| Abbrand | Accurate | Alliant | Bofors | Hodgdon | Norma | PRB | IMR | Rottweil | SNPE | Vihtavuori | W-W |
|
schnell langsam |
PCL 514 | ||||||||||
| PK 3 | R1 | ||||||||||
| P 805 | Ba 10 | N 310 | |||||||||
| Bullseye | PK 5 | Clays | P 801 | ||||||||
| No. 2 | Clays.Int. | 231 | |||||||||
| Red Dot | PCL 509 | 452 | |||||||||
| HP 38 | 201 | AS | N 320 | ||||||||
| Green Dot | PCL 515 | P 804 | 473 | ||||||||
| PK 4 | Cl.Univers. | PCL 506 | 700 X | A 1 | N 330 | 540 | |||||
| Unique | PCL 501 | PB | P 803 | Ba 9 | |||||||
| No. 5 | Power Pistol | HS 6 | SR 4756 | SP 8 | N 340 | ||||||
| Herco | PCL 504 | A 0 | 3N 37 | ||||||||
| HS 7 | SP 2 | N 350 | 571 | ||||||||
| No. 7 | Blue Dot | PK 6 | SR 4759 | P 806 | SR 4759 | N 105 | |||||
| No. 9 | 2400 | R 123 | PCL 512 | IMR 4227 | R 910 | N 110 | 296 | ||||
| H 110 | SP 3 | ||||||||||
| 1680 | H 4227 | Ba 6 | 680 | ||||||||
| Reloader 7 | IMR 4198 | ||||||||||
| 2200 | H 4198 | Tu 2000 | N120 | ||||||||
| RP 1 | N 200 | R 901 | |||||||||
| H 322 | PCL 508 | IMR 3031 | Sp10 | N 130 | |||||||
| 2230 | RP 2 | R 902 | N 133 | ||||||||
| 2460 | Reloader 12 | H 335 | N 201 | IMR 4895 | Tu 3000 | 748 | |||||
| H 4895 | N 135 | ||||||||||
| 2520 | N 202 | PCL 507 | IMR 4064 | R 903 | SP 9 | N 540 | |||||
| RP 3 | BL-C 2 | PCL 516 | SP 11 | N140 | |||||||
| 2700 | Reloader 15 | N 203 B | IMR 4320 | SP 7 | |||||||
| H 380 | R 907 | Tu 5000 | N 550 | ||||||||
| PCL 511 | N 150 | ||||||||||
| H 414 | 760 | ||||||||||
| H 4350 | R 904 | Tu 7000 | N 160 | ||||||||
| RP 4 | |||||||||||
| Reloader 19 | N 204 | IMR 4350 | N 560 | ||||||||
| IMR 4831 | Tu 8000 | 785 | |||||||||
| RP 5 | H 4831 | R 905 | |||||||||
| Reloader 22 | MRP | N 165 | |||||||||
| 8700 | |||||||||||
| Reloader 25 | H 1000 | PCL 517 | SP 12 | N 170 | |||||||
| MRP 2 | |||||||||||
| H 870 | IMR 7828 | ||||||||||
| H 5010 | PCL 513 | SP 13 |
Reloader 17 = EI Niesen 145
Hallo Herr Möller,
Das sind die neuen Pulver im Update:
"Accurate No.7 22MAR06"
"Hodgdon HS-6 22MAR06"
"Hodgdon H380 23FEB06"
"Hodgdon H4350 11MAY06"
"Hodgdon H4831 11MAY06"
"Hodgdon H4831 SC 11MAY06"
"Norma URP 15JAN06"
"Somchem S355 19NOV05"
"Vihtavuori N150 3JAN06"
"Vihtavuori N530 24JAN06"
MfG, H. Brömel, Donnerstag, 29. Juni 2006 16:56
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach längerer Überlegung haben wir
uns entschlossen, Treibladungspulver einzuführen. Neben Hodgdon, IMR und Accurate
können Sie auch Alliant-Pulver über uns beziehen. Selbstverständlich führen wir auch alle anderen in
Deutschland zugelassenen Schwarz- und Nitropulver. Bei Interesse setzen
Sie sich bitte mit uns in Verbindung, damit wir Ihnen ein entsprechendes Angebot unterbreiten können.
Mit freundlichen Grüßen,i. A. Karl Schaffert, Sonntag, 13. Mai 2007 16:22
ZRC Zengerle Reloading Components e.K.
Inh. Marco Zengerle
Am Hasenrain 17
36251 Bad Hersfeld
Tel: 06621 75000
Fax: 06621 75002
Email: zrc@ascan-net.de
Web
http://www.ascan-net.de/
Handelsregister Bad Hersfeld HRA 991
Hallo Herr Möller,
ich habe Ihren Ladevorschlag zur .300 Win. Mag.
benutzt und die DEVA kommt zu Ergebnissen, die weit außerhalb des
„erlaubten“ Bereichs
liegen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das Mail (vom 5.6.2007) an Sie
von Herrn Dr. Roger Reinauer, Basel, der ähnlich unangenehme Erfahrungen mit
diesen Ladedaten gemacht hat. Ich habe einmal abgeschossene Norma-Hülsen
verwendet und die Pulvermenge abgewogen. Woran könnte es liegen? Ebenso habe ich
.308 Win. Patronen geladen die ok waren. Vergl.
die Meßprotokolle der DEVA im Anhang.
Mit freundlichen Grüßen, Gero Zahl, Freitag, 6. Juli 2007 18:00
Tag Herr Zahl,
dazu hätten Sie die Deva nicht gebraucht. Die Zielgeschwindigkeit der empfohlenen .300" WM Lutz Möller Munition liegt bei 1.093 m/s v0, aber die Deva maß 1.127 m/s. Deren Meßläufe sind enger. Insofern messen die auch höher Geschwindigkeiten und Drücke als in ihre weiteren Waffe. Welche Geschwindigkeit haben Sie denn aus Ihrer Waffe gemessen? Die Werte können Sie doch nicht übertragen. Im übrigen gibt die Deva keine Patronelagertemperaturen an und hüllt sich über den zeitlichen Abstand in Schweigen. wir wissen also nicht die alles entscheiden Pulvertemperatur. Sommer- Winter-Unterschiede schlagen da gern mal mit 20% Druckabweichungen zu Buche. Bei nur Messungen läßt sich ohne genauer Kenntnisse aller Meßbedingungen keine sinnvolle Auswertung betreiben. Um geben übliche Werte zu vergleichen benötigen Sie schon 10 Messungen.

