
Lutz Möller 7 mm Geschoß 7003, 6,75 g schwer, BC 0,427
76,3 mm lange 7 x 57 Patrone, 60 cm Lauf, GEE 215 m,
± 5 cm Reichweite 249 m
| Pulver | Masse [g] |
Dichte [%] |
Druck [bar] | Umsatz [%] |
V0 [m/s] |
Bemerkung | |
| höchst | vorn | ||||||
| Alliant Reloder 15 | 3,20 | 102,5 | 3.993 | 662 | 97,87 | 1.012 | recommended |
| Norma 201 | 3,09 | 98,2 | 3.901 | 632 | 99,18 | 993 | gestopft |
| Vectan Tubal 3000 | 2,78 | 972 | |||||
| Vectan Tubal 3000 | 2,88 | 999 | |||||
| Vectan Tubal 3000 | 2,98 | 1.027 | empfohlen | ||||
| Norma 202 | 3,09 | 98,2 | 3.901 | 616 | 99,98 | 996 | gestopft |
| PCL 508 | 3,13 | 91,9 | 4.474 | 625 | 100,0 | 1.034 | verstärkt |
| PCL 507 | 3,15 | 94,3 | 3.873 | 638 | 99,13 | 997 | Hinweis |
| PCL 516 | 3,35 | 100,9 | 4330 | 651 | 97,18 | 1019 | verstärkt |
| Rottweil R901 | 3,00 | 96,4 | 4.116 | 617 | 99,99 | 1.006 | verstärkt |
| Rottweil R901 | 2,95 | 94,8 | 3.907 | 613 | 99,96 | 991 | |
| Rottweil R902 | 3,10 | 98,5 | 3.890 | 629 | 99,18 | 991 | |
| Hogdon Varget | 3,13 | 99,8 | 4.085 | 626 | 98,49 | 1002 | |
| Vectan SP 7 | 3,20 | 93,2 | 4.271 | 632 | 99,91 | 1.020 | verstärkt |
| Vectan SP 9 | 3,20 | 96,8 | 3.741 | 643 | 97,86 | 987 | flammt |
| Flugbahn | |||||||
| Weite [m] | 0 | 50 | 100 | 150 | 200 | 250 | 300 |
| Schnelle [m/s] | 1.000 | 948 | 909 | 872 | 836 | 800 | 761 |
| Bahn [cm] | -4,5 | +1,4 | +4,5 | +4,7 | +1,6 | -5,0 | -15,3 |
| Leistungen | |||||||
| Fleisch [cm] | 68 | 67 | 65 | 64 | 63 | 61 | 60 |
| Knochen [cm] quer | 17 | 16 | 15 | 15 | 14 | 13 | 13 |
| Patrone | Geschoß | Masse [g] |
Anfangs-druck [bar] |
Lauf- länge [mm] |
V0 [m/s] |
GEE [m] |
± 5 cm Reichweite [m] |
R. W. -verlust [m] |
V300 [m/s] |
Bahn300 [cm] |
| 7 x 57 | Lutz Möller Geschoß | 6,75 | 150 | 600 | 1.000 | 215 | 249 | 0 | 761 | -15,3 |
| Lutz Möller Geschoß | 7,5 | 150 | 610 | 956 | 210 | 245 | 4 | 750 | -16,9 | |
| CDP | 10,0 | 400 | 610 | 834 | 182 | 207 | 42 | 611 | -31,8 | |
| TIG | 10,5 | 250 | 610 | 849 | 178 | 206 | 43 | 575 | -34,9 |

7x57 Lutz Möller Geschoß Patronen
PCL 507 | Ein Geschoß wie in Pfeil | Steyr Daimler Puch in Not | Stutzen | Normapulver paßt | 7x57 Lutz Möller Geschoß Erfahrungen | Schwaches Rehwild | Elche in Schweden 2008 | Jägergarten Schießstand | Banarp | 7 mm Lutz Möller Geschoß Reh in Banarp | Nächster Tag | Überrrannt! | Einfaches Mahl | Mein erster Elch | Zweites Elchkab | Ein guter und ein schlechter Treffer | Rückstoßimpuls | Hülsen für die 7x57 Patronen | Die beste Patrone | 7x57 Bär
Die nur am Hals eingewürgte 7x57 Mauser RWS Hülse faßt bis zu Schulter 3,42 g PCL 507.
Hallo Herr Möller,
voranstellen muß ich, daß ich schon einige Jahre Erfahrung mit der Bogenjagd habe und vorab mehr Wild mit dem Pfeil als mit der Kugel erlegt habe. Für mich hat unabhängig von Wildpretverlust die schnelle, schmerzarme Tötung des Wildes oberste Priorität! Da kommt mir ihr Lutz Möller Geschoß natürlich voll entgegen. Da ich seit 15 Jahren auch Sportschütze und Wiederlader bin, habe ich das letzte halbe Jahr eigentlich mehr mit dem Lutz Möller Geschoß herumexperimentiert, als für die Jägerprüfung zu lernen. Es ist aber alles gut gegangen. Ich habe das grüne Abitur im Mai bestanden.
Heute kann ich von meinen ersten zwei „Kupferböcken“, die ich als Jungjäger mit der Büchse erlegte berichten.
Mein erster Jährling stand auf 95 Meter. Mit der Parker Hale 7x57 schickte ich das erste 7 mm Lutz Möller Geschoß auf den Weg. Der Bock machte einen Satz und lag nach 15 Metern Flucht. Ausschuß 3 cm groß. Beim Aufbrechen sah ich, daß ich das Herz angekratzt hatte, was offensichtlich nicht so günstig war.
Der zweite Jährling stand im Wald auf 40 Meter, mit der Blaser ES 67 in 7x57R schickte ich diesmal das 7 mm Lutz Möller Geschoß auf den Weg und hielt leicht über dem Herzen in die Lunge an. Dann geschah das Unglaubliche: Der Bock blieb völlig ungerührt auf der Stelle stehen, drehte sich leicht und ich konnte am Ausschuß das Ausschweißen etwa 10 sek. lang beobachten bis er sich nieder tat, eben wie vom Pfeil getroffen.
Der Wildpretverlust lag wieder nur bei etwa 100 - 200 Gramm, wunderbar!
MfG Detlef Rößler, Freitag, 10. August 2007 17:11

7x57 Lutz Möller Geschoß Jährling, Ausschuß

7 x57 Lutz Möller Geschoß Ausschuß, außen

7x57 Lutz Möller Geschoß Ausschuß, innen

7x57R Jährling, Auschuß
So ist Unterschied zwischen Lungen- oder Herztreffer. Die Wirkung ist neben Beunruhigung und Entfernung insbesondere eine Frage der Zielwahl
Hallo, Artikel schon im Netz, ist ja schneller als das Lutz Möller Geschoß fliegen kann!
Leider geht ein Bild nicht auf und die Bilder auf denen die Böcke zu sehen sind, sind jeweils die Ausschüsse (Text unter den Bildern), waren halt nicht größer!!
MfG Detlef, Freitag, 10. August 2007 23:24
Hallo Lutz,
meine erste Berührung Deinem Lutz Möller Geschoß und
der 7x57 in der Steyr-Daimler-Puch ging wegen nicht
vorhandener Präzision gründlich in die Hosen. Wir hatten vor ein par Tagen wegen
der o. g. Störung miteinander telefoniert. Herr Liebich hatte mir drei
verschiedene Ladungen gestopft (A, B, C), die aber alle drei nicht gescheit
funktionieren. Streukreise jeweils Bierdeckelgröße!, wobei die original RWS mit
8g KS bei 25 mm liegt (5 Schuß)!
Nun, heute habe ich mich wieder mal ausgiebig auf Deinen
Seiten herumgetrieben und dabei gesehen, Herr Liebich hat mir noch die alte
Ausführung der Geschosse gestopft, nämlich die mit den 3 Führungsbändern und dem
recht langen Geschoßheck, während Deine neue Charge ja komplett anders aussieht,
nämlich mit jetzt 4 Führungsbändern, deutlich kürzerem Geschoßheck, sowie
schwarzer Geschoßspitze.

