8x68S - Lutz Möller Geschoß ohne | 9,3 x64 -Lutz Möller Geschoß mit | .375" Hölderlin-Blei ohne Krempe

links Lutz Möller Geschoß mit Band am Hülsenmund | Mitte KPG - 08 gesetzt | rechts KPG - 08, Hülse eingewürgt
Hallo Herr Möller,
ich hatte heute extreme Schwierigkeiten die
9,3x62 zu laden. Die Hülsen waren nagelneue RWS aus der Schachtel. Der
Auszugwiderstand oder die Eigenschaft des Festklemmens des Geschosses im
Hülsenhalses war so gering, daß das Geschoß vom Setzstempel beim Öffnen der
Ladepresse wieder ausgezogen wurde. Zuerst versuchte ich verschiedene
Stempelformen, dann einen Stempel innen poliert um die Klemmbereitschaft zu
mindern. Das brachte alles keine Abhilfe. Erst das Krempen über einen Steg ließ
das Setzen dann endlich zu. Diese Störung hatte ich bisher bei keinem anderen
Kaliber. Ich dachte schon daran, die neuen Hülsen außen zu kalibrieren. Aber das
kann ja auch nicht der Sinn bei ladebereiten neuen Hülsen sein.
Was kann man machen?
Gruß Hubert Bayer, Mittwoch, 5. Januar 2005 20:37

9,3x62 - Hülse über dem 2. Führband leicht eingewürgt.

9,3x74R mit Lutz Möller Geschoß und leichter Krempe
„. . . und bist du nicht willig, so brauch ich Gestalt!”, könnte man das bekannte Zitat abwandeln, um Ihrem Falle gerecht zu werden. Aber Sie kamen ja selbst schon drauf. Wenn die reibschlüssig Verbindung nicht hält, wähle dann die formschlüssig. Die meisten Matritzen erlauben die Hülse fest and das Geschoß anzulegen, oder, falls Platz vorhanden ist, sogar einzuwürgen, zu krempen. Eben das erlauben Lutz Möller Geschosse immer, weil der Schaft kleiner ist, als die Führbänder sind. Sie können bei Lutz Möller Geschoß die Hülse also immer formschlüssig mit dem Geschoß verbinden. Dazu müssen Sie die Setzmatritze einwenig weiter herunterschrauben. Aber seien Sie vorsichtig de Matritze nicht zu tief zu setzen, sonst verbiegt der Hals.
Im weitern sehe Sie unten mal die Neuentwicklung für Geschosse mit Preßsitz. Da in den Kegel eingepreßte Geschosse ohne sichern Halt in der Hülse nicht entladen werden könnten, mußte ich hier eine formschlüssig Verbindung wählen. di gestaltet ich so, das die Hülse sich mit herkömmlichen Matritzen sanft um eine geschwungen Nut legt und das Geschoß festhält. Erste Muster sind bereits geladen. Mitte Januar werden die weichen, zähen Kupferdeformationsgeschosse (KDG) im Kupferwinter '05 geprüft. Ich werde berichten.
Ich hoffe Ihnen damit geholfen und eine brauchbaren Lösungsweg gezeigt zu haben. Neuhülsen zu bearbeiten möchte man sich ja schenken. Im übrigen versuchen Sie doch auch mal Norma oder Lapuahülsen. Beide liefern sehr gute Hülsen.
Waidmansheil, Lutz Möller, 6. Januar 2005,

oben 8 mm Lutz Möller Geschoß, unten 8 mm Lutz Möller Geschoß 8x57IS Patrone mit Krempe

