Sehr geehrter Herr Möller,
nachdem vor einigen Tagen die unfertige R8-Internetseite und einige
R8-Werbevideos in verschiedenen Jagdforen veröffentlicht wurden (z.B.
www.meinvz.net) ist kein großes Geheimnis
mehr, daß Blaser einen neuen Repetierer bringen wird. Diese eigenständige
Modellreihe wird R8 heißen und ein herausnehmbares Magazin haben. Da wir darüber
bereits am Telefon gesprochen haben, denke ich ich brauch mir jetzt nicht die
Finger wund zu schreiben. Wir werden die ersten Waffen spätestens ab 20. Januar
ausliefern können und zwar in .308 Win, .30-06, 8x57IS, 9,3x62 und .3002 WinMag.
Natürlich gibt es noch andere Kaliber, aber jene werden wir später ordern.
Lieferbar ist er in drei Versionen: Luxus, Black Edition und Attachè wobei wir
alle drei Versionen gleich zu Anfang liefern können. Außerdem präsentieren wir
die R8 und natürlich viele weitere Neu- und Gebrauchtwaffen (etwa 200 Stück) auf
der Jagd & Hund in Dortmund in Halle 8. Wenn Sie auch auf der Messe zugegen
sind, können Sie ja gerne vorbeischauen. Anbei sende ich Ihnen die Videos die
ich in einem der Foren gefunden habe, damit Sie sich ein Bild machen können.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Büchsenmachermeister, Peter Beer, Freitag, 8. Januar
2010 13:05
Lade den FLV-Spieler herunter um die Flashfilme zu betrachten
< accurate | fast | huntable | reliable | spannen >
Man sieht eine Repetierbüchse, immer noch mit Ringbundverschluß, deren Abzug unter dem Magazin sitzt, den man mit dem Magazin gemeinsam herausnimmt. Die Waffe kann ohne Magazin-Abzug-Einheit also nicht mehr von jemand anderem geschossen werden und darf, wie ich meine, auf dem Nachhauseweg vom Revier zeitweilig kurz allein im Wagen bleiben, wenn ihr mit der Magazin-Abzug-Einheit am Mann im Gasthaus mit Waidgenossen ein Bier trinkt.
Lutz Möller, Samstag, den 9 Januar 2009
Hallo Herr Möller,
ich komme gerade von der Vorstellung der R8 zurück. Ich bin begeistert von der
Waffe. Da hat sich Blaser wirklich mehr als einen Kopf zerbrochen. Der Schaft
wurde rückstoßoptimiert gerade geschäftet, was den Rückstoß fast waagerecht auf
die Schulter leitet. Ein Hochschlagen ist fast nicht mehr vorhanden. Ich konnte
nicht widerstehen und hab gleich mal ein paar Schüsse gemacht. Der Pistolengriff
wurde um 3,5 mm nach außen geschränkt und etwas steiler gestellt, was den Finger
wie beim Lochschaft bestens vor dem Abzug legt und Spannung aus dem
Handgelenkt nimmt. So entsteht im Anschlag ein völlig neues Gefühl.
Der Verschluß ist wieder ein Radialbundverschluß, allerdings ist er formschlüssig verriegelt. Er wird durch eine Stützhülse unter der Spreizhülse zwangsgesteuert. Außerdem hat er als zusätzliche Absicherung im hinteren Bereich zwei Kurvenscheiben (rechts und links damit kein Drehmoment entsteht) die im verriegelten Zustand nach unten im Systemkasten abstützen. Die Verriegelungsfläche wurde auf 96 mm² erhöht (Mauser 98 hat 56 m²!).

Bild: Blaser
Die Handspannung entspannt bei Entnahme des Magazins. Sie läßt sich leichter spannen und jetzt auch sehr gut im Anschlag. Das Magazin ist eine Einheit mit dem Abzug. Die Plastikmagazine lassen sich entnehmen. So muß beim Laufwechsel keine ganze Einheit erworben werden. Das Magazin läßt sich auch sperren und damit gegen Verlieren befestigen. Bei jeder R8 ist eine Abdeckung für den offenen Magazinschacht und eine Abdeckung für die Magazineinheit. Die R8 kann auch ganz geschlossen geordert werden.
Der Abzug ist noch trockener als der bisherige Feinabzug und fühlt sich durch die neue Hand- und Fingerstellung besser an. Eingestellt wird er auf 750 p. Der Abzug ist ebenfalls zwangsgesteuert und nicht von Federn abhängig. Das heißt, selbst wenn alles vereist ist, kann man mit etwas mehr Druck den Abzugsstollen trotzdem hochdrücken und einen Schuß lösen. Danach wird der Abzug wieder in seine Lage zurückgedrückt.
Zur R93 paßt nur die Sattelmontage.
Lieferbar sind zunächst nur Luxus, Black Edition und Attachè. Andere Ausführungen werden Ende Februar erscheinen. Ich kriege die ersten ende der Woche, spätestens Montag. Wenn Bedarf besteht, mach ich gerne Anfang der Woche so eine Art Vorstellung. Ich hab alle 3 Ausführungen in den wichtigsten Kalibern, auch gleich so viele, daß auch mehrere damit hantieren können und keiner warten muß. Ansonsten hab ich sie natürlich auch in Dortmund auf der Messe auf meinem Stand in Halle 8 dabei.
Preislich bewegt sie sich folgendermaßen: R8 Luxus 3.537 € | R8 Black Edition 4.692 € | R8 Attachè 5.389 € | Wechsellauf 659 € | Magazin vollständig 285 € | Eine komplette Vorstellung mit Bildern wird zum Runterladen eingerichtet.
Mit freundlichen Grüßen, Peter Beer, Waffen Beer, Dienstag, 12. Januar 2010 18:28
Na mein lieber Beer,
so wie Sie jubeln, scheint mir, als wollten Sie davon gleich eine ganze Masse ans Jägervolk verjubeln. Senden Sie mir scharfe, aussagekräftige Bilder vom Verschluß und der Verriegelung (oder eine beliebige R8 zu Begutachtung). Nachdem die R8 die R93 nicht ablöst kann ich kein wahres Umdenken erkennen!
Waidmannsheil, Lutz Möller
Tag Herr Möller,
die Geschichten von Blaser sind schon bemerkenswert und wundersam zu gleich. Erst mal bringt Blaser die eigene Magnum-Patronenreihe, die mit verminderten Gasdrücken die Verschlußbelastung verringert. Zweitens kommt kurz danach die R8 mit vergrößerter Verriegelungsfläche, sprich verstärktem Verschluß. Also wenn ich einen R93 hätte, wäre spätestens jetzt die Zeit gekommen um nachdenklich zu werden.
Derweil schieße ich unbetrübt meinen 98er mit
unserer deutschen Magnum 8x68S mit Volldampf ☼ !
Waidmannsheil, Christian Waldmann, Mittwoch, 13. Januar 2010 09:03
Ja wenn Sie das so sehen, Herr Waldmann,
kann ich Sie beim besten Willen nicht dumm schimpfen! Sie denken ja mit! Aber Ihr Gefundenes als enttarnte Blöße zu bezeichnen, wäre doch nicht etwas gehässig. Was meinen Sie denn dazu ?
Waidmanns Heil, Lutz Möller

Bild: Blaser
Moin Lutz Möller,
ein Schelm der Gutes beim R8 Bild 4denkt. Sind da etwa KJG Patronen mit schwarzer Kappe im Magazin ?
Schönen Tag noch, Peter

Magazin drin

Magazin draußen

Magazin drin

Magazin draußen
Blaser, das beste, das es auf dem Markt gibt. Die neue 08 stellt alles in den Schatten.
M. Bohmmanehl Samstag, 16. Januar 2010 19:06
Moin Herr Bohmmanehl,
Ihre Bemerkung war ja knapp gefaßt und deutlich. Seien Sie doch mal so nett die aus Ihrer sich wesentlichen Vorteile in ebenso knappen und deutlichen Worten klarzustellen.
Waidmannheil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
leider kann ich Ihnen keine Profifotos liefern, da meine Kamera den Geist
aufgegeben hat. Aber vielleicht können Sie hier auch ein bißchen erkennen. Ich
schicke Ihnen die Fotos etappenweise. Jetzt da ich die Waffen im Laden habe und
damit „spielen“ kann, bin ich immer mehr begeistert, vor allem durch den massiv
verbesserten Schaft, es entsteht ein ganz anderes, entspannteres Gefühl im
Anschlag. Ebenso wie an der Abzugshand.

R8 Kartonstapel. Jetzt geht's los!

R8 Kurvenscheiben von oben

R8 Kurvenscheiben, seitlich

R8 ohne Verschlußteile

R8 Schlitten

R8 Stützhülse

R8 Stützhülse, hinten

R8 Stützhülse, vorn

R8 Ringbundverschluß gespreizt
Nach dem die KJG-Munition bei mir eingetroffen ist, werde ich vielleicht
demnächst mal beides verbinden und mit den Lutz Möller Geschossen die
R8 schießen. Ich lasse
Sie das wissen.
Mit freundlichen Grüßen, Peter Beer / Waffen Beer, Dienstag, den 19. Januar 2010
Guten Morgen Herr Möller,
soeben kam meine erste R8. Gegenüber der
R93 vergrößerte Blaser Teile wie
Verschlußträger, Verriegelungshülse und Laufdurchmesser im hinteren Bereich sind
vergrößert. Verschlußträgerbreite + 2 mm, Laufdurchmesser hinten + 2 mm,
Verriegelungskammer +1,2 mm. Im Gehäuse sind 2 zusätzliche Abstützungen aus
Stahl mit einer großen Stahlplatte angebracht. Bei geschlossenem Verschluß
klappen 2 Abstützungen gegen diese Stahlplatte und sichern zusätzlich den
Verschluß.
Also ist Einiges bewegt worden!

oben R93- | unten R8-Ringbundverschluß

oben R8- | unten R93-Schlitten
R8 Innenleben

R8 unbekannt! Was ist das?

