-2.jpg)
Hallo Freunde,
die beiden Bilder im Anhang habe ich
von Herrn Bilgeri, Entwicklungsleiter, Steyr-Mannlicher. Die meisten
„Waffenfachleute” wissen nicht, wofür eigentlich diese Längsrillen gut sind.
Hier wird eindrücklich gezeigt, für das sie schlecht sind! Falls diese Bilder
von einer Katastrophenanalyse stammen, könnten es gute Bilder sein! Stammen
diese von einem Wiederlader vom Schießstand, sind es schlechte Bilder. Gut ist,
wenn man nicht daneben steht. Wir sollten uns immer wieder von den
Festigkeitswerten QUER zur Faser informieren. Bei gehämmerten Läufen NACH dem
Hämmern.
Bei hohem Verformungsgrad können die besten Stähle „mürbe” geknetet werden.
Grüße,
H. P. Sigg, Dienstag, 1. März 2005 10:07
Hmm, AWO, „Rostfreier Stahl”
ist ungefähr so aussagekräftig wie ,,Plastik”. Es
gibt durchaus rostträge Werkstoffe, die festig- abriebfestigkeitsmäßig z.B. mit
einem
42CrMo4 mithalten können, aber die kosten .... Und ob die wer zu Läufen
verarbeitet? Rostfrei gibt's nicht. Stain,,less”läufe
leiden optisch nicht unter Sandstrahlen zur Oberflächenvergrößerung (=
verbesserte Wärmeabgabe), bei brünierten Läufen muß einer da schon ein
Pragmatiker sein (ich bin's). Schwarze Läufe geben Wärme bei gleicher Oberfläche
schneller ab als helle, Wärme geht besser über (Wenn einer nit grad in der Sauna
schießt, ist die Laufaußentemperatur gleich mal höher als die
Umgebungstemperatur, selbst in der Sahara) Die Frage ist halt, was Dein Bedarf
ist: Große Schußserien ohne Pause, Lebensdauer? Welche Werkstoffe stehen zur
Auswahl?
Nur zur Orientierung: 1 kg 42CrMo4 normvergütet kosten mich zur Zeit 1,50 € (ein
Komma fünf), daraus bestehen sehr viele ,,normale”
und tadellose Läufe. Brauchbare ,,rostfreie” Stähle
mit noch nicht ganz derselben Härtbarkeit (Verschleißfestigkeit und Zähigkeit)
kosten ~ 60 % mehr. Der Rest des Laufpreises ist Bearbeitung. In dieser
Preisklasse haben Stainlessläufe einen etwas größeren Verschleiß. Ob Du das aber
ausreizt, hängt von Deinen Plänen ab.
Ausreichend verwirrt ?
Gruß
+sniper+
Lothar Walther verwendet als Normalstahl 34CrNiMo6, der im Bereich der Hartlöttemperatur für Silberlot spannungsarm geglüht wird. Sein Ausdehnungskoeffizient ist dem des 42CrMo4 vergleichbar. Daher seien die Läufe ohne weiteres lötbar.
Heym verwendet für seine Läufe die Werkstoffe 51CrV4 und X39CrMo17.
Hr. Klaus Weißenberger, Wutöschingen, Ruf 07746.5769
Hr. Eichelberger, Schweiz, Ruf +41.629.652.2208, Fax 3061
Asepaja Erkki Mäkinen
Vammala, Stormi
Post adress: 38220
Finnland
Tel +358-3-5151025
Hello
Erkki Mäkinen is able to make a barrel with a 185 mm twist, but not sharper than
that. And he is not able to make the twist progressive, at least with current
machines.
with regards,
Tom
Hallo Herr Möller,
mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich lese was auf Ihrem Mail-Tummelplatz
alles über Waffen und darum herum steht! Schon schreibt einer (+sniper+) über
Laufwerkstoffe und gibt zu erkennen, daß er gar nichts weiß! Das ist einer, der
auch meint, daß Läufe für den Einzelschuß gekühlt werden müssen. Auch meint
dieser +sniper+, eine sandgestrahlte Oberfläche sei größer ist kühle deshalb
besser. Viele meinen auch, Läufe werden kanneliert, um die Oberfläche zur
besseren Kühlung zu vergrößern. Alles Irrtum!
