Deutscher Stecher | Flintenabzug | Druckpunktabzug | Französischer Rückstecher | Englischer Stecher

Heym SR 20G mit deutschem Stecher
Deutscher Doppelzüngelstecher an alter Oberndorfer Mauserwaffe
Deutscher Haarnadelstecher mit Mauserzunge
Recknagel 300060-02000 für Mauser 98
Ein deutscher Stecher ist ein zweistufiger Feinabzug für Büchsen. Die hintere Zunge spannt den vorderen Abzug, sie "sticht ein". Der vordere Abzug ist der eigentliche Abzug. Ungestochen lassen sich dt. Stecher nur sehr schwer abziehen, sind in dem Zustand unbrauchbar. Lediglich die dt. Stecher von Krico lassen sich ungestochen wie ein Druckpunktabzug gut gebrauchen. Die Abzugskraft läßt sich an der mitten sichtbaren Stellschraube fein bis auf winzigste Kräfte einstellen. Dann wird die Waffe erschütterungsempfindlich, kann mit einem Kolbenstoß auf den Boden knallen! Der Vorteil eines dt. Stechers ist sein wunderbares Abzugsverhalten. Der Abzug steht trocken und bricht wie Glas! Daher wird er von Büchsenschützen beim Ansitz für weite Schüsse genutzt, wenn die Waffe im Abziehen möglichst wenig verrissen werden soll.
Ich würde heute keine Waffe mit dt. Stecher mehr wollen. Gründe:
Eine Waffe soll immer gleich zu bedienen sein. Bei dem dt. Stecher weißt du nie, ob der eingestochen ist oder nicht. Daher kann es vorkommen, daß du eine kleinen Widerstand erwartest, aber auf eine großen Widerstand trifft und deshalb nicht durchziehst, sondern absetzt. Die Sau ist dann weg. Selbst erlebt.
Ein Abzug soll so angebracht sein, daß du im entspannten Zustand die Zunge rechtwinkelig mit dem Finger faßt, um im Schuß die Waffe nicht zu verreißen. Die meisten vorderen dt. Stecherabzüge sind allerdings soweit vorn, daß die Bedingung nicht erfüllt wird.
Wenn du pirschst, solltest du aus Sicherheitsgründen nicht entsichert und eingestochen pirschen. Wenn du dich dann bis auf 100 bis 50 m (die letzten 50 m dauern am längsten) gerade auf dein Reh oder sonstige Beute angepirscht hast, mußt du einstechen. Ohne gute Übung wirst der dt. Stecher dann metallisch klicken. Schwupps, springt der Bock ab.
Kannst du mit einem dt. Stecher nicht sicher auf einer Drückjagd schießen. Erst stehst du zwei Stunden herum. Wenn es dann knackt und die Sau kommt, bricht dir der Schuß wahrscheinlich schon beim Anbacken (besonders wenn du in einer engen Kanzel sitzt. Steh besser frei auf dem Boden) und knallt in die Botanik. Das ist einerseits gefährlich. Zweitens wirst du so nie Jagdkönig.
Wenn du all dessen trotzend doch einen deutschen Stecher willst, z. B. weil er so leicht ist und so trocken steht (wie kein anderer Abzug sonst. Darin sind die Dinger wirklich Spitze), dann lerne den Abzug mit zwei Fingern geräuschlos zu einzustechen und zu entspannen, indem du
beim Einstechen den Stecher mit dem Mittelfinger ziehst, während du
mit dem Zeigefinger den Abzug ganz leicht geräuschlos anziehst, um
den zu hindern zurückzuschnappen und laut zu klicken.
beim Entstechen mit dem Mittelfinger einstichst und dann bei gespanntem Stecher mit dem Zeigefinger den Abzug zeihst und beigezogenem Abzug den nun freien Stecher wieder geräuschlos vorgleiten läßt.
So kann man auch mit einem dt. Stecher pirschen.
Die Sache will ohne Munition geübt werden. Ich empfehle mit der Waffe ohne Glas im Gelände ein wechselndes Ziel anzusehen (Astgabel, Bierdose, Grasbüschel). Dann schließe die Augen, stich ein, backe an, ziele (aus dem Gedächtnis mit geschlossenen Augen), öffne die Augen. Wenn du im Ziel bist, zieh ab.
Bist du nicht im Ziel, dann setze langsam ab und entsteche geräuschlos.
So gewöhnst du dir mit dem Stecher eine guten Drückjagd- und Pirschstil an, lernst du Waffe zu handhaben, lernst langsam die Waffe immer gleich zu bedienen. Inder Wiederholung übst du so, bis du im Kampf ohne jede Besinnung vollkommen unbewußt blitzschnell das richtige tust. So kann dich niemand mehr überraschen und unbeschossen ungetroffen entkommen.
Der Trick ist alt. Ließ bei Franz Müller Darß oder Horst Gabriel nach.

Flintenabzug bevorzuge ich, weil er für alle Gelegenheiten taugt, nicht wie der dt. Steche nur für den ruhigen Ansitz, sondern auch um flüchtig sicher zu schießen.
Links ein eigener Entwurf, unten und rechts ein guter Flintenabzug von Recknagel, Teil Nr. 30040-000, schmaler Flintenabzug für Mauser 98 mit eloxiertem Aluminiumgehäuse, der sich vollständig einstellen läßt, Innensechskantschlüssel wird gleich mitgeliefert.
