Ihre Einheit ist Gramm je Quadtratzentimeter [g/cm²] oder
kg/m² in ISO-Einheiten. Die Engländer gebrauchen den Begriff "Sectional
Density" oder abgekürzt sd oder SD und moppeln damit doppelt, denn sectional =
je Fläche und Density = dichte sind zweimal je Fläche bezogen. Die Flächenlast
ist ein in der Ballistik wichtiges Maß. In der Innenballistik verdämmt ein
flächenlastigeres Geschoß (große Flächenlast, viel Masse je Fläche) den Lauf
gegen die heißen drückenden Pulverschwaden stärker, als ein Geschoß, daß bei
gleicher Fläche weniger belastet.
In der Außenballistik hemmen die Luftkräfte das Geschoß im
wesentlichen am Bug und Heck, die einerseits zwar durch deren mehr oder weniger
windschlüpfrige Gestalt beschrieben werden, aber immer durch deren Fläche, die
sei der Luft im Überschallbereich bieten. Längere Geschosse sind schwerer,
deshalb werden sie bei gleicher Hemmung weniger gebremst. Bei gleicher
Anfangsgeschwindigkeit V0 wird die V300 des längeren und
damit schwereren Geschosses höher geblieben sein. dasselbe gilt im Ziel bei der
Zielwirkung.
Die Geschoßmasse [g] an sich hat mit der Flächenlast zunächst
wenig zu tun. Erst auf den durch das Kaliber vorgegeben Rohrquerschnitt [cm²],
die Fläche bezogen, wird die Masse sinnvoll. Soll das Geschoß in Fluge wie im
Ziel seine Schnelle lange erhalten, benötigt der Schütze ein langes
Geschoß, kein schweres, wenn die Schwere allein vom Kaliber stammt. Der Merksatz
heißt hierzu,
Länge läuft!
Breite bremst!
Will man, ohne lange weiter zu rechnen oder Versuche zu
schießen, ahnen, welches Geschoß tiefer oder flacher in ein Ziel eindringt,
sollte im wesentlichen die zugehörige Flächenlast beachtet werden. Nun muß
allerdings bekannt sein, wie sich das betreffende Geschoß im Ziel verhält, ob es
als Vollmantelrundkopf (VMR) oder Teilmantelflachkopf (TMF) unverändert bleibt,
oder als Hirtenberger EMB seine Fläche vergrößert. Das EMB, in
Fangschuß beschrieben weitet sich je nach Schnelle
auf den 1,7 bis 2-fachenDurchmesser auf. Alle anderen üblichen Pistolen- und
Revolvergeschoße pilzen im weichen Ziel nicht. Hohlspitzgeschoße pilzen
sehr wohl, sind in Deutschland aber für für Pistolen und Revolvermunition
verboten, obwohl das sachlich Blödsinn ist. Folgenden Tabelle beschreibt übliche
Handfeuerwaffen mit Grenzladungen, die bei
käuflicher Munition unterschritten werden. Die mit dem
Tiefenwirkungsrechner 2 ermittelten
Eindringtiefen werden wohl also im Einsatz eher unterschritten. Die Hintergründe
lassen bei Poncelet nachlesen.
