

Filzpropfen mit blauem Kupferkomplex der Laufreinigung mit Samiakgeist von den Feldern
Hallo Lutz,
Verzeihung für die verspätete Antwort - leider bin ich der letzter Woche krank
gewesen. Die
http://www.vaapensport.com/roblatest.htm Übersetzung ist die folgendes:
”Testen viser mengden af oppløst kobber i mg etter at 50mg kobberspon har vært
ristet sammen med 5ml veske i koniske glas beholdere i nøyaktig 2 timer.”
The test shows the amount of dissolved cupper in miligrams, after 50 mg of
cupper fragments have been shaken together with 5 ml of fluid in conical glass
containers for exactly 2 hours.
Der grüne Kolonne des Histogramms ist in Tageslicht – der rote im Dunkel. Es
sieht aus als Robla-Solo 60% die Kupfer Fragmente in zwei Stunden (mit konstantem
Schütteln) auflösen. Gruß, Carsten, Sonntag, 18. Februar 2007 09:37
Betreff:
KJG 8500 / Bündelung seltener Geschosse
Hallo Lutz Möller,
auch meine Vorräte an 8,5 mm KJG 8500 gehen zu Ende. Ich möchte aber in Zukunft auch nur noch die MJG-Ausführung. Die Version in Kupfer schreit spätestens nach 15 Schuss nach Robla Solo Rohr frei Entkupferung!
LM: Deshalb Messing statt Kupfer!
Für mich darf man 200 Stk. MJG einplanen.
Freundliche Grüße, Erich Stalder, Montag, 11. Juli 2011 19:12
Sehr geehrter Hr. Möller!
Wann und wie oft sollte man seinen Lauf durchziehen (z.B. mit Quick Clean)? Nach
jedem Schuß, nach 10-20, 20-40 Schuß?
LM: Sofern die Waffe trocken steht, alle 40 Schuß! Bei schnelleren
Geschossen öfter!
Wie reinige ich den Lauf mit Ammoniak? Auf Filzpfropfen auftragen oder den Lauf
füllen und einige Zeit stehen lassen?
LM: Beides ist möglich. Ich bevorzuge die Filzpropfenmethode.
Vielen Dank im Voraus, Matthias Wölk, Dienstag, 13. Dezember 2005 23:39
Milfoam Forrest, Bore Cleaning Foam (90ml - reicht ewig). Übrigens: Made in Finland www.milfoam.fi. Gibt' s u.a. bei Frankonia.
Wenig Ablagrungen bei Messing
Die 8x57IRS Munition, die ich mit meiner .300WM Munition bei Ihnen im Laden für einen sehr guten Freund bestellte, wird zur äußersten Zufriedenheit jagdlich eingesetzt. Er hatt in der letzten Woche erfolgreich auf Muffel-bzw. Rehwild gejagt. 200 m bzw. 150 m top Wirkung, sehr zufrieden. Er will noch ein paar Stücke strecken und dann sich mal auf Ihren Netzplan melden. Meine .300 WM muß ich, nachdem ich Lauf entkupfert habe noch einschießen. Übrigens, es waren minimale Ablagerungen nach 50 Schuß im Lauf vorhanden und zu säubern war gar leicht. Ich habe noch KJG in 7x65 R bzw. 8x57, die müssen erst mal alle werden. Dann wird hier auch umgestellt.
Zwecks Feuerschluckeranbau an meine R93 Semiweightlauf würde ich nochmals mit Ihnen sprechen, zur detailierten Ausführung durch Büchsenmacher (Gewinde bzw.Korn versetzen).
LM: Ja klar.
MfG C.E. 10. November 2011
Hallo Herr Möller,
ich hatte mich vor einiger Zeit bereits einmal bei Ihnen gemeldet. Es geht mir darum ein geeignetes Geschoß für die Steinbockjagd zu finden. Auf Ihrer Seite habe ich die Infos zum Möller KJG gelesen. Ich führe eine Mauser 66 in 8x68S.Die Waffe ist zwar sauschwer, aber für die einmalig geplante Steinbockjagd muß sie dann doch herhalten. Um die Reichweite dieser Waffe optimal zu nutzen, benötige ich ein entsprechendes Geschoß.
LM: Ja, genau!
Die Angebote der geläufigen Hersteller sind aber was leichtere Geschoße betrifft sehr rar. Ich habe zwischenzeitlich von verschiedenen Waffenhändlern und „Experten“ gehört, das Möller KJG würde den Lauf sehr schnell verunreinigen und nach relativ wenigen Schüssen würde die Waffe bald streuen.
LM: Die Möller KJG-Genauigkeit ist sprichwörtlich! Wir konnten im harten Feldeinsatz in zwei Jahre im Lapua Sniper Cup mit einmal den ersten und einmal den zweiten Platz erringen. Ohne Treffer am passenden Ort wäre das nicht möglich gewesen. Besonders bei weiten Schüssen zeigte Axel B. mit 61 Stück Schalenwild im ehemaligen Braunkohletagebau auf großen Flächen, was das Lutz Möller Geschoß kann, aerodynamisch und im Ziel. Wer könnte das denn sonst?
Außerdem sei die Reinigung des Laufes nur aufwendig mit Chemie möglich. Stimmt das denn so?
LM: Siehe weite unten.
Wenn ja, welches andere Geschoß würde sich für mein Vorhaben noch eignen?
LM: Keines! Ich empfehle den Vergleich zu Ferne Sauen mit der 8x68S anzustellen und sich umzuhören, wer denn sonst ähnlich Leistungen brächte. Dan hören Sie „Das Schweigen im Walde!“
M. f. G. und Waidmannsheil W. Schlamp, Samstag, 10. Februar 2007 15:36
Liebe Herr Schlamp,
die Waffenhändler stehen nicht aus langer Weile hinterm Ladentisch, sondern weil Sie die Kunden schlußendlich zu Kasse bitten wollen. Gute beleumundete Ware der großen Marken eignet sich dazu am besten. Der Händler muß bei althergebrachten und groß beworbenen Erzeugnissen teils aus der Vorkriegszeit nicht viel reden, kann aber dank großzügiger Margen auskömmlich kassieren. Möller KJG finden Sie nicht bei den Einzelhändlern. Deshalb verspüren die keinen Anreiz das zu verkaufen.
Warum solche Leute aber das Möller KJG miesmachen, kann ich nur vermuten. Der Schluß liegt ja nahe. Ich bezeichne solche Hetze schlicht als Feindpropaganda. Tatsache ist, alle Geschosse reiben im Lauf und der weichere Teil (Das Geschoß) trägt am härteren Teil (Lauf) auf. Deshalb muß man ja gelegentlich sein Gewehr reinigen. Nun sind Tombakmäntel meist aus 95% Kupfer (Rest Zink) und Möller KJG aus 99% Kupfer (Rest wir nicht verraten). Vom Werkstoff her ist das für die reibschweißbedingte Kupferabscheidung also eher unerheblich. Allerdings reiben herkömmliche Mantelgeschosse mit der ganzen Schaftlänge im Lauf, das Lutz Möller Geschoß als reibungsarmes Führbandvollgeschoß nur mit den Führbändern.

Diese vergrößerte Führbanddarstellung eines abgeschossenen Lutz Möller Geschosses zeigt die gasdichte schmales Führbandoberfläche und den im Schuß berührungslos gebliebenen Schaft mit feinen Drehspuren.

