Lies vorher Wundwirkung
Ein das Rückenmark durchtrennender Trägerschuß fällt das Stück unbedingt augenblicklich. Auch erschütternder Treffer in den Rücken bis knapp vor das Rückenmark stört zumindest kurzfristig Nerven und fällt das Stück, siehe Bisonjagd. Solch lähmende Treffer, die das Stück zwar zunächst fällen, aber nicht an den Anschuß binden, so daß es ggf. später wieder hochkommt und flüchtet nennt man Krellschuß. Ein Halskrellschuß wird als (Wirbelsäulen)streifschuß töten, wenn durch die Erschütterung Atemmuskulatur steuerndes Nervengewebe (in der Halswirbelsäule) lahmgelegt und die folgende Atemlähmung lange genug dauert, um durch Sauerstoffmangel im Hirn zu töten. Dieselbe Wirkung tritt auch bei Fleischtreffern am Hals ein, da der Trefferschlag das Rückenmark zur Lähmung ausreichend erschüttert (Um sich die Wirkung eines harten Kugelschlages lebhaft vorzustellen, denke nur an Hexenschuß oder lähmenden Bandscheibenvorfall, die wie der Blitz aus heiterem Himmel fallen). Nach einem Trägerschuß fehlt sämtliche ab dem Treffer abwärts sämtliche willkürliche Steuerung. Vom Rückenmark ausgehende unwillkürliche Bewegungen („zu schlegeln“) sind weiter möglich und kommen gerade dann vor, wenn das Tier vorher in Ruhe war.

Rotwildskelett, breit

Rehwildskelett, breit
Obige Zeichnungen zeigen allerdings deutlich, ein breiter Träger bietet Fehlschüssen weiten Raum.

