| Lies vorher Lutz Möller 8x57IS Munition und 8x57IS Seite 2 und 8x57IS Seite 3
Guten Tag Herr Möller!
Ich bin am Ende des technisch vernünftig machbaren und vor allem
auch des jagdlich erforderlichen angelangt.
Ich stellte mir kürzlich einen 98er zusammen:
- Nagelneue Büchse von Zastava, Modell 70, hatte F.... für rund 460 Euro im
Angebot
- Recknagelflintenabzug
- 45-Grad Sicherung auf den Schlagbolzen wirkend
- Weaver Basen (nach Montage nochmals überfräst, wegen 100%iger Flucht der
Flächen)
- Warne Maxima Festmontageringe aus USA
- Zeiss 2,5-10x50 Classic Diavari mit Punkt und 60er Absehen
- Hogue Kunststoffschaft (der ohne die Alubettung)
Desweiteren stopfte ich eine kleine Ladungsleiter mit ihren noch kupfernen
Jagdgeschossen. Ich benutzte aktuelles Rottweil R901, da bei meinem
Pulverhändler binnen kurzer Zeit verfügbar, allerdings rechnete ich mit den
Daten des Norma 200-Pulvers.
Die Ladungsleiter
ergab einen Klumpen von 4 Löchern. die beste Ladung herausgesucht und dann
stopfte ich 10 Patronen zfür Versuche. Am Schießstand vor einigen Tagen wurde
mir bereits nach 2 Patronen von der Aufsicht das Weiterschiessen untersagt aus
folgendem Grunde: „Ins Selbe Loch, geh weg, die Anderen wollen auch noch“ :-).
Ich packte zufrieden ein und fuhr nach Hause.
Dann stellte ich noch V5-Messungen der Ladung an. Ich schoß wieder 2
mal durchs Meßgerät und hörte danach ebenfalls auf, weiterzumachen:
1. Patrone: 968,8 m/s
2. Patrone: 968,6 m/s
Ich packte wieder noch zufriedener ein und fuhr nach Hause.
Gerechnet in Quickload mit meinen ermittelten Daten wie z.b. Hülsenvolumen,
Patronenlänge etc. brachte QL bemerkenswerterweise auch 968 m/s heraus. Ich
vermute daher, daß R901 aus aktueller Fertigung nicht nur ähnlich dem 200er
ist, sondern sogar gleich demselben.
LM: Es kommt aus demselbenTopf!
Anbei noch 2 Bilder von der Büx und 2 Geschossen, aus Buchenstämmen geborgen.
An den Geschossen sieht man bei den Führbändern an einer Seite leichte Abplattungen. Die führe ich allerdings auf meinen langen Übergangskegel zurück, der einen zylindrischen Anteil hat, der rotationslosen Geschoßweg verursacht. Das Geschoß ist somit schon ein paar Millimeter . . .
LM: Bei der langkegeligen 8x57IS eher Zentimeter!
. . .unterwegs, ohne gedreht zu werden.
LM: Ja!
An den schrägen Flächen der Felder rutscht es halt ein wenig durch.
LM: Die Drehhung überträgts sich nicht spontan sondern über eine andauernde Drehbeschleunigung, die erst allmählich greift.
Von Abscheren allerdings noch weit entfernt. Einzig ein wenig Gas kann an dieser Stelle nach vorn entweichen.
LM: Anfangs ja!
Der Genauigkeit tut das allerdings offensichtlich nichts.
LM: Nein.
Viele Grüße aus dem Bayerwald! H. Liebl, Montag, 9. Mai 2011 14:05
Guten Tag Herr Möller,
meine Lutz Möller Geschoß im Kaliber 8x57IS neigen sich dem Ende entgegen. Sie haben mir
im letzten oder gar vorletzten Jahr einen Wiederlader empfohlen. Leider finde
ich die VErbindung nicht mehr. Ich glaube, der hieß Herr Walter Plöger? Nun habe
ich auf Ihrer Seite gelesen, daß er verstorben ist. Können Sie mir einen anderen
Wiederlader empfehlen? Ich bin mit seiner Munition mehr als zufrieden,
hervorragende Wirkung, kaum Zerstörung des Wildbrets, eben alles, was schon
gesagt wurde. Daher bei mir nur noch Lutz Möller Geschoß!
LM: Wie schön. Passende Munition gibt`s im Laden!