Der platte Restbolzen durchdringt das Wild schulterstabil
Das, wie aus den Bildern ersichtlich, das Lutz Möller Geschoß viel weniger Anlagefläche als die ganze Schaftlänge bietet, reibt es weniger, schweißt weniger, und erfordert weniger Reinigung. Tatsächlich sieht die Sache nicht ganz so einfach aus, weil die Geschoßgeschwindigkeit noch berücksichtig werden muß. Schnellere Geschosse schmieren mehr als langsamere. Bis 800 m/s ist das alles recht harmlos, aber ab 900 m/s steigt der Abtrag deutlich an. Die Möller KJG sind für eine gestreckte Flugbahn für weite Schüsse nun meist über 900 m/s schnell. Die 8x68S maßen wir mit immerhin 1.165 m/s. Insofern lassen sich die oben genannten 40 Schuß Reingungswiederkehr dort wohl nicht mehr einhalten und es muß öfter gereinigt werden. (Anleitung folgt anschließend). Bei der 6,5x65 genügte bei 1.070 m/s v0 (sowohl bei 7 g Lapua Scenar als auch bei 6,5 mm 7 g Möller KJG, uralt) alle 40Schuß zu reinigen um auf den Daumenagel zu treffen. Der enger Streukreise will, muß wohl öfter putzen, aber ob das Wild deshalb schneller stirbt, wage ich zu bezweifeln.
Kurz das blöse Gerede (blöse = Mischung aus blöde + böse) ist ein Schmäh! Putzen muß man gelegentlich immer. Das Möller KJG ist da nicht anderes, vielleicht nicht so viel besser, aber bestimmt nicht schlechter als andere Geschosse.
Gruß, Lutz Möller,
Welche chemischen Mittel lösen Tombakabschmierungen am besten ab? Huvit
Ammoniak. Einfach Ammoniak in Lösung von etwa 5-20%. Du kannst es natürlich auch teurer haben: Sehr gut ist z. B. Robla Solo. Was ist drin? Natürlich Ammoniak. Tombak besteht aus Zink und Kupfer. Ammoniak oxidiert Zink, Kupfer und auch Blei. Metallsalze, Die danach unbedingt aus dem Lauf entfernt werden müssen, da sie Wasser anziehen, bilden sich. Man kann das Mittel aber die Nacht über im Lauf lassen. Die Ammoniaklösung verfärbt sich dabei blau. Danach reinige den Lauf gründlich, z. B. mit Filz und !wichtig! öle wieder ein. Für die Reinigung zwischendurch kann man ein Filz mit der Ammoniklösung tränken und ein paar mal durch den Lauf ziehen. Wenn Tombak gelöst wird, färben die Salze den Filz blau. Auch danach trockne den Lauf indem du einen Filz durchziehst und öle anschließend ein. Ammoniak darf nicht an brünierte Flächen kommen und ist ein Atemgift. JohnBoy
Hatten wir schon mal: Aethanolamin löst Tombak (Kupfer) ebenso gut wie Ammoniak Vorteil: Aethanolamin greift die Brünierung nicht an und riecht weniger. Für Nicht-Chemiker, Aethanolamin ist eine Verbindung aus Ammoniak mit Aethanol, Triaethanolamin hingegen aus Ammonik mit drei Ethanolresten (funktioniert zur Laufreinigung nicht!) Zeb Carter
Absolut richtig - Ammoniaklösung, Ammoniakseifen oder
Amine (wie z. B. Ethanolamin) sind gute Komplexlösemittel für Kupfer, Zink und
Nickel. Blei, meine ich, wird davon praktisch nicht angegriffen. Mit Stahl
reagieren diese Stoffe nicht, doch die Reaktionsprodukte mit dem
Mantelgeschoßabrieb müssen unbedingt restlos entfernt werden. Sonst gibt's
Lochfras.
Beim Triethanolamin ist die Aminogruppe schon mit drei Ethanolmolekülen
substituiert und kann daher kaum Komplexe eingehen. Das wird übrigens auch als
Korrosionsinhibitor, Emulgator und Lederpflegemittel verwendet. John Enfield
Bezugsquelle https://www.sigma-aldrich.com/homepage.html THOR Chemie GmbH Postfach 1909 D-6720 Speyer
Hallo, hab mir heute Ethanolamin an der Uni besorgt und damit gleich mal die Waffe von Tombakverkrustungen befreit. Das Zeug löst den Dreck wirklich hervorragend ab, so daß man keine weiteren Zusätze im selben Mittel benötigt. Wische einfach trocken und trage einen dünnen Ölfilm auf, fertig. Der Lauf sieht dann wie neu aus und glänzt wie eine Speckschwarte! Nur empfehlenswert! Daneben braucht man wirklich keine teuren Mixturen, in denen der gleiche Wirkstoff enthalten ist. Preis~ 4-5€ je 100ml. Pillendreher
Hallo,
Salmiakgeist ist wässerige Ammoniaklösung (auch NH4OH
genannt). Ist natürlich ein hervorragendes Lösemittel für Cu, Ni und Zn z.B.
Salmiak ist Ammoniumchlorid (NH4Cl). Das ist das Salz des
Ammoniaks mit der Salzsäure. Es ist schwach sauer, da die Salzsäure etwas
stärker sauer ist als Ammoniak basisch ist. Beim Lösen von NH4Cl in
Wasser geschieht folgendes: Es zerfällt zunächst in die entsprechenden Ionen,
also NH4+ und Cl-. Jetzt kommt ein Gleichgewicht mit dem Wasser ins
Spiel: NH4+ + H2O = NH3 + H3O+
Dieses liegt in diesem Falle ganz leicht auf Seite des H3O+ (bzw. H+)
Ions. Diese Protonen sind für die sauren Eigenschaften verantwortlich. Der pH
Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Protonenkonzentration in mol/l.
Er beträgt in reinem Wasser 10 hoch -7 mol/l; entsprechend einem pH von 7.
Dieses obige Gleichgewicht erhöht die H+ Konzentration geringfügeig, wodurch der
pH abnimmt (die Suppe wird saurer). Dabei entsteht keine HCl ! Die Chloridionen
schwimmen die ganze Zeit ziemlich unmotiviert in der Flüssigkeit rum.
Ich las nach; Blei wird von Ammoniak eigentlich nicht angegriffen - muß mal
weiter nachforschen was man da nehmen könnte. Säuren scheiden aus, da die
meisten den Stahl noch wesentlich besser lösen ...
Grüße John Lee Enfield
From: "David Jackson" <Ddjacko@tesco.net>To: <fullbore@hawk.winshop.com.au>Sent: Tuesday, December 25, 2001 12:34 PM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent
Powers, do you have any schools and collages in the back woods were you live,? Only I would think that the best place to get a small quantity of Oleic acid from is a chemistry teacher. Now we use two types of Oleic acid we call the top grade one Tofa and its 99+% (112-80-1) ( cis -9-octadecenoic acid ) CH3(CH2) 7CH=CH(CH2)7CO2H FW282.47 mp 13.4 bp 194-195 % 1.2mm nb 1.4595, the other type of Oleic acid is the TECH, 90% ( 112-80-1) CH3(CH2)7CH=CH(CH2)7CO2H, if you need any more info about Oleic, you can get in touch with me at my work in two weeks, at THOR Specialities (UK) Limited email info@thor.uk.com , or THOR Chemie GmbH Postfach 1909 D-6720 Speyer Germany, Ok remember you did ask,!!! Jacko.
From: "Sam Nichols" <snichols@lcc.net> To: <fullbore@hawk.winshop.com.au> Sent: Tuesday, December 25, 2001 7:29 PM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent
oleic acid. DEFINITION: 1. A monounsaturated 18-carbon fatty acid, liquid at
room temperature and occurring in most animal fats and vegetable oils. ...
Oleic Acid Lab. ... 5. Clean up your area and wash the pizza pan well with soap
to get all of the oleic acid off. ...
Full Data sheet for 97% pure oleic acid see
Source: http://www.fishersci.ca/msds.nsf/96cb2019dad1311a85256670001d92b9/c2b3822ce5af0716852566f1000a6689?OpenDocument
From: "Philip Morris" <pudjum@lineone.net>
To: <fullbore@hawk.winshop.com.au>
Sent: Wednesday, December 26, 2001 1:38 AM
Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent
> "oleic acid. DEFINITION: 1. A monounsaturated 18-carbon fatty acid, liquid
at room temperature and occurring in most animal fats and vegetable oils. ..."
> Yep, as DJ said CH3(CH2) 7CH=CH(CH2)7CO2H ...
> Generally found as the -cis or -z isomer from organic sources due to the
stereochemical selectivity of the enzymes that produce it. I believe that it is
a fatty acid commonly found in cell membranes in the form of the
phosphodiglyceride.
> Gaz
Von:Andreas Haimberger (andreas.haimberger@chello.at) Betrifft:Re: Und nochmal - Kaliumcarbonat-Dämpfe Newsgroups:de.sci.chemie Datum: 2000-12-12 10:48:07 PST Ammoniak bildet tiefblaue Komplexsalze mit Kupfer.
Bezugsadresse für Kleinmengen sind z.B. die Firma
OMIKRON GmbH, Abt. Feinchemikalien
Marktplatz 5 * 74382 Neckarwestheim * Tel. (07133) 17081 * Fax 17465
Hallo Herr Möller,
vor unserem Telefonat vorab erst mal ein paar Infos:
Das Rezept zur Ölsäureherstellung macht dann Sinn, wenn man Tofa mit Ölsäure bzgl. der Molmasse gleichsetzt. Tofa wird bei der Holherstellung aus der Tallsäure gewonnen und enthält als Hauptkomponente Ölsäure. Wieviel Ölsäure in Tofa enthalten ist, konnte ich leider nicht herausfinden, da es sich aber um ein Naturprodukt handelt, dürfte die Zusammensetzung je nach Herkunft schwanken, ebenso wie die Eigenschaften des daraus hergestellten Produkts. Das hat dann nix mehr mit Chemie sondern eher mit Alchemie zu tun. Sehr unbefriedigend, auch wenn Tofa billiger als Ölsäure ist. Das ist am falschen Ende gespart. Ölsäure ist über die Apotheke zu beziehen, der Preis liegt bei ~ 25 Euro pro Liter plus Kleinmengenzuschlag. Firmen wie Merck, Fluka und Aldrich haben Reinheiten von 90-99% im Programm. Da vom Rohrfrei ja keine Unmengen benötigt werden, lohnt sich die einmalige Anschaffung. Ölsäure sollte zwecks Stabilität im Kühlschrank gelagert werden, auch eine Erwärmung auf 80°C kann zur thermischen Zersetzung führen.Wie gut das Ammoniumoleat bzgl. der Reinigungswirkung sein wird, weiß ich nicht, aber ich weiß aus meinem Schützenkollegenkreis, das die Salze der Ölsäure in wässriger Lösung als Pflastermilch beim Vorderladerschießen Verwendung finden. Anforderung hierbei ist eine gute Gleitfähigkeit und einen Reinigungseffekt auf Verbrennungsrückstände des Schwarzpulvers. Das funktioniert also. Wenn man die Mengen des Rezeptes mal durchrechnet, fällt ins Auge, daß der Ammoniak im 4-fachen Überschuß zugegeben wird, d.h., nur 25% der Einsatzmenge reagieren ab und man hat anschließend 2,8 Gewichtsprozent Ammoniak in der Lösung. Unter Umständen beruht der Lösungseffekt für Kupfer also gar nicht auf dem Ammoniumoleat, sondern auf dem Ammoniakgehalt. Eine reinigende Wirkung bzgl. auf Pulververbrennungsrückstände sollte dem Ammoniumoleat zumindestens zugesprochen werden.
Ich rechnete Ihnen das Rezept mal in Gewichtsprozente um. Das ist genauer und läßt sich einfach auf jeder digitalen Küchenwaage abwiegen. Die Prozentangaben des Orginalrezepts waren sehr ungenau (+/- 5%).
Ich würde Ihnen raten, Ethanol Wasser und Ölsäure zu mischen und das Ammoniak langsam unter Rühren zuzugeben. Es ist möglich, daß bei der Reaktion wie bei allen Neutralisationreaktionen Wärme frei wird, unter Umständen müssen Sie das Reaktionsgefäß (am besten Glas) in ein Wasserbad zur Kühlung stellen, da sonst der Ammoniak wg. des niedrigen Siedepunktes zu Sieden anfängt. Dann hätten Sie statt ,,Rohrfrei" ein ,,Nase- und Hirnfrei". Bitte bei der Herstellung eine Schutzbrille tragen, der Ammoniak hat's in sich. Das Ethanol in der Mischung dient übrigens als Lösungsvermittler, da sich Ölsäure nicht in Wasser löst. Das 1. Rezept lehnt sich an das Originalrezept an, enthält also wie gesagt freies Ammoniak, beim zweiten Rezept habe ich die Mengen äquimolar berechnet, hierbei sollten sich Ölsäure und Ammoniak vollständig umsetzen.
Rezept 1: 621 g Ölsäure = 2,2mol
599 g Ammoniak 25%ig = 8,8mol
1.940 g Destilliertes Wasser (entsalztes)
786 g Ethanol (Brennspiritus tut's auch)
Rezept 2: 621 g Ölsäure = 2,2mol
150 g Ammoniak 25%ig = 8,8mol
