Sauer 90 | Einen Tag später | Ernüchtert | . . . aber | Selbsterkenntnis | Schießgestell | Christians Bock | 2½ 3 cm Streukreis | Klapperschaft | 8x57 IS Ergebnisse | Blaser D 99 | So geht das laufend | Keine Ruhe | Finnischer Klapperatismus | Kupferfliege | 10 cm Streukreis | Schaft Verzweifelt | Bixn Andys 308 streut
Hallo Herr Möller,
vor ein paar Wochen legte ich mir eine gebrauchte
Sauer 90 in
8x68S zu. Entscheidend für die Wahl war
unter anderem die gute Schußleistung (Verkäufer legte Schußbild bei). Heute war
ich auf dem Schießstand um die Genauigkeit der Waffe mit dem KJG zu überprüfen.
Das Ergebnis war eine Katastrophe! Streukreise von bis zu 9 cm, s. Bild:

So schoß M. F. seine erste 8x68S KJG Munition aus der Sauer 90 Sauer 90 mit Zeiß 3-12 x56-1
Es ist ganz unmöglich damit auf die Jagd zu
gehen!
Zum Glück legte der Verkäufer mir Restmunition, KS 14,5 g, bei, mit der er die
guten Ergebnisse erzielte. Diese konnte ich mit der mitgelieferten Munition
verifizieren: Streukreis von 2,2 cm (s. Anlage).

So schoß M. F. das 14,5 g 8 mm RWS KS aus der Sauer 90 Sauer 90 mit Zeiß 3-12 x56-1
Ich war heute bereits das zweite Mal auf dem Schießstand und habe unterschiedliche Ladungsstufen geschossen. Ergebnis war jedesmal gleich vernichtend.

So schoß M. F. seine zweite 8x68S KJG Munition aus der Sauer 90 Sauer 90 mit Zeiß 3-12 x56-1
Ich kann mir das nicht erklären, zumal andere
Ihrer Lutz Möller KJG-Kunden mit
8x68S aus einer
Sauer 90 hervorragende
Ergebnisse erzielten.
Ich bin ratlos. Wenn Sie keine Idee haben, sehe ich mich gezwungen die Waffe
wieder zu veräußern.
Gruß, M. F.
Moin Herr F.,
das wäre bei Ihnen schon die zweite Waffe, die Sie wieder abstoßen wollen, weil
Sie damit nicht zurechtkommen. Bei der ersten (Sauer 80) war der Schaft nicht
fest und Sie nahmen das Zielfernrohr runter, bevor ich mich der Sache annehmen
und die Schißleistung prüfen konnte. Wie soll ich da an der Waffe Fehler suchen
und deren Beseitigung prüfen?

Krimskrams vor der Prüfung der Sauer 80 ohne Zielfernrohr auf 50 m. Rechts der Scheibenträger

50 m Bahn mit Sandfang

Dauerhaft schlechtes Wetter! Prima Schießwetter (e und i sind in der richtigen Reihenfolge!)

Die Sauer 80 mit offener Visierung ist bereit. Ich kenne weder Waffe noch Abzug.

So sehen dann die ersten drei Schuß auf 50 m dann aus.
Einmal vermuckt, zweimal getroffen. Ich kann die Waffe nicht tadeln.
Ich habe leider keine 8x68S Hülsen vorrätig. Rest
schon. Ich schlage vor, Sie besuchen mich. Ich möchte Sie und die Sauer mal auf
dem Schießplatz erleben.
Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller,
M. F. und ich wir treffen uns auf dem Schießplatz.

M. F. mit der Sauer Sauer 80 auf der 100 m Bahn. Erschreckende Ergebnisse.
Ich will wissen, was da los ist. Die Sauer 90 in 8x68S sieht gut aus. Ich soll sie schießen. M. F. hat 5 Patronen 8x68S KJG Munitionen mit. Wir haben also nichts zu verplempern und müssen gleich zur Sache kommen. Ich nehme die schöne Waffe mit dem ekeligen Zeiß Absehen 1 in die Hand, lade und steche ein. Der Stecher ist sehr fein. Der erste Schuß geht zwar gezielt, aber unbeabsichtigt raus. Ich setz noch zwei hinterher.

So sehen dann die ersten drei Schuß auf 100 m dann aus.
Einmal unbeabsichtigt und zweimal gewollt getroffen. Ich kann die Waffe nicht
tadeln, das Lutz Möller KJG auch nicht

M. F. wiederholte mit der Sauer 90 in 8x68S mit dem Lutz Möller KJG die angesagten 9 cm Streukreis mit 2 Schüssen.
Mit dem Ergebnis ist M. F. nicht zufrieden. Er sagt, wenn ich auch schlecht getroffen hätte, dann hätte er die Waffe gleich verkaufen und sich eine andere neu kaufen könne. Nun wisse er nicht was er machen solle. Zu Jagd woll er damit nicht gehen, denn es könne ja sein, daß er wieder schlecht treffen würde.
Wir saßen anschließend zusammen und beredeten die Sache.
Zu treffen wird im Kopf angelegt. Wen dort Zweifel nagen, sind erschreckende Ergebnisse schon angelegt. Eigentlich braucht man darüber dann nicht zu erschrecken, weil doch klar sein sollt, daß Zweifler nicht treffen sondern mucken. M. F. trifft mit seiner lütten 5,6x50 Magnum mit der KJG-Ladung auf einen Daumennagel, versichert er mir. Er kann also schießen, nur eben nicht mit jeder seiner Waffen. Ihm fehle nun das Vertrauen zu der Sauer, sagte er. Genau das ist der Unterschied. Uwe Jellinek trifft mit seiner 9,3x64 Sauer 80, mit einer alten sehr harten Lutz Möller KJG Munition mit dem 2005er Zerstörer, weil er ein Urvertrauen zu seiner Waffe hat. So sagt er. Anzumerken wäre wohl, zu sich und seinem Hund auch. Es kommt doch gar nicht auf die Waffe an. Torsten hält mit der CZ doch auch 2 cm auf 100 m umschlossen