8x57IS Patrone in Spannzange

links 8x57IS Patrone mit Krempe | rechts ohne
Schweden
wünscht für Elche besondere Geschosse. Die Elche
werden in der Waldjagd aus der Bewegung in die Lunge
geschossen, nicht in das Herz, das gegessen wird und daher nicht verletzt werden
soll. Auch ist das Ziel größer und in der Bewegung daher sicher zu treffen. die
Schußentfernungen im Wald sind nicht weit. Die Geschosse sollen in der
Kammerdecke beim Lungenschuß weit
öffnen, aber nicht splittern. Diese Anforderungen widersprechen denen für die
Lutz Möller Geschosse, die nicht nur für die
Waldjagd sondern auch für
weite Schüsse bestimmt sind,
also nach aerodynamischen Gesichtspunkten gestaltet sind. Die Schwedengeschosse
werden für die dort gebräuchlichen, für die Waldjagd gut geeigneten Patronen
.308" Win., .30-06 Sprg. und Otto Bocks 9,3x62 gebraucht. Sie
weisen einige Besonderheiten auf:
größere Masse
Kremprille für festen Sitz auch bei stärkerem Rückstoß, den die größeren Masse hervorruft
kräftigere Doppelhohlspitze aus zäherem Werkstoff
zwei Führbänder im Hülsenhals und ein gepreßtes Führband weit vorn im Kegel
Das mittels der eingewürgten Krempe fest in der Patrone sitzende Geschoß wird beim Laden mit dem vorderen Führband Kegel gepreßt und kann auch wieder entladen werden, falls die Patron nicht abgeschossen wird. So führt das Geschoß die Patron, statt eine klappernde Hülse das Geschoß ungenau vor den Lauf legt. Genauigkeit erfordert ein mittiges und fluchtendes Geschoß vor dem Lauf. Die Schwedengeschosse gewährleisten dies bauartbedingt. Solche Bauart bot sich an, da die größeren Massen mehr Rückstoß hervorrufen und daher für störungsfreien Betrieb die haltende Krempe erfordern.
Im Dezember '04 liefen die Entwicklungsarbeiten. Januar '05 in Finnland im Kupferwinter '05 glaubten einige Hirsche dran! Siehe dort.

8 mm Lutz Möller Geschoß Trefferbild aus Mark Bijkerks 8x68S
Hallo Lutz,
Meine Büchse schießt noch immer herrlich. Ich hab das Lutz Möller Geschoß mit 70 grs N140
geladen und es schießt hervorragend (siehe Bild), Geschwindigkeit gemessen 1.052
m/s. Aber das Geschoßsetzen in die Hülse schafft mir ab und zu Schwierigkeitenn; das
Geschoß bleibt dann in der Matrize stecken und nachher ist sie nicht wieder zu
nutzen, weil das Geschoß nicht gut in die Hülse geklemmt wird. Sie ist dann mit
dem Finger aus zu ziehen. Ich lade mit Standard RCBS - Gesenken. Ursache?
Lösung?
MFG, Mark Bijkerk, Niederlande, Montag, 22. August 2005 21:20
Mark,
bitte lies Krempe. Die Ursache ist ein nicht passender Setzstempel. Die Lösung ist eine Krempe mit deiner Matritze. Ich mache es gelegentlich genauso. Wenn die Erläuterungen nicht genügen, sage bitte Bescheid!
Gruß Lutz

KPG-08 in .300" WM mit Krempe

7,62 mm Zerleger mit Kremprille

7,62 mm Zerleger in .300" WM

Achtung Fehler: 7,62 mm Zerleger in .300" WM-Hülse uneingewürgt.

Spannzange

Spannzange mit .30-06-Lutz Möller Geschoß (Buntmetall)