| Patrone |
7,62 x 25 |
7,62 x 25 |
9 x 19 |
9 x 19 |
.357 Sig |
.357 Mag |
.44 Mag |
.454 Casull |
| Hülse [mm] |
9,84 x 25,1 |
9,84 x 25,1 |
9,93 x 19,15 |
9,93 x 19,15 |
10,75 x 21,5? |
9,63 x 32,77 |
11,61 x 32,64 |
12,09 x 35,08 |
| Druck [bar] |
2.600 |
2.600 |
2.600 |
2.600 |
? |
3.200 |
2.800 |
3.700 |
| Kaliber [mm] |
7,83 |
7,83 |
9,02 |
9,02 |
9,02 |
9,02 |
10,90 |
11,43 |
| Geschoß |
Zerleger |
VM |
VM |
EMB |
TMF |
TMF |
TMF |
TMF |
| Masse [g] |
5,5 |
5,5 |
8,0 |
8,0 |
8,1 |
10,2 |
15,6 |
19,2 |
| Flächenlast [g/cm²] |
11,4 |
11,4 |
12,5 |
12,5 |
12,7 |
16,0 |
16,7 |
18,7 |
| V0 [m/s] |
550 |
490 |
340 |
340 |
430 |
450 |
430 |
430? |
Eindringtiefe [cm Fleisch]
rho=1 g/cm³ ,Zf=40 kp/cm² |
7,8 |
52 |
48 |
18 |
57 |
77 |
75 |
87 |
Eindringtiefe [cm Knochen]
rho=2 g/cm³, Zf=1.700 kp/cm² |
k. A. |
4,2 |
3,22 |
k. A. |
4,66 |
6,13 |
6,12 |
6,85 |
Energie kann man im Ziel zuallererst vergessen. Flächenlast
und Geschoßhärte (Platzt es oder platz es nicht?) bestimmen in Fleisch die
Eindringtiefe. Soll Knochen durchschossen werden, muß das Geschoß zudem schnell
sein. Alles harte braucht ,,Zack". Schon im letzen Weltkrieg schossen die
Panzerbüchsen deshalb mit 1.150 m/s, weil die
alte 13 mm Mauser (heute .50BMG) des 1. WK mit 800 m/s einfach zu schlapp war,
nicht genügend Panzer durchschlug. Heutige Panzerwaffen verschießen sehr harte,
lange Wolframpfeile mit bis zu 1.800 m/s, um Kampfpanzer zerstören zu können.
Wir erinnern uns: ,,Länge läuft!"
Oft hört der Ballistiker von Schützen, die
Tiefenwirkung, wollen den Wunsch nach einem
schweren Geschoß nach dem Motto ,,Viel, hilft viel!". ,,Am liebsten nehm' ich
Brenneke!", damit sind Flintenlaufgeschosse gemeint, glauben Unkundige, sei die
beste Bewaffnung für hartes Wild. Das ist nun in etwa so sinnvoll, wie aus der
heurigen Ernte die größten Kartoffeln für die nächste Ernte zu pflanzen, nämlich
gar nicht! Wie schon in Scharzwildwaffe
beschrieben, gilt ...
FLG's sind zur Saujagd ungeeignet!
Sie haben zwar große Masse,
doch leider fehlt die nötige Flächenlast.
|
Folgende Tabelle zeigt wie für übliche Patronen und Geschosse Kaliber, Masse
und Flächenlast g/cm² zusammenhängen.
| Kal. |
FLG
12/76 |
FLG
12/70 |
FLG
16/70 |
FLG
20/70 |
9,3 mm |
8,5 mm |
8 mm S |
7 mm |
6,5 mm |
.454 Cas. |
.44 Mag |
.357 Mag |
9 Para |
7,63 Mauser |
| Ø [mm] |
18,2 |
18,2 |
16,8 |
15,7 |
9,28 |
8,58 |
8,2 |
7,24 |
6,7 |
11,43 |
10,9 |
9,02 |
9,02 |
7,83 |
| Fläche[cm²] |
2,60 |
2,60 |
2,22 |
1,94 |
0,68 |
0,58 |
0,53 |
0,41 |
0,35 |
1,03 |
0,93 |
0,64 |
0,64 |
0,48 |
| Masse[g] |
39 |
28 |
27 |
24 |
19 |
16,2 |
12,7 |
10,5 |
8 |
19 |
15,6 |
10,2 |
8 |
5,5 |
| g/cm² |
15,0 |
10,8 |
12,2 |
12,4 |
28,1 |
28,0 |
24,0 |
25,5 |
22,7 |
18,5 |
16,7 |
16,0 |
12,5 |
11,4 |
Von den Langwaffen zeigt die
8,5x64 neben der
9,3x64 mit 28 g/cm² die größte Flächenlast,
somit die größte Eindringtiefe, bei geringerem Rückstoß und rasanterer Flugbahn
als die dicke. Flintenlaufgeschoße fallen hinter den Büchsen mit 12 bis 15 g/cm²
deutlich zurück. Die 12/76 Flintenlaufgeschoße sind nicht flächenlastiger als
ein Revolver in .44 Mag
oder .357 Mag, dringen also auch nicht tiefer
ein.
Um Knochen zu durchdringen benötigt man harte und schnelle
Geschosse!