7 mm Lutz Möller Geschoß verschiedener Jahre
Vielleicht liegt ja schon hier, sozusagen im Modellwechsel, des Pudels Kern?
Wie auch immer, ich hoffe wir finden einen Weg die Medizin zu optimieren.
Vielleicht komme ich ja zunächst mal hier zu meinem
Lutz Möller Geschoß Erfolgserlebnis.
Ich hoffe Du empfindest das nicht als allzu Unverschämt, aber ich bin nach
all der Lektüre Deiner Seiten schon scharf darauf, dem
Lutz Möller Geschoß endlich
sozusagen bei der Arbeit zuzusehen .....
Übrigens: Deine HDP auf meiner BLASER ist einsame Spitze!
Ich würde mal sagen ⅔/ des
Rückstoßes sind einfach weg!
Herzlichen Dank für Deine Entwicklung und die Optimierung auf dieses
jetzt so schöne kleine Teil. Die BLASER sieht richtig edel damit aus!
Allerdings hätte ich mir beinahe beim ersten Schuß im Revier ein
Knall-Trauma
zugezogen. Vielleicht ist es eine gute Idee auf Deiner Seite ausdrücklich darauf
hinzuweisen, daß man tunlichst bei der Verwendung der HDP mit MickiMäusen
auf den Lauschern unterwegs sein sollte!
Weidmannsgeheul,
Udo, Datum: 5. Sep. 2007 - 16:26
Hallo Lutz,
die Schachtel ist am Samstag geliefert worden.
Herzlichen Dank das veranlaßt zu haben. Leider ist der nächste
Öffnungstermin unserer Ballerstätte erst am Donnerstag Abend.
Bis dahin werde ich mich also gedulden, und die Zeit mit Salmiak-Putzen
verbringen.
Was ich vermisse ist eine Rechnung.
Ich muß Dir noch was gestehen:
Ich habe soeben einen Lehrgang zum Jagdaufseher mit Erfolg hinter mich
gebracht,
und bei der abschließenden obligatorischen Frage, was man denn noch besser
machen könne,
und welche Themen fehlen würden, das gesamte Thema
Ballistik und
Zielwirkungen angesprochen.
Als kompetenten Dozenten habe ich Dich namentlich erwähnt (aber lediglich
Deinen Internet-Platz als Kontaktadresse angegeben)!
Also, solltest Du eine Anfrage vom Egbert Urbach (Schulleiter
Landesjagdschule Bayern) erhalten,
weißt Du wer daran Schuld ist!
Mea Culpa, aber das mußte einfach sein, damit dem guten Neuen endlich mehr
Platz
eingeräumt wird in der ach so verknöcherten und Alt-Geistigen Jägerwelt.
Waidmannsheil,
Udo, Sonntag, 23. September 2007 14:02
Mahlzeit Lutz,
ich komme soeben vom Schießstand und bin begeistert!
Mit diesem spitzen Geschoß mit der
schwarzen Kappe und dieser Ladung sind dann jetzt wohl alle Schwierigkeiten
mit diesem Gewehr aus der Welt!
Ich bin Dir wirklich sehr dankbar, zum einen für Deine Entwicklung, zum Anderen
für all Deine Mühe und Entgegenkommen.
Diese Medizin hier hattest Du mir liefern lassen:
Grün: 3,10 g PCL-507
Schwarz: 2,85 g R901
Die GRÜNE verdaut der Lauf hervorragend (siehe 5 Schuß Gruppe im Bild).

Die schwarze 5er Gruppe liegt mit ~ 6cm noch mal deutlich höher,
hat also noch mal mehr Dampf, streut aber auch deutlich stärker!
Bei GRÜN würde ich also gerne bleiben wollen!
Kann ich bitte die gerechnete Ballistiktafel für die Ladung GRÜN bekommen?
LM: Ja!
Bis 300 m langt mir.
Lauflänge ist 55 cm.
Repetierer Steyr-Daimler-Puch von 1963.
Drall-Länge kenne ich leider nicht.
Interessant finde ich die Aussagekraft des Bildes bezüglich Rasanz bzw.
Geschoßreibung. Der Haltepunkt ist das weiße Schußpflaster in der Zehn. Mit der Original RWS Munition 8 g
KS ist die Waffe auf 100 m Fleck
eingeschossen. Das Bild zeigt die 5er Schußgruppe mit der Ladung GRÜN und dem gleichen
Haltepunkt. Der Mittelpunkt liegt 10 cm höher! Puhhh, was muß da für ein Dampf dahinter sein, bzw. wie viel sichtbar weniger Reibung erzeugt doch dieses
Führerbandgeschoß!
Also Lutz, jetzt fehlt mir nur noch der jagdliche Erfolg zu meinem Glück.
Noch ein schönes Wochenende Lutz!
Waidmannsheil,
Udo, Samstag, 29. September 2007 13:54
Na bitte Udo,
dann erlebt die alte Dame von 1963 mit der Mauserpatrone aus dem 19ten Jahrhundert mit dem Lutz Möller Geschoß aus dem 21ten Jahrhundert doch noch mal einen zweiten Frühling. Wie viel Schuß hat die denn bis jetzt wohl auf dem Buckel?
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
ich bin stolzer Besitzer einer DWM MOD 1908 (Nummerngleich) für die 7x57
Patrone. Die Waffe ist einfach, aber sauber, jagdlich umgebaut und hat eine sehr
gute Präzision. Dabei ist die Munition ziemlich gleich. Ich habe Sie bis jetzt
nur auf Rehwild verwendet. Das ist meiner Meinung nach das beste Kaliber dafür.
Ein Problem ist der Lauf. Er ist mit 60 cm und einer daraus folgenden
Gesamtlänge von 115 cm zu lang. Kann ich den Lauf bedenkenlos auf 50- 52 cm
kürzen ohne die Präzision zu verschlechtern? Was muß ich beachten. Geht das auch
ohne die Brünierung zu erneuern?
LM: Nein.
Vielleicht kann man das Korn ja aufkleben. Wird die Leistung damit weiter verringert?
LM: Nicht vom Korn aufkleben, aber vom Lauf absägen!
Ich möchte die Waffe jetzt auch auf Ansitz und
Drückjagd einsetzen und insgesamt aufwerten.
An dieser Stelle bedanke ich mich für die reichhaltigen Informationen auf
Ihrer Seite und
verbleibe mit freundlichen Grüßen, Toens, 02.10.2007 20:46
Tag Herr Toens,
nicht bedenkenlos aber erträglich können Sie Läufe in 8x57IS und 9,3x62 auf ½ m kürzen. Bei dem Öffnungsverhältnis der 7x57 Mauser rate ich ab denLauf unter 60 cm zu kürzen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
Sie führen in Ihrer Vergleichtabelle (allerdings bei 4400 bar) Daten auf für
eine Lauflänge von nur 50 cm auf. Hängt das mit der Ladung zusammen?
LM: Ja.
. . . oder mit einer anderen Dralllänge?
LM: Nein.
Wenn ich den Lauf gegen einen kurzen 8x57IS tauschen möchte, welche Kosten muß
ich dafür rechnen?
LM: Fragen Sie ihren Büchsenmacher.
LM: Kann man das auch selbst machen. (Ich bin Werkzeugmacher)
LM: Woher soll ich das wissen? Könne Sie ein Teil aus einem Gewinde aus und ein neues eindrehen? Können Sie sich eine Verschlußabstandslehre herstellen? Können Sie Teil abdrehen? Können Sie messen?
Mich würde es reizen die Waffe selbst aufzuarbeiten.
LM: Na bitte!
Danke und Gruß, Toens , Mittwoch, 3. Oktober 2007 13:04
Guten Morgen Herr Möller,
Sie haben oft von der guten Übereinstimmung der Quickload Rechnungen mit Norma Pulverdaten geschrieben. Hier einmal eine Messreihe der DEVA, im Vergleich zu den Rechenwerten. Besser kann eine Abschätzung kaum sein.