1.940 g Destilliertes Wasser (entsalztes)
786 g Ethanol (Brennspiritus tut's auch)
So, nun viel Spaß damit, ich melde mich auch noch mal telefonisch.
MfG
Frank Kleff Donnerstag, 24. Juni 2004 09:44
1 l Ammoniak
200 g kohlensaures Kupfer (Bergblau)
Es ist darauf zu achten, daß das kohlensaure Kupfer im Überschuß vorliegt, dh.
es muß immer ein kleiner Rest des k. Kupfers als Bodensatz vorhanden sein. Im
Allgemeinen wird kalt gearbeitet. Wird die Beize erwärmt, wird der
Ammoniakverbrauch sehr hoch. Der Nachteil bei dieser Beize ist die
Geruchsbelästigung. Sie ergibt aber auf Messing tiefschwarze und blauschwarze
Färbungen. Die Färbungen vollzieht sich schon nach einigen Sekunden
Eintauchzeit. Färbt die Beize zu träge oder werden Färbungen fleckig, kann die
Schwarzbeize mit Ammoniak wieder aufgefrischt werden.
> Kohlensaures Kupfer dürfte Kupfer(II)carbonat sein.
Von: Andreas Böttcher (a2696142@smail.rrz.uni-koeln.de) Betrifft:Re: Waffenreinigung Rohr frei! Newsgroups:de.alt.technik.waffen Datum:1999/07/23 |
Habe gerade die Nachrichten über die Laufreinigung mit ammoniakalischen
Lösungen gelesen und kann dazu folgendes beitragen:
Das Auflösen von Zink und
Kupfer (Tombak) durch eine Ammoniaklösung beruht auf der Erniedrigung des
Elektrochemischen Standardpotentials dieser Metalle, da die
Konzentration an "freien" Cu- und Zn-Kationen durch Komplexbildung mit dem
Ammoniak
auf Werte nahe bei Null gesenkt wird. Dadurch wird es dem in der Lösung
(physikalisch) gelösten Sauerstoff möglich,
Kupfer und Zink (auch
Blei) zu oxidieren und in Lösung zu bringen. Der Hauptbestandteil des Laufstahls
- Eisen- wird jedoch praktisch nicht angegriffen, da die entsprechenden
Ammoniak-Komplexe keine
mit denen des Kupfers oder des Zinks vergleichbare Stabilitäten aufweisen. Eine
größere Gefahr besteht jedoch für den Lauf, wenn die gebildeten Metallsalze nach
der Behandlung nicht gründlich entfernt werden, da diese wasseranziehend sind
und somit eine permanente Elektrolytschicht auf dem Metall hinterlassen. Dieser
Film kann trotz Waffenöls zur Korrosion führen, da der Luftsauerstoff zur
Diffusion durch den Ölfilm befähigt ist (Vgl. das verharzen von Ölen), kurz:
steter Tropfen höhlt den Stein !
Meine Empfehlung: Den Lauf nach Ablassen der Reinigungslösung gründlich mit
destilliertem Wasser Spülen und danach mit Aceton. Das Ganze mit einem Fön
trocknen (Verdunstungskälte des Acetons !) und gut einölen. So sollte eigentlich
nichts passieren.
Bleibt nur die Frage, ob man unbedingt jeden Metallabrieb aus dem Lauf entfernen
sollte?
Grüße, Andreas !
nein , wenn Kupfer (II)-Ionen in Lösung sind (also hydratisiert) , dann bildet sich nach Zugabe von Ammoniak ein Komplexion (Tetraamincupfer(II))
Hallo Lutz,
Dieser Stoff ist, wie es dasteht, wie eine Seife aufzufassen.
Theoretisch: Seife? Sind Seifen nicht Metallsalze der Fettsäuren? Wo ist bei Ammoniumoleat denn das Metall?
Naja, ich schrieb ja auch nicht, "es ist eine Seife" :-) Dein Rezept schreibt "Ammonia
soap" und es hat wohl, trotz des Ammoniumkations, Seifencharakter.
> einer Metalloberfläche auch haftet, wenn diese SEnkrecht steht, oder die zumindest so dick benetzt, daß man ausreichend Kupferlösung erfährt.
Eine Benetzung hat man wahrscheinlich schon ein bißchen, es ist ja auch von
Schaum die Rede. Ich hätte ´ne Idee, wie man die Wirkung verstärken könnte: Lege
Gleichspannung an, den negativen Pol am Gewehrlauf, den guten in der Lösung,
so könnte man die NH4+ Ionen am Kupfer entladen, sie werden erst dann
zu NH3 und können teilweise das Kupfer auch gleich ablösen. Dadurch
ist vielleicht noch weniger freies NH3 vorhanden, welches den Raum
mit Duft erfüllet.
> > und gleichzeitig wegen des Fett/Seifencharakters Rost entfernen könnte.
> Oh, wie soll das gehen?
Naja, nicht wirklich mit einer chemischen Reaktion, aber du weißt doch, wenn du
Öl auf etwas bringst (oder etwas mit Kriechöl einsprühen), kann man leichten
Rost abrubbeln. Etwas vermindert könnte das mit der Seife auch gehen, aber
richtig festgefressenen Rost bekommt man damit natürlich nicht weg.
ciao
Armin
> Seife? Sind Seifen nicht Metallsalze der Fettsäuren? Wo ist bei
Ammoniumoleat denn das Metall?
<Goldwaage> Du hast recht, genau genommen ist es keine *Metall*seife.
</Goldwaage> ;-)
> Im übrigen suche ich einen Stoff der nicht ganz so flüssig wie ein wässrige
Lösung ist, also auf einer Metalloberfläche auch haftet, wenn diese senkrecht
steht, oder die zumindest so dick benetzt, daß man ausreichend Kupferlösung
erfährt.
Verdicke die Lösung doch einfach mit Tapetenkleister. Sie wirkt dann aber
naturgemäß nicht mehr so gut, weil die Diffusion behindert wird.
Andrea
Sehr geehrter Herr Knop,
herzlichen Dank für Ihre Antwort. Der Einsender des englischen Rezeptes behauptet damit gut Kupfer von Eisen lösen zu können. Wenn Kupfer da ist, ergibt sich eine dunkelblaue Farbe, die verschwindet, wenn das Kupfer fehlt. Das ist sehr praktisch, weil man dann weiß, ob die Oberfläche nun sauber ist.
Mit freundlichem Gruß
Lutz Möller
----- Original Message -----
From: Klaus Knop
To: Lutz Möller
Sent: Wednesday, January 16, 2002 3:39 PM
Subject: AW: Substanzname?
Hallo Herr Möller,
wenn Sie Ammoniaklösung und Ölsäure im richtigen Verhältnis mischen, werden Sie das Ammoniumsalz der Ölsäure, also Ammoniumoleat, erhalten. Ob Ammoniumoleat geeignet ist, Kupfer zu lösen, würde ich allerdings bezweifeln.
MfG K. Knop
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lutz Möller [mailto:]
Gesendet: Montag, 24. Dezember 2001 19:35
An: knopk@uni-duesseldorf.de
Betreff: Substanzname?
Guten Tag Dr. Knop,
bitte können Sie mir sagen, ob die sich ergebene Subtanz zur Kupferablösung von Eisen Ammoniumoleat ist? Oder wie nennt die sich auf deutsch sonst?
Fröhliche Weihnacht
Lutz Möller
Hi , there all you budding chemists. This is the Formula and how to mix it! You must mix the ingredients in this order to get the best results
Tofa (2-3 % rosin ) 18% 710 cc you can use Oleic acid but Tofa is best
Ethanol (95% ) 15% 660cc
Distilled Water 54% 1,940 cc
Ammonia (0.89 % ) 13% 520 cc > Surely, your formula should read 0.890 specific gravity ammonia and not %.
Total 3,830 cc (one US gallon 3,785 cc). It will make a clear yellow liquid with an sg of 0.95 and a pH of 10 a.p.p. Mix outside or in a well ventilated room , wear safety glasses and rubber gloves . Also put a peg on your nose !! This stuff stinks!! You will need a 5 gallon open top plastic drum to do the mixing in you will also need a drill fitted with a paint mixer to do the stirring with. The chemicals will foam a little when you mix them but not too much, you need to stir them for at least 30 minutes. 1 hour is better allow to settle down and then bottle.
Well boys what you have just made is Ammonia Oleictate which is a copper removing Ammonia soap which I call Tweets 303 !
Mit Feuerwaffen zu schießen bringt einerseits Freude, manchmal Beute, jedenfalls immer Dreck! Der Dreck im Lauf soll hier betrachtet, überlegt werden, wie er bestens zu entfernen sei.
Einbasige Büchsentreibmittel bestehen aus Nitrozellulose (Vihtavuori N 1xx), zweibasige (Vihtavuori N 5xx) zusätzlich aus (5-40%) Nitroglyzerin. Zu Hemmung werden weitere Stoffe, z. b. Kampfer zugesetzt. Um Selbstzündung zu verhindern wird das grüne Pulver oft von außen mit 1 -2% Graphit bestäubt. Militärische Pulver können noch Lithiumsalze gegen Feuerschein enthalten.
Die Verbrennung erfolgt nicht vollständig vorhersehbar. Die Schwaden hinterlassen irgendwelchen ätzenden Dreck im Rohr. Abhängig vom Geschoßmantel, wird sich auch noch Mantelmetall im Lauf abreiben. Das ist besonders bei schnellen (> 900 m/s) Tombakmänteln, weniger bei vernickelten Flußeisenmänteln zu beobachten. Vorn an der Mündung läßt sich das leidige "Schützengold" beobachten.
Bei meiner 1.150 m/s schnellen 6,5x68 ist bereits nach 5 Schuß zu viel Tombak im Lauf! Bei der 800 m/s langsamen .308 erst nach mehr als 30 Schuß!
Da wir nicht wissen können, welchen Dreck wir vor uns haben, müssen wir die Reinigung breitbandig angehen.
Schmauch zu entfernen
Tombak zu lösen
Um reibgeschweißte Tombak, das als Schützengold vorn auf den Feldern die Genauigkeit behindert, zu entfernen brauchen wir Chemie. Ammoniak heißt die Lösung festgeschweißtes Tombak von den Feldern zu lösen. Entweder kauft man Ammoniak als 5-20%ige Lösung in der Chemikalienhandlung, oder teurer in der Apotheke oder als Markenerzeugnis "Robla Solo, von Klever. Ammoniak stinkt und ist ein Atemgift. Also sollte man bei der Arbeit lüften! Manch einer verstopft seine Kammer mit einen Gummipfropfen, gießt di Lösung ein, läßt die Waffe einen Tag stehen und gießt die blaue Brühe dann weg. Vorsicht: Ammoniak kann die Brünierung angreifen, sagt man. Ich habe schon öfters geplempert, aber noch keine Schönheitsmängel festgestellt. Allerdings wischte sich die Spritzer auch jedes Mal gleich wieder mit einem Lappen weg.
Nachdem ich den Schmauch mit der Bronzebürste los gerieben, den Lauf mit
Filzen ausgewischt habe, tauche ich filze in die Ammoniaklösung und ziehe und
schiebe die nassen Ammoniakfilze mit dem Putzstock so 4 - 6 mal durch den
Lauf. Knallblau kommen die ersten wieder heraus! so nach 6 - 10 Filzen
verblasst dann das Kobaltblau, wird taubenblau und ändert sich schließlich
nicht mehr. Dann weiß ich: Es ist kein Tombak mehr im Lauf. In dieser
Möglichkeit zu erkennen, wann ich mein Reinigungsziel erreiche, liegt ein
großer Vorteil. Ich muß nichts glauben, sondern weiß genau, wann ich mit dem
Schritt fertig bin.
Salze zu lösen
Nach der Ammoniaklösungsbehandlung finden sich Wasser und Salze im Lauf. Der Zustand entspricht in etwa mit Schwarzpulver oder ätzenden Chloratzündhütchen (alter Militärberdanhütchen) geschoßen zu haben. Die Salze müssen weg, sonst fressen die zusammen mit der Luftfeuchte, die sie noch anziehen, den Lauf an, der rosten würde. einerseits kann man mit destilliertem Wasser nachwischen und dann mit Azeton oder Alkohol das Wasser wegwischen, andererseits kann man die wasserfreundliche Eigenart des Pflanzenöles nutzen. Ich wische den Lauf zuerst mit trockenem Filz trocken. Um Wasser und Salze zu entfernen wische ich dann den Lauf mit zwei Pflanzenölfilzen durch. Anschließen wische ich trocken.
16 Sep 2000 16:20:00 GMT, lortzing36@aol.com (Lortzing36) Rost? Militärmunition:
Falls es sich um korrosive Muni handelt, reinige wie folgt:
Nimm Topf mit kochendheissem Wasser, tu ein bischen Seife
rein. Halte Waffenmündung darüber. Stecke Putzstock durch den Lauf in das
heisse Seifenwasser. Ziehe wieder zurück (*). Wiederhole nach Lust und
Laune. Danach ziehe zu trocknen ein paar Läppchen durch. Öle ein.
Gruss
Klaus
* Ich weiss, ich weiss - manche moegen die Buerste nicht von der Muendung her
zurueckziehen...
Rostschutz
Lagerung
Betreff: Re: Nickel Geschoßrückstände
Datum: Sat, 09 Sep 2000 11:51:37 +0200
Peter Schnoor schrieb:

TIG und TUG sind magnetisch, also aus vernickeltem Eisen
Da der R 93 Lauf nicht brüniert ist, sondern innen und außen nach dem Blaser-Q Verfahren behandelt wurde, dh. 0,2mm tief Stickstoff eindiffundiert wurde, fing nach etwa 100 Schuß der Lauf innen anfängt silbrig zu glänzen.
In der ROBLA SOLO Gebrauchsanweisung steht, es greife Nickel nicht ang.
Wenn sich das Nickel tatsächlich nicht chemisch entfernen läßt, muß ich abwarten ob, oder bis das Schußbild schlechter wird...
Betreff: Re: Nickelrückstände Datum: Tue, 12 Sep 2000 12:45:50 +0200 Von: Martin Gritsch <mgritsch@iac.tuwien.ac.at> Firma: Vienna University of Technology, Austria Foren: de.alt.technik.waffen
Der Chemiker sagt dazu: Du kanst kaum das Ni zu entfernen ohne den Stahl anzugreifen, der ist Eisen zu ähnlich. Die besten Möglichkeit würde ich noch Ammoniak einräumen (wurde auch schon mal Messingrückständen zur entfernen empfohlen. Stopfe nach gewöhnlicher Reinigung das Patronenlager zu, füle den Lauf mit Salmiakgeist, lasse über Nacht stehen, wasche nächsten Tag gründlich aus. Reinige mit Waffenöl nach. Vollständig Ni zu entfernen wird aber nicht drin sein, befürchte ich. Ni ist wahrscheinlich für gezogene Läufe somit eher unangenehm, in einem Polygonlauf würde ich mir über solche Ablagerungen keine größeren Gedanken machen. Heftige Reinigungsversuche machen mehr kaputt als sie bringen können.
--
Dipl.-Ing. Martin Gritsch
A-1150 Wien
http://welcome.to/mgritsch
Betreff: Re: Nickelrückstände Datum: Wed, 13 Sep 2000 10:16:28 +0200 Von: "Rolf Wotke" <webmaster@parkasite.de>
Nickel löst sich sehr schnell in konzentrierter Salpetersäure. Die Stahlteile werden bei kurzer Expositionszeit nicht, bzw. nur minimal angegriffen. Müssen aber anschließend sehr gründlich gespült werden. Wenn möglich sol das Verfahren vorher mit einer Stahlprobe gleicher Art versucht werden.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Wotke
www.parkasite.de
Andere Stimmen:
Andreas Böttcher
Über die Laufreinigung mit ammoniakalischen Lösungen kann ich folgendes beitragen:
Zink und Kupfer (Tombak) durch Ammoniak aufzulösen, beruht auf der Erniedrigung des Elektrochemischen Standardpotentials dieser Metalle, da die Konzentration an "freien" Cu- und Zn-Kationen durch Komplexbildung mit dem Ammoniak auf Werte nahe bei Null gesenkt wird. Dadurch wird es dem in der Lösung (physikalisch) gelösten Sauerstoff möglich, Kupfer und Zink (auch Blei) zu oxidieren und in Lösung zu bringen.
Der Hauptbestandteil des Laufstahls - Eisen- wird jedoch praktisch nicht angegriffen, da die entsprechenden Ammoniak - Komplexe keine mit denen des Kupfers oder des Zinks vergleichbare Stabilitäten aufweisen.
Eine größere Gefahr besteht jedoch für den Lauf, wenn die gebildeten Metallsalze nach der Behandlung nicht gründlich entfernt werden. Salze ziehen Wasser an. Hinterlassen auf dem Metall somit eine permanente Elektrolytschicht. Dieser dünne Elektrolytfilm kann trotz Waffenöls zur Korrosion führen, da der Luftsauerstoff durch den Ölfilm diffundieren kann. (Vgl. das verharzen von Ölen).
Kurz: steter Tropfen höhlt den Stein !
Nachdem die Reinigungslösung abgelassen wurde, empfehle ich den Lauf gründlich erst mit destilliertem Wasser, danach mit Azeton zu spülen, dann das Ganze mit einem Föhn zu trocknen (Verdunstungskälte des Azetons !), anschließen und gut ein zu ölen.
So sollte eigentlich nichts passieren ......
Bleibt nur die Frage, ob man unbedingt jeden Metallabrieb aus dem Lauf entfernen sollte ... ?
P.S. Der Hauptbestandteil des Laufstahls - Eisen- wird jedoch praktisch
nicht angegriffen! Hat ein Einwender denn je die Eisenkonzentration der
Reinigungslösung nach 24 stündigem Verweilen im Lauf bestimmt? Diese Größe -
neben der Konzentration anderer Kationen (Ni, Cr ...) - sollte doch ein Maß für
die Erosion sein, oder ?
Copper Fouling
I tried to remove fouling after shooting rounds of pure copper bullets with several products, also including the Barnes product. Always it was a bothersome and very tiring procedure and I got fed up. And it was desesperating to still see a shiny golden layer on the rifling.
Then I tried it on the lazy side and just plugged the muzzle with rubber plugs. Cork will do certainly the same. I took out the action and set the rifle muzzle downwards into a plastic bucket, filled a 20 ml disposable syringe [Spritze] with 25 % Ammonia, available in pharmacies, medical supply drugstores on order (NH4OH - do it in open air with solid plastic gloves, irritates lungs) and filled the entire barrel till good half of the cartridge chamber. Then I let it work for its own for 24 or 48 hours and afterwards just let the nicely blue colored liquid out, run a cotton swab and another lightly greased through the barrel and had a perfect bright silver metallic look inside. No hazzle, no corrosion no golden shimmer anymore!
Waidmannsheil - Good Hunting Reinald
Ralph Ergas , M.D. Rochester , Vermont USA
Guten Morgen Herr Docter ! I think you may be doing harm to your barrel by letting the ammonia sit there so long . I would only consider such drastic cleaning for a very fouled barrel . The easiest method I have found is to use Forrest Foam which is made in Finland and should be readily available from Frankonia or Kettner.
Weidmannsheil!
Dr. Reinald v. Meurers
Actually, the rate at which ammonia reacts with modern steel is so slow, it would take a lifetime for it to degrade the barrel.
Nach Auskunft von Metall-Spezialisten ist es völlig belanglos, wielange das Ammoniak im Lauf bleibt. Ohne Sauerstoff kann Eisen sowieso nicht korrodieren! Mikrorisse - ja, wenn die - so groß, daß Ammoniak da reinkriechen kann, da sind, taugt der Lauf eh überhaupt nichts - könnte höchstens bei Uralt- oder indischem Damast auftreten... Im übrigen sind Robla oder Barnes CR auch nur verdünntes Ammoniak ! Jeder soll nach seiner Fasson selig werden! Ich werde jedenfalls meine Läufe so behandeln und mir viel Mühe sparen. Und wenn er denn statt 20 Jahren nur 18 hält, ist es mir auch recht, ein neuer Qualitäts-Lauf von Heym kostet um 400 Mark.
Was soll dann die Aufregung?
Michael Corey
I use a product called SWEET'S 7.62 SOLVENT . It contains 5% ammonia and
claims to be harmless to steel . It is thicker that straight ammonia so it
clings to the bore. The instructions say, not to leave it no more than 15
minutes in the bore. S I'd follow that advice!
Thomas Vock antwortete auf mein Frage
"Könntest du bitte genauer schreiben, wie du deine Gruppen "mit Öl" und "ohne Öl" schießt?
Moin Lutz,
na ja, bei "Öl" denk' ich nicht gleich an 4 Liter 15/W40, sondern an einen "mit Hoppes Nr.9 gründlich gereinigten und danach nicht wieder geschoßenen Lauf". Ich mache es wirklich so: Einen Schuß auf die Scheibe, wische "naß" , schieße zwei Mal, wische wieder, zwei Schuß, usw... Ich führe meine Büchsen immer mit einem "Hauch Hoppes Nr.9" im Lauf.
Meine Erfahrung zeigt, "Ein Hauch Nr.9" kann der Genauigkeit nicht viel anhaben, sollte im Zweifel bei jeder Waffe einzeln geprüft werden.
Gruß
Thomas
Betreff: Re: [Fullbore] Skyboom bullet Datum: Wed, 21 Jun 2000 13:41:45 -0600 Von: Rick Lowe <ricklowe@direct.ca>
"David E. Hickey" wrote:
> I looked at the web site http://skyboom.com/gscustom/ and the one thing I noticed was that the bullet is made from pure copper. Just like the Barnes X bullets I would only expect to get a few shots off before jacket fouling caused a noticeable degradation in performance.
Lutz is pretty heavily into hunting as we may all have noticed, so the "degredation in performance" may be relative to how many rounds you are talking about and at what distance it becomes significant. Lutz probably hasn't shot at too many deer at 800 or so yards lately...
As to the Barnes X, I have solved the problem of their fouling my hunting rifles by lapping the bores and dipping them in a liquid moly solution I make - I expect the spray on/tumble on methods would work just as well. Although the dip stuff does leave a significantly thicker coating.
Subject: Re: [Fullbore] A Peake Ammonium
Oletate
Date: Sat, 30 Oct 1999 06:26:52 +0100
From: "David Jackson" <Ddjacko@tesco.net>
To: <fullbore@scorpion.winshop.com.au>
Hi , there all you budding chemists. This is the Formula and how to mix it! You
must mix the ingredients in this order to get the best results
Tofa (2-3 % rosin ) 18% 710 cc
you can use Oleic acid but Tofa is best
Ethanol (95% ) 15% 660 cc
Distilled Water 54% 1,940 cc
Ammonia (0.89 % ) 13% 520 cc > Surely, your formula should
read 0.890 specific gravity ammonia and not %.
Total 3,830 cc (one US gallon 3,785 cc). It will make a clear yellow liquid with
an sg of 0.95 and a pH of 10 a.p.p. Mix outside or in a well ventilated room ,
wear safety glasses and rubber gloves . Also put a peg on your nose !! This
stuff stinks!! You will need a 5 gallon open top plastic drum to do the mixing
in you will also need a drill fitted with a paint mixer to do the stirring with.
The chemicals will foam a little when you mix them but not too much, you need to
stir them for at least 30 minutes. 1 hour is better allow to settle down and
then bottle.
Well boys what you have just made is Ammonia Oleictate which is a copper
removing Ammonia soap which I call Tweets 303 !!!
Jacko
Tall oil is a byproduct of the process used to make paper, and it is usually fractionated into a number of useful products for the coatings, paper-making, and lubrication industries. Recently, tall oil extracts have also found use as a starting material for the isolation of functional food ingredients which can lower cholesterol in humans. http://www.gp.com/chemical/products.asp?RC=1&;KW=&;BS=100|Tall%20oil%20fatty%20acid&;DC=4|Pine%20Chemicals http://www.gp.com/chemical/pine.html shipped in Tanktrucks and Railcars
> From: Philip Morris <pudjum@lineone.net>
To: fullbore@hawk.winshop.com.au
<fullbore@hawk.winshop.com.au>
Date: 24 December 2001 10:12
> Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent
T'was written... "Tofa"What is this stuff?
From: "David Jackson" <Ddjacko@tesco.net> To: <fullbore@hawk.winshop.com.au> Sent: Monday, December 24, 2001 6:22 PM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent
Gaz, If you dont know what Tofa is then there is not a much point in going into any Tec details about it only to say that is a higher grade of Oleic acid. Now for years I,ve seen posting to this list from so called experts on all thing that go bang , that have not a clue when it come to cleaning gun barrels, so the best thing is to let them carry on in there fools paradise, but as for me I like a nice easy life, Mr Sweets come up with the easy way to rid a barrel of copper, so I,ve made my own version of Sweets which is a improved formulary and have use it for many years with no adverse effects on any of my barrels, and now most of the guys that I shoot with use it, and they have not got any problems, so which camp do you fall into,? are you a Sweets user,? or are you a barrel abuser?
Jacko.
Tall oil is a byproduct of the process used to make paper, and it is usually
fractionated into a number of useful products for the coatings, paper-making,
and lubrication industries. Recently, tall oil extracts have also found use as a
starting material for the isolation of functional food ingredients which can
lower cholesterol in humans.
http://www.gp.com/chemical/pine.html
Shipped in Tanktrucks and Railcars!
So many questions:
How many Shots to upuse a Tanktruck Tweets 303 then?
Will the Barrel last that long?
Lutz
Tall Oil Fatty Acid (Tofa) CH3-(CH2)16-COOH Carboxyl functional = 1, Mole Weight 281, Equivalent Weight 281
Tall Oil Fatty Acids (TOFAs) Westvaco oleochemicals provide a variety of distilled functional fatty acids based on tall oil, which are derived from the sulphate pulping of softwood in papermaking. These basic fatty acids, primarily C-18 compounds with small amounts of both C-16 and C-20 acids, are excellent raw materials for the production of high-quality dimer acids, esters, alkyd resins, flotation reagents, metalworking fluids, imidazoline corrosion inhibitors as well as soaps and detergents. TOFAs are generally categorized by the Pine Chemicals Association as those products containing under 2% rosin acids and those containing 2% or more rosin acids, but at least 90% fatty acids.
http://www.westvaco.com/products/chemicals/oleo/oleochem_dynamic.htm?oleobody_dynamic.htm?/products/chemicals/oleo/tofaintro.htm
"Lutz Möller" <>
schrieb:
> Nun habe ich hier ein englisches Rezept für etwas ähnliches. Leider verstehe
ich die Sache nicht so ganz.
>
> Könnte mir einer der Damen oder Herren bitte sagen
> 1. Was ich nehmen muß?
> 2. Wie sich die ergeben Substanz auf deutsch nennt? Ammoniumoleat,>
vielleicht?
genau.
Tofa (2-3 % rosin ) 18% 710 cc you
can use Oleic acid but Tofa is
Tofa scheint für Tall Oil Fatty Acid zu stehen (google), könnte demnach ein
Überbegriff für die (ungesättigten) langen Fettsäuren sein. Oleic Acid ist
Ölsäure, C17H31COOH (IIRC). (=Stearinsäure mit C9->C10 Doppelbindung)
> Ethanol (95% )
15% 660 cc: Trinkalkohol / Brennspiritus.
> Distilled Water 54% 1,940 cc:
Destilliertes Wasser (wohl auch Leitungswasser, wenn man in einer kalkfreien
Region lebt)
> Ammonia (0.89 % ) 13% 520 cc:
Ammoniakwasser, Salmiakgeist, sind die deutschen Begriffe, ansonsten rechne halt
Mengen um.
