
Zunächst mußte das Land erst mal erobert werden. Hier sind die Lieder dazu. Dabei, genau wie in den Abwehrschlachten der südafrikanischen Buren gegen die Engländer, bewährten sich die neuen Mausergewehre, links, hervorragend. Die deutsche Festung Namutomi hielten einst 7 junge Schutztruppler mit Mausergewehren einen Tag gegen 500 angreifende Owambo, bevor sie sich nachts absetzten. Ohne Verluste wurde der Kampf dennoch nicht gewonnen. Die deutsche Herrschaft dauerte von 1888 bis 1915, als die Schutztruppe vor den südafrikanischen Engländern kapitulierte und ihre Bewaffnung in den tiefen Outjokutjo-Karstsee, rechts, warfen .

Sonnenuntergang
in Swakopmund. Durch die Äquatornähe sind Tag und Nacht wenig unterschiedlich
lang. Die Sonne steigt im Juni, dem südlichen Winter, spät um 6:30 und sinkt
früh um 17:15 unter. Südwestafrika liegt am Atlantik, am kalten Benguelastrom.
Deshalb ist Swakopmund oft nebelverhüllt. Die kalte Luft über dem Meer ist
dichter als die warme Luft über dem Festland. Daher weht meist Seewind ins Land.
Kaum an Land, erwärmt sich der Seewind. Die Wassersättigung nimmt dabei stark
ab. Die Luft trocknet aus. Deshalb ist der Küstenstreifen auf etwa 130 km
äußerst trocken. Die Wetterlage hält sich schon lange so. Die sich ergebene
Namibwüste ist hunderte Millionen Jahre alt. Sie ist die älteste Wüste der Welt.
Während in Hamburg etwa 700 mm Regen im Jahr niederschlagen, fallen in der Namib
jährlich nur 20 mm. Gelandete Schiffbrüchige verdursteten. Seefahrer fanden auf
der Suche nach Trinkwasser nur die sonnengebleichten Gerippe. Daher heißt die
einsame Gegend Skelettküste. Neben Seevögeln oder fremden Anglern genießen nur
riesige Seelöwenherden das kalte fischreiche Wasser. Die Wirtschaftskraft
Namibias gründet sich zuerst auf Bergbau, dann Fischfang und mit Abstand kommt
dann erst die Landwirtschaft mit den Jagdurlaubern. Da das karge Steppenland
mangels Wasser kaum zuläßt Feldfrüchte anzubauen, kann das meist trockene
Grasland nur von Weidetieren genutzt werden. Daher sind über all Zäune. Während
rund um Hamburg je Hektar sich 2 - 3 Kühe auf saftigen grünen Weiden
sattfressen, grast ein Rind in Namibia 15 Hektar ab, um sich ernähren zu können.
Um die auf Trinkwasser angewiesenen Rinder zu versorgen, müssen an geeigneten
Stellen Brunnen bis 150 m tief gebohrt werden. Mit Wasser ist so ein Rind, meist
tropentauglicher asiatische Rasse, nach einem Jahr schlachtreif. Wild kommt zwar
ohne Brunnen aus, wächst aber wesentlich langsamer. Die wilden Weidetier werden
als Trophäen erst nach 10 bis 12 Jahren geschossen. Bevor die Trophäen für die
Bauern eine geldwerten Vorteil durch anreisende Jäger darstellten, wurden die
Biester meist bei jeder Gelegenheit als unnütze Grasfresser abgeknallt. Seit die
fremden zahlenden Jäger einfliegen, mehren sich die namibischen Wildbestände
wieder. Manch Jagdfarm kann sich inzwischen gar leisten vom Aussterben bedrohte
Tiere, wie Nashörner, in Schutz und Pflege zu nehmen, um so den Bestand zu
sichern. Standorte werden nicht verraten, weil sonst die Wilderer für die
Asiaten jedes Nashorn erbeuten würden.

Die sich landauf, landab an der Küste entlangziehende Namib steigt auf etwa 130 km von See bis ins Landesinnere bis auf teilweise 1.750 m (in Windhuk) an. Die wasserhungrige Luft duldet nur trocken Steine. So ist die Namib meist recht leer. Im Hintergrund hohe Berge. Die Pfade, nicht Straßen, Pad genannt, sind gewölbte Schotterpfade, auf denen man wie auf Kugellagern fährt. Man rutsch leicht.

So sieht die ,,Pad" aus. Wie? Du erkennst sie nicht? Schau noch mal genau hin! So sieht die Pad in der Namib an der Skelettküste aus. Da mußt du fahren. Nur ein Dummkopf fährt allerdings bei vollem Zack von der Pad auf die weiche oder steinbesäte Seite ab. Kaum stehen die vorderen Räder im weichen Rand leicht schräg, bauen sich besonders bei hohen Wagen, erheblich Drehkräfte auf. Die Karre kippt. Der Dummkopf hat das Nachsehen. Dieser Unfall entstand nur aus Nachlässigkeit ohne fremde Einwirkung. Gerade bei langen Fahrten, die in dem großen Land üblich sind, läßt die Aufmerksamkeit nach. Wenn dann ein unbewußter Griff, z. B. nach einem Apfel auf der Rücksitzbank, zu einer ungewollten Lenkbewegung führt, die der Fahrer erst wahrnimmt, wenn der Wagen schon aus der Spur gelaufen ist, und er dann schreckhaft gegenlenkt, ist die ,,Gurke im Teich", wie man sagt. Die Pad ist leicht gewölbt, also nach außen abschüssig. Nur sanfte Gegenbewegungen verträgt so eine hohe Kiste im weichen Sand. Besser sollte sich die Karre langsam geradeaus auslaufen, statt sie durch blödsinnige Panik umzukippen. Die Fahrerin und ihr Sohn überstanden das Mißgeschick gottlob unverletzt. Das ist kaum zu glauben, aber wahr. Unser Wagenverleiher Camping Car Hire in Windhuk legt seine Kunden ein ähnliches Bild mit zu den Unterlagen, indem er auf jeden vierten durch Unfall verschrotteten Mietwagen hinweist. Die Unfälle sind allerdings auch mal schlimmer. Die deutsche Botschaft weist auf jeden 1.000 durch Verkehrsunfall in Namibia getöteten deutschen Kraftfahrer hin. Übe also vorher auf Schotter oder Sand zu lenken, zu rutschen und zu bremsen, bis du mit der Schlingerei vertraut bist. Wenn du für den rutschigen Untergrund ein Gefühl entwickelt hast und auf der Pad nicht schneller als 80 km/h fährst, kannst du in Namibia viele tausend Kilomer wunderbare Landschaft sicher genießen. Dir wird kaum ein anderes Auto begegnen. Nur dummes Fleisch muß ab!