1. Zuerst zum Sandstrahlen: Es gibt technische Hochschulen in der
Schweiz, die das Sandstrahlen als Oberflächenbearbeitung und im weiteren Sinne
als spanabhebende Bearbeitung erforscht haben. Dabei wurde festgestellt, das
auch eine Verdichtung/Verfestigung und somit eine Oberflächenspannung erzeugt
wird, ähnlich einer spanabhebenden Bearbeitung mit stumpfem Schneidwerkzeug. Das
ist an Waffenläufen unerwünscht und man kann dieses ganz gewiß nicht auch noch
wollen! Wenn man mal eine gerade Welle einseitig auf ganzer Länge sandstrahlt,
wird man an der Krummheit sehen, wie groß der Einfluß der Oberflächenspannung
sein kann.
2. Zum Laufkühlen: In einer weltbekannten Waffenfabrik wurden mit
Sturmgewehren Dauerbeschüsse gemacht und die gestellten Bedingungen bezüglich
Lauflebensdauer wurden weit übertroffen. Geschossen wurden 5 Magazine à 20 Schuß
(100 Schuß) im Rhytmus von ~ 2 bis 3 Schuß pro Sekunde. Nach 100 Schuß ließ
man den Lauf abkühlen. Dieses Spiel wurde 100 Mal wiederholt und der Lauf war
noch nicht am Ende! (10'000 Schuß). Dieses Sturmgewehr wurde von Schützen im
Einzelschuß mit 3'000 bis 4000 Schuß kaputtgeschossen! Warum? Weil sich der
Lauf im Einzelschuß zu sehr abkühlen konnte! Der Temperaturschock auf den
Laufwerkstoff ist um so größèr, je kälter der Laufwerkstoff ist!
Einzelschußwaffenläufe sollten also wärmeisoliert werden! Nicht umgekehrt! Wird
jedoch ein Lauf im Dauerfeuer an der Innenoberfläche über die
Warmfestigkeitsgrenze hinaufgeschossen, läßt die Lebensdauer rapide nach! Auf
diese Art belastet, kann ein Lauf nach 150 bis 200 Schuß am Ende sein. (Abhängig
von Art Patrone, Kadenz, Schußzahl).
Bei Oerlikon-Bührle in Zürich, wurde der Laufverschleiß und die Rißmechanik in
Rohrwaffen im Besonderen erforscht. (Dr. Beisken). Es wurde ein Waffenrohr im
Kal. 35 mm (KDA, Gepard) geschaffen, bei dem mehrere Werkstoffproben vom
Geschoßlager bis zur Gasdüse auf Verdrehung positioniert eingebracht werden
konnten. Diese Werkstoffproben wurden nach jedem Schuß im
Rasterelektronenmikroskop fotografiert. Dabei wurde festgestellt, daß
Das Waffenrohr beim ersten Schuß seine Rißstruktur erhält und diese bis zum Ende seiner Lebensdauer beibehält.
Die Geschoßreibung eine untergeordnete Rolle spielt, außer, die Felder haben Querriefen, insbesondere im Geschoßlager, Übergangskonusbereich, erzeugt durch Reibahlen (Querbearbeitungsriefen). Bei polierten oder gehämmerten Geschoßlagern hat die Reibungswärme dann (dort) keinen Einfluß mehr auf die Lebensdauer.
Die Wahl des Werkstoffes für den Rohrverschleiß im Zug-Feldbereich (nicht die Rohrfestigkeit) eine untergeordnete Rolle spielt. Der Putzverschleiß ist hier nicht gemeint.
Diverse Arten von Nitrierverfahren (z. B.teniferieren, gasnitrieren, nitrokarborieren) eine größere Rolle im Rohrverschleiß einnehmen als z. B. die Werkstofflegierung.
Der Rohrverschleiß eine thermische Angelegenheit ist.
Bei SIG Neuhausen Schweiz, wurde vom Metallurgen, Klaus
Rothleb, bezüglich Rohrverschleiß Handfeuerwaffen, nichts Anderes festgestellt.