.30-06-Lutz Möller Geschoß (Buntmetall) mit Krempe

7,62 mm Zerleger mit Krempe in .30"-06

.30"-06-Glasbrecher mit Krempe

.30"-06-Glasbrecher mit Krempe
Lieber Herr Möller,
durch Zufall erwarb ich letztes Jahr, ermutigt durch die pos. Berichte über das 8x57 IRS Lutz Möller Geschoß einen sehr gut erhaltenen Drilling 8x57 IRS - 16/70 Krieghoff Jahrgang 1957 (Schrankwaffe) für einen derart günstigen Preis, daß man unmöglich nein sagen konnte. Ich ließ die Waffe überholen und mit einem neuen Glas versehen.
Herr L. stopfte mir Lutz Möller Geschoß 8x57 IRS in 4 Ladungen (A,
B, C, D) L6 = 87 mm.
Mit Ladung D wurde eingeschossen, kein Problem, erstklassige Präzision.
Dann ging das Elend los. Schrot wurde ausprobiert und eine Patrone Ladung A
mitgeladen. Danach ließ sich die Waffe nach dem Öffnen nicht mehr schließen, die
Patronenhülse nebst Pulver fiel raus,
das Lutz Möller Geschoß saß im Lauf .
Mit Ladestock ausgestoßen, Waffe mühsam gesäubert. Neuer Versuch mit Ladung
B. Die Waffe ließ sich schon nicht leicht schließen, beim Öffnen ohne vorherige
Schußabgabe gleiches Ergebnis wie mit Ladung A, Lutz Möller Geschoß wieder mit Putzstock
entfernt, großer Frust, nach Hause gefahren. Es wäre sehr nett, wenn Sie mit
Herrn L. Verbindung aufnehmen könnten, um zu klären, wo das Problem lag. Ich
habe die Patronen vorher nicht nachgemessen und Ladung D paßte und schoß ja
auch prima. Ich bin jetzt völlig verunsichert, ob ich mit
Lutz Möller Geschoß weitermachen oder mich für eine reine
Ansitzjagd mit Fabrikmunition entscheiden soll. Besten Dank für Ihre Hilfe im
voraus.
Viele Grüße und Waidmannheil R. V.
Freitag, 10. März 2006 19:26
P.S. Bei ggf. Veröffentlichung bitte nur Initialen. Danke!
Tag Herr V.,
zunächst erkläre ich Ihnen gern die Ursache und dann die Abhilfe. In jeder mehrläufigen Kipplaufwaffe stößt im Schuß der Rückstoß die Waffe zurück und die darin befindlichen Patronen gleich mit. Masse ist träge. Sie möchte Ihren Zustand bewahren, im Stand also ruhen. Also zerren die die Patronehülsen die Geschosse mit zurück. Sofern die Geschosse nicht fest genug sitzen, bleiben sie stehen, während sich die Waffe mit den Hülsen nach hinten bewegt.
In Repetierbüchsen mit Magazin begrenzet die vordere Magazinwand den Vorlauf. In mehrläufigen Kipplaufwaffen ist dort aber ab Hülsenmund nur Luft.

Elefantentöter von vorn

halbfertige Doppelbüchsmündung
Luft hält nicht. Damit das Geschoß nicht aus der Hülse rutschen kann, muß die Hülse über das zweite Führband eingewürgt werden, die Hülse braucht eine Krempe.