Der Swakop, ein meist trockener Fluß, führt vom Meer in die Hochebene. Er liegt zwischen dem Beobachter und den Bergen im Hintergrund tief eingeschnitten im zerklüfteten Swakoptal. Unter der trockenen Talsohle strömt unterirdisch etwas Wasser, so daß dort Bäume wachsen und sich Wild findet. Von hier oben betrachtet, erscheint Leben dort unten ganz unmöglich. Früher soll das untere Swakoptal mal ein hervorragendes Elefanten und Löwenrevier gewesen sein. Beide Arten fehlen dort heute.
So sieht die Pad im Hochland vom Fahrersitz aus. Man kann sie also schon erkennen. Nur nachts sollte man nicht fahren. Wild ist unterwegs. So ein Eland rechts wie wiegt gern mal ein Tonne. Die bremst dich im Aufprall! In dem hohen Gras stecken Warzenschweine, die tags bei hellstem Sonnschein herum laufen und auch die Pad überfallen. Zwar gibt es auch Asphaltpad, aber auch die hat es in sich, weil sie eben anders als in Deutschland geführt ist. Mal knickt sie nach unübersehbaren Kuppen plötzlich ab oder wellt sich. Seitenpfosten, die dir erleichterten dich zurechtzufinden, fehlen. Also ist eine namibische Asphaltpad, obwohl man meint, nun ginge es 50 km geradeaus, auch nicht geeignet mit deutschen Maßstäben betrachtet und Volldampf befahren zu werden. 100 km/h werden dort empfohlen. Ich meine, 120 km/h sollte man nicht überschreiten - in Namibia nie! Die Überraschung wartet schon auf dich.

In diesen Bergen finden sich Bergzebra, Strauß, Pavian, Kudu, Klippspringer und sonstiges Getier. Die Berge sind teils aus Marmor, der aber, weil nicht rein weiß, nicht abbauwürdig ist. Da sich die Viehwirtschaft hier wenig lohnt, werden die Güter teils für den Fremdenverkehr hergerichtet, dann ,,Logde" genannt. Die Südwester sind gastfreundliche Menschen. Die Gäste werden meist in kleinen einzelnen Häuschen untergebracht. Abends treffen sich alle Gäste und die Wirtsleute im Haupthaus zum gemeinsamen Abendmahl an einem Tische. Dieses ,,Dinner" ist ein wichtiges Ereignis. Hier war eine Terasse am Haus, von der wir abends bei Scheinwerferlicht an einem künstlichen Stausee das das trinkende Wild sahen, bei Licht nach wunderbarem Kudusteack mit kühlem Bier im geruhsamen Sessel von der Veranda aus. Das hat was! Im übrigen fuhr uns der Gastgeber nachmittags mit seinem südafrikanischen Toyota Geländewagen auf steilen, engen Schotterpisten in die Berge, daß uns die Haare zu Berge standen. An den Hängen zeigten sich auch tags Bergzebra und Pavian.

An der Spitzkoppe hat die Namib ihre wildesten Schrecken
verloren. Bewuchs zeigt sich. Die 1½ cm dicken Heuschrecken fressen los; am
liebsten ihre auf der Pad zermatschten Brüder. Die Ureinwohner dort sind
Hirten, hüten Ziegen, leben in Blechäusern aus alten Fässern. Arme trockene
Gegend.

Auf dem Weg nordwärts zur Etoschapfanne kommt man durch die Tafelberge, in denen man beste Ausblicke von der neuen, aber großen Fingerklipplodge genießt. Dahin folgen wir hier einer kleine Nebenpad durch wildromantische Gegend. Die Paddecke aus teils sehr groben Kiese mit bis zu 8 cm dicken Steinen setze unserem kleine Mazda schwer zu, hatte er doch nur kleine Räder, die sich manchmal fast festbohrten. Hochspritzende Steine hämmerten mit Getöse gegen das dünne Bodenblech, das uns die Sohlen bebten. Einerseits braucht der Wagen Schwung, um nicht stecken zu bleiben. Andererseits könnte ein großer Stein den Reifen auf die Felge klopfen und die Luft wäre weg. Hier den goldenen Mittelweg zu finden, ist die geforderte Kunst.


Die Etoschapfanne wird seit langem von friedlichen Fremden befahren. Das Wild ist dran gewöhnt und lernte vernünftiges Verkehrsverhalten. Man kennt und achtet sich, weicht einander aus, läßt sich in Ruhe. Wildunfälle sind selten.

Springböcke bevorzugen offenes Gelände, ohne Büsche, hinter denen sich Geparden anschleichen.

Gepard jagt Springböcke

Gnue vertrollen sich.

Löwen jagen Gnue


Schlange | Sekretär jagt Schlangen
Wasserloch

Spießbock, auch Gemsbock oder Oryx genannt. Springt nicht über Zäune, sonder kriecht unter.

Warzenschweine

Elefanten am Wasserloch in der Sippe.
ein Nashorn, die wir nur
nachts sahen.

Westlich Winduk, Richtung Gobabis, in die die Schlappohren aus Johannesburg mit Ihren GP Kennzeichen fahren (=Gängster Paradis) liegt unsere Jagdfarm. Dort wechseln sich Busch und Steppe ab. Dieser Anblick bei Abend ist einer der üblichen. Der nun glaubt, er würde hier auf der Pirsch in dieser scheinbar unübersichtlichen Landschaft plötzlich auf Wild stoßen, daher blitzartig auf kurze Entfernungen schießen müssen, irrt gewaltig. Dem Wahn war ich vorher auch auch erlegen, kam dem zufolge mit der offenen Visierung daher, um möglichst schnell mein Ziel erfassen zu können. Zwar, wenn's wirklich schnell gehen soll, ist man offen immer schneller als mit jedem noch so schönen Safarizielfernrohr, daß uns die optischen Werke so gern andrehen mögen. Aber leider trifft man ab etwa 50 m oder kürzer schon nicht mehr so gut. Jeder möge mit der Büchse auf den laufenden Keiler offen und mit ZF üben. Er wird die Vorzüge und Nachteile der beiden Zielerfassungweisen erkennen.