> Also put a peg on your nose !! This stuff stinks!!
Wie du liest, haben wir hier ja auch Gestank!
> Well boys what you have just made is Ammonia Oleictate which is a copper
removing Ammonia soap which I call Tweets 303!
Es ist also Ammoniumoleat. Inwiefern das nach dem Vermischen ein basisches Salz
ist, oder Ammoniak im Überschuss (-> "äquimolarer" Puffer) vorliegt, müßte man
anhand der Mengen (aufwendig) ausrechnen. Dieser Stoff ist, wie es dasteht, wie
eine Seife aufzufassen. Theoretisch: Wenn das NH3 das Cu komplexiert,
sinkt die NH3 -Konzentration. Im Endeffekt liegt hier ein
Gleichgewicht vor, sodaß NH3 nachgeliefert wird (LeChâtelier) und
weiteres Cu komplexieren kann. Der Vorteil dieser Lösung könnte sein, daß sie
nicht ganz so stark stinkt und gleichzeitig wegen des Fett/Seifencharakters Rost
entfernen könnte.
weihnachtliche Grüße,
Armin
Oleat (Salz der Ölsäure) M = 281 mol / l Formel: C17H33 COO - 18:1(9); F. 13 -16°C
Luftentfeuchter
In Saudi-Arabien stehen an den durch die Wüste führenden Straßen haufenweise verunglückte Autos. Da sie den ehemaligen Besitzern gehören, darf sie nach dortigem Recht niemand entfernen. Selbst die Entnahme einer einzigen Schraube gilt als Diebstahl.
Wenn die Ruine nicht verbrannt ist, schaut das Blech wie neu aus. Einziger der Lack (und das Glas) verschleißen, nämlich durch Sandstürme. Regnen tut es dort sehr selten und anschließend wird die Luft gleich wieder getrocknet. Evtl. entstehende Rostspuren werden gleich wieder sandgestrahlt.
Eine zweite Möglichkeit der natürlichen Konservierung sieht man bei den Eskimos. Bei den dortigen Temperaturen ist Edelstahl ein absolut unnötiger Luxus.
Leider lassen sich beide Möglichkeiten schlecht vollständig auf den Waffenkeller übertragen. Somit stellt ein Luftentfeuchter eine sinnvolle Ergänzung dar. Im Winter darf man ihn getrost ausschalten, da durch den niedrigen Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft die erwärmte Luft im Keller sowieso nie wesentlich über 60 % relativer Luftfeuchtigkeit steigt. Im Sommer bietet er eine willkommene Ergänzung der Vorräte an echt destilliertem Wasser; nicht bloß demineralisiertem. Die Hausfrau - und bei mir die ganze Nachbarschaft dankt. Ich hole in 14 Tagen abhängig vom Wetter bis zu 20 l Wasser aus der Luft.
Neue Geräte sind teuer, gebraucht kriegt man sie zunm Preis einer ebenfalls gebrauchten 9mm para, also 200 bis 300 DM. Meine erstes Gerät habe ich selbst gebaut, aus einem Wirtshauskompressor und 2 Wärmetauschern. Der erste Tauscher kühlt, der zweite heizt wieder auf. Unter den ersten Tauscher eine Auffanggefäß (Photoentwicklungsschale mit Loch für Kanister darunter) und irgendwo einen Lüfter, der die Luft durch beide, vor allem den ersten, Wärmetauscher führt - fertig. Eigentlich sind doch die meisten Sammler hier wahrscheinlich Edeltechniker, denen so eine Arbeit ein Klacks sein sollte.
Übrigens wirkt auch ein offener Kühlschrank als Entfeuchter, wenn man einen Ventilator und ein Auffanggefäß richtig anbringt. Die chemischen Mittel hingegen sind nicht besonders leistungsfähig, und außerdem mit ständiger Arbeit verbunden.
Und die muß man gewohnt sein - sonst hält man sie nicht aus!
Fritzchen
Bleirückstände zu entfernen
Von: Martin Jangowski <maja@birdland.rhein-neckar.de> Foren: de.alt.technik.waffen RSind36852 <rsind36852@aol.com> wrote:
Zitat
Ich habe mir Mittwoch eine Flasche Robla Solo von Klever gekauft, bin aber noch
nicht richtig begeistert. Beim Durchziehen von Filzen und nachwischen mit der
Messingbürste hat sich noch nicht alles gelöst und ich sehe noch immer Blei in
den Zügen. Außerdem hat der Lauf jetzt vorn und hinten einen unterschiedlichen
Glanz bekommen (~ 200 Schuß alt, nur Blei). Ich werd noch ein paar hundert
Schuß abgeben, bevor ich meinen Händler frage, ob das so OK ist.
Oops, den Thread sehe ich jetzt erst.
Meiner Erfahrung nach (und ich hab schon kiloweise Blei aus meinen Läufen geholt) gibt es genau drei Mittel, die die ernsthaft Blei aus Läufen entfernen (in der Reihenfolge der Wirksamkeit):
Bleiräumer mit Gummipropf, Schraube und Messinggitter (keine Ahnung, wer die Dinger verkauft...)
Edelstahlbürsten
Bronzebürsten
Alles andere geht nicht. In meiner wirklich aktiven Zeit (vor knapp 10 Jahren) hab ich im Training pro Woche 500-1.000 Schuß .38 Spcl, .45 ACP und 9 Para leicht gemäßigte Gebrauchsladungen mit Blei verschossen und nach einiger Zeit wirklich Erfahrung im Bleiräumen bekommen.
Nach einigem Suchen kam folgendes raus: Die Lufoberflächengüte ist sehr wichtig. Der (Blei-) Lauf meiner Sig 210-5 ist praktisch nie verbleit. Allerdings war deren Laufoberfläche volkommen. Der Python war ohne Schwierigkeiten, nachdem ich rausbekommen habe, daß der Geschoßdurchmesser _nicht_ nach den Laufmassen (da ist der Python recht eng mit .354 Zugmaß), sondern nach den Kammermündungen mit .357 - .358 festgelegt werden muß. Mit den kleinen Geschossen (besonders wenn hart, so wie meine) verbleite der Lauf gnadenlos (nach 15 Schuß...lamettaaehnliche Fäden ). Mit den .357er Geschossen (mehr gab die Kokille nicht her) war zwar nach einem vollen Programm (65-70 Schuß) auch angesagt zu reinigen, es kamen aber nur ein paar Krümel Blei heraus.
Der Lauf meiner Goldcup war nicht sonderlich toll, stand aber auch ein volles Wettkampfprogramm durch.
Ich reingte immer so: Nach dem Schiessen ziehe mit Schmetterlingspflaster und "Shooters Choice" ein paarmal feucht durch, dann ziehe zwei trockene Pflaster durch, dann ziehe mit Bleiräumer oder Bronzebürste trocken durch, dann ziehe nochmal feucht mit Shooters Choice durch.
Ich versuchte nur einmal zum Testen wässrige Ammoniaklösungen. Das Zeug war mir aber _ausserst_ unangenehm und wirkt 'eh nur auf Tombak. Dafuer ist aber Shooters Choice besser (hab ich mir in den großen Flaschen immer aus Amiland mitbringen lassen, ist hier zu teuer...) Vergiss also Robla Solo usw.
Also: Kauf Dir einen Bleiräumer (So einen Satz mit dickem Alu-Putzstock, in den auch die Bronzebürsten reinpassen, einem verstellbaren Vorderteil mit Gummiknuddel und runden Messinggittern sowie einem Teil für den Übergangskegel) sowie ein paar Bronzebürsten. Messing macht nur gelbe Streifen auf dem Blei, ist völlig wirkungslos. Es kann sein, daß man die Bronzebuersten in .de nicht so leicht beaschaffen kann. Ich hab den ganzen Krams damals in großen Paketen aus Amiland bezogen.
Martin
--
| Martin Jangowski
E-Mail: maja@birdland.rhein-neckar.de |
| Voice: +49 621/53 95 06
Fax: +49 621/53 95 07 |
| Snail Mail: Koenigsbacher Str. 16 D-67067
Ludwigshafen Germany |
| RNInet e.V.
Rhein-Neckar Internet |
Betreff: [Fullbore] Barrel Life, Moly Coating and Moly Greasing Datum: Fri, 21 Jul 2000 20:51:17 -0500 Von: "David E. Hickey" <HickeyDE@ExecPC.com>
Ken;
I have a 20" 1:7.7 Krieger on my AR15 Service Rifle (US) that has seen nothing but molly plated bullets since day one and in 225/5.56 NATO I would have to disagree with Roy.
This is the second Krieger on this rifle. I retain one individual bullet for measuring throat erosion over the life of the barrel. I make my measurements with Stony Point tools.
My Last Krieger shot only copper bullets and by slightly over 6 000 rounds got to the point where on the US 600y target you could shoot 10s all day long (2 MOA ring) but couldn't buy an X for cash (1 MOA ring.) At this point the throat has advances something over .123" (about 60 rounds per .001" of throat erosion.) This barrel shot 50% 52g bullets, 25% 68/69g bullets (both loads with AA2015BR) and 25% 80g bullets (w/N140.)
My current barrel has 7 400 rounds through it. It has eroded .074" (just shy of 100 rounds per .001" of throat erosion.) It will still shoot a decent X count when I do. This barrel has shot 75% 69g (AA2015BR) and 75g (VV N135) bullets and 25% 80g bullets (VV N140) and I am taking it to our national matches next week.
Yes I have to crank up the powder charges by 1 to 2 grains to maintain velocities but it is still shooting well enough to be worth shooting and collects very little copper, though I must admit that I do clean it every 100 rounds or so with Remington Bore Cleaner and a mixture of Kroil (a penetrating oil) and GM Top engine Cleaner (for a bit of ammonia so I can keep track of (and remove) jacket fouling.
Originally I only cleaned it every 300 rounds or so and mostly with Kroil/GMTEC. About every 1 000 rounds I used Remington Bore cleaner. At about 6 000 rounds I got a chance to examine it on Jack Kriegers bore scope (never do that to a barrel you still intend to shoot, it will scare you into retiring an otherwise usable barrel before it's time) and noticed some light pitting about 3/4 of the way to the muzzle and it was coppering more than I liked. At that point I switched back to cleaning after every days shooting and it has improved, though I may be getting about 10 fewer rounds per .001" of throat erosion.
Does Moly improve accuracy? Yes and no. When the barrel is new groups are not appreciably smaller than one might expect with good bullets and a good barrel. They ARE a little rounder, especially with long bullets (80g MKs.) Molly DOES appear to extend accuracy life so in that context, yes it does.
I believe Molly does introduce an additional risk. Sulfur occurs naturally with molly and some Molly may contain as much as 40% sulfur. The need to clean only every 300 rounds or so, along with the the combustion products of Sulfur I believe CAN lead to the light pitting I observed. Better housekeeping and paying attention to the sulfur content of your molly powder can I believe eliminate this problem.
Will I continue to Molly plate? I believe so, though the initial test (my current barrel) is still running and all of the data is not in yet, but it does look like it is worth the effort. I like Jack Krieger and prefer to give him my business when I can, but hey, money is money and Mollying bullets seems to save me money without compromising match performance.
One other thing I noticed: I have a 223 varmint rifle with a Remington barrel on it, for that I tryed to develop a 40g bullets load and a .243 with a Remington tube. The rougher Remington barrels (compared to a Krieger) do not appear to jacket foul any less than with moly than without. I have also spoken to people shooting heave .30 caliber bullets at more than 3 000 f/s in good quality (hand lapped match grade) barrels. They have also not noticed the lower jacket fouling so I suspect that mollies benefit are fragile and only present at moderate velocities and smooth barrels.
Dave Hickey
Upstart Colonial.
Betreff: Geschoßrückstände
Hallo Lutz Möller,
vieleicht können Sie mir weiterhelfen. Ich verschiesse mit meiner Büchse R 93 Kaliber .300 Win Mag TIG und TUG Geschosse von RWS. Diese haben vernickelte Flusseisenmäntel. Meine Frage nun: Wie bekomme ich die Nickelrückstände wieder aus dem Lauf?
Mit freundlichen Grüssen Peter Schnoor
Betreff: Re: Geschoßrückstände Datum: 02 Sep 2000 17:41:29 GMT Von: lortzing36@aol.com (Lortzing36)
Lutz,
Meine ganze Vorkriegsliteratur - in der doch Flusseisenstahl / vernickelt, auesserst populaer war, spricht auch nur von Ammoniakloesungen. Also, die heute verwendeten, auf Ammoniak basierenden Loesungen, muessten doch okay sein?
Die electrolytic systems, as sold by Outers, muessten ja auch funktionieren, nur dementsprechend teurer...
Tschuess,
Klaus
Führe Waffen innen sauber entölt
Betreff: Re: Britische Armee hat
lausige Gewehre - frieren ein Datum:
Sat, 02 Sep 2000 23:54:35 GMT Von:
Claus <clau180174@teleweb.at>
Firma: Customers chello
Austria Foren:
de.alt.technik.waffen
Das [Gewehr friert ein] kann dir aber mit dem Steyr Aug auch passieren, weiß ich aus eigener Erfahrung aus regulären Schießübungen in den Tiroler Alpen. Wenn man die beweglichen Teile nicht entölt, kann der Verschluß bei Frost genauso festfrieren. Daß man bei Frost seine Waffe nicht einölen sollte, sollte doch bekannt sein!
mfg Claus
Betreff: Re:
Bericht: FLITZ Hülsenpolitur Datum:
Sat, 09 Sep 2000 22:01:52 +0200 Von:
Markus Laengin <markus.laengin@inka.de> Foren:
de.alt.technik.waffen
> RW77 ?? Erzähl mehr. Was ist es? Ein Konzentrat auf Ammoniak-Basis mit pH10, 2-10%ig anzuwenden
> Woher bekommt man es? Dort wo es US-Geräte gibt. Hofmann/Mellrichstadt hat auch eines, das angeblich von derselben Firma kommt, die früher RW77 gemacht hat, und besser sein soll. Preislich tun sich die nix. Mir reicht RW77. Mein Bad ist allerdings heizbar und mind. 50°C sollte es schon haben.
> Greift es das Messing an? Wenn Du die Hülsen über Nacht vergessen solltest, sind sie stumpf =>viele Stunden im Tumbler....
> Entfernt es Schwarzpulverrückstände? Keine Ahnung. Von Bandelin gibt es eigentlich für jeden Zweck das richtige Konzentrat. Andere Firmen sind auch noch da.....
> Ich suche immer nach guten Mitteln, nicht nur zur Hülsenreinigung sondern auch zum Reinigen von Instrumententeilen oder Ähnlichem. Ist es eines der vielen Mittel auf Seife- und Ammoniakbasis?
s.o.
Markus
Best of all sind immer noch passende VFG-Filze. Nach dem Schuß gehe so vor: Ziehe mit WD-40 satt getränkten Filz durch den Lauf. Lasse den sich 24 Stunden sich selbst über. Dann wische solange trocken, bis die Filze sauber bleiben.
Tombakentfernung: Nach allgemeiner Reinigung entferne Tombak mit Ammoniak-Lösung (10-25%). Wische mit Wasser nach, wische trocken und dann wieder bis zum nächsten Schießen WD-40 in den Lauf.