Gruß, V. T., Samstag, 27. Oktober 2007 08:34
Auf gleicher
Wiese sollte ich im Herbst wieder ansitzen. Nun war das
Lutz Möller Geschoß geladen und es galt dem weiblichen
Rehwild. Noch in der Dunkelheit saß ich auf der Leiter und bald darauf konnte
ich in der Morgendämmerung ein einzelnes Stück erkennen, das sich langsam von
mir weg bewegte. Nun war Geduld gefordert, denn noch war es viel zu dunkel und
mit zunehmender Helligkeit vergrößerte sich leider auch die Schußweite
Als ich das Stück endlich als nicht führende Ricke ansprechen konnte war es gut
200 m entfernt. Kein Problem für das Lutz Möller Geschoß ,
aber kaum war die Waffe im Anschlag, zog die Ricke wieder spitz auf mich zu. Sie
wurde größer und größer im Glas und war schließlich nur noch etwa 20 m von mir
entfernt. Das erleichtert das genaue Ansprechen, aber spitz von vorne will ich
nun doch nicht schießen.
LM: Warum nicht?
Da sie immer am Wildschutzzaun entlang gezogen ist, meine ich, muß sie früher
oder später breit stehen. Die Büchse liegt locker auf dem Unterarm und ich
beobachte die Ricke entspannt durch das Zielfernrohr. Endlich dreht sie sich,
aber nur um sofort wieder spitz von mir weg zu wechseln. Dabei steht sie keine
Sekunde quer. Auf 80 m beginnt sie kurz an den Brombeeren am Wildschutzzaun zu
naschen. Es reicht wieder nicht für einen sicheren Schuß. Erst als sie sich auf
130 m entfernt hat, steht sie erneut naschend breit. Zielen, stechen und Schuß
sind eine Sache von Sekunden. Im Feuer sehe ich, die Rickenach flieht vorne
gegen den Zaun, stürzt auf den Rücken stürzt, rappelt sich wieder auf, torkelt
noch einige Gänge in die Gegenrichtung fällt dann endgültig.
Der Treffer saß erneut 3 Finger breit hinter den Blatt. Der Ausschuß ist 2 cm
groß und ein Stück Lunge schaut heraus. Leider habe ich wieder keine Kamera
dabei. Beim Aufbrechen finde ich dann doch Panseninhalt im Brustraum. Ein
Splitter hat den
Schlund kurz vor dem Zwerchfell verletzt, schade. Dafür ist die Leber heil.
Beim späteren Zerwirken fallen sehr großflächige Hämatome auf. Die Blutungen,
die sich bis in den Rückenbereich erstrecken, befinden sich jedoch nur zwischen
oberflächlichen Muskelschichten und lassen sich leicht abwaschen. Mit dem ersten
Lutz Möller Geschoß - Erfolg bin ich also sehr
zufrieden.
Volker, 6. Januar 2008
Hallo Lutz,
gerade habe ich die Berichte
Kitze mit Leberschuß!
und
Kleine Kitze
und große Kanonen über die Lutz Möller Geschoß-S Wirkung bei schwachen Stücken gelesen. Zwar
habe ich erst eine Ricke mit vorschriftsmäßigen
Lungenschuß mit der
7x57 Lutz Möller Geschoß-S erlegt, aber gut war zu lesen, meine
überraschenden Erfahrung mit Panseninhalt im Brustraum werden auch von anderen
bestätigt werden. Wo
Splitter sind, da müssen auch Verletzungen sein. Daran kann man wohl nichts
machen. Dafür sind die Lutz Möller Geschoß gemacht. Bin
gespannt was mir die nächsten Stücke zeigen.
An einigen Stellen auf deiner Seite finden sich Hinweise darauf, stärkere
Wirkungen treten besonders auch bei kurzen Schußentfernungen auftreten, was
natürlich bei der höheren Geschwindigkeit auch zu erwarten ist.
Gibt es aus deiner Erfahrung einen optimalen Wirkungsbereich der Lutz Möller Geschoß-S, also
eine optimale Auftreffgeschwindigkeit, bei schwächerem Wild?
LM: Die alten Erfahrungen beim Rehwildgeschoß zweigen einen deutlichen ungekehrten Zusammenhang zwischen Auftreffgeschwindigkeit und Fluchtstrecke. Je langsamer die Geschosse, gleich welcher Art, schwaches Wild treffen, desto weiter flüchtet es im Mittel. Das vergißt Bode zu erwähnen. Um Rehwild in der Nähe (also unter 100 m) möglichst an den Platz zu bannen sind Auftreffgeschwindigkeiten über 1.000 m/s anzustreben. Dabei müssen die Geschosse keine dicken Brummer sein. Die 5,6 mm Lutz Möller Geschoß langen vollkommen hin.
Mein Wiederladelieferant berichtete mir von einem Berufsjäger, der eine Waldjagd betreut und daher überwiegend auf kurze Schußweite schießen muß. Nach einigen schlechteren Erfahrungen mit rasanten Ladungen soll er angeblich die Ladung für Rehwild bewußt reduziert haben, um eine geringere Auftreffgeschwindigkeit zu erreichen. Als Folge hat er berichtet, das sich die Geschoßwirkung sogar deutlich verbessert hat und kaum noch Blutergüsse auftraten. Leider konnte er nicht sagen um welche Kupfergeschosse es sich gehandelt hat.
Mit etwas Waidmannsheil habe ich am Samstag Gelegenheit weitere Erfahrungen zu
sammeln.
Mit besten Grüßen, Volker, Mittwoch, 9. Januar 2008 21:21
Moin Volker,
jagdliche Lage, Zielwahl, Treffer und ggf. Flucht bestimmen vorrangig, Blutergüsse und ggf. Lymphödeme, aber Geschoß, Geschwindigkeit oder gar Patrone eher nachrangig. Wir Jäger sollen unser Wild kennen, unser Schießfertigkeit pflegen und gute Treffer in vernünftige Ziel antragen. Darauf kommt es an. Immer nur auf der Technik herumzureiten bringt nichts. Das versperrt oft leider den Blick für's Wesentliche: Wildbiologie + Schießfertigkeit. Darauf kommt's an. Für die Technik will ich wohl sorgen.
Gruß Lutz,
Die Elchjagd 2007 brachte mir zwar Elche vor die Augen, mangels hinreichender Wildkenntnisse konnte ich mich jedoch bei den gesichteten Elchen nicht zum Schuß entschließen. Das taten dann Andere, Erfahrene. Bei der Elchpirschfahrt Schweden 2008 konnte ich mich dann im September noch etwas bilden, um nun nicht mehr ganz so dusselig mit meinem Gewehr im Wald herumzustehen. Da die 9,3x64 ♣ Büffel in Afrika 2008 ♣ Büffel in Australien 2008 ♣ erlegte, erschien mir für die kleineren Elche Kleineres angesagt. Meine Wahl fiel auf unser gute alte 7x57, die aus Mausergewehren in den Burenkriegen so manchen Engländer auf ungewohnte Entfernungen genau flachlegte.

7x57 Lutz Möller Geschoß spitz Patronen
Morgens im Nebel beginnt die Reise
Schönes Wetter auf der ersten Fähre über die Ostsee
Neubauten am Strom in Rostock
Richtung Warnemünde
Der Fährbauch öffnete sich
Die Waffe ist ein olle finnische TIKKA aus der Zeit also die noch nicht von SAKO gekauft waren, nett, klein
Svante peilt den sendenden Hund auf der Rehpirsch
Gary leckt sich den Windfang
Genau hier sollte das Unglück geschehen . . .