Gute CZ

Sowas geht auch, muß aber nicht sein.
Schußangst und Mucken stören die Treffer viel öfter als Waffe oder Munition. Selbstverständlich kann mal vorkommen, das eine Waffe streut, weil da was klappert oder falsch zusammengepaßt wurde. Aber nur weil das o sein kann, muß das nicht so sein, wenn ein Mann das Ziel nicht trifft. Viel öfter stört der Kopf, auch, wie wir an diesem Beispiel sehen, bei einem sonst guten Schützen.
Ich weiß im Grunde nicht recht, was ich ihm raten soll. Oder doch: Ich sagte, er soll die Sache erst mal ruhen lassen und später wieder neu anfassen, aber dann ohne Treffstreß, sonder eher spielerisch. Ich meinte, er solle sich an die für ihn neue Waffe erst mal gewöhnen, z. B. indem er sie ohne Leistungsdruck immer mal wieder benutze. Anfügen sollte ich, was auch schon in Mucken steht, indem er sich in die Bedienung Stück für Stück hineinfühlt. Nicht jeder kann alles auf einmal zusammen können. Also wird der Anschlag geübt, dabei gefühlt, wie sich die Waffe führt und beobachtet, wohin sie zeigt. Das kann dann später vor dem Spiegel wiederholt werden, wenn auf da eigen Auge gezielt wird. Geschossen werden soll zunächst nur auf eine Kugelfang mit einer umgedrehten Pistolenscheibe ohne weitere Zielmarkierung oder einfach ein Stück Packpapier. Man richtet sich ein und gibt den Schuß ab. Dabei soll erlebt und erfühlt werden wie langsam im Abzugfinger die Kraft zunimt bis überraschend der Schuß bricht. Später soll dann mit beobachtetem Ziel geschossen werden und insbesondere das Ziel nach dem Schuß weiter beobachte werden. Da hilft natürlich eine Rückstoßbremse.
Die Sauer 80 in 7x64 stieß übrigens ohne Zielfernrohr häßlicher als die Sauer 90 in 8x68S mit Zielfernrohr. Ich benötige des Rückstoße zumindest mit den leichten, schnellen spitzen Lutz Möller Geschossen keine Bremse um damit gut umzugehen. Man sieht aber mit Bremse nach dem Schuß deutlich besser, besonders nachts, weil der Feurschein fehlt.
Ich kenne kaum Lehrer, die Jägern zu schießen beibringen können, Gregor Schmidt-Colberg, der Flintenschütze sit ein rühmliche Ausnahme. Vielleicht sollte er hier weiterschreiben.
Mein Rat ist nur sich durch Gewöhnung, Übung, Nachdenken und Vorstellen das Vertrauen in sich und die eigene Schießkünste zu erarbeiten. Viel zu viele Jäger sorgen sich um Waffen und Geschosse, aber nicht um die eigenen Fertigkeiten. Gut schießen zu können, kann jeder lernen. Man muß das nur wollen und dafür arbeiten.
Der erste Schritt ist einzusehen, daß der Mann am Rohr wichtiger als das Rohr ist. Vorher ist der Kopf blockiert und Besserung nicht abzusehen. Man muß sich überwinden keine falschen Ausreden mehr dulden. Nur die ungeschönte Wahrheit zu erkennen hilft Einsicht zu gewinnen und auf dem gewählten Weg voran zu kommen, damit vielleicht irgendwann einmal das ersehnte Ziel zu ereichen. Fehler und Nackenschläge sind zu verdauen. Hartnäckigkeit ist gefragt. Man muß dranbleiben.
Sich alle halbe Jahr wieder eine gebrauchte Plempe zu kaufen und, wenn es mal wieder nicht klappt, der die Schuld zu geben bringt gar nichts! Geräte haben keine Schuld. Sie können aber mehr oder weniger gut gebraucht werden. Der Fortschritt ist vorrangig beim Schützen zu suchen. Das, auch einfache, Gerät ist meist gut genug für den Zweck!
Waidmannsheil, Lutz Möller, 6. Juli 2007,
Guten Morgen Lutz,
ich hoffe, du bist heil aus
Afrika zurück
und warst erfolgreich.
LM: Ja Christoph, lies später 7x64 Afrika 2007!
Mein 8x57IS Projekt ist abgeschlossen (soweit) und deine neuen Lutz Möller KJGe in verschiedenen Ladungen geprüft. Das Ergebnis ernüchtert allerdings: Aus der 8x68S schießt das neue Lutz Möller KJG gegenüber den alten, was die Präzision anbelangt, deutlich schlechter. Mit deutlich schlechter sind gemeint: Was mit den alten Lutz Möller KJG auf 100 m spielend auf ein 2 Euro Stück traf, streuen die neuen sicherlich im Durchmesser auf 5-6 cm.
LM: Das geht auch anders, siehe Einen Tag später!
Jagdlich irrelevant, mir aber zu schlecht, da ich weiß, das es besser geht.
LM: Ja. Suche den Grund bei der Büchse, lies Waffe streut, oder bei dir, nicht beim 8 mm KJG spitz, daß Carsten Osterwald schon in Finnland '07 aus seiner Sauer 202 mit 1.165 m/s in zusammenhängende Löcher setzte. Dein alter abgesägter Militärprügel ist vielleicht nicht gerade die Maßstäbe setzende Abschußrampe für das Lutz Möller KJG.
Aus der 8x57IS (neuer, alter Militärlauf) streut das Geschoß erheblich mehr und ich möchte fast sagen, ist nicht zum schießen zu bringen. Ausreißer sind trotz Ladungsänderungen immer dabei und der Streukreis ist deutlich im Bereich von 10 cm aufwärts.
LM: Noch mal: Lies Waffe streut und setze die dortigen Ratschläge um. wie solche Geschichten laufen steht oben in Oh Schreck laß' nach
Mit S&;B Munition und konventionellen Geschossen streut sie zwar auch, aber im Bereich von 4 - 5 cm in einer Gruppe. Die Nachträglich angebrachte Rückstoßbremse brachte bezüglich Genauigkeit eine deutliche Verbesserung. Der lautere Knall ist mir gleich - wie ich dir ja schon mitteilte, vertreibe ich elektronische Gehörschützer, die ich auch beim Ansitz benutze. Die sind so gut wie die Lutz Möller KJGe ☺!
LM: Dan teile doch bitte mal deine Netzanschrift dafür mit!
Nun liegt die Vermutung nahe, das die Drallänge ggf. eine Rolle spielt, oder die Lutz Möller KJGe schlichtweg zu leicht für die alten Läufe sind?
LM: Die Drallänge spielt immer eine Rolle. Welche
Drallängen haben denn deine Läufe?
Bisher konnte ich drei Füchse und einen Waschbär mit den neuen
Lutz Möller KJGen aus der
8x68S strecken. Also, wenn sich jemand vorher über die mangelnde Wirkung (zu
kleine Ausschüsse, zu wenig Schweiß,...) beschwerte, kann man Ihn getrost
beruhigen: Die neuen Geschosse Wirken extrem! So zumindest meine Erfahrung!
Weiter möchte ich hier nicht darauf eingehen.
LM: Ja ich weiß. Mehr liest du bald in
7x64 in Afrika 2007.
Vielleicht liegt der Grund der schlechteren Genauigkeit auch im veränderten
Schwerpunkt der Geschosse!? Ist es möglich, das die Geschosse durch den
verlagerten Schwerpunkt eher zur Nutation, sprich Taumeln neigen könnten und
daher die Genauigkeitseinbuße kommt? Oder wurde ein anderes Material verwand?
Ich weiß es nicht.
LM: Christoph, du vermutest in die falsche Richtung. Das 8 mm KJG spitz hat aus beiden Patronen schon oft genug hinreichend gute Trefferbilder geliefert, als an ihm zu zweifeln noch sinnvoll wäre. Such die Grunde beider Waffe oder bei dir.
Zur schwarzen Spitze vielleicht noch eine
Sache: Wie ich Dir bereits schrieb, klebe ich diese mit einem Tropfen
Sekundenkleber fest, da sie mir beim Repetieren ohne Kleber schon mal
rausgefallen sind. Ich bewerkstellige das mit einer Fixiervorrichtung zum
zentrischen Setzen in der Presse mit einer leichten Drehbewegung. Trotzdem
kanten Sie ab und an mal und liegen exzentrisch außerhalb der Mitte. Ich vermute
mal, das du die Passung fast schon zu eng gehalten hast und die Spitzen sich
über ihren Schaft abdrehen. So mal als Tipp.
Jedenfalls kannst du mir - soweit noch vorhanden - 100 Stück von den Alten
schicken. Bitte um kurze Nachricht dazu - Geld geht dann raus.
Wadimannsheil, Christoph, Dienstag, 24. Juli 2007 07:56
Christian,
du bist auf dem Holzwege! Beherzige doch meine Ratschläge.
Waidmannsheil, Lutz Möller
Nabend Lutz,
deine Antwort in allen Ehren, aber ich lade nicht zum
ersten Mal die Lutz Möller KJG. Ein Fehler schließe
ich selbstverständlich nicht aus.
Im übrigen findest du die Gehörschützer unter http://www.msa-sordin.de
Ich geh jetzt eh ein paar Patronen laden und werde nochmals alles durchgehen.
Als einziges habe ich das Pulver gewechselt!
Ob es aber daran liegen mag, möchte ich erstmal anzweifeln. Ich geh mal
nachsehen.
Gruß, Christoph, Dienstag, 24. Juli 2007 19:14
Christoph,
ich bin kein Hellseher oder Fernheiler. Ich kann nur aus Erfahrung mutmaßen. So große Streuungen deuten mir waffen- oder schützenseitige Ursachen an. Wie du schißt und triffst, weißt du selber besser als ich. dazu kann ich nichts weiter wissen. Also bleibt mir nur wiederholt und dringlich auf Waffe streut hinzuweisen.
Gruß, Lutz,
Hallo Lutz,
schön, daß du wieder im Lande bist. Mir fehlten irgendwie die
Neuigkeiten. Ich hoffe
Afrika 2007 hat
sich für dich gelohnt. Ich bin gespannt.
Zu den Schwierigkeiten die Lutz Möller KJG zu
treffen zu bringen, kann ich nur sagen, daß die Streuung zu 80% am Schützen, zu
15% an der Waffe und nur zu 5% an der Ladung liegt. Ich erlebe ständig auf der
Schießbahn, daß viele denken zu treffen, es aber nicht tun. Wenn die Waffe aber
in andere Schützenhände kommt, trifft sie plötzlich. Ich will mich da überhaupt
nicht ausschließen. Auch ich treffe nur an einem guten Tag Loch in Loch. Dies
aber einzusehen ist nicht die Stärke von allen. Ich mußte es auch erst lernen,
habe lange gedacht die Abweichungen lägen an der Waffe oder der Ladung. Nein ich
war es selbst!
Schade ist, daß viele unnötig Munition verplempern ohne zu erkennen, daß sie es selbst sind, die die Schüsse verreißen.
Auf 100 m Loch in oder an Loch zu schießen,
bedarf Selbstkenntnis, ob ich dazu auch in der Lage bin. So einfach wie es
klingt ist es nun mal nicht. Und ich glaube nur Wenige können dies dauerhaft
leisten. Wichtiger ist aber zu erkennen, ob ich es selbst kann oder aber nicht.
Also Leute geht schießen!
Grüße aus Norwegen, Ronny
PS: Bald geht es mit der 8x68S,
7x64 und
.22-250 auf
Hirsch und Elch,
aber erstmal kommen Ferien in Deutschland mit Jagdgelegenheit auf
Sauen. Natürlich mit dem
Lutz Möller KJG.
WH, Ronny, Mittwoch, 25. Juli 2007 21:49
N'Abend Lutz,
ich war heute mittag am Schießstand und habe mal ein bißchen
Ursachenforschung betrieben. Da ich keine Ladedaten von Dir bekommen habe, bin
ich einfach auf die alte Ladung übergegangen.
Ladungen waren in RWS Hülsen wie folgt:
1. CCI 250, Norma N202 67grs, Geschosse ohne Spitze, Hülse ungereinigt und
gebraucht
2. CCI 250, Norma N202 67grs, Geschosse mit Spitze, Hülse ungereinigt und
gebraucht
3. CCI 250, Kemira N540 72grs, Geschosse mit Spitze, Hülse ungereinigt und
gebraucht
4. Winchester LRM, Norma N202 67grs, Geschosse ohne Spitze, Hülse gereinigt und
gebraucht (meine Jagdladung, allerdings komplett mit Spitze)
Alle Ladungen wurden aus dem Einschießbock geschossen, um Schützenfehler zu
vermeiden!
Dies Schießgestell ist ein Scheißgestell, weil alles prellt!
Sieh dir das Ergebnis selbst an. Wie die Bilder,
bzw. Scheiben numeriert sind, so wurden auch die Ladungen drauf geschossen. Man
beachte, das außer auf Scheibe, Bild vier die Waffe für die Schußgruppen
abgekühlt und gereinigt war.
Mein Fazit behalte ich mal für mich. Vielleicht kommst du auf ähnliches.
Gruß, Christoph, Freitag, 27. Juli 2007 18:30
Hallo Lutz,
Schön von dir wieder zu hören.
Leider habe ich keine Schußbilder bereit, doch morgen werde wir versuchen
Zutritt zur Schießanlage zu bekommen (die eigentlich im Juli geschlossen ist).
Nach dem Einschießen von einem neuen Zeiss 6-24 werde ich mit der Munition von
Loimaa 07 (4,74 Gramm R902, 106,6%
Füllung (QuickLoad)) einige Schüsse abgeben. Auf
100 Metern ist ein Schußbild, wie von die erste drei Schüsse von Herrn Böhner,
zu erwarten.

Loimaa 07, Sonnenaufgang
Danke für die Link zu deiner
Safari Bilder aus
Botswana. In '75 besuchte ich High School südlich von Johannesburg, und
erinnere das Winterwetter als sehr angenehm. Im Juli letzter Jahr war ich in
Namibia – meine Häupter sind jetzt angekommen.
Ich schreibe morgen zurück.
Gruß, Carsten, Freitag, 27. Juli 2007 22:12

Carstens afrikanische Häupter
Moin Lutz,
I schieße mit einen M98 Frankonia Safari, 8x68S.
Nach dem Einschießen von meinem neuer Zielfernrohr habe ich heute Morgen die
folgenden Schußbilder geschossen.

Nach dem Einschießen mit 9 Schuß KJG-alt,
schoß ich RWS KS als Schüsse 10-12, und KJG-Spitz als 13-17. Also aus warmer
Waffe.
RWS und KJG-Spitz ergibt Streukreise von beziehungsweise 2,5 cm (3 Schuß) und 3
cm (5 Schuß). Unter den Umständen (kein Einschießbock) denke ich mindestens 50%
der Streuung zum Schütze zurückzuführen ist.
Aus meiner Waffe schießt KJG-spitz wie zu erwarten ist.
Die Schüsse 1-3, KJG ohne Spitze, ungekrempt, von Herr Böhner - liegen ganz eng
zusammen. Es ist vielleicht ein Zufall, aber ich frage mich ob es immer die
erste drei Schüsse waren und es ein Problem mit dem Zielfernmontage gibt.
Stammen 1-3 aus den Ersten drei wiedergeladene Patronen sind die Ursachen der
Streuung vielleicht beim Wiederladegeräte zu finden.
Oder, obwohl das 8,2 Gramm KJG Spitz kein langes Geschoß ist, kann der Drall
stören - wie bekannt von anderen
Kupfergeschossen. Mit mehr als 1.000 m/s ist das aber unwahrscheinlich.
Gruß, Carsten, Samstag, 28. Juli 2007 16:52
Hallo Lutz
Ich benötige wieder 7,62 er KJG für einen Freund für .30"-06. Bitte sende
mir 100 St.
Mit meiner Heym SR 30 in
8x68S bin ich auch noch nicht weiter. Klaus
hatte sie zum Einschießen bekommen. I
nahm von der angegebene Ladung dann immer 0,03 g ab, aber näher als 3 cm sind
nicht möglich gewesen. Dabei rissen immer wieder Schusse 5 cm aus.
Der Schaft liegt vorn am Lauf an, da vermute ich den Fehler.
LM: Warum schießt du dann überhaupt damit, bzw. bittest Klaus darum? Wenn schwingende Teile gelegentlich hart aufeinanderstoßen, ergeben sich chaotische Zustände mit unvorhersehbaren Bewegungen. So kann keine Waffe treffen. Dasselbe gilt für den schwindfähigen, leichten, hart Einschießbock oben, dessen Bildunterschrift keine Schreibfehler ist. All solche Klapperatismen schwingen in Teilen, bzw. gegen die dort auch schwingfähige Unterlage, lösen sich und fallen wieder hart drauf. Das Sako TRG-42, daß 2005 den Lapua Sniper Cup gewann, streute mit Zweibein auf harter Holzunterlage auf 100 m auf ein A4-Blatt. Dasselbe Gewehr mit derselben Ladung schoß von einer weichen dämpfenden Unterlage ohne Zweibein enger als ein halbe Winkelminute; auch auf Strecke! Der Unterschied war nur die Auflage.
Du mußt es so richten, daß es mit dir fast spannungsfrei auf da Ziel zeigt. Du mußt entspannt in Ruhelage liegen, oder meinetwegen auch sitzen, und das Gewehr auf seiner Unterlag vorn und hinten unterstützte auch. Wenn das nicht der Fall ist mußt du deine Lage, bzw. die des Gewehres ändern, bis der anzustrebende Zustand hergestellt ist. Erst dann ziehst du den Abzug ruhig ab, hältst nach und beobachtest das Ziel weiter, auch wenn der Brennpunkt wandert. Anders lassen sich keine verwertbaren Treffergruppen schießen, wenn du nicht den Schützen, sondern Waffe und Ladung bewerten möchtest
Ich will die Waffen nächste Woche zum Büma senden, um denn Schaft nacharbeiten zu lassen. Ich benötige noch die Ladedaten für KJG alt, also nicht spitz, da ich von Klaus noch eine Packung übernommen habe, Pulver R 903. Du kannst mir mal die Ladungsempfehlung für eine Ladungsleiter senden.
Mit freundlichen Grüßen Jens, 6. Juli 2007 12:54
Tag Jens,
das steht schon in Ladungsleiter. Gehe von Höchstladung in den kleinsten Schritten, die du wiegen kannst (z. B. 0,01 g) zwanzig Schritte zurück. Schieße nur die kalte Waffe auf 100 m. Marke die einzelnen Einschüsse mit laufender Nummer. Ein einzusammenhängender Klumpen aus 5 Treffern stellt eine Süßen Fleck dar. Die mittlere Ladung ist die gegen Ladungsschwankungen unempflindlichste. Wähle die.
Gruß Lutz,
Guten Morgen Lutz,
Ich laß eben erst Cartens Antwort auf meine Schießergebnisse. Warum hast du
nicht die Bilder der Scheiben abgebildet?
LM: Weil die Waffe im Bock springt!
Falls du Sie nicht erhalten haben solltest,
schicke ich diese hier nochmal mit.
Ein Waffen- und Schützenfehler kann ich definitiv ausschließen. Ebenso sollte
man mit der Aussage Scheißbock statt Schießbock ein wenig vorsichtig sein, da
gerade in diesem einige Waffen eingeschossen wurden und auch meine
8x68S Trefferbilder mit den alten von max.
2,5 cm erreichte (was schützenseitig auch ohne Bock gelang).
LM: Das geht eben vorn und hinten fest und
weich aufgelegt eben besser!
Im übrigen zeigt sein Ergebnis, soweit ich es sehen und beurteilen kann,
ähnliche Ergebnisse wie die Anschußscheiben zeigen.
Um die Sache zu vervollständigen habe ich die letzten vier Geschosse in der 8x57
geladen und werde heute noch ohne Spitze schießen.
LM: Christoph, solange die Waffe nicht anständig
aufgelegt wird, d. h. vorn und hinten fest und weich, siehst du auf der
Scheibe den Schützen und die Auflage, aber nicht Waffe und Geschoß.
Die Antwort und Darstellung meiner Ergebnisse stimmen mich doch mißmutig und
sind unbefriedigend!
Gruß und bis nachher, Christoph, Montag, 30. Juli 2007 07:52
LM: Dein Bock taug nichts!
PS: Am Freitag wurde die erste Sau mit neuem KJG ohne Spitze gestreckt!
LM: Das ändert an der Wirkung auf kurze Entfernungen gar nichts. Da ist es nämlich das Drückjagdgeschoß mit begrenzter Reichweite.
So, komme gerade vom Stand! In der Anlage findest du die Scheibe:

Das Trefferbild zeigt eine Streuung auf 100 m vom
6 cm. Ziehe ich mal ab, das ich selbst im schlimmsten Falle 1,5cm verwackele
bleiben noch 4,5 cm. Ich sage, daß die alten KJG besser schossen. Fairerweise
muß ich sagen, das der Lauf anscheinend leichte Geschosse nicht mag, was ich mit
anderen konventionellen Geschossen bereits feststellen durfte. Nichtsdestotrotz
haben die Ergebnisse der 8x68S bestand!
Mein Fazit: Die neuen Lutz Möller KJG mit
schwarzer Kunststoffspitze sind von der
Schußleistung her für mich indiskutabel. Ich vermute einfach - da sie ohne die
Kunststoffspitze besser, aber nicht so gut wie die alten, schossen - während der
Schußabgabe die Spitze sich bereits im Lauf zerlegt oder sonstiges tut. Eine
Präzisionseinbuße ist jedenfalls für mich klar und deutlich zu erkennen!
Desweiteren bist du anscheinend unter ein Minimum des Geschoßgewichtes gegangen,
das wohl nicht unterschritten werden sollte. Mag auch sein, daß es an anderen
Dingen liegt, wie verschlechteter Nutation oder sonstigem. Das kann ich nicht
beurteilen! Eine Vermutung hierzu liegt aber nahe, auch wenn man überlegt, das
die Geschosse ohne Spitze als stumpfe Batzen bezeichnet werden können und nichts
mit aerodynamischen Eigenschaften gemein haben.
Bezüglich der von dir angesprochenen Produktionsvereinfachung und damit
verbundenen Kostenersparnis bei der Herstellung - welche ich nachvollziehen kann
- wurde hier sicher ein falscher Weg gegangen, oder der noch erhebliche
Verbesserungen benötigt. Ärgerlich für´s Geld!
LM: Mit der schwarzen Kappe wird nichts
einfacher. Ein zweiteiliges Geschoß ist aufwendiger herzustellen als ein
einteiliges.
Mein Fazit: Mach wieder die Alten mit
Vereinfachungen, oder eine andere, bessere Spitze und die Geschosse wieder ein
bißchen schwerer und länger! So ist das Ergebnis für ein teures Geschoß
ungerechtfertigt!
Gruß, Christoph, Montag, 30. Juli 2007 10:33
Christoph,
Warum benutz du nicht die bessere Zielscheibe?
Genügend Leute erzielen mit den Lutz Möller KJG hervorragende Ergebnisse, siehe KJG-Genauigkeit, als daß ich mich sorgen müßte. Auch 8x68S Füchse auf 265 m sprechen für mich eine deutlichere Sprache. Gleichwohl werde ich die Sache unter den richtigen Bedingungen, d. h. vorn und hinten fest und weich aufgelegt, weiter beobachten. Deine Mahnung verhallt nicht ungehört.
Die Lutz Möller KJG-Masse und -wirkung langt, um mit der 7x64 KJG Munition in Afrika '07 bei sehr kurzen Fluchten Zebra und Gnu zu strecken, ohne deshalb aber Impala bei Halbweichschuß zu zerstören.

7x64 KJG Munition streckte in Afrika '07 ein Zebra binnen 15 m
Du bekommst mit dem Lutz Möller KJG hohe Leistung bei geschontem, guten Wildpret. Was willst du mehr? Elefanten mit der 7x64 KJG Munition strecken?
Dein Bock schwingt und klappert. Den kannst du nicht als maßgebliche Auflage benutzen. So wird das nichts! Aber das habe ich weiter oben ja schon mehrfach gesagt und erläutert. Wir hatten ja kürzlich schon einen Fall mit einer abgesägten 7x64 Waffe, die nie ordentlich schoß und auch mit den neuen KJG nicht besser wurde. Ronny zeiget mit der 7 mm Rem Mag
Ronny sagte, Selbsterkenntnis ebne den Weg zur Besserung. Möge uns diese Erkenntnis nie verlassen, wir sie immer beherzigen, um endlich die Wahrheit zu erkennen.
In dem Sinne mit Gruß voran! Lutz,

Hallo Herr Möller,
jetzt endlich war Zeit und Muße, die
Lutz Möller Geschosse zu laden und
einzuschießen. Aus Gründen der Verfügbarkeit habe ich doch
Kemirapulver
verwendet und die auf Ihrer Seite aufgeführten Ladungen als Grundlage genommen.
Zwei Schuß zum Einrichten, drei für’s Trefferbild.
Dann die kleine Kugel aus dem Einstecklauf dazu. Auch nur zwei Schuß gebraucht. Ergebnis auf 100 m:

Blaser D99 mit Einstecklauf

Kleine Kugel aus dem Einstecklauf gelb, große Kugel rot gekennzeichnet
Techn. Daten:
Blaser D99 in 8x57IRS und Zimmermann-Einstecklauf in 5,6x50R Magnum
Swarovski 1,5-6 x 42
8x57IRS: 8 mm KJG, 3,33 g Kemira N140, CCI, Norma-Hülse, OAL 77,5 mm (68,5 mm ohne Spitze)
5,6x50R: 5,6 mm KJG , 1,6 8 Kemira N130, CCI, RWS-Hülse, OAL 60,3 mm
Mein Tip für die Plastikspitze ist:

Dremel
Hochgeschwindigkeits-Fräsmesser (125)
Schaftdurchmesser: 3,2 mm Arbeitsdurchmesser: 6,4 mm Preis € 4,20
Ich habe mit dem Dremel-Fräser 125Z eine waagerechte Ausfräsung in meine Arbeitsplatte gebohrt, die ziemlich genau den Plastikspitzen entspricht, und drehe da die Spitzen rein. Geht super und gerade. Ergebnis siehe oben.
Jetzt kommt das Wild
dran.
Beste Grüße, Michael Hanne, Montag, 30. Juli 2007 10:56
Grüß Gott Herr Möller
Ich habe letzte Woche mit meiner Mauser 66
mit der 8x68S KJG Munition einen Bock erlegt. Er
war etwa 245 m entfernt Der 3-Jährige lag im Feuer. Einschuß genau auf dem
Blatt.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Stefan S., Dienstag, 31. Juli 2007 10:48
Waidmannsheil, Herr S.,
Wie immer gilt: Je weiter das Tier steht, desto weniger beunruhigt es der Treffer und je wenige ist es geneigt zu flüchten.
Mit freundlichen Grüßen Lutz Möller
Guten Morgen Lutz,
du weißt, das ich nagend sein kann wenn was nicht funktioniert, wie ich es mir
vorstelle. Das kommt allerdings eher davon, das es mich nicht ruhen lässt und
ich der Sache auf den Grund gehen will. Ich hab mich mal aus die Suche gemacht
nach einem verfeuerten neuen Geschoss und bin fündig geworden. Es ist das
Geschoß, das den Waschbären streckte.
Ich hab mal mein im Kudu gefundenes altes KJG mit dem neuen mit Kunststoffspitze
unter die Lupe genommen. Abgesehen von der offensichtlichen andersfarbigen
Verfärbung konnte ich noch folgendes feststellen: Schau dir mal das Bild an.

Links das alte "Kudu" KJG, rechts das Neue.
Betrachtet man genauer die Führungsbänder.
Besonders da sich die Felder des Laufes abzeichnenen erkennt man einen
Unterschied. Beim Alten zeichnen sich die Felder deutlich und scharfkantig ab.
Beim Neuen hingegen kann man erkennen, das dieser sich rechts von Feld
scharfkantig, links davon jedoch schmiert und zum nächsten Feld hin ansteigt! Da
beide aus dem gleichen Lauf geschossen wurden, muß das entweder am Material
hängen (Die Form könnte man auch vermuten, schließe ich
aufgrund des Herstellungsverfahrens aus!) oder das Geschoß rutscht durch den
Lauf oder wird in irgendeiner Weise geschmiert (Kunststoffspitze?)
Leider konnte ich keines finden, das ich ohne Kunststoffspitze abgefeuert habe.
Der Vergleich wäre hilfreich. Jedoch steht schonmal fest, das sich das neue KJG
zumindest anders verhält als das Alte.
Gruß und WH, Christoph, Donnerstag, 9. August 2007 07:26
PS: Bestellung wie besprochen: 200stk alte KJG (ruhig die alten "Zerstörer") in
8mms und 100stk Alte für die 375H&H.
Hallo Herr Möller,
Mein Vater hat mir erzählt, daß im neuen Frankoniakatalog wohl ein paar
Geschosse abgebildet sind die ziemlich abgekupfert aussehen (Führbandgeschosse).
Aber: Imitation ist ja die höchste Form der Bewunderung.
☻
Ich hoffe sie haben sich im
Urlaub gut
erholt.
In diesem Sinne eine schöne Woche, Gruß, Martin
PS: In letzter Zeit hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit meiner Tikka T3 Tactical.
Die hat immer wahnsinnig gestreut, bis sich rausgestellte, die ZF-Aufnahmen vom
(S&;B 5-25x56 PMII)
hielten die ZF-Masse nicht ausgehalten und die vordersten Raster auf der
Weaverschiene verbogen. Jetzt habe ich eine Montage, die wesentlich solider ist,
und auch eine ordentliche Weaverschiene. Das Problem scheint jetzt behoben zu
sein.
Und vor zwei Tagen stellte ich dann fest, der Metallblock, der in meinem Schaft
der das System gegen das Verrutschen sichert (Ich hoffe es ist klar was gemeint
ist?) hatte Abdrücke vom System, also das System und der Lauf vor und zurück
wandern konnten. Ich hab den Metallblock jetzt umgedreht und hoffe, das wird
jetzt besser wird.
Danach hab ich gleich noch mit 'nem Dremel den Schaft so bearbeitet, daß der
Lauf jetzt absolut nicht mehr anliegen kann.
Letzte Woche Freitag habe ich auch noch meinen Lauf beim Putzen verstopft. Wir
haben diese Reinigungsschnüre in die vorn eine Messingbürste eingearbeitet ist
und die hinten eine Schlaufe haben. Ich habe in diese Schlaufe einen Lappen
gelegt, und den dermaßen fest in mein Gewehr gezogen, daß die Schnur riß. (Jetzt
weis ich, diese Schlaufe ist nicht dazu gedacht ist einen Lappen durch den Lauf
zu ziehen).
Ich bin dann zu einem guten Bekannten von uns
(Büchsenmacher). Der hat dann einen Bohrer mit einer Alustange verlängert mit
der wir in einem Führungsrohr versuchten den Stopfen Stück für Stück wieder aus
dem Lauf zu holen. Ende vom Lied war, der Bohrer löste sich von der Stange und
dann hatten wir vorn und hinten ein 4er Bohrer in dem Stoffpropfen stecken.
Die Lösung war dann, einen Aufnehmer für das Rückstoßbremsengewinde auf
Schmiernippel zu bauen und dann den Stopfen mit einer Hochdruckfettpresse
rauszuschieben. Unser Bekannter hat jetzt auch seine Bohrer wieder.
Ich hoffe, das hat ein bißchen zur Erheiterung beigetragen hat.
Martin, Dienstag, 14. August 2007 13:49
Martin,
der Mann gefällt mir. Erst vermurkste er die Sache gründlich, aber dann unter Versagensdruck lief er zu Leistung auf und befreite sich mit einer kühnen Tat aus dem Jammertal der Verstopfung. Einfach Klasse!
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
Ich war gestern auf dem 100 m-Stand den mit dem
Finnischem Klapperatismus
einzuschießen.
Nach dem Einschießen mit Lutz Möller
KJG setzte ich
noch einen letzten Schuß auf die Scheibe. Nachdem die Scheibe wieder
hergefahren war, ließ ich in aller Ruhe den Hohn über mich ergehen, die KJGe
würden ja streuen und der Einschuß sei nicht in der Mitte sondern über der 4