R8 Innenleben 6

R8 Innenleben 7 Fanghebel

R8 Innenleben 8
Hubert Bayer, Dienstag, 19. Januar 2010 12:08
Hallo Lutz
Mit Anteilnahmen verfolge ich die R8 Nachrichten. Wie
beurteilst du persönlich die wesentlichen Vorteile, Neuigkeiten und Unterschiede
der R8 zum R93? Du hast ja nun bereits ein paar
Tage Erfahrung damit. Ich wäre froh um ein paar Entscheidungshilfen, und
Argumente für meinen bevorstehenden Kauf eines Repetierers.
Grüße aus der Schweiz, Christian S., Freitag, 22. Januar 2010 15:16
Christian,
die Merkel RX.Helix, siehe Film, wir dank kürzerem Zugweg schneller als alle anderen Geradezugrepetierer vor ihr. Die solltest Du Dir auf der IWA2010 erst mal ansehen, bevor Du etwas anderes kaufst.
Gruß Lutz

Quelle: http://www.blaser.de/Sicher.1560.0.html?&L=0
Tag Herr Kinsky,
wie, mit welchen Meßfühler, haben Sie denn den Druck zu 14.500 bar
gemessen?
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, 21. April 2010
Hallo Herr Möller,
wie bereits geschrieben, habe ich Ihre Seite mit großem Interesse gelesen. Da
ich derzeit mit einer R8 liebäugele haben mich die Aussagen
zur R93 und dem benutzerunfreundlichen Verhalten
doch recht nachdenklich gemacht. Könnten Sie sagen, ob die R8 bezüglich des
„nach hinten sprengen“ verbessert wurde?
Ich denke zwar nur an ein Kaliber .30-06 und keine selbst geladenen Patronen, aber ich teile Ihre Meinung, daß auch bei schlechter Munition die Waffe doch möglichst Ihren Besitzer schonen sollte...
MfG, Taxus Baccata, Mittwoch, 19. Mai 2010 21:51
Tag Herr Baccata,
alles was Balser zu Sicherheitsverbesserung der R8 gegenüber der unsäglichen R93 verlauten läßt, einschließlich der obigen Messung deutet auf ein schlechtes Gewissen Blasers bezüglich des Vorgängers hin. Ich meine ja, das schreckliche Ding gehört vom Markt genommen.
In einem fernmündlichen Gespräch erläuterte mir Herr Rottenburg / DEVA das Vorgehen einen neuen Dehnmeßfühlers von Hottinger Baldwinn Meßtechnik in einem Meßlauf mit den bekannten Kistler Quarzfühlern zu kalibrieren und die Empfindlichkeit zu messen, dann die so gewonnen Ladungen mit den bekannten Druckdaten in der R8 abzufeuern. Das mir berichtete Verfahren erscheint mir geeignet zu sein tragfähige Aussagen zu treffen. Über die Genauigkeit der Messungen im oberen Bereich > 700 MPa kann keine belastbare Aussage getroffen werden. Die mir bereichtete Gleichmäßigkeit der beobachteten Messungen deutet allerdings auf glaubwürdige Daten hin.
Anschließend, sagte man mir, nahm die DEVA die Patronen mit den aus der Extrapolation geschätzten Hochdruckladungen bis 1440 MPa und feuerte die in der R8 ab. Bis zu den berichteten vermuteten 1450 Mpa vesagte die Waffe nicht, der Verschluß blieb zu, auch wenn sich der Lauf dehnte und die Waffe in mittleren Bereichen nur mit dem Hammer geöffnet werden konnte und im oberen Bereich gar nicht mehr geöffnet werden konnte. Genau Zahlen, teilte man mir nicht mit weil, wie Herr Rottenburg sagte „Die Daten Eigentum von Blaser seien.“
Wenn ich das Gehörte, das ich hier oben wiedergebe, würdige, scheint mir schon, das Blaser die Belastbarkeit der R8 gegenüber der R93 erhöht hat.
Allerdings mein ich, sollte Blaser die Zahlen zur Messung veröffentlichen, damit die jedermann nachprüfen kann. Von Geheimmessungen ohne Zahlen zur Kundenbeeinflussung halte ich nämlich gar nichts.
Waidmannsheil, Lutz Möller, Donnerstag, den 20. Mai 2010
Hallo Herr Möller,
ich spiel mit den Gedanken mir eine Blaser R8 Prof. in 8x68S mit Semi W.- Lauf anzuschaffen.
LM: Falsch, wählen für Ihre Jagdwaffen einen leichten, dünnen Lauf!
Meine Frage wäre: Sollte ich das Feingewinde gleich bei Blaser schneiden lassen oder ist es ratsamer nachträglich bei einem Büxner schneiden zu lassen?
LM: Beide können das. Siehe Bremsenanbau. Wenn Blaser vor der Oberflächenherstellung schnitte, würde das Gewinde geschützt. das wäre insofern ein Vorteil. Sie wollen ein M15x1 mit 12 mm Länge. Davon auch gern die letzen 2 mm ausgestochen. Die „Krone“, sprich der Laufabschluß soll eine flache Kreisscheibe sein.
Können Sie mir eine 8 mm - hdp Bremse passend zum Semi W.-Lauf herstellen ( gleiche Dicke wie der Lauf).
LM: Ich könnte, biete das aber nicht an. Nehmen Sie den dünnen Lauf und die 8 mm - hdp Bremse. Dann paßt das, siht gut aus, funktioniert und öffnet den Weg zum Feuerschlucker 7!
Gruß Thomas B., Donnerstag, 21. Oktober 2010 15:30
Hallo Herr Möller,
habe als Anlage mal den Bericht zum Hochdruckbeschuß der R8
angehangen. Eins
zwei. Allerdings habe ich immer noch nicht
mehr Vertrauen in eine R8 als vorher. Mir ist noch nie eine neue Schnellkupplung
für Schläuche abgeplatzt, sondern immer älter und benutzte. Ich denke ähnlich
wird es sich wohl auch mit den Verschlüssen der Blaser verhalten. Also hätte man
doch eher gebrauchte Waffen für den Test nehmen müssen. Oder? Aber nicht für
jeden Versuch eine neue Waffe.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmanns Heil, Christoph Hundt, Mittwoch, 27.
Oktober 2010 10:48
Herr Hundt,
vernünftiger Weise werden Läufe so ausgelegt, daß sie durch Gasfraß verschleißen, bevor sie durch Ermüdung versagen. Das trifft selbstverständlich auf gewöhnliche Gebrauchsgasdrücke, aber nicht auf überhöhte Meßdrücke zu. Insofern ist schon klar, daß für jede dieser Messungen eine jungfräuliche Waffe benutzt wurde. Vermutlich das Überlastverhalten, nicht das Ermüdungsverhalten geprüft werden. Seltsam ist nur die Bemerkung „Es wurden Meßläufe aus hochfestem Stahl geordert.“ Was soll das heißen. Waren das Läufe aus der gewöhnlichen Fertigung aus gewöhnlichem Blaserstahl - was auch immer da sein mag? Oder waren das besondere Läufe, die aus eine anderen, nämlich einen besonders „hochfesten“ Stahl bestanden. Herr Rottenberger /Deva ist wegen eines Außentermines nicht zu erreichen. Ich werde ich morgen mal fragen. Fragen Sie bitte bei Blaser nach.
Für mich scheint aus den ganzen Bemühungen das schlechte Gewissen der R93 wegen durch. Die wissen bei Blaser ganz genau, was die ihren Kunden bieten.
Waidmannsheil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
ich habe den Bericht auch gelesen. Was ich mich dabei
frage ist, was man denn nun eigentlich testen wollte? Wie schon angemerkt wurden
extra „hochfeste“ Läufe geordert. Zudem schreibt man, daß um dem Fließverhalten
der Hülsen entgegen zu wirken Stoßboden und Schlagbolzen massiv verändert
wurden, „damit die Anlage keinen weiteren Schaden nahm“. Das hört sich für mich
als Laien so an, als ob die Versuchsanordnung mit dem normalen Gewehr nicht mehr
viel zu tun hatte. Das Problem bei der R93 war . .
.
LM: Wie so war? Hat Blaser denn (von mir ganz unbemerkt) alle R93 eingezogen und die Kunden entschädigt?
. . . doch (kurz ausgedrückt), daß in den Verschluß austretende Gase die Verriegelung sprengten, oder?
LM: Ebenso vermute ich.
In diesem Aufbau, ohne Auszieher und mit verstärktem Stoßboden dürfte dieser Effekt, wenn er denn nicht wirklich ausgemerzt ist, kaum auftreten. Was man also daraus ableiten kann, ist mir fraglich.
Weidmannsheil, C. Lieb, Mittwoch, 27. Oktober 2010 14:54
(zum Gesichtschirurgen ☻)
Hallo Herr Möller,
ich verstehe den Bericht so, daß in dem Speziallauf die Drücke der verschiedenen
Ladungen gemessen wurden, es sich also um den Meßlauf handelt. Die
hoffentlich handelsüblichen R8 wurde ja dann ein
Schutzkasten gebaut und ferngezündet.
LM: Ja, das wäre vernünftig!
Ich denke, Blaser hat schon lange die geometrischen Fehler des R93 Verschlusses erkannt hat, denn bei der R8 stehen die Verriegelungsflächen nahezu senkrecht zur Laufachse.
LM: Gut beobachtet!
Ebenso verhält es sich bei der Strasser, also hat auch Horst Blaser aus seiner Fehlkonstruktion gelernt.
LM: Der als erster!
Die schräge Gleitrampe der R93 ohne Stützhülse kann einfach keine extremen Axialkräfte aufnehmen. Wenn dann noch nicht abgeleiteter Gasdruck, z.B. von einem Hülsenreißer, die Verriegelungselemente zum Öffnen veranlaßt, dann steht dem Weg zum Gesichtschirurgen nichts mehr entgegen.
LM: Tja, zu schräg. Siehe dazu
Zeichnung und Bedenken zur Blaser
R93, immerhin von 2004. Ich warne also schon lange!
Waidmannsheil, Jürgen Leister, Donnerstag, 28. Oktober 2010 08:28
Hallo Herr Möller,
die 8 mm hdp Bremse ist gestern
angekommen. Habe die Bremse auf meine 48 cm Blaser R8 Kal 8x57IS montiert und
komme gerade von der 300 Meter Bahn zurück. Die ersten beiden Schüsse auf 100
Meter waren Loch in Loch. Selbst auf 300 Meter liegen die Gruppen noch sehr gut
beieinander, ganz hervorragend.
Die Blaser schießt sich jetzt wie eine 222. Auch optisch passt die Bremse 100%
auf mein Gewehr. Zusammen mit dem Kickstop habe ich jetzt meine ideale Waffe
gefunden, kein Mucken und ein sehr sanfter Schuss, überragende Präzision. Ich
bin echt begeistert.
Ihnen herzlichen Dank und eine schöne Vorweihnachtszeit.
MfG Schöffel, 11.12.2010 13:29
Hallo Herr Möller,
ich stieß zufälligerweise auf Ihren Netzplatz und las
dort die Beiträge im Bereich
Rückstoßbremsen. Auch ich habe da ab und zu meine Neigung zu
mucken!
LM: Damit sind Sie nicht allein!
Ich möchte mir einen Repetierer Blaser R8 oder
Sauer 202 mit einem kannelierten Lauf für die .308
Patrone zulegen und da die 8 mm hdp
Rückstoßbremse einsetzten. Jetzt wird die R8 mit unterschiedlichen
Läufen angeboten, wie z.B. den Standard oder den Semi-Weigt. Welcher Lauf oder
welches Kaliber ist besser?
LM: Mit meiner Rückstoßbremse benötigensie keine schwere Masse, um unagenehmen Rückstoß zu lindern. Also wählenSie eine dünnen, leichten Lauf, hier den „Standard“!
Es ist oft zu lesen, bei Semi-Weight Lauf wäre Schußleistung besser, stimmt das?
LM: Nein, daß allgmein gilt das nicht, obwohl natürlich im Einzelfall imVergleich so sein kann.
Kann mein Büchsenmacher die Bremse anbauen oder soll ich das gleich im Werk bei der Bestellung veranlassen?
LM: Für Ihren Büchsnmacher, Blaser oder Sauer kann ich nicht sprechen. Fragen Sie ihn, ob er ein Drehbank habe, und ob er ein 12 mm langes M15x1 Feingewinde auf Ihren Lauf schneiden kann. Im weiteren siehe Bremsenabau!