Keine Stunde weiter sieht die Landschaft dann so aus: Hier zeigt sich fast baumlose Steppe. Wir sehen sehen zwei Männer bei der Arbeit: Sie suchen eine Fährte, die sie auch finden. Was die können ist unglaublich! Einmal suchten wir meinen angeflickten Oryx, den ich nicht mit einem schnellen zweiten Schuß strecken konnte, weil mein Patrone nicht ins Lager paßte (selbst durch schlampige Laderei verursacht) drei Stunden im flotten Gang nach, bis wir ihn hatten. Ein anderes mal suchte wir in fünf Stunden Hitzemarsch einen von einem anderen Gast verschlumpten Kudu nach, bis wir erst mal aufgaben. Das Gras trägt viele etwa ½ cm lange Samen, die sich einem nachsuchenden Hund in die Augen setzten, ihn bei der Arbeit behinderten. Deshalb werden in Namibia Hunde nicht auf Schweiß geführt, sagt man dort. Der Fährtensucher ist der Mann mit dem Gewehr, das er für den anderen Mann, den Jagdführer mit dem Pirschstock, trägt. Außerdem fährt er auch den Pirschwagen, auf dem Jagdführer und -gäste sitzen oder stehen. Das Auto wird für die großen Entfernungen benutzt, nicht als fahrender Hochsitz, um vom dort zu schießen. So schießen die Schlappohren, wie man die Südafrikaner dort nennt. Hunde können weder Gewehre tragen noch Kraftfahrzeuge beherrschen. Deshalb freuen sich die Einheimischen über Arbeit. Auf jedem Gut leben neben dem Bauern meist einige hundert Meter weiter einheimische Sippen in Landarbeiterhäusern. Zwischen den einzelnen Anwesen ist kilometerweit viel Platz.
Um ½ 6
klingelt der Wecker. Um 6 wird im Haupthaus gefrühstückt. Um ½ 7 erscheint die
Sonne über dem frostigen Horizont und alle sitzen auf den Pirschwagen auf. Der
Fahrer unten, alle anderen oben. Man fährt zügig zum Pirschgebiet für den
Morgen, dann verlangsamt der Fahrer. Die Fuhre trollt im flotten Schrittempo
weiter; stundenlang, wenn's denn sein muß. Führer und Gäste schauen nach Wild
aus. Geredet wird nicht. Das Wild vernimmt auf große Entfernungen gut.
Kraftfahrzeuge sind bekannt, bedeuten keine Bedrohung, werden ausgehalten.
Unsere menschlichen Stimmen würde erkannt und als bedrohlich empfunden. Das Wild
würde abgehen. Ein Fingerschnippen läßt den Fahrer anhalten. Dann wird das
Erkannte geglast. Meist sind die Stücke zu jung, um als Trophäe bejagt zu
werden. Die Gäste schießen nur Trophäen. Jüngeres Wild wird von ihnen überhaupt
nicht bejagt. Diese ganz andere Jagd bedingt auch anderes Verhalten. Insgesamt
wird viel Wild erblickt. Wenn dann irgendwo ein passendes Stück ausgemacht
wurde, heißt es ,,Absitzen! Los geht's!" Nun pirscht vorn der Führer. Dem folgt
der Jagdgast oder die beiden Jagdgäste. Den Schluß bildet der Fahrer -
Fährtensucher - Gewehrträger. Je nach Gelände bleibt man der bejagten Beute
hinter Büschen aus dem Blick. Da ist einfach, weil man gehen kann. Ist die
Landschaft ganz offen muß man im Gras verschwinden, sprich sich auf den Knien
dem Ziel im Gepardengang nähern. Geräusche - außer Sprache - hält das Wild aus,
weil überall Sauen sind, die auch nicht leise sind.
Nicht immer
zeigt sich der Mannschaft auf dem Wagen Wild. Dann muß der Führer höher hinaus,
um Beute auszumachen. - Von überraschend erforderlichen Schüssen kann kein Rede
sein. Das Wild läßt uns auch nicht auf 50 m ran, von Sauen mal abgesehen.
Deshalb trägt der Führer einen Pirschstock bei sich, der hier unten am Baume
lehnt. Zwei Besenstiele sind mittels einer Schraube zu einem
ungleichschenkeligen X verbunden. Der Jäger bleibt solange hinter dem jede
Geländedeckung nutzenden Führer, bis der meint, den Gast and das Stück in eine
schießbare Lage gebracht zu haben, stellt dann das X auf, faßt die beiden
Schenkel und beugt sich herunter und sagt ,,Schieß!" Jetzt sieht der ,,Jäger"
das zu bejagende Stück womöglich zum ersten Mal nah, na ja so 1 - 200 m nah.
Also wird eine weittragende 8x68S Büchse
mit ordentlichem Zielfernrohr Absehen 4
gebraucht. Da die Sonne scheint, braucht das Objektiv nicht groß zu sein. Ich
fahre das nächste Mal mit einem hellen S&;B 10x42 mit Fadenkreuz! Bis zur
Schußlage verkroch sich der Gast ja zwecks Deckung hinter dem ebenfalls Deckung
suchenden Führer. Na, was soll man machen. Schließlich ist man ja zu jagen da -
also schießt man. Ich fühlte mich bei so einer Jagd allerdings vom Jäger zum
Schießer zurückgesetzt. Die eigentliche Leistung eines Jägers besteht für mich
ja gerade darin, das Wild zu erkennen, seine Gewohnheiten zu erlernen, und dann
zu überlisten. Der endliche Schuß, der aus dem Wild die Beute macht, schließt
die Jagd nur ab. Er kann mir aber nicht das eigentlich Jagderlebnis ersetzen.
Sicher fiebere ich vor dem Schuß, ob meine Entscheidung zu schießen wohl richtig
wird, und ob ich wohl treffen werde und sicher bleibt nach dem Schuß der
Herzschlag schnell, bis sich weiß, ob ich traf oder fehlte oder, viel schlimmer,
irgend etwas dazwischen, so daß ein schwierige Nachsuch erforderlich ist, die
dem Wild nicht gut tut. Aber die Zustände sind mal so. Die Leute haben wenig
Zeit oder Geld, wollen dennoch Beute. Sie könne sich also nicht langsam mit den
Gegebenheiten vertraut machen. Daher muß im gesamten südlichen Afrika jeder
Jagdgast von einem geprüften und anerkannten Jagdführer angeleitet werden. So
wird der fremde Jäger zum Schießer. Auf der anderen Seite gewährleisten die
Länder so, daß waidgerecht gejagt wird. Im Grunde wird jeder, der nur einen
Schießprügel halten kann, auf diese Weise dort zu jagdlichem Erfolg geführt. Die
Kosten sind zwar hoch, aber es müssen für den eine Gast ja auch gekocht,
geputzt, eingekauft, gefahren werden. Er muß geführt werden. Für die Nachsuchen
muß jemand da sein. Beute muß abgedeckt, gekühlt, gefahren und verkauft werden.
Trophäen müssen vorbereitet werden, Schädel und Hörner gekocht, Decken von
Fleisch freigeschabt werden. Dabei hat jeder Arbeiter sein Sippe mit zu
versorgen. Trophäenjagd in Afrika ist schon ein wirtschaftliches Unternehmen. Das
wissen die Länder auch, freuen sich dementsprechend über jeden zahlenden
Jagdgast.

