans sich selbst prüfen.
Wenn Sie zur Schäftung Hilfe benötigen, wenden Sie sich vertrauensvoll z. B. an
Gregor Schmidt-Colberg oder sonst
jemanden der sich mit Flinten auskennt. Für den schnellen Schuß bedeutet die
Schäftung fast alles. Ob Sie mit einem Schaft von der Stange zurecht kommen,
oder ein Maßschäftung benötigen, kann nur ein wirklicher Fachmachmall prüfen.
Was in dieser Hinsicht Merkel im Werk zu bieten hat, weiß ich nicht, würde aber
gern darüber unterreichte werden, wenn Sie dort hinfahren. Ich kann Ihnen bei
Ihrer ersten Frage also nicht wirklich helfen. Ich rate Ihnen allerdings zu
einem Einabzug. Damit schießen Sie schnellere Doppel!
Ob die 9,3 x 74 R die richtige Doppelbüchspatrone für 55 cm kurze Läufe, auch unter dem Gesichtspunkt leichte Waffe - Rückstoß ist, kann ich Ihnen sehr wohl sagen. Beachten Sie bitte den letzen Bereicht der 9,3x64 mit KJG in Namibia 2006 von U. Hörnchen. Ein Geschoß, in diesem Falle das 9,3 mm KJG, mit dem Sie sowohl 10 kg schwere Klippspringer ohne große Wildpretentwertung als auch 350 kg oder mehr schwere Zebrahengste ohne große Flucht erlegen können, verdient gewiß den Namen Einheitsgeschoß. Wenn Sie dazu noch meine gleichartigen Erfahrungen vor zwei Jahren mit 6,5 mm Copper in Africa 2004 nehmen, um so mehr. das Geschoß zu ihrer wäre also gefunden. Sehen Sie hier die Leistungen der 9,3x74 R KJG Ladung. Sicher ist die Flugbahn nicht ganz so gestreckt wie aus der fülligeren 9,3x64 mit höherem Druck, aber mit knapp 900 m/s v0 ist die 9,3x74 R KJG Ladung ein gute Drückjagdpatrone mit günstig kurzem Vorhaltewinkel.
Statt der 9,3 könnten Sie für die kurzen Läufe auch noch die kleinere 8 x 57 IRS wählen, siehe 8x57 IRS KJG Munition. Beide sind dafür geeignet. Andere Patronen würde ich dafür nicht in Betracht ziehen.
Ein leichte Waffe bietet für den Ansitz wenig Vorteile aber auf der Pirsch zählt die Masse, neben dem passenden Schaft, sehr. Ich lieb meine leichte 9,3x64 Heym SR 20 G genau aus dem Grunde für die Pirsch sehr. Sie hat mir in Afrika 2005 dabei schon sehr gute Dienste erwiesen. Natürlich hat die kräftige und leichte Waffe einen merkbaren Rückstoß, aber beim stehend freihändig schießen stört der überhaupt nicht. Insofern nehmen ich den einfach in Kauf, ohne deshalb mucken zu müssen oder Schußangst zu entwickeln. Die lange 9,3 mm Randpatron ist aber harmloser als die olle dicke Brenneke. Ich meinen, Sie werden mit der 9,3x74 für ein Drückjagd- und Pirschwaffe keine Schwierigkeiten haben, wennSie das passenden, nicht zu schwere Geschoß wählen.
Eine geeignete Werkspatrone als Alternative zum Lutz Möller KJG kann ich ihnen nicht nennen, denn es gibt sie nicht. Vielleicht wird mal ein Werk das Lutz Möller KJG verladen. Ich rede seit Jahren mit der Industrie, aber die wollen immer noch ihr alten Pressen für die Bleigeschosse munter und gewinnbringend durchlaufen lasse und zeigen daher wenig Neigung bessere Geschosse aus Fremdfertigung einzukaufen. Natürlich gibt es fertige KJG Munition, die Sie jederzeit erwerben können, aber eine Alternative zum Lutz Möller KJG als Einheitsgeschoß für alles Wild und jeden Winkel mit gestreckter Flugbahn und geringer Wildpretentwertung bei guter Wirkung gibt es derzeit nicht. Für das echte Lutz Möller KJG gibt es keinen Ersatz!
