Hallo Herr Möller
Ich habe inzwischen die 8 mm S Geschosse für die
8x57IS verladen. Gleich bei den ersten Ladungen gab es gute
Ergebnisse. Eine der Variationen mit mehr Freiflug war nicht berauschend, aber
dafür erwiesen sich die Ladungen mit Freiflug < 1mm als sehr brauchbar.
Schließendlich wurde eine Ladung ausgewählt: Hülse PMC neu, CCI200, N130 3,078g,
8 mm KJG 9g, L6=78,1mm. Der Streukreis lag unter 20mm, aus
R93 Stutzen
(mit 8-Kantlauf) kurze Lauflänge 520 mm)). Die Länge wählte
ich, um das Geschoß fest an der Hülse anliegen zu lassen. Diese Ladung erzeugt
kaum Mündungsfeuer
(Man sieht mehr ein Nachleuchten der erhitzten Gase).
Gruß aus dem sehr winterlichen Bayern, M. S. Montag, 6. März 2006 20:54
P.S. Die Mail bitte wenn, dann nur ohne Namen in Ihre HP einstellen.
hdp-Rückstoßbremse
Tag Herr S.
danke für Ihren Beitrag. Der ist ja erfreulich! Wenn Sie eine digitale Videokamera haben, oder einen digitalen Photoapparat mit manueller Scharfstellung und Dauerbelichtung, dann senden Sie mir doch bitte mal ein Photo der Waffe mit dem kurzem Lauf als Ganzes und dann dann das Mündungsfeuer. Dabei wäre insbesondere die Abhängigkeit des Feuers von der Ladung interessant zu beobachten. Eine hdp-Rückstoßbremse würde das Feuer weiter dämpfen. Soll ich Ihnen mal eine senden?
Waidmannsheil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
ich bin mal wieder seit Stunden auf Ihrem Netzplatz. Eine weitere Frage zur geplanten Ladung habe ich zu stellen.
Ich möchte neben meiner 8x68S (
Sauer 90 )
Die deutsche Magnum
auch einige Patronen in 8x57IS für meinen Blaser R93 Stutzen laden ( Lauf 50 cm ).
Bei Ihren Ladedaten für dieses Kal. haben Sie nur Pulver von
Norma 200 , 3,09 g angegeben. Gibt es weitere Nitropulver mit denen man auch bis
~ 200 Meter hinzulangen kann.
Ich bedanke mich im Vorfeld für Ihre Antwort und gönne mir noch Zeit auf
Ihrem Netzplatz.
WH Dirk Schulz-Durst, Montag, 28. Mai 2007 23:40
Moin Herr Schulz-Durst,
Ihre Aufmerksamkeit ist wohl die 8x57IS KJG Vectan Tubal 2000 Ladung entgangen. Ähnlich wie die 9,3x62 Tubal 2000 KJG Ladung oder bei der .375" H&H bietet das französische Vectan Tubal 2000 in den meisten Fällen in denen sonst Norma 200 eingesetzt würde eine weitere Wahlmöglichkeit:

Vectan Tubal 2000 Dose

Vectan Tubal 2000 auf der Waage

Vectan Tubal 2000 Nahaufnahme

Vectan Tubal 2000 Pulver künstlerisch
Vor den spitzen
Lutz Möller Geschossen mit der
schwarzen Kappe sollen Patronen wie .308" Win.,
8x57IS, 9,3x62, .375" H&H damit vollgestopft werden bis nichts mehr
reingeht. Diese Patronen können damit nicht überladen werden, weil es etwas
fülliger als das Norma 200 schüttet. Das Vetan Tubal 2000 Pulver brennt
dabei sauber ohne groß zu flammen, ist in Europa zugelassen und günstig zu
beschaffen, sprich zu empfehlen. Die
Jagdpatronen
8x57IS und
9,3x62 eignen sich vor dem MJG spitz
mit schwarzer Kappe für
kurzläufige Stutzen mit ihrem geringen
Vorhaltewinkel sowohl als
Drückjagdpatrone für die Drückjagd als
auch für allgemeine Anwendungen bis gut 200 m und darüber.