Kynoch .475 Nitro Expreß No.2 Eley mit Krempe, gut

Kynoch .500" Nitro Expreß, hinten gut mit Krempe, vorn ohne =Müll
Verzweifeln Sie also weder an ihrem Drilling noch an dem Lutz Möller Geschoß, sondern lassen Ihrer Munition mit einer Krempe versehen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Lieber Herr Möller,
besten Dank für Ihre prompte Antwort.
Ich melde mich mit Verspätung, da ich aufgrund von Handwerkerarbeiten bis gerade
offline war. Ihre Erklärung ist völlig einleuchtend. Also werde ich irgendwann
doch mal eine Doppelbüchse führen
und auf jeden Fall mit Lutz Möller Geschoß (mit
Krempe!) bestücken. Im o. g. Drilling werde ich sie
nicht wieder einsetzen. Der Grund hierfür liegt aber nicht im zuvor
geschilderten Erlebnis. Insgesamt bin ich vom zunehmenden Erfolg der
Lutz Möller Geschoß überzeugt. Im Vergleich zum bummeligen
12 g TM -Geschoß von Geco liegt die Treffpunktlage meines Drillings mit
Lutz Möller Geschoß auf 100 m knapp 25 m höher. Somit muß
man erheblich umdenken, wenn die Waffe auch zum Fuchsansitz am Luderplatz mit
Schrot genutzt wird. Da kommt auf 35 m fast nix an, der Großteil der Garbe sitzt
viel zu tief. Ich selbst traue mir nicht zu, innerhalb von Sekunden in
verschiedenen Situationen 2 extrem unterschiedliche Haltepunkte anzuvisieren.
Ich wollte die Waffe eigentlich universell in der Feldjagd (schöne leichte
Pirschwaffe) und beim Sauansitz in engen Kanzeln nutzen, deshalb
Lutz Möller Geschoß. Wie gesagt, der Drilling war ein
Schnäppchen und eine Liebhaberei, hat auch was mit Spaß an alten Sachen und
Tradition zu tun, so daß ich seinen Erwerb nicht bereue und mich freue, das alte
Schätzchen wieder zum Leben erweckt zu haben. Ich werde ihn mit den alten
Bleibatzen auf kurze Entfernung nachts an der Kirrung nutzen. Vielleicht kann
man dies insgesamt als Fazit ziehen, daß Lutz Möller Geschoß
im Drilling nur sinnvoll sind, wenn es sich um justierbare Läufe handelt oder
man die Waffe ausschließlich als einläufige Kugelbüchse führen will, in fest
verlöteten kombinierten Waffen aber ansonsten erhebliche Schwierigkeiten mit dem
Haltepunkt auftreten.
So, Schluß für heute. Viele Grüße und Waidmannheil
R. V. Sonntag, 19. März 2006 21:43
Sehr geehrter Herr L.,
am 16.01.2006 lieferten Sie mir 20 Patronen im Kaliber 8x57 IRS mit Lutz Möller Geschoß in 4
Ladungen (A, B, C, D) zu je 5 Stck. Rechnung Nr. 049016. Nachdem der
Drilling mit einem neuen Glas versehen worden war, erfolgte am 10.03.2006 das
Einschießen mit ihren Patronen. Begonnen wurde (zufällig) mit Ladung D;
hierbei gab es kein Problem, das Schußverhalten war prima, die Präzision
erstklassig. Dann wurden zur Kontrolle noch 2 Patronen Ladung C
abgeschossen, die etwas tiefer als Ladung D lagen. Danach ging das Elend
los. Die Waffe wurde mit Brenneke im li. und Schrot im re. Lauf geladen und die
Schrotpatrone verschossen. Danach ließ sich die Waffe nach dem Öffnen nicht mehr
schließen, die Büchsenpatronenhülse nebst Pulver fiel raus, das Lutz Möller Geschoß saß im LAuf.
Mit Ladestock ausgestoßen, Waffe mühsam gesäubert.
Neuer Versuch mit Ladung B. Die Waffe ließ sich schon nicht leicht
schließen, beim Öffnen ohne vorherige Schußabgabe gleiches Ergebnis wie mit
Ladung A, Lutz Möller Geschoß wieder mit Putzstock entfernt, großer Frust, nach Hause
gefahren.
Teilen Sie mir bitte mit, woran es gelegen haben kann. Waren die Lutz Möller Geschoß nicht
richtig festgeklemmt? Hatten die Ladungen unterschiedliche Längen - denn es
fällt auf, daß nach Laden mit Ladung D der Drilling ganz einfach
geschlossen werden konnte, mit Patronen der Ladung A aber schon das