Fangen Sie schon gar nicht an über 19 g schwere und scheckenlangsame Bleidödel nachzudenken, die der Markt sonst so bietet. Damit haut ihnen die Waffe das ZF ins Gesicht, sie beginnen zu mucken, treffen wegen der Langsamkeit zu großem erforderlichem Vorhaltewinkel und Schußangst immer zu tief und zu weit hinten und schießen das Wild weich oder in die Keulen. Ich sehe doch auf den Drückjagden wo die vielen Treffer liegen. Viel zu viel sind zu weit hinten und zu tief unten! Ich höre doch das Geknalle, zähle mit und vergleich anschließend mit der gelegten Strecke und angeforderter Nachsuche. Alle wollen die dicke 9,3 für gute Wirkung, aber damit fertig zu werden steht auf einen anderen Blatt. Es hat seinen Grund, warum die 9,3 mm KJG mit 12 g so leicht sind. Dabei dachte ich nicht nur an die Wirkung, sondern auch an den Schützen.
|
Gerade die großen Patronen wollen beherrscht sein. Ein leichtes, schnelles und wirksames Geschoß hilft dabei ungemein. Deshalb sind die Lutz Möller Geschosse leichter als seine veralteten Bleigenossen. Dank seiner gestreckten Flugbahn und kleinem Vorhaltewinkel kommen Sie damit auch bei unbekannten Entfernungen und bewegtem Wild zurecht. Mit Lutz Möller KJG schießend die Waffen im Vergleich zu unnötigen Bleischwergeschossen auch ohne Rückstoßbremse angenehmer, so daß der Schütze einfacher zielen kann und besser trifft. Nein, wenn Sie das beste Geschoß für Ihren Zweck wollen, können Sie das Lutz Möller KJG nicht ersetzen. Es sei denn, sie gäben sich mit weniger zufrieden, aber warum? sie würden ja doch nicht gewinnen können!
Waidmannsheil, Lutz Möller, 13.Mai 2006,
Hallo Herr Möller,
ich verfolge nun schon seit einiger Zeit die Entwicklung des
Lutz Möller Geschosses.
Ihre Seite ist sehr informativ und interessant!
Nun erzählte ich kürzlich einem Jagdfreund, Ihr
Lutz Möller KJG weise eine sehr hohe GEE auf und
somit könne damit weit geschossen werden. Da dieser Freund auch öfters mal 200 -
300 m weit schießen muß könnte das was Gutes sein. Auf diese Entfernungen geht
es meist nur um Rotwild. Da ihr 8 mm KJG für
die 8x68S Patrone nur gut acht Gramm wiegt,
zweifelt etwas bezüglich der
Wirkung, im Vergleich zu seinem CDP mit ~ 12,7 Gramm. Er meint da fehlt die
Masse, um ein Stück Rotwild sicher zu strecken.
Könnten Sie mir freundlicherweise nochmals darlegen wieso Ihr
Lutz Möller KJG genauso oder besser wirkt als z.b.
so ein CDP?
Mit freundlichen Grüßen, David Grüters, Mittwoch, 4. April 2007 12:06
Tag Herr Grüters,
wenn das Lutz Möller Geschoß nur so wie das Meyersche CDP wirken würde, hätte ich es nicht bauen müssen, sondern das vorhanden Geschoß genommen. Leider gab es aber damals kein vernünftigen Geschosse, mit den man auf alle Entfernungen, auch weite, und alles Wild erfolgreich und einfach jagen konnte. Deshalb, und weil kein Hersteller sich bewegen wollte, mußte ich das Lutz Möller KJG schaffen.
Ihrem Freund sagen Sie kurz, nicht Masse tötet, sondern Geschwindigkeit. Die meisten Menschen können sich Masse durch deren fühlbares Beharrungsvermögen oder Gewicht leichter vorstellen als Geschwindigkeiten, die weit jenseits unsere eigene liegen. Deshalb kommt der Ruf nach Masse, nicht weil die allein die Geschoßwirkungen bestimmen würde. es ist wie mit dem Bauer, der die dicksten Kartoffeln pflanzt, um im Herbst die größte Ernte einzufahren. Auch der denkt zu simpel, auch der irrt.