Ihre .308 Win Lutz Möller Munition entspricht nicht meiner Empfehlung. Das Vihtavuri N120 ist zu langsam. Der Druck zu gering. Dan schwankt er zu stark.
Ganz allgemein muß einmal gesagt werden, daß trotz rechnerisch vieler Stellen die Vorraussagen doch alle nur Schätzungen bleiben, weil insbesondere die Pulver nicht wiederholt so genau eingestellt werden können oder werden, wie sie einmal gemessen wurden, und sich die Hülsen und Läufe alle unterschieden. Ihr Hinweis auf Normahülsen ist solange sinnlos, wie Sie nicht den Innenraum berücksichtigen, den ich bei der .300" Win Mag Lutz Möller Munition genau mit 6,2 ml angebe. Nur darauf bezeihen sich die Vorhersagen. Auf nichts anderes. Der Hinweis auf den Hersteller ist nur ein Anhalt, wo solche Hülsen zu suchen sinn. Wenn Sie das genauer wissen wollen, kaufen Sie ich Literatur, die Innenballistik behandelt und Quickload. Vielleicht sehen Sie dann klarer.
Was heiß außerdem „erlaubt“? Solange Sie keine Patronen in den Verkehr bringen (verschenken, verkaufen) ist Ihnen als Handlader nichts verboten. Ihnen bleibt nicht erspart sich Kenntnisse anzueignen und sinnvoll und verantwortlich zu handeln. Das kann Ihnen die Deva nicht abnehmen, Ihnen mit Messungen nur mit dabei helfen. Messungen aus einem anderen Lauf und Lager lassen sich aber nicht übertragen. Sie geben nur einen Fingerzeig.
Je nach Hersteller und Ausführung und Zieldruck widerstehen die meisten Hülsen zwischen 20 - 40 % höherem Druck, bis die Zündhütchen rausfliegen. RWS baut im Vergleich besonders feste Hülsen. Neben dem Werkstoff und seiner Härte bestimmen außerdem noch Patroneboden und ZündhütchenØ ab die Lastgrenze. Daß unsere deutsche Magnum, die kräftige 8x68S Patrone, genauso wie die finnische .338 " Lapua Magnum Hochdruck bestens vertragen (letztere wiederholbar bis 600 MPa) liegt auch an dem größeren Stoßboden dieser Patronen.
Weiter siehe Höchstgasdruck.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Lutz,
ich versuchte gestern die 8x68S mit N203B. Die Ergebnisse ernüchterten 3 - 4 cm
Streukreis. Ich bleibe also doch bei dem von dir vorgeschlagenem N202. Da treffe
ich wieder auf den Daumennagel!
Viel Spaß und Erfolg in Afrika, WH aus Norwegen Ronny, Montag, 9. Juli 2007
11:45
Hallo Herr Möller,
es macht Freude Ihre
Berichte aus Afrika zu lesen und selber noch mehr von so einer Reise zu
träumen. Außerdem juckt es mich jetzt auch meine 7x57
auf Lutz Möller Geschoß umzustellen, aber erst muß die
9,3 mm zu Ende gebracht werden.
Nachdem ich u.a. Ihre Warnung zu Tubal
2000 gelesen habe, war ich recht froh, daß mein Lieferant mich nun schon
seit 7 Wochen (versprochene 4 Wochen) warten läßt und nun weitere 4 Wochen
Lieferzeit angekündigt hat. Da habe ich sofort storniert, auch wenn meine
9,3x62 damit noch länger auf die
Lutz Möller Geschoß-spitz warten muß. Vor Verzweiflung habe ich
alle guten Ratschläge vergessen und nach
Pulvertafeln und Quickload
„gleichwertige“ Pulver
gesucht, die der Handel ggf. vorrätig hätte. Natürlich war das zunächst einmal
N120 und N130. Das haben alle, und dann H4198 das ebenfalls in einer Reihe mit
N120 und Norma 200 genannt wird. Norma ist leider auch nicht vorrätig.
Dem Rat des Händlers folgend habe ich also mit Grummeln im Magen H4198 gekauft.
Er meinte in 40 Jahren als Pulver Händler keine Schwierigkeiten damit gehabt zu haben
und es sei zusätzlich recht wärmeunempfindlich. Da es nur ein halbes Pfund war,
nur die Hälfte des „Vitaminfutters“,
habe ich es genommen. Nach Quickload mußte es
passen und ich wollte es wenigstens einmal versuchen. Notfalls kann es für
.308" W. Ladungen mit
Bleiernen Sippe aufgebraucht werden, oder geht
den Weg alles Weltlichen. Nach der Berechnung der Ladedaten, mit genauer
Eingabe aller Hülsendaten etc., ist mir dann aufgefallen, meine Hülsen waren bei
angebliche 100% Ladedichte dennoch nicht entsprechend voll gefüllt, sondern noch
teilleer.
Also habe ich einmal die Schüttdichte des Pulvers ermittelt. Einfach eine 45-70
Hülse ausgelitert ( 5,04 ccm Volumen), mit Pulver gefüllt, Pulver gewogen und
Schüttdichte berechnet. Siehe da, Quickload legt
eine Schüttdichte von 0,864 g/cm³ zugrunde, tatsächlich habe ich aber 0,94 g/cm³
ermittelt. Damit muß sich bei korrekter Abwiegung nach den
Quickload-Ergebnissen eine geringere Füllung
ergeben. Da zweifelt man.
Volker Timmer, Sonntag, 5. August 2007 20:16
Tag Herr Timmer,
Pulver schwanken. Die besten kommen von Bofors in Karlskoga / Schweden.
