| Blaser R 93 | Verschlußbelastung | R 93 Bedenken | R 93 Huf-Unfallmunition | Das will der Kunde | R93 Patronewahl | R 93 Sprengungnen | Ukas | Connaissance-de-la-Chasse | CdlC-Aufatzwertung | Vier R 93 Unfälle zugegeben | Wieder Österreich | Blaser LRS2 | Steyr-Mannlicher-Sicherheit | Gewehr 04 | Kippblockverschluß | Silhouettengewehr | Verriegelung | Gewehrlaufstahl | Dur-Aluminium | Magazinkapazität | Selbstschießende Blaser R93 | Gardenaverschluß | Fuß | Veräppelung | Schießlustige Blaser R93 | Unfall in Spanien | R93 Selbstschußanlage R93 no go | R93 Witz | R93 Unfall in Tajikistan | Blaser R93 verglichen

Hallo Lutz,
ich
habe mir eben mal wieder das Quickload-Handbuch
zu Gemüte geführt. Da gibt es einen Hinweis zu Waffen deren Patronenlager die
Patrone nicht vollständig umschließt. Das ist ja bei Glock auch so. Hast Du
schon mal von Schwierigkeitenn gehört? Ich denke da nur an meine x-mal wiedergeladenen
Hülsen und natürlich die gesprengte Glock 30.
Gruß und schönes Wochenende, Christian Krampecki, 28.Oktober 2005
Guten Morgen Lutz,
ich würde gerne deine Meinung zu folgender Überlegung hören. Ich möchte mir einen Blaser R93 für die 6,5 x 65 Patrone zulegen. Wäre es auch denkbar für den R93 einen Sonderlauf im Kaliber 8,5 x 64 einzurichten, oder braucht man aus Waffentechnischer Sicht einen ,,normalen" Repetierer. Ich freue mich schon auf deine Antwort. Danke. Ich wünsche dir noch einen schönen Arbeitstag.
Grüße von Peter, Donnerstag, 7. Februar 2002 08:10
Peter, dazu müßten zwei Bedingungen erfüllt sein:
wenn Blaser entsprechende Läufe baut, z. B. für die .338 Lapua Magnum oder .338 Winchester Magnum mit 8,38 mm Feld und 8,60 mm oder 8,59 mm Zugdurchmesser bei 254 mm Drall oder ähnlich und
wenn Blaser mit gewöhnlich kurzen Reibahlen seine Patronenlager reiben kann,
dann wäre das mit meinen vorliegenden Werkzeugen für jeden Büchsenmacher leicht zu bewerkstelligen. Da aber bei der R93 genau wie bei der Sauer 202 die Verschlüsse im Lauf verriegeln, benötigen die beiden Hersteller also länger Reibahlen, möglicherweise mit besonderen Anschlüssen für deren Maschinen. Das weiß ich nicht. Bitte stelle Blaser genau diese Fragen und lasse mich die Antworten wissen. Wahrscheinlich werden neue, längere Werkzeuge fällig. Das würde dann etwa 800 Euro kosten. Nun machen die großen Werke keine Einzelstücke. Die Frag ist also ob Blaser eine kleine Serie 8,5 x 64 für Wiederlader auflegen möchte. Ich würde das begrüßen. Dann würden die Läufe auch billiger. Frag mal.
Gruß Lutz
Sehr geehrter Herr Mädl,
vielen Dank für Ihre Anfrage; wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren
Jagdwaffen. Sonderkaliber bedeuten für uns einen beträchtlichen Aufwand, da
unsere Läufe mit Patronenlager gehämmert werden und die Kosten für Hämmerdorne
sehr hoch sind. Wir bitten daher um Verständnis, daß solche Investitionen nur
bei entsprechender Nachfrage getätigt werden. Dies ist zur Zeit bei der
8,5 x 64 noch nicht der Fall.
Mit freundlichen Grüßen
Blaser Jagdwaffen GmbH
ppa. Gunther Stoschek
http://www.blaser.de
Hallo Herr Möller,
auf Ihrer Seite findet sich kommentarlos der Hinweis ,,Blaser R93 wird nach IWA modifiziert" Können Sie mir diesen näher erläutern?
MfG Ulrich Evers, Hanau, Dienstag, 2. März 2004 09:08
Moin Herr Evers,
damit ist nicht gemeint, die Waffen würden überarbeitet. Das könnte nur Blaser selbst behaupten. Ich spreche für mich, nicht für Andere. Damit meine ich, die Aufsätze zu den Waffen, die letztlich die Frage einer sicheren Repetierbüchse behandeln, werden überarbeitet Mehr siehe auch in http://www.djz.de/artikelbeitrag/artikelbeitrag_26168.html - DJZ und http://www.wildundhund.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=39&t=000721 WuH.
mfG, Lutz Möller, Dienstag den 2. März 2004,
Hallo Herr Möller
Ich habe mir vor einigen Tagen eine R93 in
308" Win. als Stutzen bestellt. Da ich vor
3 Jahren mit einer R93 in
.222" meine
Jägerprüfung bestanden habe, war ich seitdem von dieser Waffe (Genauigkeit;
Verschluß, Handhabung) begeistert. In freudiger Erwartung auf die Post habe ich
jetzt ein bißchen im Internet gestöbert und bin auf ihre
Seite gestoßen. Jetzt plagen mich verschiedene
Zweifel, ob ich tatsächlich die richtige Wahl getroffen habe. Meine Frage an sie
wäre, ob ihnen bekannt ist, ob die Fa. Blaser seitdem Veränderungen an dem
Verschluß vorgenommen hat, um ähnliche Unfälle zu verhindern.
LM: Nein. Das hat Fa. Blaser leider nich getan. Wie ich kürzlich hörte soll sich im letzen Jahr mit einer Sportausführung einer Blaser R93 ein weiterer Unfall ereignet haben. Näheres hoffe ich in Kürze zu erfahren.

Bild oben: Strasser-05 Laufwechsel mit Hydraulikspannung . Bild unten: Ziehkeilverschluß
Büchsenmacher Horst Blaser, der ursprünglich Namensgeber der Fa. Blaser in Isny, die heute Michael Lüke gehört, hat allerdings sehr wohl aus der Sache gelernt und in Anlehnung an seine frühere Schöpfung mit ähnlichen Eigenschaften die Strasser 05 entworfen, die über Alljagd vertrieben. Lassen Sie sich einen Katalog 2005-2006 schicken und blättern Seite 7 auf. Dann sehen Sie, daß es auch anders geht, wenn man nur will. Fa. Blaser will wohl nicht. sonst hätte sie längst.
Eine kleine Anmerkung möchte ich zu ihrer Seite bezüglich dem
Anschaffungspreis in Sachen „Für Jungjäger geignet“ noch machen. Es ist immer
eine Sache des vorhanden Geldbeutels und ich bin mit meinen 45 Jahren stolz mir
eine Waffe in dieser Preiskategorie leisten zu können. Für eine Antwort wäre ich
ihnen dankbar
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Jürgen Seitz, Dienstag, 3. Januar 2006
Hallo Lutz,
die Strasser RS 05 soll nach Deiner Meinung die
Fehler der R93 nicht mehr aufweisen.
Ich glaube im Werbetext der Firma Alljagd einige versteckte Hinweise auf die
Fehler der R 93 gefunden zu haben und würde gerne Herrn
Blaser selbst eine
Frage dazu stellen. (Deine Seite verfolge ich schon seit Jahren). Könntest Du
mir die E-Mail Adresse von Horst Blaser schicken oder Ihm meine Frage zur
gelegentlichen Beantwortung übermitteln?
Die Fragen die mich derzeit bewegt lautet: Unfälle mit der R93 sind bisher nur
in "Magnum"-Kalibern aufgetreten. (Soweit bekannt). Ich denke, es muß ein
Hülsenreißer auftreten, und auch genügend Gas vorhanden sein, um den Radialbund
zu entriegeln. Eine .222" wird das wohl nicht schaffen, weil genügend Gas durch
die Schlitze des Radialbundes entfleuchen kann und damit der Druck auf die
eigentlichen Verschlußelemente nicht sehr groß wird. Eine .300" Weatherby bringt
natürlich mehr Gasvolumen, das sich nicht so zügig durch die Schlitze entfernt
und damit mehr oder auch länger auf die Elemente drückt, sodaß diese ggf.
entriegeln. Wenn meine Überlegung stimmt stellt sich natürlich die Frage bis zu
welchem Kaliber man davon ausgehen kann, daß dieser Überlastfall mangels
Gasvolumen ausbleiben wird.
Es geht mir nur darum, meine eigene Waffe und die Risiken besser einschätzen zu
können.
Gruß J. Sonntag, 8. Januar 2006 (bitte anonymisieren)
Christian,
| Waffe | Abzugs- gewicht |
Ausführung | Bemerkung |
| K 95 | 480 g | Baronesse | original Blaser |
| R 93 | 510 g | grand luxus | Abzug umgebaut / Rückrufaktion |
| R 93 | 590 g | luxus | Abzug umbebaut / Rückrufaktion |
| R 93 | 570 g | offroad | Abzug umgebaut / Rückrufaktion |
| R 93 | 640 g | offroad | original Blaser |
ich habe gestern das Abzugsgewicht an allen Blaser Waffen, die sich derzeit noch in meinem Besitz hier in CH befinden, nachgemessen. Meßdaten +/- 5 Gramm. Das Abzugsgewicht bewegt sich also zwischen den werten 480 - 640 Gramm. Frage: Handelt es sich hier - "genauer Feinabzug, der weltweit Furore gemacht hat = Blaserwerbung" - um Fertigungstoleranzen, die hier einfach als Präzision verkauft werden? p.s.: Die ZF Montageausfräsungen sind bei keinem lauf identisch, hier bestehen ebenfalls erhebliche Fertigungstoleranzen ( 15 eigene Läufe überprüft) - es muß erheblich korrigiert werden. Nachdem von Blasersupport sowieso nie eine Antwort auf Kundenanfragen kommt, bitte ich dich um eine kurze Stellungnahme.
WH und gut Schuß
Dieter Ertl, 11. Mai 2004
Sehr geehrter Herr Möller,
Ich bin Franzose und las anfangs Februar in
http://www.wildundhund.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=39&t=000721
WuH, daß es in Deutschland einen schlimmen Unfall mit einer R93
gegeben hat. Davon hat man in Frankreich noch nicht viel gehört. Ich führe
selbst auch so eine Waffe, zwar im Kal. 7x64,
aber mit einem kanellierten Lauf. Abgesehen daß Sie von der Waffe soviel wie
nichts halten, stelle ich mir Fragen.
Bin ich mit dem Kaliber 7x64 sicherer als wie bei dem .300"Wby ?
Besteht mit dem kannelierten Lauf eine höhere Explosionsgefahr ?
Des Abzugmechanismuses wegen sollen sich ungewollt Schüsse gelöst haben. Kann das trotz eines Mechanismus in gutem Zustand doch geschehen? Ggf. warum ?
Wieviele Unfälle (Explosion) sind von Ihnen bekannt ?
Sie schrieben in einem Forum, daß Sie Maße vom Blaser R93 hinteren Laufende brauchen. Haben Sie diese erhalten ? Ich kann das bei mir ausmessen und wenn Sie das noch brauchen schicken Sie mir eine Skizze mit welche Maße Sie interessieren.
Ich werde die IWA
besuchen. Werden Sie auch dabei sein? Mich interessiert Ihr Konzept mit dem
Modell 04 sehr und würde Sie gern dort treffen. Bitte
sagen Sie mir Bescheid.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen,
Marc, Sonntag, den 29. Februar 2004
Erstens: zur Verschlußbelastung
| Patrone | klein | mittel | groß | sehr groß | |||||
| Patronlager Ø | [mm] | 9,64 mm | 12,07 | 12,0 | 13,03 | 14,19 | 14,00 | 13,33 | 15,03 |
| Beispiel | - | 5,6x50 Mag. | 6,5x65 RWS | 7x64 | .300" Wby | .300" WSM | .300" RUM | 8x68S | .338 Lapua Mag. |
| Druck | [MPa] | 380 | 415 | 415 | 440 | 440 | 448 | 440 | 420 |
| Kraft | [GN] | 3.663 | 5.009 | 4.980 | 5.733 | 6.244 | 6.273 | 5.865 | 6.313 |
| Druck | [bar] | 3.800 | 4.150 | 4150 | 4.400 | 4.400 | 4.481 | 4.400 | 4.200 |
| Kraft | [Tonnen] | 3,66 | 5,01 | 4,98 | 5,73 | 6,24 | 6,27 | 5,87 | 6,31 |
Viele Hersteller wie Blaser, Mauser, Krico, Sauer, Steyr u. a. bauen nur eine Verschlußgröße für alle angebotenen Patronen, ganz gleich, ob die nun 9,7-mm Mini-; 12-mm-Standard- oder 13-14-mm-Magnum-Verschlußböden haben, von der 15 mm dicken .338 Lapua Magnum mal ganz zu schweigen. Accuracy International bohrte .300" WM Waffe für die .338 Lapua Magnum auf, ohne den Verschluß zu vergrößern. Daß die Dinger mangels Wandstärke dann weich wurden und nicht ordentlich schossen, war die Folge. Unsere Deutsche Bundeswehr war nicht besser beraten, als gerade das A. I. Gewehr als Scharfschützenwaffe aus England einzukaufen. Was soll das?
Ein gleichgroßer Verschluß, der gegen die Kraft einer 7x64- oder .300"Wby-Patrone zuhalten soll, wird mit der letzteren 5,73t/4,98t= 15% mehr belastet. Das ist nicht so viel mehr. Die neumodischen dicken ,,WSM" oder ,,RUM" steigern die Kräfte schon um 25% mehr, also nennenswert! Insofern ist die .300"Wby die bessere Magnum, wenn nicht der schrecklich Gürtel wäre.
Gürtel sind überflüßig!Ohne Not schwächen Gürtel das
Patronenlager, verteuern die Hülsen. |
In Norwegen zerstörte jemand seine Weatherby Mark V mit 9 Warzen, typisch amerikanisch angeblich ,,der stärkste Verschluß der Welt", in .270" Wby indem er eine 7 mm Rem Mag Patrone lud, die zwar deutlich kurzer ist, aber ein gut 0,352 mm dickeres Geschoß hat. Der Gürtel hielt die Patrone, so daß die falsche Patrone zündete. Das Geschoß verließ in dem riesigen Patronenlager die Hülse vermutlich irgendwie schräg, fand aber wohl kaum den Laufeingang und ,,Bumms!" platze das Ding.
Bei einem Schulteranlieger könnte soetwas nie geschehen. Auch deshalb sind Gürtel abzulehnen!
Bei den ,,RUM" stört der hinterschnittene, schwächende Rand. Auch hier bohrte Remington wie AI vorhandene Waffen auf, ohne die tragenden Verschlüsse anzupassen, schwächte mit dem hinterschnitten Rand sogar noch die Patronen, die mit ihre Mutterhülse, der altehrwürdigen Afrikapatrone .404" Jeffrey = 10,75 x 73. Als vor dem Krieg Mauser noch in Oberndorf saß, nicht wie die Marke heute bei Blaser in Isny im Allgäu, gab es für große Afrikapatronen eigens die größeren Mauser-Magnumsysteme. Das war die angemessen Lösung, wie sie Heym heute noch als fertige Gewehre mit der Expreß, Reimer Johannsen mit einem Gewehr und Recknagel Feintechnik und Vector /Südafrika als Verschluß nachbauen.
Von der gelieferten Leistung im Verhältnis zu Verschlußbelastung betrachtet ist die Deutsche Magnum von 1939, die 8x68S die beste Magnum ihrer Klasse. Erst die .338" LM übertrifft sie sinnvoll, erfordert aber in jedem Fall größer Verschlüsse. Die AI-Lösung, in einen .300" WM Verschluß eine .338" LM reinzupressen, war und bleibt Murks, den ich ablehne.
Zweitens:
Ich habe keine Bedenken bezüglich kannelierter (Blaser)läufe. Geplatze Blaserläufe sind mir nicht bekannt. Das Gewehre, besonders alte, gelegentlich platzen ist bedauerlich, kommt aber in ganz seltenen Fällen dennoch vor. Solange Sie dabei vom Lauf eine Splitter durch den Arm gejagt bekommen leben weiter. Lebensgefährlich ist das nicht. Ich würde mir darüber kein Sorgen machen. Falls Sie bei einem Gewehr Bedenken haben, gehen Sie zum nächsten Beschußamt und lassen einen ggf. verstärkten, Beschuß durchführen. Das Amt prüft mit +30% höherem, als dem zulässigen Betriebsdruck nach CIP. Wenn die Waffe das hält, sollte Sie dem Gebrauchsdruck widerstehen.
Drittens:
Cato führte im http://www.wildundhund.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=39&t=000785 WuH-Forum an:
,,Sehr geehrter Herr [...],
(kann) bei jeder Reptetierbüchse mittels Abzug das Schloß ausgelöst werden, auch wenn nicht verriegelt ist, das heißt bei konventionellen System, wenn der Kammergriff sich nicht unten in verriegelter Position befindet. In diesem Fall wird der Kammergriff durch den vorschnellenden Schlagbolzen in die verriegelte Position gedrückt, bevor er aus dem Stoßboden austreten und auf den Zünder treffen kann. Selbstverständlich funktioniert auch die R 93 nach diesem formgesteuerten Prinzip, d. h. der Schlagbolzen kann den Zünder nur bei 100 % verriegelter Waffe erreichen. In der Praxis kommt es beim Abschlagen der nicht verriegelten Waffe i. d. Regel zu Versagern, da durch den Verriegelungsvorgang zu viel Schlagenergie aufgebraucht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Blaser Jagdwaffen GmbH
ppa. Gunther Stoschek"
Ein Jäger schrieb mir ,,Ich habe vor kurzem einen Geradezugrepetierer mit Wechsellauf 8x68S verkauft. Nicht die Schußleistung oder Präzision war der Grund, sondern die Sicherheit. Beim raschen Repetieren brach sofort der 2. Schuß, ohne daß ich den Abzug berührte. Gerade bei Treibjagden, bei denen viele Treiber, Hunde und Jäger sind, war mir die Waffe zu gefährlich." Genaueres zum Hersteller (ob Blaser, Mauser, Heym o. a. ) oder Versagensmechanismus weiß ich nicht.
Durch den zurückverlegten Lauf bedingt bei der R93 das Magazin eine aufwendige Hebelei für den Abzug. Ein Anderer berichtete von einem Drückjagdnachbarn, dem hintereinander beim R93-Durchladen 3 Schüsse brachen.
Sehr geehrter Herr Möller,
ich habe einen R93 in 30.06. Gestern hatte ich auf dem Schießstand mit 10-Jahre alten Norma Vulkan, 11,7 g. von 12 Patronen 8 Fehlzündungen. Ein Schuß ging nach Fehlzündung beim Wiederspannen von selbst los. Andere Patronen wie RWS KS 9,7 g oder MEN 9,7 g TMS ließen sich problemlos verschießen. Kann das mit dem Verschlußabstand zu tun haben? Ich hatte erst die Patronen im Verdacht, habe aber jetzt von dem Unfall gehört.
Freundliche Grüße
Jürgen Peters, Samstag, den 13. März 2004Herr Peters,
Den Verschlußabstand kann Ihr Büchsenmacher oder Beschußamt mit einer Lehre prüfen. Bitte prüfen Sie selbst, ob der ganze Abzugsmechanismus sauber ist, bzw lassen das Ihren Büchsenmacher tun. Wenn ungeeignetes Öl an Luft verharzt, kann die daraus folgende mechanische Hemmung als Ursache solcher Schußauslösungen beim Durchladen in Frage kommen; Dreck auch! Benutzen Sie nur solche Öle, die auch bei langer Lagerung nicht verharzen (z. B. Nähmaschinenöl). Alte Munition kann bei unsachgemäßer Lagerung schadhaft werden. Auch sind über 10 Jahre alte Pulver zweifelhaft. Verschießen Sie Munition binnen 10 Jahren, wenn Sie sich der Ergebnisses sicher sein wollen. Zwar kann Munition unter Umständen auch noch sehr viel länger gut funktionieren, aber sie muß nicht.
Lutz Möller, Dienstag, den 16. März
Grundsätzlich können einstellbare Abzüge unzuverlässig leicht eingestellt werden, insbesondere deutsche Doppelzüngel- oder französische Rückstecher. Davon ist abzuraten. Eine gespannte Waffe muß mit dem Kolben auf den Boden gestoßen werden könne, ohne den Schuß zu lösen. Sonst ist der Abzug zu leicht auszulösen.
Viertens:
Im Gespräch mit Büchsenmachern und Jägern wird von einem R93-Unfall mit einer 6,5x68 im Münsterland berichtet, zweien in der Schweiz, einem in Österreich, einem in Afrika mit .416" Rem, einem mit .375" H & H in Nantes, einem mit .300" WM in Nantes und weiteren vieren.
,,Am Samstag, den 10. Januar 2004, ereignete sich gegen 17.30 Uhr auf dem Schießstand Jakobsberg (südlich von Koblenz) ein schwerer Unfall mit einer R93. Waffenhändler Albrecht Huf aus Ingelheim bei Mainz wollte einen Repetierer nach der Reparatur des Zielfernrohres einschießen: eine Blaser R 93 im Kaliber .300 Weatherby Magnum. Zum Einschießen wurde ausschließlich Fabrikmunition benutzt. Beim fünften Schuß wurde der Verschluß nach hinten geschleudert. Dabei erlitt der Daumen der rechten Hand einen Trümmerbruch. Dann trat der Verschluß unter dem Auge ins Jochbein ein und am Kiefer wieder aus. Der Notarzt war innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Nach der Grundversorgung wurde der Schütze in ein Krankenhaus nach Koblenz gebracht. Dort stellte der Arzt fest, daß die Verletzungen nicht lebensgefährlich waren. Albrecht Huf ist seitdem in stationärer Behandlung. Der Unfall wurde durch die Polizei und Kriminalpolizei aufgenommen. Zeugen sind Ralf Helmich, Jagdaufseher im Revier Jakobsberg, und Jochem Klämbt, Schießstandaufsicht, sowie Birgit Helmich. Die Beweisgegenstände wurden beschlagnahmt. Es handelt sich um die R 93 mit der Waffen-Nummer 9/36148. Das Kaufdatum ist der 25. Juli 2000. Wir werden über den weiteren Verlauf des Falles berichten."