Ich danke Ihnen im Voraus, S. Dambach, Mittwoch, 15. Dezember 2010 17:43
Guten Tag Herr Möller,
ich möchte Ihre Zeit nicht länger als nötig beanspruchen. Ich bin beim Suchen
auf ihre Seite aufmerksam geworden, besonders weil ich
gerne eine Rückstoßbremse an meine Waffe bauen möchte. Meine Waffe ist eine
Blaser R8 mit kurzem (Büchsenmacher abgesägt) Lauf in .308"
Win.
LM: Siehe Stutzenlauf. Wie kurz?
Derzeit schießt die Waffe gut, auf 150 m auf „1 Euro
Stück“. Kann ich einfach zu meinem Büchsenmacher gehen und mir einfach eine
kaufen? Gibt es Unterschiede bei diesen Dingern, oder sind die von der
Leistungsqualität alle gleich?
mit freundlichen Grüßen, Oliver Kruck, Gesendet: Donnerstag, 13. Januar 2011
22:11
Mein lieber Herr Kruck,
so rede ich Fremde gewöhnlich nicht an, aber hier tue ich das, um das Folgende hervorzuheben. Ja, die Unterschiede sind beträchtlich! Mehr Hinweise finden Sie unter Bremsen. Größe, Masse, Masse, Wirkung und Preis bedingen die Unterschiede. Sehr unterschiedlich kann sich auch das Mündungsfeuer zeigen. Sehen Sie sich letzeres vollständig und genau an. Vielleicht ahnen Sie dann, wie groß die Unterschiede sein können.
Waidmanns Heil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller ,
ich hätte als Besucher ihrer Seite eine Frage an sie -denn nur auf ihre Meinung würde ich vertrauen! Kann man sich ihrer Meinung nach ohne jede Bedenken eine R8 kaufen und diese auch ohne Angst das einem der Verschluß entgegen kommt schießen-bzw bis zu welchem Kaliber würden sie keinerlei Bedenken haben?
Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank! MMH M.Konrad
Tag Herr Konrad,
ich glaube Blaser hat dem R93 Desaster die richtigen Schlüsse (bis auf die
R93 vom Markt zunehmen) gezogen und die
R8 sicher gebaut. Mehr als glauben kann ich das nicht, denn
dich habe die nicht nachgerechnet oder eingehend untersucht. Aber das mir
Bekannte reicht, meine ich, hin.
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Dienstag, 1. März 2011 15:41
Hallo Herr Möller,
ich haben meine Konto geplündert und eine Blaser R8 in
.338 WinMag zugelegt (17mm Laufdurchmesser,
650 mm Lauflänge, ohne Kornsattel). Ich vermutet Sie sind kein Freund von
Blaser, aber als Links-Schütze ist meine Auswahl in Links-Systeme ziemlich
eingeschränkt. OK., Ausrede, ich möchte einfach ein R8.
LM: Na denn!
Da ich gelegentlich in Südafrika mit einer
leichten Waffe auf die Pirsch gehen, haben ich keinen „Kickstop“
mitbestellt.
LM: Klug! Ich liebe auch leichte Pirschwaffen, kann Sie daher gut verstehen.
Bei Schußabgabe springt das Ding wie ein wilder Esel noch oben. Darin liegt meine Schwierigkeit. Der Rückstoß stört mich weniger, obwohl eine Vormittag auf die Schießstand unangenehm wirkt. Leider schlägt ders Lauf Richtung Himmel, soviel daß ich den Augenkontakt zu meiner Beute verliere und es unmöglich ist das „Zeichnen“ des Wildes zu beobachten.
LM: Das ist allerdings sehr schlecht für die Jagd!
Der R8 Vorgänger, ein schwere Steyr
Mannlicher, auch in .338 WinMag, zeigte keine solche Springen.
Jetzt sollte eine Rückstoßbremse
dran. Wirksam , aber auch schön gefällig anzusehen sollte die sein, ich möchte
kein kriegswaffenähnliche Gelump (wie Sako) vorn am Lauf.
Das Blaser „Magnaport“ verstehen ich nicht,
bei das „Fuchs“ bin ich auch nicht überzeugt. Die Optik Ihre „Seitenbläser“
Bremse (ohne Kornsattel)
gefallen sehr, aber die „HDP“ ist
vermutlich die bessere Bremse.
LM: Ja.
Wie hoch sind die Wirkungsgrad bzw. Wirkungsgrad-unterschiede die zwei Bremse? Meine Munition sind .338 WinMag 15 g Norma Oryx.
LM: In Ihrer Munition liegen einge ein Fehler, auch und gerade für Afrika. Erstens ist Ihr gewähltes, aber nicht geeignetes Geschoß für größeres afrikanisches Wild zu weich, zweitens ist das Geschoß für weite Schüsse in Afrika zu langsam, weil es zu schwer ist und drittens deshalb springt Ihre leicht R8 hoch und aus dem Ziel! Wählen Sie statt dessen mein Jagdgeschoß und schon nimmt der Rückstoß und das Hochspringen deutliche ab. Hier gibt`s Munition.
Ich bitte Sie um eine Angebot die „Seitenbläser“ und „HDP“ Bremse (Schwarze Optik passend zu R8 Lauf).
LM: Das wollen Sie nicht wirklich für Afrika bekommen, weil Sie dort meist in Begleitung jagem Aufpasser, Führer, Träger, Spurenleser und so weite sind oft beim afrikanischen Schießen in der Nähe und denene blasen Sie die Ohren weg, wenn die neben Ihnen stehen, wie das dort oft vorkommt. Denken Sie lieber über einen leichten Feuerschucker FS7 nach. Der Anbau ist bei hdp-Bremse und FS7 gleich, nämlich ein 12 mm langes M15x1 Feingewinde, während der Seitenbläser auf einen blanken Zylinder gelötet werden muß. Ich rate in jedem Falle zu dem Gewinde. Das Gerät (BRemse oder Schlucker) können Sie dan entweder mal so oder mal so aufschrauben und benutzen, aber ich vermute, Sie werden sich für den besseren FS7 entscheiden. Vileicht schißenSie doch erst mal sowas versuchsweise und legen sich dnach festT.
MfG, Stef Scheepers, Wolfsburg, Sonntag, 13. März 2011 20:07
Bitte entschuldigen Sie meine schlechte Deutsch, als „zugereiste“ haben ich das
noch nicht 100% im Griff, aber ich geben mich Mühe.
LM: Ach, ich kann auch nicht so gut „fremdsprechiesch“! Mit der Zeit lernt man das schon!
Sehr geehrter Herr Möller,
ich werde mir eine Blaser R8 bestellen. Dazu habe ich vorab
noch einige Fragen:
Ich möchte künftig die LM Munition von ihnen bei der Lutz Möller Gmbh bestellen. Muß ich für Ihre LM Munition einen besonderen Lauf bestellen?
LM: Nein, das müssen Sie nicht. Waffen und Munition sind innerhalb der CIP-Vertragsländer einheitlich genormt. Nur „beschossene“, d.h. amtlich geprüfte Waffen dürfen in den Verkehr gebracht werden. Solche Waffen erfüllen die CIP-weiten allgemeinen Prüfanforderungen. Das können Sie an den hoheitlichen Beschußzeichen auf der Waffe, bzw. dem Lauf, ohne die kein Händler Ihnen eine Jagdwaffe überlassen darf, erkennen. Munition muß ebenfalls „beschossen“ werden, allerdings nur im fertigungsbegleitenden Stichprobenverfahren, da einmal abgeschossen Munition ja kein zweites Mal schießen kann. Dazu finden Sie neben dem auf der kleinesten Verpackungseinheit das Beschußzeichen, des zulassenden Beschußamtes und auf jeder Hülse nebendr Munitionsbezeichnung eine Herstellerbezeichnung (Namen, oder eingetragende Marke. In Deutschland führt die Physikalisch technische Bundesanstalt die Liste der nach § 24 (5) WaffG angezeigten Marken.
Ist ein stärkerer Lauf von Vorteil wenn auf weite Entfernungen geschossen wird?
LM: Nein. Sehen Sie mein Bestschuß auf Pavian Afrika 8x68S MJG 2011. Diesen „punktgenauen“ Treffer auf ein nicht großes Ziel, die breit dargebotene Kammer eines sitzenden Pavianes, erzeilte ich mit einer „ollenPlempe", nämlic meiner guten alten Heym SR20G mit einem ganz gewöhlichen Heym-Lauf, der 65 cm lang ist und an der Mündung 17 mm Ø aufweist. Damit ist er mir noch zu dick und für das von mir geliebte Pirschen noch zu schwer. Ich hätte lieber einen 15 mm Lauf, werde als bald mala wieder umbauen müssen. Dicke, schwere Läufe nützen allein Sportschützen, die mit der größeren Wärmeträgheit das Hitzeflimmern über dem Lauf herauszögern wollen und den Rückstoß mildern wollen. Sportschützen, außer militärisch taktischen, pirschen nicht. Denen mag die Masse gleichgültig bleiben, wenn die mit dem Wagen zum Schießstand fahren. Jäger müssen das berücksichtigen. Es ist auch aberwitzig zu glauben, eine Waffe könne mit beliebigen Laufdurchmesser und -massen gleich führig, d.h. ausgewogen bleiben, wennder Hinterschaft nicht mitgeändert wird.
Ich jage nur Rot- und Gamswild (äußerst selten Rehe) und müßte auf weite Distanzen schießen (400 – 600 m)
LM: Klar Ich habe in Schottland mit Peter Jackson und Hugh Forghie 2001 in Schottland Sika über das Tal bei 639 m erlegt, wenn ich die Zahl richtig erinnere. Das allerdings mit Zweibein von einer festen Auflage mit Waffen, die in der F-Class für Sportzwecken, nämlich dem Langstreckenschießen efolgreich eingesetz werden. SuchenSie mal nach den beiden Namen und „F-Class“, oder „Bench Rest“, und Sie werden feststelen, daß es sich beiden um anerkannte, erfolgreiche Meisterschützen handelt, die teil langjährig Rekorde innehielten, oder noch halte. Allein die Ballistik für solche Schüsse zu können ist nicht einfach, weder zu rechnen, noch, und das ist weitaus wichtiger, die ERfahrung zu haben, den „Wind zu lesen“ und angemessen zu berücksichtigen. Es geht - keine Frage - aber einfach ist das nicht.
Ist wirkichkeitsnah auf solche Schußentfernungen zu schießen?
LM: Selbstversändlich. Lies Ferne Sauen mit der 8x68S. Nicht das Gerät begrnzt den Einsattz, sondern der Steuermann - Sie! Ein Hirsch ist mehr als doppelt so groß wie ein Reh. Rehe werden mit gewöhnlichen Jagdwaffen von der Kanzel oft erfolgreich - nicht von jedermann, zugegeben, bis 250 m gestreckt. Ein doppelt so großes Ziel erfordert, neben der zu berücksichtigen Ballistik, auf die doppelte Entfernung kein ruhiger Hand. Mein Freund Werner streckt immer wieder Gemsen bis 400 m und darüber hinaus mit seinem Scheiring Drilling in 7 mm STW mit meinen JG. Kürzlich in Afrika 2011 trug Hubert einem teilgefehlten Oryx mit einer gewöhnlichen R8 - bei ihm mit ausgesuchtem Schaftholz - angeschossenen stehend auf der Schulter von Jürgen aufgelegt auf 378 m den erlösenden Fangschuß an. Er benötigte zwei, um efolgreich im Ziel zu landen. Der erst ging daneben. Er schießt die R8 in .300 Blaser Magnum, mit meinem MJG auf 1.165 m/s v0 selbstgeladen.
Welche Maßnahmen sind idealerweise zu treffen?
LM: Lenrn Sie Ballistik. Benutzen Sie einen brauchbaren Laserentfernungsmesser. Üben Sie unter jagdlichenBedingungen auf solche Entfernungen zu treffen, bsi Sie sich dessen sicher sind, bevor Sie auf Wild anlegen. Da ist schwer genug!
Ist hierzu ein Zweibein notwendig?
LM: Lies Zweibeinschießen und Weitschießen, auch Gamswaffe. Sie benötigen in jedem Falle eine günstige Gewehrauflage, hinreichend fest gut zu halten, hinreichend weich, nicht zu prellen.