Noch eine zweite Bitte: Ich führe einen R93 Stutzen (8x57IS) und möchte damit auch im Bergland jagen. Schüsse auf 200 bis 250 m können durchaus anfallen. Sollte ich dafür eine andere Ladung herstellen lassen, als die bisher von mir genutzte?
LM: So weit ginge das wohl noch so!
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schwarz, Mittwoch, 11. Mai 2011 18:53
Hallo Herr Möller,
ich brauche erst mal meine alten Möller JG auf. Wirken tun die echt gut:
Schmalspießer mit 8x57, Fluchtstrecke 15 Schritte. LM: Bei der Zielwahl und dem Treffer war das kein Wunder! Gut!
Schönen Gruß und Waidmannsheil, U. Knickrehm, Sonntag, 29. Mai 2011 11:30
Sehr geehrter Herr Möller,
seit anfang letzten Jahres verschieße ich Ihre Geschosse aus einer Sauer Forest
8x57IS. Die Schußleistung ist auf dem Stand von 100- 300 m unbestritten
volkommen. Auf 100 m berühren sich die Treffer, auf 300 m beträgt der
Streukreis 6 cm, allerdings jeweils Vorder- und Hinterschaft
aufgelegt.
Ich habe damit bis jetzt 7 Sauen von 20 - 70 kg und 8 Rehe von 14 - 20kg geschossen. Trefferlage jedesmal, wie von Ihnen in Zielwahl empfohlen., hoher Lungenschuß. Die Wildbretentwertung war immer gleich null, jedoch lag lediglich ein Frischling mit 25kg im Feuer, alle anderen Stücke gingen zwischen 10 und 50 Metern. Diesen Effekt hatte ich allerdings auch schon vorher mit Geco- Munition. An was kann dies liegen, da bei allen Stücken doch der Kraftstoß" wirken sollte. Bei meinem Bekannten liegen mit Ihren Geschossen fast alle Stücke bei gleicher Trefferlage im Feuer. Die Patronen, auch meine, hat letztes Jahr er geladen.
LM: Das liegt vermutlich an der Kentnis der Tier über Sie, weil Sie die Tieren aus üblich geringer Schußentfernung beschossen, vermute ich. Lies Wie stirbt Wild? und Fluchtstrecke.
Damals habe ich auch einige Geschosse in 7,62 bekommen. Da ich nun meinen Wiederladeschein habe, möchte ich diese verladen und aus einer Blaser BBF 700/88 mit 53 cm Lauflänge verschießen. Leider werde ich aus Ihren Ladedaten nicht ganz schlau.
LM: Für welche Patrone denn?
Für die kurze Lauflänge empfehlen Sie, wenn ich es richtig
verstehe, RP 1 NP, aber mit einem „Achtung!“ davor. Kann ich nun diese Ladedaten
verwenden, oder wäre ein anderes Pulver sinnvoller?
Danke im voraus, mit freundlichen Grüßen, A. Zahn, Montag, 13. Juni 2011 19:20
Hallo Herr Möller,
Das 7,62 mm Geschoss ist für die .30-06 gedacht, das habe ich leider ganz
vergessen zu schreiben.
Zur Entfernung ist zu sagen, ich schoß meistens zwischen 100 und 150 m weit.
LM: Das ist nicht zu nah.
Den Frischling, der im Feuer lag, habe ich angepirscht und auf 70 m beim Brechen beschossen. Das heißt, gleich ob Frischling auf 20 m an der Kirrung oder Reh auf 150 m im Feld, gehen die Getroffnen. Ich hatte allerdings auch erst einmal abgerissene Rippen, wie auf manchen Bildern auf Ihrem Netzplatz zu sehen. Verladen wurde übrigens, wie von Ihnen für kurze Läufe in 8x57IS empfohlen, Norma 200, mit exakt Ihren Grammangaben. Kann sein, das Geschoß wäre zu langsam?
LM: Nein. Aber erklären Sie mir bitte ihre Zielwahl und Ihre Treffer (mit Bildern). Wo halten Sie hin und wo haben Sie dann schlußendlich getroffen?
Mit freundlichen Grüßen, A. Zahn
Moin, moin Herr Möller,
heute kam sie an, die MJG Munition. Sehr gelungene Verpackung, so soll es sein. Einziger kleiner Wermutstropfen, die Aufschrift des Aufklebers ist nicht zentriert. Das ist aber Korinthenkackerei des ehemaligen Graphikers und daher zu vernachlässigen.