– djz –
also fünf.
Von R93-Verschlüssen halte ich wenig. Sofern mal eine Patrone platzen sollte (soll nicht, kann z.B. bei zu großem Verschlußabstand aber) könnten die rot dargestellten Gase mit ihrer Kraft gegen den Ringbundverschluß drücken und die haltenden Lamellen stauchend so aus der Rast schieben, daß der Verschluß öffnet, sprich dem Schützen ins Gesicht fliegt. Das wäre mir zu unsicher.
Auf der anderen Seite prüfte, soweit mir bekannt wurde, Blaser diese Möglichkeit mit verschiedenen Überlasten aus höhergeladene Patronen und willentlich beschädigten Patronen. Im Überlastversuch hielt der Verschluß, sagt Blaser. Ich fordert Blaser auf, die damaligen Versuche zu veröffentlichen. Die auf der IWA angesprochene Blaser Geschäftsleitung lehnte meine Aufforderung, ihre Belege zu den R93 Überlastversuchen veröffentlichen ab, ,, weil jetzt nicht der geeignet Zeitpunkt sei".
Werner Puls maß: R 93 Standard Ø hinten 29,00 mm, Lichte Weite im Verschlußbereich Ø 19,65 mm.
Ein Rohr solcher Auslegung widersteht bei 900/mm² Zugfestigkeit knapp 4.300 bar. Der Wert wäre aber nur von Belang, wenn der Verschluß hinten einigermaßen gasdicht abgeschlossen wäre. Der Ringbundverschluß stellt zwar ein großes Strömungshindernis dar. Die Lammelenschlitze lassen jedoch Gas ggf. Gas entweichen. Da von den Unfällen keine geplatzten R93-Läufe bekannt sind, scheint die Wandstärke, -festigkeit und Gasabfluß auszureichen.
Lutz Möller, den 29. Februar - 16. März 2004
Sehr geehrter Herr Möller,
auf Ihrer Internetseite Zylinderverschluß
zeigen Sie in der Schnittzeichnung der Blaser R93 rot dargestellt, wo sich bei
einem Hülsenreißer oder Zündhütchendurchbläser bei dieser Konstruktion ein
Gasstau bilden kann. Dies könnte vermieden werden, in dem im Bereich zwischen
dem Patronenlager und Kammerkopf (2) Gasentlastungsbohrungen so eingebracht
werden, daß ausströmende Gase höchstens den Vorderschaft aufsprengen.
Mit freundlichen Grüßen,
Arndt G. Kriegeskorte Montag, den 1. März 2004
http://www.krico.de/
Hallo Herr Möller,
Was kann ich (ggf. gegen Ihre Bedenken) mit dem
alten 9,3 mm KJG mit einem Ladevorschlag
von Ihnen aus der 9,3x62 mit R 903 und
52-cm-Lauf / R93 aus dem zerlegungsfreundlichen Gewehr herauskitzeln?
Leider ist es mir nicht möglich, bei meinen verschiedenen von
mir geladenen Patronen die zahlreichen, oftmals bei Ihren Ladevorschlägen
wechselnden Pulversorten vorzuhalten?
LM: Leider ist mir nicht möglich bei dem von Ihnen angegebenen Pulver R903 eine auch nur einigermaßen vernünftigen Ladevorschlag z erstellen. Sehen Sie selbst:
Patrone : 9.3 x 62 Geschoß : 9.3, 12., Möller KJG Patronenlänge L6 : 83.59 mm Lauflänge : 520.0 mm Pulver : Rottweil R903 Diff Füll. Ladung v0 E0 Pmax Pmünd Abbrand D_Zeit % % Gramm m/s Joule bar bar % ms +00,0 100 4,000 767 3545 2324 583 89,0 1,187 Auswirkung einer ± 10-prozentigen Los-zu-Los Pulverabbrandschwankung bei Nennladung Abbrandgeschwindigkeit gegenüber dem Nennwert erhöht um 10% +Ba 100 4,000 824 4088 2917 612 96,1 1,077 Abbrandgeschwindigkeit gegenüber dem Nennwert reduziert um 10% -Ba 100 4,000 698 2939 1809 525 78,2 1,328
Das an sich hervorragende Bofors-Pulver ist einfach zu langsam. Eine R903 Ladung hat hier gar keinen Sinn. Für das R901 hingegen finden Sie auch für den 52 cm Lauf eine Angabe in der 9,3 x62 KJG alt Ladung. Sie werden wohl den Pulverhandel aufsuchen müssen.
Bei der Diskussion um die nach hinten schießende R93 sind mir noch folgende Überlegungen zu möglichen Ursachen gekommen: Durchbläser in den Verriegelungskopf der R93 bei Höchstdrücken setzen das Fließen der Hülse mit entsprechender Wandstärkeverringerung mit Abreißen der Hülse am Boden bzw. Wegfließen des Zündhütchens voraus.
LM: Hülsenreißer
kommen immer wieder vor. Die Gründe sind vielfältig. Im Schulterbereich zu kurze
Hülsen sind eine übliche Ursache, Härtungsfehler ein andere.
Wie kamen in der Vergangenheit bei den hierdurch Verletzten solche Drücke
zustande, die die Werte von Beschußpatronen deutlich übersteigen?
LM: Fehlerhafte Ladungen kommen immer wieder vor, sowohl bei Werksmunition,
als auch bei Handladungen. Häufigste Ursache ist eine Pulverwechselung. Im Fall
Jan Sörlie aber öffnete der Verschluß ohne ersichtlichen Überdruck
Mögliche Ursachen:
Die gewählte Pulvermenge ist ohne die folgenden risikosteigernden Annahmen
bereits an/über der Obergrenze (keine Reserven), ggf. Preßladung.
LM: Wegen einer Preßladung platzt kein Patrone.
Das Geschoß mit seiner Form und seinem inneren Aufbau erzeugt hohen
Einpreßwiderstand (Ogive alt. zu Kegel, Mantelstärke, innen Blei statt Steg wie
z.B. Nosler Partition oder Swift A-Frame u.ä.).
LM: Drucksteigerungen aus den genannten Gründen mögen einige hundert bar
betrage, vielleicht mit Hitze verbunden auch mal 1.000 bar, aber deswegen platz
keine Patrone.
Dieses Geschoß sitzt (mangels Kontrolle) bereits mehr oder weniger fest an dem
Übergangskegel bzw. den Zügen.
LM: Ja warum auch nicht. Das stört doch nicht!
Die Liderung von Hülse und Patronenlagerwand ist verringert (Ölreste im
Patronenlager, nicht entfernte Schmierstoffreste auf der Hülse).
LM: Mag vor dem Schuß ja sein, aber wenn der Gasdruck den Schmutz wegbläst,
lidert die Hülse wieder.
Das unterschiedliche Hülsenvolumen verschiedener Fabrikate wird nicht
berücksichtigt.
LM: Bei der .300"WM können
das bis zu 20% Druckunterschied sein. Da lauert dann schon Gefahr.
Der Verschlußabstand liegt im kritischen Bereich.
LM: Zu großer Verschlußabstand kann
Hülsenreißer verursachen. Dann ist Polen offen!
Die Umgebungstemperatur liegt deutlich über der Gebrauchstemperatur der
gewählten Ladung.
LM: Siehe Wäremeinfluß!
Ein Gemenge dieser Wagnisursachen erhöht wahrscheinlich die Wirkung dieser
Einflüsse!
LM: Ja, sicher.
Können Sie die Einflüsse einzeln und im Gemenge ggf. abschätzen?
LM: Grundsätzlich schon, aber es bliebe eine Schätzung. Darauf kommt es aber
nicht a, denn der Versagensfall kann nicht ausgeschlossen werden. Wichtig ist
was dann geschieht. Vergleiche Steyr
Luxus Schrott.
Kann ich mir so das Zustandekommen von Drücken mit > 8.000 bar so
nachvollziehbar erklären und mich fragen, wie lange meine R93 mich noch vor
einem „Gesichtswechsel“ bewahrt?
LM: Nein! Auch Detonation falscher
Ladungen muß berücksichtigt werden, die wäre allerdings bei Otto Bocks guter
alter 9,3x62 mit R901 äußerst
unwahrscheinlich. Die Patrone ist überhaupt leicht zu laden.
Mit freundlichen Grüßen,
Harald Pauli, Januar 2006
Lieber Herr Pauli,
im Versagensfall halten Sie die Backe hin. Dessen müssen Sie sich bei der R93 immer bewußt sein. Nun liegt die Sache für Sie als Patronenselbststopfer günstiger als bei Werksmunitionsverbrauchern. Sie können und sollen jede einzelne Ladung prüfen, sogar die fertige Munition, da Sie eine Waage haben und auch ganze Patron wiegen können. Im Zweifel tun Sie das. Masseschwankungen von 0,1 bis 0,2 g, die hülsenbedingt vorkommen, stören nicht, denn Pulverschwankungen in dem Bereich sind ungefährlich, wenn es sich um Preßladungen handelt, die sich nicht überladen können. Jedes neue Los, insbesondere auch jedes neue Pulver (jede einzelne Dose) unterziehen Sie einer Sicherheitsprüfung, nämlich den nicht angebackten Schuß in den Sand. Platzt die R93 dann, fliegt der Verschluß in den Himmel, aber nicht ins Gesicht. Ist die erste Patrone ihre gleichmäßigen und geprüften Fertigung in Ordnung, sind es die andern auch, sofern die Hülsen sorgfältig geprüft oder kalibriert und gewogen wurden. Nur Härtungsfehler können Sie nicht finden. Da müssen Sei bei neuen Hülsen auf ihr Glück bauen. Ich hatte schon einmal Pech. Von 300 Schuß eines anerkannten Herstellers waren 299 gut, aber eine Hülse flog mir um die Ohren. Die Waffe, eine kleine Krico, hielt.
Waidmann heil, Lutz Möller
Mit dem richtigen Pulver handgeladenen, auf 1/100 Gramm gewogenen Ladungen, treten, sofern der Lauf nicht verschlossen ist, ladungsbedingt keine die Waffe zerstörenden Überlasten auf. Unterschiedliche Brenngeschwindigkeiten können zwar unterschiedliche Drück verursachen, aber die im Rahmen der Gütesicherung zugelassenen und geprüften Abweichungen sind nicht derart kraß, daß eine Waffe deswegen platzen kann. Sie führen lediglich zu anderen Treffpunktlagen. Der Jäger merkt davon sonst nichts weiter.
Die Industrie wiegt ihre Pulverladungen nicht durchgängig einzeln, sondern ggf. nur als Stichprobe; sie schüttet das Pulver aus Raummaßen in die Hülsen. Bei Schüttstörung kann, aber muß nicht in jedem Falle, in nur etwa halb mit Magnumpulver gefüllten Industriepatronen das Pulver jedoch detonieren, sprich sich der Zerfall mit mehreren tausend m/s im Pulver fortpflanzen, statt wie gewöhnlich mit einigen hundert Metern je Sekunde bestimmungsgemäß zu brennen. Detonierendes Pulver sprengt Waffen, gleich welcher Bauart!
In dem Falle flog diesen beiden Herren je ein R93-Verschluß ins Gesicht bzw. hindurch.

Jan Sørlie, 41, Norwegen
Albrecht Huf, 38, Deutschland
Jan Sørlie fehlt ein gehöriges Stück Schädel, das durch Titan ersetz werden mußte. Als begeisterter und erfahrener Jäger und Sportschütze, der mehr als 3.000 mal im Jahr schießt, wird er nun keinen Ringbundverschluß mehr anfassen. Deshalb zeigt er sich in dem Bild mit einer Waffe mit herkömmlichen Drehverschluß.
Guten Nachmittag
Ich habe Ihren mail adr bekommen von Norwegische Journalist Thor Olav Moen. Ob
sie es nicht weiß, bin ich der Norweger das die Unfall mit Blaser gehabt. Man
hat mir erzahlt das Sie mir evnt. weiter helfen kann.
Danke fur ihren mail. Wie Ich weiss hat Der Norwegische "
Kripos" der waffe Nach DEVA Geschikt. So bald Ich etwas mehr von Der Norwegische
Police " Kripos" bekommen melde ich mich. Die Info das Ich von Der policei
bekommen hat, sind Die Lauf ohne schaden. Meine Kaliber War 8 x 68 s, Mit Mrp 78
Grs 196 grs Oryx geladen. Laut Norma Schweden sind es eine Normale ladung fur
diese Kaliber. Ich bin Jetzt 40 % unfahigkeit. Auge verloren, und Metall in den
rechten eit von kopf.
Mfg,
Jan Sørlie, Montag, den 3. Mai 2004
Patrone : 8x68S, Geschoß : .323, 196, NOR ORYX 68001, Patronenlänge L6 : 86.99 mm, Lauflänge : 650.0 mm, Pulver : Norma MRP
Füll. Ladung v0 E0 Pmax Pmünd Abbrand Dzeit
% Gramm m/s Joule bar bar % ms
105 5,028 931 5507 4008 794 99,8 1,203 ! STARKE LADUNG !
106 5,054 936 5568 4085 796 99,8 1,192 ! STARKE LADUNG !
106 5,081 941 5629 4163 797 99,9 1,183 ! STARKE LADUNG !
Auswirkung einer ± 10-prozentigen Los-zu-Los Pulverabbrandschwankung bei Nennladung
Ergebnis für eine gegenüber dem Nennwert um 10% erhöhte Abbrandgeschwindigkeit:+Ba
106 5,054 980 6098 5079 761 100,0 1,096 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
Ergebnis für eine gegenüber dem Nennwert um 10% erniedrigte Abbrandgeschwindigkeit:
-Ba 106 5,054 872 4831 3232 791 95,1 1,320,sagt Hartmut Brömels QuickLoad
Herr Sørlie,
Ihre Ladung ist angelegt 10 % unter Höchstruck zu bleiben, ist also als sicher einzustufen. Selbst wenn das Pulver 10% schneller als angegeben wäre, was ich bei Normapulver eher nicht annehme, da es sehr gut ist, würden Sie gerade mal auf 5.079 bar Druck kommen. Die gute RWS Hülse halt das ohne weiteres aus und kann danach noch weiter benutzt werden.
Der Beschuß findet mit 30% über Gebrauchsgasdruck statt, also bei 4.400 bar * 1,3 = 5.720 bar. Sie würden also selbst im ungünstigsten Fall noch unter Beschußgasdruck bleiben, den die Waffe ja schon mal ausgehalten hat. Daher glaube ich nicht, daß Überdruck die Versagensursache war.
- Bitte versuchen Sie sich zu erinnern, wie Sie die Waffe schlossen. Eher zaghaft oder kräftig?
- Können Sie sicher sein, daß die Waffe richtig verriegelt war? Hatten Sie damit schon mal Schwierigkeiten?
- Ging die Waffe schon mal beim Repetieren los, ohne daß Sie den Abzug berührten?
Mit freundlichen Grüßen
Lutz Möller, Monday, May 03, 2004 1:41 PM
Hallo Lutz.
Danke für deine Mail. Zur Ihrer Frage kønnen ich folgende antworten. Erst über
die Waffe. Ins gesamt habe ich ~ 175 Schuß mit Blaser r 93 geschossen. Ich
habe 3 Laufe.
416 Rem. Mag hat mit diesem Lauf 40 Schuß geschossen. Ladung: Primer Fed 215 Norma 203 B 82 grs 350 Grs Swift. Keine Schaden auf die Patronen.
Laufe 7 mm Rem. Mag 50 Schuß mit Norma Orginal Ammo. Dann 50 Schuß : Primer Fed 215 Norma Mrp 70. 150 grs Norma Match.
Laufe 8x68S. Erst 30 Schuß Neue RWS Hülsen 6,5x68, umgeprüft zur 8x68S. Ladung : primer fed 215. Vithavouri N-160 76 Grs. Kogle Sierra 175 grs. 30 Schuß.
Dann habe ich 10 Schuß mit folgende Ladung geladen.
3 Schuß: Hütchen Fed 215, Ladung 79 grs , Kogle Norma Oryx 196 grs.
3 Schuß: Hütchen Fed 215, Ladung 78 grs, Kolge Norma Oryx 196 grs.
4 Schuß: Hütchen Fed 215, Ladung 77 Grs, Kogle Norma Oryx 196 grs.
Ich habe erst 3 Schuß geschossen mit Ladung Norma 79 grs. Gute Sammlung 30 mm auf 200 m, keine Problem mit die Patronen. Dann 3 neu Schuß, und die Schaden bekam ich von dem 2. Schuß mit 78 grs Ladung. Ich habe es mündlich von Norwegische Kripos bekommen, daß man geprüft hat, das die Powder Norma Mrp war. Das gleiche in Patronen als in der originalen Norma box.
Dann Ihre Fragen.
1. Ich habe die Retrekker normal geschlossen, vorne schieben.
2. Ja, wenn man nicht es richtig verriegelt hat, kann man mit die Blaser R 93 nicht schießen. 100%.
3. Wenn ich mit die R 93 nicht geschossen hat, habe ich kein Problem die Patronen raus der Kammer zu bekommen.
Wie gesagt, ich war früher Offisier in das Bundeswehr( Kapiten) und habe viel geschossen. Ich habe eine Sammlung Weatherby, alles von .270" - .416". Ins gesamt habe ich ~ 25 Waffen, und habe min 15 Jahre die Patronen selbst gemacht. Jedes Jahr schisse ich ~ 3000 Schuß. Jetzt muß ich mich wenden links zu schissen, und es ging ganz gut.
Ich habe neue Waffen gekauft. Schultz & Larsen 7 mm, .300" win, .358" Norma Mag.
6,5-284, und 6,5 x55. Dann .375" H&H Customs von Remington, .300" Rem Ultra Mag,
und .308" Sniper "schwerer Lauf". Dann Sauer 202 Kaliber .30"-06, neu Läufe
6,5-06. Dann habe ich bei Sauer in Bestellung . 375" H&H, 8x68S, und .416" Rem.
Mag. Und ich bin dabei auch zu überlegen, ob ich mir eine .470" N.E. auch kaufen
soll.
Mfg,
Jan (Deutsch editiert von LM)
Davey Hughes, owner of Swazi Apparel in New Zealand, hunted goats here in Southeast Alaska. He fired at a goat, the guide called "high", he jacked another round and fired again. The entire barrel peeled back to the chamber. Luckily no one got hurt. Blaser would not warrant the barrel. Apparently the first bullet's jacket came off in the barrel. The second bullet hit the jacket and exploded the barrel.
Shawn
Hello
Lutz
I have had an email which talks about problems with the R93.
I enclosed a picture of my Blaser on my hunt in Alaska. If
this is of interest please contact me. The shot which blew the barrel up
was my SECOND shot. You can still see the yellow tape which was on the end
of the barrel to stop mud and snow entering.
Blaser technicians, who looked at the barrel, told me that my first .300"
11,7g Swift Scirroco bullet shed some of it's jacket and the second shot
blew up the barrel. My question was why?
The barrel was a bad one from the very first day. It would not shoot
standard factory ammunition without locking the bolt. I got in touch with
Blaser who told me to moly-coat my projectiles to fix the problem!
Yes! It fixed it alright!
Davey Hughes
Swazi Apparel Limited
94 Oxford Street
Levin
New Zealand
Tel +64 6 368 4822
Fax +64 6 367 9246
Herr Möller
Ich bin wieder einmal in der Seite v. LM auf was gestoßen. Folgende Fragen habe ich: Ich habe nach der 850 Blaser ~ 1994 mehre R93 gekauft. Die Jagdpresse schrieb eben vom sicheren System. Ich verwendete Kaliber von 5,6x50 = .243", 6,5x55, 30-06, .300" WM, .375" WM. Eigentlich war ich zufrieden. In Afrika und Ungarn hatte ich ebenso wie bei der heimischen Jagd (Ansitz und Druckjagd) gute Erfolge.
Nun bin ich in Bezug auf die R93 verunsichert.
Die .300"WM und .375" WM habe ich bereits verkauft. Ich schieße nur noch
eine .30-06 bzw. die .243". Ist dies im Hinblick auf
Verschlußsicherheit überhauptsinnvoll? Oder ist die Kaliberauswahl
im Hinblick auf die Risken des Verschlusses keine Frage (siehe ähnlicher
Gasdruck).
Weidmannsheil,
W. Panhölzl, Montag, den 29. März 2004
Sehr geehrter Herr Rauch,
um Ihren durchaus angebrachten offenen Fragen, insbesondere zu Dauerfestigkeit,
Sind die dynamischen Materialfestigkeitseigenschaften bei
unterschiedlichen Beanspruchungsgeschwindigkeiten und Temperaturen hinreichend
konstant?
Im Bereich der Sollbruchstelle besteht die Möglichkeit
eines Dauerfestigkeitsschadens auch bei normaler Beanspruchung durch
Gebrauchsgasdruck. Der Benutzer ist wahrscheinlich nicht in dar Lage
Anfangsschäden zu erkennen. Reichen regelmäßige Inspektionen durch den
Hersteller oder Prüfstellen?
Besteht eine Gefährdung dritter durch wegfliegende Materialteils? Die Produktsicherheit verlangt, daß Sicherheit und Gesundheit von Verwendern Und Dritten nicht gefährdet werden. Bei den bisher bekannten Waffenmodellen, die diese Sicherheitsfunktion angeblich erfüllen, wird nach unseren Erkenntnissen diese Funktion entweder nicht erfüllt, oder es besteht Verletzungsgefahr für Dritte, oder beides.
benötige ich Angaben zu Ihrem Stahl, insbesondere die
Werkstoffbezeichnung oder Nummer und den Zustand, damit ich über die Wöhlerkurve
entsprechende Aussagen treffen kann.