Recknagel fertigt auch Kombiabzüge. Man kann auch zwischen breiten und schmalen Abzügen wählen. Bestelle dir halt einen Katalog bei Recknagel
Recknagel Feintechnik
Hohmannstraße 22
97421 Schweinfurt
Tel.: 0 97 21 / 8 43 66
Fax : 0 97 21/ 8 29 69
info@Recknagel.de
Warum ich eine Flintenabzug möchte, steht bei Drückjagdwaffe ; kurz gesagt, weil ich eine Abzug möchte der immer gleich zu bedienen ist. Beim Recknagelflintenabzug kannst du Vorweg, Eingriff, Härte und Durchfall einstellen. Er besteht nur aus zwei bewgeten Teilen und entkoppelt das Kammerspiel in der Hülse vom Abzugseingriff. Damit leistet er all das, was ich von einem Abzug erwarte. Lediglich Sportschützen und Militärs wollen eine Druckpunktabzug mit ansonsten gleichen Eigenschaften. Vielleicht wird das bei Recknagel ja später noch mal was. Für die Drückjagd und allgemeine Anwendungen möchte ich ein Flintenabzug. Für den Ansitz und Scharfschützen wäre in Druckpunkababzug besser, weil die Sicherheit gegeben, der subjektiv zu überwindende Widerstand aber geringer ist. Am Druckpunkt fühlt der Finger ja nur die Differenz zwischen Vor- und Hauptkraft. Ein Druckpunktabzug mit 15 N Haupkraft bei 10 N Vorkraft liefert die Erschütterungsssicherheit eines 15 N Abzuges, fühlt sich aber wie ein 5 N Feinabzug an. Damit kann bei hoher Sicherheit genau geschoßen werden.
Gruß LutzM



Halberdruckpunktgabzug


RPA Druckpunktabzug

Heym SR 20 N mit französischem Rückstecher
Heym SR 21 N - Schwierigkeiten mit Rückstecher
Hallo Herr Möller,
Gratulation zu Ihrem neuen Netzplatz. Sie sind schuld, wenn ich mal wieder viel zu spät ins Bett komme!
Ich hatte im letzten Jahr beruflich viel um die Ohren, komme jetzt aber endlich wieder öfter zum Jagen. Aus Zeitgründen habe ich immer noch nicht mit Lutz Möller Geschoß geschossen, ich benutze derzeit noch die 6,5 g Nosler Balistic Tip, die Samereier seinerzeit lud Kal. 6,5x65).
Anfang Mai habe ich auf 170 m einen breitstehende Bock gekrellt. Nachdem er wieder hochkam folgte der zweite Schuß in die Kammer, Bock fiel tot um. Wundwirkung:10 x 15 cm Decke weg, Wirbel fast komplett durchschossen. Kammerschuß erbrachte kalibergroßen Einschuß, 2 € großen Ausschuß, Lunge kollabiert, Herz soeben angekratzt, kaum Hämatom, angenehmes Zerwirken, kaum Wildbretverlust.
Nun zu meinem Problem: Wenn ich bei meiner Heym den Rückstecher betätige, kommt es bei 1 von 3 Schüssen vor, daß ich offensichtlich mit seitlichem Druck auf den Abzug entsteche und bei weiterem langsamen Druck auf den Abzug der Schuß nicht-eingestochen bricht; daher auch der Krellschuß. Es liegt eindeutig nicht am Abzug, da 2 verschiedene Büchsenmacher bei Trockenübungen keine Schwierigkeiten hatten, bei mir aber immer wieder o. g. Problem auftrat. Es muß mit meiner Anatomie und den Maßen der Heym zusammenhängen. Beim Drilling eines Bekannten klappt alles wunderbar. Ich schieße die SR 21 N derzeit nur noch ohne einzustechen und das klappt auch ganz gut, scheint mir aber nur die zweitbeste Lösung zu sein. Mittelfristig möchte ich ein anderes Abzugsystem ohne Stecher einbauen lassen. Könnten Sie mir diesbezüglich einen Tipp geben? Besten Dank im Voraus.
Wieso schweigt man in der Fachpresse Ihre Kupfergeschosse eigentlich tot? Die Industrie müßte doch hochinteressiert an
dieser Innovation sein?! Weiter Waidmannsheil und viel Erfolg mit den
Lutz Möller Geschoß (Ich werde mir Ende des Jahres fertige
Patronen schicken lassen).
Bei Veröffentlichung bitte ich Sie nur meine Initialen o. Pseudonym anzugeben.
R. V., Donnerstag, 14. Juli 2005 20:14
Mein lieber Herr V.
Französische Rückstecher sind kleine Wunderwerke, aber leider mit Tücke. In schwierigen Lagen bewährt sich meist die einfache Lösung. In Afrika 2005 erlebte ich ähnliche Schwierigkeiten und fand ein Lösung, die ich aber erst noch aufschreiben muß. Die Lösung wird hier in Abzug bei Französischer Rückstecher beschrieben werden. Ich bitte später noch mal hier nachzuschauen.
In der Pirsch Juli / 2005 ist ein Aufsatz über feste Jagdgeschosse, im dem das Lutz Möller Geschoß erwähnt ist.
Waidmannsheil, Lutz Möller, 18. Juli 2005,
Lieber Herr V.
ein Anruf bei Heym brachte gut Erkenntnisse. Ihre Heym SR21 N rüstet Heym für 50 € Arbeitskosten vom Kombiabzug (Französischer Rückstecher + Flintenabzug) auf den Flintenabzug um. Das bedeutet Sie bekommen einen neuen anderen Abzug im Tausch und bezahlen nur die Arbeitskosten (ggf. noch Fracht. Das fragen Sie bitte selbst. Rufen Sie das Heym-Werk unter +49 (368 75) 633 300 an und fragen Sie im Verkauf z. B. nach Herrn Eisenbrandt.
Die alte Heym SR 20 (deren Fertigung ist zugunsten der Nachfolgerin Heym SR 21 ausgelaufen) wird nicht mehr so günstig umgerüstet, gleichwohl gibt es noch Abzüge als Ersatzteil für 148 € mit Bodengruppe, wenn erforderlich. Die Bodenplatte vom deutschen Stecher unterscheidest sich der zwei Zungen wegen von denen der frz. Rückstecher oder Flintenabzüge mit nur einer Zunge.