TUG-Schrott, vernickeltes Eisen mit Bleikern
Nickel im Lauf verhindert man eigentlich nur durch konsequente Vermeidung von
vernickelten Geschossen. Man muß nicht unbedingt TIG oder TUG schießen.Es gibt
durchaus gute Alternativen.
Waidmannsheil!
Jens Kraglund
Hallo Herr Möller,
Ich bin aus der Tschechischen Republik und Fan für Jagd- und Sportschießen seit
etwa zwanzig Jahren. Davon etwa zehn Jahre befasse ich mich mit Laborieren von
Jagd- und Sportpatronen verschiedener Kaliber und Ausführungen. Auf
Internetseiten fesselten mich die Projektile Möller KJG,
die ich kaufen und prüfen in Praxis möchte. Es handelt sich um die folgenden
Kaliber: .224, .243, .284, .308, .366. Ich weiß nicht in welcher Packung sie
geliefert werden, aber zur Prüfung genügen mir je 100 Stück von jedem Kaliber.
Nirgendwo las ich in welcher chemischer Zusammensetzung die Patronen Möller KJG erzeugt werden, der Inhalt Cu, Zn, Pb u s w, woraus sich die Ansprüche auf die Reinigung des Gewehrlaufes ergeben. Aus meinen Erfahrungen weiß ich, daß zumal die Patronen Barnes einen beträchtlichen Ansatz hinter sich lassen, der einen negativen Einfluß auf die Genauigkeit des Schusses hat, vor allem nach mehreren Schüssen. Diese Ansätze kann man mit Ammoniakwasser entfernen, denen Sie auch eine Passage in Ihren Materialien widmen. Es handelt sich jedoch nicht um direkten Zusammenhang mit den KJ-Geschosse.
Ich bin überzeugt, daß die KJ-Geschosse die Spitzenqualität haben, und deshalb
bitte ich Sie um Hilfe bei der Verschaffung dieser Komponenten.
Mit Gruß Lumír Bieroš, Montag, 21. November 2005 20:00
Guten Abend Herr Bieroš,
Lutz Möller Geschosse sind aus niedrig legiertem Kupfer (99%). Von der Laufablagerung sind die als gedrehte reibungsarme Führbandvollgeschosse überhaupt nicht mit den gepreßten Barnes zu vergleichen.