Mit freundlichen Grüßen,
Lutz Möller, 22. März 2004 16:39
Sehr geehrter Herr Möller,
wir kommen zurück auf Ihre Rückfrage nach Angaben zu unserem Laufstahl.
Uns sind die Berechnungsgrundlagen des mehrachsigen Spannungszustands sowie der
Spannungsverlauf in Abhängigkeit des Durchmesserverhältnisses bei der
Innendruckbelastung eines Waffenrohres durchaus bekannt. Wir bevorzugen die
Ermittlung der Vergleichsspannung nach der Gestaltänderungsenergiehypothese und
bewerten die Ergebnisse zusätzlich an Hand einer Finiten-Elemente-Berechnung.
Die Wanddickenberechnung mit der zulässigen Spannung abgeleitet aus den
statischen Festigkeitswerten wie Zugfestigkeit und Streckgrenze ist jedoch für
einen hochdynamischen Vorgang wie die Schußentwicklung absolut nicht
ausreichend. Auch die Bewertung nach der Wöhlerkurve bzw. Smith-Schaubild ist
nicht ausreichend. Viel mehr kommt hier den dynamischen Festigkeitskennwerten
wie "Kerbschlagarbeit" (AV) und dem "Kritischen Spannungsintensitätsfaktor" (KIC-Wert)
eine hohe Bedeutung zu.
Bei dem angedachten Schußwaffengasdruckbegrenzer sind mehrere Fälle zu
unterscheiden. In Abhängigkeit von der Kerbgröße und vom
Spannungsintensitätsfaktor kann ein Bruch auf normale Bruchmechanik oder auf ,,oligozyklische
Ermüdung", bekannt nach dem ,,Gesetz von Paris", zurückzuführen sein.
Ihr Hinweis auf Vergütungsstähle nach DIN 17200 überrascht uns sehr. Die
Mindestanforderungen der DIN-Qualität entsprechen absolut nicht unseren
Anforderungen an einen hochwertigen Laufstahl.
Sie werden verstehen, daß wir unsere Entwicklungsarbeiten grundsätzlich selbst
durchführen, und Ihre spezielle Anfrage zu Werkstoffkennwerten unseres
Laufstahls aus Wettbewerbsgründen nicht beantworten können.
Mit freundlichen Grüßen,
Blaser Jagdwaffen GmbH,
Josef Rauch, Donnerstag, 1. April 2004 14:31
Moin André,
was hältst du den davon? Mir scheint, Blaser will den Vorschlag abwimmeln, oder?
Gruß Lutz, Samstag, 3. April 2004 14:40
Hallo, Lutz
Der Schlüsselsatz der Blaser'schen Antwort ist: ,, . . . Sie
werden verstehen, daß wir unsere Entwicklungsarbeiten grundsätzlich selbst
durchführen, und Ihre spezielle Anfrage zu Werkstoffkennwerten unseres
Laufstahls aus Wettbewerbsgründen nicht beantworten können. . . . "
Der heißt im Klartext ,,abzuwimmeln". Das sehe ich genau so wie Du.
Der Rest ist Geschwafel - denn es ist eine Selbstverständlichkeit, daß
Werkstoffeigenschaften, Beanspruchungsfall und technische Berechnungsverfahren
mit- und aufeinander abgestimmt sein müssen. Grundlage dafür ist erstmal, daß
der eingesetzte Werkstoff bekannt ist. Denn nur daraus ergeben sich die
Materialeigenschaften, auch die dynamischen Kennwerte. Die Bewertung von
Kerbschlagarbeit und Spannungsintensität allein genügt nicht, denn es muß die
Materialermüdung anhand der Zeit- und Dauerfestigkeiten ebenso herangezogen
werden.
Die Einlassung zur Abgrenzung 'Normale Bruchmechanik oder oligozyklische
Ermüdung' ist absolutes Gefasel (m. E. zur Abschreckung und zum Abwimmeln). Die
Abgrenzung wird quasi vorgegeben durch Kerbgröße und Spannungsintensität.
Zum Thema Spannungsintensitätsfaktor habe ich Dir vor ein paar Tagen gemailt
(Stichwort ,,Stützwirkung" bei einer Entlastungsbohrung, ,,Lang"loch / Nut . . .
).
In Gesamtschau der Blasermails ist mein Eindruck ist, daß die -jetzt?- intern
selbst über die Angelegenheit nachdenken und etwas ähnliches ausbrüten. Das
letzte 'Abwimmel'-Mail ist vermutlich auf Anweisung einer oberen Blaser-Instanz
verfaßt. Typisch, zuerst fragen "... haben Sie auch an Dauerfestigkeit gedacht?
..." und dann die Rolle rückwärts.
Nun sieh' nur zu, daß Dein Gasdruckbegrenzer den Gebrauchsmusterschutz erhält,
sonst ist Blaser schon vorgeprescht.
Grüße,
André
Servus Christian / Waffen-Wildi / Schweiz
Auf mein Schreiben vom 2.März 2004 an Blaser betreffend der
Betriebssicherheitsgewährleistung bei Verwendung eines sogenannten Blaser -
Systems ( Waffe R 93 inkl. Fabriksmunition Blaser) habe ich das Schreiben von
Herrn Knöbel mit Datum 2.April 2004 gestern im Postfach vorgefunden.
Die sehr höflich abgefaßte Antwort beinhaltet leider keine News - die bekannten
Interpretationen des Herstellers betreffend Sicherheit (Dimensionierung,
höchstbelastbare Werkstoffe , usw.) werden wiederholt und angeführt.
Zusätzlich wird noch auf die "versteckte" Kurvenscheibe, die vielen Benutzer
unbekannt scheint, als zusätzliches sekundäres Verriegelungselement hingewiesen.
Wäre das Schreiben nicht vom 2. April sondern vom 1. April . . . ein
Schelm, der Böses dabei denkt.
Daß Blaser nicht offensiv reagiert - //nicht mit Juristen// - und mit ihrem
technischen Potential sich dem Problem eines gesteuerten Druckabbaues bei
Überlast annimmt ist sehr, sehr schade. Eines Problems, welches wohl auf alle
Waffensysteme zutreffen dürfte - beim R 93 aber mit den fatalen Folgen der
Verschlußentriegelung und des Ausfahrens des Verschlusses nach hinten.
Diese Politik kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen - für mich
absolut unverständlich - hier sehen sie anscheinend nicht den Imagevorteil,er
hier bewirkt werden könnte.
Man verliert sich anscheinend lieber in einer ,,Oligozyklischen Ermüdung" mit
,,Kritischen Spannungsintensitätsfaktoren", kriegt die ,,Wöhlerkurve" nicht mehr
ganz und endet schlußendlich mit hartem ,,Kerbschlag" in einer ,,Gestaltsänderungsenergiehypothese",
die wohl in erster Annäherung dem ,,mehrachsigen Spannungszustand" der immer
frustrierteren Blaser R 93 Klientel entspricht.
Auch ,,Werkstoffkennwerte" des Laufstahles - ein Blaser - Wettbewerbsgeheimnis -
ein einfaches Ding wohl, bei Böhler - Kapfenberg oder Stahl Judenburg die
Kennwerte so eines Laufes zu bestimmen - hier werden wohl einige für ganz dumm
gehalten.
Mit ,,Bruchmechanik" und ,,Pariser Gesetzen" hat man noch keine Kunden gewonnen
bzw. überzeugt - der ,,hochdynamische Vorgang" der Flucht in andere Produkte ist
wohl die logische Folge. Und technische Euthanasie war nie mein Stil.
Schade, wird doch der nach wie vor bestehende Goodwill vieler an der Sache R 93
Interessierter anscheinend nicht erkannt. Schade.
Gruß, Weidmannsheil und gute Geschäfte weiterhin - an mir soll`s nicht liegen.
Dieter
p. s. "........." sind auch von Blaser verwendete allgemeine
Begriffsbestimmungen
Sehr geehrte Herren
Wir haben über verschiedene Kanäle die Interessenslage in der Schweiz unter
Sportschützen und der Jägerschaft abgeklärt.
Lakonisch darf festgestellt werden:
das Interesse an den Blaserunfällen ist aus den verschiedensten Gründen äußerst gering (da Alternativen vorhanden sind)
Jäger und Jagdschützen führen in den meisten Fällen den R 93 nicht ausschließlich als Hauptwaffe. Vor allem werden mehrheitlich ,,bessere" und etwas hochpreisigere Erzeugnisse aus Ferlach, von Krieghoff, Merkel, Sauer, Steyr usw. geführt. Die Kaufhauskomponentenzusammensetztechnikwaffe von Blaser aus sehr viel Kunststoff und anderen kurzlebigen Werkstoffen ist also in diesen Kreisen nicht sehr beliebt und verbreitet - der Anteil Jungjäger mit kleinem Geldsack ist hier einziger dankbarer Abnehmer, aber nicht entscheidend.
bei den Sportschützen werden mit dem R 93 Kaliber eingesetzt, die verträglich erscheinen ( .222, 6 mm, 7,5x55) - Magnumkaliber sind nicht da nicht verbreitet, wenn ja, wird bevorzugt mit anderen Systemen geschossen.
Grundtenor ist allgemein, man wolle (. . . hier einige Meinungen):
das laufende gerichtliche Verfahren des letzten Unfalles abwarten,
die bis jetzt nicht erfolgten Maßnahmen des Herstellers hinsichtlich Sicherheitsstandards abwarten - mit dem wohl berechtigten Hinweis auf die "Hausaufgaben", die primär der Hersteller zu erledigen hat,
die Waffe nur mehr mit moderaten Kalibern benutzen,
keine Magnum aus R 93 verschießen - dafür gibt es stabile und sichere Systeme,
die Waffe, sofern vorhanden, vorerst im Schrank abzustellen und die vorhandenen anderen Fabrikate benutzen,
vor Klärung durch den Hersteller keine dieser unsicheren Produkte mehr zu kaufen,
die Waffe selbst sicherer machen (zusätzliche funktionierende Gasentlastung, usw.),
usw.
Nun, der Markt hat hier bereits stark reagiert. In diversen
Schießstätten werden R 93 am schwarzen Brett angeboten - aus
Sicherheitsüberlegungen der Eigentümer. Guter Zeitpunkt - im Moment laufen die
Schießausbildungen für die Jagdausbildung. Der vor Ort ansässige Waffenhandel
rauft sich die Haare - R 93 gehen da im Moment kaum mehr über den Ladentisch.
Dafür gibt es wieder ein umfassendes Angebot - von Merkl bis Sauer, von Tika bis
Rössner Titan 6, von Kepplinger bis Pritz. Ferlacher Waffen werden wieder
aktuell beworben - und Krieghoff / Ulm liegt näher als Blaser / Isny . . . !
Facit
Die Geschäftspolitik von Blaser ist kaum dazu angetan, hier Mitstreiter zu
rekrutieren - und sie haben ja auch recht hier nicht mitzutun. Niemand ist auf
eine Blaserwaffe angewiesen, jeder besitzt mehrere andere Wahlmöglichkeiten -
wenn der Hersteller seine Hausaufgaben nicht macht ist es letztlich sein
(wirtschaftliches) Problem.
>>>Hier auch nur einen Silberling für dieses Produkt dieses Herstellers zu
vergeuden lohnt nicht <<<
Weidmannsheil und Gut Schuß aus Zürich,
Dieter Ertl
Herr Möller,
Nach dem eingehendem Studium Ihrer Seiten mache ich mir
Sorgen um meine Blaser R93. Ich schieße
300" WSM,
300" RUM,
338" RUM,
340" Weatherby,
375" H&H,
416" Rem.und
demnächst 270" WSM. Ich
möchte daher, bis Klarheit herrscht, die Patronen mit dem
Lutz Möller KJG etwas ,,zärtlicher" laden.
Danke. Hubert Bayer, 3. Mai 2004
Hallo Herr Möller,
ich habe gerade mit Herr Huf telefonieren können. Bei dem Unfall befanden sich
drei Lose Fabrikmunition auf dem Schießstand. Ein Los mit blauer
Ringfugenlackierung am Zündhütchen, eines mit grüner und eines ohne. Geschossen
wurde mit den beiden farbigen bis es zu dem Unfall kam. Mit der Munition ohne
Ringfugenlackierung wurde dann verständlicherweise nicht mehr geschossen. Herr
Huf wird sich jeweils eine Schachtel der verwendeten Lose besorgen und dann
können die verwendeten Patronen exakt benannt werden.
Soweit erst mal.
Viele Grüße und schönes Wochenende,
L. S. ,Freitag, 14. Mai 2004 13:09
Herr Ertl möchte von Blaser die Zusage gewährt wissen mit Blaserwaffen und -munition (in diesem Falle .270" WSM und .300" WSM aus Normafertigung als ,,Blaser" verkauft) im Überlastfall nicht selbst beschädigt zu werden. Die Blasergeschäftsleitung sagte mir auf der IWA 2004 diese Gewährleistung nicht geben zu können und wollen (,,Da könne man ja die ganze IWA bis auf Gummistiefel dicht machen!") und vertritt das auch gegenüber Kunden. Der Erfolg dieser Haltung bleibt nicht aus:
betr.: Blaser Benutzergarantien
Sehr geehrte Herren,
lieber Christian,
es ist schon bezeichnend, daß Blaser für sein System (Waffe und Munition) keine
Benutzergarantien abgeben kann oder abgeben will. So verstrich der von mir
erbetene Termin ohne Nachricht des Herstellers.
Als Endverbraucher bleibt da nur die persönliche Maßnahme zum Schutze der
eigenen Gesundheit und zur Schadensbegrenzung hinsichtlich der mit den
Waffenkäufen getätigten Investitionen alle Blaser - Waffen verkaufen ( 7 Stk. R
93, 1 BBF, 1 Bergstutzen, 1 Stk. Kipplauf Baronesse, 1 Stk. Kipplauf Luxus)
keine Blaser Produkte mehr kaufen (bitte mich dahingehend aus der Kundenkartei
streichen bzw. mich nicht mehr zu kontaktieren) in meinen Jagdrevieren keine
Blaserwaffen für Jäger, Jagsaufsicht und Jagdgäste mehr gestatten
(Sicherheitsgarantien)
Nun, für mich ist das Kapitel Blaser beendet. Punkt.
Weidmannsheil, erfolgreiche Jagdsaison 2004 und guten Geschäftserfolg weiterhin.
Dieter Ertl, Wednesday, 17. March 2004 09:24
cc : Dr. HC. Schulthess
http://www.flintenschuetze.de/, http://www.djz.de/artikelbeitrag/artikelbeitrag_18669.html, http://www.djz.de/artikelbeitrag/artikelbeitrag_54943.html
Hallo Lutz!
mit viel Interesse verfolge ich euer Engagement hinsichtlich der Blaser 93 (im
besonderen Dieters und das Deine). Die Lösung ist einfach genial simpel – simpel
genial. Egal was nun tatsächlich die Ursache für die Schäden war, das Ergebnis
kann mit diesem Lösungsansatz deutlich verbessert werden (Sicherheitsaspekt).
Sollte ein Hersteller nicht an dieser Lösungsvariante zumindest Interesse
zeigen, disqualifiziert er sich schon alleine ob der Möglichkeit einer
anstehenden Verbesserungsvariante selbst als seriöser zukunftsorientierter
Anbieter von Schußwaffen.
Das Bessere ist der Feind des Guten!
Nach dem Moto müßte es selbst beim Marktführer kein Wenn und Aber bei möglichen
Verbesserungen gaben – sollte man halt meinen. Ich habe Dieter zugesagt,
gegebenenfalls auch mit einem kleinen Obolus mitzuhelfen, diese Anregungen in
der Praxis auszuprobieren. Ich habe ja auch einen 300ter WM und einen 9,3x62
Lauf von den Herren, die jetzt Kopf in den Sand spielen! Gott sei dank habe ich
ja noch eine Merkel, es muß ja auch nicht immer B… sein ☻
Wie ich gestern von Dieter erfahren habe, spekuliert er mit einer handgemachten
– so wie ich auch. Nur, das ist sicher auch eine Frage der Daumenlänge. Waffen
ab 10.000 € ist nun einmal auch nicht ein für jedermann/frau leistbarer Luxus.
Zudem entbindet es den Hersteller nicht, für die Masse hergestellte Waren nicht
ebenfalls nach bestem Wissen und Gewissen zu fertigen und die derzeitigen best
möglichen Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Ich habe da vielleicht noch eine kleine Anregung. Wie ich erfahren habe, hat
Blaser die Läufe an der Oberfläche so behandelt, daß im Bereich des ersten 1/10
mm eine messerähnliche Härte (53 rw) entstanden ist – also deutlich spröder als
der restliche Stahllauf. Ist es denkbar, daß sich die Läufe nach mehrmaligen
Schüssen immer dehnen und wieder zusammenziehen (Thermodynamik) und es zu einer
allmählichen Gefügeänderung an der Übergangszone Härtung – Reststahllauf kommt,
die letztendlich zu einer Verminderung der erforderlichen Mindestfestigkeit
führt? Diese Belastungen – Druck max. und Temp. - würde ja auch besonders im
Bereich des Patronenlagers anfallen . . .
Ich danke dir für deine wie üblich umfangreiche und wertfreie Arbeit und die
Veröffentlichung im Internet im Sinne eines sichereren Jagdvergnügens.
Weidmannsheil aus der schönen Steiermark,
Alexander Gänsler, Donnerstag, 18. März 2004 14:05
Sehr geehrter Herr Knöbel
Besten Dank für Ihr Schreiben vom 2.April 2004 auf meine Anfrage vom 2.
März 2004.
Obwohl die Angelegenheit Blaser mit dem laufenden Verkauf der Waffen und der
Sicherheitsanweisung für meine Reviere (keine Benutzung von R 93) für mich
abgeschlossen ist möchte ich Ihnen doch noch ein paar persönliche Bemerkungen
anführen:
Bedauerlich, daß die Firma Blaser den Benutzern der Waffe R 93 - auch unter
ausschließlicher Verwendung von Blaser - Fabriksmunition - keine
Sicherheitsgarantien hinsichtlich der Sicherheit ihrer Produkte abgeben kann =
= Markt und Absatz werden darüber zukünftig befinden.
Bedauerlich, daß Sie trotzdem immer wieder die anscheinend vorhandene starke und massive Dimensionierung der Verschlußbauteile anführen sowie auf die Verwendung dynamisch höchstbelastbarer Werkstoffe hinweisen; die von Ihnen selbst aufgeführten plastischen Verformungen des Laufes bis hin zur Rißbildung anläßlich des letzten Unfalles zeigen da wohl etwas anderes auf =
= Legen Sie doch einmal eine im Magnumkaliber stark belastetet Spreizhülse des Radialbundes unter ein Elektronenmikroskop und betrachten Sie die Gefügeveränderungen - auch Sie werden da staunen.
Bedauerlich, daß Sie den Benutzern der Waffe wohl jeden technischen Sachverstand absprechen und auf die versteckte sekundäre Verriegelung in Form der Kurvenscheibe hinweisen =
= ich empfehle Ihnen, die diese Kurvenscheibe lagernde Achse ( 3 mm Durchmesser) einmal anhand der einschlägigen technischen Literatur (z.B. K. Gieck / Festigkeit/P1 - P13/ Gieck-Verlag Heilbronn) auf ihre Festigkeits-/ und Belastungswerte hin nachzurechnen; sie werden sich der Absurdität dieser als zusätzliches Sicherheitselement aufgeführten Kurvenscheibe bewußt werden.
Bedauerlich, daß eine Unternehmen, dem Sie als Geschäftsführer vorstehen, nicht die technischen Mittel besitzt, dieses einfache Problem eines gesteuerten Druckabbaues bei Überlast - und damit Verhinderung des Ausfahrens des Verschlusses nach hinten - zu bewerkstelligen =
= schade, hier wären wohl Ihre Techniker vor den Kaufleuten gefragt . . .
Mit freundlichem Gruß, Dieter Ertl
Moin, moin Herr Möller,
ich möchte Ihnen zu Ihrer äußerst informativen Seite
gratulieren!
LM: Moin Herr Christoffer, Danke.
JC: Habe ein paar Fragen und würde mich über eine kurze Antwort sehr freuen. Ich
besitze eine neue R93 Kaliber .30"-06. als Allround-Ansitzwaffe (für Drückjagden
habe ich eine Blaser Doppelbüchse 9,3 x
74R, CPD).
Frage 1: Kennen Sie einen Fall, in dem diese Patrone im R93 platzte? Ich bin
aufgrund Ihrer Informationen sehr besorgt?
LM: Nein alle mir zugetragenen Fälle waren Magnumpatronen (.416" Rem Mag, .375"
H&H, Mag, 8x68S, .300" Wby Mag und .300" Win Mag.)
Frage 2: Welche Patrone würden Sie als Allrounder .30"-06 (Fuchs bis Hirsch)
bevorzugen Blaser CPD oder RWS TUG? Das TUG ist ja ein Gramm schwerer!.
LM: Der .30"-06 fehlt Geschwindigkeit. Insofern wäre das leichtere Blaser CDP
besser.
Frage 3: Würden Sie die .30-06 gegen eine 7x64
austauschen. Wenn ja, welches Geschoß TIG, TUG oder CPD (Allround-Geschoß)?
LM: Ja, ich würde eine 7x64 bevorzugen. TIG
recht weich für Fuchs und Reh, TUG härter für Schwein und Hirsch. CDP fliegt
besser und langt auch für größeres Wild. Ich würde selbstverständlich das
Lutz Möller Geschoß wählen:
Frage 4: Gegen welchen Repetierer würden Sie den R93 austauschen (selbe
Preisklasse) und mit welcher Lauflänge?
LM: Als Kurzrepetierer mit Wechselauf würde ich die Merkel KR1 wählen
(mit Magazin!). Jeweils längste möglich Lauflänge für die
7x64, keinen Kurzlauf.
Ansonsten steht als Geradezugrepetierer noch die praktische Heym SR30 zur Wahl.