Kupferfliege
ist ... (s. Anhang)
Nachdem ich dann gefragt habe, ob sie den Blutspritzer der Fliege sehen, die
auf der Scheibe gesessen hatte war's ruhig im Raum ☻!
Jetzt trifft die Tikka wieder.
Gruß, Martin, Sonntag, 19. August 2007 10:38
PS: Ich bin wirklich froh, daß jemand dabei war.
Moin Martin,
da kann man doch mal wieder sehen, was es bringt, sich um sein Schießeisen zu kümmern, sprich die Fehler des finnischen Klapperatismus zu ergründen, eine Lösung zu finden die sauber durchzuführen und schließlich zu prüfen. Offensichtlich haben Sie das alles ganz gekonnt, einschließlich die „Verstopfung“ mit schöpferischer Kraft und Hilfe zu beseitigen. darauf dürfen Sie sich was einbilden. Sie habe Ihre Kopf offensichtlich nicht nur, um einen Hut drauf zu setzen:

Schon darunter scheint etwas abzugehen. Sehr schön! Solche Leute braucht das Land! Ich hatte es mit der A4-Blatt Miroku einfacher. An sich baut Tikka ordentliche Waffen aber ich habe daran auch schon sol weiche Zielfernrohraufnahmen gesehen. Auf Youtube gibt es von einem "russr" ein Zeitlupenaufnahme eines sich im Schuß biegenden Zielfernrohres.
high-speed video of scope and barrel flexing on a 50BMG
Sehen Sie sich das mal an. Dann wissen Sie welchen Belastungen der Anbau ausgesetzt ist. aber nun ist ja alles im Griff undsie können wieder mit vollem Seelenfrieden jagen. So soll das sein. Dann treffen Sie auch, wenn es sein muß sogar Fliegen. Da lacht das Jägerherz ☼.
Lutz Möller,
Sehr geehrter Herr Möller,
ich habe bisher das alte KJG in meiner Sauer 200 (65cm Lauf) mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen geschossen. Die Treffer lagen sowohl aus der kalten, wie auch aus der heiß geschossenen Waffe mehr oder weniger Loch in Loch (Norma-Hülsen, R903, 4,81g). Jetzt habe ich auf das KJG-Spitz umgestellt - R903 mit 4,92g Ladung. Die Waffe streut jetzt wie eine Gießkanne. Die ersten drei Schuß bilden Gruppen von mehr als 10 cm Durchmesser. Wenn die Waffe heiß ist rücken die Gruppen auf ~ 5cm Durchmesser zusammen, besser wird's nicht. Könnten Sie mir da weiterhelfen?
Schon mal besten Dank, H. Hartwig, Samstag, 18. August 2007 22:10
Tag Herr Hartwig,
vielleicht. Um welche Patrone handelt es sich?
Lutz Möller,
Tag Herr Möller,
es handelt sich dabei um eine .300" Win. Mag.
Gruß, H. Hartwig, Dienstag, 21. August 2007 11:28
Nein Herr Hartwig,
so geradewegs fällt mir dazu nicht ein, nur das letztens Nils B. meinte, sein Waffe für dieselbe Patron mit derselben .300 "WM KJG Munition streue auf 100 m auf ein A4-Blatt und er habe schon fast die ganze Schachtel verschossen. Lesen Sie also A4-Blatt und beherzigen die in Waffe streut und Schreck aufgeführten Ratschläge und prüfen im Ausschlußverfahren die üblichen möglichen Fehlerquellen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Tag Herr Möller,
ich war nochmals auf dem Schießstand und habe versucht die üblichen möglichen
Fehlerquellen auszuschließen. Das Ergebnis war das gleiche. Mit dem KJG-Spitz
streut die Waffe wie oben beschrieben. Zum
Vergleich schoß ich einige Serien mit einer 14,3 g Winchester Silver Tip und
erzielte damit, zumindest für diese Munition, halbwegs brauchbare Gruppen (3 - 4
cm Streukreis. Da ich aus dieser Waffe mit dem alten
Lutz Möller KJG hervorragende Ergebnisse schoß,
möchte ich Sie fragen ob Sie ggf. noch Altbestände haben bzw. ab welchen
Stückzahlen und zu welchem Preis Sie das alte
Lutz Möller KJG fertigen könnten.
Mit freundlichen Grüßen, H. Hartwig, Montag, 3. September 2007 22:56
Tag Herr Hartwig,
mir schient, Sie wandeln mit Ihrer Vermutung auf dem Holzwege. Ich würde Ihre Waffe gern mal sehen, bzw. schießen. Ich hatte letztens schon mal eine einen ganz ähnlichen Fall, .300" WM KJG # A4-Blatt, dessen Störung sich in Luft auflöste. Bevor ich die 10 cm Ø nicht selbst geschossen habe, glaube ich nicht, daß die Spitzen streuen, bzw. Ursache der Streuung sein sollen. Bitte schicken Sie mir ihre Waffe zu, damit ich die Sache prüfen kann.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Lutz Möller,
Bezugnehmend auf die
10 cm Streukreis Sauer 200 möchte ich kurz
anmerken, daß meine Sauer 202 Select auch ziemlich gestreut hatte. Die
Kommentare meines Sohnes Martin <Kupferfliege> mit
seiner blöden .300" Win. Mag. relativ zu meiner 8x68S kannst Du dir ja
vorstellen. Ich wurde fast narrisch(!), aber es lag nicht an der Munition. Der
Vorderschaft der Sauer ist aus Holz und liegt nicht am Lauf an. Bei mir aber
doch, wenn ich sie am Sandsack ein bißchen zu weit vorne auflegte. Bei einer
normalen Durchsicht fällt das nicht auf. Flugs Schafthobel ausgeliehen. Das
war's. Jetzt bin ich wieder zufrieden.
Helmut, Freitag, 24. August 2007 14:58
PS: Es hatte auch sein Guten, meine alten
KJGe sind jetzt (sinnlos) verbraten. Auf zu 'Schwarz/Rot/Gold'.
PPS: Wann kommen die 'günstigen Trainingsgeschosse für den Schießstand :-)?
Hallo Herr Möller,
ich schrieb Ihnen vor etwa 2 Wochen, der Büchsenmacher habe meine BB Krieghoff
Ultra in 9,3x74R mit der
KJG-Munition auf hervorragende 2,5 cm eingeschossen. Nachdem mir Herr
Liebich neue Munition geschickt hatte, bin ich gleich auf den Schießstand um vor
dem Reviergang ein paar Schüsse abzugeben. Mein Entsetzen war groß als nach den
ersten beiden Schüssen auf 100 m der Streukreis bei nunmehr 50 cm lag. Nach dem
Abkühlen lagen die nächsten beiden Schüsse wiederum 50 cm auseinander. Nach
nochmaligem Abkühlen schoß ich auf 50 m. Beide Schüsse lagen jetzt 20 cm
auseinander. Ehrlich gesagt bin ich jetzt ratlos. Nach dem Telefonat mit Herrn
Liebich bestätigte mir dieser die Munition gleich der Munition für das
Einschießen geladen zu haben. Weicht vielleicht das Geschoßgewicht ab?
LM: Nein!
Kurzum, ich schaffte nun die Waffe zu einem anderen Büchsenmacher.
LM: Warum das?
Dieser sagte zum einen das Bockbüchsen mit Mündungsverstellung generell schwierig seien und manche Waffen so leichte Geschosse nicht vertragen. Zumindest bin ich erstmal richtig verunsichert. Vielleicht können sie mir einen Rat geben.
MFG Maik Bäuerle, Sonntag, 9. September 2007 19:35
Tag Herr Bäuerle,
Für solche Waffen kaufe man einen größeren Munitionsvorrat gleicher Patronen und stelle dann die Waffe ein.
Derart drastischen Abweichungen rühren meist von der Waffe, nicht der Munition. Haben Sie die 2,5 cm jemals selbst erlebt?
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Sehr geehrter Herr Möller!
Betreffend Büchsenstreuung möchte ich Ihnen (m)eine kleine Erfahrung berichten!
Letzte Woche rief mich ein mir bis dahin unbekannter Weidgenosse an, man hätte
ihm in Jägerkreisen erzählt, ich hätte gute Erfahrungen mit den
Lutz Möller KJG! Er hätte eine Steyr
.308" W. mit 60 cm Lauf, die streue mit den
Lutz Möller KJG unbrauchbar nach rechts oben. Ich habe diesen
verzweifelt klingenden Menschen zuerst an Sie verwiesn. Unter anderem
erzählte er mir nebenbei, sein Wiederlader setze ihm die 10,9 g Sierra-Match auf
fast 72 mm, aber alle sagen ihm, wer auch immer „diese
alle“ seien, die
Lutz Möller KJG müssen unbedingt bis zum zweiten
Führband
gesetzt werden.
Meine Antwort spontan - VÖLLIGER QUATSCH!
Jetzt mache ich mich bei Herrn Möller zwar
unbeliebt - das ist mir klar! - Sollte ein kleiner Versuch sein, Ihnen
noch ein Lächeln zu entreißen, bevor die Ungnade über mich zu stürzen droht!
Ich riet ihm, sein Wiederlader solle die Geschosse doch länger setzen. Da bekam
ich als Antwort: sein Wiederlader macht keine Munition, die den Lauf vernichte.
Dieser sei geprüfter Werkzeugmacher und Kupfer ließe sich nicht verdrängen,
dadurch wäre nach wenigen Schüssen zwangsläufig der Lauf verschossen und demnach
die Waffe vernichtet. Ich riet ihm, ohne viele Worte, sich einen anderen
Wiederlader zu suchen.
Ich ließ mich trotz Zeitmangel doch überreden, diesen, von seinem geistig verwirrten Wiederlader im Stich gelassenen armen Kerl zu helfen zu versuchen. Schließlich geht es hier um weidgerechte Jagden und das ist mir auch sehr wichtig.
Wir trafen uns Mitte der Woche am Schießstand und
ich meine speziell gesetzten Lutz Möller KJG im
Schlepptau. Der erste Putzschuß war auf
Fleck! Seine Freude war riesig. Die weiteren 4 waren 2 cm höher und 1 cm links -
Streukreis 1 cm (Kaliber abgezogen)! Nach erfolgter Freude wollte er mich
überreden, für Ihn seine Geschosse zu laden, was ich allerdings ablehnte. Er
wüßte nun woran es liege. In mir hatte sich meine innere Zufriedenheit bereits
in Appetit umgewandelt. Ich lies mich dafür fürstlich zum Essen einladen.
Ich bin sicherlich kein Waffenprofi, nur in meiner Denkweise weder vorbelastet
noch in eine Richtung getrimmt. Vermutlich habe ich viel zu wenig Wissen, um in
alle Richtungen nicht voreingenommen zu experimentieren. Meine Erfahrung hat
gezeigt, die Steyrbüchsen in der Regel einen gewissen
rotationslosen Geschoßweg
brauchen! Meine eigene Waffe jedoch nicht! Wir, meine Frau und ich besitzen
identische Steyr-Büchsen in der .308" W..
Die Seriennummern liegen nicht mal 100 Nummern auseinander, doch sind beide
völlig verschieden. Ihre Büchse schießt mit den fertigen Patronen perfekt, meine dafür überhaupt nicht. Ihre Waffe braucht einen gewissen
rotationslosen Geschoßweg
für die Geschosse, meine wiederum so wenig wie nur möglich, am Besten gar
keinen. Im Gegenzug braucht ihre Waffe mehr Punsch, während dessen meine eher
die leicht reduzierten Ladungen bevorzugt. Letzteres ergibt sich bereits
größtenteils schon daraus, da beide Setzlängen so erhebliche Unterschiede
aufweisen. Bleibt also für die beiden Tag- und Nachtwaffen nur Selbst zu laden.