Ich finde Heym bietet damit eine vorbildliche Dienstleistung an. Die Bemerkung 98% der Kunden kauften Repetierer mit Kombiabzug, obwohl sie den frz. Stecher der vermehrt auftretenden Sauen und damit einhergehenden Drückjagden immer weniger nutzen würden. Sie seien aber froh, den „zu haben“. Ich rate davon ab! Ein guter, feiner trocken stehender Flintenabzug ist für alle Fälle der bessere Abzug. Ich rüste meine Pirschwaffen in 8x68S und 9,3x64 auch um.
Waidmannsheil, Lutz Möller, 19. Juli 2005,
Moin Lutz,
danke für deine Antwort zum
.300"WM → 8x68 Kaliberwechsel, aber es sind noch einige Dinge für mich
unklar. Steyr Mannlicher fertigt seine Waffen entweder in Rückstecherausführung
oder in Direktabzüge! Ist ein Direktabzug ein Flintenabzug(?) oder ein
Druckpunktabzug(?) wie für Matchwaffen?. Oder würde sich ein fein eingestellter
Kombiabzug (ohne einzustechen) sauber „direkt“ abziehen lassen?
Habe heute nachmittag einen Termin bei meinem BüMa, ersuche dich deshalb
inständig um eine umgehende Antwort, um gleich das Richtige ordern zu können.
Besten Dank.
Danke vorerst und schönen Tag noch. l. G., Peter, Mittwoch, 8. März 2006 08:17
Peter,
ein fein eingestellter Rückstecher = Kombiabzug läßt sich ohne einzustechen) eben nicht so sauber „direkt“ abziehen, wie ein Flintenabzug, der nur das soll und kann, aber sonst nichts. Deshalb rate ich vom Rückstecher = Kombiabzug = französischer Stecher ab. Außerdem ist ein Flintenabzug ein Direktabzug. Blieben wir bei unserer deutschen Sprache, wäre sich zu verständigen um Manches einfacher! Insofern spreche ich lieber von Rückstecher und Flintenabzug. Druckpunktabzüge sind bei Soldaten uns Sportschützen beliebt.
Wir Jäger wollen uns dem Wild widmen, statt sich um unser Gerät zu sorgen. Je einfacher das Gerät arbeitet und zu bedienen ist, desto ruhiger können wir sein, weil wir uns um weniger zu kümmern haben. Der ein Flintenabzug mit zusätzlichem kann drei Zustände gespannt, gestochen und entspannt, aber ein Flintenabzug aber nur zwei, nämlich gespannt oder entspannt. Das ist einfacher und daher besser. Du wirst mit einem Flintenabzug nie in die Verlegenheit kommen dich fragen zu wollen. Habe ich nun eingestochen, oder nicht? So gibt der Flintenabzug ruhe und Sicherheit, die du brauchst. Ich habe schon Schweine verloren, es dann nicht knallte, nicht schoß, weil ich einen so großen Abzugwiderstand spürte, daß ich dachte, mit einer ungeladnen und und gespannten Waffe im Wald zu sitzen. Das war tatsächlich zwar nicht der Fall, weil ich nur den Stecher nicht gespannt hatte, aber der Grund war mir nicht klar und vor allem am Abzug nicht zu spüren, wenn man, wie ich damals, immer mit Stecher schoß. Um solch mögliche Störungen zu vermeiden, soll man verwirrende Mehrzustandsgerätschaften an Waffen, wie Rückstecher, vermeiden.
Technisch ist ein Rückstecher aus mehren Teilen, als ein Flintenabzug aufgebaut. Der eingestochene Rückstecher schlägt den gespannten Flintenabzug beim Abziehen ab. Dazu muß der Flintenabzug mit Rückstecher aber über mehr Federarbeit verfügen, also als die saubere Lösung, der reine Flintenabzug. Ein echter Flintenabzug kann also für weniger Kräfte als eine mit Rückstecher gebaut werden. Deshalb bricht ein reiner Flintenabzug auch bei wenig Vorspannung trockener als ein „Rückstecherflintenabzug“ (ein zusammengesetztes Unwort für einen inneren Widerspruch!). Solche reine Flintenabzüge lassen sich sehr wohl auf geringe Abzugkräfte einstellen, mit denen du gut abzeihen und treffen kannst. Letztlich bleibt das für den Jäger nur eine Frage der Übung und Gewöhnung.
Die saubere Lösung ist die bessere Lösung. Ich rate dir daher für deine Jagdbüchse zum reinen Flintenabzug, ganz gleich wie dein Verkäufer den nennt, zu einem Abzug mit nur zwei möglichen Zuständen, gespannt oder entspannt!
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Lutz,
ich suche im Google nach „Feinabzug“ und finde
Stecher.html Dort steht zwar nicht das was
ich gesucht habe, aber Du kannst mir bestimmt weiter helfen. Ich hab mir vor ein
paar Jahren in meinen Mannlicher einen Rückstecher eingebaut und der geht so
gut, daß ich nur noch ungestochen mit dieser Waffe schieße, mit bestem Erfolg.
In meinem Niederwildrevier jage ich fast ausschließlich mit
dem Sauerdrilling 7x57R / 5,6x50R / 16/70. Den Rückstecher im Drilling kann ich
nicht ungestochen schießen, weil der hart geht und nicht trocken steht. Kann man
diesen Abzug umbauen oder einen neuen Direktabzug in den Drilling einbauen ? Ist
das eine Herausforderung für Dich ? Dir fällt doch immer was Gutes ein.
Waidmannsheil, Peter Bichlmaier, Samstag, 22. April 2006 17:39
Ja Peter,
frage Sauer. Die haben den Drilling gebaut und wissen demzufolge wie der drinnen aussieht, ich aber nicht. Du fragst also den Falschen!
Gruß Lutz,
Hallo Herr Möller,
vielleicht können Sie mir einen Tip geben. Ich habe Ende letzten Jahres eine
Schwedenmauser 6,5x55 gebraucht gekauft. Verbaut ist ein Timney Abzug mit
separater Sicherung (mit dem ich prinzipiell auch hoch zufrieden bin). Vor
einigen Wochen wollte ich mit der Büchse auf den laufenden Keiler üben und
stellte fest, sie spannt beim schnellem Repetieren nicht. Langsames Repetieren
(wie bei den Probeschüssen) erzeugt diese Problematik nicht. Daraufhin habe ich
sie zu einem Büchsenmacher (über Gelbe Seiten gesucht - da ich in der Nähe
meines Wohnortes keinen kannte) gebracht, der folgendes feststellte:
1. Der Timney-Abzug ist lt. Modellnummer für die Büchse der richtige (was ja
schon mal beruhigt).