Im Handfeuerwaffen , Präzisionswaffenrohrbereich jedoch, sind
Waffenrohrwerkstoffe bezüglich Geschoßmantelablagerungen, die präzisionsmindernd
sind, von größerer Bedeutung. Chrom, steht geschrieben, läßt sich nicht
benetzen! Benchrester haben dies auch festgestellt! Würde ein rostender Lauf aus
Vergütungsstahl genauer schießen als ein Edelstahllauf, (was immer auch als
Edelstahl bezeichnet wird), dann würden Benchrester nur noch mit rostenden
Läufen schießen! Benchrester schießen jedoch mit Läufen mit maximalem
Chromgehalt, weil Chrom sich eben nicht benetzen läßt, auch nicht mit Tombak!
Hier liegt der Hase im Pfeffer! Nicht beim rostenden oder nichtrostenden
Rohrwerkstoff oder Rohrverschleiß.
Lieber Herr Möller,
Sie sollten sich selbst mal zu diesen Schwierigkeitenn äußern, nicht
Andere dazu auffordern und sich dann daraus schlau machen! Ihr Weitschußgeschoß
aus einer Kupferlegierung und WAS Sie darüber bekanntgeben, zeigt, das Sie mehr
glauben, als das Sie wissen! Mein Grundsatz lautet: Glauben heißt: Nicht Wissen!
Trotzdem: Seien Sie weiter sehr neugierig und fragen Sie Leute die weniger
glauben und mehr wissen. Diese gibt es noch und sie leben noch! Doch wird dieses
Wissen von unsrem Staat, unsrer Gesetzgebung dekliniert. Sie könnten sich ja
auch mal dazu äußern, warum die Amis die Patrone .223" Rem. durch eine Patrone im
Kal. 6,9 mm ersetzen wollen! Hierzu bin ich sehr gespannt auf Ihre Meinung!
Bitte antworten Sie mir dazu.
Mit freundlichen Grüßen,
H. P. Sigg, 1. März 2005
Grüß Gott Herr Möller,
ich bin Oberfeldwebel im 6. Dienstjahr. Bei meiner Suche im Internet bin ich
auf ihre Seite gestoßen, welche übrigens ein großes Lob verdient. Ich soll
in meiner Einheit einen Unterricht über das Waffenreinigen halten. Die
didaktischen Überlegung habe ich schon getroffen, allerdings fehlen mir für
interessante methodische Präsentation einige Bilder. Ich bin auf der Suche
nach Bilder von Rohraufbauchungen oder zerborstenen Rohren. Vielleicht
könnten sie mir einen Link nennen oder aus eigenen Bildbeständen auf die
Sprünge helfen. Ich bedanke mich schon mal im voraus und würde mich über
eine Antwort freuen.
Mit freundlichen Grüßen, Schmidt, Oberfeldwebel, 30. Oktober 2005 11:28
Tag Herr Schmidt,
die Bilder dürfen Sie gern verwenden. Bringen Sie Ihren Leuten nur gut zu putzen bei.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
Es wird bei Suhler Waffen immer von Krupp „Dreiringstahl“ gesprochen. Es
gibt ja auch das Logo mit den drei Ringen, daß in die Läufe eingestanzt wird
bzw. wurde. Kenner stehen darauf, daß z.B. Flinten
diese Bezeichnung mit den drei Ringen tragen. Das soll laut Auskünften guter
Stahl aus dem Westen von Krupp sein. Zwischendurch ( in der DDR Zeit ) soll
Suhl schlechte Stähle verwendet haben und der Ruf der Suhler Waffenschmieden
hat darunter anscheinend gelitten.