Lt. Aussagen kompetenter Steyrmitarbeiter brauchen diese nitrierten Läufe
sowieso erst mal 1.000 Schuß, bevor über Streukreise zu reden sei und genauso
ist es auch.
Jetzt kommt der Satz den ich eigentlich nicht gerne schreibe, zumindest nicht an
Ihre Adresse! Ich gestehe zu meiner Schande und senke mein Haupt, ich setze für
meine .308" Waffe die 7,62 mm KJG nur auf
drei freie Führungsbänder und erziele, ob kalt oder warm, 5 Schüsse auf alle mir
möglichen Entfernungen (100 m, 200 m und 300 m) einen Streukreis nie über 1 cm.
Auch die Matchgeschosse (10,9g Speer werden für
diese Waffe auf 72,5 mm Gesamtlänge gesetzt), 0,3 mm mehr wären noch besser,
leider ist durch die Bauart der Waffe dann die Patrone aus dem Magazin nicht
mehr repetiersicher. Im Gegenzug setze ich die Sierra-Match für meine Frau auf
70,7 mm bzw. die Lutz Möller KJG bis auf das zweite
Führungsband und dann fliegen diese wiederum Loch in Loch.
Nur zur Info: Meine ZF-Einstellung auf 200 m für die Speergeschosse erzeugt auf
300 m mit den Lutz Möller KJG fast identische
Trefferwerte und auf 200 m so 15 cm Hochschuß. Ich liebe diese
Lutz Möller KJG wirklich und jagdlich gibt es
nichts anderes für mich, wäre da nicht noch der Geschoßpreis.
Was ich auf Ihrer Seite noch vermisse, wäre sehr wichtig meiner Meinung nach zu erwähnen. Für einen Jäger, der in der Regel 40 oder 50 Schuß im Jahr mit der selben Munition bzw. Komponenten abgibt aber eher unwichtig. Meine eigenen Erfahrungen zeigten, eine Waffe braucht eine gewisse Umstellungszeit zwischen den einzelnen Geschossen bzw. Pulvern. Wer 30 Schuß auf seiner Waffe zum Beispiel mit der KS und RWS-Pulver geschossen hat und dann die Lutz Möller KJG mit Normapulver schießt, kann bei den ersten Schüssen kein Wunder erwarten.
Für mich als Vielschießer ist das wiederum
nebensächlich. Da ich in der Regel meine 50 Schüsse an einem Schießwochenende
abgebe und danach sowieso eine Reinigung fällig
wird. Ich habe in Wiederholversuchen jedoch innerhalb der 50er
Blöcken Geschosse und Pulverarten systematisch gewechselt. Meine Erkenntnis:
Ladungsleitern soll man nur mit
frisch gereinigter Waffe und nach mindestens drei Gewöhnungsschüssen erst zu
schießen beginnen. Die Waffen benötigen je nach Umfang der Veränderungen
(Geschosse - Pulver bzw. Setzlängen) und Reinigung bis zu 3 Schüssen, um
aussagekräftige Daten ermitteln zu können. Für die Streukreise empfehle ich die
ersten zwei Schüsse nicht als Maß zur Streuwerterfassung heranziehen. Am Besten
ist die ersten beiden Schüsse in den Sand zu feuern, um sich an den angenehmen
und verringerten Rückstoß zu gewöhnen.
Weidmannsheil Herr Möller, lassen Sie Ihrer Erfindungsgabe um Gottes willen
weiter freien Lauf, Sie wissen, Sie haben bereits Jagdgeschichte geschrieben und
hoffe für die Arbeit, diese Errungenschaft auch wirtschaftlich wirklich genießen
zu können.
K. Grabner aus Österreich, Samstag, 22. September 2007 13:42
P.S.: Danke nochmals zu dem Link für die 30-30er
Geschosse. Ihre dort angeführten Werte mit den
KJG übersteigen bei weitem meine Erwartungen. Ich habe jedoch keinen Link
bzw. keine Querverbindung auf Ihrer HP-Seite zu den 30-30ern gefunden und leider
aus derzeit beruflichem Zeitmangel auch noch keine Erfahrungswerte erzielen
können. Genauer gesagt, ich hab noch nicht einmal die Geschosse besorgt!
Ich wollte die Mail bereits absenden - Ein Gedankensprung noch von einem Laien!
Durch die Plastikspitze (Wegfall der
Kupferspitze und die größere Bohrung vorne) verlagert sich doch der Schwerpunkt
weiter nach hinten. Also ziemlich in die Mitte des Geschoßschaftes zwischen den
Führungsbändern. Vielleicht sollte das letzte dickere Führungsband auch etwas
nach hinten rutschen oder bißchen breiter werden, damit das Geschoß ohne die
Flugdynamik im Flug zu beeinträchtigen vorne und hinten gleich stabilisiert
wird. Ist wahrscheinlich alles Blödsinn und das Denken sollte Fachlauten wie
Ihnen überlassen bleiben da es wahrscheinlich nur winige Montagsgewehre von
übereifrigen Steyrmitarbeitern und deren Umgang mit den Reibahlen im
Patronenlager dazu führt, daß einige so langgesetzte Patronen brauchen . . . .
Tag Herr Grabner,
danke für ihre aufmunternden Worte die mir die Seele wärmen.
Ihr Hinweis Jeder Wechsel braucht Zeit war überfällig. Sie haben ja vollkommen recht drauf mal hinzuweisen. So ist es wohl.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Sehr geehrter Herr Möller.
Ich habe Ihre neuen Lutz Möller KJG in .300 WinMag (mit schwarzer Plastikspitze) gemäß Ihren Ladeangaben verladen. Gemessen beträgt die durchschnittliche Mündungsgeschwindigkeit 1'103 m/s. Die Plastikkappe wurde sauber aufgesetzt und die fertigen Patronen zeigten beim Abrollen auf einer Glasplatte keinerlei Unwuchten. Leider ergaben ~ 20 Schüsse auf 100 m einen jagdlich unbrauchbaren Streukreis von etwa 15cm. Nach einiger Überlegung, woran es liegen könnte (Schießgestell, Schütze, Waffe etc.) kam ich auf die Idee, die Plastikspitzen versuchsweise abzuziehen. Das Ergebnis war erstaunte. Die 5er Gruppe hatte weniger als 2 cm Streukreis.
LM: Waren die gestreuten Löcher rund, oder oval? Bitte senden Sie Bilder. Wie lang ist der Drall in Ihre Waffe (gemessen, nicht Herstellerangabe)?
Da ich unsachgemäßes Aufsetzen der Plastikspitze ausschließen möchte, frage ich Sie, woran die schlechte Präzision liegen kann. Ist es allenfalls möglich, daß von Auge nicht erkennbare Ungenauigkeiten der Plastikspitze zu derartigen Streuungen bei der hohen Geschoßgeschwindigkeit führen?
LM: Nein.
Haben Sie Erfahrungsberichte anderer Anwender, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind?
LM: Nein.
Wie verhält sich das Geschoß ohne Plastikspitze, fällt die Geschwindigkeit infolge der aerodynamisch wenig günstigen Form allzu stark ab?
LM: Die 8x68S KJG Ladung zeigte im 300 m Versuch bis 100 m kein merkliche Abweichung, bei 200 m deutliche Abweichung und bei 300 m - 78 cm. Das Verhalten ist für das Drückjagdgeschoß so gewollt, um die Hinterlandgefährung zu verringern.
Wäre es denkbar, daß die Drallstabilisierung mit der Plastikspitze (größere Länge und damit größeres Drehmoment bzw. stärkere Präzession des Kreisels) unter den kritischen Wert fällt und deshalb die Präzision leidet?
LM: Ja. Der Luftangriffsschwerpunkt wandert. Die Hebelverhältnisse zum Massenschwerpunkt ändern sich. Eben deshalb fragte ich ja nach der Drallänge der Waffe.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mit meinem Problem weiterhelfen könnten.
Mit besten Grüßen, Dr. Ing. Roger Reinauer, Basel CH, Dienstag, 23. Oktober 2007 23:45
Guten Tag Herr Reinauer,
bitte lesen Sie auch Waffe streut | Oh Schreck | Schmalband - Breitband und besonders A4-Blatt. Das 7,62 mm KJG taugt in der .300" WM KJG Munition aus dem finnischen Klapperatismus nach Abstellen der Fehler dazu Kupferfliegen zu erlegen. Ihrer Behauptung „.300" Win. Mag. KJG Plastikkappe führt zu Präzisionsverlust!“ widerspreche ich daher.
Das gleichzeitig die Geschosse ohne schwarze Kappe besser treffen, liegt nicht an den Kappen an sich. Daß plötzlich 20 schwarze Kappen in einem Haufen schlechte wären, nach dem alle anderen bisher einwandfrei waren, wäre sehr unwahrscheinlich. Ich vermute andere mir bislang nicht bekannte Ursachen. Die Drallänge prüfen Sie als mögliche Ursache bitte zu erst.
am besten kommen Sie mit der Waffe mal her, damit ich mich der Sache annehmen kann. Ich würde die Waffe auseinandernehmen, prüfen, zusammensetzen und schießen wollen. So aus der Ferne ist das schlecht möglich. Wenn Sie mir mal 10 Schuß schicken würden, könnte ich die hier in der ehemaligen A4-Blatt Miroku, die es nur kalt mag, prüfen.
Ich freue mich, daß ich wieder eine Aufgabe habe. Bis jetzt konnte ich jede Nuß knacken. Mal sehen, wie das bei Ihrer Störung wird.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Guten Abend Herr Möller!
Können Sie sich vielleicht noch erinnern, wie ich Ihnen ~ letzten Herbst
schrieb, daß ich mit Lutz Möller KJG
Schwierigkeiten hatte, bzw. keine Genauigkeit erreichte!
LM: Leider nein URL?
Ich sandte Ihnen sogar ein Bild davon, daß Sie auch ins Netz stellten.
LM: URL?
Ich habe lange gebracht, um diesen Fehler zu finden, und habe nicht geglaubt, daß der Fehler am Zielfernrohr (Zeiss 3-12x56 Diavari VM mit LP ~ 3 Jahre alt) lag. Ich fand den Fehler, indem ich ein Leupold 4,5-14 montierte, und danach mit der Bleiernen Sippe 6 Gramm Teilmantel von RWS schoß und siehe da, auf Anhieb schön kleiner 2 cm Streukeis. Danach habe ich Lutz Möller KJG mit R903 3,1 Gramm geladen (genau die gleiche Ladung mit der ich früher Schwierigkeiten hatte und einen Streukreis von 6 cm hatte), jetzt fast 1,5 cm habe. Bin jetzt höchst zufrieden! Das Zeiss wird repariert, nur weiß ich leider noch nicht, welchen Fehler das ZFR hat.
LM: Oder der Anbau vielleicht?
Ich schoß nur mit den alten Lutz Möller KJG. Ich wäre neugierig, wie die neuen mit der Kunststoffspitze schießen würden?
LM: Schneller, flacher, weiter!
Ich bitte um kurze Rückmeldung!
LM: Als Email.
Danke Alois Reiter, Sonntag, 11. November 2007 18:16
Betreff:
Keine Präzision mit KJG im
Drilling
Moin Lutz,
ich vermute, daß das Glas (Zeiss mit Montage) verspannt auf dem Drilling
befestigt ist. Die gleiche Störung hatte ich auch schon. Die Läufe reagieren
sofort empfindlich wenn diese in ihrem Schwingungsverhalten gestört werden.
Liegt im seltensten Fall am Glas.
Gruß Walter, Dienstag, 13. November 2007 12:01
Aus einer alten Heym SR 20 G baute ich den folgenden Rückstoßstollen, bzw. dessen unsägliche Reste aus.