Der Herzmuskel ist ein besonderer, weder rein quergestreift (für kurze Lasten) noch rein glatt ist (für andauernde Lasten). Insofern erscheinen gewisse unwillkürliche Bewegungen auch nach gekappten Nerven möglich. Ob das Herz sofort zu schlagen aufhört, oder nicht ist, für die Flucht unerheblich. ZNZ-Treffer legen sofort! Wichtiger ist die Tatsache, bei Trägerschüssen ins ZNZ bleibt, anders als beim Herz-, Lungen- oder Leberschuß bleiben die großen Blutgefäße meist heil, so daß die Stücke nicht ausschweißen. Daher sollen Jäger sich im Schuß den Anschuß merken, und anschließend dahin gehen. Das geht schnell. Schließlich muß der Schütze nicht weiter suchen. Renso Eck zitierte 1990 in ,,Schrotschuß auf Rehwild"
,,Bei Damtierschlachtungen in Gehegen wiesen Stücke mit hohen Halsschüssen, bei denen die Halsschlagadern zerschossen wurden, das Herz aber noch einen Augenblick weiter pumpte, einen vollkommen ausgeschweißten Schlachtkörper mit pH-Werten zwischen 6,7 und 7 auf, hingegen lieferten selbst saubere Blattschüsse Schlachtkörper, die nicht ausreichend ausgeschweißt waren und deren pH-Wert dadurch zwischen 3,7 und 4 lagen."
Leider fehlt die Quellenangabe in dem Buch. Um das Blut nicht versauern zu lassen, soll der Jäger das Stück sogleich aufbrechen, aufhängen und und auskühlen lassen. Kann er das nicht sofort, soll er zumindest den Stich öffnen, dabei die Halsschlagadern zerschneidern, dann das Stück über Kopf hängen, damit das Stück ausschweißt. Andern Falles versauert das Blut sonst. Keinesfalls soll er das Stück einfach unaufgebrochen aufladen und erst Stunden später daheim in der Wildküche ausschweißen lassen. Da beim Trägerschuß die Stücke sofort liegen und damit schneller versorgt werden können als geflüchtet Stücke, wird Trägerschußbeute immer eher versorgt als bei anderen Schüssen. Ein weiterer Vorteil ist die unverletzte Kammer, in die kein Dreck eintreten kann, also sauber bleibt. Auch der Panseninhalt bleibt im Pansen. Insofern bürgen Trägerschüsse für hochwertiges sauberes Wildpret für gutes Essen.
Hallo Lutz,
Deine Seite ist wirklich sehr gut und bildet (vor allem an Tatsachen
statt an Meinungen orientiert). Vielleicht klappt's auch dieses Jahr bei mir mit
dem Jagdschein. Dann werden Deine Kenntnisse bestimmt sehr hilfreich werden. Danke!
Hier noch eine vielleicht wichtige Einzelheit zu
Trägerschüssen:
Da der Leib grundsätzlich weniger Blut, als höchstens in die Blutgefässe passen
würde, enthält, muß die vorhandene Blutmenge dauernd den jeweiligen
Erfordernissen entsprechend verteilt werden. Das geschieht durch zwei Teile des
autonomen Nervensystems (Symphatikus und Parasymphatikus), die als Antagonisten
(Gegenspieler) wirken und den Gefäßquerschnitt beeinflussen. Wichtig dabei ist,
daß beide Systeme unterschiedliche Leitungsbahnen haben. Während der
Sympathicus (Flucht, Kampfzustand) durch die Wirbelsäule verläuft und erst
auf Höhe des Erfolgsorgans austritt, verläuft der Parasymphaticus
(Verdauung, Entspannung) größten Teils über den
Nervus
Vagus, der frei durch die Bauchhöhle wandert (vagus = umherschweifend,
schwankend, unbestimmt). Ein kleiner Teil verläuft zwar durch die Wirbelsäule
und tritt sehr weit unten im Sakralmark aus. Dieser Teil versorgt aber nur
Enddarm, Blase und Geschlechtsorgane und ist damit für den Mechanismus
unwichtig.
Bei durchtrenntem Rückenmarkes kann somit der Sympathicus nicht mehr wirken und
der jetzt nicht mehr antagonisierten Parasymphatikus weitet sofort die Gefäße
(Wie beim Armdrücken: Wenn einer plötzlich aufhört zu drücken, knallt sein
Handrücken auf den Tisch). Dies läßt ausgeklügelte Verteilungssystem
zusammenbrechen. Somit bleiben dem Wild nicht nur die Beine weg, sondern es
kommt auch zu einer erheblichen Störung der Blutversorgung, obwohl man ggf. gar
keine größeren Adern getroffen hat. Dieses Phänomen ist in der Notfallmedizin
bei Patienten mit Querschnittslähmung nach Wirbelsäulentrauma (Verkehrsunfall,
Sturz aus großer Höhe) bekannt und heißt dort „Neurogener
Schock“.
Viele Grüße,
Jakob Lang, Sonntag, den 15. Februar 2004
Jakob,
herzlichen Dank für deine Nachricht. Sie ist wunderbar. Warum hat das nicht schon früher jemand gesagt. Das erklärt auch, warum die beiden Bisonkühe am Donnerstag trotz unzulänglich eindringender Bleimunition und seitlichem Treffer vor die Wirbelsäule ersten sofort fielen und zweitens sich ohne Gegenwehr den Fangschuß mit dem kleinen Revolver antragen ließen.
Die müssen sich also wie ein Mensch mit geringem Blutdruck, der aus dem Schlaf auf Anruf mit einem Sprung aus dem Bett aufsprang und dem dann vor den Augen schwarz und ansonsten schwindelig wird, gefühlt haben <= kein hinreichender Blutdruck in Netzhaut und Großhirn, oder?
Gruß Lutz, Sonntag, den 15. Februar 2004
Morgen Lutz,
ich vertreibe mir gerade den ereignislosen Nachtdienst mit Deinem
Netzplatz. Deine
Jagdgeschichten zu lesen macht wirklich Spaß.
Das mit dem schnell Aufstehen und dem Blutdruck kommt hin, wenngleich ich auch
nicht weiß, wie stark der Effekt bei Tieren ins Gewicht fällt. Auf jeden Fall
hat man bei Trägerschüssen neben der Extremitäten Lähmung und dem Effekt auf das
vegetative Nervensystem unter Umständen noch zwei weitere Effekte, die ins
Gewicht fallen:

angeknackst menschliche Wirbelsäule nach Skiunfall
Wenn man das Rückenmark hoch genug durchtrennt, ist auch keine Atmung mehr möglich. Der Nerv, der das Zwerchfell versorgt, tritt, zumindest beim Menschen, relativ hoch aus (Abschnitte C3, C4, C5 in der Halswirbelsäule → three four five keep Diaphragma alive).
Unterdruck im Brustkorb erzeugt
wesentlichen venösen Blutrückstromteil in den rechten Herzvorhof. Der fällt bei
Atemlähmung aus. Da das Herz wie eine normale Pumpe nur fördern kann was vorne
anliegt (Vorlast), senkt das natürlich den Auswurf (Herzminutenvolumen).
Insgesamt ist also wieder alles für den Schockkreislauf gegeben: mangelnder
venöser Rückstrom → geringe Auswurfleistung usw. Das ist ja auf Deiner Seite
alles genau beschrieben.
Auf Deiner Seite wird noch über die Erregung des Herzens diskutiert. Ich weiß
jetzt nicht, auf was Ihr euch einigtet, aber es gibt dort einen Grundsatz:
Wirbeltiere (einschließlich Mensch) haben myogene Herzen. Das bedeutet,
daß die Erregung im Herzen autonom gebildet wird und nicht zentral z.B. über
Nerven von außen erfolgt. Von außen werden nur Frequenz und ähnliche Parameter
beeinflußt. Ansonsten funktioniert das Herz allein (und schlägt auch nach
Hirntod o. ä. noch eine Weile weiter, solang es eben von der
Sauerstoffversorgung geht). Bei Insekten z.B. ist das anders: Die haben
neurogene Herzen, die tatsächlich von außen ihren Impuls erhalten.
Vielleicht sollte ich noch eine Bemerkung machen:
Alles was ich hier so schreibe beruht auf dem menschlichen Körper. Wie viel man
davon auf Tiere übertragen kann, weiß ich leider nicht. Allerdings sind die
meisten „Erfindungen“ der Evolution, die die alltäglichen Prozesse in unserem
Körper bestimmen, älter als der Mensch. Deswegen gehe ich davon aus, daß man von
der Notfallmedizin das eine oder andere auf tierische Organismen übertragen
kann.
Viele Grüße,
Jakob Lang, Sonntag, der 22. Februar 2004
PS: Ach ja: Der Sinusknoten sitzt beim Mensch an der Mündung der Vena Cava
Superior (obere Körperhohlvene) in den rechten Vorhof, ist 2 mm lang und 2 - 3
cm breit.
Hallo Lutz,
ich melde mich also aus dem Rasdhoo-Atoll, Kuramathi Island.
Ich vergaß, bei Kitz mit .30 R Blaser das
Hautemphysem, also die beim Tasten knisternde Luft unter der Decke im Einschuß
(~ A4-Groesse) und auch ein wenig im Ausschußbereich zu beschreiben. Ob es
Blutergüsse gab, erfahre ich von meinem Vater, der es zerwirken wird (ist ja noch
in der Kühlkammer), glaube ich aber nicht.
In Bezug auf die Trägerschüsse mit Schlegeln des
Kupferwinters 06 (Nackenschuß
1, Nackenschuß 2) vielleicht noch eine
Ergänzung.
Durch den Trägerschuß werden auf- und absteigende Bahnen von Rückenmarksebene zum Hirn und umgekehrt unterbrochen. Das bewirkt zum einen einen sog. spinalen Schock mit allen folgen bis hin zum Kreislaufversagen durch plötzliche Unterbrechung, Störung der Gefäßweitenregulation. Zum anderen werden auch hemmende absteigende Bahnen vom Hirn (motorischer Cortex) unterbrochen. Infolge dessen finden wir massive Überaktivität motorischer Reflexe, die nur auf Rückenmarksebene ablaufen können, nun aber ohne hemmenden Einfluß des Zentralnervensystemes - es fehlt einfach die normalerweise vorhandene „Bremse“. Die einfachen motorischen Reflexe bestehen aus einem peripheren Rezeptor (reagiert auf Zug, Druck oder Spannung (oder auch auf Schmerz über Umschaltung)), einer afferenten Nervenbahn zum Rückenmark, einem alpha-Motoneuron im Rückenmark (gibt sozusagen den „Zündimpuls“ für die Muskelfaser), einer efferenten Nervenbahn vom Rückenmark zum Muskel mit sog. motorischer Endplatte zur Erregungsübertragung auf den Muskel.
Natürlich fehlen nach der Verletzung auch die Nervenbahnen
vom motorischen Cortex (also Hirnrinde, die die sozusagen bewußten und gezielten
Bewegungen steuert), d.h., daß keine zielgerichtete Bewegung mehr möglich ist.
Bis dann und beste Grüße von den Malediven - Torsten, Mittwoch, 25. Januar 2006
18:25
Hallo Lutz
Danke der Nachfrage. Es geht voran!
Ich hatte am Mittwoch kurz Zeit ins Revier zu gehen. Das Ergebnis siehst du an
dem beiliegenden Bildern.