Schließen schwerer ging? Ich bitte um kurzfristige Beantwortung meiner Fragen,
da ich mich jetzt entscheiden muß, ob ich den modernen Weg der Lutz Möller Geschoß-Munition
weiter beschreite und den Drilling universell auch im Feld auf weitere
Entfernungen für Rehe und Raubwild nutze oder mit einem gewöhnlichen
Teilmantelgeschoß ausschließlich für die Ansitzjagd im Wald an der Kirrung. Bei
dem Drilling handelt es sich um einen Krieghoff mit separater Kugelspannung,
Kal.16/70-8x57 IRS aus dem Jahr 1957.
Mit freundlichen Grüßen, R. V.
Sehr geehrter Herr Dr. V.
Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Es tut mir leid, daß Sie solche Schwierigkeiten mit den Lutz Möller Geschoß Patronen in 8 x 57 IRS haben. Sie haben schon richtig vermutet, die Ladung "D" ist die, die am kürzesten ist. D.h. die anderen können mit der Geschoßspitze im Übergangskonus klemmen. Ansonsten werde ich die Geschosse fester crimpen, damit der Geschoßsitz strammer ist. Dann sollte das nicht mehr vorkommen. Bitte schicken Sie mir die Patronen, bzw. leeren Hülsen wieder zu, damit wir sie nacharbeiten können.
Mit freundlichen Grüßen, V. L.
Lieber Herr Möller,
anbei noch die Antwort von Herrn L., die ich heute abgerufen habe. Man
sieht, was alles passieren kann. Somit waren die Patronen nicht nur nicht fest
genug gecrimpt sondern teils auch zu lang. Wie kann man denn die richtige Länge
bei alten Gebrauchtwaffen feststellen, bevor man wiederlädt?
Viele Grüße, R. V.
(Falls Veröffentlichung, bitte nur Initialen, auch bei der Originalmail. Danke!)
Lieber Herr V.
mit der Schieblehre.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
KDG-08 | Lutz Möller Geschoß-5-Band | 30-06-Lutz Möller Geschoß
Herr Möller,
Sie haben für die .30-06 Munition das Geschoß umgestaltet, damit das Geschoß durch die Kremprille fest im Hülsenmund sitzt. Hintergrund war wohl der Umstand, das klassische Lutz Möller Geschoß habe in Selbstladebüchsen nicht immer fest genug gesessen. Ich berichtete bereits in der Vergangenheit, mein Wiederladekumpel habe immer wieder geklagt, das 9,3 mm Lutz Möller Geschoß säße einfach zu locker.
LM: Das kenne ich aus eigener Erfahrung nur wegen zu tief eingestelltem Gesenkes und folglich aufgebauchten Hülsen!
Meine Verweise auf Ihre Tips brachten ihn auch nicht weiter.
Der Rille wegen sitz das 30-06-Möller
JG
aber bombenfest. Beabsichtigen Sie auch ein 9,3 mm Lutz Möller Geschoß für
Selbstladebüchsen mit der geänderten
Gestalt zu entwickeln? Ich wäre sehr daran interessiert.
Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht wäre die unempfindlichere fülligere
Spitze. Sie haben zwar dargelegt, eine geringe Delle in der der Spitze
beeinflusse die Wirkungsweise nicht, aber für Außenstehende ohne Lutz Möller Geschoß-Erfahrung
ist dies nicht nachzuvollziehen. Gerade in Brandenburg werden beim
Bleifrei-Versuch derzeit alle
verschiedenen Geschoßarten in den Jägerkreisen
„rumgereicht” und kritisch beäugt. Eine eingebeulte Geschoßspitze wird dabei
immer schlecht auffallen. Bevor ich eine Patrone aus der Hand gebe, überzeuge
ich mich immer von der Unversehrtheit der Spitze..
Mit freundlichen Grüßen und WH, M. Stapp, Donnerstag, 24. August 2006
21:18
Lieber Herr Stapp,
nein, ich beabsichtige die Fehler des 9,3 mm KDG zu wiederholen.
Betrachten Sie bitte oben das Bild mit dem Silberling. Von links nach rechts sehen Sie KDG-08 | Lutz Möller Geschoß-5-Band | 30-06-Lutz Möller Geschoß. Der 5-Band-Silberling ist vernickelt, eine Spielerei ohne tieferen Sinn. Zu sehen wie goldene aussehen, wäre auch mal schön!