![]()
Karlskoga Wappen

Altes Boforswappen von einer Jahrzehnte alten Pulverdose
Die Besten Abfüllungen davon liefert in Europa Norma, obwohl Boforspulver auch unter vielen andern Markenamen vertrieben werden, in Amerika z. B. Alliant Reloader und ein witziger Kerl verkauft die in Schweden als Rhino anbietet, weil der auch die gleichnamigen südafrikanischen Kupfer-Blei-Zwitter anbietet. Ich vermute es gibt wohl 20 verschieden Marken, die sich Boforspulver in eigene Dosen abfüllen lassen. Industriepulver sind keine Kanisterpulver. Letztere werden aus den ersteren ausgesucht, wenn die gerade mal der Spezifikation entsprechen. Da in Europa der Wiederladeanteil der Pulver bei mageren 5% der Menge liegt, in U.S.A. aber bei 25%, ist das hier einfacher als drüben.
Joseph Messner / Elsaß bemerkte, je nach Feuchte Pulver quellen und schrumpfen Pulver erheblich. Insofern muß man ich um sein Aufbewahrung Gedanken machen. Im Exzikator über gesättigter Salzlösung bewahrt Bofors Maßstabspulver auf, mit denen die laufende Herstellung verglichen werden kann, wenn andere Messungen, z. B. an Patronen im Meßlauf, Abweichungen zeigen. Feuchte kann man einstellen:
„Zur Kalibration von Feuchte-Sensoren benötigt man
ein großes Gefäß (Topf, Eimer), dessen Boden mit ~ 2-3cm gesättigter
NaCl-Lösung bedeckt sein sollte. Die gesättigte NaCl-Lösung stellt man
folgendermaßen her: Jene Menge Wasser, die das Gefäß ~ 2-3cm bedeckt, wird
leicht erwärmt (30-40°C reicht aus) und dann normales Speisesalz beigegeben. So
lange rühren, bis sich das Salz nicht mehr auflöst. Je nach Wassermenge sind
dazu durchaus beachtliche Mengen (bis zu 1kg) notwendig. Dann lässt man diese
Lösung wieder auf Raumtemperatur abkühlen.
Dann bringt man den Feuchte-Sensor knapp über den Flüssigkeitsspiegel an (er
sollte natürlich so gesichert sein, daß er keinesfalls ins Wasser fallen kann,
sonst... ). Am besten legt man irgendwelche schweren (Metall)-Teile ins Wasser
und darauf den Sensor. Nun sollte der Sensor nach einiger Zeit (durchaus einige
Stunden!) konstant 76% relative Luftfeuchte anzeigen. Man sollte aber nicht
zuviel "Wind" im Gefäß machen, damit die Luftschichtungen über der Flüssigkeit
nicht gestört werden.
Warum funktioniert das so?
Über einer gesättigten Salzlösung stellt sich eine konstante Luftfeuchtigkeit
ein. Mit anderen Salzen kann man andere Werte (11 bis 99%) einstellen. Diese
Salze sind aber zum Teil sehr schwer erhältlich oder sehr teuer. NaCl ist aber
in jedem Haushalt vorhanden, denn normales Speisesalz besteht fast
ausschließlich aus NaCl (die Zusätze spielen keine nennenswerte Rolle).
Klingt kompliziert, ist aber sicher ganz einfach. Ich habe meine
Feuchte-Sensoren der WS2000 Funk-Wetterstation mit verschiedenen Salzlösungen
(an meiner Arbeitsstelle der Technischen Universität Wien liegen zum Glück
einige solche Sachen herum) in dieser Art und Weise überprüft und
herausgefunden, daß sie überraschend genau arbeiten (~ +/- 2 bis 4% rel.
Feuchte im Bereich von 30 bis 90% rel. Feuchte, was für solche relativ billigen
Fühler sehr gut ist!).
| Temperatur in °C | |||||
| 10 | 20 | 30 | 40 | ||
| Bezeichnung | Formel | relative Luftfeuchtigkeit in % | |||
| Kaliumsulfat | K2SO4 | 98 | 97 | 96 | 96 |
| Kaliumnitrat | KNO3 | 95 | 93 | 91 | 88 |
| Kaliumchlorid | KCl | 88 | 86 | 84 | 82 |
| Natriumclorid | NaCl | 76 | 76 | 75 | 75 |
| Ammoniumnitrat | NH4NO3 | 73 | 65 | 59 | 53 |
| Natriumbichromat | Na2Cr2O7 | 58 | 55 | 52 | 50 |
| Kaliumcarbonat | K2CO3 | 47 | 44 | 43 | 42 |
| Magnesiumchlorid | MgCl2 | 34 | 33 | 33 | 32 |
| Kaliumazetat | CH3COOK | 21 | 22 | 22 | 20 |
| Lithiumclorid | LiCl | 14 | 12 | 12 | 11 |
Der Autor hat seine Versuche nur mit den Salzen NaCl und KNO3 gemacht. Erfahrungen mit den anderen Salzen liegen nicht vor. Bitte unbedingt einen Sachkundigen (Chemiker!) beiziehen. Es kann vom Autor keinerlei Aussage bezüglich der Giftigkeit oder Reaktionsfreudigkeit.“
„Steht für die Kalibrierung keine geeignete Klimakammer zur Verfügung, dann kann die sie auch mit Hilfe von gesättigten Salzlösungen in einem geschlossenen Behälter erfolgen. Tabelle 2.11 gibt eine Übersicht über eine Reihe von Salzen, bei denen sich bei einer bestimmten Temperatur eine konstante Feuchte einstellt. Wichtig ist die Temperaturgleichheit von Salzlösung, Feuchtesensor und der fortlaufend verwirbelten Luft in einem geschlossenen Behälter für mindestens 30 Minuten. Eine Temperaturdifferenz von 1 °C kann schon eine Abweichung von einigen Prozent der relativen Luftfeuchte bedeuten. Um sicherzugehen, sollte die Temperatur in der Salzlösung und am Sensor gemessen werden.