Meine Frage nun an Sie lautet: Ich habe eine schöne Querflinte von Simson mit
der Aufschrift „Spezial Gewehrlaufstahl“ und einen Logo mit Vier Ringen im
Angebot gesehen (egun). Was bedeutet dieses Logo ? (genau wie das Symbol mit
den 5 Olympischen Ringen nur halt mit vier Ringen ). Handelt es sich hier um
einen Markenschwindel oder hat dies eine seriöse Bedeutung ? Ich bin nun bei
Ihnen mit dieser Frage angelangt, ein Büchsenmacher und auch ein Mitarbeiter
bei Merkel haben mir nicht wirklich weiterhelfen können. Mit einer raschen
Antwort würden Sie mir sehr helfen, da die dafür relevante Auktion schon
bald abläuft. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
PS.: Ihre Wissensansammlung über Waffen und
Munition ist für mich bereits zu einem Standardwerk geworden - wenn´s Fragen
gibt, schau ich mal rasch rein. Ich gratuliere Ihnen dazu und wünsche Ihnen
viel Energie und Zeit, dieses Werk auch weiterhin am Leben zu erhalten.
MfG, Manfred S. / Kärnten / Österreich, Mittwoch, 22. Februar
2006 10:53
Tag Herr S.,
das kann ihnen vermutlich am besten ein älterer Büchsenmacher aus einem alten Betrieb erzählen, der sich mit Flinten und Kipplaufwaffen auskennt. Fragen Sie am besten mal Herrn Arendt! Der weiß Bescheid!
Waidmanns Heil nach Kärnten, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
das ging aber schnell !
Ich hab bereits mit Herrn Arendt ein
langes, sehr lehrreiches Telefonat hinter mir. Die Ringe geben Aufschluß
über die Stahlqualität. Bei der angebotenen werde ich dann wohl rasch
zuschlagen.
Vielen Dank für Ihre rasche Hilfe !
Weidmannsheil und Guten Anblick für das kommende Jagdjahr.
Manfred S., Mittwoch, 22. Februar 2006 12:23
Hallo, Lutz
(Angaben für Stäbe unter 10 mm Durchmesser)
1.0710 410 - 600 N/mm² Zugfestigkeit
1.0715 380 - 570 N/mm² Zugfestigkeit
1.0736 390 - 590 N/mm² Zugfestigkeit
Alle drei Stähle gehören in die Gruppe der Automatenstähle, sind also gut
zerspanbar, mit kurz brechendem Span (S-Gehalt). Der Stahl mit der
geringsten Zugfestigkeit aus der Gruppe ist der 1.0721, 1.0722 360 - 530
N/mm²
Alternativ weisen die Stähle der Gruppe „Einsatzstähle“ geringe
Zugfestigkeiten auf, können aber im weichen Zustand bei der spanenden
Bearbeitung zum Schmieren und langer Spanbildung neigen. Beispiel:1.0301 C10
Festigkeit im weichen Zustand um 300 N/mm²
Weniger Zusätze = Weniger Zugfestigkeit? Als erste Näherung: Jein. Jedes
Legierungselement wirkt und wechselwirkt mit den anderen Legierungselementen
anders - leider, oder Gottseidank, sonst bräuchte mich niemand ...
Übrigens: Die Norddeutsche Affinerie produziert Kupferwalzdraht in den
Abmessungen ab 8 bis 15 mm, auch legiert. Das könnte doch für Dich eine
Lieferform sein - wenig Spanarbeit. Schau' doch mal unter
www.na-ag.com Die Oberfläche interessiert
Dich ja nicht so, da sie spanend hergestellt wird. Dann kann es ja
auch ein preisreduziertes Schrottcoil sein.
Liebe Grüße, André, 5. Mai 2006
Lies Lauflebensdauer!
Es muß nicht immer Stahl sein, meint die NDIA, sieh hier!
Lutz Möller, 22.August 2007,
Guten Tag Herr Möller,
Vielen Dank für Ihren gestrigen Anruf.
Die Mündung scheint eigentlich schon genügend Platz für die Bremse zu bieten

Messen kann ich im Moment leider nicht weil die Büchse zur ZF Montage noch beim BüMa ist. Ein Problem könnte wegen dem Kanal oben auf dem Lauf die Versetzung der Visierung sein?
Am kommenden Freitag werde ich nun mit dem BüMa die Büchse einschießen und mal spüren wie stark sie schlägt. Einschießen werde ich sie übrigens mit Ihrer Lutz Möller Geschoß ;-) Etwas anderes als ein Cu-Geschoss kommt für mich nicht in Frage. Noch eine Frage zur Bremse: Wenn Sie die liefern, ist ein Deckel wie auf dem Bild aus Ihrer Seite auch dabei?
