Hallo Lutz!
Ich bin zurück aus Afrika und darf in diesem Zusammenhang meine gesammelten
Erfahrungen hinsichtlich des Lutz Möller KJG’s mit
den folgenden Berichten abschließen.
Afrika – Plain Games in Namibia; Farm Ongombo
West in der Nähe von Windhoek sowie benachbarte zugekaufte Konzessionen in
Richtung WSW:

Kudu: 9,3x62 KJG mit Ladung laut LM; auf 185 m Mitte Höhe auf den Laufverlauf. 1 Schuß, deutliche Schußwirkung, nach ~ 40 m einfach zusammengebrochen und verendet; kein Schweiß, weder am Anschuß noch im Wundbett; klarer Durchschuß obwohl Knochen getroffen wurde, 2-facher Kaliber Ausschuß; beim Wildbrettmachen erhebliche Mengen Schweiß im Stück gefunden!

Oryx: 9,3x62 KJG Munition laut LM; 1ter Schuß auf 313 m unmittelbar am unteren Wildkörper durch den Vorderlauf (PH hat nicht gemessen sondern geschätzt und 250 m als Entfernung angegeben – daher bin ich deutlich zu tief angekommen) nach meinen Reklamationen Schußweite gemessen und dann Handbreit über den Widerrist gehalten → 2ter Schuß bei 335 m aufs Blatt, Knochentreffer ohne Durchschuß – nicht verendet 3ter Schuß auf 190 m (endlich näher herangekommen) → eingefädelt von rechts vorne nach links hinten → im Feuer zusammengebrochen – Kugel am hinteren Ende auf der Decke im Haar hängend gefunden – Kugel hat den ganzen Oryx der Länge nach durchschossen . . ., kein Schweiß am Anschuß, dafür aber im letzten Wundbett geringe Schweißspuren; viel Schweiß im Inneren nach dem Aufbrechen gefunden.
Warzenschwein: 9,3x62 KJG mit Ladung laut LM; Frei an der Schulter beim Anpirschen. 1ter
Schuß auf 45 m mittlere Höhe „eingefädelt“ von vorne nach hinten glatt
durchschossen; nach 40 m verendet; kein Schweiß; altes, uraltes Female wurde
auch als solches vor dem Schuß angesprochen und zum Leopardenlockfutter erklärt
– nahm dieses Geschenk gerne an.

Weißchwanzgnu: 9,3x62 KJG mit Ladung laut LM; auf 190 m unteres Drittel Höhe auf den Laufverlauf. 1 Schuß, 40 m gelaufen, umgefallen und verendet. glatter Durchschuß; kein Schweiß am Anschuß und auf der Wundfährte; im Wundbett mäßige Schweißspuren, viel Schweiß im Wild beim Aufbrechen gefunden.

Hartmannzebra: 9,3x62 KJG mit Ladung laut LM; auf 311 m auf Höhe der Nüstern angehalten, über dem Laufverlauf. 1 Schuß, Blatt mit Knochentreffer und deutlicher Schußwirkung; nach 70 m umgefallen und verendet; fast schon wie üblich → kein Schweiß am Anschuß, Kugel bis zur Decke auf der Ausschußseite gekommen – aber gerade nicht ganz durch; viel Schweiß und Knochensplitter im Inneren; Die PH gucken schon ziemlich schief zu mir herüber „…mit was schießt der Fremde da eigentlich?...“
Warzenschwein: 9,3x62 KJG mit
Ladung laut LM; Frei an der Schulter mit Schießstock beim Spazierenfahren. 1ter
Schuß auf 145 m mittlere Höhe breit aufs Blatt; glatt durchschossen; im Feuer
verendet; kein Schweiß; wurde auch Leopardenlockfutter – nahm dieses Geschenk
ebenfalls gerne an.