|
Salz |
Temperatur [°C] |
|||||||||||
|
5 |
10 |
15 |
20 |
25 |
30 |
35 |
40 |
45 |
50 |
|||
|
relative Feuchte [%] |
Sicherheitsdatenblatt vorhanden von Merck |
|||||||||||
| Kaliumsulfat | K2SO4 |
98 |
98 |
97 |
97 |
97 |
96 |
96 |
96 |
96 |
96 |
Artikelnummer: 105153 EG-Nummer: 231-915-5 |
| Kaliumnitrat | KNO3 |
96 |
95 |
94 |
93 |
92 |
91 |
89 |
88 |
85 |
82 |
Artikelnummer: 105063 EG-Nummer: 231-818-8 |
| Kaliumchlorid | KCl |
88 |
88 |
87 |
86 |
85 |
85 |
84 |
82 |
81 |
80 |
Artikelnummer: 104936 EG-Nummer: 231-211-8 |
| Ammoniumsulfat | (NH4)2SO4 |
82 |
82 |
81 |
81 |
80 |
80 |
80 |
79 |
79 |
78 |
Artikelnummer: 101217 EG-Nummer: 231-984-1 |
| Natriumchlorid | NaCl |
76 |
76 |
76 |
76 |
75 |
75 |
75 |
75 |
75 |
75 |
Artikelnummer: 106404 EG-Nummer: 231-598-3 |
| Natriumnitrit | NaNO2 |
- |
- |
- |
65 |
65 |
63 |
62 |
62 |
59 |
59 |
Artikelnummer: 106549 EG-Nummer: 231-555-9 |
| Ammoniumnitrat | NH4NO3 |
- |
73 |
69 |
65 |
62 |
59 |
55 |
53 |
47 |
42 |
Artikelnummer: 101188 EG-Nummer: 229-347-8 |
| Natriumdichromat | Na2Cr2O7 |
59 |
58 |
56 |
55 |
54 |
52 |
51 |
50 |
47 |
- |
Artikelnummer: 106336 EG-Nummer: 234-190-3 |
| Magnesiumnitrat | Mg(NO3)2 |
58 |
57 |
56 |
55 |
53 |
52 |
50 |
49 |
46 |
- |
Artikelnummer: 105853 EG-Nummer: 233-826-7 |
| Kaliumcarbonat | K2CO3 |
- |
47 |
44 |
44 |
43 |
43 |
43 |
42 |
- |
- |
Artikelnummer: 104928 EG-Nummer: 209-529-3 |
| Magnesiumchlorid | MgCl2 |
34 |
34 |
34 |
33 |
33 |
33 |
32 |
32 |
31 |
30 |
Artikelnummer: 105833 EG-Nummer: 232-094-6 |
| Kaliumacetat | CH3COOK |
- |
21 |
21 |
22 |
22 |
22 |
21 |
20 |
- |
- |
Artikelnummer: 104820 EG-Nummer: 204-822-2 |
| Lithiumchlorid | LiCl |
14 |
14 |
13 |
12 |
12 |
12 |
12 |
11 |
11 |
11 |
Artikelnummer: 105679 EG-Nummer: 231-212-3 |

RWS 8x68S Hülse mit 4,7 g Rottweil ( / Bofors) R903
Die Schüttdichte der Pulver stimmt fast nie mit den Angaben überein, sei das nun der Feuchte wegen, oder aus anderen Gründen. Da Patronenhülsen in ihrem Rauminhalt schwanken und auch Waffen unterschiedliche Lager aufweisen ist die ganze Rechnerei eher eine Schätzung, die allerdings für Jäger vollkommen genügt.
Lutz Möller, 5. August 2007,
Kurze Zeit nach der Entdeckung der Nitrocellulose versuchte man um etwa 1859 - 1865, die Schießbaumwolle als militärischen Sprengstoff einzusetzen. Mit
fatalen Folgen: Es ereigneten sich mehrere schlimme Explosionsunglücke, die
ganze Depots mit Schießbaumwolle in die Luft sprengten. Aufgrund der großen
Brisanz der Schießbaumwolle, war sie außerdem für die Verwendung als Treibmittel
nicht geeignet.
Erst um 1884 konnten die ersten sicheren Treibmittel auf Nitrocellulosebasis auf
den Markt gebracht werden. Um die Verbrennungsgeschwindigkeit herabzusetzen,
gelatinierte man die Nitrocellulose mit Aceton, später mit einem Ethanol/Diethylether
- Gemisch (einbasiges Pulver), oder mit flüssigen Salpetersäureestern, z.B.
Nitroglycerin oder Diethylenglycoldinitrat (zwei- und dreibasige Pulver). Heute
werden auch Dinitrotoluol, Dibutylphthalat und Diethylphthalat verwendet.
Die großtechnische Reinigung der Nitrocellulose nach der Veresterung ist sehr
aufwendig und umfaßt viele Arbeitsschritte (Waschen, Mahlen im feuchten Zustand,
Kochen, Mischen der verschiedenen Chargen, usw.)
Um auftretende Zersetzungsprodukte der Nitrocellulose (Stickstoffmonoxid,
salpetrige Säure, Salpetersäure) zu binden, mischt man den fertigen Treibmitteln
heute noch Diphenylamin oder bestimmte Harnstoffderivate (Zentralit) hinzu.
Quelle: Wikipedia oder ähnlich (vergessen)
Hallo Lutz,
leider kann ich von keinem weiteren Abschuß berichten, aber ich arbeite daran.
Auf der Suche nach der richtigen Ladung für meine
9,3x70 DWM, die ich voraussichtlich mit Norma 202 suchenwerde, bin ich
wieder mal deine Seiten rauf und runter durchgegangen. Dabei ist mir
aufgefallen, du gibst für einige Ladungen z. B.
Tubal 2000 als bestgeeignetest Treibladungsmittel an. Nun stellt sich mir
die Frage was der Unterschied von TU XXXX zu N 1xx ist, denn beide sind
einbasige Pulver und wo immer du kannst rätst du von dem einbasigen
Vihtavuori-Pulver für
jagdliche Ladungen ab.
Des weiteren konnte ich bislang noch keine Ladetabelle für TU-Pulver finden,
erst recht keine für die 9,3x70 DWM, welcher Art auch immer. Die einzige mir
bekannte Quelle ist QuickLoad. Ich würde mich sehr
über Vorschläge freuen, wo ich da noch suchen könnte.