Legen Sie Ihrem Freund bitte folgenden Lesestoff nahe: Lutz Möller Geschosse wirken anders | 440 m Hirsch | 61 Stück Schalenwild. Wenn er dann noch Fragen haben sollt, ruft er mich am besten.

Ich versichere Ihnen die 8x68S KJG Munition fängt Ihnen auch den weitesten Hirsch, sofern Sie ihn denn erkennen und treffe. Bitte beachten Sie dabei eine günstige Zielwahl.
Waidmannsheil, Lutz Möller, 4. April 2007,
Hallo Herr Möller,
seit wenigen Tagen habe ich nun meinen Wiederladeschein. Nun geht es ans
stopfen. Schon vor Wochen habe ich mit einem Bekannten zusammen
Lutz Möller Geschosse gekauft. Ich habe
8 mm KJG für meine
8x68S und
8x57IS sowie solche für die .308" W.
meiner Frau. Diese ist auch jene die „Bange“
vor handgeladenen Patronen hat. Ihrer Empfehlung im Internet bin ich gefolgt und
habe mir QuickLoad gekauft. Gebe ich dort die
von Ihnen empfohlenen Lademengen und Pulvertypen ein, erhalte ich optisch
unterlegt die Warnung einer kritischen Ladung nahe an der Druckobergrenze.
LM: Jäger wollen volle Leistung. Lies
Gasdruck, insbesondere
Höchstgasdruck!
Mittlerweile habe ich mir RWS Hülsen besorgt - diese gereinigt - kalibriert und
mit RWS Zündhütchen versorgt (8x68S mit Magnum) und brauche nun noch Pulver. Nun
meine Fragen: Reichen mir als Pulver Norma 200 und RWS 902 oder brauche ich noch
mehr?
LM: Für die drei Patronen langen die beiden Lebhaftigkeiten.
Kann ich die auf Ihrer Webseite veröffentlichten Werte gefahrenfrei übernehmen?
LM: Sofern alles so stimmt, z.B. das auch das Pulver, daß Sie meinen, in den Büchsen ist, ja!
Sind die genannten Patronenlängen die L6?
LM: Ja!
Als Waffen haben wir eine
Sauer 80 in 308 - Sauer 90
in 8x68S und eine R93 in 8x57IS.
LM: Letzere ist im Versagensfalle gefährlich, lies
R93!
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und hoffentlich können Sie die
Bedenken meiner Frau gegen handgeladene Munition beseitigen.
LM: Sorgfältige Arbeit und der erste
Ölschuß nicht von der Wange, sondern am
ausgestreckten Arm in den Sand, sollten Ihnen, bzw. Ihre Frau, das Vertrauen
geben.
Im September fahre ich zum ersten mal zur
Hirschjagd. Es geht in die Karpaten und ich möchte meine
8x68S mit KJG führen.
LM: Das finde sich sehr geschmackvoll.
Sollte ein Hirsch zur Strecke kommen, werde ich Ihnen hiervon Bilder und Nachrichten zukommen lassen. Mich wundert schon etwas so wenig über die Wirkung vom KJG auf Hirsch hier zu lesen. Dies zu ändern ist mein Ziel!
Mit freundlichem Gruß, George Bodeit, Montag, 1. September
2008 21:13
Lieber Herr Bodeit,
bei je über einer Million Rehwild und Sauen Strecke im Jahr fallen die gut 50.000 Hirsche jährlich, also 1/40 der zusammengezählten Reh- und Saustreck weniger auf.
Bitte berichten Sie in Schrift und Bild (mit Landschaft)!
Waidmanns Heil, Lutz Möller,
Moin Lutz,
Bei den Dänen gibt es Wild zum anfassen und zum füttern.

Der Bursche soll erst 3 Jahre alt sein.


Die an den Holzkopf angeschraubten Abwurfstangen sind vom Vater als er 6 war.