Ich hab ein Südafrika im Karoo massig nicht so große Sprinböcke von einem Stein mit Hut mit einer gewöhnlichen Jagdwaffe, wieder eine Hery SR20N, in 6,5x65 gestreckt, ohne dafür ein Zweibein zu haben und nie unter 200 m zu schißen, außer einmal.Das fand ich langweilig und wolte nicht schießen. Da sagt Jan Westdyck zu mir Kopfschuß:

Springbockkopfschuß 2003 auf ~ 100 m
Alo bekam der Bock auf 110 mein Treffer zwischen die Lichter. „Punktgenau“ würde ich sagen. All das geht, wenn man es denn kann.
Welches Kaliber soll ich verwenden?
LM: Ich empfehle 7 mm oder .30" in ihremFalle der Blaser R8 aus der 7 mm Blase Magnum oder .3002 Blase Magnum mit 65 cm langem Lauf; auf keinen Fall kürzer,.
Ist eine Rückstoßbremse oder ein Rückschlagdämpfer im Schaft notwendig?
LM: Notwendig ist ein Rückstoßbremse nicht unbedingt, aber sehr angenehm. Allerding verlangen diese des Bremsenknalles wegen nach einem bei jedem Schuß g e t r a g e n e n Gehörschutz, damit Sie sich nicht die Ohren kaputt machen, denn deren Schalldruck ist gewaltig! Sogenannte „Rückschlagdämpfer“ im Jagdwaffenschaft aus „so-wie-so-Krümeln“ sind Tinnef, Munmpitz, oder wie man sonst irgendwelchen Schund bezeichnen möge, der nichts nützt und auf den man verzichten sollte
Kann ein Feuerschlucker montiert werden?