Bock tot

Trägerschuß von vorn oder hinten. So soll das sein!
Schußweite 150 m, .30-06 KJG,
Alter lt. Kiefer 6 + Jahre.
Bezüglich Besuch würde ich mich natürlich sehr freuen und könnte eine Besuch bei
den Faserfritzen anrühren.
Anbei noch ein Bild von einen Abartigen aus dem letzten Jahr (
Abnorme Böcke in
Oberöstereich )

abartiger Bock, seitlich

abartiger Bock von vorn
Reinhard Schwarz, Freitag, 5. Juni 2009 11:02
Hallo Lutz
Den Bock habe ich von der Seite geschossen. Siehe Bild

Gruß Reinhard, Dienstag, 9. Juni 2009 15:30
Reinhard,
das solltest Du besser sein lassen, sieh hier!
Gruß Lutz
Guten Tag Herr Möller,
Ihre Lutz Möller KJG sind verladen und die ersten
Jagderfahrungen habe ich gemacht. Ich schieße die Lutz Möller Geschosse aus einem
.30-06 McMillan Repetierer mit gewohnter
KJG-Genauigkeit - Loch in Loch.
LM: Wie schön!
Bis jetzt habe ich mit dem KJG einen 2 Oryx, 1 Pavian, 1 Schakal, 1 Fuchs und 1
Jährlingsbock erlegt. Alle Stücke lagen im Feuer. Die Oryxe schoß ich hinters
Haupt auf den Träger geschossen - somit war die
Aussagekraft über Wildbretzerstörung eher gering.
Den Schakal hat es in 100 m regelrecht aufgerissen - schade - wollte ich den den
eigentlich gerben lassen.
LM: Wo und aus welcher Richtung trafen Sie den
denn?
Den Fuchs erlegte ich auf 40 m - einwandfrei.
Erschrocken war ich gestern bei dem 13 kg Jährlingsböckchen. Der Schuß traf auf
80 kurz hinters Blatt und trat auf der anderen Seite hochblatt aus. Beim
aufbrechen mußte ich leider feststellen, sowohl auf der Einschuß- als auch auf
der Ausschußseite waren Rippenbögen regelrecht geplatzt.
LM: Siehe Kraftstoß!
Beidseitige starke Blutergüsse waren Ergebnis waren.
LM: Siehe Bluterguß!
Eine derartige Zerstörung hatte ich noch nie mit dieser Patrone und der bleiernen Sippe. Selbst bei Kitzen unter 10 kg nicht. Bilde werde ich Ihnen zusenden, sobald der Bock aus der Decke ist.
LM: Ohne Bilder kann man sich nur unzurechend ein Bild machen. Nicht nur aus der Decke, auch darin! So sieht das bei mir im selben Kaliber aus der .300 Win Mag Patrone aus: Siehe Bockkitz!
Mit freundlichen Grüßen, Ralf König, Mittwoch, 10. Juni 2009 12:45
Guten Tag Herr Möller,
hier zwei Bilder vom Haupt meines letzten Bocks vom 21. August 2009.


Erlegt mit KJG in
.30-06. Ich mußte
umständehalber auf hundert Schritt von vorne auf den Träger schießen.
Fluchtstrecke 0 m. Der alte zurückgesetzte Bock (rechtes Licht bereits
erblindet) fiel im Feuer. Kein Ausschuß. Ich traf tief am Träger.
Lutz Möller KJG zerschlug die
Wirbelsäule und zerstörte Rückgrat. Beide Schultern unbeschädigt. Rücken leicht
beschädigt.
Waidmannsheil, Dieter Nagl, Wien, Freitag, 28. August 2009 12:02
Hallo Lutz, liebe Jagdkollegen,
letztes Jahr schoss ich ein vor mir äsendes Kitz. Ich wählte den Weg durch die
Wirbelsäule und weil die Schüsse aus allernächster Nähe meistens die
schwierigstens sind, hielt ich etwas höher an, so daß die Kugel mittig durch die
Brust, also Herz und Lunge ging. Das Kitz kippte sofort um, zuckte aber viele
Sekunden lang noch. Dies ist mir bis heute völlig unerklärlich. Schuß durch die
Halswirbelsäule, da muß doch schlagartig Ruh sein?
Gruß, B. Russ, Mittwoch, 6. Oktober 2010 07:33
Ja Bernhard,
willkürliche Bewegungen, sprich vom Hirn gesteuerte, könnte das mit Trägerschuß getroffene Kitz nicht mehr ausführen. Unwillkürlich, die das Rückenmark einleitet aber schon. Zu laufen ist für Tier so lebenswichtig, das der Grundablauf und Reflexe, die kürzeste Reaktion erfordern, im Rückenmark verankert sind. Die höhere Steuerung sitz im Hirn. das bedeutet, wenn ein Kitz mit noch viel Sauerstoff und ATP in Blut und Muskeln seiner willkürlichen Steuerung beraubt wird, führt die unwillkürliche Steuerung eine (dann nicht mehr wirksames) Notrettung durch. Das vom Trägerschuß getroffene Tier fällt und „läuft dann in die ewigen Jagdgründe“. Erst „wenn es dort angekommen ist“ hat es seine Frieden im Tode gefunden, dann nämlich wenn die Kraft verzehrt ist.
Gruß Lutz