Was bitte soll man im Wald mit einer Kugelbüchse mit 6x42 Glas in der ein Hund die Rehe auf die Läufe bringt? Als ich nach etwa 2 Stunden Anstand in der rechten Manteltasche nach einem Zucker suchte, tauchte im Augenwinkel so ein kleines haariges Biest auf, auf keine 10 m, vor den ersten Stämmen, ein Reh. Zwar schnell, aber dennoch zu langsam, backe ich an, finde das Reh im Glas nicht. Such finde, flamme - und zwar deutlich - vorbei. Das Reh verschwindet nach rechts außer Sicht hinter Bewuchs auf die offene Wiese. Um die Geschichte vollends peinlich werden zu lassen, kommt es keine Minute später auf dem selben Weg wieder zurück. Gleiches Spiel suche - verwirre - finde - flamme - Reh entschwindet unverletzt. Schande! Ja da könnte ich mich doch wegschmeißen. Für den Waldeinsatz war diese Zieleinrichtung jedenfalls vollkommen ungeeignet. Falls mitfühlende Seelen nun glauben, damit wäre die Schmach beendet. Mh, Mh . . . Freunde, das wird noch schlimmer kommen . . .
Nächster Stand
Um als Ausländer in Schweden jagen zu dürfen, benötige ich einen schwedischen Jagdschein und eine schwedische Schießprüfung auf den laufenden Elch in 80 m Entfernung.
Hier ist der schwedische laufende Elch in gut 80 m Entfernung, doppelköpfig, da er in beide Richtungen läuft
Svante mit dem Grünen Ungeheuer
Da ist der Elch. Schlag an, schieß!
Geschossen, abgesetzt, Arme breit, wie sich das gehört
Ein schlechtes Bild, aber immerhin die elektronische Trefferanzeige. So übt man und prüft sich heutzutage auf bewegt Ziele!
Elch kommt
Elch bewegt sich. Ja, das bringt Freude!
Der Schießstand ist ein Schalldämpferstand der wohl 20 dB Knall schluckt. Gar nicht dumm - - -
Ich bin dran
Action!
In freudiger Erwartung auf den Pappelch
Nicht klar auf dem Bild zu sehen ist was hier stört.
Der laufende Elche fährt heute an, wird dann beschossen und läuft dann fort (fast wie im richtigen Leben!). Leider paßte die Munition in der Schachtel nicht ins Magazin. Also muß ich die Repetierbüchse ohne Magazinfunktion als Einzellader benutzen. Ich lade also eine Patrone, schieße auf den stehenden Elch, der rennt dann weg. Ich öffne die Waffe, entnehme die leere Hülse, greife zum Tisch, nehme eine neue Patrone, lege die auf das Magazin und schiebe die dann ins Patronenlager. Ich schätze, der Elch kommt mir auf dem Schießstand keine 4 m weg, bis er den nächsten Treffer fängt. Mir macht das nicht so viel aus, da ich gewohnt bin für größer Trefferreihen schnell aus der Manteltasche nachzuladen.
Feuer!
Entspannte Bebachter hinter der Glasscheibe lächeln Svante an, nachdem sein Besucher (ich) den Zauber hingelegt hat
Die Scheibe hat fünf Ringe. Die 1 ist außen, die 5 ist innen. 5' ist die Innenfünf.
Meine Ergebnisse genügen den Schweden und dem Gesetz. Davor gab ich mit dem Gewehr, das ich nicht kannte (Leihgabe von Svante), nur die beiden verunglückten Schüsse auf das 10-m-Reh, daß ich im 6x42 Zielfernrohr nicht finden konnte ab. Auf 80 m hingegen ist das Glas gut.
Museumsmunition, Vollmantel!
In 25 m immerhin 739 m/s lahm - wie ein Maulwurf in Granitfelsen!
Aber, wenn man den Vorhaltewinkel kennt, gleichwohl zu meistern!
Das immer wieder bestaunte Mündungsgerät von Svantes Grünem Ungeheuer.
Da der alte Meister leicht schwerhörig ist, wird er demnächst einen Schalldämpfer spendiert bekommen. Der nimmt Krach, Rückstoß und Feuer in einem!
Dem Einen ist es zu laut, Svante hat immerhin einen Gehörschutz dabei (wenn schon nicht auf).
Die Anderen werden bald schwerhörig werden!
Das Jägerheim
Die Flintenanlagen
Ein sehr einfacher Anbau für die Zieleinrichtung (Rotpunkt)
Schwedenmauser ohne Daumenloch
Flintenanlage
Wir nehmen die Mikrophone raus
Zigge vor den Türmen
Ein Pilz findet sich. Der wird in der Stippe landen. Ich freue mich über mein gutes Schießergebnis!
Die Hunde sind weg. Da!
Wie schon im im letzen Jahr, siehe Elchjagd 2007, fehlt immer noch noch ein weiterer Hochsitz
An dem Platz, auf dem er bleiben soll, finden sich schon Haare. die Größe zu vergleichen lege ich daneben ein Feuerzeug
Das sieht gut aus!
Die Gegend ist feucht. Erdkröten (bufo bufo) lieben das so, auch kleine
Da steht er nun.
Sauen brachen den ganzen Waldweg auf.
Die (Süd) Schweden haben 2008 noch keine Ahnung, was da auf sie zukommen wird.
Altes Anwesen, altes Schloß, noch Handarbeit
Bumm!
7x57 Lutz Möller Geschoß Reh auf ~ 50 m
Die Lunge ist hin!
Zigge leuchtet in der Nacht. Das Rech lief nach meinem Lungentreffer noch vielleicht 15 m. Bosö wollte in jedem Fall mit Zigge nachsuchen. Er liebt Hunde! Dem Hund gefällt's!
So können zwei Mann ein Reh ohne Mühe kilometerweit durch unwegsames Gelände schleifen
7x57 Lutz Möller Geschoß Reheinschuß von links hinten
7x57 Lutz Möller Geschoß Rehausschuß auf dem Blatt
Abendessen in Banarp
Nachtisch mit Punsch
Photo, Funk und Wumme am nächsten Morgen
zwar erkältet und kalt, aber Jäger aus Leidenschaft!
Der nächste Stand, wieder ohne Elch (Rehe werden bei der Elchjagd geschont)
Ruhe zwischen den Treiben. Links Bosö, rechts der Man mit der ostsibirischen Leika
Ganz wunderbare Pfifferlingssuppe mit Käsebrötchen und Bier bessern zwar die
mäßige Laune,
aber eigentlich wollen wir lieber Elche. Deretwegen sind wir hier!
Ein Stand jagt den nächsten
Die Gegend ist ja schön, aber ohne Elche . . .?
Schönes Schweden am Abend
Svante unter der Flagge
Ein neuer Tag. Bosö schaut bedenklich drein. Noch ist nichts gefallen.
Letztes Jahr rannten hier die Sauen
Nun fehlen einige Bilder. Irgendwie fehlt mit die Kamera im Zielfernrohr.
90° rechts von obigen Bild öffnete sich der Wald knapp. Ich stehe für mein verdammtes 6x42 viel zu dicht dran. Nach wenigen Stunden kommen in flotter Gangart zwei Biester ohne jegliche Vorankündigung, denn die Hunde jagen stumm, geben nur Standlaut. Ich kann die beiden auf etwas 15 m Breite verfolgen. Der erste Elch ist - schau - rätsel - aha: ein Tier (nicht frei), dann - wesentlich kleiner - das eine Kalb (hier frei).
Tja, aber was soll ich sagen, als ich die beiden nun im flotten Trab auf 10 m erkannte, die Entscheidung traf, das Kalb zu schießen, langten die letzten 5 m nicht mehr für eine sauberen Schuß. Das Bild, die führende Mutter und das folgsame Kind dichtauf, zu sehen war schön. na ja.
Bumm! Hey, ja so soll da sein.
Svante saß mit dem Grünen Ungeheuer am Weg und schaute nach links zum See. Die beiden fleischigen Biester liefen auf eben diesem Weg von rechts zum See. Svante hört nicht mehre so gut. Er sah auch nicht in deren Richtung. Jedenfalls saß er still. Die Elche erkennen fast nichts, daß sich nicht bewegt. Als die beiden Elche, Mutter und Kind nun in dichter Fühlung in seinem Augenwinkel auftauchten, so 1,5 m entfernt „sah er nur noch Beine“ - und bewegte ich darob. Sogleich erkannten die Elche das Ungeheure und drehten rechts ab.