Freundliche Grüße, Martin Wyler, 18. September 2007 09:40
Tag Herr Wyler,
nach dem Bild scheint der kanellierte Lauf an der Mündung in der Länge 12 mm Platz für das Rückstoßbremsenfeingewinde M 15x1 zu bieten.

Den Kornsattel würde ich nicht zurücksetzen, sondern unten ausfräsen, ähnlich dem folgenden Bild mit einer etwas älteren andern Bremse:

Bremse unter dem Kornsattel
Wenn Sie die Anschlußmaße und das Bild ihrem BüMa geben, wird der damit zurecht kommen. Nein, eine Kappe gibt es nicht mit. Jeder Lauf ist anders. Ich empfehle die Bremse anzubauen und dort zu belassen. Sollten Sie gleichwohl ein Kappe wünschen, wird Ihr BüMa Ihnen eine zu ihrem Lauf passende anfertigen können.
Waidmannsheil in die Schweiz, Lutz Möller,
Lauferkaltungsbeschleuniger - oder der
Saugbläser en miniature
Guten Abend Herr Möller!
Wie schon so oft, deutlich merkbar an dem Augenrollen meiner Verlobten,
verbrachte ich auch heute wieder viel Zeit mit Ihren Seiten.
Insbesondere aus dem Grund: Ich ließ mir vor kurzem von einem Wiederlader hier
in der Nähe in 20 RWS-Hülsen 4 Ladungen für meinen
98er in
6,5x57 stopfen. Diese werde ich am Samstag
vormittag am Stand prüfen. Der Lademeister ermahnte mich mehrmals, mir doch
enorm Zeit zu nehmen, um diese 20 Patronen zu verschießen. Diese Zeit möchte ich
gerne verkürzen und stieß auf Ihrem Netzplatz auf den
Saugbläser, der mir als geeignet
erschien, den Lauf, oder besser das Ganze an sich schnell zu kühlen.
Riesengroß, dache ich mir und entwarf kurzerhand ohne Papier und ohne Plan aus
einem Stück Polyacetal (POM) und einem geschlachteten CPU-Kühler der 486er-Zeit
an meiner Fräsmaschine (Hermle - Schwäbisches Ding, sehr genau) einen
Laufkühler drauf zu stecken. Steckernetzteil
Dran: es saugt die Luft bei geöffnetem Verschluß und abgestellter Büchse von
unten nach oben durch. Bild anbei (Das Sie bei Bedarf selbstverständlich in
Ihre Seiten einfügen dürfen!)

Liebl-Laufkühler
Nun weiß ich nicht, ob es sie anrührt, oder ob
sie schon diesbezüglich Versuche anstellten, aber die
Laufkühlungsgeschwindigkeit mit und ohne Gebläse zu messen würde sich ja
anbieten. Auf alle Fälle werde ich ein handelsübliches Außenthermometer für den
KFZ-Bereich nehmen, den Außenfühler aufbrechen, und den Temperaturfühler an sich
allein mit einem Batzen Heißkleber in der Nähe des Patronenlagers anbringen,
schießen und messen. Mal sehen, was sich da messen läßt.
Bei Bedarf kann ich Ihnen gerne Berichten, bzw. eine Temperatur-Zeit-Kurve
erstellen.
LM:
Jäger schießen kalt.
Ja bitte und ein Netzladen, damit die Dinger dann auch gekauft werden können, denn das Ding fehlt, meine ich!
Ich liebe den Erfindungsreichtum und die Schaffskraft meiner Leser!
Viele Grüße aus dem Bayerwald! H. Liebl, Mittwoch, 31. Oktober 2007 21:30
Hallo Lutz,
ich würde mich sehr wundern, wenn dieser Laufkühler
funktionieren würde. Ich hatte es auf die gleiche Art probiert, aber dieser
kleine Lüfter erzeugt keine Saugleistung für den verhältnismäßig kleinen
Laufdurchmesser! Ein Staubsaugergebläse z. Bsp. ist effektiv, mit diesem kleinem
Lüfter hatte ich keine Veränderung der Flamme eines Feuerzeugs hinten am Schloß!