Schöner Anblick !
Waihei Ralf, 27.August 2007
Hirschbrunft in Spanien: Das liegende Stück brach sich Kampf das Genick, blieb aber mit dem Geweih seines Gegners verhakt. Näherkommen war unmöglich, um diesen jungen Hirsch zu retten und ihn von seinem Opfer zu lösen, wurde aus der Schußweite sein Geweih zerschossen. Acht Schuß waren dafür erforderlich...



Os mando unas fotos de dos venados de este fin de semana enganchados en la berrea. Al final tirando a la cuerna del muerto ( seguramente se partió el cuello ), se consiguió salvar al otro que como véis es joven y de buena predisposición, seguro que tv no se le ha pasado el susto, ocho balazos necesitaron para desengancharlo....
Mit freundlichen Grüßen, Dirk Uwe Kern, 25. September 2007
Oktober 2008
Bild 1, Noch streichelt das Kind die Hindin und der Vater zückt den Photoapparat, aber das sieht stur geradeaus
Bild 2, Sie schaut bei Karl und mir kurz vorbei
Bild 3, Der Vater Knipst, aber die Hindin will nicht posen, sondern an den Rucksack am Kinderwagen
Nun fehlt ein Bild, nämlich als das Tier auskeilt als der Vater es schnappt - nicht ungefährlich!
Bild 4, Haltet die Räuberin! Die aber hat das Brötchen schon!
Bild 5, kann ich da ein überlegenes Grinsen erkennen?
Bild 6, Schnell runter mit der Beute
Bild 6, schon bläht sie den Windfang wieder um weiter Beute zu erwittern
Merke: Zahmes Wild ist nicht harmlos. Zahmes Wild ist auch hungrig. Wild benutzt sein Nase. Das erste und letzte wußte der Vater wohl nicht, sonst hätte er ihm das Brötchen nicht vorenthalten. In dem Park sind auch Bären, allerdings mild eingezäunt. Mit denen sind Begegnungen aber nicht so ungefährlich.
Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
etwas verspätet noch alle guten Wünsche für das Jahr 2009. Nach der Umstellung von Bionic yellow auf Lutz Möller KJG sind mit der .308" sechs Stck. Rotwild, vom Kalb bis zum Spießer gefallen. Die Schußentfernungen betrugen zwischen 40 und 130 m. Wenn die Wirbelsäule nicht getroffen war, lagen die Fluchtstrecken bei ± 40 m. Schweiß auf den letzten 10 - 20 m lag immer reichlich. Der Ausschuß Ø lag bei 1 - 2 cm (und damit genau wie Bionic durchschnittlich deutlich kleiner als mit den früher verwandten Nosler Ballistic Tip oder TUG).
7,62 mm KJG Kalblungeneinschuß am 12. August 2008
7,62 mm KJG Kalblungenauschuß am 12. August 2008
Die Bilder zeigen ein typisches Wirkungsbild in der Lunge. Die Wildbretzerstörung war wie immer geringst. Der Versuch geht mit großer Zufriedenheit weiter.
Viele Grüße! G. A. , Mittwoch, 7. Januar 2009 14:05
Hallo Herr Möller,
anhängendes Bild zeigt einen normal entwickelten Rotwildfötus Mitte Dezember.

Schmaltier 14. 11. 2009, ♂Frucht
Ich nehme das bei der Jagd auf weibliches Wild (hier Schmaltier) in Kauf und habe dabei auch kein schlechtes Gefühl. Wir haben früher bis zum 31. Januar gejagt; die Föten sind dann so groß wie Kitze. Auch aus diesem Grund bin ich froh, daß wir heute den Abschuß regelmäßig vor Weihnachten erfüllen und das Rotwild im Januar Jagdruhe genießt und Energie sparen kann.
Gruß und WH! G. A. Mittwoch, 7. Januar 2009 14:05
Hallo Lutz,
hoffentlich hast Du in
Afrika 2009 schöne Tage
erlebt. Deine neue Webseite freut uns in Ungarn sehr,
vielen Dank !