Herkömmlich Repetierer mit Laufwechslmöglichkeit sind Mauser 03 und Sauer 202,
Heym SR21
Edel ist die Sauer 90, aber teurer.
Steyr Mannlicher als herkömmlicher Repetierer kommt ebenfalls in Frag. Die
könnten sie alle nehmen. Aber vielleicht warten Sie auch auf das Gewehr 04.
Vielen Dank..
Mit besten Grüßen,
J. Christoffer, Freitag, 9. April 2004 14:03
Frohe Ostern,
Lutz Möller, Samstag, den 10. April 2004
Ich befehle, den Besitzer der Tulaer Waffenfabrik, Kornil Beloglasow, auszupeitschen und zur Arbeit ins Kloster zu schicken, da er, dieser Schurke, sich erdreistete, den Truppen des Herrschers untaugliche Büchsen und Gewehre zu verkaufen. Der Oberkontrollierer Frol Fuks ist auszupeitschen und nach Afow zu verbannen, da er untaugliche Waffen mit einem Prüfzeichen versah. Der Waffenkanzlei wird befohlen, von Petersburg nach Tula umzusiedeln und Tag und Nacht die Herstellung zu überwachen. Mögen die Waffenmeister und Gehilfen aufpassen, wie die Kontrollierer die Prüfzeichen stempeln.
Kommen Zweifel auf, ist die Waffe durchzusehen und durch Schießen zu prüfen. Mit zwei Waffen ist jeden Monat solang zu schießen, bis sie unbrauchbar geworden sind. Kommt in den Truppen während des Gefechts ein Ausfall durch Unachtsamkeit der Waffenmeister und Gehilfen vor, sind sie gnadenlos auf den nackten Hintern auszupeitschen. Der Besitzer erhält 25 Peitschenschläge und hat einen Tscherwonez Strafe je untaugliche Waffe zu zahlen. Der Oberkontrollierer ist bis zur Bewußtlosigkeit zu prügeln. Der Oberwaffenmeister ist zum Unteroffizier zu degradieren. Der Waffenmeister ist als Schreiber einzusetzen. Dem Gehilfen ist der sonntägliche Wodka für ein Jahr zu entziehen.
Dem neuen Besitzer der Waffenfabrik, Demidow, befehle ich, den Waffenmeistern und Gehilfen Hütten zu bauen, nicht schlechter als die des Besitzers. Sind sie schlechter, Demidow möge nicht beleidigt sein, befehle ich ihn hinzurichten.
11. Januar 1723, Peter I.
Hallo Herr MÖLLER,
Ich habe Ihren letzen Beiträge im WuH-Forum gelesen. Leider ist die Seite mit
dem Link sehr schlecht zu lesen. Vielleicht haben Sie eine schlechte Kopie oder
Fax dazu benutzen müssen. Anbei erhalten Sie eine JPEG Datei in der die Kopie de
Seite 18 der Zeitschrift "Connaissance de la Chasse - Juni 2004" zu sehen ist.
Können Sie etwas damit anfangen, damit Ihr Link im WuH Forum besser zu lesen ist
? Ich werde dann dieser Link auch in französischen Foren setzen.
Ich habe mich ein wenig mit dem Unfall R93 beschäftigt. Haben Sie schon
festgestellt daß die hintere Montagebefestigungsloch gerade oberhalb der
Verriegelungsrille im R93 Lauf gebohrt sind ? Und daß in diesem Bereich nur sehr
wenig Wandstärke bleibt ? Ich schätze die Wandstärke dort auf weniger als 1mm.
Ist das noch genügend ? Kann man sich vorstellen daß bei Überdruck in diesem
Bereich der Stahl reißt oder so stark ausdehnt, daß die verriegelte Kammer dann
genug Spiel hat um nach hinten zu sprengen ?
Bitte entschuldigen Sie meinen nicht so akademischen Stil.
Mit freundlichen Grüsse aus Elsaß,
Marc, Sonntag, den 23. Mai 2004.
Herr Möller
die Bedenken unseres Jagdfreundes Marc aus dem Elsaß sind, aus unserer Sicht,
sicher nicht so ganz von der Hand zu weisen.
* Lauf
> Die im Bereich der Laufverriegelungsnut verbleibende Wandstärke ist beim R93 sehr, sehr gering. Ebenfalls befindet sich dort als zusätzliche Schwächung die ZF-Montageausfräsung. Der Lauf ist, wie bekannt, außen gehärtet
>> Die Festigkeits(nach)rechnung überlasse ich dem Hersteller
* Verschlußkammer
> die mit 14 Schlitzen versehene Spreizhülse weist im Bereich der Verriegelungsfläche nachstehende Maße auf:
- Außendurchmesser = 19,6 mm, - Innendurchmesser = 16,3 mm, ergibt eine Kreisringfläche von - sind wir großzügig - = 92,4 mm²
Leider liegt von dieser Fläche nach der Verriegelung höchstens 1/3 , d.h. dann < 30 mm², als Verriegelungsfläche an. Dies ist unschwer an der Flächenpressung der Spreizhülse "abzulesen". Bei einigen Spreizhülsen ist dieses Verhältnis noch schlechter, insbesondere wenn mit alter Spreizhülse ein neuer Wechsellauf bedient wird - da findet Formänderungsarbeit in diesem Bereich statt - bitte nachzusehen.
>> die (Nach)rechnung dieser noch verbleibenden bzw. effektiv vorhandenen Flächenpressung (und damit Haltekraft des Verschlusses) überlasse ich ebenfalls dem Hersteller.
Auch für jagdliche "Nur-Abdrücker", ist wohl unschwer nachzuvollziehen, daß hier bei Zusammentreffen all dieser Schwächen in der Verkettung zu den bekannten Folgen kommen kann.
> vom Laufende ausgehende plastische Verformung im Verriegelungsbereich bis hin zum Laufriß, Ausschlupfen (Entriegeln) der Spreizhülse aufgrund der doch eher geringen Verriegelungsfläche nach hinten
Ich drück mich vorsichtig aus (persönlich Meinung), Kopie aber trotzdem wie gehabt an Dr. HC. Schulthess
WH aus CH, Dieter Ertl, 26. Mai 2004
| Courrier de lecteurs | |
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A propos de la Blaser R 93
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Je suis un fidèle abonné à Connaissance de la Chasse et je suis inquiet
car une polémique se répand de plus en plus dans le monde de la chasse
concernant la sécurité de la carabine Blaser R93. Je peux comprendre que
ce fabriquant soit probablement un gros annonceur de vos magazines, mais
je pense qu'il faudrait découvrir la vérité. Selon différents forums de discussion sur la chasse et sur les armes que j'ai consultes, il apparaît que plusieurs « accidents » ont eu lieu, blessant gravement les utilisateurs de ce modèle de carabine et dans la majorité des cas ces chasseurs ou tireurs utilisaient de gros calibres (300 WM, 375, 416). Les têtes de culasses n'auraient pas résisté aux grandes pressions de ces calibres. . . J'utilise uns Blaser R93 depuis 1999 et je suis enchanté à tout point de vue (précision, cadence de tir, puissance), mais cette polémique que Blaser refuse de commenter en accusant les encartoucheurs ou les rechargeurs commence à me faire paniquer Car je tire du 300 Ultra Magnum. Je n'ai pas envie de risquer ma vie, ni de reprendre mon express ou uns carabine ä verrou Car j'adore cette machine de chasse tellement parfaite pour exercer ma Passion. Pourriez-vous investiguer afin de rassurer les nombreux utilisateurs de la R93 (plus de 100 000 carabines R93 fabriquées) ou bien avertir les chasseurs de 1'existence d'un risque réel. »
Bruno
Bourguignon, Le 10 janvier dernier, en Allemagne sur le stand de Jakobsberg s'est produit en effet un très grave accident. Un armurier, Albrecht H., réglait uns carabine, uns Blaser R 93 chambrée en .300 Weatherby Magnum, pour I'un de ses clients. C'est au tir de la quinzième cartouche que I'ensemble de fermeture est parti en direction du tireur qui a perdu 1'mil droit et I'usage de son pouce droit. A I'heure actuelle, I'enquête menée par les autorités judiciaires n'a pas encore livré de conclusions et I'on ignore les causes exactes de cet accident. La Deva (association allemande de chasseurs et de |
tireurs à but balistique), à la demande de Blaser et en
accord avec les autorités judiciaires, enquête à I'heure actuelle dans ses
laboratoires sur les cartouches restantes. Selon Bruno Miele, Pdg de Kettner Francs et importateur de Blaser, « un lest mené par la Deva il y a plusieurs années avait prouvé que la R 93 supportait un surpression de 8 000 bars (une .300 Weatherby Magnum développe 4 400 bars, norme maximale CIP, N.D.L.R.). Par expérience, ajoutet-il, lors de tels accidents, tout semble normal au départ et peu i peu an s'aperçoit que les cartouches étaient le plus souvent rechargées et mal rechargées. C'était le cas du seul problème dont j'ai eu à m'occuper, avec uns 300 Winchester Magnum rechargée a la poudre noire ». La Piste du défaut de chargement de la munition est d'ailleurs privilégée par Blaser, comme le confirme Frank Zengerle, directeur export de la sociétè, « le fait que certaines amorces des cartouches tirées le 10 janvier portaient des marques de Couleur verte ou bleue nous laisse penser que ces cartouches ont été rechargées ». Une thèse esse défendue par le directeur de Blaser, Bernhard Knöbel, qui après avoir pu examiner avec les autorités judiciaires la carabine utilisée ce jour-là, disait: « Nous pensons sans le moindre doute que la cause de cet accident doit être recherchée du côté de la munition et ne peut être imputée ö la carabine ». Avec ce drame, le nombre d'accidents répertoriés avec uns des 100 000 Blaser R 93 vendues depuis désormais 10 ans, serait de huit selon le magazine argentin Deportiro, pour le monde entier, un en Norvège, deux en Allemagne, un en Afrique, un en Autriche, trois en France, et uniquement des calibres magnum, un 6,5x68 et des 300 et 375. Du côté de Blaser on ne recense que quatre accidents, un en Autriche, un en Allemagne, un en Norvège et un á Nantes, en précisant que « tous les accidents connus à ce jour sont imputables à des munitions développant des pressions excessives ». La Deva rendra les résultats de son enquête dans quelques semaines. |
18 Connaissance de la Chasse / Juin 2004 |
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wie ich heute aus Frankreich erfahre hat sich der ehemalige Blaser Importeur in Frankreich Bruno Miele vor etwa drei Wochen aufgehängt!
Lutz Möller, 24.Oktober 2006,
Ernie wrote from the U. S. A. :
“A friend in Winterberg recently bought a 9.3x62 R93 and I emailed him to check the Wild und Hund site. He called Blaser and sent me this information:
Yesterday I phoned Blaser. Mr. Reich, technical dept., told me, that still the
investigation from the german goverment is ongoing. What they "think" is,
that the victim used his own ammunition and used too much of blackpowder.”
Ernie, Freitag, 26. März 2004 16:06
Guten Tag Herr Geehrbrant,
Guten Tag Herr Schmitt,
in der 20. Mai 2004-Ausgabe der französischen ,,Connaissance de la Chasse" spricht Herr Bruno Miele President Directeur Generale / Kettner-Frankreich auf Seite 18 über Blaser R93 Sprengungen. Kettner handelt in Frankreich mit Blaser R 93. Sowohl Blaser als auch Kettner gehören Michael Lüke. Insofern spricht Herr Miele nicht von Blaser & Lüke unabhängig. Soweit ich seine Aussage verstehe, behauptet Herr Miele, eine Blaser R93 sei nur geplatzt ereignet, weil die .300" Winchester Magnum Patrone mit Schwarzpulver geladen gewesen sein und deshalb zu hoher Gasdruck die Waffe sprengte.
Seine Behauptung ist falsch.
Schwarzpulver enthält weniger als die halbe Energie von Nitropulver. Schwarzpulver brennt auch unter Druck nicht schneller, so wie das Nitropulver tut. Mit Schwarzpulver anstelle von Nitropulver geladene Patronen überschreiten nicht den Nitropulvergasdruck. Daher könnten solche mit Schwarzpulver falsch geladenen Nitropulverpatronen eine für die Nitropulverpatrone vorgesehen Waffe durch den Gasdruck nicht sprengen.
Zu vorletzten Jahrhundertwende um 1900 gab es auf dem Markt sowohl Schwarzpulver- als auch Nitropulverpatronen. Schwarzpulver war seit Jahrhunderten bekannt, aber das Nitropulver war noch jung, die Erfahrungen damit noch klein. Damals wurden viele Patrone falsch gefüllt. Gleichwohl sind auch aus der Literatur keine Fälle bekannt, daß eine mit Schwarzpulver gefüllt Nitropulverpatrone wegen zu hohen Gasdruckes eine Waffe gesprengt habe.
Ein Gespräch mit Ing. Hartmut Brömel / Babenhausen, dem bekanntesten deutschen Innenballistiker (schrieb QuickLoad), bestätigte obige Aussagen.
Aus den genannten Gründen muß ich Herrn Bruno Miels Aussage bestreiten. Wie Sie oben bei Ernie lesen, ist die Quelle für die Schwarzpulvergeschichte vermutlich bei Blaser selbst zu suchen.
Mit freundlichen Grüßen
Lutz Möller, 21. Mai 2004,
Herr Geehrbrant, Herr Schmitt, Herr Marc,
Seit dem 14. Mai steht oben in R93 Huf-Unfallmunition ,,Bei dem Unfall befanden sich drei Lose Fabrikmunition auf dem Schießstand. Ein Los mit blauer Ringfugenlackierung am Zündhütchen, eines mit grüner und eines ohne. Geschossen wurde mit den beiden farbigen bis es zu dem Unfall kam. Mit der Munition ohne Ringfugenlackierung wurde dann verständlicherweise nicht mehr geschossen." Herr Huf wollte eine neue Waffe an seinen Kunden ausliefern und fuhr aus dem Grunde vorher mitsamt der gesamten bestellte Munition (mehre hundert Schuß) zum Schießstand um Waffe und Zielfernrohr einzuschießen. Verschieden Geschoßgewichte waren vorhanden. Hinzufügen wäre, nur Norma / Schweden stellt Weatherby-Werksmunition her; Weatherby selbst nicht! Patronen mit unterschiedlichen Geschoßmassen kennzeichnet Norma, indem ggf. die Zündhütchen oder deren Ringfugen farbig markiert werden. So auch in dem Fall der von Herrn Huf verschossenen Weatherby Fabrikmunition.
Zu Herrn Hufs Verletzung durch die am 10. Januar explodierende Blaser R93 behauptet Frank Zengerle / Blaser gegenüber dem Connaissace-de-la-Chasse-Journalisten, farbliche Markierungen lassen ihn glauben, bei der am Unglückstag verwendeten Munition als handele es sich um wiedergeladene Munition, obwohl er wissen mußte, Herr Huf schoß Werksmunition, da Blaser nach dem Unfall Kenntnis von den Umständen erlangt hatte.
Im Übrigen muß ein Waffe auch mit handgeladener Munition sicher sein, sofern die Munition den CIP-Grenzen entspricht, wie das bei Jan Sørlie, von der norwegischen Polizei geprüft, der Fall war. Jede Unfallfolge einer Waffe ursächlich nur auf Munition abwälzen zu wollen, wie Blaser das tut, hilft den Opfern nicht weiter.
Bernhard Knöbel, Blaser GF, behauptet in dem Artikel von der Fa. Blaser, die könne nur ohne jeden geringsten Zweifel glauben alle Unfallursachen seien munitions- aber nicht waffenbedingt.
Zu etwas, das Blasers Glaubwürdigkeit, insbesondere die von Herrn Knöbel berührt, fällt mir ein Unstimmigkeit zwischen den Aussagen der Blaser-Geschäftsführung vom März 2004 während der IWA und dem Connaissace-de-la-Chasse-Artikel im Juni auf. Soweit bekannt, zerschoß zwischen März und Juni, Gott sei Dank, kein weiterer R93-Verschluß jemandes Gesicht. Gleichwohl gab die Blaser GF im März auf Befragen hin nur Kenntnis an zwei R93-Unfällen zu, nämlich Huf und Sørlie. Herr Knöbel meinte deutlich, wenn es mehr gegeben hätte, müßte er das wissen. Insbesondere sei ihm kein Fall aus Österreich bekannt. Wenn ich einen Namen nennen könne, solle ich das tun. Das ihm öffentlich aus Österreich kein Name genannt werden würde, schien er sich sehr gewiß. Er wird wissen, warum. Im Artikel hingegen gibt Blaser nun doch immerhin vier Unfälle zu, nämlich 1/ Österreich, 1 / Deutschland, 1/ Norwegen und 1/Nantes. Aha, da ist ja der Österreichunfall, von dem Herr Knöbel so sicher war, ich werde ihm den Namen des Unfallopfers nicht nennen wollen. Erst streitet er den Unfall ab, nun gibt er ihn zu.
In der Bildunterschrift des Artikel ist von acht (8!) berichteten Unfällen die Rede. Also bitte, wieviel denn nun? Sind nun zwei, vier oder acht oder noch mehr der 100.000 teuer verkauften ,,Sicherheitsrepierer" ihren Benutzern ins Gesicht gesprungen? Das möchte ich schon gern wissen. Je länger man in der trüben Geschichte rührt, desto mehr Unfälle kommen an den Tag! Ich warte schon auf den nächsten!
Blaser behauptet steif und fest « tous les accidents connus à ce jour sont imputables à des munitions développant des pressions excessives » nur Überdruck allein sei bis heute für die bekannten R93 Sprengungen verantwortlich. Was sagen RWS und Norma, beide heute / RUAG Ammotec, die Blaser als alleinige 6,5x68- und .300" Weatherby-Magnum-Unfallursache angibt, zu dem Vorwurf? Ich werde sie fragen!
Lutz Möller, Sonntag, den 23. Mai 2004,
@ alle,
also ich erwarte eine Waffe, die im Schadensfall den Schaden klein hält, und
zwar meinen, nicht ihren!
Zu den Drücken muß gesagt werden, daß eine anständig gehärtete Messinghülse
schon 6.000 bar aushalten sollte, bevor sie fließt!
Vergüteter Stahl muß mehr halten!
Nachricht aus Frankreich:
Der Büchsenmacher Doulliet-Droumont / Pontivy erinnert sich an eine geplatze
Blaser R93 eines Kunden in .375" H & H, deren Verschluß dem Manne etwa 1996 in
Gesicht flog. Die Verletzung soll dennoch nicht so schwer gewesen sein.
Einzelheiten sind erst in zwei Wochen zugesagt, da der Mann derzeit außer Haus
weilt.
Gruß LutzM, 4. Juni 2004
Sehr geehrter Herr Möller!
Ich habe in Österreich von mehreren Unfällen gehört. In der Vergangenheit in der
Steiermark und der letzte Fall in Niederösterreich, wobei es einen Jagd- und
Schützenkollegen erwischt hat. Sein Name: Reithner, Josef aus Marbach a. d.
Donau.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Lebhart, Sonntag, 13. Juni 2004 23:22
Herr Reithner ist Jäger und war ein glücklicher und gesunder Mann, bis er im Jahre 2003 eine Blaser R93 Offroad in 7x64 gewann. Weil er gehört hatte, die Waffen seien unsicher, wollte er sie schon verkaufen. Dann würde er zu einem jagdlichen Wettschießen eingeladen, bei dem nur Patronen ab 57 mm Länge zugelassen waren. Da paßte die 7x64 gut. Er lieh sich ein Zielfernrohr mit Sattelmontage eines anderen Blaser-R93-Eigners aus und schoß versuchsweise 6 Schuß geschenkte Patronen mit 3,3 g N140 vor 7,8 g Geschoß. Länge und Geschoß vergaß ich näher zu erfragen. Soweit so gut. Dann waren die geschenkten Patron alle und er lud nach seinen Aufzeichnungen 3,76 g Norma MRP vor 10,4g Speer Mag-Tip-Geschoß bei 82 mm Patronlänge. Der Gasdruck bleibt dabei mit 3.583 bar deutlich unter den zulässigen 4.150 bar (jeweils Piezo).
Der erst Schuß damit und der Blaser R93 ging nach hinten los. Er war erst sehr benommen, bemerkte der Verschluß hatte seinen Daumen verletzt. Daß sein Jochbein so zertrümmert war, daß es später nicht mehr gerettet werden konnte und durch Metallplatten ersetzt werden mußte, bemerkte er nicht sogleich. Nach unmittelbarer ärztlicher Versorgung lebte Josef Reithner ein halbes Jahr in Angst, auf dem rechten Auge nie wieder sehen zu können, da er, möglicherweise durch Schwellungen bedingt, alles doppelt sah. Inzwischen kann er wieder richtig sehen und ist darüber glücklich.
Er meint, die Blaser R93 sei ein gefährliches Gewehr, weil sie im Schadenfall nach hinten losgeht, nicht wie andere Waffen nach vorn, und so den Schützen unnötig schädigt. Er meint, die Blaser R93 solle verschwinden.
Blaser schenkte ihm nie ein Wort des Bedauerns.
Nach der Gerichtsverhandlung schmiß er die restlichen Patronen der obige Ladung fort, so daß heute leider keine Untersuchungen daran mehr vorgenommen werden könne. Sonst hatte er im Haus noch Norma 200. Ein Pulver, das im Verwechselungsfalle in einer Heym SR 30 immer noch nicht zu einer Schützenschädigung geführt hätte, wie ich mich anhand von Bildern und Rechnungen von Peter Pfortner, dem Heym SR 30 Verschlußkonstrukteur selbst überzeugen konnte. Bei Jan Sørlies R93-Verletzung prüfte die Polizei bei dessen übriggebliebenen Patrone, ob möglicherweise Pulver verwechselt worden sein (auch Norm MRP) und schloß das aus. Bei Josef Reithners R93-Verletzung werden wir das nie mehr erfahren.
