
Lutz Möller 8 mm S Geschoß 8004, 8,2 g schwer, BC 0,396
für 80,2 mm lange 8x60S Patrone, 60 cm Lauf, GEE 213 m, ± 5 cm Reichweite 247 m
| Pulver | Masse [g] |
Dichte [%] |
Druck [bar] | Umsatz [%] |
V0 [m/s] |
Bemerkung | |
| höchst | vorn | ||||||
| Norma 200 | 3,20 | 96,0 | 4.191 | 499 | 100,0 | 990 | empfohlen |
| PCL 508 | 3,48 | 97,5 | 4.130 | 551 | 99,37 | 1001 | |
| Vectan SP 10 | 3,48 | 97,7 | 4.150 | 552 | 99,39 | 1003 | |
| Vihtavuori N130 | 3,25 | 100,8 | 4192 | 479 | 100,0 | 976 | |
| Flugbahn | |||||||
| Weite [m] | 0 | 50 | 100 | 150 | 200 | 250 | 300 |
| Schnelle [m/s] | 993 | 942 | 899 | 857 | 816 | 773 | 728 |
| Bahn [cm] | -4,5 | +1,4 | +4,6 | +4,7 | +1,4 | -5,4 | -16,3 |
| Leistungen | |||||||
| Fleisch [cm] | 64 | 63 | 62 | 60 | 59 | 57 | 56 |
| Knochen [cm] | 12 | 12 | 11 | 11 | 10 | 10 | 9 |
Hallo Herr Möller,
können Sie mir etwas zur 8x60S Patrone sagen?
Mit freundlichen Grüßen, Frieder Fichtner, Dienstag, 10. Juli 2007 19:59
Allgemeines:
Militärpatronen bzw. ihre Hülsen sind oft Ausgangsobjekt für mehr oder weniger erfolgreiche Modifikationen. Diese entstehen entweder aus dem Wunsch nach Leistungsverbesserung oder aus anderen Gründen, z. B. wegen gesetzlicher Notwendigkeiten. Die 8 x 60 S wurde unter letzterem Aspekt geschaffen und bewährte sich so, daß sie auch nach Wegfall des eigentlichen Grundes weiter gefertigt wurde.
Geschichte:
Mutterhülse für die 8 x 60 S ist die 8x57IS, welche unter Beibehaltung der R- und P1-Masse in Schulter und Gesamtlänge um drei Millimeter verlängert wurde. Gründe zur Entwicklung der 8 x 60 S bildeten die Auswirkungen der Waffenbestimmungen zum Friedensvertrag von 1918, dem Deutschland nach dem verlorenen Kriege zustimmen mußte. Hierin legte man die den Deutschen erlaubte Anzahl von Militärwaffen und die zugehörige Munition fest, und die zahlreichen in Privathand befindlichen Waffen Kal. 8x57IS zählten natürlich mit. Durch Verlängerung des Patronenlagers und Schaffung der neuen Patronen umging man auf einfache Weise eine Reglementierung, die sonst zum Einzug der Waffen geführt hätte. Umänderungen an Repetierwaffen Mod. 98 sind sehr leicht und preiswert durchführbar, da lediglich Lager und Übergang aufgerieben werden müssen. Die Vergrößerung des Pulverraums führte zu einer Erhöhung der Geschoßgeschwindigkeit von etwa drei Prozent im Vergleich zur Mutterpatrone mit gleichem Geschoß. Später führte man noch leistungsstärkere Ladungen ein: Bei der damaligen DWM die 12-g-Magnum-Bombe und bei RWS die 12,1-g-H-Mantel Magnum ohne Rand. Beide Ladungen brachten aus 72 cm-Lauf geschossen 890 m/s v0
Die Patrone aus Wiederladersicht:
Da neue Boxerhülsen und alle in anderen 8-mm-S-Patronen bewährten Geschosse des RWS-Sortiments verladen werden können, bereitet die Fertigung guter Handladungen keine Mühe.
. . . schrieb RWS Ende der 1980er Jahre
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.