Diese vergrößerte Führbanddarstellung eines abgeschossenen Lutz Möller Geschosses zeigt die gasdichte schmales Führbandoberfläche und den im Schuß berührungslos gebliebenen Schaft mit feinen Drehspuren.

Der platte Restbolzen durchdringt das Wild schulterstabil. Der Schaft ist unberührt. Gleichwohl lagert sich beim Schuß von den schmalen Führbändern Kupfer ab, daß Sie mit Salmiakgeist = Ammoniakwasser schonend und rückstandslos entfernen können. Meist langt eine Reinigung nach 40 Schuß. Die schnellerem Patronen verkupfern eher als langsamere. Alles weiter per Email
Waidmannsheil nach Tschechien, Lutz Möller,
Forrest Rohrreinger entfernt Kupfer mit farblicher Anzeige (blau) fast ohne Arbeit und spart dabei noch Reinigungsfilze.

Millfoam Forrest Bore
Cleaner
(geschäumtes Ammoniumoleat) einfach anzuwenden, hervorragend wirkend, ist sehr
zu empfehlen!
Lutz Möller, 14. April 2007,

7 mm Rem Mag Möller KJG Munition aus geputzter Waffe mit Ölschuß
Hallo Lutz,
ich nahm heut mal die Kamera mit. 1. Schuß nach dem
Putzen und 2.-5. siehst du ja selbst. So sieht fast jede Ladung mit den
Möller KJG aus.
WH aus Norwegen, Ronny, Freitag, 15. Juni 2007 00:07
Danke Ronny,
für dein Mühe. Sie zeigt deutlich, man solle sein Waffe dreckig in den Schank stellen, wenn der nächst Schuß am gleichen Fleck, wie der vorige sitzen soll. Muß hingegen der Reinschweißungsabrieb mal wieder chemisch entfern werden Salmiakkeist = Robla, Ammoniumoleat = Milfoam Forest, je nach Mündungsgeschwindigkeit zwischen 10 und 40 Schuß, in etwa so> 1.100 m/s 10 Schuß, >1.000 m/s 20 Schuß, > 900 m/s 30 Schuß, > 800 m/s 40 Schuß, trifft der geputzt Lauf anders. Das heißt die Waffe muß im Revier einmal angeschossen werden, damit der Folgeschuß aus dem nunmehr eingeschossenen Rohr, dann wieder wie erwartet sitz.
Lutz Möller, 15. Juni 2007,
Hallo Lutz,
ich kann dir nur recht geben. I ch putze gründlich mit Robla Solo bis nichts
mehr im Lauf ist, anschließend mit Öl und zum Schluß mit Spiritus um das Öl
vollständig zu entfernen. Trotzdem braucht der Lauf den Schmauch, um wieder zu
treffen: Bei einer Waffe mehr und bei der anderen weniger.
Gruß Ronny Gløckner, Samstag, 16. Juni 2007 00:03
Ronny,
Spiritus löst Öl nicht. Nimm besser Benzin oder Aceton!
Gruß Lutz
Hallo Lutz,
kann man den Ölschuß mit jeder beliebigen Patrone feuern,
oder muß das die gleiche Patrone sein, die man hinterher schießen möchte?
Liebe Grüße, Jan, Sonntag, 30. März 2008 13:23
Jan,
wenn du genau treffen willst muß es die gleiche sein. Schließlich soll ein längerfristig (d. h. bis zu nächsten Entkupferung) gleichbleibender Zustand heergestellt werden. Das kann nur das immer gleich Geschoß mit immer dem gleichen Pulver bieten.
Gruß Lutz,
Servus; zum Thema Rohr frei zwei Seiten:
http://foren.waffen-online.de/lofiversion/index.php/t314671.html
Muß es denn Schaum ( aus dem Ausland) sein? Deutsches Sidol Backofensprüh (Schaum) löst auch. Vergleiche die Preise!
Mit Wai hei, Wolfgang Paa, Hirschau (Oberpfalz), Freitag, 15. Juni 2007 17:43

Oben: Möller KJG Munition
Unten: Romey DWM Starkmantel
Hallo Lutz,
vor 3 Tagen ist die langersehnte
Möller KJG-Munition eingetroffen und ich hatte gestern Zeit, meine alte
Sauer 80, Bj. 1973 auf
dem Stand zu prüfen. Bisherige Munition in der Sauer war die DWM
Starkmantel von Wolfgang Romey.

Volker Liebichs LiMa und Wolfgang Romeys 7x64 Schachteln
Nicht daß ich es nicht geahnt hätte, aber Möller KJG-Munition ist tatsächlich äußerst präzise ☺! Ich schoß zuerst auf eine alte Scheibe jeweils 1 Schuß von jeder Munition, um ggf. die Zielfernrohreinstellungen zu ändern (kein Bild).
Danach habe ich die alte Sauer 80 gereinigt (Filzpropfen
+ Robla Solo). Weil
ich es nicht abwarten konnte, habe ich dann 5 Schuß auf eine normale
Zielscheibe mit den Möller KJG abgegeben. Leider auch ohne den Lauf abkühlen zu
lassen, aber das Ergebnis spricht trotzdem für sich :

7x64 Vergleichsscheibe Lima gegen Romey
Danach habe ich die Waffe auskühlen lassen und habe 5 Schuss ohne zu reinigen und ebenfalls ohne zwischendurch auskühlen zu lassen mit der WR DWM Munition geschossen (Mitte unten). Hierbei muß ich sagen, daß ich mir hierbei wirklich nicht besonders viel Mühe gegeben habe. Da mich dann eine Art schlechtes Gewissen plagte , habe ich die DWM Starkmantel nochmals ohne zu reinigen , aber diesmal mit 10-minütiger Pause zwischen den Schüssen und mit viel Mühe unten links auf den schwarzen Haltepunkt abgegeben.

34 Jahre alte Sauer 80 von 1973 in 7x64

Danach habe ich mit Hilfe Deiner Zielscheibe die betagte Sauer auf das Lutz Möller Geschoß eingeschossen.

Treffer
Leider war danach die Batterie meiner Kamera volkommen ausgeschöpft, leer; Ende!

Fleckschuß
Vielen Dank schon mal von hier aus und ein schönes Wochenende.
Gruß, Axel, Samstag, 12. Mai 2007 10:41
Moin Axel,
danke dir für deinen Bericht. Er zeigt deutlich den sogenannten „Ölschuß“. Auch wenn in deinem Lauf gar kein Öl mehr drin war. Der „Ölschuß“ bezeichnet die Abweichung der ersten Treffers nach dem Reinigung von der sonstigen Trefferlage. Jede Waffe muß zum Gebrauch erst eingeschossen werden und dann in dem (Dreckigen) Zustand weiter benutzt zu werden. Denke an die Sportschützen, die bei Wettkämpfen ohne zu putzen teils Schußreihen von 60 Schuß in drei Zwanzigergruppen hintereinander wegschießen und treffen. Die Polizei sagte mir mal, wenn die zu Einsätzen führen, bei denen vermutlich scharf geschossen werden müsse, hätten die eine Sandkiste, in die die gereinigten Waffen aus der Waffenkammer erste einmal abgefeuert würden, damit im Einsatz der erste Treffe säße. Bei Geiselnahmen und ähnlichen Lagen haben die wie wir anderen Jäger nämlich keine zweite Chance!
Mitte Juli werde ich damit in Botswana auf Gnu reisen, sieh auch hier!
Gruß Lutz, 12. Mai 2007
Moin Herr Romey,
so eine Vergleichsprüfung unter Zeugen auf 100 und 300 m, allerdings mal ernsthaft auf Leistung geschossen, wäre doch mal ein gute Sache. Hätten Sie Lust? Ich wäre dabei!
Waidmannsheil, Lutz Möller, 12. Mai 2007
Lutz,
das sieht auf
Deiner Seite gut aus ! Auch wenn ich wenig
glücklich über die Nennung meines Nachnamens bin ... nicht das ich mich
schäme oder so, es hat leider heutzutage fast NUR Nachteile über google im
Zusammenhang mit scharfen Waffen etc gefunden zu werden ... Daher würd ich
mich freuen , wenn Du es bei "Axel" belassen könntest. Vielen Dank schon
mal.
Eine weitere Sache betrifft die alte Sauer. Jetzt mit der neuen Munition,
würde ich mich sogar trauen, sie etwas weiter (150-220m) rauszuhalten. Ich
weiß, du bist kein Büchsenmacher, aber wie du gesehen hast , ist auf der
alten Dame ein 2,5-10X52 Zeiss auf SEM, nicht gerade das beste Glas für
weite Entfernungen. Meinst du , oder hältst du es für durchführbar, die SEM
herunter zu nehmen, Sauer - Schwenk - Montage drauf und neu brünieren ,
damit ein neues Glas ( S&;B oder Svaro) vernünftig drauf sitzt ? (Gleiches
gilt für die baugleiche Büchse, allerdings in 8X68S , Bj. HG ( glaube das
ist 1975) )
LM: Zu teuer, lasse lieber das Absehen auf ein passendes
Feines umrüsten.
P.S. Die Erprobung der 7x64 auf
Rehwild erfolgt hoffentlich noch in den nächsten
14 Tagen (der erste Bock hat sich meinen Hochsitz schon aus der Ferne
angesehen ... :)
Gruß, Axel
Ach so, sollte sich Wolfgang Romey ( wider Erwarten) tatsächlich zu
einem Duell nötigen lassen, würde ich gern dabei sein !
Sehr geehrter Herr Möller,
meine dicke Berta (beschrieben in
mittelfränkische Kopfschmerzpille) stand seit diese Schuß im Schrank.
Entsprechende Luftentfeuchtersäcke die regelmäßig (1x wöchentlich, Sonntags nach
dem Brötchenaufbacken) getrocknet werden sind vorhanden. Nach diesem Schuß wurde
2x mit QuickClean durchgezogen.
Der 8x68S Jagdmatchlauf wurde nach Beschuß geläppt, so das man sagen kann, er
wurde mit Möller KJG „entjungfert“.
Vor diesem
Kopfschmerzpillen Schuß (etwa 30 Schuß einschließlich
Ladungsleiter) wurde der Lauf mit
Shooter´s Choice grundgereinigt und stand 4 Wochen unbenützt im Schrank. Der
Lauf war innen trocken, da vor der Einlagerung 3x mit trockenen Pflaster
durchgezogen wurde. Nach 4 Wochen zog ich wie gewohnt vor der Montage diesen
Lauf mit einer QuickClean Schnur durch. Der Durchzug hatte fast keinen
Widerstand, vergleichbar mit dem Durchzug nach der Läppung.
Gestern, also nach 20 Tagen holte ich Berta aus dem Schrank und zog wie gewohnt
vor dem Jagdaufbruch mit QuickClean durch. Die Schnur ließ sich fast nicht
durchziehen. Nach Blick mit einen MiniMag in den Lauf habe ich zumindest an den
ersten 10cm in den Übergängen zwischen Felder und Zügen blauweißliche feste
Ablagerungen gesehen. An etwaigen Rückständen von Shooters Choise und
Luftfeuchtigkeit kann dies meiner Meinung nach nicht liegen. Die anderen Läufe
die „ich gestehe“
- noch - mit Tombak geschossen werden, weisen diese Merkmale nicht auf.
Nach 5 - 6-maligen Durchziehen mit entsprechenden blauweislichen Wölkchen füllte
sich der Durchzug besser, aber immer noch wie bei einem "dreckigen" Lauf an. Ich
bin das Flutschen gewöhnt und frage ganz offen, was das sein kann.
Waidmannsheil, Hary Danner, Sonntag, 21. Oktober 2007 12:52
Hallo Lutz,
hast Du Lust das hier mal zu lesen? Kann wahr sein, daß das Geschoß nach der Zündung während des Durchganges mehrfach halten kann?
LM: Ja. Der Mann und sein Bericht klingen glaubwürdig.
Was hältst Du von dem Molly coating Prozess für den Lauf?
LM: Für Lutz Möller Geschosse
nicht erforderlich. Nach dem Öl- oder Setzschuß schießt
du ohne zu Reinigen dreckig bis zur nächsten Entkupferung, bei sehr schnellen
Geschossen ab 5 Schuß, aber langsamen bis 40 Schuß). Der Schmauch schmiert.
Bin gespannt was Du dazu sagst.
LM: Da Lutz Möller Geschosse als reibungsarme
Führbandvollgeschosse
leichter in den Kegel gleiten als
herkömmliche Geschosse, wirken sich die Reibungen nicht so stark aus un die
Massekräfte überwiegen. Das ist neben Fertigungsgüte mit ein Grund für die
leicht zu erreichenden guten Schußleistungen. Lies dazu
Möller KJG-Genauigkeit!
Servus, Udo, Mittwoch, 5. Dezember 2007 07:51
Moin Herr Möller; n`Abend für den Rest. Ein glückliches und gesundes 2008 allerseits.
Ich hatte letztes Jahr einen Beitrag aus einem Netzforum "
entkupfern mit SIDOL " geschickt ( steht auch irgendwo bei "Waffenreinigen"
drin)
Gestern habe ich mit einem Kumpel alte Bestände
Barnes X durch eine
.300 Win Mag gejagt. Zufällig
hatte meine Frau eine Dose Sidol-Backofenspray besorgt, die ich mir kurzfristig
auslieh ☻und mit meinen
Ammoniak-Laufreiniger verglich. Das Bild, ich hoffe, man kann es darauf
erkennen, spricht Bände:

links Werg satt ammoniaklösunggetränkt, rechts Werg leicht sidoleingesprüht
Den Werg schob ich in den Lauf, holte ihn kurz noch mal raus,
schon ihn wieder rein und lies ihn über Nacht drin. Das ergab:
Ammoniaklösung (Salmiakgeist): leicht blau, rundum gleichfarbig, löste Kupfer
sofort (kurz noch mal raus)
Sidol Backofenreiniger: tiefblau, man sieht richtig, wie der Abrieb aus den Zügen geholt wurde, löste Kupfer anscheinend nicht sofort, da das Werg beim kurz-noch-mal-raus nicht blau, sondern (Schmauch?-)schwarz war.
Der Schmauch ist jetzt verschwunden, oder war das
schon das Kupfer? Liest ein Chemiker mit, der das erhellen kann?
Gruß und Waihei, Wolfgang Paa, Hirschau/Oberpfalz, Montag, 14. Januar 2008 20:10
Tag Herr Paa,
Ammonium-Kupfer-Komplexe sind blau. Schmauch ist schwarz.
Waidmannsheil, Lutz Möller,

Moin Lutz!
Unter Rohr frei hast Du ja einiges zur
Rohrreinigung gesammelt. Nachfolgend möchte ich Dir meine inzwischen gesammelten
Erfahrungen mit Ammoniumoleat mitteilen:
Soll man Ammoniumoleat fertig beziehen oder
selbst herstellen?
lare Antwort: Selbst zu brühen lohnt den Aufwand und die damit verbundene
Schweinerei nicht im geringsten! Fertiges Ammoniumoleat in bester Qualität
bekommt man von www.sambol.de
(Industrie). Leider ist der Preis in der letzten Zeit explodiert. Habe ich
für meinen 5L Kanister noch 64,26 Euro inkl Versand bezahlt, kostet er jetzt
160,53. Der einzelne Liter kostet jetzt mit Versand 44,41 Euro. Eine andere
Bezugsquelle mit besseren Preisen ist mir jedoch nicht bekannt.
Anwendung
Das Ammoinumoleat von Sambol ist eine gelbliche, zähölige Flüssigkeit von
deutlich ammoniakartigem Geruch, ohne jedoch den intensiv stechenden Geruch
von Samiakgeist (Robla Solo) zu erreichen. Für die Anwendung halte ich es
für zu zähflüssig. Deswegen vermenge ich es halb und halb mit Petroleum
mische.
LM: Das ist schlecht. Polare Lösungsmittel (Wasser, Alkohohl, usw. usf.) bewegen Kupferionen. Unpolare (Kohlenwasserstoffe) hingegen nicht. Ein geeignetes Lösungsmittel fördert den blauen Ammonium-Kupfer-Komplex zu bilden, ein ungeeignetes behindert den Vorgang.
Man erhält eine gelbliche, ölig-flüssige
Lösung, die später im Lauf durch verdunstendes Petroleum wieder
dickflüssiger wird.
Ein geringerer als 40% Zusatz von Petroleum läßt Teile des Ammoniumoleats
ausflocken.
Diese Lösung fülle ich in PE Spritzflaschen, aus der sie sich sehr einfach
anwenden läßt. Auf einem VFG Filz gebracht durch den Lauf geschoben löst die
Flüssigkeit den Pulverschmauch sofort vom Lauf. Das Lösen des Kupfer
erfordert mehr Einwirkungszeit als bei einem wasserhaltigem
Salmiakgeist-Reiniger (Robla Solo).
LM: Wasser ist Polar, Petroleum nicht!
Läßt man die Lösung jedoch über 2-3 Stunden
oder über Nacht im Lauf wirken, löst sie den Kupferbelag fast vollständig.
Der dicke Film im Lauf hat eine ganz hervorragende Aufnahmefähigkeit für das
Kupfer! meiner Meinung nach deutlich mehr, als ein einzelner Robla Solo
Durchgang. Nach dem ersten Wirkdurchgang wische ich den Lauf trocken und
bringe das Gemenge ein zweites Mal auf und lasse es 3 Stunden oder über
Nacht wirken. Dieser Durchgang löst den letzten Rest Kupfers an den
Feldkanten. Der Lauf muß dann nur noch trockengewischt und mit normalem
Waffenöl (zB Cito) geölt werden.
LM: Warum soll deiner Meinung nach der Lauf eingeölt werden?
Vor dem Schießen natürlich entölen nicht vergessen!
LM: Siehe Ölschuß!
Rauhe Läufe erfordern eine höhere Anzahl von
Durchgängen, da sich auch mehr Tombak im Lauf in dessen Rostnarben
festsetzt.
Sicherlich könnte die Lösung hinsichtlich der Wirkgeschwindigkeit verbessert
werden, wenn man den Anteil des Petroleums minderte und C-5 Alkohole (CAS-Nr.
78-83-1; CAS-Nr. 137-32-6; CAS-Nr. 100-51-6 ) und ein wenig Wasser
hinzugäbe. Ich halte das jedoch nicht für zwingend notwendig und bleibe bei
meiner Mischung, zumal eine solche Maßnahme die Aufnahmefähigkeit für das
Kupfer nicht erhöht, es wäre nur eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit, die
man erreichen könnte.
LM: Der Witz der Ölsäure ist doch gerade in ein polares und ein unpolares Ende zu haben. Das trifft auf Alkohole ebenfalls zu. Deshalb kannst du auf Wasser verzichten, wenn die die Fließfähigkeit anheben willst.
Allerdings um den Preis, daß man wieder Wasser mit im Lauf hat, was grundsätzlich bei nicht vollständiger Entfernung zu Rost führen kann. Ich bleibe bei meiner 50/50 Mischung, die sich sehr bewährt hat. Zumal diese den Charme hat, gar kein Wasser zu enthalten.
Achtung: Zur Reinigung von Läufen nach dem
Verschießen von Munition mit korrosiven Zündhütchen (Surplus Ostblock
Munition) muß zwingend eine Reinigung mit einem wasserhaltigen Reiniger
vorgenommen werden, damit alles Kaliumchlorat aus dem Lauf gespült wird.
Entgegen der Annahme, diese Zündhütchen enthielten Quecksilber(fulminat) ist
es tatsächlich das Kaliumchlorat, das als Oxidator hinzugefügt wird, was den
Lauf als Kaliumchlorid (Kalisalz) in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit
rosten läßt und sich eben nur in polaren wasserhaltigen Lösungen aus dem
Lauf auswaschen läßt.
In meinen Versuchen erwies sich das Ammoniumoleat - Petroleum - Gemenge für
den Laufstahl und Brünierungen als unbedenklich. Auf einem Muster nahm die
Brünierung auch nach Einwirkung über Nacht keinen Schaden.
Preis
Vor dem Hintergrund, ein Fläschchen Robla Solo mit 100 ml kostet 4,95 Euro
und eine Dose Hoppes No 9 oder Hoppes No 9 Benchrest mit jeweils 120 ml 8,00
bis 14,00 Euro kosten, sind die eigengefertigten Lösungen geradezu
preiswert. Zwei ganze Liter Amoniumoleat-Petroleum-Gemege kosten keine 49
Euro und reichen für ein ganzes Jägerleben!
Verbrauch
Je Rohrreinigung brauche ich je nach Verschmutzung 5 -15 ml des Gemenges
Vorteile / Nachteile (technisch)
Robla Solo als wasserhaltiges Salmiakgeist-Kupferlösungsmittel wirkt
eindeutig deutlich schneller auf das Kupfer, schwächelt jedoch beim
Entfernen der Pulverablagerungen, die von den petroleumhaltigen Reinigern
besser gepackt werden. Ein wasserhaltiger Reiniger wie Robla Solo perlt im
Lauf durch die hohe Oberlächenspannung auf. Man sieht beim Durchblick
Wassertropfen. Diese dürfen nicht im Lauf verbleiben, sondern müssen sofort
wieder raus. Es droht Rost! Ein wasserhaltiger Ammoniakreiniger kann die
Brünierung schädigen, meine vorgeschlagene Mischung tat das im Test nicht.
LM: Ich reinige seit Jahren mit Salmiakgeist. Die Brünierungen blieben auch
beim Überschwappen immer heil.
Petroleumhaltige Reinger, wie auch meine vorgeschlagene Mischung aus
Ammoniumoleat und Petroleum benetzen das Laufinnere vollständig (Hoppes No 9
oder Hoppes No 9 Benchrest). Deswegen kann man die Mischung auch mehrere
Stunden auf den Lauf einwirken lassen. Die Mischung wirkt auch an den
Feldkanten gleichmäßig auf das gesamte Laufinnere.
Ein klarer Nachteil ist die längere erforderliche Einwirkdauer gegen
Kupferablagerungen, weil die Lösung kein Wasser enthält. Falls gewünscht
kann man die Lösung jedoch entsprechend wie schon beschrieben "pimpen". Die
Aufnahmemöglichkeit für Kupfer insgesamt ist hervorragend und steht dem
Salmiakgeist in nichts nach.
Eigenschaften der Reinigungsmittel im Vergleich:
Robla Solo Hoppes No 9 Hoppes No 9 Ammoniumoleat / Benchrest Petroleum (50/50)
Wirkgeschwindigkeit ++ -- 0 + gegen Kupfer
Aufnahmefähigkeit ++ - 0 ++ für Kupfer
Reinigungswirkung 0 ++ ++ ++ gegen Pulverschmauch
Korrosionsgefahr im -- ++ + + auf bei Anwendung
Viele Grüße aus Kiel, Thomas Lemke, Donnerstag, 1. Mai 2008 11:48
Hallo Herr Moeller,
womit kann ich meine Läufe entkupfern?
LM: Mit Salmiakgeist =Ammoniak in Wasser gelöst. Lies Rohr frei!
Nach wieviel Schüsse mit den Möller KJG'n soll man reingen?
LM: Nach 20 - 40 Schüssen. Bei schnelleren Geschossen früher, bei langsameren seltener. Setzen Sie den ersten Öl- oder Setzschuß nach dem Reinigen in den Sand, aber nicht auf ein Ziel, weil sauber Läufe Ablage zeigen!
Die Möller KJG'e sind einfach TOP, 7x64, 8x57JRS, 9,3X62, Präzision,Wirkung auf dem Wild, Wildbretverlust gleich Null, nur positives. Nur die .22" Hornet habe ich noch nicht wiedergeladen. Ich bekomme das Pulver R910 nicht bei, habe es in Deutschland auch bestellt, und es sind schon 4 Monate her. Ich hoffe es noch kommt dieses Jahr!
Ich lese jeden Tag die Neuigkeiten durch, und habe da etwas mitbekommen. Wenn sich da etwas ändert, wo muß ich dann die Geschosse bestellen?
LM: Lutz Möller GmbH
Gruß aus Frankreich, mache gerade Urlaub am Mittelmeer (Perpignan) Alain Fritz, Mittwoch, 18. August 2010 23:02
Rückstände von Kupfer, Tombak, Bronze, Messing
stören die 15,5 cm Artillerie schwerwiegend. Ein übliches Entkupferungsmittel
ist ein Flachmaterial aus Bleifolie, das zwischen das Treibmittel und das
Geschoß gelegt wird. Beim Zünden der Treibmittel-Ladung verdampft das Blei und
diffundiert in das an der Rohrwandung abgelgerte Kupfer. Die sich ergebende
Legierung ist spröde und zerbricht leicht. Wichtig ist, daß nicht eine
Bleischicht am Geschoßboden befestigt wird, da dadurch die Hitze auf den
stählernen Geschoßkörper abgeleitet werden würde. Es muß eine frei liegende sehr
dünne Bleifolie sein; - zwischen der Folie und dem Geschoßboden muß noch ein
kleiner Anteil des Treibladungsmittels sozusagen als Trennschicht liegen.
Dieses Ladeverfahren ist auch bei Jagdgewehren in Hochrasanzpatronen
interessant. Hochrasanzpatronen wie z.B. 6,5x68 neigen zu sehr starker Kupfer-
etc. Ablagerung.
Häufige Entfernung der Ablagerungen ist erforderlich, um die Präzision der Waffe
zu erhalten. Die dabei eingesetzten Flüssigkeiten führen aber zu Oxydation
(Rost) des Stahllaufes, wenn sie nicht sofort nach der Entfernung der Ablagerung
wieder ausgewischt werden. Leider sprühen aber beim Umgang mit der
Reinigungsbürste immer Spritzer der Flüssigkeit auf Abzugsstollen (bei
Repetierern) bzw Auszieher (bei Kipplaufwaffen) und führen dort an
unzugänglichen Stellen zu Rost an gerade diesen wichtigen Waffenteilen. Schon
rein aus diesem Grund (wir reden gar nicht vom immensen Rückstoß) waren
Hochrasanzwaffen bislang bei Jägern nicht sonderlich beliebt. Durch die genannte
Methode der Artillerie kann diese negative Eigenschaft von Hochrasanzwaffen
vermieden werden. Beachte: bei Verwendung der Bleifolie sollte aber unbedingt
auf die Verwendung einer Rückstoßbremse verzichtet werden, da immer wieder
spröde Metallrückstände mit hoher Geschwindigkeit ausgeblasen werden! Ein
seitliches Ausblasen gefährdet danebenstehende Schützen erheblich.
Siehe auch DE69531960T2 12.08.2004
Herr Möller, ich bin ein großer Fan Ihrer Fachartikel und bitte Sie, meinen
Aufsatz zu veröffentlichen.
Gruß aus Österreich und Waidmannsheil!
Oberrat Mag. Dr. Thomas Mayrhofer, Freitag, 10. September 2010 23:17
Hallo Herr Möller,
ich hab mir neulich so ein „Boresnake“ zugelegt, also eine Putzschnur mit einer
Messingbürste. Der BüMa hat mir´s in die Hand gedrückt. Ich versuchte das
durchzuziehen, aber das ging wahnsinnig schwer und ich habe schlimme Bedenken,
irgendwas könnte im Lauf kaputt gehen.
LM: Ja, Sie würden den notwendigen Schmauch etnfernen.
Also hab ichs lieber gelassen, obwohl das Messing sicher weicher als der Laufstahl sein drüfte.
LM: Ja, das stimmt!
Das boresnake Kaliber ist 8 mm, ich hab mich noch
mal vergewissert.
Können Sie mir als langjähriger Profi einen Tip zur Laufreinigung geben?
LM: Ja, Rohr frei!
Gruß, Eckhard S., Montag, 13. Dezember 2010 13:19
Guten Tag Herr Möller,
wird der Reinigungsaufwand beim MJG gegenüber dem
Möller KJG wohl durch weniger Abrieb etwas geringer ausfallen?
MFG: K. Huber, Montag, 7. März 2011 15:03
Tag Herr Huber,
die Erfahrungen mit den Messingsportgeschosse legen das nahe, allerdings vermutlich nicht nur durch weniger Abrieb, sondern auch durch das im Vergleich zum „schmierigen“ Kupfer „bröseligeren“ Messing, daß sich leichter vomStahl wieer löst. Eben diese „Verbröselung“ dich Versprödung ist auch das Geheimnis einger Pulverzusätze für Sportpatronen mit denen sich lange Feuereihen ohne Änderung schießen lassen. Ich denke auch darüber gerade nach. Die mineralischen Zusätze qualmen zwar ein wenig, aber das Ziel erkennt man dennoch.
Waidmanns heil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
besten Dank für Ihre unverzügliche Nachricht. Am Kupferbelag im Lauf liegt es sicher nicht (Reinigung mit Neupurgitin vor den Sax „Möller KJG“.
LM: So? Was, bitte, ist Neupurgitin?
Sonst dürften vermutlich die anderen Geschosse anschließend (nach dem Schießen des Sax „Möller KJG“ ohne weitere Reinigung) auch streuen. Die Streuung scheint eher ein Problem der Toleranzen der Sax Fertigung zu sein, aber weniger an den Ladedaten zu liegen. Allerdings scheint zu Ihrem Hinweis Rohr frei mir ein Geschoß, bei dem ich den Belag aus dem Lauf nach ein paar Schüssen immer wieder entfernen und dann zwei Sandschüsse abgeben muß, um auf eine jagdlich anehmbare Streuung zu kommen, für den jagdlichen Einsatz (von der Präzision her) wenig geeignet zu sein (entspricht auch meinen früheren Erfahrungen mit dem Hirtenberger ABC-Geschoss). Ich bin dazu sicher nicht bereit. Warum hat wohl Reichenberg das HDB beschichtet?
LM: Weil Faude, von dem Reichenberg sein Geschoß abkupferte, das so vorsah. Vom dem steckt da kein eigenes Hirn drin!
Gruß und Waidmannsheil, Rainer Dürr, Gesendet: Montag, 21. März 2011 23:11
Mein lieber Herr Dürr,
jagdlich eignen sich meine Empfehlungen für meine Jagdgeschosse. Den bei vernünftiger Zielwahl möglich zu treffenden „Bierdeckel“ treffen Sie damit, jedenfalls auf 100 m Schußentfernung, immer. Für das Ziel, auf 100 m den Daumennagel zu treffen, auf 200 m die Streichholzschachtel, und auf 300 m den Bierdeckel zu treffen, müssen Sie sich schon mehr anstrengen (siehe Ladungsleiter)!
Jagdlich annehmbare Streuung erreichen Sie mit meine Empfehlungen mit meinen Geschossen unmittelbar - mit fremden Geschossen allerding möglicherweise gar nicht. Dazu äußere ich mich nicht weiter.
In jedem Falle, d. h. mit Geschossen jedweder Hersteller, müssen Sie meine Empfehlungen in Rohr frei beachten, bzw. bei Nichtbeachtung die Folgen tragen. Ganz gleich, ob Ihnen das paßt, oder aber nicht.
Wadmanns Heil, Lutz Möller
Moin Lutz,
Neupurgitin ist ein ammoniakhaltiges Reinigungsmittel für Läufe, ähnlich Robla Solo, nur nicht ganz so aggressiv.
LM: Robla Solo (Ammoninak in Wasser =
„Salmiakgeist“) ist nicht aggressiv, aber weil wässrig können ungetrocknte
blanke Stahlteile rosten.
Gruß, Thomas, Dienstag, 22. März 2011 13:20
Sehr geehrter Herr Möller,
im Mai diesen Jahres habe ich als langjähriger Wiederlader von Jagd- und
Übungsmunition erstmals Versuche mit dem 7,62 mm KJG 8g gemacht.
Im Rahmen der Ermittelungsbeschüsse, habe ich nach knapp 40 Schüssen eine
chemische Laufreinigung mit dem Forrest Bore Cleaning Foam durchgeführt. Vor der
nächsten Reihe mit der KJG Munition habe ich den gereinigten Lauf mit einer
Patrone (alte Match Ladung) „freigeschossen“, um den möglichen Effekt der
Reinigungschemikalie im Sinne eines „Ölschusses“
auszugleichen.
LM: Vollkommen falsch. Ihr Ziel ist gleichmäßige Verhältnisse (ein stationäres Gleichgewicht zwisch Zu- und Abtrag) herzustellen, die sich vonSchuß zu Schuß kaum ändern. Das bedeutet, Si müssen dasselbe Geschoßund alles weiter gleich verwenden, nicht ducheinder!
Erst nach diesem „Reiningungsschuß“ habe ich mit dem KJG-Ermittlungsbeschuß begonnen. Die ersten beiden von 9 Schüssen lagen 3 - 4 cm weit rechts und links der dann entstandenen Gruppe aus 7 Einschüssen, die einen Streukreis von 19 mm aufwiesen.
LM: Sehen Sie?
Kann sein, daß die ersten Schüsse mit dem KJG-S das „Gewehrlaufverhaltens“ bzw. die Laufoberfläche spürbar ändern?
LM: Gewiß ist das so. Nicht nur das, auch bei jedem anderen Geschoß ist das so. Sie müssen bei nur einem Geschoß bleiben, wenn Sie gleichbleibend genau treffen wollen!
Was soll ich ggf zukünftig machen, um nicht so viele der guten Geschosse zu verfeuern, bis der Gewehrlauf „vorbereitet“ ist.
LM: BleibenSie bei einer Geschoßsorte. Wechseln Sie nicht zwischendrin. Reinigen Sie den Lauf noch einmal neu und und schießen dann einige „Ölschüsse“. Bei immer gleichen Geschossen langt oft nur einer, nach Geschoßwecchel benötigen Sie meist mehrere. Ihr Geiz kosten Sie also am Ende mehr, als Sie sich davon versprochen haben. Genauigkeit beim Schießen lebt von Gleichmäßigkjet, nicht vom Wechsel!
MFG, Georg Schmücker, Montag, 27. Juni 2011 13:27
Herr Möller,
danke für diese Benachrichtigung einer lang erwarteten Hoffnung. Sofort zwei Fragen Wann kommt 9,3x62 MJG Munition? Ich habe nur noch 8 RWS KS Geschosse. Dann Steinschleuder, leere Bierflaschen und was noch so rumliegt. Da ich bis jetzt nur die bleiernde Sippe verschossen habe, frage ich, mit welchen Mittel kann ich am besten den Lauf von den Altlasten reinigen?
Mit der Bitte um Rückmeldung LG Michael Koch
Tag Herr Koch,
in 9,3 mm sind bislang noch Lutz Möller KJG da. Neue MJG folgen in Kürze. Eine Drehbank ist verspätet geliefert worden. Rückstände müssen noch aufgearbeitet werden. Ein wenig Geduld sollten Sie daher mitbringen. Bestellungen wird die Lutz Möller GmbH in der Reihenfolge ihres Einganges liefern.
Wie Sie Ihre Altlasten beseitigen steht in Rohr frei!
Waidmannsheil, Lutz Möller
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.