Wegen ihre Langsamkeit sind FLG's bei Knochen gegen große
Revolver mit langen Läufen sogar deutlich im Nachteil. Das bedeutet bei der
Nachsuche langt ein Revolver besser hin. Vorsichtige nehmen den dicksten in .454
Casull. Fangschüsse auf Sauen mit .44 Mag und .454 Casull sind
hier beschrieben. Interessant ist auch das die
vielgeschmähte 7,63 Mauser oder 7,62 x 25 Tokarev, obwohl von ganz andere Klasse
als die dicken Revolvergeschoße, mit 12,5 oder 11,4 g/cm² fast ebenbürtig sind.
Mauser und Tokarev ist aber durch höhere Geschwindigkeit überlegen. Der Vorteil
für Flinten auf der Nachsuche mag sein, daß sie billig zu haben sind, sich gut
anschlagen lassen und mehrschüssige Flinten schnell hintereinander feuern
können.
| Patrone |
7,62 x 25 |
7,62 x 25 |
9x19 |
9x19 |
.357 Mag |
.357Max |
.44 Mag |
.454 Casul |
| Hülse [mm] |
9,84 x 25,1 |
9,84 x 25,1 |
9,93 x 19,15 |
9,93 x 19,15 |
9,63 x 32,77 |
9,63 x 40,77 |
11,61 x 32,64 |
12,09 x 35,08 |
| Druck [bar] |
2.600 |
2.600 |
2.600 |
2.600 |
3.200 |
3.445 |
2.800 |
3.700 |
| Q [cm²] |
0,4725 |
0,4725 |
0,6261 |
0,6261 |
0,6257 |
0,6257 |
0,9065 |
1,012 |
| Masse [g] |
5,50 |
5,50 |
8,00 |
8,00 |
10,23 |
10,23 |
15,55 |
19,40 |
| Flugflächenlast [g/cm²] |
11,64 |
11,64 |
12,78 |
12,78 |
16,35 |
16,35 |
17,15 |
19,17 |
| D [cm] |
0,783 |
0,783 |
0,902 |
0,902 |
0,902 |
0,902 |
1,090 |
1,143 |
| Gestalt |
Zerleger |
VM |
VM |
EMB |
TMF |
TMF |
TMF |
TMF |
| Rand [mm] |
trifft nicht zu |
0 |
0 |
3,4 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Zielfläche [cm²] |
groß |
0,63 |
0,63 |
1,20 |
|
6,61 |
7,50 |
7,76 |
| Zielflächenlast [g/cm²] |
klein |
11,64 |
12,78 |
5,62 |
1,55 |
1,55 |
2,07 |
2,50 |
Für Langwaffen sieht das dann so aus :
|
Saugeschosse |
7 mm |
.30" |
8 mm S |
8,5 mm |
9,3 mm |
| |
Masse
[g] |
Last
[g/cm²] |
Masse
[g] |
Last
[g/cm² |
Masse
[g] |
Last
[g/cm²] |
Masse
[g] |
Last
[g/cm²] |
Masse
[g] |
Last
[g/cm²] |
| CDP |
Abschuß |
Splitter |
10,0 |
23,8 |
|
|
12,7 |
24,5 |
|
|
18,5 |
27,9 |
| im Ziel |
-30% |
7,0 |
16,6 |
|
|
8,9 |
17,2 |
|
|
13,0 |
19,5 |
| ABC |
Abschuß |
-10% |
10,0 |
23,8 |
10,7 |
22,5 |
13,0 |
25,1 |
|
|
|
|
| im Ziel |
|
9,0 |
21,4 |
9,6 |
20,3 |
11,7 |
22,6 |
|
|
|
|
| TUG |
Abschuß |
-30% |
|
|
11,7 |
24,6 |
12,8 |
24,7 |
|
|
19,0 |
28,6 |
| im Ziel |
|
|
|
8,2 |
17,2 |
9,0 |
17,3 |
|
|
13,3 |
20,1 |
| TM |
Abschuß |
-50% |
10,0 |
23,8 |
11,7 |
24,6 |
14,5 |
28,0 |
16,2 |
28,5 |
18,5 |
27,9 |
| im Ziel |
|
5,0 |
11,9 |
5,9 |
12,3 |
7,3 |
14,0 |
8,1 |
14,2 |
9,3 |
13,9 |
Hallo !