2. Ist die separate Sicherung am Timney-Abzug in Stellung
„gesichert“ ist auch schnell zu repetieren
ohne Störung möglich.
3. Mit einem aus einer anderen Kundenwaffe eingebauten Originalabzug repetiert
und spannt die alte Mauser ebenso tadellos.
Mir fehlt leider das technische Verständnis um eine Ursache hierfür (außer, daß
es wohl am Abzug liegt) herzuleiten.
LM: So sehe ich das auch, wieder mal
Murks aus Amerika!
Da der Büchsenmacher derzeit keinen Lösungsvorschlag hat und sich zeitlich nicht
in der Lage sieht, weitere Fehlersuche zu betreiben, wollte ich Sie fragen, ob
Sie eventuell im Raum Aachen, Köln, Düsseldorf einen Büchsenmacher kennen, der
sich solch einer Sache annehmen kann. Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort und
schöne Pfingsttage
Waidmannsheil, Clemens E., Sonntag, 11. Mai 2008 11:26
Tag Herr E.,
sprechen Sie mal mit Lutz Lorberg bzw. schicken dem die Waffe. Der ist ein guter Handwerker und wird vermutlich Rat wissen und tätig helfen können.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
später von Herrn Erhardt an mich gesandt.
Sehr geehrter Herr L.,
vielen Dank für Ihre prompte Antwort. Nach einigen Überlegungen bzw. mehrmaligen Studium Ihre Seite nun meine „Ballabgabe“ an Sie zurück. Zunächst einige Anmerkungen zu meiner .300" Win Mag. Im nachhinein frage ich mich jetzt, ob für meine geplanten Weitschüsse ein Kaliber 6,5 nicht besser gewesen wäre?
LM: Ja, die 6,5x58!
Aber jetzt ist die .300" WM nun mal da und ich glaube wir werden mit geeigneter Munition auch gemeinsam klar kommen. Kurz noch einige Anmerkungen zu meinen Erfahrungen mit diesem Gewehr bzw. mit der zur Zeit verwendeten Munition. Ich gehe nun über 20 Jahre zur Jagd und habe in dieser Zeit ausnahmslos mit Gewehren mit Stecher geschossen.
LM: Veraltet, unsicher, unnötig viel Zustände!
Bei dem Blaser-Direktabzug und dem Kaliber 300 Win Mag schon eine gewaltige Umstellung,die man erst lernen muß.
LM: Ja.
Wenn Sie gewöhnt sind, fast mit der Fingerspitze abzuziehen, haben Sie anfänglich erhebliche Schwierigkeiten. Zwei befreundete Jäger von mir, mit Sauer S 303 .300 Win Mag bzw. R93 8x68 hatten oder haben die selben Schwierigkeiten. Das führte bei einem dazu, daß er seinen R93 mit Stecher umbauen lies und nun klappt die Sache.
LM: Das war die schlechtere Lösung als zu lernen.
Der Andere hatte fast Schußangst mit der Sauer und nimmt nun hauptsächlich den Steyer 7x64. Ich habe mit meiner .300" Win Mag auch schon im Verhältnis öfters vorbeigeschossen als mit der 7x65R bzw. 8x57IS. Wenn die Sache dann sich noch bei ~ 200 Metern abspielt und noch dazu mit Vergrößerung 12 kommt dies schon mal hin und wieder vor. Trotzdem aber Sch....e ! Man gewöhnt sich dann ganz schnell zu mucken an und verliert irgendwann mal das Vertrauen in seine „Schießkünste“ bzw. in die Waffe. Da nützt es auch nichts wenn der Waffenhändler sagt, „Du mußt dich vom Knall bzw. Schuß überraschen lassen“. Für mich ist das eine völlig unklare Aussage.
LM: Er meint, Sie sollen die Waffe ruhig auf ihr Zeil richten und dabei Kraft am Abzugfinger langsam steigern, bis der Schuß bricht. Halten Sie auch durch den Schuß das Ziel und beobachten Sie weiter.
Freilich hämmert die .300" Win Mag Patrone anders als die 7x65R. Deshalb ist auch der schwere Semi-Weight-Lauf dran. Die TUG 11,7 gr. ist in dieser nicht ganz zimperlichen Patrone auch ganzschön garstig. Ich Habe mit der 300., jedoch ohne Semi Weight-Lauf und mit Norma Vulkan, dieses Jahr einen ungeraden 12er Hirsch gestreckt. Zwar nur auf 40 Meter, lag im Feuer, voll auf die Blattschaufel um die Motorik auszuschalten, hatte aber keinen Ausschuß. Wildpretzerstörung gering. Das macht die TUG auf die Entfernung auch, aber da schmeißt du auch 3 kg. Fleisch weg, und ich glaube Ausschuß ist da. Ist aber nicht realistisch, weil selbes Ergebnis auch mit 7x65 bzw. 8x57 in Anbetracht der Entfernung erreicht wird. Die Rehe, die ich vor kurzem mit der .300" WM mit der TUG geschossen habe, also schöne Anblicke waren das zum Teil nicht ! Wo die TUG faßt, da gibt es nun mal kein Erbarmen. Aber das ist nicht mein Ding!
So nun nach diesen Vorbemerkungen zum Thema Geschoß für die .300" WM, wo ich auch gerne mal Ihre Meinung dazu hören würde. Nachdem ich letzte Woche auf abgeschrittene 250 Meter, ein Kitz 100% unterschossen habe und das Gewehr mit 3 - 4 cm Hochschuß eingeschossen ist, bin ich nach Lektüre Ihrer ballistischen Daten zu TUG und Lutz Möller Geschoß der Meinung, daß die TUG auf diese Entfernung bei Haltepunkt Blatt, doch so stark gefallen ist, daß nichts lag.