Lutz Möller, 29.Mai 2007,
Sehr geehrter Herr Möller,
mit den alten 7,62 mm Lutz Möller KJG habe ich -
sowohl auf die Scheibe wie auf der Jagd (Reh, Gams, Sau) - beste Erfahrungen
gemacht. Nun bin ich aber verschossen und bestelle 100 Stck. Geschosse KJG neu
(schwarz-rot-gold zur Fertigung von Hambacher - Schloß -Patronen :) zum
Verwendung in der .30-06 Patrone.
Da ich mit einem 54 cm Stummellauf schieße,
bitte ich Sie zusätzlich um die Angabe einer geeigneten Ladung mit dem Rottweil
R901 Pulver für das neue 7,62 mm MJG.
Besten Dank im Voraus, ein schönes Wochenende und Weidheil, Stefan Walch,
Samstag, 9. Juni 2007 07:08
Tag Herr Walch,
Ihre 6 cm kosten Sie bei R901 22 m/s v0, siehe .30-06 KJG Munition
Waidmannsheil, Lutz Möller
Das Lutz Möller Geschoß bietet dem Jäger Vorteile, insbesondere flacher Flugbahnen, größere Reichweite, somit einfacheres Zielen (binnen ± 5 cm Reichweite sorglos Fleck anzuhalten), vorherbestimmten Wirkungsquerschnitt und Tiefenwirkung bei guter Wundwirkung, ohne deshalb sonderlich Wildpret zu zerstören. Das KJG liefert auch bei schwierigen Schüssen (Weichschuß) immer gutes Wildpret.
Im Vergleich zu herkömmlichen Geschossen aus Bleikern mit Tombakmantel und besonders nicht reibungsarmen Vollgeschossen mindert es Abrieb und Laufbelastung deutlich, siehe Messungen und Lauflebensdauer. Damit schonen Sie ihre Waffen, brauchen weniger zu putzen!
Lutz Möller,
Hallo Lutz,
Im Schrank habe ich eine kleine Pirschbüchse im Kaliber .308" Win. Ruger Mini
mit 40 cm langen Lauf stehen und bin am überlegen ob ich diese verkaufen werde.
Es ist ein handliches, sehr führiges Büchslein, mit welchem ich am 1. Mai 2005
um 5:30 Uhr meinen ersten Rehbock auf 125 Meter erlegte. Einen mittelstarken 6er
Bock mit, für mich damals, seltsamen Verhalten. Nach dem Abschlagen der Trophäe
wußte ich dann warum. Die ganzen Rachen/Nasenhöhlen waren voll mit
Rachenbremsen!
Damals jagte ich in einem Revier mit sehr engen Kanzeln und Leitersitzen, da der
Revierinhaber ein kleiner Mann ist und der seine Kanzeln nach seinen Abmessungen
baute. Für diese Bedingungen war das Büchslein von großem Vorteil, wenn da nicht
auch die Nachteile wären, der große Feuerschein, verbunden mit heftigen Knall
bzw. auch der Leistungsverlust! Ich nannte diese Büchse dann nur noch den
Feuerspucker!
Nun meine Frage: Sicher könnte man diesem Büchslein mit selbst geladener
MJG-Munition, mit einem
schnellen Treibladungspulver und einem leichten
Lutz Möller KJG auf die Sprünge helfen, oder etwa
nicht? Hättest Du da ggf. einen Vorschlag? Oder würdest Du es vorziehen Dich
von diesem Gewehrchen zu trennen? Wie ist Deine Meinung hierzu?
Viele Grüsse und WH, Albert, Montag, 11. Juni 2007 17:04
Hallo Albert,
bei nur 40 cm wird jede Büchsenpatron Feuer spucken! Bei der Tagjagd = Pirsch mag das angehen, ansonsten ist der Prügel nicht zu gebrauchen, meine ich. Bei der Pirsch sitzest du nicht einer engen Kanzel. Also was soll das Ding? Weg damit!
Bei der .308" Win. KJG Ladung siehest du, wie viel Geschwindigkeit du verlierst.
Gruß, Lutz Möller,
Guten Tag Herr Möller,
ich überlege mir eine Winchester 70 Pre 64 zu kaufen. Sie soll die Patrone .338"
Win Mag. laden.Nun meine Frage. ist es möglich den 65er lauf auf 55-58 cm zu
kürzen? Oder geht dann zuviel Leistung verloren? Für eine Antwort wäre ich Ihnen
sehr dankbar.