Jetzt warte ich mit wachsender Vorfreude auf den Feuerschlucker, dann werde ich sofort umschießen auf MJG. Die V0 liegt bei 1001 m/s, schier unglaublich für eine 8x57IS. Das werden meine Mitjäger kaum glauben können.
Den meisten ist das KJG, MJG zu teuer, über diese Milchmädchenrechnerei rede ich nicht aber schon länger nicht mehr. Wir essen bleifrei, das ist mir wichtig. Einig sind sie sich alle: „Aber wirklich wenig kaputt von deinem Geschoss!“
In der Tat, zwei Böcke habe ich dieses Jahr erlegt, bei beiden keine Verluste. Mit den Sauen will es bei uns nicht klappen, über die Gründe kann man stundenlang spekulieren. Ende Juni wollte ein Bock im Raps verschwinden, Ihr KJG durchdrang 2 m Rapsstängel und fällte den Bock am Platz, kein Wildpretverlust. Der Schuß saß hinter dem Blatt, trennte die großen Gefäße oberhalb des Herzens ab. Der Treffer saß genau wie ich es wollte. Was bei einem anderen Geschoß im Raps passiert wäre, darüber mag ich nicht nachdenken.

Vergangenen Freitag konnte ich meinen zweiten Bock erlegen. Er sprang beim angehen über den Rapsstoppel aus einem Gerstenfeld heraus. In der Blattzeit ist wohl alles möglich. Versuch macht klug, dachte ich und blieb einfach stehen, mehr als flüchtig abgehen kann er nicht. Durchs Glas angesprochen, ein ungerader Sechser, deutlich über Lauscher hoch, der paßt. Wider erwarten kam er näher. Auf 90 m stellte er sich breit, stehend freihändig schoß ich. Der Bock stieg steil hoch und sackte dann einfach zusammen.
LM: Sauber! Waidmannsheil.
Ich setzte mich auf den Acker und wartete einige Minuten. Schließlich machte ich mich auf den Weg zum Bock. Der Einschuß lag auf dem linken Blatt, der Ausschuß auf dem Stich. Er stand schräger als gedacht. Trotz dieses Treffersitzes gab es kaum Wildpretverlust. Herz heile, Leber heile, die Lunge hatte Splittertreffer. Das Blatt sah schlimmer aus als es tatsächlich war. Ich mußte vielleicht 100 g wegschneiden. Den Hunden hat es geschmeckt. Der Rest des Blattes wurde zu Wildhack. Leider habe ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten keine Bilder von Ein- und Ausschuß gemacht. Letztendlich haben Sie aber schon genug Bilder von aus verschiedensten Winkel erlegtem Rehwild auf Ihrer Seite.
Weidmannsheil aus Einbeck, Stefan Simm, Montag, 8. August 2011 13:23
Hallo Herr Möller,
mittlerweile habe ich die ersten Möller-Flitzer verschossen. Einige auf die Scheibe, aber auch drei auf Wild.

Die Ergebnisse auf der Scheibe sind sowohl auf 100 m als auch auf 300 m Erfolg versprechender als mit meiner letzten Ladung mit Accubond, allerdings noch nicht volkommen. Manche Sachen kommen mir auch spanisch vor. Quickload rechnet mir für folgende Ladung eine v0 von etwa 1000 m/s und Geschoßabfall von ca 15 cm auf 300 m aus. Der Geschoßabfall auf 300 m beträgt allerdings 20 bis 25 cm. Laut Quicktarget entspricht dies einer v0 von ca 900 m/s. Wie kann das sein? Ein besonders faules Pulver? Auf 100m sieht das Ergebnis mit 3 Schüsen wie oben aus. Damit bin ich für den Anfang zufrieden. Ich habe die Ladung leicht gemindert, da sich bei dieser die Hülse noch nicht zu sehr gelängt hat und gut rausrepetieren ließ. Auch die Präzision war so leicht besser. Aber die Ergebnisse auf 300 m verwirren mich. Können Sie helfen?
LM: Sie müssen ertens mit einem genauen Gerät die Geschwindigkeit messen. Dann müssenSie die Waffe auf GEE einschißen. Dann messenSie den Geschoßabfal bei 300 m. Dann reden wir weiter.