Nutzlos, habe drei verschiedene Lüfter getestet! So ein kleiner Lüfter wirbelt
nur vor dem Lauf herum ohne einen Sog zu erzeugen! Staubsauger oder ggf.
Dunstabzugshaube aus der Küche taugt was, auch für mehrere Waffen! Bin selbst
ungeduldig und mußte mir was einfallen lassen nicht so lang zu warten... J
Gruß Ronny, Mittwoch, 31. Oktober 2007 22:36
Moin Lutz,
vorab: Habe noch keine Zeit gefunden um in unsrer Sache voran zu treiben. Dieses
mit dem Laufkühlgebläse taugt in dieser Form nicht, warum, kann ich Dir einfach
erklären. Die Laufkühlung ist wichtig bei kombinierten Waffen mit fest
verlöteten Läufen, sprich DB, BBF, Drilling. Hierbei muß das (wenn es schnell
und gleichmäßig gekühlt werden soll) ganze Laufbündel innen und außen mit Luft
umströmt werden, alles Andere ist Banane. Ist doch auch logisch! Alles muß die
selbe Temperatur haben. Das kommt dabei raus wenn man den Sinn und Zweck nicht
versteht. Auch ein einzelner Lauf läßt sich so besser und schneller Kühlen. Ich
warte auf Deine Antwort!
MfG Walter, Donnerstag, 1. November 2007 13:26 (LM: Der Erfinder des ersten
Saugbläsers))
Hallo Lutz,
Ich las den Bericht Laufkühler gelesen und kann
auch bestätigen, daß diese kleinen Dinger nicht wirklich saugen können. Sie sind
ja auch nicht dafür gemacht. Da ich auch ab und an mehr als zwei oder drei
Schüsse mit dem selben Gerät hintereinander abgebe habe ich für meine Zwecke,
sprich schnelle Kühlung, das Eisspray
entdeckt. Es wirkt zuverlässig und schnell. Man sollte sich an die
Gebrauchsanweisung „Nur zur äußerlichen
Anwendung“ halten “! Viel Spaß damit.
WaiHei und Gut Schuß, D. (bitte ohne Namen), Dienstag, 6. November 2007 09:13
Hallo Herr Möller,
welche Vor- und Nachteile haben Edelstahlgewehr- und Pistolenläufe gegenüber
konventionellen?
Und welche Edelstähle und vor allem auch welche Gewehre mit Edelstahlläufe sind
im jagdlichen Bereich besonders empfehlenswert? Gibt es auch empfehlenswerte
Weitschußwaffen für die Jagd aus Edelstahl?
Mit freundlichen Grüßen, Dr. A. Gießmann, Montag, 12. November 2007 21:17
Tag Herr Gießmann,
Edelstahl ist rostträger, speichert weniger Wärme, leitet Wärme schlechter, läßt
sich deutlich schwerer bearbeiten und fällt mehr auf.
Die Rosträgheit kann heute auch anders hergestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
eine Frage: Ich habe las, Gewehrläufe aus rostfreiem Stahl wiesen bei Erwärmung
nach mehreren Schüssen eine größere Streuung auf (würden also weniger genau
treffen) als Läufe aus herkömmlichen Stahl, der zum Rostschutz
brüniert werden muß. Angeblich dehnt sich
rostfreier Stahl bei Erwärmung wesentlich stärker als rostender Stahl aus.
LM: Ja.
Stimmt das, und wie stark ist die Wirkung?
LM: Mir fehlen genaue Zahlen aus dem Kopf. Die Wärmespeicherfähigkeit nicht rostenden Chrom- oder Chrom-Nickel-Stähle ist deutlich geringer als der rostenden Kohlenstoffstähle. Die Ausdehnung je Wärme spielt auch eine Rolle. Aber wir Jäger schießen doch nur einmal aus dem kalten Lauf auf Wild. Warum wollen Sie das also wissen?
Mit freundlichen Grüßen, Stefan Meier, Samstag, 2. Februar 2008 22:18
Herr Möller,
kann es sein, daß ein Stainless-Lauf sehr viel
schneller aufheizt alsein brünierter ?