Da warnen aus Plastik. Wie umnachtet muß der Ingenieur gewesen sein, oder besoffen, solchen Mist vorzusehen. DER Kunststoff alterte im Laufe der Jahrzehnte bis er bracht - mehrfach. Das geht auch besser, folgen bei der Voere LBW aus Aluminium

Voere LBW mit Rückstoßstollen aus Aluminium, nett eingestochen

Voere Titan mit Rückstoßstollen mit Werkzeugeingriffen
Ich werde nun auch eine aus Aluminium fertigen lassen, damit die Büchse wieder heil wird. So kann man damit ja nicht genau treffen!
Schreck laß nach, Lutz Möller, l.moeller@online,de
Hallo Herr Möller,
Weidmannsheil zum Erfolg in
Afrika 2008. Ich hoffe die
e-mail Bugwelle ist abgebaut.
Ich habe einige Fragen zur schwarzen Spitze
zu stellen:
Ich erwarb Mauser 66 Mag System (Bj 1968 oder so) in Kal
8x68S und mit
Walther Matchlauf (65cm) mit Rückstoßbremse ausgestattet.
Einschießen bei BM mit RWS
KS erbrachte 1 cm Streueung, danach mit
Lutz Möller KJGen und mir
10 cm.
Waffe geprüft, Munition geprüft. Ergebnis: Spitze unrund. Da
einige ok waren und andere nicht habe ich die guten
nicht unrunden aussortiert und nochmal geschossen. Ergebnis: Streuung weniger
1 cm auf 100 m.
Setzen der Spitze erfolgte mit Holzlochmethode wie bei Ihnen beschrieben.
Das war natürlich
hirnrissig, da danach eine Setzmatritze Benchrest von RCBS genommen wurde.
Ich habe daraufhin sofort normale RCBS Setzmatritze gekauft und Ihren Stempel
eingesetzt.
Ergebnis: Streuung kleiner 1cm.
Nun habe ich allerdings 140 Geschosse mit der oben genannten Holzlochmethode mit
Spitzen versehen, muß diese wieder auspopeln und neue Spitzen setzen.
Könnten Sie mir bitte 140 schwarze Spitzen für 8mmS senden (Preis?) damit ich
die Geschosse neu zündern, spitzern kann.
LM: Wieso müssen Sie neu zündern, wenn die noch
nicht abgefeuert sind. Oder habe ich da was in den falschen Hals bekommen. Ich
sende Ihnen die Spitzen. Den Preis teile ich Ihnen mit gesonderter Post mit.
Bitte teilen Sie mir ebenfalls mit, ob noch alte 8mmS Geschosse ohne Plastikspitze
geliefert werden können und welche Dimensionen und Konditionen verfügbar sind.
Würde dann sofort bestellen. (gebranntes Kind)
LM: Nein, es gibt kein alten mehr und die wieder
neu aufzulegen wäre auch nicht sinnvoll, da die neuen besser sind.
Nachdenkenswert wäre auch die KJGe schon mit gesetzter Spitze auszuliefern
(natürlich mit den zusätzlichen Kosten).
LM: Der Setzvorgang mit
Setzer spart Arbeit,
indem Spitze und Geschoß in einem Arbeitsgang in die Hülse gesetzt werden und
liefert vollkommene Ergebnisse. Da sist der derzeitige Stand der Technkik!
Ansonsten schießen wir hier in einem HW Revier das alte
Lutz Möller KJG, noch ohne
s, mit gutem
Erfolg und geringster Wildbretentwertung in .30-06,
9,3x74R und 9,3x62.
LM: . . . und, wie sich soeben las nun auch in
der Deutschen Magnum 8x68S, sehr schön!
MfG,
JKH, Sonntag, 8. Juni 2008 12:47
Sehr geehrter Herr Möller,
ich faßte aufgrund Ihrer Internetseiten zum
KJG vor einiger Zeit auch den Entschluß, dieses Geschoß Waffe in meiner
Mauser M03, 52 cm Lauflänge zu versuchen.
Was soll denn der kurze Lauf für die 6,5x57 Patrone? Der ist doch dafür zu kurz!
Ich ließ mir von meinem Patronestopfer 6,5x57 KJG Patronen zukommen (drei unterschiedliche Ladungen) und bestellte von der, die mir am geeignetsten erschien, 50 Stck. Beim Einschießen hatte ich aber immer wieder nicht zu erklärende Ausreißer. Diese äußerten sich so: 3 Schuß in einem Streukreis von 3 cm, bei 5 Schuß Streukreis 8-10 cm.
LM: Wann entkupferten Sie ihre Waffe zuletzt, damit meine ich, vor wievielen Schüssen? Schossen Sie ihre Waffe beim Einschießen warm?
Das paßte mir natürlich nicht und so habe ich jetzt das Geschoß wieder gewechselt (9,1g DK von RWS, das wirklich ausgezeichnete Schußbilder liefert – 3 cm regelmäßig).
LM: Wieso finden Sie 3 cm Streukreis ausgezeichnet?
Eigentlich wollte ich aber ein leichtes, angenehm zu schießendes Geschoß mit einer gestreckten Flugbahn, das hauptsächlich auf Rehwild geführt wird und ab und zu mal auf Sauen. Wo kann der Fehler liegen?
LM: Ich äußer mich nicht bevor Sie meine o. a. Fragen beantworteten.
Das RWS 6g TM- Geschoss schießt auch sehr gut, hier habe ich aber Bedenken, falls mal eine Sau aufkreuzt.
LM: Zu Recht!
Über eine Antwort freue ich mich, mit freundlichem Gruß, Jürgen Volkert, Montag, 30. Juni 2008 14:58
Hallo Lutz,
ich habe mich wirklich sehr gefreut, daß man sich beim Vortrag von H. Kinsky (
DEVA widerruft
Abrallergerücht | Der
Widerruf im WJV | Freitag, den 10. Oktober 2008) einmal etwas näher
kennenlernen konnte. Da bekommt jeder Text gleich etwas Klang und Gesicht!
Hier ein paar Zeilen im Anhang zu meiner Ferlacherin. Wenn man gebraucht kauft,
dann muß man halt wissen, daß man etwas kauft, das Andere nicht mehr wollten.
Manchmal vielleicht auch weil es Mucken hat. Ich möchte das dem Verkäufer meiner
Büchse nicht unterstellen, denn der Mangel stellte sich erst nach 20 Schüssen
und verstärkt sich, als die Bettung langsam schlechter wurden.
Ich konnte nicht lassen meine Erfahrung und die Lösung der Störung für mich, die
Nachwelt und deine Seite zu festzuhalten.
Beste Grüße, V. T., Samstag, 25. Oktober 2008 22:19
Mehr aus Gelegenheit als aus Bedarf kam ich zu
meinem Ferlacher Mauser 98 für die
6,5x57 Patrone, zu dem du ja schon etwas auf
deiner Seite gesammelt hast. Begeistert hat mich der Name Ferlach und die
Tatsache, daß das alte, überarbeitete Schätzchen einen neuen Schaft mit dezenter
Verschneidung und Schuppenfischhaut, wie auch eine
Nießer Handspannung, sowie
EAW Schwenkmontage und ein recht
gutes variables Glas von ML&;T mit
Leuchtpunkt zu akzeptablem Preis zu bieten hatte.
Die Schußleistung mit RWS Fabrikladung und KS-Geschoß,
war dann auch erwartungsgemäß sehr gut. Nach dem Einschießen auf
Lutz Möller Geschosse mit der
schwarzen Spitze kamen dann bei erster
Benutzung doch etwas Falten auf die Stirn. Eingeschossen auf 100 m mit 3 cm
Hochschuß erlegte ich zwei Stücke Wild auf 100 - 150 m mit jeweils deutlichem
Tiefschuß.
Die erste Prüfung der Waffe ergab keinen offensichtlichen Fehler. Die
Zielfernrohrmontage war fest, das System sogar in Kunststoff gebettet und der
Lauf konnte mit gutem Abstand zum Schaft frei schwingen. Also kamen zunächst
Zweifel am Zielfernrohr auf und ein vorhandenes Zenith von
S&;B wurde montiert.
Beim erneuten Einschießen mußte ich dann feststellen, das gute Stück zeigte
schlechtes Warmschußverhalten. Je Schuß krabbelte die Treffpunktlage gute 2 cm.
Bei einem Repetierer hätte ich das nicht erwartet. Klar war, daß ich aus
Zeitmangel nicht gewartet habe, bis die Puste immer wieder völlig erkaltet war.
Klar war, daß ich beim ersten Einschießen also jeweils nachgestellt hatte, und
das gleich mehrfach. Kalt mußte sich also ein entsprechender Tiefschuß
einstellen. In meinem Einschießprotokoll war das leicht nachzuvollziehen. Zum
Glück schießt man auf der Jagd ja kalt und so wurde jetzt richtig eongerichtet,
aber das Vertrauen in die hübsche Ferlacherin war doch etwas angekratzt.
Das hielt an, bis ich mir einen
AS.H. Feindrücker
besorgt habe, um endlich auch den vorderen Abzug des
deutschen Stechers ungestochen als Flintenabzug nutzen zu können. Das Teil
kann man übrigens sehr empfehlen, aber das wäre eine andere Geschichte.
LM: Ein Flintenabzug wäre besser. Seine Zunge liegt am rechten Platz. Er bietet nur eine Möglichkeit ihn zu benutzen. Das räumet jegliche Zweifel oder Verwirrung über seinen Zustand aus.
In diesem Zusammenhang konnte ich auch das System und die Bettung noch einmal gründlich prüfen. Also wurde schnell ein Schußprüfer (Kollimator) in den Lauf geschraubt, die Stellung des Absehens geprüft und vorsichtig die hintere Systemschraube gelöst. Siehe da, die Lage des Absehens veränderte sich deutlich. Also war das System verspannt. Der Unterschied dürfte wohl 10 cm Treffpunktlage ausgemacht haben, obgleich man die Lageänderung am System kaum sehen noch fühlen konnte.
Mit den nötigen Zweifeln und dem Beweis der
Verspannung im Hinterkopf schaut man besser. Schon war die Ursache gefunden.
Während die Bettung im vorderen Teil des Systemes sehr paßgenau und stabil ist,
war die im Bereich der hinteren Systemschraube etwas zerbröselt. Außerdem
fehlte die erforderliche Abstandshülse. Kleine Passung, große
Schraubenkräfte und dann kein richtiges Widerlager, da kann man nichts Gutes
erwarten.
Abhilfe ist in so einem Fall schnell und konsequent geschaffen. Eine
Röhrchen-Bettung musste her. Die gesamte Bettung im hinteren Bereich wurde
wieder ausgestochen und die Bohrung so weit möglich aufgebohrt. Auch hier hatte
der Pfuscher offensichtlich reichlich ArcaGlas eingesetzt, aber dafür die
Metallhülse eingespart. Dann wurde schnell einen Röhrchen angefertigt und in der
Länge genau auf System und Bettung angepaßt. Zur Bettung nehme ich bei diesen
kleinen Flächen und Mengen einen sehr festen Metallkleber. Gute Erfahrungen
machte ich mit GB-Weld. Das Röhrchen wird dabei mit dem System verschraubt, das
System ist vorher gut mit Trennmittel einstrichen worden. Man kann dazu Wachs,
Schuhcreme oder auch Vaseline nehmen. Dann wird der Bettungsbereich im Schaft,
einschließlich der Bohrung, gründlich mit Bettungsmasse eingerieben, damit sich
eine sichere Bindung zum Schaft ergibt und anschließend ausreichend Masse
eingebracht. Auch das Röhrchen selbst wird bestrichen. Anschließend setzt man
das System von oben in die Bettung ein und fixiert es spannungsfrei, ohne den
Magazinkasten zu montieren, mit Zwingen, Gummibändern, Klebeband o. ä..
Austretender Kleber wird natürlich umgehend entfernt und insbesondere an der
Unterseite muß man die Systemschraube reinigen und den Bereich um das Röhrchen