Windradausguck
Dieser
Warzenkeiler wurde meine erste Beute. Aus 35 m Entfernung erwischte ich ihn
zwischen den Kühen an der Tränke. Er bemerkte uns überhaupt nicht. Da ich
allerdings zum ersten Mal in meinen Leben ohne jegliche Übung
(unverzeihlicher, schwerer Fehler) von dem obigen X-Pirschstock über den
Rücken des Führer schoß, langte ich erst mal daneben. Mein offene Visierung
mit Iriskimme half mir
da auch nicht. Der erste Schuß aus meiner
8x68S mit dem dünnmanteligen 11,7g
VMS kratzte nur den Bauch. Ich schoß, nun endlich von der Konstruktion
befreit stehend freihändig, wie ich geübt und gewohnt bin, zwei schnelle
weitere Schüsse in die Sau. Die lag immer noch nicht. Das Magazin war leer.
Ich lud aus meiner am Gürtel hängenden Patronentasche schnell eine Kugel
nach und knallt ihm dann endlich einen sauberen Schuß in die Wirbelsäule,
daß er umfiel und Ruhe war. ,,Kosovo-Stil" meinten meine Mitkämpfer. Meine
sonstige Schützensicherheit wankte. Wie sollte das angeknackste
Selbstvertrauen wieder hergestellt werden?
Schußwirkung: Es kam
dann allerdings noch schlimmer. Der erste Schuß auf diesen Spießbock
schwirrte, von einem dünnen Zweig im Buschfeld abgelenkt, ins Blaue. Der
spätere zweite Schuß traf zwar, aber der Oryx bewegte sich dann fort. Der
nächste schnelle Schuß hinterher kam nie, weil die Waffe klemmte (handgeladen
- selbst verschuldet, Erklärung hier).
Die folgenden drei Stunden Nachsucher waren eine Spitzenleistung von Führer
und Trekker. Sie gewahrten den Oryx vor mir. Der Führer schoß freihändig auf
gut 250m - vorbei. Aha - also nicht unfehlbar, dachte ich. Stunden später
waren sie wieder als erst dran, jedoch der Führer ohne Waffe. Ich riß die
Krice an die Backe und klatschte dem Oryx stehend freihändig auf 80 - 100m
spitz von hinten ein Kugel hinter die Rippen. Die saß. Er lief noch ein
Stück und brach zusammen. Ich schoß noch schnell zweimal auf den Träger
nach, aber er lag fest.
Den erste Schuß auf den Spießbock hatte ich, obwohl hinters Blatt auf Herz gezielt, in die hintere Keule gesetzt. Autsch! Das lag nicht am Gewehr, sondern an mir. Bevor wir jagen durften, mußten wir auf etwa 150 vom Wagen aus aufgelegt vorschießen. Während ein anderer Gast auf das etwa 30x30cm große Ziel mit seiner leichten 9,3x62 erst mal eine Fahrkarte schoß, lagen meine Treffer mit der offen Visierung im Bierdeckelbereich. Mit dem dicken 3-12x56 Zeiß Nachtglas (ich hatte für die Büchse nichts anderes) sicherheitshalber nachgeschossen, lagen die Treffer etwas besser. Ja, so war ich das gewohnt. Ich kann mit der offenen Visierung mit Iriskimme auf 100 m auf die Pistolenscheibe Zehnen schießen. Nicht immer, aber immer öfter. Dazu sagte mein Führer ,,Das Problem liegt darin, daß dem Wild eben keine Scheiben aufgemalt sind." Er habe schon Spitzenschützen der Sondereinheiten bei sich gehabt, die ausgezeichnete Papierform vorwiesen, im afrikanischen Einsatz aber versagten. Schießstand und Afrika stellen verschieden Anforderungen. Die erste treffende, wohl 900 m schnelle, 11,7 VMS drehte sich nach etwa 20 cm im Fleisch und sprengte ein große, schweißende Ausschußwunde - nur leider am falschen Platz. Das zu den Vorhaltungen, man solle kein Vollmantel auf Wild schießen. Der zweite Treffer trat hinter den Rippen rechts ein und schoß links vorn vor dem Blatt nach bald einem Meter Wundweg etwa 5cm groß wieder aus. Dieser Treffer schweißte außerordentlich stark, weil er durch Kammer und Zwerchfell ging und beendete das Leiden. Die beiden Fangschüsse auf den Träger bohrten sich, weil zu weit oben nur im Kamm angetragen, nur bleistiftdick etwa 10 bis 15 cm durch, ohne nennenswert zu wirken. Martin Fackler beschrieb dieses Verhalten vollmanteliger nicht zu schneller Spitzgeschosse schon vor langer Zeit zutreffend hier (auf Englisch).
Bis dahin bekleckerte ich mich also nicht gerade mit Ruhm.
Die Erfahrung, wohlbekannte Fertigkeiten unter veränderten Bedingung auf einmal
nicht mehr wie gewohnt nutzen zu können, sitzt noch, mußte damals erst verdaut
werden. So wird man bescheiden.
Jedenfalls mußte ich etwas tun, um meine Seele wieder aufzurichten. Nun stecken dort im
Gras überall Ducker und Steinböcke. Nein, nicht die großen Alpenkönige aus
himmelsnahen Höhen, sondern nur halb rehgroße kleine Hornträger, die oft ihr
Haupt neugierig aus dem Gras emporrecken, um zu äugen und dann wieder in ihrer
Deckung, dem Gras, zu verschwinden oder abzuspringen und dann ganz zu
entschwinden. Als alter Rehjäger wollte ich also wissen, ob ich nur noch
pferdegroße Tiere anflicken könne, oder auch noch einen genauen Schuß ins
Kleinziel setzen. Steinböcke sind klein! Günstig ist, sie äugen meist eine halbe
Minute oder so ganz still. Auf einem Heimweg sah ich dann oben vom Pirschwagen
am Wegesrand solche kleinen Grasschlüpfer. Bis ich meine Meldung zum Fahrer
durchbrachte und die Fuhre stand, war der allerdings schon wieder weg. Wir
warteten. Dann tauchte gute 50 m entfernt sein Haupt aus dem Gras auf. Der Wagen
stand. Ich saß oben. Nach der leidvollen Spießbockerfahrung war mein gewohntes
Glas wieder auf der Büchse. Der Steinbock trägt Hörner. Die Trophäe sollte heil
mit. Also verbot sich auf den Kopf zu schießen. Wo der Leib steht, bleibt im
Gras verborgen. Also, wenn ich den Bock haben wollte, mußte ich genau unter das
Haupt auf den dünnen Träger zielen. Auf dem Bild sieht der von der Seite zwar
bald handgelenkdick aus, aber von vorn bietet sich nur noch das halbe Ziel - ein
wirklich kleines Ziel, auch wenn es nur 50 m weg war. Mein Bewußtsein war schon
längst nicht mehr gefragt. Das wäre viel zu langsam. Auflegen, Ziel fassen,
einstechen, abziehen waren eines. Dann lag er mit sauberem Trägerschuß auf ein 4
cm breites Ziel nur etwa 1 cm außermittig. Das gefiel!
Der Steinbock war mein Seelentröster. Ohne zu überlegen, gelang mir mit dem
gewohnten Glas mein alte Fertigkeit wieder zu erwecken -
süße Wonne! Zu lernen wäre draus, daß man sein gewohntes Gerät zwar in
einer ungewohnten Umgebung schwieriger, aber doch erfolgreich nutzen kann.
Ungewohntes Gerät in ungewohnter Umgebung zu nutzen, leitet in den Untergang!
Dabei sei noch mal deutlich hingewiesen, daß Jagd nur mit Jagd verglichen werden
kann. Den Schießstand mit der Jagd zu vergleichen, haut nicht hin. Wie sagte
mein Führe noch so richtig zu guten Papiertigern, die im Feld versagten
,,Das Problem liegt darin, daß dem Wild eben keine Scheiben aufgemalt sind!"
Aus leidvoller Erfahrung stimme ich seiner Erkenntnis ganz zu. Europäischer
Hochmut fällt in Afrika.