Rotkalb, geschossen auf 60 m, Einschuß innen
Das Kalb stand leicht schräg, Einschuß hinter dem Zwerchfell
is Weiche, Ausschuß knapp hinterm Blatt. Das Bild zeigt den Einschuß von innen.
Der Riß nach oben stammt nach meiner Meinung von einem
Geschoßsplitter, der
im Winkel die Geschoßachse verlassen hatte und dabei noch zwei Rippen
zertrümmerte.
Bei einem weiteren Kalb, beschossen auf 160 m, Einschuß auf dem rechten
Oberschenkelknochen, Ausschuß knapp hinter dem Herz, zeigten sich starke
Blutergüsse, . . .
LM: Im Wildpret, oder auf dem Wildpret unter den Bindehäuten? Bilder?
. . . die aber bei einem Knochentreffer in der Lage
durchaus zu erwarten sind.
Ein diagonaler Treffer auf einen 25
kg Frischling (Einschuß hinter dem Zwerchfell, Geschoßdurchgang zur anderen
Seite vor das Blatt, brachte keinen Ausschuß.
LM: Bei einem Frischling ist ein Steckschuß kaum zu erwarten. Siehe Saulängsdurchschuß!
Der Geschoßkanal ließ sich bis unter die Schwarte verfolgen, es waren aber weder Ausschuß noch Geschoß zu finden.
Das widerspricht sich!
Ich hätte es gerne fotografiert. Alles in allem bin ich bis
hier zufrieden. Vor allem der Rückschlag ist weit angenehmer als mit Accubond
vorher.
Viele Grüße, C. Müller, Samstag, 13. August 2011 19:11
Moin Herr Möller,
ich hatte Ihnen ja noch Bilder von mit dem MJG 8x57 beschossenen Rehwild
versprochen. Diese finden Sie in der Anlage.
MJG Anschuß
Bock 1 MJG Einschuß
Bock 1 MJG Ausschuß
Bock 1 MJG Ausschuß, nah
Bock 1 MJG Ausschuß in der Brusthöhle
Bock 1 MJG Aufbruch nach Herz-Lungentreffer
Bock 2 MJG Einschuß
Bock 2 MJG Ein und Ausschuß durch die Decke
Bock 2 MJG Einschuß aus der Decke weit hinten
Bock 2 MJG Einschuß von innen (weit hinten nahe dem Zwerchfell)
Bock 2 MJG Restbolzen- und Splitter-Ausschüsse
Beiden wiesen kaum Hämatome auf. Schußentfernung jeweils etwa 60 m; der erste (Jährling) stand nach dem Schuß für wenige Sekunden still, machte 4 Schritte und brach dann zusammen. Den 2. Bock von etwa 4 Jahre jahren schoß ich Ziehen, kam zu weit hinten ab).
LM: Beim ziehenden Tier müssen Sie in der eigenen drehenden Bewegung schießen, dürfen zum Abziehen nicht nicht absetzen. Außerdem beachte Vorhaltewinkel!
Der MJG-Getroffene fiel und lag im Knall. Beachtlich für die auf den Wildkörper einwirkenden Kräfte finde ich hier die auf der Einschußseite gebrochenen Rippen . . .
LM: Siehe Kraftstoß!
. . . sowie die deutlichen (aber wohl dosierten) Verletzungen durch die Messingsplitter.
LM: Ja, siehe
Splitter und
Splitterwucht zur „Dosierung“!
Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
LM: Bitte gern, bitte sehr. Ich danke Ihnen für Ihren
knappen, aussagekräftigen gut bebilderten Bericht. Denken Sie an
Vorhaltewinkel und
Wildprethyygiene! Den Pansen mit Treffern zu weit hinten zu zerschießen soll
aus gesundheitlichen Gründen (für uns) vermieden werden. Der hohen
Lungenschuß über dem
Herzen bietet in der Brusthöhle, in die mittig ja fast zur Hälfe noch der Pansen
hineinragt, größte und sicherste Trefferfläche, größer und sicherer als ein
tiefer reiner Herztreffer. Die große Brustarterie geht dort nach oben zu
Wirbelsäule ab. Am oberen Herzen sproßen und münden die wesentlichen Blutgefäße.