Der Mann hält alle Formeln, die mit der Flächenlast arbeiten für
nicht vertrauenswürdig... Die Seite ist mir nur aufgefallen, weil der
Eigentümer Harald heißt und etwas in einem amerikanischen Forum zur Penetration
schrieb. Gucken Sie sich mal seine Seite an.
Gruß! Jörg, Mittwoch, 26. Juni 2002 10:58
Moin Herr Schollasch,
Harald ist einer der Leute die etwas besser Bescheid wissen.
Dennoch gefällt mir seine Seite nicht so sehr. Sonst hätte ich sie übersetzt.
Die Flächenlast ist zusammen mit der Festigkeit (damit die Flächenlast im Ziel
auch einigermaßen erhalten bleibt) der entscheidende Faktor für die
Eindringtiefe. Sie geht linear in die Rechnung ein. Merke
-
Längeres Geschoß dringt tiefer als kürzeres ein.
-
Kleinkalibrigeres Geschoß wird weniger als großkalibriges Geschoß
gebremst.
-
Schnelleres Geschoß dringt etwas tiefer als langsameres Geschoß ein,
solange es nicht platz.
Deswegen wird in Ihrem Falle aus einer .416 Rigby ein
schnelleres .416 Geschoß gleicher Länge und Werkstoff auch tiefer eindringen als
ein langsameres .450 Geschoß aus derselben Hülse, sprich .450 Dakota. Rechnen
Sie mal mit Poncelet selbst nach. Dann
merken sie's.
Gruß,
Lutz Möller
Sehr geehrter Herr Möller,
ich trage mich mit dem Gedanken mir eine neue Mauser M03 mit Wechsellaufsystem
zuzulegen. Bejagt werden sollen Hauptsächlich Reh-, Rot- und Schwarzwild. Für
die Rehwildbejagung soll es ein Lauf im Kaliber 6,5x65
RWS werden. Beim Wechsellauf hadere ich mit mir. Ob für Rotwild und Sauen
das Kaliber .270 WSM, 7 mm WSM oder .300 WSM. Setzt man in etwa gleiche
Geschoßmassen voraus, wäre die Flächenlast bei 270 WSM wohl am größten.
Allerdings ist die Geschoßauswahl auch für mich als Wiederlader eher bescheiden.
Also neige ich zur 7 mm WSM, oder doch eine .300 WSM? Was würden Sie empfehlen?
Mit freundlichen Grüßen ,
A. Wörndl, Montag, 8. September 2003 12:02
Herr Wörndl,
für Rotwild und Sauen empfehle ich 8x68S
mit Lutz Möller Geschoß, daß Ihnen ggf.
erlaubt auch Rehe gut in die Bratröhre zu schieben.
Lutz
Möller
Tag, Herr Möller,
Was soll Ihre oft gebrauchte „Flächenlast” (der Volksmund nennt Gewicht pro
Fläche übrigens einfach Druck) eigentlich aussagen?
LM: Das steht in der Festlegung,
sie bestimmt linear die Tiefenwirkung, der
analytische Zusammenhang steht in Poncelet.
Erst wenn Sie die Zusammenhänge gelesen und verstand haben (ggf. nachgerechnet
haben), werden Sie die Bedeutung von sich aus erfassen.
Bezüglich Wundwirkung: Erstens wird dabei die
Geschoßgeschwindigkeit (beim Aufprall) völlig außer Acht gelassen. Ein leichtes
kurzes Geschoß wirkt trotzdem gut, wenn es schnell genug ist... Ein massives
Stahlgeschoß hätte hierbei auch genügend Tiefenwirkung.