.22" Mag unter linkem Licht schräg nach unten
Sehr geehrter Herr Lutz Möller,
beim Durchstöbern Ihrer Seiten bin ich auf die Frage
des Herrn Ch. Krampecki gestoßen, der sich die Entstehung von
Blutergüssen nach
Trägerschuß nicht erklären konnte. Hierzu eine Begebenheit aus meiner
jagdlichen Historie:
In der Blattzeit 2007 wollte ich einen guten Bock mit Kammerschuß erlegen. Leider stand der Bock wie häufig nicht so breit, wie gedacht. Der doch etwas tiefe Schuss der .223 Rem . . .
LM: Welches Geschoß?
. . . saß zwar einschußseits noch auf der Kammer, der Ausschuß aber vor der linken Kniefalte.
In seinem Bestreben, die nächste Deckung anzunehmen, lief mich der Bock bis auf 20 m an. Um mir eine Nachsuche zu ersparen, trug ich ihm einen Fangschuß mit der .22 Magn. Rimfire auf das verlängerte Mark an. Der Bock stürzte sofort nieder. Ich lud die Waffe wieder. Nach ~ 1 Min ließ er eine gutturales Gurgeln hören und begann mit der Hinterhand vehement und wiederholt auszuschlagen. Als er auf dem Boden liegend einen kompletten Kreis beschrieben hatte, trat Ruhe ein.

.223 Einschuß

.223 Ausschuß

Bluterguß am Ziemer
Um die Folgen meines verunglückten Schusses einzugrenzen, schlug ich ihn sofort aus der Decke. Unter dem Ziemer hatten sich durch die von den überreizten, abgetrennten Nerven des Rückenmarks ausgelösten, unkontrollierten Schlegelbewegungen Blutergüsse unter der Spiegelhaut des Ziemers gebildet. Die waren deutlich anders, als die im Zusammenhang mit dem ersten Schuß stehenden Blutergüsse, die zudem eine deutliche „Sulzbildung“ aufweisen. Bilder gehen mit gesonderter E-Mail zu.
Noch eine Bemerkung zum Herzschlag:
Der Herzschlag hält solange an, bis nicht nur der Restsauerstoff aufgebraucht ist, sondern bis das in den Herzmuskelzellen gespeicherte Glykogen bzw. die Glucose im Restblut aufgebraucht ist, indem die Energie anaerob durch Bildung von Lactat=Milchsäure gewonnen wird. Die dafür notwendigen Enzyme der Herzmuskel-Zelle werden im Gegensatz zu den Enzymen der quergestreiften Muskulatur durch den pH-Wertabfall nicht gehemmt –d.h. das Herz „übersäuert“ nicht wie z.B. der Oberschenkel beim Sprint auf dem Fahrrad.
LM: Herzlichen Dank für Ihren mir nicht bekannten
Hinweis zum Herzschlag.
MfG und Waidmannsheil auf den Maibock, Joachim Höfler, Donnerstag, 12. Mai 2011
17:41
Loimaa 2001 Trägerschuß auf Weißwedelhirsch ♠ Trägerschuß auf Reh ♠ Rehrückgrat ♠ Trägerschuß auf Sau ♠ Trägerschuß auf Hirsch ♠ Ein vollkommener Trägerschuß | Zurück zum Anfang!
Gönne Dir MJG der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.
Lutz Möller, lm@lutz-moeller-jagd.de