Zumindest ein Dauerbruch können wir bei Josef Reithners verflixtem siebenten Schuß ausschließen. Nicht das Alter scheint die R93 zu bewegen ihre Verschlüsse gelegentlich ihren Benutzern ins Gesicht zu schießen. Was dann? Ich habe ja eine Vermutung, aber ob die zutrifft?
unmittelbar nach dem Ferngespräch aufgezeichnet, Lutz Möller, 15. Juni 2003,
Gunterdorf schrieb,
Wenn jemand mit selbstgeladener Munition eine Waffe sprengt (egal welche) und anschließend die restlichen Patronen entsorgt, so daß keine Untersuchung der Unfallursache mehr möglich ist, schließen Sie sich dessen Meinung an. Bravo Herr Möller, Sie sind ja ein richtiger Experte.
Tja mein lieber Gunterdorf,
die Masche ist alt: Wenn in einer Erörterung die sachlichen Gründe ausgehen,
kann man ja immer noch persönlich werden. Was für ein Blödsinn!
Ob du mich für einen Experten hältst, oder die Linde rauscht, ist vollkommen
gleichgültig. Daß Josef Reithners R93 keine Magnumpatrone über 12 mm mit großem
Stoßboden, sondern ein gewöhnliche 12 mm Durchmesser Patrone sprengte und ihm
der Verschluß das Jochbein zertrümmerte, daß er heute mit Metallplatten im Kopf
rumläuft, ist das eigentlich Interessante, von dir aber geflissentlich
Übersehene.
In welchen Schadensfällen der R93, die ihre Benutzer verletzte, tatsächlich die
Munition durch Gasdrücke außerhalb der Norm, als Ursache heranzuzeihen ist,
wissen wir nicht. Darauf kommt es auch nicht an. Bei Josef Reithner mag das der
Fall gewesen sein, oder auch nicht. Wir wissen es nicht und werden es nie
erfahren.
Das eigentliche Problem der R93 ist in solchen Fällen ihre Benutzer zu
verletzen. Das macht er R93 so leicht keine andere Repetierbüchse nach. Darauf
kommt es an, nicht was du von mir hältst.
Ich sprach auf Empfehlung einer Bundeswehrprüftstelle für Waffen kürzlich mir
Josef Striegl aus Schlingen bei Mühlheim in Süddeutschland. Dem ist vor einiger
Zeit ein Schwedenmauser mit Munition von 1946 um die Ohren geflogen. Eigentlich
wollte er die Munition schon wegwerfen, war aber zu faul den Entladehammer zu
schwingen, also dachte er sich, er könne die alte Munition auf dem Schießstand
verballern. Das war sein Fehler. Die alte Militärwaffe platzte, die Hülse riß,
Herr Striegl wurde verletzte. Aber eben nicht indem ihm der Mauserverschluß ins
Gesicht flog, sondern er zog sich durch den Gasdruck zwar große aber nur
oberflächigem Hautverletzungen am Hals zu. Zudem landeten einige Splitter in
einem Arm. Er konnte den Schießstand aus eigener Kraft verlassen und ist eben
nicht schwer verletzt. Das bedeutet für den Schützen den entscheidenden
Unterschied zwischen einer modernen ,,Sicherheitsrepetierbüchse“ Blaser R93 und
einer eine ollen Arsenalwaffe Schwedenmauser, die wer weiß was schon hinter sich
hat.
Jan Sörlies 8x68S R93 Lauf hatte bei dessen gefährlicher Sprengung, bei der Jan
Sörlie ein Auge verlor, etwa 170 Schuß hinter sich. Er weiß es genau, da er für
jede Waffe ein Waffenbegleitbuch führt. Bei Josef Reithner, dem nun ein Jochbein
fehlt, war es der 7. Schuß. Albrecht Huf schoß Werksmunition.
Mir ist selbst schon mal Werksmunition um die Ohren geflogen. Von den 300 Schuß
5,6x50 Magnum, die ich in einer Krico 700 Luxus verschoß; und wiedergeladen noch
viele weitere hundert Schuß, hat sich eine Patron mit seltsamem Knall in der
Waffe zerlegt. Da es ein Fangschuß war, konnte ich ballistisch keinen
Unterschied feststellen. Ich bemerkte den Schaden überhaupt nur weil ich die
Waffe nicht wieder öffnen konnte. Das Hülsenmessing war wie weiche Butter in
alle Ecken und Ritzen um den Stoßboden geflossen. Der Auszieher war zerstört und
der Mist durch die Entlastungsbohrung abgeflossen, ohne das ich den geringsten
Kratzer abkam. Der Munitionshersteller bedauerte den Vorfall, erkannte aus der
Losnummer auf der Verpackung das Alter der Patrone, über 25 Jahre, und meinte
man könne alter Munition, deren Vorgeschichte man nicht kenne, nicht mehr
trauen. Gleichwohl schickte er mir bei nächster Gelegenheit 2 Schachteln als
Trostpflaster.
Wir können nicht in jedem Falle auf makellose Munition hoffen, ganz gleich ob
wir die nun selbst oder ein großes Werk herstellte. Aber wir müssen unser Waffe
vertrauen uns ach in schwierigen Fällen nicht im Stich zu lassen. Das Vertrauen
fehlt mir bei einer Blaser R93 völlig. Jeder olle Schwedenmauser hat es; und
viel Andere auch.
Blaser tut trotz nun einer nach dem anderen ans Tageslicht gebrachten R93
Unfälle, bei denen die Schützen schwer verletz wurden, nichts als allein die
Schuld der Munition zuzuschieben. Das ist mir zu wenig!
Ich möchte mit Waffen umgehen, auf die ich mich verlassen kann, nicht die mir
ins Gesicht fliegen, selbst wenn die Ursache beider Munition zu suchen wäre.
Drauf geht Blaser nicht ein. Ich vermute, weil sie nicht können, bzw. die Blaser
R93 das nicht hergibt.
Soll doch jeder selbst entscheiden, ob er willenlos mit dem Feuer spielt. Aber
keiner soll kommen und sagen, er wäre nicht gewarnt worden. Dummes Fleisch muß
eben ab! Manche lernen nicht anders. Wenn die Vorstellung versagt hilft das
Gefühl nach, leider erst nach dem Unfall. Wer wird der Nächste sein? Ich warte .
. .
Gruß LutzM, 16. Juni 2004
Sehr geerhter Herr Möller,
Einmal hörte ich von den R93 Sprengungen. Dann habe ich mich auch informiert und
bin auf Ihre Seite gestoßen. Ich selber habe mir von Anfang an eine Sauer 202 in
7x64 gekauft, weil ich Plastik an einer Waffe hasse Plastikteile
befinden, und ich außerdem die R93 häßlich finde.
Nun habe ich eine Frage: Kann denn der Rück etwas mit den Unfällen zu
tun haben? Kann sein, daß nicht nur der Abzug überholt wurde, sondern
vielleicht auch der Verschluß, um Unfällen vorzubeugen? Glauben Sie, Blaser war von dieser ,,Fehlkonstruktion“ im Bilde war ?
P. O., Donnerstag, 24. Juni 2004 15:57
Herr O.,
ob die R-93-Rückrufe nicht nur mit dem Abzug, sondern auch mit dem Verschluß zu tun hatten, kann ich nicht sagen, weil ich das nicht weiß. Sicher kann Blaser die R93 im Rahmen der Rückrüfe auch anderweitig geprüft und instandgesetzt haben, aber davon weiß ich nichts. Blaser war und ist sicher von der, wie sie schreiben ,,Fehlkonstruktion“, im Bilde, da die Konstruktion daher stammt und weil Blaser zumindest in einem länger zurückliegenden Unfall mit einer R93, bei der eine wiedergeladene Magnumpatrone dem Schützen den Verschluß in den Hals steckte ein Schmerzensgeld zahlte, also mit Sicherheit von der Sache wußte.
Blaser behauptet ja deren, wie sie schreiben ,,Fehlkonstruktion“, sei sicher. Darüber möge sich jeder selbst sein Bild machen.
P226-Frage: Warum hört man in letzter Zeit gehäuft nur von R93-Sprengungen, bei denen lebensgefährliche Verletzungen beim Schützen auftreten?
LM: Das frage ich mich auch! Warum?
P226-Antwort 1: Alle Wiederlader schießen eine R93.
LM: Das stimmt wohl kaum, fällt als Erklärung also aus.
P226-Antwort 2: Alle Wiederlader die ein anderes Fabrikat schießen, machen keine
Fehler.
LM: Das stimmt wohl kaum, fällt als Erklärung also aus.
P226-Antwort 3: Der Zufall will, daß alle fehlerhaft geladene Werksmunition
mit einer R93 verschossen wurde.
LM: Das stimmt wohl kaum, fällt als Erklärung also aus.
P226-Antwort 4: Schwere Unfälle mit anderen Fabrikaten passieren viel seltener.
In der Regel gehen Unfälle mit anderen Fabrikaten glimpflicher aus.
LM: Schwere Unfälle mit anderen Fabrikaten sind häufiger; insbesondere mit den
etwa 155 Millionen Mauser-Systeme die je gebaut wurden. Das sind 1.550 mal so
viel wie die paar 100.000 Blaser R93, also sehr sehr viel mehr. Gleichwohl hört
man kaum von Unfällen, bei denen bei einer Mauser-98-Sprengung der Verschluß den
Schützen ins Gesicht knallte. Ich brachte das das Josef Striegel Beispiel, der
mir selbst von einem Unfall mit einem Schwedenmauser berichtetet, der platzte,
aber ihn nur oberflächlich an der Haut und mit einigen Splittern verletzte, aber
eben nicht den Verschluß ins Gesicht schleuderte.
P226-Antwort 5: Schwere Unfälle mit anderen Fabrikaten werden vertuscht und
gelangen nicht in die Öffentlichkeit.
LM: Das stimmt wohl kaum, zumindest nicht mehr als bei Blaser, fällt als
Erklärung also aus.
P226-Antwort 6: Der Wettbewerb sich gegen Blaser verschworen und verbreitet
irgendwelche Lügengeschichten.
LM: Die von mir berichteten R93-Unfälle gebe ich mit der Quelleangabe weiter, so
daß die jeder selbst nachprüfen kann. Gerüchte oder Hörensagen stelle ich auch
so da.
Wer sich hinter den Anderen Pseudonymen verbirgt, weiß ich nicht zu sagen.
P226- Leider bin ich nach der Durchsicht dieses Threads auch nicht viel weiter
gekommen.
LM: Mit Augenmaß betrachtet bleibt deine Antwort 4-2 als die wahrscheinlichste
übrig:
< In der Regel gehen Unfälle mit anderen Fabrikaten glimpflicher aus.>
Mein Kritikpunkt an der Blaser R93 ist deren erhöhte Schützengefährdung im
Versagensfalle.
Gruß LutzM, 24. Juni 2004
p.s. Daß eine Zylinderverschlußwaffe auch ärgeren Überlastungen widerstehen kann, zeigt die Heym SR30 sehr eindrucksvoll!
Hallo Lutz Moeller
Ich wollte nur kurz fragen ob sie sicher sind , daß der Unfall vom Januar mit der r93 in Deutschland mit Fabrikmunition oder Handgeladener passiert war. In der Presse kann man nur die Mitteilungen von Blaser hören, nach denen es mit Handgeladener passiert war, und so der Fehler an dem „stark überhöhten Druck” lag. Mir scheint es , daß ich vor dem Erscheinen des DEVA Berichtes gelesen habe der Unfall sei mit Fabrikmunition passiert. Was denken sie dazu? Ich finde es ist ein bißchen still geworden um die R93, warum?
P. O., 5. September 2004
Herr O.,
öffentlich sind in der Presse zwei der letzten Unfälle mit der Blaser R93 erörtert worden, nämlich Mitte letzten Jahres in Norwegen mit einer 8x68S Blaser R93.
Der norwegische Verletzte Jan Sørlie lud seine Munition selbst. Er führt Waffenbegleitbücher. Sein R93 Lauf war 175 mal (oder so, ich müßte die genaue Zahl nachsehen) benutzt worden, also fast neu!
Anfang 2004 schoß der Deutsche Albrecht Huf in Deutschland eine .300" Weatherby Blaser R93 mit Norma-Munition für den Eigentümer auf ein anders Zielfernrohr ein. Dabei benutzte 10,7g und zur Kontrolle auch 11,7 g Munition (oder umgekehrt, ich müßte nachsehen). Soweit berichtet wurde, waren aus dem Bestand des Eigentümers noch einige weitere Patronen vorhanden, die sich den beiden Schachteln nicht eindeutig zuordnen ließen, da Ringfugenlackierung, Zündhütchenfarbe und Bodenstempel nicht mit den anderen Restpatronen, bzw. abgeschossenen Hülsen übereinstimmte. Damit der Eigentümer die nicht versehentlich verschießen könne, knallte Herr Huf diese Restpatrone auch weg. Dabei flog ihm wohl aufgrund erheblichen Überdruckes der Verschluß durch Daumen und Gesicht und verletze den Schützen. Die von Blaser immer wieder hervorgehoben zweiten Sicherungen gegen herausfliegende Verschlüsse versagten, schützten Notfall also nicht wirksam vor Verletzungen.
Sofern man die Erkenntnissen von Herrn Kersting / DEVA und des von ihm beauftragten metallurgischen Institutes annimmt, muß man glauben, die Unglückspatrone entwickelte erheblichen Überdruck, dem die Lauf-Verschluß-Verriegelung und die Führungsstangen und der Verschluß nachgaben. Daraufhin flog der Verschluß, ungesichert dem Schützen ins Gesicht. Die Werkstoffprüfungen legten den Schluß nahe, die Waffe war im Rahmen üblicher Festigkeiten und Toleranzen gefertigt und der Werkstoff nicht ermüdet.
Der Blaser-Geschäftsführer Bernhard Knöbel verteilt nun die DEVA-Gutachten als Beweis, um sich von Schuld reinzuwaschen. Dabei leugnet er allerdings geflissentlich die wesentliche Gefahr jeder R93, nämlich daß im Überlastfall der Verschluß nach hinten rausfliegt, statt wie in anderen Repetierbüchsen der Lauf noch vorn rausfliegt, ohne den Schützen so schwer zu verletzten, wie das bei Blaser R93, wenn die platzen, regelmäßig der Fall ist.
Die Stille um den Fall erklärt sich daher, daß noch keine Untersuchungen zu dem norwegischen Fall bekannt geworden sind. das mag damit zusammenhängen, daß die deutsche Polizei von der norwegischen Polizei um Hilfe geben worden war und sich die Nachrichten also etwas langsamer ausbreiten. Wir warten alle auf Nachricht in der Sache. Die Erkentnisse könnten anders als im deutschen fall aussehen, aber warten wir mal ab . . .
Mit freundlichem Gruß nach Straßburg
Lutz Möller, 5. September 2004
Sehr geehrter Herr Möller,
ich hätte gerne 100 Lutz Möller KJG´s im Kaliber
.308" Win., jage vorwiegend auf Reh und Schwarzwild, besitze eine
Blaser R93 und möchte es Ihnen überlassen, welche
Geschosse (9 oder 11 Gramm) für diesen Lauf die besseren sind.
LM: Auf jeden Fall die schnellern 9 g Lutz Möller KJG.
Was mich sehr beunruhigt hatte, sind die Berichte zur R93 auf Ihrer
Seite. Ich hatte mir diese Waffe gekauft,
weil sich durch den einfachen Kaliberwechsel der Vorteil der gleichen Geometrie
bei Schaft und Abzug ergab. Auch ich besitze einen Lauf im Kaliber
8x68S, doch ich werde in diesem Kaliber
vorerst nicht mehr üben. Wie sieht es mit der Sicherheit beim Kaliber
9,3x62 aus? Gab es dabei schon Unfälle,
oder wird es erst ab Gasdrücken jenseits der 4400 Bar brisant?
LM: Weniger die Patronen als solche sind das Problem, sondern, daß bei einer
Überdruckpatrone im Versagensfalle die R93 den Schützen beschädigt = verletzt.
Mein Büchsenmacher schwört nach wie vor auf die R93 und hat behauptet, daß der
letzte Unfall im Kaliber .300" WinMag
nur durch falsch geladene Patronen zustande kam. Angeblich hätte der Schütze
verschiedene Pulversorten gemischt, um das letzte aus der Waffe herauszukitzeln.
LM: Wie heißt der Mann? Wo sitzt der?
Da es sich dabei auch um einen Büchsenmacher gehandelt hat, kann ich mir ein
solch wahnsinniges Vorgehen beim Wiederladen einfach nicht vorstellen. Wie sehen
Sie das?
LM: Es handelte sich im letzten deutschen Fall um .300" Wby. Werkmunition und im
norwegischen Fall um ein mäßige MRP Ladung einer
8x68S. Der Norweger war lange Soldat,
führte ein Waffenbegleitbuch und der Lauf hatte erst 175 Schuß gesehen.
Blaser hatte ja in verschiedenen Jagdzeitungen veröffentlichen lassen, daß die
Patronen schuld am Unfall hatten und die Waffe angeblich sicher sei.
LM: Die R93 ist bei schadhaften Patron sehr gefährlich.
Dazu stand nun nichts auf Ihrer Seite.
LM: Ich werde die Blasergeschichten nicht weiter kommentieren, da ich seit
Jahren auf einen Fehler, auch Blaser gegenüber, hinweise.
Wie war es wirklich?
LM: Im deutschen Fall deuten die mir bekannt gewordenen Einzelheiten auf
erheblich zu hohen Gasdruck jenseits vernünftiger Grenzen hin. Im norwegischen
Falle benötige ich noch mehr Informationen.
Warum erzählt Blaser die Geschichte vom Schwarzpulver in Frankreich, wo doch
jeder Wiederlader in der Ausbildung lernt, daß dies völlig unmöglich ist?
LM: Miele muß ein Dummkopf sein. Anders kann man sich das nicht zusammenreimen.
Wie ging die Sache in Norwegen aus?
LM: Ich bin dran.
Leider finde ich den Link in Ihren Texten nicht mehr, um selbst nachzusehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Achim Leybach, Samstag, 25. September 2004 13:46
Hallo Herr Möller,
ich sprach heute mit der DEVA, um Genaueres über die Gasdrücke bei den Unfällen in Mainz und Norwegen zu erfahren. Nach Angaben des Sachverständigen lag beim Unfall mit der .300" Wby M der Gasdruck jenseits der 10.000 bar. Im Falle des norwegischen Schützen lag tatsächlich ein Waffenfehler vor. Der Schütze hatte noch einen alten Verschluß mit dem Kunststoffschlitten - durch Blaser normalerweise gegen Aluminium oder ähnliches ausgetauscht - der nicht getauscht war. Durch das Umformen der Hülsen von 6,5x68 auf 8x68S war eine Hülse schadhaft und riß beim Schuß. Der nach hinten abfließende Gasdruck öffnete den Verschluß aufgrund des Kunststoffteiles. Bei den neueren Verschlüssen sei das nicht mehr möglich. Auch hätte die DEVA die R93 bei weit über 8.000 Bar ohne Mängel getestet.
Was ich nicht verstehe: Warum veröffentlich Blaser das nicht?
MfG Achim Leybach,
Montag, 11. Oktober 2004 23:34
Herr Leybach,
bevor ich das glaube werde, spreche ich vorsichtshalber erst mal mit Jan Sørlie!
MfG, Lutz Möller.
Sehr geehrter Herr Möller,
habe gerade auf Ihrer Seite
einige Beiträge zur Blaser R93 gelesen. Ich habe die
gleiche Ansicht wie Sie auch, würde keinem die R93 empfehlen. Ein Autor eines
Textes auf Ihrer Seite hat gesagt das beim schnellen Repetieren sich manchmal
der Schuß von selber löst. Ich bin Aufsicht in einem Schießkino bei Köln. In den
letzten 2 Wochen hatte ich 2 Personen bei denen eben genau dieser Fehler
aufgetreten ist. Beide waren beim Repetieren sicher nicht am Abzug! Ein Schuß
ging in den Boden (50 Euro Strafe), der zweite landete auf der Leinwand, also im
Kugelfang. Man kann nur von Glück reden das diese Zwischenfälle bei uns im
Schießkino passiert sind und nicht auf einer Drückjagd mit viel größerem
Gefährdungspotential! Ich habe das Gefühl, je heißer die Waffe, umso größer ist
das Risiko eines sich lösenden Schusses beim Repetieren. Erklären kann ich
dieses Phänomen allerdings nicht. Vielleicht haben Sie ja eine Idee. Ich hätte
kein Vertrauen mehr zu der Waffe, aber das ist doch enorm wichtig wenn man auf
lebende Kreaturen schießt. Wenn man die Waffe zu Blaser schickt wird diese
natürlich kostenlos repariert, aber dann ist es vielleicht schon zu spät!
Mit freundlichen Grüßen und Wmh,
Florian Standke, Donnerstag, 13. April 2006 15:31
Hallo Herr Möller,
Oder besser: Moin, Moin !
Mit mittlerem Entsetzen und nicht minder großem Interesse habe ich im Forum "Wild und Hund" sowie auf Ihren Seiten die Beiträge zu den tragischen Unfällen mit der Blaser R93 verfolgt.
Ich bin kein Jäger, sondern Sportschütze mit einem ernsten Hang zur Präzision. Über sehr lange Zeit habe ich ein für meine Verhältnisse doch kleines Vermögen für den Zweck gespart, mir eine Blaser R93 LRS2 zu kaufen.
Mit einiger Befremdung habe ich dann die Beiträge in WuH-Foren gelesen, wo eine regelrechte Verdammung der R93 (nicht der LRS im speziellen) vorgenommen wurde. Vielleicht mag ich mit meiner persönlichen Meinung sehr allein sein, mir persönlich gefällt die LRS2 sehr, ich finde auch den Kunststoff-Schaft sehr angenehm und die ganze Waffe auch optisch sehr schön. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich sehr verschieden ... Daß die LRS eine hochpräzise Waffe ist, ist doch kein Marketing-Gag. Die im Prospekt beschriebenen Leistungen lassen sich locker abrufen.