LM: Siehe Flugbahnen!

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten, höher zu halten, höher einzuschießen oder andere Munition zu verwenden. Weil ich an den erlegten Stücken gesehen habe, wie brutal die TUG ist, kommt eigentlich nur die Variante anderes Geschoß in Frage. Ich brauch für diese Peace-Maker-Patrone ein Geschoß, das auf 200 - 250 m Ihren geschilderten Bierdeckel aber wenigstens einen Fußball trifft, denn in dieser Spanne herrscht dann immer Frieden.
Herr L., gestatten Sie mir eine Anmerkung zu Ihrem Vorschlag von MEN SF-Geschossen.
LM: Aha!
Ich habe in einen Beitrag von Herrn Möller vom 30.07.2004 gefunden. Hier kommt diese MEN SF bedingt durch die geschilderten eher negativen Eigenschaften für Weitschüsse bzw. Luftwiderstand, gekrümmte Flugbahn bzw. reibungsbedingten Materialeintrag im Lauf nicht gut weg. Ich hoffe ich habe dies richtig verstanden. Vielleicht sieht dies heute auch ganz anders aus.
LM: Nein, das MEN SF ist seit 30 Jahren nicht weiterentwickelt worden.
Selbstverständlich
ist der Preis von 2,80 Euro gegenüber 3,80 Euro auch nicht ohne. Mir fehlen da
einfach die Erfahrungen. Deshalb denke ich, daß für die notwendigen weiten
Schüsse mit der 300. das Lutz Möller Geschoß 8gr. eventuell besser ist und auch seinen Preis
wert ist. Man muß ja den Fuchs auf 50 Meter nicht unbedingt gleich für 3,80
Euro töten und wenn, ist es auch eigentlich egal. Ich denke, Herr L., wir
gehen das mal für die .300" WM. mit den Lutz Möller Geschoß an. Ich weiß jetzt nicht, wie wir weiter
verfahren wollen und bin für Ihre Nachricht bzw. Anregung sehr dankbar.
Hinsichtlich der 7x65R bzw.
8x57IS lassen wir es erstmal bei der
Norma Vulkan und
konzentrieren uns jetzt auf die .300" WM. Vielleicht können Sie mir auch nochmals
Ihre Meinung zu der Stechervariante bei meiner R93 sagen. Bin für jeden
Ratschlag dankbar. Hinsichtlich der Munition
Lutz Möller Geschoß verlasse ich mich auch auf Ihr
NOWHOW, wegen geeigneter Ladung etc. Gerne höre ich wieder von Ihnen und
bedanke mich schon im Voraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen, Christian Ehrhardt, Donnerstag, 18. Dezember 2008 18:01
Sehr geehrter Herr Moeller,
in den letzten Wochen verbringe ich verhältnismäßig viel Zeit mit dem intensiven Lesen Ihrer überaus hervorragenden Home-Page. Hierzu im Vorab meine Hochachtung zu diesen Seiten bzw. deren Inhalt sowie Ihrem überaus fundierten Wissen. Nachdem ich mir diverse Seiten von Ihnen reingezogen habe, ergeben sich für mich genügend Antworten auf spezielle Fragen bzw. es tun sich neue Fragen auf.
Mit Herrn Liebig hatte ich bereits kontaktiert, kommt aber kein richtiger Dialog zustande.
Deshalb nun wende ich mich an Sie mit meinen derzeitigen Problem und ich denke, da ist verhältnismäßig schnell Abhilfe zu schaffen. Führe seit knapp 3 Monaten eine R93 / 300.Win Mag mit Semi Weight-Lauf 65cm. Munition RWS TUG 11.7 gramm / 180 grain. Mein Revier ist ein klassisches Rehwildrevier mit ~1/3 Waldanteil sonst Feld. Scharzwild als Wechselwild, dann Treff/Trumpf, im Sommer Standwild für ~ ¼ Jahr wenn die Feldfrucht hoch ist.
Bis jetzt gut gewaidwerkt mit 7x65 Bockbüchse 63mm lauf und Norma Vulkan 11 gramm bzw. Repetierer 8x57 54 cm Lauf und Norma Vulkan 12,7 Gramm. Schüsse zwischen 150 bzw. 300 Meter gehören zur Tagesordnung. Deshalb dann die 300. angeschafft. Wenn ich Ihre Seiten zu diesen Thema lese und die dazugehörigen Bilder bei Rehwild und Fuchs betreffs dieser Patrone aus der 300. ansehe, erspare ich mir weitere Kommentare und Sie wissen bestimmt genau was ich damit meine. Ich denke Ihr Lutz Möller Geschoß ist für meine 300. bzw. zur Abschaffung bekannter Schwierigkeiten, die die TUG nun mal fabriziert die vernünftigste Lösung. Würde mich freuen von Ihnen zu hören und gegebenenfalls einen Vorschlag zu erhalten über die weitere Verfahrensweise.