Mfg. Patrick Lenhartz, Montag, 11. Juni 2007 16:36
Tag Herr,
so eine alte Dame operiert man doch nicht mehr!
Wenn doch, wären Norma 200 und besonders Tubal 2000 die richtigen Pulver für die kurzen Läufe, siehe .338" WM Möllere Munitionen
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
ich suche einen fachmännischen Rat bezüglich kurzer Lauflänge und Kaliber (
natürlich auch passender Munition), bevor ich mir noch weitere
"Verkäuferratschläge" anhören muß ( ... ausnahmslos wollen sie mir alle die R93
Nachsuche verkaufen ! ) versuche ich mir mal einen ordentlichen Ratschlag vom
Fachmann einzuholen. Da ich meine Abende oft auf Ihrer HP verbringe ( bei mir
die Nr. 1 Jagdseite ), habe ich dabei direkt an Sie gedacht. Ich hoffe Sie haben
ein wenig Zeit, ich halte mich auch kurz.
Mein Ziel ist ein möglichst kurzer Repetierer, für Nachsuche + Drückjagd + Rot- &; Schwarzwild tauglich + "Schmutzresistent" + lange Zeit angenehm zu tragen. In die Nähere Auswahl ist eine Sauer 202 " Hardwood" gekommen. Der Kunststoffschaft paßt überraschend gut und ich habe trotz Leichtmetallgehäuse ein sicheres System, das zudem variabel ist.
Das Ding gefällt mir sogar, trotz der roten Farbe. Nun zu meinen Fragen. Der Serienmäßige Lauf hat 46,5 cm.
LM: Außer zur Nachsuche zu kurz!
.308" oder 8x57 > Was fliegt verläßlicher aus dem kurzen Stummel ? (bin eher
Freund der 8x57)
LM: 8x57IS!
Was hätte ich für eine sichere Einsatzreichweite ?
LM: Zu kurz um jagdlich allgemein benutzt zu werden.
Kann ich hier nur noch mit Sonnenbrille schießen, oder bleibt das Mündungsfeuer
erträglich ?
LM: Besser mit Brille!
Gar besser einen Stutzenlauf mit 51 cm Lauf nehmen.
LM: Ja. Den verträgt die 8x57
IS LM Munition mit erträglichen Einbußen
Welche Ladung würden Sie mir für den "regulären" Schuß &; den sicheren
"Nachsucheschuß" empfehlen ?
LM: 8x57IS LM Munition mit
Norma 200 oder Vectan Tubal 2000.
Ich bedanke mich jetzt schon für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe mit besten
Grüßen, C. B. Dienstag, 12. Juni 2007 12:33
Herr. B,
Solch kurzen Läufe taugen nicht für den allgemeinen Jagdeinsatz. Ein entsprechende Waffe wäre nur zu eingeschränkt zu benutzen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
WOW! Auf Sie ist wirklich Verlaß, Vielen Dank! Ich werde nun den "Forest"-lauf
nehmen.
Gruß &; Waidmanns Heil, C.B. Dienstag, 12. Juni 2007 15:05
! schneller + besser ging es nicht ! Sie sollten €´s für Ihren Dienst verlangen
! unschlagbar !
Herr B.
mit dem Forestlauf liegt die Sauer 202 auch recht führig in der Hand. Darauf noch ein Schmidt&; Bender 1,5-6x42 FD7 und Sie haben ein Pummelchen, das dennoch wohl ausgewogen ist!
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
da ich gerade dabei bin, habe ich noch eine weitere Frage. Ich habe von eine Freund ein Mauser 66 in 7x64 geerbt. Leider ist die Waffe ein Stutzen mit ~ 50 cm Lauflänge. Das das eigentlich Unsinn ist, ist mir bewußt. Ich hänge aber aber aus besagtem Grund sehr an der Waffe und außerdem ist sie sehr führig. Gibt es die Möglichkeit eine vernünftige Lutz Möller Munition zu stopfen oder ist das eher schlecht.
Derzeit schieße ich das TIG mit 11,5 g, 3 cm Streukreis.