so glätten, daß es eindeutig der höchste Punkt an dem der Magazinkasten später
anliegt wird. Sobald der Kleber auszuhärten beginnt und schnittfest ist, kann
man das System aus dem Schaft entnehmen, ohne daß sich die Röchchenlage
verschiebe. An der Oberseite wird man jetzt schon die hervorragende
Auflagefläche erkennen, an der sich alle Unebenheiten des Systems eingeprägt
haben. Überstehenden Kleber wird man jetzt mit scharfer Klinge abschneiden und
dann das System mit dem Magazinkasten wieder einsetzen und aushärten lassen.
Da das System jetzt völlig spannungsfrei und doch
mit hartem Lager (Das kaum zu stauchende Metallröhrchen überträgt die Kraft,
aber nicht das nachgiebige Holz) im Schaft sitzt, darf man die Schraube gegen
das Röhrchen ruhig fest anziehen, denn jetzt kann man kein Holz mehr zerdrücken
und damit das System verspannen.
Ich muß zu meiner Schande allerdings gestehen, daß ich zunächst nur hinten eine
Hülse eingesetzt habe um diese erkannte Schwachstelle zu beseitigen. Besser wäre
selbstverständlich gewesen auch vorne eine solche einzusetzen, aber dazu hätte
ich die Hülse am Systemkasten absägen müssen, was ich mir zunächst sparen
wollte.
Auf jeden Fall ist nach dieser Bettungsaktion keine meßbare Verspannung mehr
vorhanden.
Der Schießstand brachte es dann heute an den Tag. Das Klettern ist weg! Der
Schütze streut etwas, was man vielleicht einer Erkältung zuschreiben kann, aber
die Waffe schießt nun mit Lutz Möller KJG-spitz
durchaus Loch-in-Loch.
Schluß: Nicht nur für Benchrestschützen lohnt sich eine feste Röhrchenbettung!
Moin V. T.,
das kenne ich doch von der Plempe, auch eine Gebrauchte die jemand billig abstieß.
Gruß Lutz
Hallo Herr Möller!
ich verlud schon jede Menge
Lutz Möller Geschosse in verschiedensten Kalibern verladen, doch jetzt habe
ich eine ernste Schwierigkeit it einer Steyr Mannlicher Luxus in
.270Win.. Die Waffe schießt mit
handelsüblicher Munition wie Sierra oder Barnes tadellos (so zwischen 2 und 3
cm). Wir haben bis jetzt alle Ladungen die Sie empfehlen, bis auf PCL und Vectan
in Österreich nicht erhältlich, versucht und sind auf max. 9cm Streukreis
gekommen.
LM: Falsch. Ich empfehle nur eine .270 Win. KJG Munition, nicht mehrere.
Können sie mir sagen auf welches Nennmaß die Führbänder gedreht werden sollten?
LM: Lassen Sie die, wie sie sind.
Ich habe auch die Störung daß sich bei vollkalibrierten Hülsen das Geschoß nicht satt sitzt. Es läßt sich im Hülsenhals drehen.
LM: Benutzen Sie meinen Setzer? Ich vermute Ihre Geschosse fluchten beim Setzen nicht, da ihre Hülsenhälse nach dem Setzen Hälse aufgeweitet sind. also die Geschosse nicht halten. Messen Sie den Rundlauf nach und berichten.
Ich habe mit Bügelmeßschraube zwischen 7,02 und 7,04 mm Ø gemessen. Hatten sie möglicherweise schon mal Probleme mit einer Geschoßcharge?
LM: Nein.
Neulich lud ich 7x64 für eine BSA und eine Steyr Mannlicher M mit R902 nach ihren Vorgaben und erreichte auf anhieb bei beiden Gruppen mit 23 und 25 mm. Vielleicht können sie mir ja einen guten Rat zur .270 geben.
LM: Siehe oben und hier
und Luxusschrott!
MfG aus Österreich, Norbert Ofenböck, Montag, 14. September 2009 17:43
Guten Morgen!
Die Waffe ist mit Sicherheit 30 Jahre alt. Ich schätze so an die 300 Schüsse.
Die ist ein ganz einfaches Gebrauchsgewehr. Gereinigt habe ich sie nach jeder
5-Schuß Gruppe, mit Robla solo Ammoniak Reiniger und Dewey Pflastern. Mit 8
Ladungen je 5 Schüssen sind 40 Lutz Möller KJG durch.
Norbert Ofenböck, Dienstag, 15. September 2009
06:27
Tag Herr Ofenböck,
nach 30 Jahren nur 300 Schüsse erscheinen mir zu wenig. Gleichwohl vermute ich, wie oben schon geschrieben, nicht fluchtende gesetzte Geschosse als Störung. Prüfen Sie den Rundlauf und berichten!
Waidmannsheil, Lutz Möller
Sehr geehrter Herr Möller,
auch habe ich mit gewöhnlicher Munition Schwierigkeiten genau zu treffen. Der
Streukreis ist etwa 6 - 7 cm und manchmal fliegt auch eine Kugel 30 cm daneben.
Nach der Durchsicht Ihrer Webseite habe ich nochmals geprüft, ob der Lauf
freiliegt (mit einem Blatt Papier). Leider kam ich zunächst nicht durch, sodaß
ich die vordere Systemschraube etwas lockern mußte, bis dies möglich ist. Ist
denke ich mal auch nicht gerade gut. Was kann ich dagegen tun?
MfG, Matthias Prinz , Sonntag, 18. Oktober 2009 22:01
LM: Schleifen Sie das störende Holz weg und
ziehen Sie um Gottes Willen die Schrauben wieder an! Mit einem
Klapperschaft treffen Sie rein gar nichts!
Vielen Dank Herr Möller,
schon mal für den Hinweis den Schaft vom Lauf freizuhalten. Dazu stelle ich noch eine Frage: Wieviel Abstand sollte zwischen Lauf und Holz sein, damit der Lauf frei schwingen kann?
Matthias Prinz, Montag, 19. Oktober 2009 21:54
LM: So viel, daß der Lauf auch bei auf dem Schaft aufgelegter Büchse noch frei
ist, Sie einen Streifen Papier ohne Widerstand durchziehen können!
Hallo Herr Möller,
ich führe eine Steyr Scout für die .308" Win. Patrone und kaufte mir für besagte B. Munition. Gestern am Pfingstsonntag schaffte ich es endlich mal zum Schießstand, leider mit sehr ernüchterndem Ergebnis. Der erste Schuß ließ zwar noch Gutes hoffen, dann verschlechterte sich das weitere aber zunehmend. Bezogen auf Ihre Zielscheibe.
1./6 Treffer: 1 auf 11 Uhr
2./6 Treffer: 3 auf 10 Uhr
3./6 Treffer: 10 auf 1 Uhr
4./6 Treffer: über die Scheibe danach Erweiterung angetackert
5./6 Treffer: 17 auf 11 Uhr
6./6 Treffer: 18 auf 1 Uhr
LM: Meinen Sie von 1 18 cm von der
Mitte?
Danach hatte ich die Schnauze voll. Auf Rat eines Bekannten hin, werde ich heute
mal dem Lauf mit meiner gesamten Putzutensilarmada auf den Leib rücken und
hoffen, das helfe etwas. Ansonsten bin ich ratlos, da alle äußeren Gegebenheiten
gut waren und die Waffe mit anderer Munition ins Ziel getroffen hat.
LM: Immer noch?
Wenn Sie noch Ideen oder Vorschläge, die mich weiter bringen, immer her damit! Ich würde nur ungern auf die Lutz Möller KJG-Patrone verzichten, allein des sanften Rückstoßes wegen!
LM: Lies Rohr frei, Schußangst und Mucken, Waffe streut und Schreck! Ist unter Last alles fest?
Mit besten Grüßen, Heinrich Niewöhner, Montag, 24. Mai 2010 10:07
Hallo Herr Möller!
Vielleicht erinnern sie sich noch an die Mail bzw. das Telefonat mit mir wo ich bei meiner Waffe, eine SR30, plötzlich und unerklärlich 4 cm Tief schoß. Ich vermutete die KJG-Munition als Ursache. Ich prüfte alles an der Waffe und entkupferte das erste Mal den Lauf (nach ~ 300 Schüssen).
LM: Mein Gott, Sie Ahnungsloser. Das Rohr müssen Sie bei gewöhnlichen Patronen alle 50 Schüsse entkufpern, bei Hochleistungspatronen früher!
Sonst zog ich den Lauf nur mal durch. Ich war anschließend auf dem Schießstand aber konnte den Fehler nicht finden. Ich ließ als erstes meine Tochter schießen , mit dem gleichen Ergebnis - 4 cm zu tief. Also schoß ich die SR30 neu ein. 100 % Vertrauen hatte ich aber nicht mehr.
In der Zeit danach war ich mehrfach auf Ansitz kam aber nie zu Schuß. Heute war ich wieder auf dem Schießstand und stellte plötzlich 4 cm Hochschuß fest! Ich versuchte verschiedene Auflagen aber die SR30 blieb bei 4 cm Hochschuß. Mehr durch Zufall drehte ich die Dioptrieneinstellung mal an den rechten Anschlag (die Abbildung bleibt trotzdem scharf nur die Vergrößerung verkleinerte sich) und „PEN“ der nächste Schuß lag da wo er hin sollte.
Fehler gefunden! Ist das normal das die Dioptrieneinstellung solchen Einfluß hat?
LM: Nein!
Davon wußte ich noch nichts. Mein ZF ist ein Swarowski Z6i mit Ballistikturm. Ich werd mal bei Swarowski nachfragen.
LM: Ihr Hersteller ist für seine Erzeugnisse ja wohl der erste, den Sie fragen müssen.
Jetzt habe ich wieder 100 % Vertrauen.
LM: Na denn gut Schuß!
WH JJ Steffen Keck, Freitag, 8. Oktober 2010 17:28
Erster Lutz Möller MJG Munition .308 W. Versuch auf dem
Schießstand
Hallo Herr Möller,
können Sie sich noch an meinen ersten Bericht ( erster Versuch auf dem Schießstand erinnern ).
LM: Ohne URL nicht.
Ich habe bis heute keine Nachricht von Sax bekommen warum die Munition solch einen Streukreis hatte. Ich bin dann auf das Jaguar Geschoß gegangen, und muß sagen von der Präzision war ich sehr zufrieden. Jedoch war mir die Fluchtstrecke des Wildes ( besonders bei Wildschweinen ) viel zu lang. Bei sehr guter Ziehlwahl ( hoher Lungenschuß ) Fluchtstrecken von über 100 Meter ) bei Rotwild nicht ganz so lang, aber für diese Treffer für mich zu weit und das Wild hat lange gebraucht bis es wirklich tot war.
Also habe ich mir jetzt aus Ihrem Lutz Möller GmbH Laden .308 MJG Munition bestellt. Damit war ich nun auch schon auf dem Schießstand ( mit dem gleichen Stutzen wie beim ersten Bericht ) und was soll ich sagen ? An dem Stutzen hat es damals nicht gelegen ! Erstmal 2 Schuß einfach so auf die Scheibe, und Ups - die liegen ja schon echt gut - ( 4 cm Hoch und ein cm zu weit rechts ). Na ja dann mal genau zielen.
Und ? 3 Schuß auf ein 5 Cent Stück ! So soll das sein!
LM: Haben Sie ein Bild der Zielscheibe für mich?
Also kann man sagen: Es kommt doch drauf an, vom wem man seine Munition kauft ! Ich hin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und werde Ihnen über die Wirkung auf Wild berichten.
LM: Gern, bitte mit Bildern!
Schöne Grüße, P.H., Gesendet: Dienstag, 19. Juli 2011 09:09
BüMa .30-06 Mauser M96 einschießen
Sehr geehrter Herr Möller,
ich habe nun mit Spannung die neue Munition von Ihnen und habe gestern erfolglos
versucht, meine Waffe damit einzuschießen.
LM: Haben Sie die Waffe vorher chemisch entkupfert? Lies Rohr frei!
Es ist eine Mauser M96 und eine Waffe, die wirklich aussergewöhnlich präzise schießt. Ich schoss bisher GECO Teilmantel.
LM: Mit der Scheibenpatrone hoffentlich nicht auf Wild, oder etwa doch?