Ich bedanke mich für Ihre Bemühungen und verbleibe mit den
besten Wünschen für Sie und Ihre Familien zum bevorstehenden Jahreswechsel und
freundlichen Grüßen bzw. Waidmannsheil
Christian Ehrhardt, Dienstag, 30. Dezember 2008 12:53
Anbei noch meine Adresse bzw. Telefonnummer bzw. e-mail
Sehr geehrter Herr Möller,
Habe zwecks meiner Anfrage vom 30.12.08 leider nichts von
Ihnen gehört. Vielleicht, ist auch die e-Mail aus irgendeinen Grund nicht
angekommen oder nicht lesbar oder bearbeitbar. Bitte lassen Sie mich dies mal
kurzfristig wissen, da ich zwischenzeitlich zu eventuell neuen Erkenntnissen
zwecks 300.win gekommen bin und die gerne mit Ihnen besprechen möchte bzw. Ihren
Rat dazu gerne hören würde. Ich würde mich freuen baldigst von Ihnen zu hören
und bedanke mich für Ihre freundlichen Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen, Christian Ehrhardt, Samstag, 3. Januar 2009 10:29
Gute Tag Herr Erhardt,
für alle gängigen Patronen befriedigt das Lutz Möller Geschoß alle jagdlichen Erfordernisse besten. Lies auch Lutz Möller Geschosse wirken anders | Lutz Möller Geschoß Genauigkeit | Hindernisse und Zweige | Vorhaltewinkel | Flugbahnen. Das Lutz Möller Geschoß bietet dem Jäger Vorteile, insbesondere flachere Flugbahnen, größere Reichweite, somit einfacheres Zielen (binnen ± 5 cm Reichweite sorglos Fleck anzuhalten), vorherbestimmten Wirkungsquerschnitt und Tiefenwirkung bei guter Wundwirkung, ohne deshalb sonderlich Wildpret zu zerstören. Das Lutz Möller Geschoß liefert auch bei schwierigen Schüssen (Weichschuß) immer gutes Wildpret.
Im Vergleich zu herkömmlichen Geschossen aus Bleikern mit Tombakmantel und besonders nicht reibungsarmen Vollgeschossen mindert es Abrieb und Laufbelastung deutlich, siehe Messungen und Lauflebensdauer. Mit dem Lutz Möller Geschoß schonen Sie ihre Waffen, brauchen weniger zu putzen!
Gern nenne ich Ihnen ein zuverlässige und (auch jagdlich) sachkundige Quelle.
Lutz Möller, Samstag, den 3. Januar 2009,
Moin Herr Möller,
ich telefonierte gerade mit Walter 2 Stunden. Ich möchte nur Danke sagen und daß
es paßt! Ich hoffe der Weiswedelhirsch ist noch geworden und hat geschmeckt.
Über den weiteren Verlauf bleiben wir in Verbindung. Nochmals Danke für Ihre
Bemühungen und ich hoffe es wird für uns beide ein weiterer aufschlußreicher
Dialog entstehen. Ich halte Sie mal zukünftig auf dem Laufenden.
Mit freundlichen Grüßen, C. E., Sonntag, 4. Januar 2009 15:06
Hallo Herr Möller!
Immer wenn ich bisher eine Frage zum Thema Munition, Jagdwaffen o. ä. im
Internet beantwortet finden wollte, bin ich immer wieder auf
Ihrem Netzplatz gelandet – und fand fast immer die
passende Antwort. Daher TOLLE, INFORMATIVE SEITE! WEITER SO!
LM: Danke!
Allerdings habe ich nun ein konkretes Problem i. S. „Abzüge“
für Jagdwaffen: Ich führe einen englischen BSA-Stutzen im Kal. .30-06, der mir
über die Jahre wirklich ans Herz gewachsen ist. Damit habe ich meine erste Sau
gestreckt und irgendwie hängt da mein Herz dran. Allerdings habe ich einige
Sorgen, was den Abzug angeht:

BSA Abzug
Es handelt sich um einen englischen Doppelzüngel-Stecher, bei dem der VORDERE Züngel der Stecher ist, der zum Stechen nach vorne gedrückt werden muß.
LM: Wundert Sie das? Die fahren immerhin auch auch der faschen Straßenseite!
Dann ist die Waffe gestochen und der Schuß wird dann mit dem eigentlichen Abzug hinten ausgelöst. Ich schicke mal ein Bild mit, kennen Sie aber bestimmt.
LM: Ein älterer Bekannte hatte auch so eine Waffe. Er war früher bei der Waffen-SS und legte im letzen Abwehrkampf in Wien an einer Brücke bergeweise Russen flach. Aber, oh Wunder, über die Leichenberge kamen ihm immer neue ins Feuer. Das gibt vielleicht einen Hinweis auf die Ausgewogenheit der Angst vor den eigenen russischen Vorgesetzten, oder Kommissaren, oder dem Feind (uns). Der Mann mochte seine BSA auch!
Der verdammte Stecher ist allerdings dermaßen weich und empfindlich eingestellt, daß mir da manchmal wirklich der Schweiß auf der Stirn steht – so vorsichtig muß man sein. Diese Art des Stechers läßt die Abzugskraft nicht einstellen (kein „Stecherschräubchen“).
LM: Nimm auseinander, erkenne Aufbau, Ablauf und Kräfte, ändere nach Wünschen!
Jetzt überlege ich die gesamte Abzugsgruppe gegen einen Flintenabzug zu tauschen, habe allerdings keine Ahnung, ob das geht, bzw. ob „Standard-Abzüge“ dieser Art sich in die BSA verbauen lassen. Können Sie mir hier erste Antworten liefern?
LM: Nein. Mit dem Bild allein ohne Maße doch nicht!
Wie groß ist der Aufwand und mit welchen Kosten muß ich rechnen? Welcher Hersteller kann einen guten Flintenabzug passend für BSA liefern? Oder muß da ein „Einzelstück“ vom Büchsenmacher her? Denn das würde den Aufwand nicht rechtfertigen.
LM: Den Abzug auch ohne Schraube mit Änderungen einzustellen sollte schon möglich sein.
Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre Antwort!
Herzliche Grüße, Jörn Henrik Matthias, Samstag, 7. Februar 2009 15:52
Lieber Lutz: Der „englische“ Stecher dürfte kaum von den Engländern stammen. Die mögen Stecher gar nicht, und diese umgekehrten Stecher gab es schon früher. Ich habe Pennsylvania / Kentucky Vorderlader damit gesehen. Newton hatte sie schon Anfang der 20er Jahre an seinem zweiten Modell, der Buffalo Newton (in Buffalo, N.Y. gebaut). Wenn man schon nicht ohne Stecher leben kann,
LM: Man sollte aber!
dürfte das doch die bessere Lösung für einen Doppelstecher sein. Mit Glück kann ich vielleicht noch eine Anleitung finen.
Walter Brunner Montag, 23. Februar 2009 07:58
Hallo, Herr Möller!