Blaser R8 mit Titanfeuerschlucker
LM: Ja, siehe oben, aber auch Feuerschlucker in Österreich.
Welche Optik ist optimal – (5-30x50 mit Parallaxenausgleich und Ballistikturm?)
LM: Ja das würde passen. AchtenSi auf einAbsehen inder 1. Sie haben mit Svarovski ja einen Weltklasseanbieter im Lande. Achten Sie auf ein sehr feines Absehen, in der 1. Bildebene, das bei großer Vergrößerung von einem entfernten Ziel nicht zu viel verdeckt!
Wo kann ich in Österreich ihre Munition beziehen?
LM: Noch haben wir keinen vertraglich gebundenen Händler in Österreich. Ich arbeite daran. Solange das noch nicht erledigt ist, kann Munition im innereuropäischen Ausland aus Deutschland nur mit jeweiliger einzelner Einfuhr- und Ausfuhrgenehmigung versandt werden. In Österreich ist der Versandhandel mit Munition, meiner Kenntnis nach, verboten. Derzeit sieht es also für Besellungen im Laden aus Österreich aus noch nicht gut.
Verkaufen Sie auch Gewehre?
LM: Zu Not auch fremde, obwohl das nicht nunser eigentliches Geschäft ist. Unsere Waffenherstellungserlaubnis für eigene Gewehre, die dann unser eigentliches Geschäft werden, haben wir noch nicht, werden eine solche allerdings demnächst erhalten. Dann werde ich mit neuem Personal wieder eigene Waffen entwerfen, die die Lutz Möller GmbH dann anbieten wird. Bis das soweit is, wird die Erde sicher noch einmal um die Sonne kreisen. Davon schon heuet zu reden ist also nach zu früh.
Mit freundlichen Grüßen, Markus Robinig , Spittal an der Drau / Österreich, Sonntag, 12. Juni 2011 22:26
Hallo Herr Möller,
ein Freund fragte bei Blaser an, ob es möglich sei, die R8 in 9,3*62 auch mit
M15 Feingewinde zu
bekommen. Blaser lehnt dies ab, da die Wandungen zu dünn werden würden.
„Guten Tag Herr B.,
das Anbringen eines Gewindes ist in diesem Kaliber leider nicht möglich, da die Laufwandung zu sehr geschwächt werden würde. Tut mir leid, daß es bei diesem Kaliber kein für Sie keine zufriedenstellende Lösung gibt. Die Lieferzeiten für die R8 ist im Moment etwa 3 Monate
Ich hoffe, daß ich Ihre Anfrage ausreichend beantwortet habe - ansonsten bitte einfach noch mal melden.
Mit freundlichen Grüssen
Franz Zapf
Service
Blaser Jagdwaffen GmbH
Ziegelstadel 1, 88316 Isny, Germany
Tel.: +49 (7562) 702-551
Fax: +49 (7562) 702-148
franz.zapf@blaser.de
www.blaser.de
Geschaeftsfuehrer: Bernhard Knoebel
Gerichtsstand: 88316 Isny
Handelsregister: Ulm HRB 620325“
Der Lauf meines Blaser Drillings ist an der
Mündung sicher eher dünnwandiger. Wie sehen Sie das?
Mit freundlichen Grüßen, Florian Faulhaber , Donnerstag, 23. Juni 2011 08:23
Tja Herr Faulhaber,
nich anders als in Bremsenanbau#Feingewinde beschrieben

Meine Feuerschlucker und die meisten hdp Rückstoßbremsen benötigen ein 12 mm langes M15x1 Feingewinde (rechts). Dazu soll der Lauf nicht dünner als 14,8 mm sein, besser 15 mm. Bei 9,3 mm Zug-Ø von Otto Bocks der 9,3x62 Patrone (die eigentlich 9x62 heißen sollte, da die Bohrung 9 mm beträgt) bleiben 2,24 mm Wandstärke zum Kerndurchmesser. Herr Zapf / Blaser mag sich fürchten. Ich weiß aus vorausschauender Berechnung und erlebter Erfahrung: das langt. Wenn also Blaser das Gewinde selbst nicht schneiden möchte (Merkel ziert sich da nicht), empfehle ich hier für den Feuerschluckeranbau oder Bremsenanbau diese versuchten Fachbetriebe.
Wenn der Lauf Ihre Drillings „sicher“ dünwandiger sein, messen den ert mal nach damit wir wissen, wie dickder tatsächlich ist. Dann sehen wir weiter.
Waidmanns heil, Lutz Möller
Lies Blaser innovativ zum Drall bei der .22"-250 für das Lutz Möller 5604 MJG Geschoß
Hallo Lutz,
als Dateien einige Bilder meiner neuen Blaser R8.
Es ist eine sehr interessante Ausführung mit Ganzschaft. Wurde angefertigt bei der Firma Mario Sommer in Österreich. Sommer baut ganz tolle Waffen mit ausgesucht - schönen Schäften, habe schon ein paar Exemplare von Ihm.
Mario Sommer
Niederdörfl 34a
9173 St. Margareten
Österreich
Ruf +43 676 610 64 61| www.sommer-exklusiv.at | www.waffenveredelung.com
Gruß, Hubert Dienstag, 20. September 2011 11:30
Hallo Lutz,
ich erhielt soeben meine 2 Sonderläufe für die
Blaser R8.
Einen in Semiweight im Kaliber 338 Lapua,
LM: Wie lang?

LM: Die Lutz Möller GmbH könnte bei Bedarf solche 8503 Munition herstellen.
. . . und einen in 22-250 mit 250 mm Drall. Beide
von Claus Koch in Kaufbeuren. Die
Patronenlager sind bei Triebel
gemacht worden. Bin mal gespannt wie der kleine Lauf mit den 5,6 MJG jetzt
schießt. Zuerst mal der 338er. Werde berichten.
Gruß, Hubert,Freitag, 23. September 2011 11:49
Ah, Hubert, der alte Bastler. Ja klar. Ich höre gern zu
und veröffentliche gern.
Gruß Lutz

Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.
Hallo Herr Möller,
ich habe gerade den Aufsatz über den
Feuerschluckeranbau bei Blaser Semiweightläufen gelesen. Der leicht
hinzukriegen. Wir
haben dies ja schon gemacht. Hierzu reiben wir den
Feuerschlucker einfach etwas auf,
dann paßt der auch über die leicht konischen Blaser SemiWeightläufe.
Mit freundlichen Grüßen, Peter Beer , Dienstag, 25. Oktober 2011 08:16
Guten Abend Herr Möller,
Ich schieße seit einigen Jahren eine R93 in 300 WinMag mit einem
kanellierten 17 mm Laufdurchmesser in 57,5 cm.
Ich habe diese Kombi damals aus Gewichtsgründen und der kurzen Bauart
gewählt, da meine Sauer 202 TakeDown in 300 Win Mag mit 65 cm Lauf mir für die
Pirsch und den Berg zu schwer und zu lang war bzw. ist.
Ich schieße die 202 auch fast nur noch mit meinem .375 H&H WL. Hier
allerdings aufgrund des angenehmen Schussverhaltens sehr gern.
Ich schiesse mit der R93 bis 300 m sehr präzise und alles Wild ist (toi toi
toi) bis dato immer unmittelbar nach dem Schuß ohne großen Nachsuchen
verendet.
Nun schaffe ich mir eine R8 an.
Auch hier soll es wieder die 300 WinMag sein. Nun stehe ich erneut vor der
Entscheidung der Lauflänge und dem Laufdurchmesser und erhoffe mir eine
Entscheidungshilfe von Ihnen diesbezüglich.
Auf der einen Seite tendiere ich wieder zu einem 58 cm Lauf mit 17 mm
Laufdurchmesser (wg. Gewicht & kurz), wohlwissend daß die kurze Lauflänge
der 300 WinMag schon Energie nimmt. Haben Sie dies schon einmal mit
Fabrikmunition gemessen? Ich meine den tatsächlichen Energieverlust und
Geschoßfall auf 300 m mit einem 65 cm und 57,5 cm Lauf?
LM: Nein.
Mit der R93 hat es bis dato ja ganz gut funktioniert wie oben beschrieben. Auf der anderen Seite würde ich diese neue Waffe auch in 65 cm nehmen um alles aus der 300. raus holen zu können. Dann habe ich halt doch wieder einen langen Besen.
LM: Ach was. Die R8 ist doch einKurzsystem.
Stellt sich noch die Frage ob 19 oder 17 mm Laufdurchmesser?
LM: Besser 15 mm Ø!
Spannend fände ich auch 58 cm mit 19 mm Laufprofil. Am Ende steht für mich natürlich die Präzision und eben die Wirkung auf 300m plus.
LM: Dann wählne Sie den langen lauf, so dünn, wie sie ihn kriegen können,
damit der nicht zu schwer wird.
Ich freue mich schon auf Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüßen, Andreas Binder, Sonntag, 6. November 2011 18:50
Hallo Herr Möller,
nach langem hin und her soll der R93 nun durch einen R8
ersetzt werden. Weg von der .308 soll es gehen, aber wohin genau? Der R8 mit
seinem 58 cm-Lauf ist gesetzt. Die 7x57 ist bei Blaser leider nicht mehr im
Angebot. Im Fokus stehen also die 6,5x55SE oder die 30-06. Es wird damit
hauptsächlich Reh erlegt werden, aber auch alles andere europäische Wild
sollte damit sauber und auch mal weiter weg erlegt werden können. Geben sich
die beiden Patronen überhaupt was, außer daß sich die Schwedin vermutlich
angenehmer schießt?
LM: Mit LM Munition ist das, abgesehen vom Rückstoß eher gleichgültig zu sehen. Ich habe 2004 mit 6,5 mm in Afrika große und kleine Tier damit volkommen zufriedenstellen erlegt. Beide passen zur gewählten Lauflänge. Ich würde die klein wählen - angenhemer!
Ich habe vermutlich alle Beiträge in Ihrer Internet-Präsenz diesbezüglich
gelesen, trotzdem suche ich Rat.
Weitere Frage ist, wann ist die 6,5x55SE als MJG
verfügbar?
LM: Erst wenn der lagernde Kupfervorrat verbraucht sein wird.
Dank im Voraus, Grüße vom Chiemsee
Lars Markgraf, Donnerstag, 1. Dezember 2011 09:30
Schon wieder das!
Betreff: Duvidas Blaser .338 Lapua Magnum
Hallo Lutz-Moeller
Wenn möglich, nehmen Sie ein paar Fragen. Wenn Blaser, ist es, ein Rohr Jagd in 338 Lapua Magnum Kaliber zu bestellen. Ihre Meinung zu beste Zielfernrohr mount, EAW oder Blaser, um in einem Rifle Blaser R8 verwendet werden.
FYI: Ederson Viaro, Freitag, 10. Februar 2012 01:13
Tag Herr Viaro,
ich sprach mit Peter Beer / Kempten, der viel Blaser verkauft und auch umbaut über die Sache. Er meinte, er habe schon früher mit Blaser darüber gesprochen und Bilder von deren Versuchen damit gesehen, die Zweifel an der dauerhaften Sicherheit von R8 Läufen für 15 mm Ø Patronen aufwerfen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die noch 27 Jahren geplatzte Steyr Luxus in 6,5x68. das war ein Ermüdungsbruch bei einer Patrone, die offenbar für das verwendete System zu groß war. Wenn ich Peter Beer richtig verstanden habe, sieht Blaser das für die R8 in .338 Lapua Magnum auch so, bietet daher keine Läufe für die dicke Patrone an. Vielleicht ist Norma für die .338 Blaser deshalb bei 13,84 mm P1 Ø geblieben.
Wenn es also ein kräftige 8,5 mm Patron sein soll, wäre zu überlegen einen .338 Win. Mag. R8 Lauf auf .338 RUM umzubauen. Die .338 RUM schwächt mit 13,98 mm P1 Ø das Patronenlager kaum mehr als die hauseigen .338 Blaser, ist aber deutlich leistungsfähiger, weit verbreiteter und für die gebotenen Lauflängen in der R8 daher die erst Wahl. Mein n Freund Huber schießt so eine Waffe mit großer Zufriedenheit. den Umbau erledigte zu seiner Zufriedenheit Waffen Koch / Kaufbeuren, die ich daher für den Auftrag empfehle.
Waidmannsheil nach Spanien, nehme ich mal an, Adios, Lutz Möller
Hallo Lutz,
habe Deinen Beitrag zum 15mm
Stossboden für R8 gelesen. Ich kann nur sagen, Blaser baut selbst die .500
Jeffery mit 15 mm Stoßboden und passender Verriegelungskammer. Sonst wäre es ja
nicht möglich einen Lauf zu fertigen und dann keine Verriegelungskammer zu
haben.
Der P1 Durchmesser der .500 Jeffery beträgt 15,72mm.
Der P1 Durchmesser der .338 Lapua beträgt 14,91mm.
Also ist bei der Lapua noch mindestens 0,81 mm mehr Material vorhanden als
bei der Jeffery. Ok, der Gasdruck bei der Jeffery ist mit 3.200 bar geringer als
die Lapua, die ja mit 4.200 bar angegeben ist. Der hintere Laufdurchmesser im
Bereich des Patronenlagers der Blaser R8 ist 2mm dicker als
bei der R93. Also ist die Wand 1 mm
stärker. Davon gehen dann 0,4 mm Wandstärke ab. Bleiben bei der R8 hier also 0,6
mm mehr Wandstärke als bei einer R93. Ich habe selber lange Zeit eine R93 im
Kaliber 338 RUM mit Erfolg in Namibia geführt. Immer voll an der zulässigen
Grenze geladen.
Ich weiß von Claus Koch, daß er selbst
schon einige Zeit eine R8 in .338-378 Weatherby mit Erfolg benutzt. Selbst
beim Beschuss im Beschußamt lassen sich die Verschlüsse nach dem Prüfbeschuß mit
25% erhöhtem Druck spielend mit 2 Finger öffnen. Das ist selbst bei vielen
Verschlüssen anderer Bauart nicht gegeben.
Ich habe inzwischen beide Läufe .338 RUM und .338 Lapua für mein R8. Wegen der
Präzision werde ich mich auf die .338 Lapua konzentrieren.
Darum kann ich die Bedenken des Herrn
Beer in keiner Weise teilen.
Mit freundlichem Gruß, Hubert Bayer, Saturday, February 11, 2012 2:02 PM
Hallo Herr Möller,
manchmal frage ich mich, wie Menschen ohne wirklich anscheinend nachgedacht zu
haben zu solchen pauschalen und dann noch wie in
diesem Fall falschen
Aussagen kommen, denn in der Überschrift wird vom Stoßboden gesprochen und dann
wieder vom vom P1 und vom P2 Durchmesser. Das sind völlig
andere Maße. Aber nun zur Klärung: Anscheinend hat Herr Beer nicht richtig
aufgepaßt, denn Blaser fertigt unter anderem sogar Läufe für die .500 Jeffrey.
Da ist das Stoßbodenmaß 14,61, der P1 15,72 und der P2
15,42. Bei der .338 Lapua hat der Stoßboden 14,93 der P1 14,91 und
der P2 13,82 somit benötigt der Stoßboden nur 3,2 Zehntel mehr im
Durchmesser. Das ist einfach lächerlich dadurch die Festigkeit in Frage
zustellen und wie man sehen kann sind die P Maße sogar deutlich kleiner.
LM: Sie vergessen die sehr unterschi8dlichenGasdrücke zu
berücksichtigen.
Aber es gibt vielleicht eine Erklärung, warum Blaser von Haus aus nicht die
Lapua anbietet. Nach CIP ist das L6 Maß 93,5 (Gesamtlänge der
Patrone) zulässig, aber den R8 repetieren aber nur Patronen
bis 92,5 mm. Würde Blaser für die 338 LM Büchsen anbieten, wären ggf.
Mängelrügen nicht auszuschließen. Wie Herr Beer erwähnt, gibt es ja noch (Gott
sei Dank) Waffen Koch aus Kaufbeuren. Herr Koch hat sich der Sache angenommen
und eine Marktanalyse erstell und mußte feststellen, daß die .338 Lapua Magnum
in der Zwischenzeit weltweit in den Spezialeinheiten als die
Scharfschützenpatrone aufgenommen wurde und dort längste ihren Siegeszug
errungen hat. Durch diese Tatsache ist eben die .338 Lapua Magnum auch für die
Jagd auf starkes Wild und große Distanzen die erste Wahl ( Munitionsversorgung
weltweit, Hülsen für den Wiederlader. usw.). Herr Koch hatte zuerst auch mit der
338 RUM experimentiert und mußte eben aus den o. g. Gründen bald feststellen,
daß ein wirklicher Markt in dieser Leistungsklasse nur für die Lapua da ist. Es
gibt für mich 2 Gründe so eine Patrone zu schießen, aus Liebhaberei, oder als
Praktiker eine leistungsstarke Patrone zu haben für starkes Wild auf große
Entfernungen. Da ich mich zu den Zweiten zähle, hat Herr Koch mir und anderen
Einzelnen solch eine Büchse auf dem Blaser R8 System gebaut. In der Regel werden
mittelschwere, kannelierte Läufe mit einer eigens dafür gemachten Mündungsbremse
verwendet.