Ob ein Geschoß in der Hülse fest oder locker sitze, bestimmt neben den passenden Maßen vor allem das handwerkliche Geschick des Ladenden, insbesondere seine Aufmerksamkeit und Sorgfalt Fehler zu vermeiden. Ein häufiger Fehler ist das Setzgesenk zu tief einzustellen. Der bewirkt unabdingbar ein lockeres Geschoß! Wenn der Anschlag am Hülsenmund die Hülse staucht, baucht die Kraft den Hals auf, so daß an sich richtig zurückgesetzte Hälse plötzlich wieder ausbauchen und folglich kein Geschoß mehr halten können. Ihrem Lob auf den festen 30-06-Lutz Möller Geschoß-Sitz stehen Meldungen von Herrn Seeholzer und andern entgegen, die das genau Gegenteil, nämlich lockeren Sitz, beklagen. Das Geschoß ist zwar immer das Gleiche, aber die Ausführenden und Ihre Werkszeuge wechseln. Dementsprechend krönt eine Bemühung der Erfolg, aber die andere geht daneben und Ärger wird laut. Gebraucht werden anscheinend allgemeinverträgliche Lösungen für jedermann. Was soll ich da tun? Nun, ich nehme die Berichte, Erfahrungen und Einwände zur Kenntnis und versuche allgemeinverträgliche Lösungenzu finden.
Als angemessener Schritt in die Richtung eines leicht zu handhabenden Geschosses mit allen Lutz Möller Geschoß-Vorzügen scheint sich die Bänderverteilung anzusehen. Mangels geeigneten Kneifern oder Spannzangen könnend tiefe Kremprillen selten oder aber nie ganz genutzt werden. Selten oder nie kann der Hülsenmund tatsächlich anschmiegend in die Rille eingewürgt werden und vorn stumpf anstoßen. Die Bilder dieses Aufsatzes unterstreichen diese Behauptung. Wenn aber die besondere tiefe Kremprille zum Anschmiegen selten oder nie genutzt wird ist sie entbehrlich. Also muß sie weg!
Was dann? Nun, aus andern Gründen hatte ich neulich eine Reihe 5-Band-Lutz Möller Geschoß geschaffen. Der Grund war die Angst der Benutzer der Rückstoß könne ein träges Geschoß in die Hülse schieben, somit den Gasdruck über den CIP-Wert steigern, also die benötigte Munitionszulassung gefährden. Um das sicher auszuschließen sollte ein Führband am eingewürgten Hülsenmund anliegen. Die nicht willentlich beabsichtigte, gleichwohl aber erfreulicher Weise eingetreten Nebenwirkung (Zu Wagnissen und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Friseur oder ihre Putzfrau!) war (Na so was!) festerer Sitz als ohne. Der mit herkömmlichen Werkzeugen zwischen zwei an günstige Stelle gelegte Führbänder eingewürgte Hülsenmund hält das Geschoß nicht nur in eine sondern in beide Längsrichtungen fest, bombenfest!. Ich bin versucht zu sagen, wie Nut und Feder, kraft der Gestalt, nicht nur durch Reibung. Damit erscheint die 5-Band-Lösung, bei richtiger Auslegung die bessere Lösung zu sein.
Eine Delle an der Lutz Möller Geschoß-Hohlspitze stört nicht die Wirkung aber das Empfinden. Dicker Spitzen fliegen aber schlechter. Auch für diesen Widerspruch wird eine Lösung gefunden werden, nehme ich an. Wenn eine Aufgabe hinreichend deutlich gestellt ist, bieten sich die Lösungen auf den physikalischen Gegebenheiten oft von selbst an. das wird auch hier so sein, vermute ich.
Danke für Ihre Zuschrift!
Ich wünsch Ihnen allzeit guten Anblick und ggf. Waidmanns Heil, Lutz Möller,
Als Vorsorge gegen Überdruck kam die Anregung bei den Lutz Möller Geschossen die Führbänder so zu verteilen, daß jeweils eines knapp vor dem Übergang sitzen möge, damit bei schulterlosen Magazinen das Geschoß vom Rückstoß unter keine Umständen in die Hülse geschoben werden kann, wenn der Hülsenmund dahinter gekniffen wird, so der verkleinerter Pulverraum den Gasdruck nicht steigern kann. Die heutigen 5-Band-Lutz Möller Geschoß berücksichtigen diese sinnvolle Anregung. So sieht das aus:
8 mm S 5-Band-Lutz Möller Geschoß