Vielen Dank für Ihre Mühe und Waidmannsheil, Köster, Sonntag, 17. Juni 2007 17:29
Moin Herr Köster,
warum in Himmels Namen haben die damals nicht stattdessen die 7x57 für den kurzen Lauf gewählt. Die wäre dafür viel besser geeignet gewesen. Dazu kommt dann noch die übervorsichtige Werksladung und das Pulver brennt nicht mehr vernünftig ab. Der Handlader kann nun in der außerordentlich kräftig gebauten Mauser mit mehr Druck dem Abbrand auf die Sprünge helfen und die Ladung im Lauf verfeuern. An sich würde das mit Rottweil R901 gehen, aber die Ergebnisse schwanken und die hülse bliebe zu leer. Von der 7x64 LM Munition ausgehend können Sie versuchen die R901 Ladung bis hin zu vernünftigem Abbrand im Stummellauf zu steigern. Einfacher wäre die verstärkte Norma 201 Ladung als Ausgang zu nutzen und dann den Höchstgasdruck zu ermitteln.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Abermals vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Eine Wahl hatte ich nicht. Nach dem plötzlichen Tode meines Bekannten gab mir dessen Witwe die Büchse und meinte, er würde sich sicher freuen, wenn ich die nehmen würde. Nun habe ich sie und muß zusehen damit klar zu kommen.
Beste Grüße, Köster, Sonntag, 17. Juni 2007 18:02
Na dann machen Sie dem Vermächtnis mal tunlichst Dampf!
Sehr geehrter Herr Möller!
Es wäre meines Erachtens an der Zeit, den Horizont bei Stutzenkalibern
(-patronen) etwas zu erweitern. 8x57 IS, .308W und 9,3x62 sind natürlich
Klassiker, daneben gibt es aber noch ein paar andere brauchbare Patronen.
Im großkalibrigen Bereich wäre da zunächst einmal die .338 Federal (aufgeweitete Tochter der .308 W) zu nennen. Kurze Hülse, verhältnismäßig geringe Treibladungsmenge und gutes Öffnungsverhältnis prädestinieren sie für kurze Läufe. Klar, wenn die .308 W gut ist, dann kann eine noch offenere Version der gleichen Hülse nicht schlecht sein. Ihr Nachteil ist, daß relativ wenig Platz für lange, schwere Geschoße vorhanden ist.
LM: Wer will die?
16,2 g Geschoße können aus ihr kaum sinnvoll verschossen
werden. Mit Ihrem MJG wären aus kurzem Lauf sicherlich
mehr als 900 m/s möglich.
Die .35 Whelen (auf 9 mm, .358" aufgeweitete Version der .30-06) ist als
Parallelpatrone zur 9,3x62 zu sehen. Sowohl von der Wirkung, als auch der
Eignung für kurze Läufe dürften Ähnlichkeiten bestehen. Als Vorteile der .35
Whelen können der lange Hals und der angeblich harmlosere Rüchstoß gelten.
Nachteil ist das bei uns etwas seltene Kaliber .358, für das amerikanische
Hersteller aber genügend Geschoße fertigen. Hülsen werden nun auch von Norma
erzeugt oder können umgeformt werden.
Eine sehr interessante neue Stutzenpatrone ist die .376 Steyr, eine Tochter der
auch schon sehr effizienten 9,3x64. Sie wurde für das kurzläufige Steyrgewehr
Scout entwickelt und soll einen sagenhaften
Wirkungsgrad, ähnlich der Kalaschnikovpatrone (7,62x39) haben. Sie ist
geringfügig kürzer als die 9,3x62 und hat ein ähnliches Öffnungsverhältnis, wie
diese. Die gute Eignung für kurze Läufe ist daher nachvollziehbar. Für alle, die
in Afrika oder sonstwo ein safaritaugliches Gewehr mit kurzem Lauf führen
wollen, eine hochinteressante Patrone. Mit MJG müßten aus kurzem Lauf 1.000 m/s
machbar sein.
Die .416 Ruger (aufgeweitete .375 Ruger) sei der Vollständigkeit halber noch
erwähnt. Ich glaube aber nicht, daß es viele Jäger gibt, die diese Patrone gerne
aus einer leichten Waffe mit kurzem Lauf verschießen wollen. Leistungsmäßig wäre
sie wohl auch mit kurzem Lauf im Bereich der Konkurrentinnen .416 Rigby/Rem.