Streifengnu: 9,3x62 KJG mit
Ladung laut LM; nach dem der Gnu endlich frei gestanden ist auf ~ 240m m
unteres Drittel Höhe auf den Laufverlauf. 1ter Schuß, → die ganze
Herde in Aufruhr – kurz darauf (~ 40 m) fällt mein Bulle um; noch kürzer
darauf fällt der 2te Bulle auch um . . . befremdliche Blicke der
beiden PH’s „Was ist jetzt wieder passiert?” Auf dem Weg zum Anschuß
diskutieren die beiden PH die Angelegenheit; nein, ich habe wirklich nur
einen Schuß abgegeben, ich habe ja auch auf die Freigabe der beiden PH’s
gewartet, der Bulle stand ja bei der Schußabgabe alleine usw., usw. Am Anschuß
war wie üblich kein Schweiß, 40 m weiter lag der verendete Goldbulle,
Blattschuß mit Knochentreffer und
glattem Durchschuß; beim 2ten Gnu (Silberqualität!) Einschuß am Blatt
aber kein Ausschuß; Nach der Rekonstruktion der Situation und mit Hilfe des
Coloured Guides folgenden Ablauf herausgefunden: Während der Schußabgabe sprang
ein 2ter guter Bulle von links aus dem Busch kommend hinter meinen
Goldbullen und so kamen beide „Blätter“ deckungsgleich zu liegen. Das
Lutz Möller KJG durchschlug den ersten Bullen und
hatte noch ausreichend Energie um den 2ten so zu treffen, daß die
Fluchtstrecke lediglich 70 m betrug. Die PH’s nahmen mir die Waffe ab, gingen
auf einen Baum zu, maßen ~ 80 Schritte aus und schossen auf den Baum!
Jeder 2te Schuss durchschlug den Hartholzbaum
(Durchmesser ~ 20 cm). In Hinblick auf den nicht ganz günstigen Preis der
Lutz Möller KJG’s beendete ich das Treiben nach 2
Magazinen auf der Blaser R93: Die beiden PH’s waren unisono einig das diese
Kombination (Blaser mit Pritz
Rückstoßbremse
sowie dem Lutz Möller KJG mit der Ladung von LM)
ihre beiden .375" H&H leistungs- und
genauigkeitsmäßig deutlich übertrifft. Die Aussage von den beiden Berufsjägern:
„With this gun you can go with me on buffalo without a problem“ zeigt das
Potential und das Leistungsvermögen dieser Kombination…
Da die Großen auf meiner „kann ich mir gerade noch leisten Liste“ erfolgreich
bejagt waren habe ich dann auf den Wechsellauf –
300ter Win. Mag. umgerüstet. Von vorigen Jagden noch halbwegs
überzeugenden Leistungen beeindruckt, hatte ich hier auf das
Lutz Möller KJG verzichtet und setzte das 13g Swift
A Frame von Remington ein. Im Camp in der Kalahari habe ich dann meine Wunder
erlebt.

Steinböckchen: .300" WM 13 g Swift A-Frame – Standardgeschoß von Remington; endlich ein passendes Mal gefunden; auf 155 m zum Schuß gekommen; Blatt, tief, 30 Gang und dann gelegen. Handgroßer Ausschuß, Schweiß ohne Ende . . . womit das noch 20 m gegangen ist, bleibt mir ein Rätsel
Wazenschwein: .300" WM 13g Swift A-Frame – Standardgeschoß von Remington; Frei an der Schulter beim Spazieren fahren. 1ter Schuß auf 85 m, Trägerschuß unmittelbar vor dem Lauf; kein Ausschuß; im Feuer verendet; viel Schweiß; wurde auch Leopardenlockfutter – nahm dieses Geschenk ebenfalls gerne an. (Wie viele Leoparden füttern die denn da unten eigentlich?)

Springbock: .300" WM 300 WM 200gr SwiftAFrame – Standardgeschoß von Remington; Aufgelegt am Auto – 300 m – 1ter Schuß – kaum eine Reaktion – 2ter Schuß – Ähnlich, aber diesmal von der anderen Seite und nun schon 330 m weit weg – Mistweite! PH hört nach Zuruf vom Guide endlich auf dauernd zu sagen „You missed!“. 3ter Schuß auf das nun näher kommende Wild – ~ 310m – PH „You hit it“ - na und - wieso fällt es dann nicht um? Coulered Guide wird zur Beobachtung ausgesetzt; wir fahren wie die Irren um den Rinderzaun rum. Auf 200 m Wild wieder entdeckt – Zum Fangschuß angesetzt - Glücksschuß auf den Träger zusammengebracht – verendet nun im Feuer. Bei der Untersuchung des Wildes fanden wir alle 4 Schuß! 1x weich links hinten am Rippenbogen, 2tes x weich genauso auf der anderen Seite, 3tes x am Blatt aber ohne Ausschuß (?!?!?) 4tes Mal am Träger – endlich erlöst – Sch…Muni. Und Selbstvorwürfe - war das wirklich notwendig?