Die in den genannten Schadensfällen verletzten Schützen machen mich betroffen, ich möchte um keinen Preis der Welt das gleiche Schicksal teilen. Gesundheit, welche durch ein Hobby verloren geht, steht nun mal in keiner Relation zur Sache, sie ist nicht wieder zu beschaffen. So sehe ich also meinen „Traum in Schwarz” nun doch etwas anders als die ganzen Jahre über, während ich auf ihn gespart habe.
Kurz um, was ich ansprechen möchte: in allen Fällen ist nur von einer „normalen” R93 die Rede, obwohl doch an Hand des „Baukaustenprinzips” die LRS2 nicht anders zusammengesetzt erscheint. Dessen erstaunt oder vielleicht auch (mit schlechtem Gewissen beinahe) beruhigt konstatiere ich, daß keine LRS unter den Unglücksbringern war. Dabei ist doch davon auszugehen, daß gerade gute Benchrester und Päzisionsschützen, welche ich im Laufe der Anspar- und Wartezeit auf meine LRS2 kennenlernen durfte, pro Woche schon dreimal trainieren und viele Schüsse abgeben, letztendlich „nur” von der Waffe schwärmten und gerade diese vielschießende Abteilung der Schützengemeinde keine Unglücksfälle verzeichnen mußte.
Was mich also doch sehr interessieren würde und ich gerade Sie damit belästige möchte, sind folgende Fragen, zum einen aus ehrlichen Interesse an den Geschädigten und zum zweiten meiner eigenen Gesundheit zuliebe:
Wie steht es derzeit um den Fall der Herren Huf und Sørlies in Sachen Ermittlung, Sachverständigen-Gutachten und objektive Darstellung seitens Blaser?
Die Schadensfälle sind - so lese ich es heraus - bei den starken großen Patronen aufgetreten. Wie steht es mit .308" Win? Gibt es hier auch sachliche Berichte?
Im Falle Herrn Sørlies soll ein Schlitten mit Kunststoffschiene eine tragische Rolle gespielt haben. Seit wann wird das nicht mehr verbaut?
Sie sind objektiv und praxisbezogen, was sagen Sie zur „Beliebtheit aus Präzision” der LRS2 bei den Präzisionsschützen? Was wahres muß doch dran sein?
Lebe ich mit meiner LRS2 in .308" Win. auch im Gefahrenbereich oder sind die Magnumkaliber als gefährlicher einzustufen?
Wenn die Erfindung des Radialbundverschlusses so eine große Gefährdung für den Schützen ausmacht, kann ich nicht verstehen, wie man die Waffe auf den Markt bringen konnte und durfte. Wenn man mal unterstellt, dies wissentlich getan zu haben, so ist dies nicht einmal mit unternehmerischer Profitstreberei zu rechtfertigen. Andererseits halten Statistiker gegen 100.000 verkaufte Systeme die wenigen bekannt gewordenen Schreckensfälle. Wie das bei anderen Systemen aussieht, ist wenig bis gar nicht bekannt. Einen gesprengten S&W 386er Revolver habe ich einmal beim Wiederladelehrgang in der Hand gehabt, der Dozent meinte dazu, so was hätte er in seinem Leben schon oft gesehen. Trotzdem sehe ich sehr viele S&W-Revolver in den Händen auf dem Schießstand.
Irgendwie vermittelt das alles kein sicheres Gefühl mehr, obwohl alle ernst- und gewissenhaft bei der Sache sind. Das letzte, das ich erleben möchte, ist der Verschluß meiner LRS2 in meinem Gesicht. Könnte Blaser nicht eine Bestätigung für eine gefahrlose Nutzung der Waffe unter Voraussetzung der Einhaltung von definierten Ladedaten der Munition ausstellen, mit Schadensersatzverpflichtung im Unglücksfall? Ich würde mich doch besser fühlen, wenn ich durch das Glas schaue und Blaser selbst riskiert doch nichts, da die Waffen einwandfrei sind, wie man immer wieder lesen kann ...
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten Schmidt, 21. Dezember 2004
P.S. Ihre Website ist hochinformativ, fesselnd und
zeitverschlingend zugleich. Meine Anerkennung!
Lieber Herr Schmidt,
bitte erinnern Sie mich nach Weichnachten 2004 ihre Fragen, soweit ich kann, zu beantworten. Vorher werde ich nicht mehr dazu kommen.
Frohes Fest und guten Rutsch, Lutz Möller, 21. Dezember 2004,
Sehr geehrter Herr Moeller!
Ich bin Jäger, Wiederlader und ein bißchen Sportschütze. Mit großem Interesse
lese ich Ihre Website, wobei mir nicht nur Ihre große Sachkenntnis gut
auffällt, sondern daß Sie auch bei der Beantwortung der Fragen der „Chatter” auf
dem Boden der Tatsachen bleiben und nicht „rumsülzen”.
Mit Entsetzen nehme ich die Sach-Kritik an der Blaser R93 zur Kenntnis, da ich
selbst mehere Waffen/Wechselläufe in den Kal.
.22-250 über .300"
RUM bis .416" Rem
besitze. Die R93 überzeugte mich durch die einfache Handhabung, insbesonders
durch die Handspannung.
Zur Jagd verwende ich jedoch hauptsächlich einen
Bergstutzen B95 im Kal.
.222 Rem /
.30" R Blaser.
Meine Frage: Gelten die in der Diskussion geäußerten Bedenken hinsichtlich der
Eigengefährdung- auch für diese Waffen-Konstruktion? ( Wenn ich Ihre Argumente
werte, eigentlich nicht; oder habe ich etwas überlesen ?)
Für eine gelegentliche Antwort wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen,
H. Schmidt, Hamburg, 3. Januar 2005
Nein Herr Schmidt,
die Kritik an der R93-Konstruktion beschränkt sich allein auf die R93 und ist
nicht als Blasergeneralverdammnis zu werten, außer selbstverständlich als Kritik
an dem Geschäftsführer Bernd Knöbel und dem Eigentümer Michael Lüke, die R93
nicht vom Markt zu nehmen, obwohl die Gefährlichkeit jedem Einsichtigen
offensichtlich sein müßte.
Z.B. Blaser K95 mit dem
Simson-Jägerverschluß, auch als Kippblockverschluß bekannt, ist ein
Spitzenprodukt!
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller
Sehr
geehrter Herr Moeller,
mit großer Sorge lese ich die umfangreiche Korrespondenz, die Sie wegen der Blaser R 93 führen. Ich habe letzten Winter eine gebrauchte Blaser 850 Kal. 7x64 für meine beiden Töchter gekauft, die frisch ihren Jagdschein gemacht hatten. Am Schießstand kamen sie mit der Waffe sehr gut zurecht. Beim ersten Bock der einen gab es jedoch eine Panne, die Patrone zündete nicht. Anscheinend war der Verschluß nicht ganz geschlossen, das Zündhütchen hatte nur eine minimale Eindellung. Mein Büchsenmacher meinte, der Verschluß wäre nicht ganz geschlossen gewesen und müsse eben immer verriegelt sein. Wenn das alles ist, bin ich ja zufrieden, denn wir lieben diese Waffe eigentlich bereits. Wenn allerdings hier auch bereits gravierende Sicherheitsmängel bestehen können - wäre das natürlich alles ganz anders. Können Sie mich kurz informieren?
Mit herzlichem Dank im Voraus, Louis v. Harnier, Dienstag, 30. August 2005
Tag Herr v. Harnier,
Ihr Büchsenmacher hat vermutlich vollkommen Recht mit seiner Aussage. Die R93 und ihr Vorgänger haben eine Schlagbolzensicherung, die verhindern soll, daß eine Patrone zündet, wenn der Verschluß nicht ganz geschlossen ist. So weit, so gut! Das Problem sind nicht nicht zündende Patronen, sondern zündende; und zwar entweder mit erheblichem Überdrück oder reißenden Hülsen. Beides soll nicht vorkommen, kommt aber leider gelegentlich dennoch vor, auch mit Munition renommierter Hersteller. Mit Fehlern muß eben immer gerechnet werden. Eine gute Waffe sollte solche Fehler mildern. Das tun besagte Waffen eben nicht!
Im Überlastfall oder bei Hülsenreißern halte ich aus der Erfahrung und den Gesprächen mit Opfern der Radialbundverschlußkonstruktion selbigen Verschluß nicht für sicher, weil, anders als bei anderen Bauarten, der Verschluß den Schützen zu oft ins Gesicht flog. Das Ergebnis ist nicht schön, besonders nicht für Töchter!
Tach Lutz,
die Blaser 850 hat keinen Radialbundverschluß und ist ein herkömmlicher Rotationszylinder-Repetierer! SicherheitsSchwierigkeiten bei überhöhtem Druck gibt´s da, anders als bei der R93, NICHT!
Gruß Hugo
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, 30. August 2005
Hallo Herr Möller,
den R93-6,5x65-Lauf hab ich verkauft. Ich trenne mich so langsam von dem R 93
Krams.
![]()
Der Käufer schießt das RWS 8,2 Gramm KS und ist bisher zufrieden.
LM: Das zu glauben fällt mir schwer.
Habe in der
Zwischenzeit eine Sauer 202 erworben im Kaliber
6,5x57 und denke darüber nach
diese aufreiben zu lassen. Mal sehen. Leider hab ich dann immer noch die R 93
mit dem 8,5x63 ziger Lauf. Aber bei Sauer stoße ich mit meinen
Anfragen, ob sie mir wohl einen Lauf in 8,5x63 für die 202 bauen würden
auf Granit. Die
wollen da nicht dran. Was anders kommt mir aber nicht in Frage.
Gruß, Stephan Heckeroth, Dienstag, 26. September 2006 16:23
Hallo Herr Möller
Seit nun 3h surfe ich auf Ihrer super Seite
von Seite zu Seite herum. (kurz Vorab: Haben Sie auch eine Art „Startseite“?
Sie sind privat oder gewerblich vertreten?
LM: privat!
Ich habe gelesen daß jemand KJG-Munition bestellen wollte? Das später vielleicht von Belang werden könnte.
LM: Ja hier,
aber nicht von mir.
Nun zurück zum Thema: Eigentlich wollte ich mich zu beginn der heutigen Nacht
über die Blaser R93 schlau lesen. Ich
beabsichtige in den nächsten Tagen eine R93 ( in 7 mm oder 7,62 mm ) zu
bestellen. Aus meiner beruflichen Laufbahn (ehemals Werkzeugmacher) und nun
täglich in der CNC Bearbeitung im Geschäft, bin ich, was mechanische Bauteile
und deren Zusammenspiel angeht, sehr pingelig. Die R93 fasziniert mich über Ihr
Design, die leichte und schnelle Repetition, mit welcher mit genügend Übung
sicher dieselbe Schußfolge, wie mit einer reinen
Drückjagdbüchse (Halbautomat
etc.) abgegeben werden kann. Außerdem ist alles mechanische „sehr nüchtern“
funktionell ausgelegt und die Einflüsse von Kälte, Wärme und Schmutz stellen
nicht ein Thema der Funktion dar.
LM: Leider doch!
Nun was lese ich da, das „Geraderückzugrepetiersystem“ wurde bei Patronenplatzern schon mal zum Verhängnis? Der ehemalige Blaser Mann (Herr Blaser) der ja heute für jemanden anders Seine Dienste tut, spricht nicht besonders überzeugend über dieses System, das ja unter seinem Namen steht.
Er hat gelernt. Er hat inzwischen die Strasser '05 entworfen. Blaser in Isny aber nicht!
Ich kann mir schon vorstellen, daß bei einem großen Gasdruck das Teil ins Auge gehen kann. Die Frage ist natürlich, statistisch gesehen, wann das
a) durch die Patrone verursacht wird,
LM: Gelegentlich!
b) das Stück „Laufgerade“ einem auf die Backe trifft.
LM: Immer!
Der mit dem Bier in die Wange kippen ist gut, aber wem es
nach einem solchen Schuß nach hinten noch nach einem Bierchen dürstet mag.
Haben Sie mehr sachliche Informationen zu dieser Sache? Gut wären natürlich
Zusammenstellungszeichnungen, Zeichnungen der Einzelteile. Ich überlege mir dann
mal eine Sicherungsmöglichkeit. Was Blaser ja sicher auch schon getan hat, falls
dies wirklich so ein Thema ist.
LM: Nein. Blaser schweigt die Sache tot. Das hat wohl seinen
Grund!
Besten Dank für Ihre Mühen.
Mit freundlichen Grüßen, Stefan Negele, Mittwoch, 11. Oktober 2006 05:44
Hallo Herr Möller,
Ich schieße Norma 15 Gramm PPC Vulcan
Mir ist mit meiner heiß geliebten R93 das mir bis dahin unvorstellbare passiert.
Spannen, Abzug betätigen, BUMM (Sau liegt), 1. Schuß
Repetieren, BUMM, 2. Schuß
Unglaublich dumm von meinem Drückjagdbock schauen
repetieren, Bumm, 3. Schuß
den Glauben an meine R93 in 9,3x62 verloren haben
Der zweite, von meinem Nachbarn krank vorbei
geschickte Frischling, durfte noch ein wenig länger leiden. Ich habe heute eine
Mail an Blaser mit der Frage gesandt wie ich mich weiter verhalten soll. Auf
diese Antwort bin ich gespannt, da ich nach noch nicht mal einer halben Stunde
Suche im WWW diesen Effekt noch mehrfach gelesen habe.
Mit freundlichen Grüßen, Dirk Becker, Dienstag, 11. Dezember 2007 18:02
Tag Herr Becker,
das hat mir jemand auch schon mal erzählt. Man hat ihn damals geschimpft und gesagt Halbautomaten seien auf der Jagd nicht erwünscht. Dabei hatte er nur dieselbe Erscheinung wie Sie erlebt. Was das Selbstschießen hervorruft und wie das abzustellen wäre, weiß ich nicht. Da muß ihnen wohl Blaser sagen.
Jedenfalls zeigt sich bei solchen Ereignissen wie wichtig die allererste und für mich auch einzige Sicherheitsregel beim Schießen ist, nämlich unter allen Umständen den Lauf einer Waffe nur dahin zu richten da auch hingeschossen werden kann, sei es nun auf ein würdiges Ziel oder nur in einen Kugelfang oder steil in den Himmel. So kann nie unbeabsichtigt jemand getroffen, ganz gleich wann und wie oft es knallt!
Waidmannheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
da ist Herr Becker nicht allein, ich hatte auch solch eine
R93. Zweimal löbste
sich ein Schuß beim Repetiervorgang, einmal im Jahre 2000 vor dem Blaser
Sicherheitscheck und zum zweiten Mal 2006 nach der Überarbeitung des
Abzugstiftes im Werk. Ich wurde dann nach Isny ins Werk und Schießkino
eingeladen und die Waffe sollte vor Ort untersucht werden. Ich bin den
einfacheren Weg gegangen und habe meine (mehrere)
R93 verkauft und
was (aus meiner Sicht) Vernünftiges gekauft.
Mit freundlichem Gruß, Michael Bovenkerk, Dienstag, 11. Dezember 2007 21:23
Hallo Lutz,
da selbstschießende R93 gerade angesagt sind, muß ich berichten, ich haba das auch schon zweimal erlebt. Einmal noch vor der Abzugsüberprüfung während einer Maisjagd und gerade 3 Wochen her auf dem Schießstand. Während der Maisjagd löste sich der Schuß beim Repetieren. Puuh da hab ich ganz schön geschwitzt, nicht weil es so warm war, sondern weil ich abgesetzt hatte und im Halbanschlag repetiert hatte. Der Schuß ging dann so im 30 bis 40 Grad Winkel ins Blaue und weit und breit kein Kugelfang.
Das Zweite mal liegt erst 3 Wochen zurück und geschah auf dem Schießstand. Ich hatte die Waffe auf den Sandsack aufgelegt und Richtung Scheibe ausgerichtet. Ebenfalls beim Einrepetieren löste sich der Schuß, diesmal allerdings ohne Gefahr in den Kugelfang. Es wäre schön zu hören wie die Geschichte weiter geht und was man von Blaser zu hören bekommt.
Übrigens ist jetzt die hdp-Rückstoßbremse drauf und es ist ein Traum mit der Waffe zu schießen. Kein Hochschlag und der Rückschlag ist so ungefähr wie bei einer 6,5x57. Vielen Dank für diese Bremsenerfindung.
LM: Bitte sehr, bitte gern!
Zum getöteten Wachtelhund bring ich's immer noch nicht fertig meine Worte zu fassen und diese nieder zu schreiben. Ich war mit meinem Wachtelhund am 2. November ebenfalls im angrenzenden Revier des Herrn Manfred I. zur Jagd. Ich habe alle weiteren Jagden seit bekanntwerden in Thüringen abgesagt und alle anderen Hundeführer sollten dies auch tun.
Gruß, Stephan Heckeroth, Mittwoch, 12. Dezember 2007 09:50
Stephan,
die Hundesache haben ich wegen falscher Beteiligung geschlossen. Lediglich den Ausgang der Rechtssache werde ich dort noch einstellen.
Gruß Lutz
Hallo Her Möller,
die Antwort von der Firma Blaser war eindeutig
„Schicken sie die Waffe ein!“
Da ich jedoch einen anständigen Büchsenmacher habe, ist meine Störung auf
dem kleinen Dienstweg gelöst worden. Er tauschte die Abzugsgruppe reinigte die
Waffe gründlich. Ich muß hinzufügen, daß ich diesen Austausch schon vor Jahren
hätte durchführen lassen sollen, habe es aber nicht für voll genommen – mein
Fehler. Trotzdem bleibt auch bei mir so ein unterschwelliges „Unwohlsein“.
Ich verbleibe mit den besten Wünschen zur Jahreszeit
Dirk Becker, Dienstag, 18. Dezember 2007 21:39
Selbsttätige R 93 Schußabgabe nach schnellem Repetieren
Hallo Herr Moeller,
bei einer Drückjagd ging beim Schuß auf eine Rotte der erste Schuß wie gehabt raus, habe dann schnell durchrepetiert - und ein weiterer Schuß ging los. Dachte zuerst, ich hätte die Hand am Abzug gehabt, bei der nächsten Jagd passierte jedoch dasselbe. Ich hatte auf ihrer Seite einen entspr. Bericht gefunden (leider find´ich´s im Moment nicht wieder). Ich brachte heute die Waffe (Anschaffung 2001) zum Büchsenmacher. Sie wird zu Blaser geschickt werden.
Zitat: ..ja, das passiert zwar selten, aber doch schonmal..."
Na das ist ja nicht gerade beruhigend. Mal sehen, was mit der Waffe im Werk gemacht wurde, wenn man das überhaupt zu wissen bekommt.
WH, Udo Siegmann, Feitag, 15. Februar 2008 16:43
LM: Ich sage: Blaser wird dicht halten.
Hallo Herr Möller !
ich verkauft nun auch meine zweite Blaser R93.
LM: Die verschrottet zu haben würde größere Nächstenliebe ausstrahlen☻!
Ich würde mir nun gerne eine weitere Büchse zu
der ersten M03 in 6,5x57 kaufen. Ich schwanke
noch zwischen 8x57 und
9,3x62 mit
kurzem Stutzenlauf.
Die Lutz Möller Geschosse schießen sich
aus der M03 in 6,5x57 hervorragend. 3 Böcke und 2 Sauen konnte ich schon damit
erlegen. Mit Treffersitz kurz hinterm Blatt fielen und lagen die jeweils im
Knall. Da ich mir im nächsten Jahr eine Jagdreise nach
Afrika gönnen möchte. werde ich wohl ein
größeres Kaliber benötigen, oder?
LM: Lesen Sie 6,5 mm Copper in Africa 2004 und entscheiden sich dann.
Ich neige zur 8x57, da sich diese wohl sehr angenehm schießen lassen soll. Gerne würde ich Ihre Meinung dazu hören.
LM: Afrika ist weit. Von den inneren Tropen mal abgesehen ist der Bewuchs meist spärlich. Das bedeutet, Deckung ist oft knapp und die Entfernungen zum Steppenwild sind weit. Daher kann ich ihnen überhaupt nicht zu einem Stutzen mit Stummellauf raten, sondern rate eher zu einer Steppenkanone, wie der 8x68S oder auch 9,3x64, mit der sie weittragende Flitzer verschießen.
Über eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr
dankbar.
Mit freundlichen Grüßen, M. Toonen, Freitag, 18. Juli 2008 08:55
Guten Tag Herr Möller,
Ich wünsche Ihnen ein gesundes Neue Jahr 2009 und viel Weidmannsheil.
Ich habe wieder einmal in Ihren Seiten gestöbert und
bin dort über Ihren Schriftwechsel mit den
selbstschießenden Blaser R93
gestoßen. Man bildet sich oft bei ungewöhnlichen Vorfällen, die einen selbst
betreffen, ein, die seien die Ausnahme des Jahrhunderts ist. So ist es mir
jedenfalls gegangen.
1995 habe ich mir eine R93 im Kaliber
.30-06 sowie 1996 eine im Kaliber
.300" Wby gekauft. Mit der Weatherby
störte von Anfang an, daß sich bei einem sehr schnellen Repetiervorgang sofort
der Schuß löste. So leerte ich die ersten Male jeweils mein ganzes Magazin. Viel
zu lange dauerte, dahinter zu kommen, daß der Fehler an der Waffe, aber nicht an
einem adrenalinvollgepumpten Schützen lag. Die Waffe wurde zu Blaser geschickt
und gerichtet. Seit dieser Zeit habe ich keine Störung mehr mit der Waffe,
immerhin seit fast 10 Jahren.
Vor 4 Wochen passierte mir bei einer Drückjagd
das Gleiche mit meiner .30-06 R93. Immerhin habe
ich die Waffe zu meiner Zufriedenheit jetzt schon 13 Jahre. Ich habe sie sofort
zu Blaser schicken lassen, mit dem Ergebnis, daß man nichts finden konnte.