Der Vollständigkeit halber möchte ich Sie über das Ergebnis meiner Lösungssuche
zum Englischen Stecher (mein Büchsenmacher
bezeichnet den, entgegen der anderen Veröffentlichung hier, auch so. Das
ist ja aber auch nicht wirklich wichtig) benachrichtigen:
Ihrem Rat folgend habe ich dann meine so geschätzte Krachlatte zum
Büchsenmacher meines Vertrauens gebracht. Wie so oft sind in diesem Gewerbe auch
mal Künstler zu treffen, so auch mein Büchsenmacher. Ich habe meine
Schwierigkeit mit der Empfindlichkeit des Stechers geschildert und auch
meinen Wunsch nach einem möglichst trockenem Flintenabzug. Der Büchsenmacher hat
nicht weiter nach Austauschteilen gesucht, sondern den vorhandenen Abzug einfach
umgebaut: Den vorderen Stecher baute er ganz und sauber aus. Für den
verbleibenden Abzug wurde eine neue Feder gefertigt, und die Wege entsprechend
verkürzt.
Ergebnis: TROCKEN STEHENDER FLINTENABZUG MIT PERFEKTEN ABZUGSGEWICHT VOM FACHMANN! Kostenpunkt: 70 Euro. -PERFEKTE LÖSUNG-!
LM: Das nenne ich einen Büchsenmacher. Wie heißt der Mann!
Soviel dazu.
Herzliche Grüße aus Hamburg! Jörn Henrik Matthias, Donnerstag, 26. Februar 2009
15:00
Abschließend noch eine Frage zu Ihrem Lutz Möller Geschoß: Kann ich bei Ihnen auch ganze Patronen, oder nur die Geschosse beziehen?
LM: Ich stelle keine Munition, biete auch keine an, schreibe Ihnen aber gern eine Bezugsquelle.
Nachdem ich hier so viel Gutes vernahm, würde ich gerne eine Reihe in .222 Rem. beziehen und im Revier prüfen.
LM: Lies 5,6 mm Lutz Möller Geschoß Beute!
Ich bin aber leider kein Wiederlader. Wenn möglich
informieren Sie mich bitte über Preise, Losgrößen etc. (bzw. über Bezugsquellen)
DANKESCHÖN und Waidmannsheil!
Guten Tag Herr Möller,
zuerst weiterhin gute Besserung.
LM: Danke für Ihre guten Wünsche. Die Besserung nach dem Unfall zieht sich hin. Ihr Wunsch hilft mir zu genesen.
Die .308 Lutz Möller Munition schießen sich 2,85 g R 901 sehr weich und mit guter Präzision. Vor etwa 15 Jahren ließ ich von einem eigentlich erfahrenen Büchsenmacher in einen spanischen K98 für Nachsuchenzwecke einen Flintenabzug mit Rückstecher einbauen. Nach einer erfolgreichen Suche standen wir um den gestreckten Rehbock als Gruppe von 5 Mann, als ich meinen gesicherten Karabiner unterladen wollte. Beim Drehen der Flügelsicherung löste sich dann ohne Berührung des Abzuges ein Schuß. Zum Glück hielt ich dabei die Waffe senkrecht nach oben, sodaß nichts schlimmes geschah. Man kann sich aber unseren Schreck vorstellen. Als ich den Vorfall dem Büchsenmacher berichtete, wurde er richtig blaß, hat dann sofort den Fehler behoben. Seither funktioniert alles bestens.
Waidmannsheil W. Röhm, Samstag, 28. Februar 2009 11:38
zu
Gehörschaden wg. unbeabsichtigtem Schuß mit 7x65R
Sehr geehrter Herr Möller!
Wenn man von solchen Unfallberichten hört wie Schuß löste sich beim Entstechen,
kann man nur sagen „Weg mit dem
Stecher!“
LM: Ich stimme zu!
Genau zu treffen
erfordert ihn nicht, im Gegenteil! Gäbe es tatsächlich einen Präzisionsvorteil,
wie man in deutschsprachigen Landen vermeint, dann hätten wohl auch Sport- und
Scharfschützen so eine Einrichtung an ihrem Gewehr. Dort wird man den Stecher
aber vergeblich suchen.
Das Einzige, das mit dem Stecher steigt, ist die Unfallgefahr (siehe viele
Berichte) und eine gewisse Unsicherheit bei der Handhabung der Waffe (man möchte
ja nicht vor- oder unzeitig den Schuß auslösen und traut sich nicht recht an den
Abzug), die sicher nicht zu besseren Schüssen führt. Der Grundsatz, mit einer
Waffe gut vertraut sein zu müssen, wenn man sie erfolgreich führen will, gilt
für Waffen mit Stecher noch weit mehr, als für andere. Zu wichtig ist es doch,
zu wissen (und noch viel mehr, im Gefühl zu haben), welch leichtes Lüftchen
ausreicht, den Schuß auszulösen.
Wahrscheinlich stammt der Stecher aus einer Zeit, als „gewöhnliche“ Abzüge noch mehr krochen und kratzten, als daß sie auslösten. Damals bot der Stecher sicher einen Vorteil. Solche Zeiten sind aber längst vorbei.
Was geht über einen guten, trocken stehenden Abzug, der immer zuverlässig bei gleichem Zugkraft auslöst (wie hoch diese Kraft ist, ist fast unerheblich?
Warum sich der Stecher als
technische Marotte gerade im deutschsprachigen Raum so lange hält und so
verbreitet ist, verstehe ich nicht. Der Großteil der restlichen Welt weiß gar
nicht, was ein Stecher ist und würde wohl auch wenig
damit anfangen können! Gejagt und präzise geschossen wird aber auch anderswo.
Jeder Unfall mit dem Stecher ist wie ein Todesurteils
bei einem Justizirrtum zu vollziehen. Deshalb sage ich noch einmal: Weg mit dem
Stecher, oder benützt ihn zumindest nicht, wenn die Waffe auch ohne gut zu
schießen ist.