LM. Trotz wessen? Trotz der Eigenschaft leicht und kurz
zu sein? Sofern ein Geschoß überhaupt sein Ziel in der Tiefe des Wildleibes
erreicht (benötigt Tiefenwirkung,
Schulterstabilisierung)
bestimmt der Treffersitz im wesentlichen die Wundwirkung. Der Steuermann ist
allemal wichtiger als das Gerät! Die Zielgeschwindigkeit bestimmt Wundwirkung
sehr wohl mit, insbesondere weil der Staudruck mit dem Quadrat der
Geschwindigkeit wächst. Allein Schnelle zu wünschen führt aber in die Irre, weil
nur ein hinreichend flächenlastiges Geschoß überhaupt hinreichend eindringen
kann. Damit ist die Flächenlast im Ziel, nicht beim Abschuß
gemeint. Siehe Zielwirkung
Irrglaube
ist, ein gelöteter Geschoßmantel hielte den Mantel am Bleikern
fest! Links ein unverlötetes 7g 6,5 mm Scenar, das bei 80 m auf
Rehrückrats fast völlig zerplatzte. Der Restkern bleibt im Mantel. Die
Verlötung nützt nichts, weil weiches Blei keinen festen Mantel halten
kann. Der Mantel (der HSP oder TM Gesch.) wird bei Eintritt vorn von innen
nach außen gesprengt. Nach weniger als 2 cm Eindringtiefe wirken nur noch
vorderseitig bremsende Kräfte auf das Blei - nicht mehr auf den dann
unbenetzten Mantel der als träge Masse weiter von hinten schiebt. Der
Mantel wird an der Geschoßvorderseitenabrißkante des sich zur Höhle
erweiternden wegströmenden Fleisches zwar weggeschert, doch hindert das
Blei, wenn den Mantel verlötet ist, den Mantel keineswegs zu reißen. Denn
da Blei nur ein zehntel so zäh wie Tombak ist, kann Blei den Tombakmantel
nicht zu reißen hindern !
Patrick
Büker schrieb: Noch eine Frage zu Zielwirkung 1 - verlöteter Mantel. Ist
damit eigentlich gemeint, der Mantel trenne sich nicht vom Kern? Das versuchen uns die Hersteller einzureden.
Also ich sehe die Verlötung so: A-Frame Geschoß dringt in den Wildkörper
ein, beginnt sich zu öffnen, dabei wird es gebremst.
Richtig!
Der vordere Bleikern drängt durch Massenträgheit weiter nach vorn, denn
der ist schwerer als Kupfer oder Tombak.
Nein, denn die trägen Massen schieben von hinten, während vorn der von
innen nach außen abfallende Staudruck über die Widerstandsfläche, gleich
welcher Art, bremst. Daß Blei dichter als Tombak ist, hat damit nichts zu
tun. Wenn die vorn weiche Kugel TMS, TMR, HSP, H-Mantel, o. ä vorn
teilweise zerspritzt und sich dabei der Blechmantel weit öffnet, kann kurz
bevor die Kugel stillsteht die seitliche Fleischverdrängung
zusammenfallen, das dann der Mantel wider Kräften ausgesetzt ist. Erst
dann kann der Mantel vom Kern gestreift werden. Für die Wundwirkung ist
das ohne Belang. Das weiche Blei kann den festen Blechmantel sowieso nicht
halten. Von daher kann man sich die Mühe den Kern in den Mantel zu löten
sparen. Der einzige Grund Mäntel zu verlöten, ist die bei der
Drehbeschleunigung im Schuß auftretenden Torsionskräfte sicher auf den
Kern zu übertragen. Der Kern könnte in einem lockeren Mantel sonst
rutschen. Die Kugel würde als nicht kreiselstabil fliegen.
Kann es jetzt, wenn noch ein Unbekannter
auftritt (Knochen), sich das Blei lösen und der Rest weiter zurückbleiben?
Ja kann, stört aber nicht.
 |
| 6,5 mm Lutz Möller Geschoß |
6,5 mm Lutz Möller Geschoß from Warthog |
6,5 mm Lutz Möller Geschoß from Kudu |
6,5 mm Lutz Möller Geschoß from Warthog Spine |
6,5 mm KLutz Möller Geschoß short |
6,5 mm Lutz Möller Geschoß short from Oryx Shoulder
joint |
6,5 mm Lutz Möller Geschoß short bottom |
| 1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
Ein im Ziel gewollt umgestaltetes Geschoß mit hinreichender
Flächelast durchdringt noch große Fleisch- und Knochenstrecken, während ein zu
weicher Bleidödel schlicht oberflächennah platzt und „nicht ins Leben dringt”.
Im Beispiel zerplatzte ein 6,5 mm 7g Lapua Scenar Mantelgeschoß bereits im
kleinen Reh (das allerdings tot umfiel) binnen 7 cm während ich mit dem 6,5 mm
Lutz Möller Geschoß auf 200 m einen 300 kg
Oryx von hinten ins Herz schießen konnte, also durch über 1 m Wild.