Vorsichtshalber hat man jedoch die Abzugsgruppe ausgebaut und gegen eine neue
mit 200g höherem Abzugsgewicht gewechselt. Noch habe ich die Waffe nicht zurück.
Noch ein Wort zur R93. Wenn ich Berufsjäger wäre,
würde ich niemanden, der hinter mir mit einer R93
läuft, führen.
Die Gelegenheit möchte ich nutzen und Sie nach Ihrem
Lutz Möller KJG befragen. Obwohl ich schon vor über
10 Jahren mit wiedergeladenen Kupfergeschossen
( Barnes und ähnlichen) zur Jagd
gegangen bin, haben diese Geschosse mich seinerzeit nicht überzeugen können.
Jetzt möchte ich es einmal mit Ihrem Lutz Möller KJG
versuchen. Gibt es Ihr Geschoß mit Ihrer Ladungsempfehlung als Werkspatrone oder
muß man grundsätzlich wiederladen?
LM: Beide Möglichkeiten bestehen. Wählen Sie die Ihnen besser zusagt.
Können Sie mir einen (gewerblichen) Wiederlader benennen, mit dem Sie gute Erfahrungen gemacht haben?
LM: Ja, gewerblich + selbst Jäger + gute
Erfahrungen. Ich schreibe Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Hauptstadt, Bernhard Lozancic, Sonntag, 4.
Januar 2009 17:02
Sehr geehrter Herr Möller,
nachdem ich nun schon seit 3 Monaten auf Ihrem Netzplatz herumstöbere und versuche mein Jungjägerwissen im Bezug auf Jagdwaffen und Munition zu verbessern, möchte ich Ihnen zuerst einmal für die fundierten Informationen auf Ihrer Seite danken.
LM: Bitte sehr!
Ich führe eine Mauser 66 im Kal. .30-06 mit Zeiss 2,5-10x48 und Z-Point auf EAW-Schwenkmontage. Mein befreundeter Büchsenmacher hat sich geweigert mir eine R 93 ,die wir in der Jägerschule schossen, zu verkaufen. Er ist der Meinung, die Geometrie des Gardenaverschlusses sein eine Fehlkonstruktion sei und die Sicherheit beim Versagen (egal ob Waffen und oder Munitionsbedingt) nicht gewährleistet ist.
LM: Kluger Mann!
Der Schuß darf niemals nach hinten losgehen!
LM: Der Verschluß auch nicht1
Die Mauser 66 ist meiner Meinung nach eine elegante, führige und sichere Waffe. Dabei ist die Sicherung „gewöhnungsbedürftig“ und man ignorier den dt. Stecher besser. Weiter führe ich einen Suhler Drilling in 8x57 IRS, 16/70, mündungslangem EL in .22 Hornet und S&B Glas 2,5-10x56 LP. Die Schußleistung beider Waffen ist recht gut ( Streukreise 30 mm auf 100m). Vor 3 Wochen habe ich mir eine Sauer 80 im Kal. 8x68S gekauft, auf die ein Swarovski Z6I 2,5-15 x 56 mit Ballistikturm montiert werden soll. Um beim Üben nicht arm zu werden, habe ich nun die gleiche Waffe in .243 Win. gekauft.
LM: Ganz dumm. Der Lauf wird nach ~ 1200 Schüssen ausgebrannt sein. Siehe Lauflebensdauer! Besser wäre dafür ein dauerhaftes Kleinkalibergewehr in .22" lfB
Zur Jagdausübung habe ich Lutz Möller KJG Munition bestellt. Jetzt meine Frage: Kann ich zum Üben ( laufender Keiler oder Schießkino ) günstige Munition, z.B. Prvi Partizan schießen, oder spricht etwas dagegen ( korrosive Pulver ? ) ?
LM: Nein, aber für die Drückjagd auf bewegtes
Wild der Vorhaltewinkel. den Sie gerade
dabei lernen, übern, verinnerlichen und können wollen.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Jürgen Leister, Dienstag, 27. Januar
2009 11:42
Hallo Lutz,
Eckehard meinte, die Blaser R 93 wäre ein
Sicherheitsrepetierer. Die Handspannung sei idiotensicher.

Schuh

Fuß
Neulich änderte er seine Meinung.
Liebe Grüße, Jan Großterlinden, Montag, 15. Juni 2009 19:30
Moin Jan,
das sieht ja doll aus. Armer Eckehard. Was ist den da genau geschehen?
fragt Lutz
Betreff: Fuß
Sehr geehrter Herr Möller,
lassen Sie sich nicht veräppeln, die Bilder geistern schon mindestens seit Mai
durchs Internet - siehe auch
http://s459.photobucket.com/albums/qq311/colt45er08/?start=20 oder
http://www.gesichtskirmes.net/watch/329-in-den-fuss-geschossen/ . Jeder
scheint wohl jeder eine eigene Story zu haben.
Gruß AV, Mittwoch, 17. Juni 2009 06:54
Hallo Herr Möller,
abgesehen von der zweifelhaften Herkunft der Bilder
„Fuß“,
LM: Für mich waren die Bilder zu Fuß nicht zweifelhaft, da mir Jan Großterlinden bislang seit Jahren vernünftig schriebt. Um verärgerter bin ich nun, da mich AV auf die in der Tat zweifelhaft Quelle hinweist. Jan, auf solche Zuschriften kann ich künftig verzichten!
. . ., finden Sie es nicht auch eher abseitig, einen Zusammenhang zwischen einem Loch im Fuß und der R93 herzustellen?
LM: Den habe nicht ich hergestellt, sondern Jan. Im übrigen finde ich den Zusammenhang nicht abseitig.
Ich meine, das Unglück, lag viel mehr am Geschick des Benutzers als an der technischen Ausführung seiner Waffe.
LM: Ich habe genügend oft gehört, eine Blaser R93 sei willenlos, z. B. beim Nachladen, losgegangen.
Platt formuliert: Wer blöd genug ist sich in den
Fuß zu schießen, der braucht dazu keine R93, das schafft der auch mit allen
anderen Waffen. Gegen soviel Dummheit hilft keine noch so gute Sicherung,
höchstens sichere Verwahrung des Benutzers.
Mit freundlichen Grüßen, Stefan Simm, Mittwoch, 17. Juni 2009 09:21
Hallo Lutz,
tut mir leid, das die Bilder eine Ente waren. Ich habe die Fotos von einem
Bekannten geschickt bekommen mit dem Hinweis auf die R 93. Daher kannte ich auch
die Hintergrundstory zu dem Unfall, um die du gebeten hattest, nicht. Für
kurzweilig genug halte ich die Aufnahmen allerdings schon.
Liebe Grüße, Jan, Mittwoch, 17. Juni 2009 12:16
Jan,
dann schimpfe den Bekannten mal aus.
Gruß Lutz
Hallo Herr Möller,
ein paar Bemerkungen zur Jahrhundertwaffe R 93. Ich besaß das System in .222 Rem, .30-06 und 9,3x62. .30-06, Pakistan: Ich stehe mitten im Schilf, um mich herum wuseln starke Sauen. Ich kann nicht schießen, weil sich die (Fabrik-)patronen nicht einrepetieren lassen. Auch der Büchsenmacher, Verkäufer erkennt den Mangel. Waffe wird nach Isny geschickt und kommt funktionstüchtig zurück. Niemand sagte mir, woran es gelegen hat. Meine Vermutung: das Plastikmagazin wurde ausgetauscht.
.222 Rem, Schießstand: Beim Einrepetieren löst sich Schuß. Ich bitte einen Freund, mich beim nächsten Vorgang zu beobachten. Wieder bricht der Schuß beim Schließen des Schlittens. Waffe wird weider nach Isny geschickt und kommt funktionstüchtig zurück. Den Vorwurf, ich hätte an der Waffe manipuliert muss ich mit Entrüstung zurückweisen.
Eines muß man den Blaserleuten lassen - nach einem heftigen Telefongespräch wurde mir eine neues Gewehr als Ersatz in Aussicht gestellt und auch geliefert. Trotzdem: jetzt jage ich mit Mauser-, BRNO- und Winchestersystemen. No problems, no complaints.
Viele Grüße, Hans Stotz , Mittwoch, 22. Juli 2009 18:19
Lutz,
Yesterday a good friend was at the shooting range in Madrid and witnessed a blow
up with a Blaser R93 in 7 mm RM shooting Remington Safari Grade commercial ammo.

Blaser R93 shot Jesus Nieto
The unfortunate shooter suffered severe facial trauma and was taken to hospital
by the emergency services.
A couple of bystanders suffered some minor damages as well.
Alvaro Mazon, Samstag, 25. Juli 2009 08:51
Alvaro Mazon
Camino Real Hunting Consultants SL
C/ Puerto de los Leones, 1 -OF.204
28220 - Majadahonda - SPAIN
My friend did not have the accident. My friend was at the shooting range when the accident happened. I have only seen a picture he took with his cell phone when they were waiting for the ambulance, which is not a good picture but I will send it anyway. The man who was injured is Mr. Jesus Nieto and I do not know him. He was happily sighting in his rifle for a trip to Namibia. The blow up occurred on the third or fourth shot so it is unlikely that there was any obstruction in the barrel.
Alvaro, Samstag, 25. Juli 2009 22:14
Hallo Herr Möller,
ich hätte da noch ein paar Fragen zur R 93.Genau diese Waffe habe ich im Sommer erworben und bin eigentlich sehr zufrieden. Aufgefallen sind mir einige Berichte auf ihrem Netzplatz. Wenn ich richtig gelesen habe, handelt es sich bei bestätigten Unfällen immer um Magnum Cal..
LM: Nein. Außerdem denken Sie in die falsch Richtung. Ihre Frage muß nicht „Warum platzen Waffen?“ lauten, denn das kommt bei allen Waffen immer mal wieder aus verschiedenen Gründen vor, sondern „Was geschieht, wenn sie platzen?“
Ich trage mich mit dem Gedanken mir .30-06 KJG in Verbindung mit hdp-Bremse für die R93 zuzulegen. Nun einige Fragen: Ist die Ladungsgenauigkeit bei Lutz Möller KJG höher als z.B. bei RWS?
LM: Lies KJG-Genauigkeit und KJG-Güte! Die RWS KS, z. B., schießen und treffen nicht schlecht. Dann allerdings, bei der Zielwirkung, beginnt der Ärger.
Kann es auch bei den von ihnen verwendeten Hülsen zu Reißern kommen?
LM: Bei übergroßem Verschlußabstand, sich öffnendem Verschluß, oder übergroßem Gasdruck reißen Patronenhülsen immer!
Bis zu welchem Druck sind Hülsen geprüft?
LM: Gar nicht. Die Lutz Möller GmbH lädt, wie alle anderen Hersteller anders als die Wiederlader (sic!) nun neue Hülsen.
Wie sie schon lesen können, bin ich ein wenig verunsichert. Auf der anderen Seite gibt es aber auch sehr positive Berichte über Lutz Möller KJG mit R93.
LM: Ja. Wenn die Dinger nicht platzen, schießen die „wie Gift“, wenn der Schütze gut ist! Aber wie will man das mit Zweifeln ohne zu mucken sein?
987 m/s bei Gasdruck v. unter 4.000 bar. Das sollte wohl eine gute Hülse halten? Oder?
LM: Selbstverständlich ja! Ein Beschußamt prüft die Ladungen vor deren Zulassung. Ohne Zulassung und Beschußzeichen auf der kleinsten Verpackung kommt in den CIP-Ländern keine Schachtel in den Handel.
WaidHei, Raabe, Montag, 9. November 2009 05:50
Hallo!
hier fand ich einen
Unfall mit R93, der allerdings nicht modellspezifisch gewesen zu sein scheint:
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/255467/
verbunden mit großem Lob für Ihre Seite,
mit freundlichem Gruß, Gerald G., Donnerstag, 21. Januar 2010 10:01
Detlef Hesterberg sollte auf der Grünen Woche seinen großen Auftritt haben
Neuruppin – Auf der Grünen Woche in Berlin sollte
er den Handel mit Wildfleisch aus Brandenburg ankurbeln. Doch Detlef Hesterberg
aus Ostprignitz-Ruppin starb zuvor im Alter von 61 Jahren gestorben –
ausgerechnet auf der Jagd und durch einen
Kopfschuß.
Der Mann galt als Vorzeigeunternehmer. Im Dorf Lichtenberg, einem Ortsteil der
Stadt Neuruppin 75 Kilometer nordwestlich von Berlin gelegen, stampfte er im
Jahr 2000 das Gut Hesterberg aus dem märkischen Boden. Das ist ein
beeindruckender Dreiseithof mit großen Ställen, umgeben nur vom vielen Weideland
für die hauseigene Zucht von Galloway-Rindern, für freilaufende Legehennen,
Schweine und Schafe. 90 Mitarbeiter hat der Familienbetrieb, der sich der
Erzeugung naturbelassener Lebensmitteln – von der Weide über die Schlachterei
bis zum Verkauf – verschrieben hat. Auch als Ausflugsziel ist
Gut Hesterberg wegen des Hofladens
und der Gaststätte beliebt. In Berlin ist Gut Hesterberg wegen seiner Filialen
etwa im Friedrichshainer Ring-Center, in den Spandau-Arcaden, im
Rathaus-Center-Pankow oder am Steglitzer Damm bekannt.
Das neueste Vorhaben des Unternehmens will Wildfleisch aus der Mark, das es auch
wegen der Billigeinfuhren von Zuchtvieh etwa aus Neuseeland und Australien nicht
in die heimischen Läden schafft, gezielt an die Kundschaft, besonders die
Berliner, bringen und überhaupt die Vermarktung ankurbeln.
Der brandenburgische Jagdverband
hatte dazu Detlef Hesterberg für einen Sonderstand auf der Grünen Woche
ausgewählt. Auch mit Brandenburgs Forst gab es Gespräche für eine
Handelszusammenarbeit. „Wir brauchen solche Leute, die Wildfleisch klug
vermarkten können“, sagte einer Sprecher des brandenburgischen
Agrarministeriums. „Wir wollen zeigen, die Brandenburger Forsten liefern nicht
nur Holz, sondern auch etwas, das gut schmeckt und gesund ist“, erklärte
Wolfgang Bethe, Präsident des Landesjagdverbandes.
Doch nun überschattet der Tod des Unternehmers die Werbeaktion auf der
Verbrauchermesse unter dem Funkturm, wo Gut Hesterberg einen der größten Stände
in der Brandenburg-Halle hat. Wie die Familie mitteilte, kam Dieter Hesterberg
am vergangenen Donnerstagnachmittag bei einem tragischen Unfall ums Leben, er
hinterläßt seine Gattin sowie zwei erwachsene Kinder. Auch Polizei und
Staatsanwaltschaft gehen von unglücklichen Umständen, die zu dem Tod geführt
haben, aus – immerhin hat sich Hesterberg in den Kopf geschossen. Von der
Staatsanwaltschaft Neuruppin hieß es, der Mann sei auf Fuchsjagd gewesen. Im
laufenden Todesursachenermittlungsverfahren wird derzeit an folgender Ausführung
festgehalten:
Nach einem ersten Schuß auf einen Fuchs war
Hesterbergs Repetierbüchse Blaser R93 entsichert.
An einer Wildtiertränke auf seinem Land rutschte er auf einer von Schnee
bedeckten Eisplatte aus und stürzte auf die Waffe. Dabei habe sich der Schuß
gelöst und ihn tödlich am Kopf getroffen. Selbst der Schaft der Büchse war
gebrochen. Einen angeschossenen Fuchs fanden die Ermittler allerdings nicht.
„Fremdverschulden ist mit Sicherheit auszuschließen“, sagte der Leitende
Oberstaatsanwalt Gerd Schnittcher. „Nach unseren Recherchen handelt es sich um
einen Unfall.“ Selbst der Hersteller der Waffe (Blaser) habe bestätigt, eine
solche Erschütterung reiche aus, daß sich ein Schuß löse. In „allen
Einzelheiten“ lasse sich das Geschehen nicht rekonstruieren. Ein Selbstmord
werde in dem aktuellen Verfahren nicht geprüft, es gebe es keine Anhaltspunkte
für einen Suizid, sagte Schnittcher. Es liege auch kein Abschiedsbrief vor.
Alexander Fröhlich, 20. Januar 2010
Hallo,
das war
wirklich schnell.
Ich habe noch zwei Anmerkungen:
Da ich keinen relevanten Informationsgewinn darin erkennen kann und auch ungern
meinen Namen im Internet finde, wäre ich dankbar, wenn Sie diesen aus dem Zitat
meines Anschreibens an Sie herausnehmen. Vielen Dank.
Wirklich mißglückt finde ich den Hinweis
Kopfschuß, der dem Zitat aus dem Artikel am Ende des ersten Absatzes
hinzugefügt wurde. Ich gehe hier von einem Automatismus aus, der diese
Querreferenzierung eingefügt hat. Prüfen Sie doch bitte, ob Sie diesen nicht
entfernen wollen.
Mit freundlichem Gruß, Gerald G. Donnerstag, 21. Januar 2010 23:51
Moin Herr G.
wie Jäger gewinnen nicht mehr Anerkennung, wenn wir uns verstecken. Gleichwohlhabe ich Ihren Nachnamen gekürzt. Ein Suche nach Ihnen wird also nicht auf meinen Netzplatz verweisen. Im Einsteig schreibe ich Warnung! „Für Jäger, Krieger, jene die zu töten schießen, schildere ich Jagd, Wunden, Verletzungen, Blut und Tod.“ Das gilt für jeden der kommt. Lesen Auch Sie bitte die Warnung. Dem das nicht gefällt, bleibe weg. Ich beschäftige mich also ausdrücklich und vordergründig, um das, was Ihnen mißfällt. Das sollte ihnen vorher klar gewesen sein, ist es nun immerhin wahrscheinlich jetzt. Ich erkläre Schußwirkungen samt den Mittel (Waffen, Munition, Geschosse)
Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
Anbei sende ich ihre Zielscheibe.4 Schuß für das neue Lutz Möller KJG. Der 1.war Setzschuß für die neue Montage. Nun müssen Sau u. Co. umlernen. Zudem muß ich sagen, schießt sich die Waffe angenehmer. Nach dem Verkauf der R93 ist auch das widerliche Mucken schlagartig verschwunden. Endlich ruhe ich wieder im Seelenfrieden. Zu Schießen und zu treffen ist anscheinend wohl doch zu 95% Kopfsache.
Gruß Raabe, Mittwoch, 27. Januar 2010 21:25
Moin Herr Raabe,
Sie schrieben „Zu Schießen und zu treffen ist anscheinend wohl doch zu 95%
Kopfsache.“
Ja, was soll ich da noch mehr sagen. So ist das!
Waidmannheil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
durch Zufall stieß ich auf Ihre Seite und las mir
Berichte über das Selbstauslösen der R93
durchgelesen. Anfang Dezember 2010 war ich auf einer Drückjagd im Osten mit
meinem Hund „Koda“. Auf dieser Jagd auf Hochwild bin ich als Durchgehschütze und
Hundeführer zuerst bei der Nachsuche auf einen Rotspießer zu Schuß gekommen.
Beim Repetieren passierte nichts.
Nach weiteren 90 Minuten mußte ich einen angeblichen Überläufer nachsuchen. Der Schütze sprach von einem Weichschuß.
LM: Wie so oft zu geringes Vorhaltemaß auf bewegtes Wild!
Der Hund zog sicher die Schweißfährte bis zu einem kleinen Fichtenanflug. Sein Drang dort hinein war deutlich ausgepägt, so daß ich mich entschloß ihn zu schnallen. Sofort zog er hinein und kam genau so schnell wieder heraus - gefolgt von einer großen Sau. Als jene mich bemerkte, sich zu mir drehte, der Hund außer Gefahr war, bekam sie die 8x57IS zwischen die Lichter. Rücklings purzelte die Sau zurück in den Fichtenanflug und der Hund hinterher. In dieser für alle Beteiligten angespannten Lage, repetierte ich meine R93 durch, darauf sich ein Schuß löste. Überrascht davon und im Glauben an den Abzug gekommen zu sein, repetierte ich noch einmal, worauf sich wieder ein Schuß löste. Die Jungjägerin die immer 5 Meter hinter mir hergelaufen war, empfand die Situation als „cool“, da sie dachte ich würde aus der Hüfte schießen (John Wayne). Auch mir wurde trotz 25 jähriger Erfahrungen als Jäger erst später bewußt, wie gefährlich diese Lage für uns alle war. Der Überläufer war übrigens eine 75 Kg Bache mit einem Laufschuß durch das hintere linke Kniegelenk. Der zuständige Büchsenmacher meinte, die R93 sei „die zuverlässigste Waffe, die er kennen würde.“
LM: Was kennt der denn sonst noch? Scharfe Tretminen oder Tellereisen?
Außerdem hätte man ja so oder so die Pflicht immer Hintergrund zu haben. Normalerweise hat er ja mit dem Hintergrund auch im Recht aber ich bin doch sehr deutlich auf seinen Einwand eingegangen.
LM: Sie meinen gewiß „Sicheren Kugelfang“!
1. Ist in so einer angespannten Lage nicht gewährleistet an einen Hintergrund zu denken, den ich ja „Gott sei Dank“ hatte.
LM: Sie müssen immer an den Kugelfang denken, wenn Sie eine Büchse führen - ohne wenn und aber.
2. War mein Hund in einer großen Gefahr und es wäre sehr schade um ihn gewesen.
3. Darf meiner Meinung nach keine Selbstauslösung beim Repetieren geben.
4. Habe ich in meinem recht großen Jägerkreis immer nur von Schwierigkeiten mit der R93 gehört, aber nie von anderen Waffen.
Zur Vervollständigung muss ich noch beifügen, die Waffe nahm vorher an der Rückrufaktion der Edelstahlstifte teil hat und wurde 3 Tage vor der Jagd bei dem Büchsenmacher nach dem Montieren eines Glases abgeholt. Weiterhin war die Waffe top gepflegt und frisch geölt. Die Waffe wurde eingeschickt, repariert (sogar kostenlos!) und mit einem kleinen Tütchen Dreck zurück geschickt. Keine Entschuldigung oder Erklärung! Ich überlegen die Waffe aus Sicherheitsgründen zu veräußern, aber wem soll man so etwas empfehlen?