5 Band Lutz Möller Geschoß sitzt in der ungekniffenen Hülse

8x57IS Patrone links gekniffen, rechts roh
8x57IS Patrone links gekniffen, rechts roh
Höchstladungen an der Grenze des Möglichen engen die noch zu duldenden Fehler ein. Eine Krempe genau hinter dem 2. Führband von vorn hindert formschlüssig rückstoßbedingten drucksteigernden Geschoßschlupf in den Pulverraum. Ich bedanke mich für die Anregung und freue mich mit dem Lutz Möller Geschoß so einen weiteren Vorteil bieten zu können.
Waidmanns Heil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
ich habe heute die Lutz Möller Geschoße erhalten und auch
gleich begonnen die ersten zu verladen. Ich hatte leichte Schwierigkeiten die
Geschosse bei einer Patronenlänge von 87,0 mm im Hülsenmund festzubekommen. Mit
einer kleinen Krempe ging es dann halbwegs, wenn auch doch nicht 100%ig. Die
Geschosse lassen sich immer noch teils drehen oder auch zwischen dem 1. und 2.
Führungsband verschieben. (Hülse RWS). Ich hatte auch gleich noch mal auf Ihrer
Seite geschaut und gefunden, daß der Hülsenmund hinter dem zweiten abschließen
sollte, um ein hineinrutschen durch den Rückstoß zu verhindern. Wenn ich die
Geschosse so einsetze und auch eine Krempe setze...siehe da, sitzen perfekt und
halten auch im Hülsenmund. Aber nun bin ich bei einer Patronenlänge von 88,15 mm
angekommen. Würde diese Länge bei meiner Sauer 202 (8x68S) noch gehen? Kann
leider nicht probieren da die Waffe noch beim BüMa zwecks Bremsenanbau ist.
Mit freundlichen Grüßen R. Glöckner, Norwegen, Samstag, 2. Dezember 2006 19:36
Tag Herr Glöckner,
wenn Sie die mit der Gesenkfase die Hülsen nur einen Tick zu weit eindrücken, baucht sich der Hals auf und die Geschosse klappern. Wen das so ist, drehen Sie das Gesenk eine ¼ Umdrehung wieder raus und die Klapperei hör auf. Wie lang das Sauer 202 Magazin innen ist, kann Ihnen allein Sauer sagen, oder ihr BüMA, der die Waffe in Händen hält.
Waidmannsheil nach Norwegen, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
danke für den Tip, Sie hatten recht, die lockeren Patronen weisen einen mit dem
Auge nicht wahrnehmbaren aber meßbaren Bauch am Hülsenmund auf.
Setzmatrize ein Stück raus und schon funktioniert's. Sollte ich trotz der 1,15
mm über Patronenlänge von 87,0 mm den Hülsenmund hinter dem 2. Führungsband
belassen oder den von ihnen angegeben Wert verwenden? Ach und noch eine kleine
Frage, wie kann ich in die CIP Daten einsehen, komme auf der Seite nicht weiter?
Danke für ihr Bemühen, R. Glöckner
Tag Herr Glöckner,
kaum macht man's richtig, schon geht's! Die Kremperei paßt nur in einem sehr engen Bereich. Zu wenig nützt gar nichts, aber zu viel baucht den Hals auf. So ist das. Wenn Sie also mit einer Fase die Hülsen einkrempen wollen, dann müssen alle Hülsen vorher genau auf Länge geprüft worden sein, in jedem Falle gleich lang sein. CIP Daten habe ich nicht auf meiner Seite. Ob die überlangen Patronen in Ihr Waffe oder Magazin passen, weiß ich nicht zu sagen. Das müssen Sie prüfen. Jede Waffe für die 8x68S sollte normgerechte Patronen mit 87 mm Länge aufnehmen und zuführen, aber nicht alle tun das; leider, sieh Mauser 66.
Waidmannsheil nach Norwegen, Lutz Möller,