Warzenschwein: .300" WM 300 WM 200gr Swift A-Frame – Standardgeschoß von Remington; Vom Auto aus beim Spazieren fahren. 1ter Schuß auf 160 m Trägerschuß unmittelbar vor dem Lauf; diesmal mit Ausschuß; im Feuer verendet; viel Schweiß; wurde mein erster „offizieller“ Keiler - mittelstark.
Warzenschwein: .300" WM
300 WM 200gr Swift A-Frame – Standardgeschoß von Remington; Frei an der Schulter
aber über den Stecken. 1ter Schuß auf 145 m
Blattschuß unmittelbar hinter dem
Lauf; ein großes Loch = Ausschuß; im Feuer verendet; viel Schweiß; wurde meine 2te
gute Keilertrophäe
Zusammenfassend kann ich aus meiner Erfahrung festhalten, daß Geschwindigkeit
besser als Masse wirkt. Ich habe mit der 9,3x62 und
dem Lutz Möller KJG (mit LM Ladevorschlag) in Afrika die
besten Erfahrungen gemacht. Die 300ter
WM hätte ich nachträglich betrachtet doch besser mit dem KJG benutzt,
überhaupt in Hinblick auf die großen Schußweiten. Dann wäre ein Vergleich im
Kaliber möglich gewesen – der muß aber leider entfallen. Laut den PH vor Ort ist
das die beste Kombination, die sie jemals gesehen haben. Ihre parallel dazu
verwendete .375" H&H konnte weder in der
Reichweite noch in der Wirkung mithalten. Liegt aber sicher mehr an der Muni als
am Kaliber ☺.
Das Lutz Möller KJG hat bei über 40 erlegten Stück Wild seine Leistungsfähigkeit in den Kalibern
6,5x65R, .300ter Win Mag sowie der 9,3x62 (alle mit LM Ladungen) unter Beweis
stellen können. Kein Wild wurde verludert oder unbrauchbares Wildbrett erzeugt.
Fast immer gibt es einen Ausschuß (Kalibergroß bis doppelter
Kaliberdurchmesser), auch wenn dieser nicht funktionell zu nutzen ist, da fast
nie ein Schweiß austritt. Der Schweiß (wird aber ausreichend produziert!)
verbleibt bei fast allen Tieren im Wildkörper und schaut beim Zerwirken manchmal
fatal aus. Es ist aber nichts am Wildbrett geschädigt. Bei hartem Wild brechen
auch beim Lutz Möller KJG die Fahnen ab – genau so
wie beim Barnes-X; hier ist noch
Entwicklungsarbeit notwendig – vielleicht kommt dann auch der Schweiß aus dem
Wild raus. Grundsätzlich wäre die Sache im offenen Gelände ja nicht weiter
schlimm, aber bei uns in den Bergen sollte entweder Schweiß da sein oder das
Stück liegen – und das geht nach meiner Erfahrung nur ganz selten mit dem
Lutz Möller KJG (zumindest mit meiner
Trefferqualität!). Die gestreckte Flugbahn und die Wirkung bei
weiten Schüssen ist der
Nachweis der guten Aerodynamik der Patronen – die hält die Energie über die
Strecke; das war besonders bei der „alten Tante“
9,3x62
zu sehen – Mann, hat das Spaß gemacht (die Gesichter der PH’s zu sehen)!.
Horrido mein lieber Lutz – verfeinere die KJG’s in diese Richtung und das
Geschoß ist perfekt. Die Anfragen in Afrika waren zahlreich – die Kaliber
8x68S, 9,3x62, .300" WM und auch die .416" Rigby aber als Gesamtkonzept → als
fertige Munition. Ich denke, daß die Munition schon in der vorhandenen
Entwicklungsstufe auf dieses Wild den Maßstab legt. Sonst wäre das Interesse
nicht so groß gewesen. Bei uns – siehe oben.
Ich hoffe, du kannst mit den Informationen noch was anfangen und verbleibe mit
einem
herzlichen Gruß und WH aus Österreich
Ali (Alexander Gänsler), Donnerstag, 16. September 2004 19:41

Sprinbockland im Karoo

Weiter Springbock im Zielfernrohr

Springbock auf 341 m nach GPS-Messung nach dem Schuß .308" Win. mit 7,62 mm Lutz Möller KJG aus Sako TRG-21
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Sprinbockeinschuß in Decke |
Springbockausschuß aus Decke |
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Springbockeinschuß, innen |
Sprinbockauschuß, innen |
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Sprinbockeinschuß, außen |
Springbockauschuß, außen |
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.