Am Schlund verlaufen dort zwei Äse des Vagusnerven. Oberhalb des Herzen verläuft
der Zwechfellnerv. All das sind gut Gründe dorthin zu zielen. Die schußbedingte
Überreizung großer Zentralnerven verhindert meines Wissens unerträgliche
Schmerzempfindung. Das Tier verspürt beim hohenLungenschuß zwar einen Schlag,
aber weiß nicht was los ist. Bevor es mehr weiß, fällt der Blutdruck schnell.
Wenn die finderdicke Bustvene zerschossen ist, spritzt aus der Ader ohne
nennenswertes Strömunghindernis mit bald einem fünftel Bar Druck Blut ind die
Brusthöhle. Da Tier blutet schnell aus (gesund für uns), ab etwas ¼ vergeossenen
Blutes fällt der Blutdruck ab, sodaß zuerst die Netzhaut der Augen durch dessen
feinste Äderchen mit großem Strömungwiderstand und folglich hohhem
Butdruckbedarf ausfällt (Das Tier kann nicht mehr sehen) und dann das
Großhirn (Das Tier kann nicht mehr
stehen, fällt, nimmt seine Sinne nicht mehr wahr, fühlt keinen Schmerz, Atmung
fällt aus, stirbt bei klopfendem Herzen).
Mit Waidmannsheil, Christoph Quast, Montag, 24. Oktober 2011 15:06
Sehr geehrter Hr. Möller,
mit großer Begeisterung habe ich viele Berichte auf ihrer
Seite gelesen und die Wirkung des KJG und MJG anhand
von Bildern und Erfahrungsberichten studiert. Im Mai diesen Jahres habe ich mich
dann dazu entschieden auf ihr MJG (8x57IS) zu wechseln und war bis dato recht
zufrieden damit. Bisher habe ich damit Rehwild, Sauen und einen Dammhirsch
geschossen. Was allerdings gestern geschah, stimmt mich recht nachdenklich.
Gestern nahm ich an einer Drückjagt teil. Mir kam ein Keiler ganz
gemütlich bis auf 8 Meter (er hatte mich nicht gemerkt). Sau steht breit vor
mir, ich schoß ihm über Kimmer und Korn aus 8 Metern auf's Blatt. Die Sau
zeichnete, machte dann noch unheimlich Strecke.
LM: Die wird Sie mitbekommen haben (auf 8 Meter).
Am Anschuß war kein Schweiß zu finden. Mit Hilfe des Hundes gelang es uns dann die Sau zu finde. Sie war verendet, vom Anschuß weg noch mehr als 80Meter weit gegangen und hatte keinen Ausschuß!
LM: Sicher?
Der Einschuß war sauber auf dem Blatt (100% tödliche Trefferlage).
LM: Wo genau, bitte Bilder.
Haben Sie hierzu eine Erklärung, bzw. wie ist es möglich daß der
Restbolzen keinen Ausschuß
brachte?
Leider konnte ich keine Bilder machen, da ich keinen
Fotoapparat dabei hatte. Später war die Sau dann schon weggeschafft.
Gruß, Thomas Scheidt, Sonntag, 23. Oktober 2011 23:19
PS: Unter den bisher abgefeuerten 27 Schuß war auch bereits ein Fehlzünder (die
Patrone habe ich noch).
LM: Welche Waffe? Am besten lassen Sie denVersager bei der DEVA prüfen!
Tag Herr Scheidt,
bei mir sind Sauen zu kurz, um längs meine Geschosse aufzufangen, siehe Warzenschweindurchuß 2011 oder früher Afrikasau 2008. Die Lutz Möller GmbH sichert Ihnen 63 cm Fleisch oder 15 cm Knochen Eindringtiefe des Restbolzens zu. Wie soll also eine 75 kg Sau breit eine solches Geschoß auffangen können. Das erscheint nicht möglich! Haben Sie das Geschoß? Ich würde das gern sehen.
Weiter lesen Sie Fluchtstrecke. Eine Sau, die Sie mitbekommt, wird vor Ihnen flüchten. Bei 11 m/s ~ 40 km/h, die so eine Sau bringt, legt die 80 m in ~ 7 Sekunden zurück. Solange kann jede (außer in Hirn oder Träger) getrofen Sau rennen, wenn Sie denn will. Mit Blattschuß will die! Beachten Sie vernünftige Zielwahl!