Nun ging's flott weiter. Das nächste Opfer sollte das Tier mit dem langen Gesicht sein, die Kuhantilope, auch Hartebeest geheißen. Wir wollten schön ein Trophäe nach der anderen im Zeitplan abarbeiten. Die Nachsuchen hatten uns schon ins Hintertreffen gebracht, oder waren es die Hintertreffer? Was an dem Biest hart sein soll, bleibt mir schleierhaft. In fast offener Steppe erpirschten wir im Gepardengang, also auf allen vieren, aber noch nicht auf dem Bauch einige Hartebeester. Meins schoß ich aus vielleicht 130 m oder, kommt nicht drauf an, so klein sind die nicht, in das berühmte lebendige Dreieck von Kevin Robertson, dessen Buch "The perfect Shot" aus dem Safaripressverlag folgende Bilder entstammen. Links bei dem Ausschnitt des Büffels ist dessen lebendiges Dreieck zu sehen. Sein Buch zu kaufen, zu lesen und zu beherzigen, empfehle ich jedem Afrikajäger. Darin sind für die wesentlichen afrikanischen Wildarten die Haltepunkte erklärt. Sonst geht's, ohne zu wissen warum, schief. Bei deutschem weidenden Haarwild, also nicht Sauen oder Raubwild, nämlich bei den Rehen und Hirschen, verlaufen Schulterblatt und Oberarmknochen fast senkrecht nach unten, gehen von außen betrachte in einer Senkrechten nach unten. Das Herz sitzt bei Reh und Hirsch leicht hinter dem Vorderlauf. Deswegen wird der Deutschland übliche Herz-Lungen-Schuß auch völlig richtig ein Handbreit hinter dem Vorderlauf angetragen - nicht so in Afrika! Afrikanischen Wild sind Hornträger, keine Geweihträger. Die Gattungen sind innerlich verschieden. Der Jäger muß sich damit vertraut machen, bevor er falsch schießt. Wer noch nie eine 14,5g KS aus der 8x68S sich an einem Elandknochenoberarm nach 10 cm Fleisch nutzlos abplatten sah, ohne daß sich das Tier auch nur rührte, von sonstigen Wirkungen mal ganz zu schweigen, weiß zur Treffpunktlage bei afrikanischem Wild nicht, wovon erspricht. Welche Besonderheiten bieten afrikanische Hornträger nun dem Deutschen (Die Skandinavier sind mit ihren Elchen schon näher dran). Wie muß der Haltepunkt gewählt werden?
Erste Besonderheit afrikanischen Hornträger: Das Schulterblatt reicht meist hoch hinauf, bildet eine von außen gut zu erkennenden Widerrist, also einen Höcker im Riß, erhöht das Erscheinungsbild. Das Schulterblatt reicht dann allerdings, anders als bei unseren Geweihträgern, schräg noch vorn unten. Der Unterschied ist beträchtlich. Das Oberarmgelenk ist also deutlich vorversetzt. Der kurze kräftige Oberarm wiederum führt vom Schulterblatt mehr zur Waagerechten neigend wieder zurück nach hinten. Von da stützten sich die Vorderläufe dann wie gewohnt nach unten ab.
Zweite Besonderheit afrikanischen Hornträger: Die Wirbelsäulen laufen bei den Hornträgern deutlich tiefer im Leib als bei Geweihträgern. Die Kammer ist also auch entsprechend tiefer. Im Bereich des Vorderlaufes reicht die Kammer kaum über die halbe Leibeshöhe hinauf.
Dritte Besonderheit afrikanischen Hornträger: Das Herz liegt in der Kammer ganz vorn, nicht wie bei unserem Hirschen mehr mittig.
Das Tier erscheint durch den Widerrist höher, als der Leib insgesamt. Die Kammer sitz tiefer, nach der Erscheinung sogar wesentlich tiefer. Das Herz sitzt ganz vorn. Die Oberarmknochen sind gelegentlich zu stark, um durchschossen zu werden, jedenfalls von üblichen Kupfermantelbleigeschossen. Daher muß der waidgerechte Jäger genau in das von Schulterblatt und Oberarmknochen gebildete ,,lebendige Dreieck" treffen. Nur dann trifft er das Herz oben an den großen Gefäßen und zerstört den Vagusnerv (siehe Wundwirkung). Nur im lebendigen Dreieck bleibt der Schußkanal von den kräftigen Knochen weg, die die Kugel ablenken oder gar aufhalten können (Man lese dazu die Elandgeschichte bei 8x68S). Die Sache mag schwierig zu lesen und nachzuvollziehen sein. Drucke diese Bilder und diesen Teil der Geschichte. Stecke ihn mit deinem Glas in die Tasche und gönne dir einfach mal einen Nachmittag im nächsten größeren Tierpark mit afrikanischen Weidtieren. Beobachte die Tiere im Gang. Da sich die Knochen unter der Deck leicht abheben, sind sie in der Bewegung leicht zu erkennen. Sofort wird dir deine anfängliche Begriffsstutzigkeit wie Schuppen von den Augen fallen. Du wirst erkennen. Wissen ist Macht - tödliche Macht, wenn es um das lebendige Dreieck afrikanischer Hornträger geht. Der deutsche waidgerechte Jäger sollte auch dem afrikanischem Waid (=weidendes Wild) gerecht werden. Nichts anderes, als sachgerecht zu handeln, bedeutet die zu Recht hochgehaltene deutsche Waidgerechtigkeit ja. Ohne einige Vorübungen im Zoo wird man die in Afrika nicht hochhalten können, sondern sehr zum Nachteil des dortigen Wildes schlimm herumschlumpen.
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Hartebeest innen |
Halte in den |
Dieses Hartebeest erwies sich als weich. Es fand sich wie
üblich in offener Umgebung, leicht auszumachen, aber mangels Deckung schwierig
anzupirschen. Wenn Kuhantilopen gestört werden, verziehen die sich zwar erst,
bleiben dann aber bald wieder stehen, ohne weit geflüchtet zu sein. Sie scheinen
nicht so gern laufen zu mögen. Hinter einem Busch kam ich auf 130 m oder so auf
diesen breit stehenden Bullen in günstige Abschußlage. Meiner Treffsicherheit
war ich nach dem Steinbock nun wieder gewiß. Das Glas hatt ich auch drauf. Wo
ich anhalten mußte, wußte ich, konnte auch die, das lebendige Dreieck bildende,
Knochen in der Abendsonne - wir kamen kurz vor Sonnenuntergang genau mit der
Sonne zu dem Tier, wie ein angreifender Jagdflieger aus der Sonne - gut unter
der Decke erkennen.
Aber
was würde mein Hartebeest zu der 900 m/s 11,7 g VMS Kugel sagen? Um beim
Aufprall auf der Decke in Stücke zu zerspritzen und Lunge und Herz mit
Bleispritzern zu zerbröseln war die dünnmantelige Kugel im Ziel nicht schnell
genug. Ein festeres Ziel gäbe die Leber ab. Nein, ich wollte Kevin Robertson's