Zweitens wird die Geschoßform dabei völlig außer Acht
gelassen, denn Sie beziehen sich bei Ihren Flächenlast-Angaben immer auf die
Fläche des Kaliberquerschnitts. Tatsächlich ist das noch nicht einmal bei
Flachgeschossen eine korrekte Angabe. Bei Spitzgeschossen wird Ihre
Flächenlast-Angabe völlig absurd, denn hier müßten Sie Werte nahe unendlich
angeben.
LM: Absurd ist Ihre Betrachtungsweise. Der Begriff
Flächenlast ist anders festgelegt.
Drittens wird dabei der Geschoßaufbau bzw. das
Geschoßmaterial nicht berücksichtigt. Ob einfach nur die Spitze abbricht oder
das Geschoß auf mehrfache Kalibergröße aufpilzt, ist für die Eindringtiefe
entscheidend. Diese Deformation bewirkt natürlich auch völlig veränderte
Flächenlasten.
LM: Sie versuchen in den Begriff mehr hineinzulegen, als er
hergibt. Die weiteren Zusammenhänge sind längst in aller Breite in
Zielwirkung,
Tiefenwirkung und
Wundwirkung beschrieben. Die Besonderheiten der
Lutz Möller Geschoßs eben dort. Lesen und
verstehen Sie das erst mal, bevor Sie sich in Spitzfindigkeiten ergießen!
Bezüglich aerodynamischer Effizienz: hier ist der cw-Wert
bzw. BC-Wert bedeutend aussagekräftiger. Das wissen Sie selbst am besten, denn
als Flachkopfgeschosse würden Ihr leichten Lutz Möller Geschoß nicht weit kommen.
LM: Der ballistische Beiwert ist sicher ein guter Anhalt, um
mit einem Maß den Verzögerungsbeiwert anzugeben. Flächenlast und
Luftwiderstandbeiwert cw
bestimmen ihn. Insofern trifft Ihre Aussage zu.
So wie Sie, Herr Möller, ein Kaliber nach Flächenlast
beurteilen könnte ein Motorjournalist auch die Qualität eines Autos an der
Kolbengeschwindigkeit festmachen.
LM: Was für ein Quatsch! Legen Sie in das Maß nicht mehr
hinein, als in ihm steckt.
Das können Sie doch besser, Herr Möller.
Viele Grüße vom „Laubfrosch” Mittwoch, 6. April 2005 10:22
Gruß Lutz Möller, 6. April 2005
Hallo Herr Möller
Von einem Jagdkollegen aus Frankreich erhielt ich die beiliegende Tafel
Notion de densité de section par rapport au calibre erhalten. Er stützt
seine Ueberlegungen auf das Buch THE PERFECT SHOT" von K. ROBERTSON.
Für die Büffeljagd hat er sich für seine R93
extra einen Wechsellauf in .375 H+H gekauft , mit der .300 wby hat er außer dem
Eland schon alle Antilopen erlegt.
Lutz Möller Geschoß sind ihm viel zu leicht, aber
eigentlich gilt „Mit Lutz Möller Geschoß ist Alles anders“.
In diesem Sinne, Waidmannsheil, Christian Waldmann, Freitag, 20. August 2010
11:03
Ihr
französicher Waidgenosse ist gedanklich mit
densité de section ja schon auf dem richtigen Weg, aber greift zu kurz, ist
noch nicht a Ziel. Dr. Kevin Robertson schätze ich auch, allerdings bildet er
für südafrikanische Berufsjäger aus, die nach seine Meinung ballistisch eher
einfach gestrickt seien. So schreibt er sein Ballistik denn auch. Mein Aufsatz
Flächenlast 2002 vor dem
Lutz Möller Geschoß begonnen, oder früher zeigt
anfängliche Überlegungen dazu.Tiefenwirkung
verteift den und in Tiefenwirkungsrechner
und Poncelet (Wir Ihr Franzose
schätzen)
Möller Jagdgeschosse |
Tiefenwirkung |
Jagdballistik
Gönne Dir MJG der
Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.

Lutz Möller, lm@lutz-moeller-jagd.de