Waihei, D. (wie immer bitte ohne Namen), Mittwoch, 26. September 2007 16:33
Moin D.
such z. B. hier bei Pulverlebhaftigkeiten. Daten für Tubalpulver sind leider rar. Du mußt dich an deine Ladungen nach Väter vorsichtig heranarbeiten.
Aber du irrst mit deiner Annahme. Deshalb strich ich das einbasig bei dir oben auch durch. Nicht weil Vihtavuori N1xyz einbasig sind, rate ich davon ab, sondern weil die Pulver zu niedrig nitirert sind, deshalb zu wenig Leistung bringen, aber stark flammen. Die doppelbasigenVihtavuori N5xyz Pulver flammen noch mehr. Die Feuerbälle taugen zur Beleuchtung. Die man aber nicht will.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Moin Lutz,
du schreibst „Die doppelbasigen
Vihtavuori N5xyz Pulver flammen noch mehr. Die Feuerbälle taugen zur
Beleuchtung“. Das kann ich so nicht bestätigen. Ich schoß in
.338" LM das N560 hinter dem Scenar. Keine
Feuerbälle!
LM: Allerdings aus 71 cm Lauf und mit Hochdruck!
Die 5er Vihta’s sind aus meiner Sicht durchaus empfehlenswert, da
genügend „Dampf“ im Treibmittel vorhanden ist; die 1er sind mir auch
zu schlapp, außer wenn es „auf Papier“ geht.
Grüße, Dirk, Samstag, 29. September 2007 09:26
Tag Dirk,
lade mal N560 in 6,5x68 und du bekommst einen 30 cm Ø Feuerball, 40 cm lang! Die Beleuchtung ist ein geradezu bengalisches Feuer! Hochnitrierte einbasige Pulver von Bofors (Norma, Alliant Reloader, Rottweil u. v. a. ) leisten dasselbe ohne groß zu flammen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
p. s. Die Geschosse für die .300" LM sind im Werden!
Lutz,
so soll es sein - nicht alles auf einmal
verprassen! Ich habe eben einmal deine .30-06 Messung
angeschaut. Es juckt in den Fingern mir ein Geschwindigkeitsmeßgerät zu gönnen.
Die Dinger sind inzwischen ja recht günstig geworden und mein Ingenieursblut
drängt immer nach Versuch, Rechnung und Bestätigung durch Messung.
In dem Zusammenhang werde ich dir demnächst einmal meine gesammelten Hülsendaten
(Gewichte und Volumina) zusammenstellen. Bisher habe ich selten Ladedaten
gefunden bei denen zumindest das Hülsenvolumen auch angegeben war.
Wie sind deine Erfahrungen zu den Meßgenauigkeiten die man erwarten kann oder
überhaupt benötigt?
LM: 1 m/s wäre gut!
Selbst bei Messungen der DEVA habe ich so viele Ungereimtheiten gefunden, daß
ich mich langsam frage, ob die Messungen bei der Anzahl der Einflußgrößen
wirklich helfen, oder ob man sich damit nicht nur verrückt macht. Ich werde nie
vergessen, wie ich einmal Oldtimer restauriert habe. Überpingelig habe ich mir
einen Wolf gemessen und wollte alles so präzise wie möglich machen. Am Ende
hatte ich x-fach mehr Arbeit, oft im letzen Versuch einiges verschlimmbessert,
und doch die besondere Präzision nie wirklich gebraucht. Alter BMW Spruch: "So
lange sie leicht klappert läuft sie gut. Wird es zu leise, dann ist es oft schon
zu eng und bald ist sie hin!"
Übertragen auf die Wiederladerei könnte man sagen: "Starte mit Richtwerten,
taste dich heran, achte auf Druckzeichen und besinne dich auf Genauigkeit, dann
liegst du richtig!" (könnte von dir sein, oder?)
LM: Ich besinne mich auf Leistung!
Ich habe die DEVA nur messen lassen, um ein besseres Gefühl für meine Arbeit und
Quickload zu bekommen, also bestätigte Erfahrungen bei vermindertem Risiko zu
sammeln. Aber die Abweichungen durch Pulverlose, Hülsengeometrie, Ladepräzision,
Messtechnik, etc. sind doch schon beeindruckend.
Kannst du die Abweichungen deiner letzten Messung der .30-06 mit der
CZ und 3,19
g R901; Vo = 991 m/sec zu den früher gemessenen (LM: gerechneten) Ladedaten in
deiner Ladetabelle mit 3,36 g R901; Vo =979 m/sec erklären? 5% weniger Pulver,
aber 1% mehr Geschwindigkeit, keine Welten, aber doch nicht das, was man
zunächst erwartet und doch genau das, was ich auch bei der DEVA erlebt habe, nur
daß man dort auch noch bei geringeren Drücken höhere Geschwindigkeiten gemessen
hat.
Liegt die Abweichung deiner Messungen vorrangig an den unterschiedlichen Hülsen?
Kannst du die Volumina ggf. angeben?
LM: Nein. Der Kanister enthält besondere schnelles R901. Dasselbe das im letzen Sommer aus den 7x64 die Zündhütchen schmiß. Ich lag mit meiner Schätzung also richtig. Ohne zu messen kannst kein zusammenhängen den Erfahrungen sammeln und keine weiterführend Schlüsse zeihen.
Ich freue mich schon auf die
6,5 mm Lutz Möller Geschoß, bin
gespannt wie die Ferlacherin die verdaut.
Gruß, Volker, 3. Januar 2008
Lutz,
I called Hodgdon today about their new US869 Powder. US869 powder has a bulk
density of 0.905 grams/milliliter. US869 has a burn rate between Hodgdon H50BMG
and Vihtavouri 20N29. You can view Hodgdon's burn rate chart at:
http://www.hodgdon.com/data/general/burnratechart.php
I use US869 in my
.300 RUM. It is very consistent. I have had three shot strings where the
velocity extreme spread was only 10 feet/sec. This powder is a ball type powder
that measures very consistently.
Sincerely, Dennis, Donnerstag, 10. Januar 2008 04:02
Dear Lutz
I couldn't tell from your schematic what the shoulder angle on the case is. Our US Patent No 7210260 (with Certificate of Correction dated 18 Sept. 2007) covers all shoulder angles greater than 40 degrees (80 degrees included angle). The idea is to trap as much propellant in the case as possible and expand only combustion gases down the barrel. This will significantly reduce recoil.