Lieben Gruß, Saskia W., Samstag, 17. Mai 2008 18:33
Tag Frau W.
manch nichtrostender Lauf ist aus 1.4021 martensitischem Chromstahl, normal 880 N/mm², kann auf 1.150 - 1.200 N/mm² vergütet werden, tieftemperaurbeständigkeit muß gesichert werden, daß der nicht versprödet. Dessen Wärmespeicherfähigkeit ist deutlich geringer als von Kohlstoffstählen. Also heizt der schneller auf. Außerdem strahlen blanke Läufe nicht so viel Wärme ab, wie schwarze. Also werden die heißer. Ihre Beobachtung trifft also zu.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Ferlacher Waffen Präzisionstechnik Produktions GmbH
Maschinenhausgasse 5
A-9170 Ferlach
Tel. +43(4227)2251
Fax +43(4227)3714
Mail office@ferlacherpraezision.com
http://www.ferlacherpraezision.com/
Herr Möller,
Nochmals aller herzlichsten Dank für Ihre Mühe. Ich habe eben Herrn Sprack
geschrieben. Wenn er mit meinem Lauf etwas anfangen kann schenke und sende
ich ihm den gern, frachtfrei. Ich mag die zölligen Kaliber nicht zur Jagd
und habe Verständnis und Mitgefühl für Menschen, die nach Naturgewalten in
persönliche Bedrängnis geraten sind. Das ist der Nutzen der Gemeinsamkeit,
haben Sie Dank für Ihren Teil!
Zur Schande Österreichs muß ich gestehen, daß
Ferlach
ein Jahr (!) gebraucht hat einen rostigen 6,5x68
Lauf zu liefern, angeblich in ausgesuchter Matchqualität. Nachdem ich etwas
getobt habe, kamen nun der 6,5x68 und der
8x68 mit schönen Schußbildern. Mein über
alles geschätzter Büchsenmacher werkt nun an den DWM 1908-Systemen. Ich habe
bereits einen hervorragenden 9,3x62 Mauser
von ihm, den ich nach dem Verbrauch der verbleibenden 11 Impala-Geschoße auf
das Lutz Möller Geschoß umstellen werde.
Zur Berichterstattung fühle ich mich verpflichtet, ich schreibe sobald der
erste Test mit dem Lutz Möller Geschoß gelaufen ist.
LM: Danke!
Als erstes entsteht die 6,5x68. Ich freue mich drauf! Die Treffer mit den
wenigen Impala-Geschoßen, die ich noch habe, werde ich so gut dokumentieren
wie ich kann.
Ich jage vorwiegend Sauen, Rehe und Damwild. Sollten Sie einmal im Wiener
Raum sein lade ich Sie gerne ein mitzukommen. Meine 3 Mitjäger schießen alle
Ihr Geschoß (überwiegend in .30-06, schade)
und würden Ihren Besuch schätzen.
Zur Nachsuche verwende ich eine Glock 20 in 10 mm Auto. Haben Sie dazu eine
Ladempfehlung?
LM: Nein.
Oder soll ich eine meiner 9mm Luger in eine .357 Sig tauschen?
LM: Die wäre mit 10,2 g TMF besser!
Ich bin mit zwei Schützenfreunden Team-Europameister im
Bigbore-Silhouettenschießen, bis 500 Meter stehend frei mit der
6,5x55 schwedisch. Jetzt schießen wir das
Lapua B 343 vor ~ 46 grs. N 160. Würde ein Umstieg auf das
Lutz Möller Geschoß Sinn machen? Wirft das leichte
Geschoß den stählernen Widder mit 25 kg Gewicht auf diesen Schußweite? Jeder
Ram zählt, da kann ich mir vorstellen mir das Lutz Möller Geschoß zu leisten.
LM: Nein, beim inelastischen Stoß zählt der Impuls m * v. da sind sie
schonganz richtig beraten.
Viele Fragen, ich weiß... Ich erwarte keine detaillierte Antwort, würde mich
darüber aber sehr freuen.
Grüße aus Österreich, Erhages, Montag, 4. Februar
2008 23:50
PS: Die Freude Ihre Seite zu lesen entsteht nicht zuletzt aus Ihrer Sprache.