Die Anlage zeigt ein Trefferbild mit der Geco.
Nach viel Gerede mit meinem Büchsenmacher . . .
LM: Der an Lutz Möller GmbH MJG Munitions nichts verdient und die deshalb nicht fördert, oder mag.
. . . und viel Unverständnis und Häme über den teuren „Plunder“ kam er aber doch auf den Schießstand.
LM: Was hat der denn da zu suchen?
Ich hatte die Waffe mit Roblasolo gründlich
gereinigt
LM: Ah gut. So ist das richtig!
Die ersten 3 Schüsse lagen irgendwo weit rechts in der 7 und der 8 und ich war völlig verzweifelt.
LM: Wieso? Was haben Sie denn erwartet? Verschiedene Munitiin trifft verschieden - immer!
Nun hatte ich in meiner Naivität lediglich 6 Patronen dabei,
aber ich dachte, die Menge sollt reichen. Immerhin waren schon 24 Euro durch den
Lauf geflogen.
Aber der Waffenhändler meinte, . . .
LM: Also keinBüchsenmacher, doer waren da zweiß
bevor 5 Schüsse raus seien, brauche man nicht am Glas herumzudrehen.
LM: Bei Munitionswechsel oder einer frisch entkupfertem Rohr werden immer einige sog. „Ölschüsse“ oder Setzschüsse benötigt, die den Lauf innen mit neuem Schmauch und neuem Abrieb bedecken. Sie wechseln immerhin ein stationäres Gleichgewicht von einemZustand in den andren. Der Wechsel ist nicht sofort vollzogen!
Wir drehten nach dem 4. Schuß 4 Klicke nach links. Dann machte mein Büchsenmacher den nächsten Schuß.
LM: Wieso der? Wieso nicht Sie?
Der lag dann zwei Zentimeter weiter links, aber immer noch nur in der acht. Er sagte dann, er verändert nichts mehr und machte noch einen Schuß (den letzten meine 6). Der Einschuß war nicht zu finden. Sollte er genau Loch in Loch geschossen haben? Das Loch war aber kaum größer als vorher. Eigentlich sieht man zwei Treffer in einem Loch. Jedenfalls zog ich mit Spott und Häme verlacht vom Schießplatz ab und weiß nun nicht weiter.
LM: Doch. Sie schreiben mir ja!
Auf Ihrer Seite und fernündlich sagten Sie mir damals,
den ersten Schuß nach dem Reinigen könne man
vergessen. gut. Aber wenn ich nach 30 bis 40 Schüssen
entkupfere und dann jedesmal wieder 6 und mehr Schüsse brauche, um eine
einigermaßen vernünftge Treffpunktlage hinzubekommen, ist mir das bei allem
Verständnis entschieden zu teuer.
LM: Die .30-06 Patrone verschießt meine MJG Geschosse nicht so schnell. Die jagdlichen Anforderungen auf 100 m auf eine Daumennagel, auf 200 auf eine Streichholzschachtel und auf 300 m auf einen Bierdeckel zu treffen, sind nicht so streng, daß Sie bei der Patrone und bei den Anforderungen öfter als nach 50 Schüssen entkupfern müßten, meine ich. Allerdings betimmt die jeweilig Laufoberfläche, deren Rauhigkeit, das. Mir sind von unsere .30-06 Munition keine Beispiel bekannnt, die besonders viele Setzschüsse erfordert hätten.
Ich werde heute noch einmal auf den Schießstand fahren und versuchen, die Waffe noch in die Zehn zu bekommen. Aber ich bitte Sie, Herr Möller, rufen Sie mich an und geben mir einen Tip.
LM: Ich schreibe: Erstens lies auch Problemscout oder
Problemzeiss? | Rohr frei, Schußangst und
Mucken, Waffe streut und
Schreck ! Zweitens regen Sie sich ab. Mit Wut oder
Zweifeln im Bauch „versemmeln“ Sie die Gelgenheit selbst ihre Waff vernünftig
einzuschießen. In der Ruhe liegt für Jäger die Kraft zum Erfolg.
Entspannen Sie sich. Aufgeregt und fickerig kriegen Sie gar nichts hin. „Mal
eben läuft da gar nichts. Nix geht schnell.
Die Waffe dem Waffenhändler zum Einschießen zu geben, war ein
Fehler. Sich dessen Gemäklel anzuhören, war ein weitere Fehler. Sich von dem,
der seine, aber nicht meine, Munition, verkaufen will, verrückt machen zu lassen
wäre ein Fehler. Viele Hirne steuert die Gedbörse. Fallen Sie nicht auf falsche
Antriebe herein. Also gehen Sie nur langsam, vorsichtig, mit Bedacht vor.
Überlegen Sie vorher, was Sie später tun wollen. Lesen Sie vor dem
Schießen die Bedienungsanleitung
Ihre Zielfernrohres. Überlegen Sie vor dem Schießen an welchem Stellknopf Sie
bei rechter, linmker, hoher, tiefer Ablage stellen müssen. Auch die Richtung
müssenSie kennen. Wie viel verstellt Ihr ZF (Winkel, Ablage)? Auf welche
Entfernung? In welceh Richtung? All das müssen Sie vorher gelernt haben und
vollständig wissen, verinneerlicht haben, bevor Sie mit der Waffe auf den Platz
fahren. Wenn Ihnen das alles nicht völlig klar ist, bleibe Sie zu Hause und
lernen Ihr ZF zu bedienen. Vorher zu schießen hat gar keinen Zweck! Lassen Sie
das! Werfen Sie ihr Geld nicht unnötig zum Fenster raus!
Denken Sie mal über mögliche Beweggründe und Nutzen nach. Wem nützt vorgeführt Pleite? Wer hat geschossen?
Mit freundlichen Grüßen, Frank Lucke, Freitag, 22. Juli 2011 11:04
Hallo Herr Möller,
wir hatten über Schwierigkeiten mit KJG, MJG bei
zwei Waffen gesprochen und geschrieben. Vereinbart war,
Geschosse zu bergen.
Nun sind die KJG aus der .308 geborgen. Anbei ein Bild.
Wenn dies nicht ausreicht, sende ich Ihnen die Originale. Leider überschlagen sich die Geschosse tatsächlich (LM:?). Nach 30 m ist das KJG quer auf die Schnittfläche eines frischen Weidenholzklotzes aufgeschlagen und abgeprallt.
LM: So? Bild des Einschlages? Drallänge der Waffe? Die .308 Patrone ist weit verbreitet, etwa jeder sechstet schießt die. Der Drall ist üblich 305 mm Lang. Damit haben wir schon auf 341 m Springböcke Geschosse - und getroffen - Nix quer! Wie soll ich denn Ihre behauptet Tatsache glauben, wenn dafür bislang kein Grund zu erkennen war und kein schlüssiger Beweis vorgebracht wurde.
Nach dem Beschuß auf die Rindenseite auf 15 m konnten wir dann zwei Geschosse bergen.
KJG aus dem hölzernen Geschoßfang
Die Führbänder waren nicht, wie von mir erwartet, abrasiert. Die Einprägungen der Felder in das Geschoss sind aber rechtsseitig scharfkantiger als links. Der Lauf hat einen Rechtsdrall. Vor dem dritten Führband sind auch Einprägungen zwischen den Führbändern sichtbar. Vor dem Schuß findet man zwischen den Führbändern von Geschossen des gleichen Loses, soweit ich das feststellen kann, den gleichen Durchmesser. Im Moment fällt mir dazu nur eine Verformung der Geschosse im Lauf ein.
LM: Ja, die Felder dücken sich in die Führbander ein. Das ist gewollt und muß so sein, um die Leistenkräfte des Dralles auf da Geschoß zu übertragen.
Gasdruckanzeichen auf der Hülse waren aber nicht zu
erkennen. Das spricht wiederum gegen meine eben geäußerte Vermutung. Geladen
hatte ich 2,8g Norma 200. Druck ist also schon da. Es handelt sich um neue,
gewogene RWS Hülsen. Der Rundlauffehler der Patronen wurde auf unter 0,05 mm
eingestellt.
Ich habe den Lauf nach dem Reinigen gegen das Licht gehalten und einen
umlaufenden Rand in den Zügen genau am Beginn der Felder festgestellt. Ich
kann mich nicht erinnern einen umlaufenden Rand dieser Art schon mal gesehen
zu haben. Das wird aber vermutlich der Übergangskonus sein. Ich habe das
soeben beim Büma angefragt. Antwort kommt sicher in den nächsten Tagen. Die
Versuche das zu fotografieren, sind leider gescheitert.
Zum Vergleich konnte mit einer nicht optimierten Ladung mit 8,5g Jaguar
Geschoss auf Anhieb ein Streukreis von 20 mm erzielt werden (V0 940m/s. Das
ist ja auch ein Führbandgeschoß.
LM: Aber kein reibungsarmes und schon gar kein Leichtlaufgeschoß, wie mein MJG!
Nur sind die Führbänder viel dicker.
LM: Das erhöht den Einpreßwiderstand und die Reibung.
Grundsätzlich schießt die Waffe brauchbar, auch mit der
bleiernen Sippe. Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit dem KJG würde ich
jedoch gerne Ihre Geschosse schießen. Mir würde spontan einfallen, mit einem
weichen Material einen Abdruck vom Übergangskonus zu machen, bzw. es einfach
mal mit MJG und auch mit weniger Gasdruck zu versuchen. Mal sehen was der
Laufhersteller (Bixn Andy) zu dem umlaufenden Rand, Übergangskonus sagt.
Vielleicht sehen Sie auf dem Bild ja mehr als ich. Ich freue mich auf eine
Rückmeldung und hoffe, wir kommen gemeinsam zu einer Lösung.
LM: Die KJG aus dem hölzernen Geschoßfang sehen, mal abgesehen von den recht schmalen Feldern, ganz gewöhnlich aus. Die Hohlspitze ist abgesplittert und der Restbolzen vorn leicht rund. Beides zusammen zeigt eindeutig, die Geschosse sind vorn eingeschlagen, nicht quer. Ich fragte danach die Läufe mit einem Bleikolben auf gleichmäßige Bohrung bzw. Zug zu zu prüfen. Dazu sagten sie nichts. Warum?
Mit freundlichen Grüßen, Florian Faulhaber, Sonntag, 4. Dezember 2011 20:43
Lies auch Problemscout oder Problemzeiss? | Rohr frei, Schußangst und Mucken, Waffe streut und Schreck !
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.