Svante lagerte das Grüne Ungeheuer mit dem Schaft auf seinem rechten Vorderfuß. Ohne zu überlegen federte er es hoch, griff es mit den Händen und schoß. Da mag alles eine gewisse Weile gedauert haben, oder auch nicht, jedenfalls begann die Schweißfährte erst ~ 5 - 10 m vor ihm:
Elchschweiß - endlich
Blick vom vorigen Bild zurück auf den Schützenort (grüner Rucksack)
Blick nach vorn zu Beute
. . . nicht daß bei dem Licht und der Entfernung ein Schweißfährte zu Nachsuche nötig gewesen wäre . . .
da liegt das Kalb, Jungjäger am Bein
Elchkalb, tot
Schweiß vor dem seltsamen Äser
Der braune Fleck auf dem Weg ist ein Trittsiegel der Elchkuh vor Svante, der auf
dem Rucksackstuhl saß,
als er erst im dem Augenblick die Kuh bemerkte
Svante zieht die Eingeweide aus dem Kalb. Das Lutz Möller Geschoß riß ein Loch in die Lunge.
Die Lunge ist fertig!
Links der weiße Hund ist ein ostsibirischer Leika. Rechts liegt das geborgen Elchkalb.
Kurt, unser Meisterkoch, vor den Waffen
Nachdem wir bei Semonis tags zu vor Pilzsuppe mit Käasebrötchen und Bier zu Mittag gerecht bekamen, gab es heut nur ein paar Wiener Würstchen, gleich in der Dose im Feuer erhitzt. Mit Senf und Brot auch lecker! Jedenfalls scheint die Sonn und das gefällt mir, obwohl Svante meint, Regenwetter sei für die Elchjagd besser.
Mittwoch. Nun fehlen mal wieder einige Bilder. Ich stehe bei Egon an einer Waldstraße vor einem Hügel und harre der Dinge die da kommen mögen. Immer kommen Funknachrichten, da wir alle vernetz sind. Der Wald selbst ist ruhig. Der Ohrhörer läßt kaum Schal nach draußen. So kann der Elch, wenn er den käme, mich nicht hören. Die Nachrichten sind gut. Bella, die nordische Grauhündin ist hinter einer jungen Kuh ohne Kalb hinterher. Dabei gibt sei keinen Laut. da soll so sein. Erst wenn Sie den Elch, oder in diesem Falle die junge Elchkuh stellt und fest hat, stellt sie sich vor die und gibt Standlaut - Musik in Jägerohren. wird es wieder still, heiß das, sie treibt weiter, der Elch oder die Elch sind wieder in Bewegung. Nicht jeder der Wild sieht kommt zu Schuß, nicht jedes Wild ist frei. Da bei Egon hier alle Jäger am Ort aufgewachsen kennen die weißbärtigen Männer hier jeden Stein. Das ist gut. Mit Funkunterstützung, auch zum Peilen des Hundes können so wenige Jäger mit nur einem guten Hund wirtschaftlich jagen.
Ich stehe also und warte. Bosse funkte mich vor kurzem an, die junge Elchkuh käme in mein Richtung. Ich blicke also gespannt auf den gegenüberliegenden Hang in 5 m Entfernung und immer wieder rechts und links die Waldstraße entlang, als ich recht vor und über mir Knacken vernehme. In die jungen Fichten kann ich kaum 10 m tief einblicken. Das Knacken kommt näher und rechts oben 3 Meter über mir in vielleicht 6 m Entfernung erscheint die junge Elchkuh, verhofft, blickt mich an. Mein erster Gedanke ist, Nimm die Kamera aus der Hosentasche. Ich beherrsche mich bleibe stocksteif stehen. Sich habe ich vorher den Kopf bewegt, als sich die Kuh ansah und das muß die bemerkt haben. Sie seht still. Ich stehe still. Ich frage mich, Soll das Riesenvieh tatsächlich eine junge Kuh sein. Sie ist, so von schräg unten betrachtet ein gewaltiges Tier. Der Bug sieht ein wenig wie bei einem Kaltblüter aus. Aber was soll's, wenn drei ortkundige graubärtige Jäger das Tier gesehen und als junge Kuh erkannt haben, muß sie es sein, wenn sie allein ist. Sie ist allein. Kein Kalb kommt. So wie ich das bisher sah sah, halten Mutter und Kind immer enge Tuchfühlung.
Plötzlich springt die gewaltige Kuh vor, mit wenigen Sätzen den Hang hinunter, ist nun auf 6 m vor mir quer auf der Waldstraße. So lange dauerte es die Waffe anzubacken, die mit dem 6x42 Zielfernrohr. Ich finde mein Ziel nicht. Im Glas erscheint nur eine leicht unscharfe riesige sich bewegende graubraune Masse. Bumm! Die Kuh läuft weiter voran, verschwindet rechts im Wald. Schon habe ich wieder durchgeladen, als sich die Kuh, die ich deutlich hören und damit auch außer Sicht orten kann, wieder zeigt, nur kurz. da ich aber mitgefahren bin langt das. Auf 15 m habe ich Sie eine Augenblick breit und auch im Glas kann ich nun zwar nicht das ganze Tier erkenne, aber weiß doch wo vorn und hinten ist, Haupt und Keule sind außerhalb des Sehfeldes, Kamm und Bauch innerhalb. Das genügt. So kann ich mein Ziel wählen. Ich wähle ein hohen Lungenschuß, weit weg vom Herzen. Bumm!
Ladehemmung.
Ohne weiter zu zeichnen läuft die „junge Kuh“, die ich für ein schweres Riesenvieh halte, weiter - außer Sicht. Ich kann sie gut hören. Nicht weit fort erstirbt alsbald jedes Geräusch. Nun taucht Bella auf der Fährte auf. Auch sie verschwindet außer Sicht. Dann höre ich in der passenden Richtung kurz Standlaut. Der angefunkte Bosse ermahnt mich, am Stand zu bleiben. Wenige Minuten später tauch er linker Hand auf der Waldstraße auf. Ich weise ihn ein und wir tauchen in den Sumpf, als der sich Waldboden leider entpuppt, ein.
Bosse und Bella an meinen ersten 7x57 Lutz Möller Geschoß Elch
Bella zauselt die Kuh, daß die Fetzen fliegen. Der Einschuß hoch hinten in die Lunge schweißt. Davor die olle Tikka in 7x57
Egon bricht die Kuh auf
Das Schloß wir nicht aufgebrochen, sondern After und Scheide aus geschnitten und eingezogen
Die 7x57 Lutz Möller Munition brachte die Elchkuh mit Lungenschuß binnen 30 -40 m zu Fall
Ins Knie geschossen. Das war mein erster „Treffer“ mit 6x42 Glas auf 6 m.
Eine offene Visierung war nicht vorhanden. So ausgerüstet sollte man nicht zur Waldjagd gehen.
Zunächst zogen wirr alle Mann den Elch am Strick. Nun hilft die Motorwinsch am Trecker
Elch am Hänger
Sonneschein über der Versammlung. Egon mit roter Wester leitet die Jagd. Hier kam die „junge Kuh“ durch.
Tja, nur leider hatte die „junge Kuh“ schon mal gekalbt, wie ein einziger Tropfen Milch an einer ihre Zitzen zeigte. Sie war also kein Färse sondern ein ausgewachsen Kuh, deren Kalb irgendwo war. Vielleicht war es durch einen Verkehrsunfall umgekommen? Das wußte Keiner zu sagen. Dei Kuh kam mir ja gleich so riesig vor. Der Kopf war auch schon recht lang. Aber was glaubt der unerfahren Gast, wenn im dreimal ein Färse ohne Kalb angesagt wird und ein weiblicher Elch kommt ohne Kalb vor dem Hund. Dan mußte das doch die richtige sein. Sie war zwar angesagt, aber dennoch die Falsche. Also war klar. Nun mußte nach dem Kalb gesucht werden. Wir stellten und wieder auf un kein 10 Minuten Später knallte es neben mir.