Bei den kleineren Kalibern sieht es etwas schlechter aus, hier absteigend so:
Die 7mm-08 ist wegen des ungünstigeren Öffnungsverhältnis nicht so gut, wie die
.308W und daher nur bedingt geeignet. Die 7mm BR Remington ist wohl zu schwach,
wäre aber für kurze Läufe prädestiniert.
Ausgezeichnete Referenzen hat die 6,5x54 MS, sie ist aber wegen ihrer
eigenwilligen Hülsen- und Geschoßabmessungen eine Randerscheinung. Waffen für
diese Patrone wurde nur von Steyr (Mannlicher Schönauer) produziert, neue Waffen
heirfür gibt es nicht.
Sicher interessant, aber vom jagdlichen Bereich noch nicht entdeckt, ist die 6,5
mm Grendel, eine militärische Entwicklung auf Basis der 6 mm PPC. Bei solchen
Entwicklungen spielt die Eignung für kurze Läufe immer eine große Rolle. Sie
dürfte mit leichteren Geschoßen an die Leistung der 6,5x54 MS heranreichen.
Sicherlich hat sie eine hervorragende Präzision und wäre sehr gut für leichte
Stutzen geeignet. Abgesehen von gesetzlichen Vorschriften wäre sie jedenfalls
mit MJG tatsächlich sogar für Hochwild geeignet, denn 500 J würde sie mit diesem
Geschoß spielend im Wildkörper abliefern und das reicht allemal!
Ähnlich geeignet wäre wohl die Mutter, die 6 mm PPC. Kurze Hülse - hoher
Wirkungsgrad. Bei den leichten Geschoßen, die Sportschützen verwenden, wird fast
immer N133, also schnelles Pulver verwendet. Für jagdlichen Einsatz sollte der
Drall verkürzt werden um auch etwas längere Geschoße verschießen zu können. Ein
leichter Rehstutzen in diesem Kaliber wäre sicher ein Traum! Leider gibt es
meines Wissens weder für die 6 mm PPC, noch die 6,5 mm Grendel Jagdwaffen, wobei
ich die amerikanischen Hersteller nicht überblicke.
Zuletzt sei noch die .223 Rem. genannt, auch eine militärische Entwicklung für
Sturmgewehrläufe. Bei nicht allzu kurzen Läufen (die amerikanischen assault
rifles werden zum Teil mit nur 38 cm kurzem Lauf produziert!) funktioniert sie
sicher sehr gut.
Wahrscheinlich habe ich sogar noch einige Patronen vergessen, die Sie vielleicht
noch nachtragen wollen!
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen, L.Vogl, Gesendet:
Donnerstag, 22. Dezember 2011 11:53
Sehr geehrter Herr Möller!
Noch eine kleine Ergänzung zu meinen Gedanken zu Stutzenpatronen, da mir eine
Patrone damals noch unbekannt war, die sich aber - laut Hornady - bestens für
kurze Läufe eignen soll: die .338 RCM (Ruger Compact Magnum), eine auf die Länge
der .308W gekürzte . 375 Ruger. Eine .300 RCM, die ähnlich gut für Stutzenläufe
geeignet sein soll, gibt es übrigens auch. Die Hülse ist etwas schlanker und
kürzer als die der .300 WSM und von daher wahrscheinlich besser für kurze Läufe
geeignet, als diese, dies gilt aber hauptsächlich für das Kaliber .338, da bei
diesem Durchmesser das Öffnungsverhältnis für Kurzläufe günstiger ist. Eine
Leistung ähnlich der 8,5x63 aus kurzem (20") Lauf sollte möglich sein. Leider
hat Hornady bei der Entwicklung zu sehr auf das „M“ geachtet, also auf üppige
Leistung. Eine andere Idee - wenn schon von Hornady - hätte mir da besser
gefallen: die Adaptierung der .338 Marlin Express für Zylinderverschlüsse.