Bilderbuchschuß ins lebendige Dreieck versuchen. Kaum war ich da, faßte
ich schnell mein Ziel, ließ ruhig fliegen und das Stück sackte, ohne noch eine
Satz zu machen, in seinen Schalen zusammen. Erstaunlich! Das Stück war von solch
einem Schuß nicht sofort tot. Bis das Hirn mangels Durchblutung aussetzt,
vergehen noch 10 - 15 Sekunden. Ich glaube das Stück, das uns wegen unsere guten
Angriffes aus der Sonne nicht sehen konnte, Wind war für uns ebenfalles günstig,
wußte gar nicht wie ihm geschah. Oder mochte es einfach, wie die harten Biester
nun mal sind, einfach nicht laufen? Wer weiß?
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| Deutsche Waidgerechtigkeit |
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| in Afrika |
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| auf Hornträger |
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Hallo Herr Möller,
zunächst einmal: Vielen Dank für diese wunderbare Seite. Ich habe noch keine
Seite im Internet gefunden, die in Fragen der Waffentechnik, vor allem in Bezug
auf deren Belange für die Jagd, so leicht verständlich in diesem Maße in die
Tiefe geht und dabei ein breites Spektrum erfaßt. Zumindest nicht auf deutsch,
denn mein Englisch reicht für derartige Fachartikel nicht aus, als daß ich davon
etwas lernen könnte.
Doch nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Sie empfehlen in guter Absicht, um einen waidgerechten Schuß auf afrikanische Boviden anbringen zu können, sich über die topographische Anatomie bezüglich des vitalen Dreiecks der jeweiligen Tiere in einem Zoo zu informieren. (Anm. L.M. siehe Wundwirkung) Hier noch ein Tip: Viel anschaulicher ist domestizierte Boviden anzuschauen und vor allem auch ,,anzufühlen". Die Anatomie ist sehr ähnlich. Man hat aber hier die Möglichkeit, alles aus nächster Nähe zu sehen und zu fühlen. Die tatsächliche Lage der Knochen läßt sich somit gut und genau feststellen. Ebenfalls sollte man einmal versuchen, den Herzschlag zu fühlen. Dazu stelle man sich auf die linke Tierseite und suche die Stelle des kräftigsten Schlagens. Man wird sie finden, indem man von hinten-oben die flache Hand möglichst tief zwischen Ellenbogen und Brustkorb drückt. Das tut dem Tier nicht weh. Wenn man sich nun noch vorstellt, daß das Herz mit der Spitze nach unten und mit den Vorhöfen und Ausgängen (Aortenbogen, Truncus pulmonaris) sowie mit den Nerveneingängen nach oben liegt und das Herz eines ausgewachsenen Rindes etwa handballgroß ist, dann kommt man in Verbindung mit der Voraussetzung, daß man ja die Stöße der Herzkammern fühlt, zu dem Entschluß, daß der anzuvisierende Punkt etwa 8-10cm über der gefühlten Stelle liegt. Dort werden dann bestenfalls die Vorhöfe, die großen Blutgefäße und die zentralnervöse Innervation des Herzmuskels und selbstverständlich auch etwas Lunge zerstört. Auf jeden Fall aber werden einige dieser Teile nachhaltig zerstört und die Kammer wird belüftet, was die Lunge (das, was noch übrig ist) kollabieren läßt und erheblichen Blutverlust bewirkt.
Unabhängig von der Schockwirkung wird die Durchblutung von Gehirn und Muskeln zuverlässig gestoppt, was einen schnellen Tod bewirkt, auch wenn der Nervenschock ausbleibt bzw. nicht stark genug ist. Am besten eignet sich dabei eine Kuh, deren Kalb schon einige Wochen alt ist, denn dann hat die Kuh ihre Fettreserven bei der Ernährung des ungeborenen Kalbes und der anschließenden starken Laktation weitestgehend aufgezehrt zum Teil sogar Muskelmasse abgebaut, wobei die Knochen gut hervortreten und die Wand des Brustkorbes dünner wird. Auf Grund der enormen Stoffwechselleistung zu dieser Zeit ist auch das Herz sehr gefordert und schlägt entsprechen heftig. Zur Not eignen sich auch geschorene Schafe, Ziegen.
Wer das alles nicht zur Verfügung hat, kann sich für den
Anfang auch mit einem Pferd behelfen, aber hier bleibt der Zoobesuch nicht
erspart, weil die Anatomie hier etwas anders ist (allerdings wie beim Zebra).
Wenn man Zebras jagen will, muß man weiterhin muß man wissen, daß bei Equiden
das Herz etwas Schräglage besitzt, also die Oberseite nach vorn verlagert ist.
Es ist somit noch schwerer hierbei einen Herzschuß anzutragen. (möglichst tief
und möglichst vorn schießen, nicht einfach der Knochen wegen) Das alles soll
aber den Zoobesuch nicht ersetzen. Ihre Darstellung deckt sich im übrigen mit
der Erfahrung einiger Berufsjäger, die mit ihrer ,,Lebensversicherung" im
Highend-Kaliber mit Vollmantelgeschoß gern auf den Oberarmknochen oder, wenn es
spitz von vorn sein muß, auf das Buggelenk halten. Dabei wird bei einer
möglichen Flucht das jeweilige Glied fast unbelastbar. Das mindert sowohl
Geschwindigkeit als auch Fluchtstrecke. Des weiteren wirken dabei die
Knochensplitter wie ein Zerlegungsgeschoß. Sie erwirken schnellen Tod, weil ja
hinter dem spitz beschossenen Glied das Herz sitzt. Ich hoffe Sie teilen meine
Auffassung. Über eine Antwort würde ich mich freuen. In der Hoffnung einen
Beitrag zur waidgerechten Großwildjagd geleistet zu haben verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil,
Stefan Bollmann
Lieber Herr Bollmann,
herzlichen
Dank für Ihren wertvollen Beitrag. Über den freue ich mich sehr. Allerdings
muß ich Ihrer Auffassung hinsichtlich der
Tiefenwirkung der Knochensplitter auf das Herz widersprechen, sofern
nicht ganze Oberarmknochenstücke herausgerissen werden. Knochen ist mit etwa
2g/cm3 nicht gerade dicht. Die Knochensplitter zeigen als nur
geringe Flächenlast. Die Splitter in
Geschoßrichtung selbst, vergessen wir mal, weil das Geschoß dort selbst noch
weiterfliegt und wirkt. Schräg absplitternde Stücke aber werden langsamer.
Je schräger, desto langsamer. Feine Bleistäube durchdringend Lunge
noch weit. Bleisplitter, siehe rechts etwa 5 mm lang und 0,12 g schwer,
neben den großen Mantelfetzen der Kudukugel, durchdringen bis zu 5 cm