Elchkalb mit kurzem dreieckeigen Schädel
Links das Kalb, auf dem Hänger die Kuh
Nun, da alles klar ist, holte Egon den Whiskey, den ich ihm mitbrachte samt den kleinen Gläschen (aus Kunststoff) hervor und Leiff schenkt ein.
Jetzt lachen alle Jäger. Der Fehler ist aus gebügelt. Das Kalb trottelte allein und dumm durch den Wald. Mein Nachbar lies es bis fast zur Straße laufen und trug im dann einen Trägerschuß auf den Atlas an, damit die Arbeit das Kalb zu bergen nicht so groß sei, meinte er.
Der versäuberte Einschuß der 7x57 Lutz Möller Munition auf die längs durchgesägte Elchkuh von innen
Der versäuberte Ausschuß der 7x57 Lutz Möller Munition auf die längs durchgesägte Elchkuh von innen
Siehe weiter auch Schweden 2009
Hallo Herr Möller,
anbei mein Erfahrungsbericht. Ich habe ihn eigentlich für unsere Jäger hier
geschrieben, die alle darauf lauerten, wie mein Versuch mit dem
Lutz Möller Geschoß ausgeht. Wenn Sie möchten, können
Sie mein Geschreibsel in Ihre Seiten einstellen (dann bitte nur unter meinem
Vornahmen), aber machen Sie einfach wie Sie denken. Ich bin, soweit man das
nach Schießstand (Präzision) und 2 Stücken beurteilen kann, überzeugt, Sie haben
ein gutes Geschoß entwickelt.
Viele Grüße, Henrik T.
LM: Danke für die Blumen ☼!
Waffe: M98, Patrone 7x57 mit 1,5 - 6 x 42, stufiger 49 cm
Stutzenlauf , 7 mm Lutz Möller Geschoß spitz
(von Walter)
Die Kirrung ist alt - sie stammt vermutlich noch aus Zeiten, als meine Vorgänger
mangels anderer Möglichkeiten tapfer mit Flinte und
FLG jagten. Sie liegt am Rande
einer kleinen Fichtendickung. Die offene Leiter steht 20 m von der Kirrung
entfernt in einer alten Buche. Die Naturverjüngung rings um die Kirrung ist
bürstendicht und 2 m hoch. Nach einem Kreis von 5 - 10 m wird es wieder deutlich
älter und übersichtlicher. Die Kirrung selbst ist nicht größer als 8 x 8 m.
Ursprünglich hatte ich den 7x57 Repetierer als
Zweitwaffe für die Rehwildjagd angeschafft. Inzwischen ist sie mir sehr ans Herz
gewachsen und hat mich beruflich in viele Reviere begleitet - auch wenn ich die
Patrone für stärkeres Rot- und Schwarzwild, auch auf
Drückjagden, bisher immer als etwas zu schwach empfand. So heißt es ja auch,
man solle für den Nachtansitz auf Schwarzwild ein Kaliber ab 8 mm wählen...
Um 21 Uhr sitze ich bei 2° Frost draußen. Es ist windstill. Der Mond scheint für
mein Empfinden viel zu hell. Da mich die Sauen bei hellem Mond leicht weghaben,
trage ich zusätzlich eine dunkle Sturmhaube über dem Gesicht, die Mütze dann
darüber. Ich muß ganz still sitzen. Auch das Gewehr anzuschlagen
(Kleiderrascheln, die Bewegung) kann bei einzelnen Sauen schon zuviel sein.
Deshalb habe ich das Gewehr auf dem Handlauf schon im Anschlag und versuche es
mir dabei so bequem wie möglich zu machen.
Nach einer halben Stunde erahne ich, ein Stück wechselt an. Nur hin und wieder ist ein Blätterrascheln im stillen Wald zu vernehmen. Das könnte auch eine Maus sein. Wie aus dem Nichts steht ein Überläufer auf der Kirrung. Die Freßgeräusche sind nun nicht zu überhören. Die Sau ist allein. Da gibt es nicht viel zu überlegen. Überläufer, vermutlich männlich. Ich setze einen hohen Lungenschuß. Ich will mit der neuen Munition sicher sein. Der Überläufer steht breit, Entfernung 20 m - ein schwieriger Schuß findet sicher woanders statt. Das Mündungsfeuer ist enorm - das war bei dem kurzen Lauf zu erwarten.
LM: Nimm dagegen 7 mm hdp Bremse oder den Feuerschlucker Dunkle Kraft!
Blind kann ich kein Zeichnen sehen. Ich reiße mir die Mütze und die Sturmhaube vom Kopf, um das Abgehen des Stückes besser verfolgen zu können (Fluchtrichtung, Entfernung). Bis ich den Kopf frei habe dauerte sicher nicht länger als 3-5 sec - ich höre - nichts! Keine Flucht eines schwer kranken Schweines. Im Glas sehe ich es auch nicht auf der Kirrung liegen.
-?-
Nach einer Viertelstunde beschließe ich, unserem Nachsuchenführer eine SMS zu schreiben, wenigstens, um uns auf den nächsten Tag zu verabreden. Während ich schreibe, höre ich wieder Wild anwechseln. Ich denke, das kann eigentlich nur der Dachs sein. Es sind jedoch zwei Sauen, die keine ½ Stunde nach meinem Schuß die Kirrung annehmen. Jetzt ist es beinahe leichter als beim ersten Mal - und dann passiert es: Anstatt eines Kammerschusses komme ich zu weit hinten ab. Auf 20 m! Der Schuß sitzt mitten auf dem Schwein, mit der herkömmlicher Bleimunition würden das sicher 200 m Nachsuche. Wieder Mündungsfeuer - doch diesmal kann ich besser sehen.
Das Schwein bricht hinten etwas ein, verharrt kurz - und dann geht es „volle Pulle“ ab. Nach drei vier Sätzen scheint es liegen zu bleiben. Die andere Sau geht zügig ab. Höre ich noch etwas? Schlegeln, Röcheln, Schnaufen? Nichts, als ob nichts gewesen wäre. In der Ferne höre ich die zweite Sau davonziehen. Ich schreibe also dem Nachsuchenführer, es seien nun zwei Sauen. Er ruft zurück und meint, wir sollten doch noch heute abend mal wenigstens im Umkreis von 20 m nachsehen. Das ist versuchte Übung, denn gut getroffene Sauen lagen immer in diesem Kreis und konnten noch in der Nacht geborgen werden (aber das waren bisher immer welche aus der 30 kg - Klasse ...!). Wenn die nicht in unmittelbarer Nähe lägen, würden wir dann am nächsten Tag weitersuchen.
Am Anschuß finden wir einen Schweißfleck mit Lungenstückchen. Dieses Schwein ist wohl schon tot, sind wir uns einig. Ich kann diesen Fleck keiner Sau zuordnen. Der Schweiß könnte von beiden stammen.
LM: Lungen oder Leberschweiß sollten sich doch wohl unterscheiden lassen, oder?
Er läßt seinen Hund die Kirrung untersuchen. Der Beagel (wenn die Rasse je einen Helden hervorgebracht hat, ist es dieser Rüde!), gestählt in sicher mehr als 200 Nachsuchen nimmt er sehr lässig die Fährte an. Unter Wind umschlagen die zwei den dichten Verjüngungssaum, ich bleibe auf der Kirrung zurück. Schweiß findet er keinen.
Nach 10 m steht er an der ersten Sau, wie vermutet ein Überläufer, 65 kg aufgebrochen, hoher Lungentreffer wie beschrieben. Flucht knapp 10 m. Mit Ein- (auf der Decke kalibergroß) und Ausschuß, so wie es sein soll. Es gab sicher reichlich Schweiß, der aber im Herbstlaub nur schwer zu finden war. Ich vermute, der Beagel hatte das Schwein / die Fährte von Anfang an in der Nase und ist die 15 m nicht auf der Fährte, sondern daneben und unterm Wind angegangen. Der Nachsuchenführer sagt, ich solle die Sau schon mal vorziehen, und am Weg aufbrechen - und wendet sich der zweiten Nachsuche.