LM: Empfehlen sollen Sie DIE niemandem.
Zudem waren die Gläser und die Montagen recht teuer. Was meinen Sie dazu?
LM: Ihr Seeelenfrieden ist hin. Schußangst kommt. Mucken wird sich einstellen. Also weg damit!
Mit Waidmannsheil und freundlichen Grüßen, Volker Hamm, Freitag, 14. Januar 2011 11:42
Hallo, Herr Möller,
gerade habe ich die Berichte zu den selbstauslösenden R93 gelesen. Da kann ich auch noch was dazu beitragen:
Ich hatte eine R93 Offroad in .308 WIN (Baujahr 2002). Beim Ansitz und Schuß auf eines von 2 Kitzen repetierte ich im Sitz nach und schoß kapp über dem linken Knie durch den Sitz. Zuerst glaubte ich an eine versehentliche Berührung des Abzugs im „Bockfieber“, doch kurze Zeit später passierte das abermals. Nach dem 1. Holztreffer im Sitz hatte ich 2 Tage massive Gehörschäden und ganz schön weiche Knie.
Nicht lustig !
Mathias Donner, Gesendet: Dienstag, 8. März 2011 07:51
Als langjähriger Ausbilder und Prüfer im Fach Waffen im Saarland ist mir mitten im Kurs (trocken Training ohne scharfe Mun) beim repetieren die eine der beiden Führungsschinen gebrochen. Genau dort oder besser neben der Bohrung für eine Schraube. Bei einer Nachsuche auf Schwarzwild wäre dies das Ende gewesen. Ich glaube M. Donner kenne ich persönlich und hatte ihn vor Jahren auch in einem unserer Kurse. R93 für mich als Fan des 98er System (führe einen 98er Stutzen im Kaliber 9,3x62) ein absolutes no go!
Bin seit 2004 nicht mehr als Ausbilder tätig, in mein letzter Kurs bildete ich meine heutige Frau aus :-).
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil Michael Konzmann, Dienstag, 8. März 2011 15:06
Hallo,
Lutz,
ich hab´ ich just einen Witz erfunden: Trifft ein Spaziergänger einen Jäger mit
´ner R93 im Wald. Fragt der Spaziergänger : Zu welcher schlagenden
Studentenverbindung haben Sie denn mal gehört?
Mathias D., Sonntag, 10. April 2011 07:53
zu R93 Jagdgeschichten
Hallo Lutz,
wie gefällt dir meine neueste Schöpfung?
Ein Jäger sitz am Waldesrand
´ne high-tec- Waffe in der Hand
schießt vor sich ein dickes Schwein
hinter ihm könnt´s noch eins sein . . .
Hör die Moral von der Geschicht´:
Schieß mit solchen nicht auf´s Schwein,
sonst könnte es dein letztes sein ! :-)
Mathias D., Sonntag, 10. April 2011 08:05
Hallo Herr Möller,
mit Anteilnahme las ich ihren Netzplatz.
Ein Mitarbeiter einer großen Jagdkonzession in Tajikistan hatte kürzlich einen
Jagdunfall. Am 22. März 2011 versuchte er mit einer (wohl vorher noch nicht
genutzten) Blaser R93 in .300" Win. Mag.
einen Yakbullen zu schießen. Dabei ist ihm die R93
quasi explodiert.
R93 Benutzer aus Tajiskistan, wie die Bilder denen andere R93-Sprengungen ähneln
Durch den Verschluß und die Sicherung wurde ihm der Daumen
gebrochen, das Jochbein unter dem rechten Auge völlig zerstört, das Augenlid
stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Nasenwurzel wurde weitgehend
zerstört. Ein Teil der Zähne ist ausgebrochen. Der Daumen ist an drei Stellen
gebrochen.
Munition bei dem Unfall war passende, von Jagdgästen mitgebrachte,
Werksmunition, keine selbstgeladenen Patronen. Genaue Angaben werden noch
ermittelt (die Leute sind mit dem Verletzten umgehend in die Hauptstadt Dushanbe
gekommen und haben Waffe und Munition im Jagdcamp gelassen. Was meinen Sie zu
dem Unfall?
LM: Ich lasse nie eine R93 in meine Nähe, weil meine Bedenken zur R93 seit Anbeginn bestehen. Jeder weitere unselige Vorfall, wie ihr aus Tajikistan geschilderter, bestärken mich in meiner alten und immer wider geäußerten Ansicht, dort leider Recht zu haben. Außer zu mahnen, kann ich leider nichts nichts tun. Pech lauert auf jene, die meine Mahnungen erst gar nicht hören, oder dennoch daraus nicht ihre angemessen Schlüsse ziehen.
Mit einer selbstschießender R93 hatten die auch schon Probleme. Sprich, Waffe schoß, ohne daß der Auslöser betätigt wurde! Angeblich seien in der letzten Jagdsaison in Rußland mindestens drei Jäger ähnlich verunglückt. Wir meinen, hier kann es sich nur um einen Fehler bzw. ein allgemeien Mangel der R93 handeln.
LM: So sehe ich das auch.
Wie sehen Sie die Chancen bei Blaser eine Entschädigung zu erhalten? Letztlich sollte Blaser ja an einer Regelung ohne großen Lärm interessiert sein. Bitte bringen Sie die Nachrichten erstmal noch nicht ins Netz.
LM: Damit ihres Schweigens wegen später noch mehr Ahnungslose ebenso schlecht aussehen? Die hätten Sie dann auf dem Gewissen!
Wir wollen sehen, ob Blaser da kulant ist. Selbst für eine
gut arbeitende Jagdkonzession kann eine angemessene Behandlung des Unfallopfers
arg teuer werden. Der Mitarbeiter ist ein guter Freund von mir und einer der
beflissensten örtlichen Jäger, der in vielen Jahren schaffte das beste
Argali-(Wildschaf)-Revier aufzubauen.
Mit freundlichen Grüßen aus Tajikistan, Stefan M., Sonntag, 10. April 2011 20:28
Na dann Waidmannsdank, Herr Möller!
nehmen Sie bitte den Satz mit den „sieben Metallteilen im Gesicht“ raus.
LM: Erledigt!
Da stimmt anscheinend irgendwas nicht. Offensichtlich ist dem
Herrn der Verschluß komplett ins Gesicht geflogen. Mir konnte keiner erklären,
was da für andere Metallteile gewesen sein könnten. An dem Verschluß konnte ich
nichts erkennen, wieso er sich gelöst haben sollte. Die Waffe selbst habe ich
nicht komplett gesehen. Die Munition war jedenfalls Fabrikware.
Beste Grüße aus den Bergen! Stefan M., Donnerstag, 5. Mai 2011 20:01
Hallo Herr Möller,
ich schreibe Ihnen, nachdem ich Ihre Seiten zur R93 gelesen habe. Ich stelle hier in Neuseeland eine selbstladende .22LR &.17HM2 Büchse auf basis der 10/22 Ruger her.
Bild: Quelle
Darüber hinaus stelle ich eine Reihe von Groß- und Kleinkaliber Schalldämpfern her.
LM: Ich suche eien Händler in Neuseeland für Feuerschlucker und Schalldämpfer. Sehen Sie mal den FS7-160! Wäre das was für Sie?
Ein Kunde, der seine Blaser R93 in 7mm08 bei mir Schalldämpfen lassen wollte, klagte über zahlreiche Fehlzündungen während der Jagd (misfires). Er hatte die Waffe zum Vertriebspartner zur Kontrolle zurück geschickt und die Waffe mit dem Kommentar zurück erhalten er solle ausschließlich Norma Munition verwenden. Nach Überprüfung der Waffe, stellte ich fest daß die Waffe bei fast allen anderen Munitionsmarken (darunter Bellot & Sellier, Federal, Hornady) ein zu leichter Schlagbolzen Einschlag erfolgt. Beim Beschuß wurde ausschließlich Fabrikmunition verwendet. Bei der Verwendung von Normamunition ist der Zündhüdchen Einschlag voll ausgeprägt. Meine Bedenken und die des Kunden sind folgende. Es ist schwer nachvollziebar das die Waffe nur mit Normamunition funktionieren soll. Ich selbst verfüge über eine Attache R93 und eine LSR2 in 6.5x55 und habe derartige Probleme nie erlebt. Es stellt sich auch die Frage, ob das Zünden der Patrone oder das nicht Zünden der Patrone die Fehlfunktion darstellt. Die R93 darf nicht auslösen, wenn der Verschluß nicht vollständig verriegelt ist.
LM: So soll das sein, aber ich habe da so meine Zweifel, siehe Sörlie, dessen R93 ihm deren Verschluß ohne erkennbaren Überdruck ins Geschciht schleuiderte.
Wenn nun der Verschluß aus welchen Gründen auch immer nicht voll verriegelt ist und die Waffe dennoch auslöst, so ergibt sich wohl eine für den Schützen ohne Zweifel gefährliche Lage.
LM: Gewiß.
Wenn also diese R93 bei Munition bestimmter Hersteller nicht voll verriegelte und der Verschußabstand nicht stimmte, so hätten wir ohne Zweifel einen zu leichten Schlagbolzen Einschlag und Glück das die waffe nicht auslöst.
LM: Ein beängstigende Vorstellung.
Ist das selbe bei Norma Munition der Fall, so könnte eventuell eine weicheres Zündhütchen dennoch zur Auslösung führen und ein Ausbleiben einer katastrophalen Fehlfunktion lediglich Glückssache sein.
Ich selbst bin mit der R93 nur als Anwender Vertraut, eventuell können Sie etwas
Licht in den Sachverhalt bringen?
Ich wäre für Ihre Meinung sehr dankbar.
Cheers, Christian, Montag, 8. August 2011 22:09
Christian,
da Sie selbst Waffen herstellen, sollte Ihnen deren grundlegende Funktion bekannt sein. Messen Sie mit auf Größe zugeschnittenen Stahlfühlerlehren den Verschlußabstand verschiedener Munitionen in der Waffe. Schreiben Sie mit dauerhaftem Marker den Verschußabstand auf die einzelnen Patronen. Schlagen Sie mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen (Auslösung über Bindfaden, nicht mit dem Finger und der R93 am Gesicht) die Patronen ab. Versuchen Sie zu erkennen, ob es ein Zusammenhang zwischen Verschlußabstand un Schagbolzeneinschlag, bzw. Auslösen oder Fehlzündungen gibt.
Sie sollen auch den Verschluß der bezweifelten R93 zu zerlegen, um mit Tusche die den Schlagbozen begrenzenden Anschläge zu färben und dann mit verschiednen Munitionen (unter Sicherheit) abzuschlagen um herauszufinden welche Munition mit welchem Verschlußabstand welche Begrenzung anfährt.
So oder so ähnlich sollte möglich sein deutlich und mit Maßzahlen hersauzufinden, wo die Ursach liegt, oder die Ursachen liegen.
Wo in Neuseeland sitzen Sie?
Waidmanns Heil, Lutz Möller
Zu: R93 Zündversager
Hallo Herr Möller!
Ist es tatsächlich so, daß die Verriegelung des Schlagbolzens, abhängig vom
vollständigen Schließen des Verschlusses abhängt, und zwar direkt proportional?
Das wäre: Verschluß ganz zu, dann haut der Schlagbolzen fest drauf; ist der
Verschluß halb zu, haut der Schlagbolzen halb-fest drauf. :-O Um Gottes Willen!
Eine lineare Funktion also :-)
LM: Ich habe den R93 Verschluß daraufhin nicht untersucht. Bei Zylinderverschlüssen mit geschraubter Spannkurve ist das so.
Mir wäre eine digitale Bedingung lieber: Wenn Verschluß GANZ Zu, dann Bumm, anders nicht.
LM: Dann bringen Sie mal einpassende Zeichnung!
Mein 98er macht sowas meines Wissens, aber dessen Sicherheit ist ja hier schon
genug erörtert worden und ist unbestritten.
Nebenbei noch zu meinem Wiederladewerkzeug: ich benutze eine 20 jahre alte
gusseiserne RockChucker, Hornady Matrizen, wobei ich den Setzer selbst auf
meiner Drehbank fertigte, da werkseitig zu viel Spiel vorhanden war.
Ich entzündere und setzen in der RC.
Hülsen säubere ich mit einem 20-€-Ultraschallgerät vom Discounter und einem
speziellen Hülsenreinigungs- Konzentrat, nicht sehr teuer und sparsam, ich
glaube für 10 Euro kann man 1.000e Hülsen reinigen.
Pulver wiege ich Einzeln ab, erst grob mit einer Digitalwaage, dann die letzen
Krümel aus dem Trickler ebenfalls in eine RCBS-Balkenwaage. 100 Patronen so zu
laden ist zwar ein Riesenaufwand, aber ich habe die Gewissheit, daß alles paßt.
LM: Gewißheit beruhigt. Jeder Schütze braucht inneren
Seelenfrieden.
Viele Grüße aus dem Bayerwald!, H. Liebl, Dienstag, 9. August 2011 13:23
Die Zeitschrift „Jäger http://www.jaegermagazin.de/ veröffentlicht in ihrem Septemberheft 9 / 2011 auf den Seiten 52 - 54 einen Aufsatz über Kurzrepetierer von Dr. Frank B. Metzner, aus dem ich folgende zwei Bilder ausreiße und hier zeige.


Ich empfehle das Heft „Jäger“ September 9 / 2011 zu kaufen und den ganzen Aufsatz zu lesen.
Moin Herr Möller,
ich hoffe, Sie haben Weihnachten gut verbracht!
Im Anhang finden Sie ein Bild meiner R93 9,3x62 mit montiertem FS7 / 200 und meinem Lieblingsschaft (nach 1½ Jahren Wartezeit (bevor Mario Schwarz den Laden übernahm)), nicht unbedingt etwas für die Traditionalisten unter uns, schießt MJG aus RWS-Hülse vor 4,08 g 901 gezündet mit CCI Large Rifle aber Loch-an-bzw.-in-Loch, gefühlt wie eine .243 ohne Mündungsfeuer, ohne übermäßigem Knall. Das Ganze bei 100 cm Länge.
Der Schaft liegt perfekt in jeder Anschlagart.
Ich wünsche Ihnen ein gutes Jahr 2012.
Mit freundlichen Grüßen, T. S., Dienstag, 27. Dezember 2011 20:17
Sehr geehrter Herr Möller!
Ich war am 30.12.2011 in Niederösterreich zu einer Drückjagd eingeladen. Beim
Schüsseltrieb saß ein Jäger neben mir, bei dem ich unter dem rechten Auge eine
alte trichterförmige Verletzung feststellte. Als ich mit ihm ins Gespräch kam,
erzählte er mir von einem Unfall mit einer Blaser R93
im Kaliber 7x64 aus dem Jahre 2007. Er hatte die Waffe gemeinsam mit seinem
Vater eingeschossen, als der Verschluß bei einem weiteren Schuß explodierte,
nach hinten ausfuhr, ihm den Daumen seiner rechten Hand mehrfach brach, um ihn
danach im Gesicht zu treffen. Dabei wurden abgesehen von massiven
Weichteilverletzungen, mehrere Knochen in seinem Gesichtsschädel zertrümmert.
Durch die besonnene Reaktion seines Vaters und sofortigem Einsatz von
Rettungshubschrauber und Notarzt, konnte sein Leben gerettet werden. Hatte ich
bis jetzt auch Zweifel über die zahlreichen Berichte über die Gefährlichkeit
dieses Waffensystems, jetzt sind diese Zweifel völlig beseitigt. Was ich nicht
verstehe ist, dass dieses System nicht vom Markt genommen wurde. Falls ein
derartiger Unfall in den USA passieren sollte, würde das dortige
Schadensersatzrecht zu erheblichen Ansprüchen führen.
LM: Haben Sie den Mann denn nicht gefragt wie das bei ihm geregelt wurde? Wenn Sie das wissen, dann wissen Sie auch, warum Blaser noch nicht diesbezüglich angezeigt wurde.
Mit freundlichen Grüßen, Dieter Nagl, Montag, 2. Januar 2012 09:52
Sehr geehrter Herr Möller!
Die Schwierigkeiten mit Blaser R93, möglicherweise auch
R8 sind ja ein Dauerbrenner
auf Ihrer Seite.
LM: Besser die Seite als die Wange brennt!
Da ich selbst so ein Ding in 7x57 (WL in .300Wea. und .416 RM habe ich vom Voreigentümer übernommen, glaube aber nicht, daß ich die je brauchen werde, sollten deshalb eigentlich verkauft werden) habe, mache ich mir natürlich auch meine Gedanken dazu. Ihrer Analyse dazu ist zu entnehmen, daß Sie am meisten Hülsenreißer und infolgedessen nach hinten strömende Gase fürchten, die den Radialbundverschluß aus der Rast drücken könnten. Ergebnis: der Verschluß fliegt nach hinten.
Nachdem aber von Hülsenreißern in Zusammenhang mit Unfällen nicht berichtet wird, vermute ich andere Gründe: Wird der Verschluß, beim schnellen Repetieren, etwa bei einer Drückjagd unvollständig geschlossen, dann hängt alles davon ab, daß der Schuß unter diesen Umständen nicht ausgelöst werden kann. Blaser behauptet ja, dies sei nicht möglich. Wenn aber doch (und das befürchte ich), dann könnte wohl auch dies zu dem nach hinten fliegenden Verschluß führen!
Mir wurde schon gesagt, es könne auch Störungen mit dem einwandfreien Schließen
des Verschlusses geben, wenn mehrfach nur halskalibrierte Munition verwendet
wird. Die leicht verdickten Hülsen könnten zu Schließproblemen führen. Die
Gefahr dabei könnte sein, daß man dies gar nicht bemerkt, weil der
Verschluß so aussieht, als ob er geschlossen wäre.
Das mag auch der Grund sein, warum Blaser die Haftung für Unfälle mit
wiedergeladener Munition grundsätzlich ablehnt.
Wenn das das richtig erkannte Hauptproblem sein sollte, könnte die Abhilfe nur
darin bestehen, möglichst immer sorgfältig zu repetieren (auch bei der
Drückjagd) und nur neue Munition/ Hülsen, oder vollkalibrierte Hülsen zu
verwenden. Schade wäre es dabei nur um das verschlechterte Präzisionspotential
dieser an sich ausgezeichnet schießenden Waffen, das bei nur halskalibrierten
Hülsen besser ausgeschöpft werden könnte.
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen
L. Vogl, Montag, 12. März 2012 16:03
LM: Ganz gleich warum eine Waffe versagt - wenn sie versagt, sollte Sie den Schützen dennoch nicht verletzen. Genau das aber tun nach hinten fliegende Verschlüsse!
Sehr geehrter Herr Möller,
über das Internet habe ich zur Kenntnis genommen, das bei Ihnen offensichtlich Meldungen zur R 93 zusammenlaufen. Ich möchte Ihnen daher gerne meine Lage schildern und hoffe von Ihnen Ratschläge zum weiteren Vorgehen zu bekommen. Seit 2005 führe ich unter anderem die R93 mit Läufen 243 Win, 30-06 und 9,3x62 .243 Win. Seit Jahren verwende ich meine selbst geladenen Patronen- Nosler Ballistic Tip – 6 g Spitz geladen mit 2,4 g IMR 3031 Zünder Rem. 9½ jagdlich und am Stand. Etwa 250 Patronen .30-06 Stand. Munition etwa 60 Schüsse. 9,3x62 Stand. und selbst geladen ca. 6o Schüsse.
Am 29. Aprile 2012 wollte ich die Waffe auf eine andere Zielvorrichtung einschießen. Ich habe die Waffe in der Gewehrauflage fixiert, 6 - 7 Schuß abgegeben (Waffe jeweils abgekühlt). Der 8. Schuß löst sich. Kugel verläßt den Lauf – Treffer war auf 100 m Scheibe nicht feststellbar. Beidseitig vom Vorderschaft splittern die Holzteile, starke Rauchgasentwicklung am Verschluß, aber der Verschluß öffnet sich (dankbarer Weise) nicht. Beim gewaltsamen Öffnen des Verschlusses – Splitter der teilweise zertrümmerten Verriegelungskammer, Patronenhülse ohne Boden in der Kammer. Fest steht: Lauf war frei, Patrone Stand. Ladung; einwandfreier Kugelsitz, in wie weit die Hülse durch Dehnung, Haarriss beschädigt – nicht mehr feststellbar.
LM: Die Ladung scheint mir die Hülse nur zu 85% zu füllen. Das ist für ein sichere Ladung zu wenig. Außerdem verwenden Sie sehr starke Zündhütchen. Ich halte das nicht für ein glückliche Zusammenstellung. Sie wagen damit eine Detonation
Falls bei Ihnen Erfahrungen mit ähnlich gelagerten Unfällen bekannt wäre ich Ihnen für eine Mitteilung dankbar.
Mit freundlichem Gruß, J. Wenderhold, Mittwoch, 2. Mai 2012 13:22
Hallo Lutz,
Insider berichten, die wahre Ursache der R93
Unfälle läge nicht am Überdruck oder an gerissenen Hülsen, sondern an
Unterdruck. Wenn die Hülse nicht vernünftig lidert, können Gase an der Hülse
vorbei aus dem Patronenlager heraus den Verschlußmechanismus öffnen.
LM: Daß Gase den Ringbundverschluß öffne können war immer meine Vermutung!
Bei der R8 wurde dies geändert. Unterladene Patronen
kommen bei Werksmunition auch von RUAG häufig vor. In einer Schachtel DAG .223
Rem hatte ich gleich mehrere Patronen mit viel zu geringer Ladung. Eine
R93 würde ich daher nur mit meiner eigenen
Munition schießen, nicht von anderen. Zu gefährlich!
Liebe Grüße, Jan G., Mittwoch, 2. Mai 2012 21:21
Zylinderverschlüsse | Wald & Hund - Büchse | Blaser R8
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.