Fleisch. Die meisten Splitter sind kleiner, durchdringen also weniger.
Knochensplitter gleicher Größe und Geschwindigkeit weisen aber nur etwa ein
fünftel Dichte, gegen Blei mit 11,4 g /cm3 verglichen, auf,
dringen also in Fleisch nur ein fünftel tief ein, mithin nur 1 cm. Während Knochensplitter
sehr wohl in der Lage sind die Lunge zu durchbohren, wird der Herzmuskel
eine großen Tieres (Zebra, Büffel) vermutlich nicht bis zur Kammer
durchschlagen werden können. So mögen Knochensplitter wohl stören. Auf deren
tödliche Wirkung zu bauen, halte ich nicht für angemessen.
Kudue äsen Blätter. Obwohl alle Sträucher und Bäume in
Südafrika sich mit Haken und Dornen wehren, ergötzen sich die hohen stolzen Tier
an ihnen. Sie leben also in deckungsreichem Gelände. Da sie selbst sehr groß
sind, gucken sie aber hoch aufgerichtet oft über die Büsche hinweg, wenn ihnen
etwas seltsam vorkommt. Die Tiere schrecken wie Rehe. Sie sind ganz
ausgezeichnete Springer. Man muß mal einen großen Kudu vor einem 2,50 m hohen
Zaun stehen gesehen und dann scheinbar mühelelos anmutig mit einem Satz über das
Hindernis springen gesehen haben, um zu wissen, was ein Springer ist. Die
Kleinen mögen das noch nicht so recht. Die Mütter hüpfen über den Zaun, aber
ihre Kälber bleiben davor und fürchten sich. Nach einer Weile wollen sie dann,
Angst hin, Zaun her, doch ihren Müttern folgen und suchen sich durch die Zäune
zu quälen. Ein Bein durch, noch ein Bein und, Plumps! kollern sie rücklings in
den Sand. Zum Piepen! Mittlerweile hielten die Mütter auch nicht mehr aus, ohne
ihre Kleinen zu sein und sind zurückgekommen. Man kümmert sich umeinander. Dann
wiederholt sich das Spiel an einer anderen Stelle, bis sie endlich alle drüben
sind. Merkt ein Bulle, daß ihm was gilt, wir er heimlich. Obwohl die Bullen
riesig sind, verstecken sie sich ein einem Strauchschatten mit ihren gedrehten
Hörnern und dem Streifen über der Nase fast völlig unsichtbar. Sie werden daher
auch der ,,Grauen Afrikageist" genannt. Wenn so ein große Tier plötzlich
verschwindet, beeindruckt das voll. Der Kudubullen eigene Art sich zu
verstecken, den Wind für sich zu nutzen und dabei zu äugen, ist, sich bei nicht
genau bekannten Störungen im Sonnenschatten, im Windschatten lee mit der
Hinterhand zu dem Busch zu stellen, daß sie mit dem Wind äugen. An sich
erscheint dies Verhalten die beste Möglichkeit zu sein, einer nicht genau zu
ortenden Gefahr zu begegnen, sich ihr, wenn sie bekannt wird, zu entziehen:
Gefahr erkannt = Gefahr gebannt. Notfalls zu kämpfen vermeiden alle Tiere
möglichst. Der Nachteil dieser Optimierung für meine Kudu war, daß wir sie
kannten. Das bedeutete, als wir ihn einmal orteten und erkannten einen jagdbaren
Bulle vor uns zu haben, konnten wir, als er uns mitbekam und verschwand,
vermuten, wo er denn stecken möge. Das mußte nicht stimmen, war aber besser, als
willenlos durch den Busch zu schleichen. In diesem Falle traf meines Führers,
denn dessen Jagd war es schließlich, Ahnung zu. Wir umfielen den Bullen mit dem
Wind, um ihn dann ganz still im Sonnen- und Windschatten, Achterteil in den
Wind, hinter einem Strauch zu entdecken. Da die Tiere gut äugen, ist sich einem
solchen beunruhigtem Großen Kudu zu nähern nicht leicht.
Meine Lehre aus
dem X-Pirschstock hatte ich mit dem Hartebeest inzwischen auch gelernt. Obwohl
aufgeregt, war ich ruhig. Das klingt widersprüchlich, ist es wohl auch,
beschreibt aber meinen lebendigen Jagdtrieb gleichzeitig mit der geboten
Beherrschung, die allein zum Ziel führt. Nun, vor'm Ziel stand ich auf 200 m
schon. Wie gut zu wissen, eine rasante Kugel zu führen. Besonders diese Mal
mußte ich sehr schnell fertig werden, weil kaum, daß wir den Kudu ausmachten, er
uns auch eräugen würde. In der Ruhe liegt nicht nur die Kraft, sondern auch die
Schnelligkeit. Führer und Schießer verstanden sich mit knappen Handbewegungen in
der Deckung ohne Worte. X-aufgestellt, Waffe aufgelegt, Ziel gefaßt ... Tja, der
Kudu stand spitz zu uns. Wie sollte ich nun die Kugel antragen? Hinter das Blatt
zu schießen, hieße die Kugel bei dem spitzen Winkel ins Gescheide zu setzen. Das
war keine angenehme Vorstellung, die waidmännisch völlig untragbar gewesen wäre.
Also mußte ich vor das Blatt schießen, jedoch so weit außer der Mitte, daß die
Kugel noch das tiefere innere Herz durchschlage. Rechts lauerte der kaum zu
durchschlagende Oberarmknochen, links war kein Herz mehr. Dazwischen mußte ich
abkommen. Was sich hier in langen Sätzen schreibt, überlegt, entscheidet und
richtet der Schütze binnen weniger als fünf Sekunden. Meine Traumbeute vor mir,
ließ ich den schwierigen Schuß fliegen. So eine 8x68S kracht ja ganz schön und
tritt auch. Nichts davon nahm ich war. Was ich wahr nahm, raubte mir den Atem.
Das Kudue gut springen, wußte ich. Aber den Satz, den dieser Kudu sprang,
werde ich wohl nie vergessen. Er stieg über alle Büsche, die ihn sein ganzes
langes Leben so gut beschützten in den Himmel empor, als wolle er in die Wolken
entfliehen. Wort genügen nicht zu beschreiben, wie der letzte Sprung dieses
wunderschönen, kraftvollen zu Tode getroffen Tieres auf den, der so etwas noch
nie sah, wirkte. Ich vermute er sprang vier Meter hoch und acht Meter weit. Nach
wenigen weiteren Fluchten ging er nach kaum vierzig Meter kopfüber und fiel.
Mein Führer sagte schon gleich nach dem Schuß ,,Lad' nach!", aber das war
unnötig. Die Kugel saß auf 200 m etwa 5 cm zu weit rechts genau am
Schultergelenk, das sie zertrümmerte. Die weiche Vollmantelkugel zerlegte sich
völlig und spritze wie ein Bleischauer durch Herz und Lunge, Der letzte Rest
fand sich hinter dem Zwerchfell, nur mehr ein Blechknäuel.
A perfect Shot. Dieselbe Kugel, die als Fangschuß einen angeschossen
Springbock mitten drauf blitzartig fällte, sah noch besser aus. Siehe unten ...