Waidmanns Heil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
Sie hatten ja um Mitteilung weiterer Ergebnisse mit meiner 8x57IS Ladung für die Sauer Forest gebeten. Mittlerweile habe ich mir einen Chrony besorgt, um die v2 meiner Ladung zu messen. Das von ihnen empfohlene Gerät war mir dann doch etwas zu teuer. Ich nutze eine annähernd 100 % Ladung Norma 200 bei einer guten Präzision, siehe Bild der Zielscheibe.

LM: Besser ginge das mit dieser Zielscheibe.
Die gemessene Geschwindigkeitsabweichung der Patronen liegt bei ca. 3 Promille. Ich denke, dies ist ein guter Wert, der sich auch auf der Scheibe widerspiegelt.
LM: Ja. Gute Arbeit!
Nach mittlerweile 8 Stück Rotwild und 2 Sauen bin ich auch mit der
Geschoßwirkung zufrieden, wenn auch die Fluchten teilweise weit sind. So habe
ich 1 Kalb und 2 Alttiere auf 190 bis 210 m mit sauberem Schuß hinters Blatt
erlegt, wobei die Stücke noch 60 bis 100 m gegangen sind.
LM: Bei welchen Schußentfernungen? Siehe auch Fluchtstrecken!
Bei den übrigen Stücken waren die Fluchten geringer. Längere Fluchten hatte ich allerdings auch schon mit andern Kalibern und Geschossen, so daß ich dies bei einem Treffer hinterm Blatt als üblich bezeichnen würde.
Sylvester erlegte ich zuletzt ein Kalb und ein Alttier auf 50 bis 60 m. Es kam die klassische Dreierkombi von Alttier, Schmaltier und Kalb. Ich hielt beim Kalb vorne aufs Blatt, um die Chance aufs Alttier zu bewahren, und ließ fliegen. Es folgte eine kurze Flucht von 10 m. Wie vermutet, ließ das Fallen des Kalbes das Alttier verhoffen, so daß ich auch dieses noch mit Blattschuß strecken konnte. Der Schuß saß allerdings ein wenig zu weit vorn (in der Hektik...). Bilder habe ich diesmal angehangen.

Kalb: Einschußseite von innen. Wie ich festgestellt, entfalten sich die Splitter sehr schnell, hier im Blatt des Kalbes und dringen dann in den Brustkorb vor. Die Durchdringungstiefe der Splitter ist recht hoch.

Alttier: Der Einschuß ist auf dem Bild links. Ihr MJG
durchschlug den linke Oberschenkelknochen, etwaig auch das rechte Blatt berührt.
Insgesamt durchdrang Ihr MJG etwa 40 cm Wildkörper und
ein bis zwei starke Knochen.
LM: Das gibt meine Ansage eben her!
Ein von mir vorher verwendetes leichtes HDB blieb auf einem
beschossenen Alttier dagegen im 1. Knochen stecken. Also auch hier eine gute
Leistung der Möller-Murmel.
Noch eine andere Frage: Ich habe eine Ladung für die .308 gemessen, die mit
einer geringeren Füllmenge von etwa 90 % höhere v2 Abweichungen, als
die von mir verwendete 8x57IS ergab. Gefüllt wurde ebenfalls das Norma 200. Ist
es möglich, daß die Abweichungen im starken Zusammenhang mit der Füllmenge
gesehen werden müssen?
LM: Ja. 90% ist zu wenig Füllung. Gute Ladungen unter 95% Fülldichte zu bekommen ist schlecht möglich. Füllen Sie die Patron ganz voll!
Rufen 100 %- Ladungen grundsätzlich gleichmäßigere Geschwindigkeiten hervor?
LM: Ja!
Wie ist hier Ihre Erfahrung?
Eine volle Hülse mit
hohem Gasdruck zeichnen gute Ladungen
aus.
Viele Grüße, C. Müller, Mittwoch, 4. Januar 2012 16:40
Hallo Lutz,
bei mir ist alles i.O., keine Lieferung offen. Anbei gleich noch ein Bild meines ersten Messing-Bockes, erlegt am 5.5. morgens auf 72 gelaserte Meter mit 8x57IS und schlechter Zielwahl.
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Ich wollte hoch Lunge, erwischte aber leider zu hoch genau die Wirbelsäule, Rücken ein bißchen. Der fiel im Feuer.
LM: Klar
Ich bin dennoch zufrieden und Wurst vom Bock wird mir schmecken. Ich werde weiter berichten.
Weidmannsheil Ingo, Freitag, 11. Mai 2012 22:37