LM: How?
The Ackley 40 degree shoulder falls under the
prior knowledge category so is not covered. Our elliptical shoulders may exceed
56 degrees at the neck- shoulder junction.
Since the propellant web on this design reaches only from the spit tube to the
case wall, I expect you will have difficulty finding slow enough burning
propellants to qualify. You may not believe this until you try, but spherical
powders such as US 869 are your best bet. This is discussed in the above
mentioned patent. Coarse tubular or cylindrical powders give a thicker burn
front and cause effectively higher bulk burn rates.
By Smalley, Montag, 14. Januar 2008 23:21
Good Day Mr. Smalley,
thank You fro Your Comment. I read Your Patent. With the Bullets sectional
Density 26,77 g / 0,7014 cm² or 37,7 g/cm² and about 18 g Powder ffrom 22 ml
into 0,7017 cm² Barrel Crossection or e relative Choke of 31,4 ml/ cm² we truly
need slow burning Powders. Unless we find something special, we cannot use such
Combination, as US 869 will be too fast.
Regards,
Sehr geehrter Herr Möller,
Sie schrieben in "Afrika II":
„Die zweite Waffe, eine 9,3x64 mit überlagerter RWS Munition erwies sich als unbrauchbar. Die Trefferleistung langte hinten und vorn nicht.“
Das gibt mir zu denken, dazu habe ich eine Frage: Wann ist Munition als überlagert anzusehen?
LM: Nach 10 Jahren!
Die Munition meines derzeit jagdlich verwendeten
9,3x62 Mauser 98 ist
wohl kaum ein Jahr geladen. Die für die 7x64 ist vielleicht schon drei Jahre
alt, weil ich jagdlich nurmehr die 9,3er führe. Für mein
TRG 22 in .308 w. habe ich
Patronen, die mögen 4 Jahre liegen weil mir die Zeit für den Schießstand fehlt.
Soweit die Handladungen.
Für manches Militärgewehr habe ich Munition, deren Alter ich nicht bestimmen
kann. 7,62x54R mit Stahlhülsen in vergilbter Verpackung mit kyrillischer Schrift,
.308er DAG in der Schüttpackung usw... Ich habe Kleinkalibermunition, die
erkenne ich selbst als unbrauchbar, weil der Geschoßdurchmesser durch Oxydation
gewachsen ist und sie sich nicht mehr oder nur schwer laden läßt.
Die Gedanken führen während des Schreibens weiter: Ich möchte immer alle Hülsen
geladen haben. Ist das schlau, wenn ich auf Vorrat lade ohne zu wissen wann ich
die Munition brauche? Wie alt darf Pulver werden, bevor es in die Hülse kommt.
LM: Nach 10 Jahren sollte es verbraucht sein oder vernichtet werden.
Ich habe Kemira aus 2003 im Schrank? Ich lade zwischen .22 Hornet und .338 LM
mehr als 15 Kaliber.
Was kann und soll beachtet werden? Wann wir es jagdlich unsicher, wann verliert
die Präzision, wann wird es für den Schützen gefährlich?
LM: Das werden Sie nie so genau wissen. Es gibt zwar Prüfverfahren, aber die eignen sich nicht für Kleinmengen. Also ist nach 10 Jahren Schluß!
Ist Kurz- und Langwaffenmunition verschieden zu betrachten?
LM: Nein!
(Zu) Viele Fragen, das ist mir
bewußt! Ihre Erfahrung und Ihr Wissen ermöglicht Ihnen sicher eine
aussagekräftige Antwort, für die ich mich schon jetzt bedanken möchte. Ganz
allgemein möchte ich Ihnen für Ihr Engagement danken!
Weidmannsheil, erhages (der sich schon sehr auf seine
6,5x68 mit hdp-Bremse
freut und daß endlich die Impala-Geschoße für die 9,3er verbraucht sind).
Erhages, Dienstag, 8. April 2008 23:03

Alte Weatherbyschachtel von Dr. Hans. R.

Dessen überlagerte Unglücksmunition mit alte Ringfugenlackierung,
die der Hersteller schon seit 20 Jahren nicht mehr aufbrächte, wie mir der Geschäftsführer
2004 glaubhaft versicherte.

Links alte Ringfugenlackierung desselben Herstellers von 1969

Albrecht Huf, nachdem der solch alte Munition aus einer R93 verschoß
Ich will damit nicht gegen Norma sagen, die damals Munition in hervorragender Güte herstellten und das immer noch tun, sondern vor überlagerter Munition warnen. Sonst kann es bei gewissen Waffen geschehen, daß euch der Verschluß durch Gesicht fliegt. Bei Waffen mit Zylinderverschluß, wieder vergangen Steyr-Luxus fliegt der Schrott zu Seite weg, aber nicht ins Gesicht. Werner mit der Steyr ging nach dem Platzer heil vom Platz, Albrecht, der die R93 schoß fuhr mit Blaulicht ins Krankenhaus.
Die veraltete Steyr-Luxus, die heute so nicht mehr gebaut wird, ist bei schwacher Bauart übrigens in jahrzehntelangem heftigen Gebrauch an Ermüdung gestorben. Die verladen Patronen waren geprüft (Beschußamt Wien) in Ordnung! Heute Steyr Repetiere sind wieder kräftiger gebaut.
Also überlegt euch vorher, was ihr woraus verschießt.
Lutz Möller,
Sehr geehrter Herr,
der Link auf die Seite der BAM, wo Sie die Liste mit den Lagergruppenzuordnungen für die Treibladungspulver finden können, lautet: http://www.bam.de/de/service/amtl_mitteilungen/sprengstoffrecht/explosivstoffe.htm . Am unteren Ende dieser Seite finden Sie die Lagergruppenzuordnung Explosivstoffe und dort als zweites die Treibmittel. Mit einem Klick auf Lagergruppenzuordnung Treibmittel geht eine pdf-Datei mit der Liste auf. Ich habe nur Lagergruppenzuordnungen gefunden für die von Ihnen genannten Pulver in den kleinen Innenverpackungen mit maximal 450 g (Rottweil) und max. 450 g und max. 1000 g für Norma.