Die Sau vorzuziehen ist unmöglich. Ich zerre an dem Klotz wie verrückt, doch bewege ich ihn gerade mal 2 m.
Inzwischen steht der Nachsuchenführer wieder fast neben mir und ruft mich. Da liegt die 2 Sau, wieder so 10 m vom Anschuß. Der Treffer liegt wirklich mitten drauf, allerdings stand es leicht schräg, so daß im Ausschuß die Kammer mit geöffnet wurde. Später wissen wir, die Sau wiegt 45 kg aufgebrochen.
Wir brechen auf. Natürlich ist auch er neugierig, wie es mit dem
Lutz Möller Geschoß drinnen aussieht. Mit der
Taschenlampe können wir nicht viel erkennen. Das stärkere Stück hat eine
zerschossene Lunge, auch das Herz ist beschädigt. Beim zweiten Stück ist drinnen
viel kaputt (Leber, Lunge, Weidsack usw. Das Herz scheint heil). In der
Kühlzelle sehen wir nach den Ein- und Ausschüssen. Sie sind in beiden Fällen
relativ gleich: 3x3 bis 4x4 cm. Oberflächlich finden wir handgroße
Blutgerinnsel, die sich leicht
entfernen lassen, nichts ernstes. Es sieht genau so aus, wie man auf
Ihrem Netzplatz auf andern Bildern sieht.
Das war schon mal ganz gut! Insbesondere beim zweiten
weich getroffenen Stück hätte ich
eine deutlich längere Nachsuche erwartet, aber die
Lutz Möller Geschosse haben auch aus dem
kleinen Kaliber sehr zuverlässig und wildbretschonenend getötet; auch auf diese
kurze Entfernung.
Mit dem Barnes von Sellier &; Bellot hatte ich an selber Stelle schon schlechte
Erfahrung gemacht. Ich nehme an, das
Barnes rutschte auf die kurze Entfernung nur glatt durch. Die mit dem
Barnes beschossene Sau haben wir
trotz 1 km Nachsuche, jene fast ohne Schweiß, nie gefunden.
Viele Grüße und Weidmannsheil, ht,
Sonntag, 16. November 2008 14:38
Lies Rückstoß!
Sehr geehrter Herr Möller
Ich habe eine Frage bezüglich des Rückstoßes. Ich trage mich mit dem Gedanken
mir einen Repetierer für die 7x57 Patrone anzuschaffen.
Nun zu meiner Frage. Weist ein Gewehr in 7x57 Lutz Möller Geschoß in etwa
den halben Rückstoß zur 9,3x62 Lutz Möller Munition
auf?
LM: Das abzuschätzen geben Sie die Waffen- und Patronendaten in den Rückstoßrechner ein und nehmen das Ergebnis zur Kenntnis.
Falls ich weiterhin das Gewehr noch mit Ihrer HDP-Rückstoßbremse bestücken würde, müßte sich doch der Rückstoß im Vergleich zur 9,3x62 etwa vierteln.
LM: In grober Näherung schon.
Ich könnte damit alles heimische Wild waidgerecht zur Strecke bringen (so ich ordentlich träfe).
LM: Richtige Zielwahl und Treffer vorausgesetzt, ja!
Gibt es Hersteller die Repetierbüchsen für die 7x57 Patrone bauen?
LM: Ja. Merkel!
Ich habe schon Kataloge gewälzt, bin aber nicht fündig geworden.
LM: Siehe Merkel KR1 technische Daten !
Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich im voraus.
Waidmannsheil E. Menz, Dienstag, 27. Januar 2009 19:46
56-cm-Lauf Stutzen
Sehr geehrter, lieber Herr Möller,
mit großem Interesse habe ich Ihre Zusammenfassungen auf Ihrer Seite
verfolgt.
Nach gut 25 Jahren und nachweislich mehr als 5.000 Schuß (natürlich auch einiges
davon auf dem Schießstand) aus meiner seinerzeit schon gebraucht gekauften
Heym-Repetierbüchse (7x64 immer 8 gr KS) will ich jetzt wechseln. Die Montage
eines besseren Zielfernrohrs auf der SEM ist so teuer, daß ich beschlossen
habe, dann gleich eine neue Waffe anzuschaffen. Ausschließlich aber auch gerade
deshalb aus emotional-optischen Gründen möchte ich mir einen Stutzen mit
Linkssystem bauen lassen (System Mauser M03 oder Merkel KR1), mein Büchsenmacher
überlegt, daß er durch Schaftverlängerung eine Variante mit 56 cm Lauflänge
erreichen kann (Repetierer mit kunstvoll angeklebtem vorderem Schaftteil). Ich
habe mich so an die 7x64 8gr KS gewöhnt, da ich bis 200 m (was bei mir im Revier
immer wieder vorkommt, durchschnittl. Entfernung bei rd. 120 m, sehr häufig aber
mehr) auch auf Fuchsgröße nicht denken muß.
Jetzt habe ich auf Ihrer Seite den Hinweis "7x64 nicht unter 65 cm Lauflänge",
gelesen und akzeptiert, wenn es mir auch schwer fällt, da ich immer wieder in
Frankreich eingeladen bin, da ist die 7x64 ein gutes Kaliber.
Jetzt meine Frage:
Lutz Möller Geschoß ist für mich jetzt nach allen Vergleichsberichten das Geschoß, mit dem ich
beginnen möchte. Von der Papierform bin ich beeindruckt. Die 308 wird damit aus
einem 56 cm-Lauf wohl so rasant, wie meine 7x64 aus ihrem 65 cm Lauf. Gibt es
etwas, worauf ich Ihrer Erfahrung nach bei der Laufauswahl achten sollte (Dralllänge?)
8x57 ist für mich keine Alternative, da diese, falls ich mit dem Lutz Möller Geschoß nicht
glücklich werden sollte, mit den herkömmlichen Geschossen zu langsam ist, und
ebenfalls nicht frankreichtauglich ist.
Die 7x64 mit dem Lutz Möller Geschoß aus einem 56 cm-Lauf halten Sie weiter für ungeeignet?
LM: Ja!
Dreht es sich dabei nur um das Mündungsfeuer?
LM: Wie immer um Feuer, Leistung Krach!
Ist die 7 mm-08 für kurze Läufe geeignet?
LM: Ja.
7x57 entfällt ebenfalls wegen Frankreich.
LM: Heut nicht mehr!
Entschuldigen Sie die vielen Fragen, aber je mehr Foren im Internet es gibt,
desto unsicherer wird man auch mit ordentlicher physikalischer Grundbildung.
Waidmannsheil, Axel Müller, Montag, 30. März 2009 14:42
Sehr geehrter herr Möller!
Meine beiden Büchsen im Kaliber 7x57 schießen mit Ihren Geschossen sehr gut.
LM: Wie schön. Der Steuermann, Sie, scheint das Ruder wohl richtig zu führen.
Bei meinem vielgeliebten Mannlicher-Schönauer Stutzen hätte ich das so nicht erwartet (siehe Hohelied 7x57). Jetzt habe ich drei Ladungen mit unterschiedlichen Geschoßen und Gewichten (6,75 - 9,7 g), die alle auf die Größe einer halben Zigarettenschachtel zusammenschießen.
Auch im jagdlichen Einsatz war ich bislang sehr zufrieden und werde darüber
gesondert berichten, wenn ich mehr Erfahrung damit gesammelt haben werde.
Grundsätzlich überzeugt mich der Entwurf eines genauen, leichten Geschoßes
mit guter Splitterwirkung und sehr guter Tiefenwirkung. Wenn ich das so
schreibe, dann klingt das ja fast wie die vielzitierte „eierlegende Wollmilchsau“,
Ihr Lutz Möller KJG könnte aber
wirklich als eine solche gelten, vereint es doch eigentlich nur
Vorteile! Ich werde bald Nachschub brauchen.
Schwierigkeiten bereiten mir allerdings die Hülsen für diese gute alte Patrone.