Diese Brems ist nur 2,5 cm lang aber so wirksam, daß sich die
Waffe wie eine 308 schießt. Ich selbst habe nun schon hunderte Schuß mit der
Waffe gemacht und über 50 Stück Wild in den letzten 6 Monaten erlegen dürfen.
Bester Streukreis auf 500 m bei 5 Schüssen liegt unter 6 cm. Was will man mehr?
Für mich gibt es zur Zeit keine Waffe auf dem Markt für diese Patrone, die
geeigneter für die Jagd ist als die R8 Sonderanfertigung durch Waffen Koch /
Kaufbeuren (durch ihre Führigkeit, Schnelligkeit, Sicherheit). Somit muß ich
jeglichen sachlichen unbegründeten Bedenken durch H. Beer widersprechen.
Vielleicht wäre klüger gewesen, er hätte sich zuerst mit einem wirklichen
Fachmann wie Herrn Büchsenmacher- Meister Claus Koch unterhalten.
LG, Rolf Moser, Mittwoch, 15. Februar 2012 16:27
Sehr geehrter Herr Möller,
auf Ihrem Netzplatz scheint ein falsches Bild zu entstehen. Ich habe nie
behauptet es sei nicht möglich die .338er in die R8 zu bauen. Ich bin selbst
„Fachmann“ und „Büchsenmachermeister“ und bin auch in der Lage dies zu tun.
Jedoch habe ich für mich beschlossen, nachdem ich einiges gesehen habe, über das
ich nicht öffentlich sprechen werde, daß ich dies aus Haftungsgründen nicht tun
werde.
LM: Ja. Ich erinnere mich.
Dies ist denke ich ein entscheidender Unterschied zu den
Aussagen auf dem Netzplatz. Ich weiß, dass Claus diese Umbauten
macht und genauso wie Claus uns Kunden schickt für unsere Blaser-Umbauten
empfehle ich Ihm Kunden für seine Blaser-Umbauten. So hat jeder sein
Spezialgebiet. Wie gesagt, ich sagte nicht das sei nicht möglich, sondern
lediglich wir machen es nicht!
Mit freundlichen Grüßen, Peter Beer , Donnerstag, 16. Februar 2012 09:48
Sehr geehrter Herr Möller,
die .338 Lapua Magnum für die R8 hat mir keine Ruhe gelassen. Nachdem mir als
Büchsenmachermeister klar ist, dass die R8 dieses Kaliber
problemlos aushalten muss habe ich noch einmal explizit in der Konstruktion bei
Blaser nachgefragt (Erstere Aussagen kamen nicht aus Konstruktion). Die Antwort
hänge ich Ihnen im Original an die Email an. Es liegt an der Patronenlänge. Der
Magazinkasten der R8 ist nicht lang genug für die .338 LM und deshalb läßt sich
hier keine einwandfreie Funktion gewährleisten. Seitens des Verschlusses oder
der Waffe an sich gibt es keine Bedenken derartige Kaliber zu bauen. Allerdings
macht es nur für den Wiederlader Sinn, der sich die Patrone für einwandfreie
Funktion in der Länge (Geschoßsetztiefe) kürzen kann. Ich habe mich hier
vorschnell auf eine Aussage verlassen, um Sie schnellstmöglich wieder zu
informieren - dies wird mir nicht wieder passieren! Das nächste mal frage ich
gleich die richtigen Leute. Die Antwort stammt von Josef Rauch, dem
Entwicklungsleiter bei Blaser und ist somit zuverlässig
Mit freundlichen Grüßen
Peter Beer, Mittwoch, 22. Februar 2012
15:38
Hallo Herr Beer,
nachstehend die Stellungnahme von unserem Entwicklungsleiter Josef Rauch zu
diesem Thema:
Es bestehen seitens Blaser keinerlei Bedenken bezüglich Festigkeit bei
Verwendung des Kalibers .338 Lapua Mag. in der R8. Dieses Kaliber war bei Blaser
in der R8 nicht vorgesehen und wird aus folgendem Grund auch aktuell nicht in
das Kaliberprogramm aufgenommen: Die maximal zulässige Patronenlänge L6 nach C.I.P.-Datenblatt des Kalibers .338 Lapua Mag. beträgt 93.5mm. Das Magazins R8
ist nur für Patronen mit einer maximalen Patronenlänge von 92 mm ausgelegt.
Tatsächlich wird von den Munitionsherstellern die maximale Länge oft nicht
ausgenützt, so dass bei vielen Munitionssorten die Patrone sich einwandfrei
laden lässt und ohne Störungen funktioniert. Eine sichere Funktion bei
Laborierungen, die die maximal zulässige Länge L6 voll ausnutzen, können wir
jedoch nicht gewährleisten. Eine nachträgliche Kaliberänderung durch einen
versierten Büchsenmacherbetrieb ist grundsätzlich möglich und liegt in der
kompletten Verantwortung dieses Betriebs. Es ist ein Instandsetzungsbeschuss der
Komplettwaffe erforderlich.
Gruß JR
LM: Die 338 Norma Magnum würde dann passen!
Hallo Herr Möller,
vielen Dank schon einmal für die prompte Beantwortung meiner Fragen vom
10.02.1012 (6,5x57R für die
Berge). Für mich tun sich daraus allerdings noch ein paar neue Fragen auf
und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir diese noch beantworten können.
>K95 Stutzen 6,5x57R (LL 50 cm)
>BBF95 8x57IRS/12/76 (LL 60 cm)
>R93 Nachsuche (überwiegend für die Drückjagd) 8x57IS (LL 50 cm)
>R8 .308 Win. (LL 52 cm, semi weight, kanneliert)
>Mit der Genauigkeit dieser Waffen bin ich sehr zufrieden, allerdings verdaut
die R8 das versuchsweise in .308 Win. verschossene Nosler Balistic Tip nicht
(Streukreis 15 cm). Derzeit schieße ich deshalb ein KS von RWS.
Wir haben damals beim Büchsenmacher 8-10 Schuss mit der 9,7 g Nosler BT aus der
R8 gemacht und jeder Schuß saß in einer anderen Ecke. Bei den ersten 2 - 3
Schüssen hätte ich das noch verstanden (Ölschuß), aber der Rest? Danach hat der
BM eine Packung RWS 10,7 KS geholt und wir haben damit 6 Schüsse gemacht, die
alle zusammen saßen. An der Waffe wackelt nichts und es klappert nichts.
Jagdlich habe ich bisher mit dieser Waffe und der RWS KS einige Füchse strecken
können, die alle einen sauberen Schuß hatten und auch nicht mehr vom Fleck weg
kamen.
Haben Sie noch eine Erklärung woran ein solches Verhalten liegen kann?
LM: Nur Schießfehler, sonst nichts.
Aus einem Steyr Mannlicher Stutzen schießen die verwendeten
Nosler BT einwandfrei.
Können Sie mir einen Wiederlader empfehlen, der die 6,5x57R jetzt schon laden
kann?
LM: Nein. Warten Sie, bis wir die fertig haben. Die kommen bald.
Müssen die Ladedaten für den kurzen Stutzenlauf angepasst werden oder sind die Standardladedaten zu verwenden (auch wenn die Leistung nicht voll ausgenutzt werden kann)?
LM: Der Selbstlader kann für sich spielen, wenn er denn
möchte, aber der gewerbliche Anbieter halt sich an die zugelassen
Einheitsladung.
In der K95 habe ich die 6,5x57R. Ist die denn mit dem 50cm Stutzenlauf noch
irgendwie tauglich für die Berge oder kommt das Geschoß in dem kurzen Lauf nicht
auf die nötige Geschwindigkeit?
LM: Wohl kaum.
Trotz der evtl. nicht optimalen Ausnutzung Ihrer Munition (V0) aus den kurzen
Läufen überlege ich aufgrund der im Netzplan oft beschriebenen Vorteile
(Bleifrei, Schulterstabilisierung, präzise Verarbeitung etc.) sukzessive nun auf
Ihre Munition umzustellen. Ist das Ihrer Meinung nach trotz der kurzen Läufe
sinnvoll?
LM: In jedem Falle. Die Läufe bleiben ja auch bei anderen
Munition kurz. Für .308W und 8x57 IS langen 50 cm. Da gibt´s keine
Schwierigkeiten, aber für Ihre 6,5x67R sollten Sie schon 60 cm haben. Da soll
ein neuer Lauf her!
Können Sie die Geschossgeschwindigkeiten aus den oben genannten Lauflängen
berechnen und daraus die Geschossflugbahnen ermitteln oder müssen die
Mündungsgeschwindigkeiten der Geschosse aus den entsprechenden Läufen gemessen
werden um die Geschossflugbahn zu ermitteln?
LM: Sie müssen messen, wenn Sie sicher gehen wollen. Wenn Sie
rechnen wollen, kaufen Sie QuickLoad
Im Voraus schon vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
A. S.
Sehr geehrter Herr Möller,
durch Internet-Recherche und einen befreundeten Wiederlader bin ich auf
Ihre Geschosse aufmerksam geworden, der mir auch meine
Patronen laden will.
Ich hatte „fixe Idee“, meine beiden R93 im
Kaliber 7x64 mit Zeiss Diarange 8-12 x 56 (Ansitzwaffe auch über Distanzen von
200 m) sowie 8x57 IS mit Z6i 1-6 x 24 (Drückjagdwaffe) auf einer Waffe und einem
auch afrikatauglichen Kaliber auf einem
neuen R8 zusammen führen und zwar in 8x68.
LM: Gut!
Von dieser Patrone hat mir aber der o. a. Wiederlader abgeraten, weil es beim
Rehwild oft „heftige“ Wirkung haben soll.
LM: Nicht bei mir. Siehe Möller Geschosse wirken anders. Mit meinem MJG können Sie erfolgreich und schonend auch Rehwild strecken, genau so wie alles andere Wild auch!
Stattdessen hatte jener mir angeboten, die gute, alte, deutsche Militärpatrone 8x57 IS etwas verstärkt zu laden, damit die Flugeigenschaft der ansonsten gutmütigen 8x57 IS erheblich mehr Rasanz aufweisen würde. Er selbst verwendet für Ansitzjagd Ihr KJG und für Drückjagd ein HDB-Geschoß.
LM: Wie dumm!
Ich möchte aber alles noch einfach haben . . .