Bei den Transportklassifizierungen (die Liste, die Sie auch gefunden haben) sind die Pulver auch nur mit den kleinen Innenverpackungen zu finden; in der Liste für die 1.1C-Klassifizierungen überhaupt nicht und in der 1.3C-Liste nur mit den Innenverpackungen in den Größen wie auch bei der Lagergruppenzuordnungen. Das bedeutet, diese Pulver wurden in den großen Mengen je Außenverpackung noch nicht geprüft und klassifiziert wurden, weil es nicht bei uns beantragt wurde.
Auf Antrag und somit auch kostenpflichtig würden wir überprüfen, ob es sehr ähnliche Pulver gibt, die von uns schon geprüft und klassifiziert wurden, um eine Klassifizierung und Lagergruppenzuordnung im Analogieschluß durchzuführen. Die Klassifizierung und Lagergruppenzuordnung würde auch bei uns zu beantragen sein und würde kostenpflichtig durchgeführt. Sollte ein Analogieschluß nicht möglich sein, müßten Versuche durchgeführt werden.
Mit freundlichen Grüßen, Werner Franke, Thursday, December 04, 2008 11:30 AM
Dipl.-Ing. (FH) Werner Franke
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Fachgruppe II.3
Unter den Eichen 87, 12205 Berlin
Tel. +49 30 8104 3468 Fax. +49 30 8104 1237
e-mail: werner.franke@bam.de
www: http://www.bam.de
Guten Morgen Lutz, guten Morgen Walter,
ich habe eine kleine Frage bzgl. der S&;B Munition. Nicht das ich die zum Jagen
einsetzen will, da gibt es nur das Lutz Möller Geschoß,
aber die S&;B werden in unseren Hornet-Hegeringswaffen benutzt. Einige Leute
sagen das die S&;B schlechtes Pulver beinhaltet und somit die Läufe zerstört. Die
Frage ist nun, ob dem so ist?
LM: Das weiß ich nicht. Ich schieße keine S&;B-Munition.
Zudem ist der Preisunterschied zu RWS nicht ganz unerheblich. Das Lutz Möller Geschoß kommt hier aus preislicher Sicht leider nicht in Frage, denn für die wenigen Nutzungstage ist es den Leuten und auch den Scheiben egal wie präzise die ganze Sache ist. Da liegt es eher an der Schützenstreuung. Oder gibt es etwa Sonderpreise bei 1.000 Stück? ;-)
Herzlichen Dank für Eure Antwort. Beste Grüße und
schönes Wochenende.
Sebastian O, Freitag, 13. März 2009 07:38
Hallo Lutz,
war auf Drückjagd sehr erfolgreich mit dem Lutz Möller Geschoß: Drei Rehe zwischen 4 und 45 m,
alle fielen und lagen im Schuß. Zur Berechnung der
Vorhaltemaße habe ich eine Bitte: Beschreibe doch mal den Begriff
„flüchtig“. Es gibt ja dann auch noch hochflüchtig. Ich vermute mal flüchtig,
und damit die 10 m/s schnell , ist z.B. ein Reh, wenn es im „Galopp“ daherkommt,
ohne „in die Höhe“ abzuheben. Es läßst sich alles schwer ausdrücken, aber ich
denke, die Frage ist klar. Hochflüchtig und damit bis zu kapp 20 m/s schnell ist
ein Reh dann bei „Vollgas“.
Dann habe ich noch eine Frage zur Pulvermenge .308" W. 48 cm Lauf, Pulver R901:
Kann sein, daß du mir einmal die Standardmenge gemailt hast (2,9 g) und einmal
eine andere?
LM: Ja, das kann sein. Schau in Deiner Post nach um Gewißheit zu gewinnen!
Die jetztige Ladung schießt anders.
LM: Das mag auch am Pulver liegen!
Danke und Gruß
B. R. , Sonntag, 20. Dezember 2009 18:17
(bitte ohne Namensnennung)
Hallo Herr Möller,
Anknüpfend an die vorbezeichnete Anfrage wende ich mich mit einer weiteren Frage
an Sie und hoffe hierdurch meine Verunsicherung beseitigen zu können: Aus der
Tafel Lutz Möller Geschoß 8x57IS haben wir die möglichen
Kombinationen (Pulver, ZH etc.) ausgelesen und entsprechende Einkäufe getätigt.
Bedingt durch die Lieferschwierigkeiten anderer Pulver nahmen wir das VIHTAVUORI
N120. Die Ladedichte wird hier mit 91,2 % bei 3,02
Gramm angegeben.
LM: Zu gering. Unter 95% Ladedichte werden Sie
keine gleichmäßigen Ergebnisse erhalten. Das Pulver kann sich zu unregelmäßig
verteilen und brennte n unregelmäßig an und ab.
Um nun der Empfehlung zur Anlage einer
LADUNGSLEITER mit schrittweiser Minderung um 0,01 Gramm zu folgen, würden
wir nach nur 2 Schritten die kritische Marke von 90% Ladungsdichte
unterschreiten. Ich habe ersatzweise nun in der beigefügten Tabelle zu einer
schrittweisen Reduktion von 0,1 Grain gegriffen, der Bereich der noch
zuverlässig über eine elektronische Waage zu erzielen ist.
LM: Benutzen nur Sie SI-Einheiten (Seit einem halben Jahrhundert international vereinbart.)
Dennoch erfolgt nach 5 Schritten eine Unterschreitung der Grenze von 90%. An anderer Stelle konnte ich nachlesen (DEVA-Handbuch), eine Unterschreitung bei sehr offensiven Pulvern (N120) mußte durchaus machbar sein.
LM: Ohne Detonationen zu erleben vielleicht, aber vermutlich nur mit mäßigen Ergebnissen, was die Gleichmäßigkeit und damit Genauigkeit angeht. Wenn Sie mal sehen wollen, wie wir das machen, lesen Sie die Standardabweichungen zu Geschwindigkeit und Druck bei den Beschußprotokollen im Laden.