Die .338 ME ist eine gekürzte Tochter der .376 Steyr (also eine Enkelin der überragenden 9,3x64). Für die Verwendung in Unterhebelrepetierern mit Halbrand versehen, sollte sie bei mäßigem Druck (viel vertragen die UHR nicht) in etwa die Leistung der .30-06 erreichen. Das ist auch gelungen. Allerdings wurde das Potential der Vorfahren nicht annähernd ausgenützt, da der Druck auf Kipplaufwaffenniveau gesenkt wurde. Man könnte das auch als Kastration bezeichnen! Mit 48 mm Länge, einem unteren Durchmesser von 12,80 mm und einem Maximalgasdruck im Bereich der Mutter (4.300 bar) würde sich wohl einiges mobilisieren lassen! Die L6 müßte allerdings auf das übliche Kurzsystemmaß (72 mm) angehoben werden, damit man die Geschoße weiter heraussetzen und den Hülsenraum besser nutzen kann. Ein Vorteil wäre, daß für eine solche Patrone (adaptierte) Standardverschlüsse verwendet werden könnten. Das wäre eine Stutzenpatrone nach meinem Geschmack und sicher nicht zu schwach! Die so gewonnene Hülse könnte wiederum Basis für eine ganze Familie von weiteren Stutzenpatronen sein: 8 mm, .30er, ja sogar 7 mm -Versionen hätten durchaus Sinn. 6,5 mm wäre für kurze Läufe sicher zu eng, könnte aber vielleicht das Potential haben, der 6,5-.284 als long range Patrone den Rang streitig zu machen (sie wäre praktisch eine fettere 6,5x47 Lapua).
Wie gesagt, wird aber leider noch immer zu sehr auf das
unselige „M“ geachtet, das scheinbar noch immer ein überragendes
Verkaufsargument ist!
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen
L.Vogl, Freitag, 13. Januar 2012 10:22
Sehr geehrter Herr Möller,
ich verwende Ihre Geschosse in meinem 9,3x62 SAUER 202
Stutzen. der bringt auf dem Schießstand in 100 m, 200 m und 300 m hervorragende
Präzision! Leider haben wir in unserem Revier nicht sehr viele Sauen, so daß ich
im letzten Jahr nur 3 Stück erlegt habe – alle drei um die 60 kg.
Treffpunktlage, so wie Sie
empfehlen, dabei immer Ausschuß und Fluchten mit 0 m, 5 m und 20 m – also
gewissermaßen am Ort gebannt! Wildbretentwertung normal bis gering – so ein
großes Kaliber macht halt a bisserl a größeres Loch. Somit sehr zufriedener
Kunde.
Jetzt meine eigentliche Frage: In Ihrem Netzplatz gibt es so
viel zu lesen, daß Sie meine Frage evtl. schon irgendwo beantwortet hatten und
ich es leider überlesen habe. Für mich sind Stutzen das Non plus ultra – Ich
verbinde damit bayerische Tradition und das Flair des Wilderers – da hat wohl
jeder so seinen "Spleen". Außerdem sind sie in Kanzeln führiger. Ich würde mir
gern noch einen weiteren SAUER 202 Stutzen kaufen und zwar in einem kleineren
Kaliber und kleinerem ZF. Zweck: Jagd am Morgen und tagsüber auf Rehe, mit der
Möglichkeit doch mal zufällig einer Sau zu begegnen. Das Ganze im Wald und am
Waldrand, für Ansitz und Pirsch. Dazu habe ich mir die 6,5x57 ausgesucht – es
sollte was kleineres werden, damit es nicht so „rumst“ wie die 9,3 – die hört
man weit. Paßt 6,5x57 für den Zweck und vor allem, paßt die Munition für einen
Stutzen?
Herzlichen Dank für Ihren Rat! M. Seider, Montag, 23. April 2012 21:12
Tag Herr Seider,
der Lauf einer Sauer 202 Stutzen ist nur 51 cm lang. Wenn Sie etwas kleineres als die 9,3x62 wünschen, was ich gut verstehen kann und auch empfehle, da all meine LM Munition ab 6,5 mm auf Hochwild taugt, kommen vorrangig zwei Patronen in Frage, nämlich die 7,62x51 NATO auch als .308" Win. bekannt oder unser gute alte 8x57IS. Weniger bekannt und verbreitet sind die 7 mm 08 oder die .260 Rem., die technisch auch gingen, aber hier meist nicht angeboten werden. Die 6,5x57 und 7x57 fassen schon wieder zu viel Pulver für den kurzen Lauf sind schon wieder zu laut.
Wenn Sie gleichwohl die 6,5x57 für 51 cm Lauf wählen wird die wieder lauter und die Leistung läßt nach.
Waidmanns Heil, Lutz Möller
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.