Schön, wenn es noch deutsch zu lesen gibt!
Sehr geehrter Herr Möller,
der Werkstoff LW19 ist von seinen Grundbestandteilen her ein 1.6582, der jedoch für uns in Legierungsbandbreite und im Herstellverfahren speziell abgestimmt ist. Er ist problemlos brünierbar.
Mit freundlichen Grüßen, LOTHAR WALTHER, Feinwerkzeugbau GmbH
Dr. Frank Walther, Donnerstag, 10. Juli 2008 07:50
Hallo Herr Möller,
ich habe noch eine Fachfrage bezüglich Laufreinigung: Sie empfehlen Schüsse
aus gebrauchtem Lauf (Schmauch) und Reinigung nach entsprechender Schußzahl,
abhängig vom Kaliber.
LM: Ja!
Wie steht es mit der Korrosion des Laufstahles?
LM: Bei trockener Lagernung haben Sie nichts zu befürchten.
Allgemein liest man von Reinigung nach jedem Schuß.
LM: Allgemein liegt man falsch.
Ich habe Bedenken, daß mein Lauf bei Reinigung
1x pro Jahr zu rosten anfängt.
LM: Das ist allein ein Frage der Feuchtigkeit. Sie können öfter reinigen,
aber nach jedem Reinigen setzen Sie eine „Ölschuß“
in den Sand!
Mit freundlichen Grüßen, H.-D.Wowries, Mittwoch, 8. Juni 2011 12:05
Lies vorher Rost!
Hallo Lutz,
also bei mir reicht 1 Ölschuß nicht,
auch wenn ich vorher paar mal trocken durchziehe. Erst der 4. Schuß sitzt
da, wo er hingehört, alle anderen 4 cm tief und 3 cm rechts. Wenn ich dann
den 4. mit kalter Waffe schieße liegt der 4 cm hoch und auf 12 Uhr wie sich
das gehöhrt.
LG Marcus Höger, Freitag, 10. Juni 2011 15:28
Marcus,
das beobachten auch andere, die sehr gut schießen, mindestens in 100 m auf den Daumennagel, in 200 m auf die Streichholzschachtel und in 300 m auf den Bierdeckel. Siehe Einschießen Afrika 2011 und Pavian 2011. Bei gewöhnlichem jagdlichen Einsatz genügt im allgemeinen nach dem Reinigen ein Ölschuß, um die reinigungsbedingte Treffpunktverlagerung soweit abzumildern, daß wieder ein sauberer Schuß angetragen werden kann. Bei besondern Anforderungen für sehr gutes Treffen, muß das im Einzelnen genau ermittelt werden. Je nach Gewehrlauf können nach dem Reinigen auch mehrere Schüsse erforderlich werden, um ein stabiles Schuß-zu-Schuß-Gleichgewicht wieder herzustellen, daß allein für genaue Treffer bürgt.
Dabei hilft mein MJG (Messing) gegenüber dem Lutz Möller KJG (Kupfer) die Treffergenauigkeit lange zu erhalten, weil Messing auf Stahl weniger als Kupfer schmiert, demzufolge seltener entkupfert werden muß.
Gruß Lutz
zu Rost- und Ölschuß
Moin Herr Möller,
der 98er-Stutzen Kal. .308 eines Mitjägers, dem ich letztes Jahr
KJG verordnet habe, traf nach der gründlichen
Reinigung ebenfalls erst beim 5. Schuß wieder dahin, da er sollte. Ich werde
mich nach dieser Erfahrung nie mehr mit nur einem „Ölschuß“
begnügen und die Waffe dann wieder mit ins Revier nehmen. Nach der Reinigung
müssen meine Waffen auf dem Schießstand erst mal zeigen, daß die Trefferlage
wieder stimmt. Allerdings war es bisher bei meinen eigenen Waffen (7x64;
8x75RS, .222rem; 30-06; alle mit KJG) immer so, daß spätestens der 3. Schuß
wieder an der gewohnten Stelle saß.
Grüße, H. Dittmer, Samstag, 11. Juni 2011 16:42
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.