Bei uns ist gerade Hochbrunft und einige Hirsche sind schon zur Strecke gebracht
worden, ein Paar frische Bilder aus Ungarn sind beigelegt:



(der große Hirsch hat 261 CIC-Punkte erzielt).
Und noch ein Bild, worüber wir derzeit in unserem Jagdforum häufig diskutieren:

Wildcat-Patrone aus USA (selbstverständlich) Kal. .50 BMG->.17Aquila.
Ob so was eigentlich ein Sinn hat....?
LM: Nein!
Ich melde mich nochmals bald.
Gruß : Imre Kondor, Berufsjäger aus Ungarn, Donnerstag, 10. September 2009 15:44
Moin Imre,
ich freue mich wieder von Dir zu hören. Wie kommt ihr in Ungarn mit der Wiederladerei voran. Gibt es Neuerungen im Gesetz?
fragt Lutz
Sehr geehrter Herr Möller,
seit meiner Kindheit bin ich mit der Natur verbunden gewesen. Nie hatte ich Zeit meinen deutschen Jagdschein zu machen. In den letzten 3 Jahren habe ich durch Zufall angefangen meinem Nachbarn in seinem Revier zu helfen. Ich fand außerordentlich entspannend in der Natur (natürlich mit Rücksprache mit dem Landwirt) unbrauchbare Zäune zu entsorgen, Hochsitze zu richten, neue Kanzel zu bauen, Wildacker anzulegen und Kirrungen zu bestücken. Ein Ausbilder unseres hiesigen Jagdschutzvereins sprach mich letzten Herbst an ob ich Lust hätte meine Prüfung zu machen. Eigentlich habe ich keine Zeit, dachte ich, mich jeden Di. und Do. und an unzähligen Wochenenden in den Lehrgang zu begeben. Ich dachte einige Zeit nach und nachdem die Schulungen immer abends stattfanden, stimmte ich zu.
Ich wollte aber daraufhin mehr als nur das Grundwissen aus dem Unterricht. Zu den endlosen Zwischenfragen die ich im Unterricht stellte um auch die letzte Einzelheit für mich zu erleuchten, habe ich parallel im Internet nach Seiten gesucht die meinen Wissensdrang diesbezüglich befriedigen. So kam ich nach ein paar Abenden beim Internetdurchforsten auf Ihren Netzplatz und war von Anfang an begeistert. Mein Kompliment an Sie, SUPER! Endlich alles auf einer Seite was ich wollte. In gewissem Maße ein Rebell, der sich auf Neulandsuche begibt und das klassische, altbewährte hinterfragt, gewissermaßen so wie ich.
Mittlerweile habe ich die Jägerprüfung im Juni
bestanden. Meinen Jagdschein werde ich aber erst nächste Jahr ziehen, da ich bis
Oberkante Unterlippe zutun habe – letzte Zuckungen im Studium - das geht vor.
Ich habe durch Ihren Netzplatz mit Freude miterlebt wie Sie es geschafft haben
nicht nur Lutz Möller KJG, sondern auch
Lutz Möller KJG-Munition über ein Unternehmen für uns
zugänglich zu machen. Leider wurden Sie mit Ihrer Kooperation tief enttäuscht.
Ich hoffe, daß Sie weiter am Ball bleiben und sich nicht unterkriegen lassen.
„Alles was uns nicht umhaut, macht uns noch stärker!“
Meine Frage nun an Sie: Ich bin auf der Suche nach einer Patrone (Eierlegendewollmilchsau)
mit der ich sowohl auf Rehwild als auch auf Schwarzwild (ohne Bär) und Rotwild
beruhigt jagen kann. Bitte geben sie mir diesbezüglich ein, zwei Möglichkeiten
die aus Ihrer Sicht sinnvoll sind.
Vielen Dank im Voraus, Mit freundlichen Grüßen, F. T., Mittwoch, 25. August 2010 22:25
Moin F.T.
lies Jagdpatronenwahl und Die beste Patrone und schieße MJG, dann paßt jede hochwildtaugliche Patrone.
Waidmannheil, Lutz Möller

Große Hirsche sind in derPanzersteppe
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.