LM: Richtig! Inzwischen geht das mit mir.
. . . und zwar am besten so:
- Nur eine Waffe zu führen, auf die die beiden o. a. Visierungen eingeschossen
sind, so daß ich im Handumdrehen immer das Richtige drauf habe.
- Eine Einheitswaffe für Ansitz- und
Drückjagd, mit dem man auch nach Afrika fliegen
könnte.
- Nur ein Geschoß, damit Unterscheidungen bei den Patronen unterbleiben können.
- Auf „bleifrei“ lege ich dabei keinen sehr großen Wert, ist also kein ein Muß.
Den R8 wollte ich dabei in Standardlänge = 58 cm und Semi
Weight nehmen, dazu einen Kickstopp.
LM: Sog „Kickstopp“ ist sinnlos.
Zu den Revieren bzw. Wildarten: Ich habe die Möglichkeit, in verschiedenen
Revieren zu jagen, wo von Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild alles vorkommen kann.
Dazu das übliche Raubzeug. Wie bereits erwähnt, Waffe möchte ich mein neue
Einheitswaffe auch in einem Afrika-Urlaub führen, bei der Oryx, Kudu & Co. Auf
der Agenda stehen sollen, also keine „Big-5“. In dem Heimatrevier, wo
hauptsächlich das Rehwild vorkommt, sind aufgrund des „Flachlandes“ weitere
Strecken erforderlich, wenn man sich den „Arsch nicht blanksitzen“ will. Das
Hochwild wird eher auf normale Distanzen von 30 – 120 Metern geschossen.
Wie sehen Sie das alles, gibt es diese „Eier-legende-Woll-Milch-Sau-Geschoss-Kaliber-Laboring
in 8x57 IS“ für mich oder doch wieder hin zu meinen Grundgedanken der 8x68 mit
dem gelegentlich anfallendem Hundefutter für meinen Wachtel?
Vielen Dank vorab.
Grüße aus Norddeutschland, T. Witte, Sonntag, 18. März 2012 08:41
Tag Herr Witte,
die Sache mit dem Blei sollten Sie Ihres Hundes wegen sehr wohl noch mal überdenken. Siehe Blei vergiftete Jagdhund Bruno! Ihre obigen Forderungen können alle gemeinsam efüllt werden, aber von den beiden von Ihnen zu Wahl gestellten Patronen, nur von der 8x68S mit meine MJG aus 65 cm Lauf - nicht kürzer! Ich schieße aus denselben Gründen übrigens ebenso ein 8x68S mit meinem MJG. Was die kann, zeigte ich in Lutz Möller 8x68S MJG Afrika 2011. Sie könnten auch die 7 mm Rem Mag wählen, im Laden das schnellste Schiff der Flotte, mit viel breiterem Hülsenangebot als ausschließlich RWS mit der 8x68S !
Im April werde ich mit derselben Ausrüstung wieder nach Afrika reisen, um vor laufender Kamera Strecke zu machen. Diesmal hoffentlich mit Video. Firefox schwenkt um. Also wird die Codec-Hölle im Netz wohl überwunden und die Möglichkeit Filme in HTML5 zu zeigen vereinfacht. Mal sehen, wie ich damit zurecht kommen werde.
Waidmannsheil, Lutz Möller, Sonntag, den 18. März 2012
Sehr geehrter Herr Möller,
vielen Dank für Ihre sehr schnelle
Antwort.
Ich war nur kurz mit meinem Wachtel zur Ausbildung und nach der Rückkehr war
Ihre Antwort schon da und das an einem Sonntag! Man merkt, Sie sind mit Herz und
Seele dabei.
Ich selber habe gemerkt, meine Gedanken waren z. T. nicht gut oder unnötig
(Kickstopp), z.T. aber auch gut (8x68S). Außerdem scheint es auch verborgene
„Gedankenbarrieren“ bei mir zu geben, wie die offensichtlich unbegründete
Abneigung gegen bleifreie
Munition. Was man sich mal aus welchem Grund irgendwann mal in den Kopf
gesetzt hat, ist im Nachhinein nicht immer mehr erklärbar. Viel wichtiger ist
jedoch, geistig beweglich zu bleiben.
LM: Richtig und leiblich desgleichen.
Dieses gilt umso mehr, als ich heute auf Ihrer Webseite so viel
neue Begriffe wie Feuerschlucker, hdp-Rückstoßbremse, etc. gefunden habe, die
mich in Folge zwingen, mich noch einmal völlig neu und eindringlich mit der
„Büchsen-Neuanschaffung“ zu beschäftigen. Schließlich soll es kein „Schnellschuß“
werden, sondern die endgültige Einheitswaffe
für mein restliches Jägerleben.
Einen großen Nachteil hat das 8x68S Kaliber aber leider: Da ich neben der Jagd
gerne mal ins Schießkino gehe, den laufenden Keiler beschieße oder ein paar
schwarz bedruckte Kreise oder Quadrate, wäre es eine sehr teure Angelegenheit.
LM: Richtig. Allerdings können Sie für die R8 einen 8x57IS
Wechsellauf erwerben, mit dem Sie mit derselben Waffe mit demselben Zielfernrohr
billige Schießkinomunition verschießen können. Auf die Trefferablage kommt es
bei Papier ja nicht an!
Meine Kaliberauswahl ist jedoch auf deutsche beschränkt, denn 1. haben wir
selbst gute bis sehr gute, so daß ich dann 2. keine Kaliber zu schießen brauche,
mit denen man zu Beginn des 20. Jahrhunderts unsere Ur- und Großväter „erlegt“
hat, ala 30.06, .303 britisch.
LM: Ja, das versehe ich bei vielen, die das tun, auch nicht.
Ihnen zunächst ein kräftiges Waidmannsheil zu Ihrem Lebenspavian, von dem ich
Ihre Jagdgeschichte gerade äußerst interessiert gelesen habe, und ein genauso
kräftiges Waidmannsheil für die bevorstehende Afrika-Reise! Ich melde mich nach
meinem „Informationsverarbeitungs- und Entscheidungsfindungsprozess“ gern wieder
bei Ihnen, denn das habe ich heute erfahren, daß man bei Ihnen wohl in guten
Händen ist.
LM: Ja, das sind Sie.
Mit Waidmannsheil, T. Witte, Sonntag, 18. März 2012 14:15
Guten Tag Herr Möller,
vielleicht erinnern Sie sich noch an mich. Ich hatte Ihnen in deutlichen Worten
„Besinnung auf ein Ziel“, nämlich den Verkauf
Ihrer Munition empfohlen. Sie scheinen
in dieser Richtung tätig und erfolgreich voranzuschreiten und das freut mich für
Sie.
LM: Danke.
In der Zwischenzeit hat sich bei mir auch was verändert, nämlich haben meine
Gattin und ich mittlerweile die Jagdprüfung abgelegt und sehen uns daher ohne
jede Eile aber mit sorgfältiger Abwägung nach dem richtigen Werkzeug um. Die
Blaser R93 scheidet für mich aus, da ich
„mein Gesicht nicht verlieren“ will. Bei Kettner wurde uns genau eine Waffe als
der sicherster Repetierer überhaupt empfohlen und vorgelegt:
Blaser R8. Als Maschinenbau- Ing. muß ich sagen, daß ich vom durchwegs
modernen Konzept und der sauberen Umsetzung sehr angetan war. Der
Radialbundverschluß wurde deutlich verbessert, arbeitet aber natürlich immer
noch nach dem „Gardena“ - Prinzip. Da nicht geklärt ist, wie und warum einige
Verschlüsse der R93 nach hinten ausgeschoben wurden, kann nach meinem
Dafürhalten auch nicht weiter geschlossen werden, ob die verbesserte
Konstruktion der R8 das Ausschieben nach hinten sicher verhindert.
LM: Meine
Bedenken zur R93 habe ich schon vor sehr langer Zeit veröffntlicht. Die
Bauart der R8 vermeidet durch die Winkel und
Formschlüssigkeit des ausstellenden Kegels meines Erachtend die in der o.s
Vermutung geäußerten Mängel hinrechen, so daß ich zur R8 nicht offensichtlich
Bedenkliches zu sagen habe.
Die von Herrn Blaser in der „Strasser
05“ angebrachten Verbesserungen scheinen die Mängel auch nicht ganz gelöst
zu haben. Eine gewisser Zweifel gegenüber solcher Verschlußbauart scheint also
angebracht.
Die anscheinend vorgenommene Typprüfung des Verschlusses der R8 auf vermutetet
14.000 bar sagt meiner Meinung nach nur aus, daß der Verschluß unter
Laborbedingungen diese Belastung ertragen hat. Das ist natürlich erfreulich. So
lange aber nicht geklärt ist, welche Verkettung ungünstiger Umständen das
Ausschieben des Verschlusses im Betrieb nach hinten verursacht hat, ist
unabhängig vom bauartbedingten Berstdruck des Verschlusses grundsätzlich weiter
mit dieser Versagensart zu rechnen.
LM: Weil im Versagensfall bei der R93 der Verschluß zu oft nach hinten losging, werde ich selbst im Leben nicht einen einzigen Schuß mit solch einer Waffe abgeben.
Wie sehen Sie das: Ist der Verschluß der R8 zweifelsfrei gegen Ausschieben nach hinten sicher?
LM: Ich weder der Mann, der die Zukunft vorhersehen kann, noch berufen Herstellern „Persilscheine“ für deren Entwürfe, die ich nicht eingehend untersucht habe, auszustellen. Das wäre unredlich. Zweifel bleiben immer bestehen. Sie sind Zeichen eines wachen Geistes. Offensichtliche Gründe vor der R8 zu warnen, kann ich nicht erkennen. Ich schätze mal, die Blaser Gesellschaft in Isny hat aus den schlechten R93 Erfahrungen gelernt und bei der R8 versucht die offenbaren R93-Mängel zu beheben. Blaser hat leider nicht alle R93 vom Markt genommen. Das hielt ich bei der für den Schießenden dermaßen gefährlichen Bauart für angemessen und gesetzlich nach dem Produkthaftungsgesetz auch für unabdingbar geboten.
Mit freundlichen Grüßen, Franz Klein, Montag, 23. April 2012 16:06
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