Die stabilen RWS Hülsen neigen bereits nach dem ersten Schuß dazu, im
Halsbereich zu verhärten. Man merkt es daran, daß der Aufweiter nach dem
kalibrieren schwer durchkommt. Beim Geschoßsetzen geht es dann auch eher hart.
Ich habe bereits mehrere Lose probiert und immer wieder denselben Effekt
festgestellt. Kennen Sie dieses Problem?
LM: Patronenhülsen sind gemeinhin aus Metall, meist Messing 70/30. Das kalt zu kneten verhärtet das. Je mehr gedehnt oder gestaucht wird, desto härter wird das geknetete Metall. Mir scheint bei Ihnen ist das Kalibriergesenk deutlich enger als ihr Patronenlager weit ist. das Sie ihr Lager nicht verengen können, bleibe Ihnen nur übrig, das Gesenk an der entscheidenden Stelle zu weiten. Wenn meine Vermutung zuträfe, würden Sie damit ihre Störung beheben können. Wenn nicht, hätten Sie ein Kalibriergesenk versenkt - so teuer ist das nicht.
Nachdem 7x57 heute zu Unrecht ein Schattendasein führt, ist das Hülsenangebot in Österreich nicht gerade üppig. Bevor man bei uns eine Packung Norma Hülsen kommt, bekommt man hundert Packungen RWS Hülsen. Möglicherweise kommen die auch aus RWS Produktion (ein Konzern) und wiesen dann das gleiche Problem auf.
LM: Das kann, aber muß nicht seien. Norma benutz Messing mit mehr Kupfer als RWS. Daher sind Norma-Hülsen weicher, aber RWS-Hülsen halten mehr aus.
Hirtenberger erzeugt keine Hülsen mehr (wäre ohnehin alles RUAG).
Hirtenberger gibt es als Fertigung nicht mehr!
S&B oder Prvi Partisan möchte ich ebensowenig nehmen, wie amerikanische Hülsen (sind auch kaum verfügbar). Im Wiederladebuch der DEVA werden mehrere Ladungen mit PMC Hülsen angegeben, aber woher soll man die denn beziehen?
LM: Früher aus Amerika.
Vielleicht wissen Sie mir Rat.
LM: Fragen Sie Herrn Halusch vom Wiener Beschußamt nach seiner Meinung zu Prvi Partisan und denken dann noch mal über Ihre Abneigung nach. Ich verwendete in Schweden übrigens Lapua Hülsen - umsonst aber nicht vergebens.
Mit freundlichen und weidmännischen Grüßen, L. Vogl, Montag, 2. August 2010 16:12
Sehr geehrter Herr Timmer!
Erfreut habe ich Ihr Post von Herrn Möller erhalten.
Zwar habe ich bereits bei Johannsen 100 Norma Hülsen bestellt, da ich aber
demnächst für vier Büchsen dieses Kalibers lade, bin ich an Ihren Hülsen
interessiert.
Hirtenberger Hülsen dieses Kalibers habe ich schon verladen (nachdem die
Originalladungen, Nosler Partition 11,3g, verschossen wurden). Bei diesen Hülsen
trat das von mir geschilderte Problem nicht auf, die ließen sich butterweich
kalibrieren. Herr Möller irrt deshalb, wenn er vermutet, es könnte an meiner
Matritze liegen, die möglicherweise im Schulter- und Halsbereich zu eng ist. Das
Hülsenmaterial ist deutlich weicher, die Hülsenwand wahrscheinlich dünner, als
bei RWS. Der Verschluß meines alten Mannlicher Schönauer Stutzens ließ sich
jedenfalls nach dem Schuß mit Hirtenberger Hülsen deutlich schwerer öffnen, als
bei der Verwendung von RWS Hülsen. Interessant ist aber auch, daß sich
Hirtenberger (zumindest bei den Hülsen, die ich hatte) nicht an die üblichen
Maße hält. Die 7x57 ist nämlich normalerweise im unteren Bereich, insbesondere
der Rille, etwas stärker als andere Standardkaliber und benötigt deshalb auch
einen eigenen Hülsenhalter. Hirtenberger ignorierte dies und fertigte die Hülsen
ohne diese Besonderheit. Probleme sind deshalb (außer daß der Hülsenhalter nicht
genau paßte) bei mir nicht aufgetreten.
Nun also zurück zu Ihren Hülsen. Was sollen die den kosten, wenn sie halbwegs
verpackt und frankiert zu mir kommen sollen?
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen
L. Vogl, Montag, 16. August 2010 15:42
PS: Warum laden Sie dieses „Wunderkaliber“ eigentlich nicht mehr? Gerade mit dem
Lutz Möller Geschoß ist doch ein gewisses "downsizing"
möglich. Wo man früher glaubte wegen der gestreckten Flugbahn eine 7x64, .270
Win. oder 7 mm RM zu brauchen, kann man doch heute mit
Lutz Möller Geschoß getrost die 7x57 einsetzen. Mit 960
m/s ist die schnell genug und wegen der Wirkung braucht man sich sicher keine
Sorgen machen, d.h. wenn man sich nicht auch noch einbildet gleich 150m weiter
als sonst schießen zu müssen. Mit der Präzision der Kombination 7x57/Möller
JG
und geeignetem ZF wäre aber wohl auch das möglich!
Tag Herr Vogl,
das sprechen Sie etwas ganz vernünftiges an. Warum müssen es denen immer die „dicken Dinger“ oberhalb 8 mm S sein. Ich verstehe das sowieso nicht. Den Wirkungsquerschnitt meiner Lutz Möller Geschoß stelle ich von 6,5 bis 9,5 mm über die Splitter annähernd gleich ein. Lediglich der Restbolzen unterscheidet sich. Bei Lungenschüssen ist auch das unerheblich. Insofern rate ich tatsächlich eher zu kleineren Patronen und bin auch deshalb mit der 7x57 Lutz Möller Geschoß auf Elch gereist, durchaus erfolgreich (lies auf Sau und Elch in Schweden 2009!) wie man weiß. Seit dem Lutz Möller Geschoß werden keine großen Patronen mehr gebraucht, 7 mm langen vollkommen, auch (außer auf Dickhäuter) in Afrika, siehe 7x64 Afrika 2007 mit schönen Großkatzenbildern. Die lütten Dinger schießen sich angenehmer, man schleppt weniger an den Plempen, der Krach ist nicht so laut und in folge trifft man besser. Karamojo Bell schoß mit der 7x57 massenweise Elefanten. Also sollten wir unsere gute alten 7x57 Mause achten und nutzen. Sie ist, wenn man eine in allem ausgewogene Patrone sucht, vermutlich die beste von allen. Nicht zu lange Läufe und hinreichende Reichweite sprechen ebenso dafür.
Waidmannheil, Lutz Möller
Betreff: Bär @ Joachim Weber:
Ich habe Schwarzbären (ich geh mal davon aus, daß er nicht nach BC auf Grizzly
fährt, da er von Ansitzjagd (Luder?) schreibt und das ist nur auf Schwarzbär
erlaubt) hier schon mit allem möglichen umfallen sehen. Auch wenn ich meine
beiden Schwarzbären mit einer 9.3x62 und Lutz Möller Geschoß geschossen habe, haben 2
Freunde von mir mit Lutz Möller Geschoß in .308 und 7x57 jeweils
einen erlegt. Keine Probleme. Outfitter empfehlen allerdings meist mindestens
eine .30-06. Ansitz im Wald ist meist dunkel und die Bären kommen erst spät zum
Luder, also ist ein gutes Glas wichtig.
VG, CF, Samstag, 7. Mai 2011 16:52
Moin Christian,
ich sage doch die 7x57 ist „Die beste Patrone“. Die 7x57 JG Bärengeschichte ist mir bislang gar nicht aufgefallen. Hast Du von Deinen Freunden ggf ein paar Bilder davon für mich?
fragt Lutz
Die Fortsetzung auf Sau und Elch folgt in Schweden 2009! | 7x57 Fortsetzung 1
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.