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen Ihr L. Vogl, Montag, 9.
März 2009 15:05
Hallo Lutz,
der Stecher ist genau so wie der Bruch, das Absehen
1, RWS-TMR oder der Drilling eine Frage der
deutsch-österreichischen Jagdtradition. so, wie es glücklicherweise die guten
Traditionen gibt und diese fast automatisch erhalten bleiben, gibt es auch die
schlechten. Beide sind im deutschen Jagdraum schlecht ausrottbar. Während
anderswo jede zweite Jagdwaffe ein Vollernter ist, sind die Dinger hier verpönt
und teilweise auf Wunsch des Jagdherrn verboten. Auch beim
Kupfer schütteln manche Altvorderen den
Kopf. An vielen Jagdwaffen, die über Generationen weitergegeben wurden, ist er
einfach dran, der dt. Stecher. Da die Leute teilweise
mit einer Schachtel RWS-TMR 10 Jahre hinkommen, benutzen sie entsprechend selten
ihre Kanone, warum soll man also Kopfschmerzen über solche Details bekommen.
LM: Weil sie schlecht sind!
Du denkst, ich bin mal wieder ironisch? Nein, zwei Drittel
der Jäger im normalen Niederwildrevier handhaben die Sache genau so! Darunter
sind viele, die gehen sogar häufig üben, mit der Hornet natürlich und die, wie
kann es anders sein, mit Stecher. Mit den
ausgewachsenen Schießgewehren gehen die Herren nur einmal im Jahr auf den Bock
und der hat gefälligst ahnungslos auf 50 Schritt zu stehen, alles andere ist
unwaidmännisch wie Gewehre mit Plastikschaft und Zielfernrohre größer als 12X.
Liebe Grüße, Jan G., Mittwoch, 11. März 2009 09:51
Sehr geehrter Herr Möller
Vielen Dank für Ihre informative Seite. Ich bin schon
seit einiger Zeit ein regelmäßiger Leser. Teilweise hervoragende Texte, aber
auch solche wo ich mir doch hin und wieder die Frage stelle, ob derjenige doch
Ahnung von Waffen und deren Gebrauch hat.
Ich muß gestehen, ich bin ein leidenschaftlicher Anwender des
deutschen Stechers. Obwohl ich schon mit
französischen Stecher, Druckpunktabzug, und Trockenabzug geschossen habe, finde
ich hat der Doppelzüngelstecher nicht mehr oder weniger Nachteile bzw. Vorteile
als andere.
LM: Der Nachteil sind seine zu vielen verschiedenen
Zustände°!
Wichtig und hier glaube ich haben doch einige Nachholungsbedarf ist der
jeweilige und richtige Umgang mit der eigenen Waffe. Bitte meine Worte nicht
falsch zu verstehen, aber wenn ich die Geschichte über den
losgegangenen Schuß mit eingestochener Waffe lese, frage ich mich, ob die
Waffe beim Einholen in die Kanzel gesichert war.
Natürlich können Fehler aufgrund von Unachtsamkeit geschehen, nur glaube ich,
sollte man dieses nicht auf das Gerät und seine Ausführung schieben, sondern
meistens sitzt der Schuldige dahinter.
Schöne Grüße, G. W., Mittwoch, 11. März 2009 13:09
Hallo Herr Möller,
ich schreibe Ihnen weil Sie ja leider auf dem Gebiet Erfahrung haben. Ich
wurde „abgekupfert“. Seit über 15 Jahren bauen wir auf Kundenwunsch in alle
Blaser Modelle Stecher ein, ebenso für den neuen R8. Seit über eineinhalb
Jahren haben wir den R8 Stecher bereits fest im Programm. Nun hat uns die
Firma Stocon Gewehrschaftfertigung 1:1 nachgebaut. Ich würde gerne über Ihr
Forum die Leute vor billigen Nachbauten dieser Firma warnen. Das Original
gibt es nur von uns und von ausgewählten Fachhändlern!!
Mit freundlichen Grüßen,
Peter Beer, Freitag, 2. Dezember 2011 17:48
Moin Herr Beer,
dann sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Anwalt, das nach urheberrecht zu unterbinden, sonst kriegenSie als nächsten eine Anzeige wegen unlauteren Wettbewerbes, wegen des o. a. Ausdruckes.
Waidmannsheil, Lutz Möller
Guten Morgen Herr Möller,
vielleicht könnten Sie folgenden Text unter den
Artikel von Herr Peter Beer
bzw. nach Ihrem veröffentlichen:
Guten Morgen Herr Möller,
durch Zufall bin ich auf Ihre informativen Seiten gestoßen. Herr Peter Beer
behauptet ja das unser Stocon R8 Kombiabzug ein 1:1 Nachbau seines
Rückstechers sei. Dieser Behauptung müssen wir entschieden wiedersprechen.
Wie es aussieht hatte Herr Beer noch nie einen unserer Abzüge in der Hand.
Unser wohldurchdachter Abzug unterscheidet sich erheblich von dem Abzug der
Firma Beer. Alleine die Aufhängung im Abzugsbügel wurde von uns ganz anders
gelöst, ebenso ist die komplette Geometrie sowie der Winkel des Abzugs ein
völlig anderer. Außerdem haben unsere Federn eine andere Kröpfung und bei
unserem Abzug verbessert sich alleine bei Verwendung als Direktabzug die
Charakteristik erheblich. Des weiteren möchten wir den Vorwurf das es sich
um ein billig Produkt aus Ungarn handelt von uns weisen. Wir fertigen auf
einem hochmodernen CNC Maschinenpark und scheuen keinen direkten Vergleich
mit unseren Mitbewerbern!
Vorsorglich weisen wir darauf hin das Herr Beer eine
Abmahnung von uns bekommen hat und wir jede weitere Verleumdung
strafrechtlich verfolgen lassen.
Mit besten Grüßen aus Ungarn, Mario Schwarz – Geschäftsleitung
Stocon-International Kft.,
Freitag, 23. Dezember 2011 08:11
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.