Dennoch bleibt der Gedanke, gleich beim ersten Versuch eine Wartezeit von mehreren Wochen bei Mauser ertragen zu müssen, bis die neue Waffe geliefert wird :-) Soll ich vorsichtshalber meine Frau mit der neuen Munition auf dem Schießstand beginnen lassen? (Witz!).
LM: Mit dem feinkörnigen Pulver wird Ihnen die Waffe mit 90% gefüllten Hülsen vermutlich nicht platzen, meine ich. Sie können Ihre Frau also ruhig schießen lassen (Kein Witz).
Können Sie uns hier noch eine Information geben, wie wir richtiger Weise vorgehen? Herzlichen Dank!
LM: Unsere gute alte deutsche Militärpatrone 8x57IS ist mit geringen 390 MPa genormt. Das ist veraltet und für heutige Hülsen und Waffen schlapp. Bei 12 mm Bodendurchmesser sind die Stoßbodenkräfte ebenfalls sehr mäßig. Also stopfen Sie schrittweise mehr hinein. Solange die Zündhütchen nach dem Schuß noch fest in den Patronenhülsen sitzen, ist der Gasdruck nicht zu hoch. In übrigen habe ich die Daten für die 8x57IS mit neunen Pulverdaten überarbeitet und das zeigt, Sie können die Patrone mit dem Pulver und dem 8001 Lutz Möller Geschoß gar nicht überladen.
Bis zu Ihrer Antwort reinige ich die Hülsen, sind
aber nicht endlos viele. Ergo freuen wir uns auf eine schnelle Antwort.
Mit freundlichen Grüßen, Michael Eichwald, Dipl.-Ing. Architekt,Samstag, 24.
April 2010 09:02
Hallo Herr Möller,
ich bin gerade dabei meine letzten Vorräte an .308" W. aufzubrauchen bevor ich
auch hier auf Lutz Möller Geschoß umstellen werde. Alter der Patronen ca
2 Jahre, Lagerung kühl, trocken bei durchgehend 10-15°C. Pulver N140, Zünder
CCI, Sierra GK. Die Patronen aus der letzten Schachtel entwickeln nun eine reges
Eigenleben. Höhenstreuung von bis zu 30 cm fällt auf, schlechter, Abbrand Hülse
rußig; Pulverrückstände),veränderte Frequenz und db-Werte des Knalles, aber
flammt nicht vor der Mündung. Auswurf bei der Browning BAR gerade mal einen
halben Meter weit. Das scheppert jenseitsmäßig. Man trifft aber nix.
LM: Welch herrlicher Aussdruck „Das scheppert jenseitsmäßig. Man trifft aber nix.“ Wozu dann noch in den Wald, außer zu Silvester, wenn es mehr auf die akkustischen Ereignisse ankommt. Morgen ist das.
Kann sein, daß sich das Pulver verändert bzw stark altert?
LM: Kann nicht nur, sondern ist so, immer, andauern, allerdings üblicherweise erst nach 10 Jahren oder später. Wie alt war denn das Pulver, als es eingefüllt wurde?
Mit RWS, Norma und IMR Pulvern hatte ich solche Sachen noch nicht erlebt. Was geschieht da?
LM: Nitrozellulose ist nicht stabil. Sie zersetzt sich langsam. Nitrozellulose brennt für Gewehrpatronen zu schnell. Deshalb wird die Schießbaumwolle gelatiniert, in grobere Gestallt gepreßt und oberflächlich im Abbrand verlangsamt. Damit das Pulver nicht irgendwann von selbst hochgeht, werden Substanzen zugesetzt, die die Zersetzungsprodukte binden. Die sind aber irgendwann verbraucht. Der Zeitraum ist auf 10 Jahre eingestellt. Deshalb soll man grundsätzliche keine älteren Treibladungpulververwenden.
Sie hatten irgendwo schon auf Ihrer Seite geschrieben das Fichtenberg-Pulver sein wegen bestimmter Eigenschaften nicht die erste Wahl sind.
LM: Womöglich in Pulverlebhaftigkeit?
Ich bin nun kein Chemiker, würde es aber trotzdem gerne verstehen.
LM: Fragen Sie weiter, bis ich Ihnen das so erklärt habe, daß Sie das verstehen. Handlader müssen das wissen!
Vielleicht können Sie etwas Licht ins Dunkel bringen.
LM: Statt „nur Krach“ in den Wald? Gern!
Mit freundlichen Grüßen, Oliver S., Dienstag, 28. Dezember 2010 22:29
Hallo Herr Möller,
in ihren Seiten fehlt es ja wahrlich nicht an Informationen. Aber eine Frage
wurde mir bislang nicht beantwortet, bzw. bin ich mir nicht sicher, ob sie
überhaupt beantwortet werden kann. Ich bin stolzer Besitzer eines Blaser BD 880
(Bockdrilling). Diese Waffe macht beim Einschießen schon etwas Arbeit, d.h. wenn
ich es selbst mache, dann ist ein ganzer Tat auf dem Schießstand fällig. Nun
wäre meine Frage, zu der fertigen Munition die
sie liefern. Wenn ich heute 50
Patronen kaufe und dann nächstes Jahr wieder 50. Wie groß ist die
Wahrscheinlichkeit, daß beide Lieferungen die gleiche Treffpunktlage haben
(größere Bevorratung kann ich mir gerade nicht leisten)? Mein Waffenhändler
behauptet, Markenmunition habe heutzutage nur eine sehr geringfügige, ja zu
vernachlässigende Abweichen von Los zu Los hat. Dies stimmt jedoch meiner
Meinung nicht.
LM: Richtig!
Die Blaser CDP hatten letztmalig eine erhebliche Abweichung und das Gewehr mußte neu eingeschossen werden. Ich hoffe ich belästige sie damit nicht unnötig und nicht über Gebühr.
M.f.G. und Waidmannsheil, Martin Wachter, Donnerstag, 3. November 2011 11:31
Herr Wachter,
alles schwankt fortwährend, hier Hülsen, Geschosse, Zündhütchen und vor allem das Pulver. Daher müssen Sie bei einer Munition aus einem anderem Los immer die Treffpunktlage prüfen und ggf. nachrichten. Wie wollen Sie sonst Gewißheit gewinnen und mit Selenfreiden schießen?
Waidmannsheil, Lutz Möller
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.