.375" H&H 9,5 mm Lutz Möller Munition rechts mit leichter Krempe um in Afrika schnell nachladen zu können
Hallo Herr Möller,
Vielleicht können Sie mir freundlicherweise in Bezug auf den Matrizenerwerb- und
einsatz ein paar hilfreiche Tips geben.Ich bin Wiederladeanfänger und die
Lutz Möller Geschossee werden die erste praktische Arbeit
werden. Eine Grundausstattung (Rockchucker und Weiteres von RCBS) habe ich von
einem Ehemaligen erworben, der Matrizensatz in
.308" W. fehlt mir noch, die Waffe ist eine Remington 700 ADL. Ich will
einerseits mit Ihren Lutz Möller Geschossen eine nur für
den Schuß aufs Wild bestimmte, universelle und präzise Jagdladung bauen und
andererseits eine möglichst preiswerte Trainingsladung für´s Schießkino. Als
Aufsicht dort habe ich zwar reichlich Gelegenheit zum Üben, aber die dabei
anfallenden Munitionskosten sind immens gewesen. Auf
Ihren informativen Seiten stieß ich auf das Problem des Geschoßsetzens; der
wohl letzte Stand der Dinge war der Vorschlag, das Geschoß unmittelbar hinter
dem 2. Führungsband zu krempen. - Wird denn -laienhaft ausgedrückt- nicht das
Führungsband im Weg sein und verformt werden, wenn der Crimp
dicht dahinter gesetzt wird?
LM: Nein. Wenn die Hülse mit einer Spannzange hinter dem
Führband eingewürgt wird, wird sie ja nicht auf dem Führband eingewürgt.
Leider habe ich keine neutralen Tests über Matrizensätze gefunden, nur Meinungen
in Forumsbeiträgen, deren Bedeutung ich nicht einschätzen kann (.."RCBS kann man
vergessen"...."sind Klasse"...."Lyman ist Billigkrempel"...."reicht voll
aus"...."Redding war fehlerhaft"....."gehört zum Besten" usw.) Ohne in den
Bereich der doch recht teueren Benchrestmatrizen zu gehen; können Sie mir als
Fachmann eine gewisse Rangfolge der bekannten Hersteller geben, bezogen auf
Qualität, Funktion u. Besonderheiten?
LM: Ich verwende RCBS, Redding und Lee und komme mit allen
zurecht. Bei Lee gefallen insbesondere die Spannzangen!
Welcher Matrizensatz bietet sich für das Laden Ihrer
Lutz Möller Geschosse und die Setzproblematik besonders an?
LM: Da gibt es keine „Problematik“! Dank setzfreundlich gestaltetem Boden und Anlaufflanken lassen sich Lutz Möller Geschoß leicht setzen.
Ist eine Crimpmatrize erforderlich, oder geht das Krempen mit der herkömmlichen Setzmatrize?
LM: Zumindestens RCBS-Gesenke bieten am Hülsenaufnahmeende
eine Fase, mit der Sie den Hülsen mund einwürgen könne. Dafür müssen aber alle
Hülsen unbedingt genau gleich lang sein und das Maß einzustellen verlangt
Fingerspitzengefühl. Die Lee Spannzangen sind dagegen ungleich einfacher zu
benutzen und das Ergebnis wird deutlich besser. Daß der Lee Satz mit Spannzange
oft billiger als ein RCBS Satz ohne ist, sollte die Wahl leicht fallen.
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im voraus und nutze die Zeit bis um
Eintreffen der Geschosse mit der Beschaffung der empfohlenen Matrize.
Übrigens: Im Schießkinobetrieb sind die vielfach hochgelobten
R93 Repetierer die
Waffen, mit denen es die mit großem Abstand meisten Schwierigkeiten gibt, sowohl
in Bezug auf die Handhabung, als auch auf die Technik. Dies nicht nur, in
absoluten, sondern auch in prozentualen Zahlen!
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Th. Bergmann, 18. März 2007
Hallo Herr Möller,
ich schoß soeben im Schneefall ihre Lutz Möller Geschoß.
Mal ein kurzer Zwischenbericht über .30-06
10 Stk. ungekrempt
V0 1010 - 1030 m/s
Streukreise (5 Schuß, die zwei am weitesten entfernten Treffer Mitte zu Mitte gemessen) ~ 30 mm
10 Stk. gekrempt
V0 980-1000 m/s
Streukreis ähnlich
Möglicher Weise mindert der Schneefall die Treffergenauigkeit. Die niedrigere
Geschwindigkeit der gekrempten Patronen kann ich mir nicht erklären. Müßte es
sich nicht genau anders verhalten?
Tag Herr Burschik,
3 cm auf 100 m sind nicht besonderes. Das geht deutlich besser! Wie warm war
denn jeweils das Patronelager. Die Wärme beeinflußt die Schnell deutlich mehr
als die Krempe.
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
ich habe die 3 cm nicht als gut, sondern als recht grottig bewertet. Denke, es
hängt mit dem schießen durch den Schneefall zusammen. Werde demnächst bei guten
Bedingungen weitermachen Das Patronenlager war beim Verschießen der gekrempten
Patronen schon wärmer. Es waren ja auch schon 10 Kugeln verschossen worden.
LM: genau das vermutete ich. Die Wärme erklärt die zuwachsende Geschwindigkeit.
Die absolute Erwärmung des Laufes erschien mir jedoch im vergleich zu anderen Geschossen deutlich geringer.
LM: Das ist ein wesentlicher Vorteil des reibungsarmen Führbandvollgeschosses Lutz Möller Geschoß, der sich im Patronelager aber nicht auswirkt, da das Geschoß vorn in der Hülse sitzt, das abbrennende Pulver die Hülsenwand und die wiederum das umliegende Patronenlager erwärmt. Die gespeichert Wärme wiederum heizt die nächste Patrone auf und die verschießt ob höheren Druckes das nächste Geschoß dann schneller.
Jagdwaffen schießt man kalt! Siehe auch Ölschuß!
Gruß, NB, Donnerstag, 22. März 2007 13:39
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.