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8 mm VMS 11,7g |
Springbock |
Kudu |
Lutz Möller, 2001,
Von: John Meyer
jmeyer@netroach.com Gesendet: Samstag, 27. Dezember 2003 11:31 An:
Betreff:
Lutz Möller Geschoß
Dear Lutz
I have found your site very interesting. My name is John Meyer and come from
Namibia, my father was german and altough I speak and read it well my german
writing is a bit of a problem. I would be gratefull if you can enlighten me as
to the history of a hunting rifle I inherited from my father. It is a Mauser 6,5
x 57 with original nickel telescope an double triggers. I would very much
appreciate it if you can help me. I think it was brought to Namibia with the
schutz truppen in the early 1900.
Danke fuer ihre hilfe.
Gruss,
John Meyer
Namibias Regierung probt die Landnahme
JOHANNESBURG, 29. Februar. Die Regierung von Namibia will die Landreform
beschleunigen und daher auch zur Enteignung ausgewählter Farmen übergehen. Das
kündigte Premierminister Theo-Ben Gurirab jetzt in einer landesweit übertragenen
Fernsehansprache an die Nation an. Dabei würde die Verfassung angewendet, die
"die Enteignung im öffentlichen Interesse" möglich macht. Um wie viele oder gar
welche Großbauernhöfe es sich handeln könnte, sagte er nicht. Auf jeden Fall
aber würden die Eigentümer "gerecht entschädigt". Der Ministerpräsident
beklagte, "mehr als 240 000 landlose Menschen warten derzeit auf ihre Ansiedlung
". Für die Regierung sei aber schwierig, für die Farmen zu kaufen, da deren
Preise schnell nach oben gingen. Allein in den vergangenen fünf Jahren erhöhten
sie sich um 70 Prozent. Auf Grund der "hohen öffentlichen Nachfrage" bleibe der
Regierung nunmehr nur dieser Weg.
Gurirab gab keinerlei weitere Einzelheiten bekannt, betonte
jedoch, das bisherige Prinzip "Williger Verkäufer - williger Käufer" soll
beibehalten und bei der Landnahme die Verfassung des Landes beachtet werden .
Beobachter sehen in der jetzigen Enteignungsdrohung vor allem den Versuch der
Regierung, die Preise zu drücken. Andere sprechen von einem Wahlkampfmanöver, da
Ende des Jahres Parlamentswahlen stattfinden und die regierende SWAPO von vielen
ihrer Anhänger wegen der bisher fehlgeschlagenen Landreform kritisiert wird.
Während vor allem Minister, hohe Parteifunktionäre und
wohlhabende Schwarze seit der Unabhängigkeit etwa 1 000 Farmen von ehemaligen
weißen Besitzern kauften und nun selbst Großbauern sind, wurden lediglich 100
Höfe vom Staat für das "Umsiedlungs- und Entwicklungsprogramm" erworben, auf
denen 34.000 Menschen angesiedelt wurden. Eine wirksame staatliche
Entwicklungshilfe einschließlich landwirtschaftlicher Ausbildung unterblieb
jedoch, so daß die meisten so umverteilten Farmen unproduktiv und die dort
Lebenden weiterhin arm sind. Zudem wurden vom Staat von 1995 bis 2002 nur
jährlich umgerechnet 2,5 Millionen Euro und im vorigen Jahr sechs Millionen Euro
für den Kauf von Land bereitgestellt. Das ist zusammengerechnet weniger, als das
im Bau befindliche neue pompöse State House für Präsident Sam Nujoma kostet.
Regierungsstellen erklärten, in den kommenden fünf Jahren würden 9,5 Millionen
Hektar Land benötigt. Das ist etwa ein Drittel des gesamten bisher kommerziell
genutzten Farmlandes Namibias und 13-mal mehr Land als in den gesamten
vorangegangenen 14 Jahren an Landlose übergeben wurden. Daher sehen Ökonomen in
Namibia das jetzige Beschleunigungsbestreben als unrealistisch an, weil dafür
sowohl die Mittel als auch die Kapazitäten fehlen. Zudem würde damit die Armut
des Großteils der schwarzen Bevölkerung nicht gemindert, während zugleich ein
beträchtlicher Teil der bisherigen Agrarproduktion der insgesamt 5 000
Großfarmen wegfallen würde.
Als Besorgnis erregend wird in Namibia registriert, daß die jetzige Ankündigung
der Enteignung weißen Farmlandes genau zu dem Zeitpunkt erfolgte, da der
simbabwische Informationsminister Jonathan Moyo, einer der engsten Vertrauten
von Präsident Robert Mugabe, zu einem längeren Besuch in Namibia weilt. Moyo
gilt als einer der Scharfmacher bei der willkürlichen Landbesetzung und
Enteignung weißer Farmer in Simbabwe.
Auch in Simbabwe hatte Mugabe vor einem Jahrzehnt eine beschleunigte Landreform
angekündigt, der dann über fast zehn Jahre keine Aktionen folgten. Als aber die
Unzufriedenheit mit der Regierung immer größer wurde, ging Mugabe zur
Vertreibung der weißen Farmer über, mit der er nicht nur die Landwirtschaft
Simbabwes, sondern die Ökonomie insgesamt ruinierte, so das Land in den Abgrund
stürzte.
Frank Räther, Montag, den 1. März 2004
Quelle:
http://www.berlinonline.de/
Mehr hier bei http://www.natron.net/, http://www.klausdierks.com/frontpage.html
Hallo,
Ich bin Messermacher und durch das Wild und Hund Forum auf Dich gestoßen. Da ich ständig auf der Suche nach Messergriffmaterial bin wollte ich mal fragen ob ich über Dich Warzenschweinhauer, Antilopengehörn u. s. w. beziehen kann. Also nicht ein zwei Stück sondern ruhig etwas größere Mengen. Der Import muß sich auch lohnen. Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüße
Heiko Häß, Sonntag, 3. Oktober 2004 13:55
www.Heiko-Haess-Messermacher.de
Hallo Herr Möller,
Ihre Seite ist sehr informativ und enthält viele
nützliche Informationen.
In Bezug auf Ihre Meinung, alle Bleihaltigen Geschosse seien für Afrika zu weich, kann ich aus eigener Erfahrung jedoch nicht teilen. Ich jage selber seit geraumer Zeit in Afrika und führe dort zu 90% aller Fälle meine .300" Win Mag mit dem 13 g Speer GRAND SLAM Geschoß mit allerbesten Erfolgen! Um ein Beispiel zu nennen, beschoß ich im Frühjahr einen Eland Bullen auf 146 m. Das Geschoß durchschlug beide Blätter (Ausschuß vorhanden) und ließ den Bullen nach 10 m „Flucht“ verendet zusammenbrechen. Dasselbe mit Zebra, Oryx und Hartebeest in mehreren Fällen, wobei zugegeben einmal ein Geschoß nach ebenfalls zwei durchschossenen Laufröhrenknochen auf der Ausschußseite eines Hengstes unterhalb der Blattschaufel unter der Decke saß.
Meine Erfahrungen mit
homogenen Geschossen, die sich allerdings nicht auf das
Lutz Möller KJG, sondern auf das
Barnes X und triple X beziehen, sind, daß diese Geschosse zwar in der Regel
(nicht immer und auch nicht häufiger als das GRAND SLAM) Ausschuß bringen, die
Zerstörung der inneren Organe aber geringer ausfällt als bei den stärker
deformierenden Bleigeschossen, und somit die
Fluchtstrecken beschossenen
Stücke egal welcher Art, wesentlich höher liegen.
Fluchtstrecken von 400 - 500
m bei guten Schüssen stellen hier keine Ausnahme dar. So waren mir TM
Patronen die im Wildkörper blieben, das Stück aber nach spätestens 100m verenden
ließen, immer lieber, als Geschosse, die zu wenig innere Organe zerstören, und
somit zu längeren Nachsuchen führen.
Mit freundlichen Grüßen,
Björn Friedrich, Montag, 13. Juni 2005 13:35
Danke Herr Friedrich,
für Ihre Zuschrift. Nach den Erfahrungen würde ich kein Barnes mehr anrühren. Nehmen Sie besser KJG. Die Erklärung, weshalb, steht in Wirkungsquerschnitt!
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Montag, 13. Juni 2005 14:56,
Hallo Herr Möller,
das werde ich nach den Erfahrungen mit diversen Jagdgästen auch nicht tun. Ich
habe für mich ein optimales Geschoß für den Einsatz in Afrika gefunden und das
ist das GRAND SLAM Geschoß von SPEER. Ich habe das
KJG noch nicht getestet, sehe im
Moment auch keine wirkliche Veranlassung dazu, da ich hochzufrieden bin. Ist
denn das Lutz Möller KJG in der Wirkung
wesentlich anders als das BARNES X? Die Geschosse müßten sich doch ziemlich
ähneln, oder?
Mit freundlichen Grüssen,,
Björn Friedrich, Montag, 13. Juni 2005 15:53
Moin Herr Friedrich.
Ja, das Lutz Möller KJG ist anders als das Barnes X, sogar sehr anders! Den wirksamen Unterschied erläutere ich Ihnen in Wirkungsquerschnitt unter Versager gern. Leben Sie in Deutschland oder in Afrika, möchte ich bei der Gelegenheit noch fragen.
Waidmannsheil, Lutz Möller, 13. Juni 2006
