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Moin Lutz,
habe ein paar schöne Fotos für Dich (.30-06 KJG-S auf 80 m), Böcchen, Bilderbuch fiel und lag am Anschuß.
LM: Danke Ralf!

Schweiß

Einschuß mit Schweiß in Schußrichtung hinter dem Böckchen
Moin Lutz,
das Wort „Bilderbuch-liegt-am-Anschuß“ habe ich geprägt, weil man auf diesem Bild den Ausschuß direkt hinter dem Böckchen gut erkennen kann. Wenn man das Foto mit dem Bock genau betrachtet, sieht man, daß die Schweißfahne hinter dem Bock genau auf einer Linie mit dem Einschuss liegt.
Wh Ralf, Sonntag, 4. September 2011 09:28

Böckchen mit Schweiß
Wh Ralf, Samstag, 3. September 2011 09:50
Zielscheibe einer .30-06 mit Lutz Möller Geschossen von Michl. B. von Samstag, dem 17. September, Sehr schön! Nimm diese Zielscheibe!
Hallo Herr Möller,
heute habe ich meine erste Schachtel LM .30-06 Munition bekommen.
Eigentlich sind die ja viel zu schön zu verschießen, aber nichts desto weniger
bin ich gleich auf den Schießstand - schließlich machen die anderen Berichte im
Forum wirklich neugierig was die Präzision angeht.
Nun, auf 100 m lag der erste Schuß in der Vertikalen Fleck und in der
Horizontalen etwa 4 cm rechts. Da ich grundsätzlich erst einmal an der Präzision
interessiert war, verstellte ich gar nichts an der Optik, sondern wartete 10 -
15 min und schoß erneut. Zu meinem Erstaunen lagen die Schüsse praktisch Loch in
Loch. Solche Genauigkeit hatte ich bisher nicht einmal mit meiner Norma Nosler
BST. Die streut immer 2-3 cm, wenigstens.
LM: Wenn Sie das so sicher sagen könne, dann schießen Sie gut! Sehr schön!
Nachdem ich also von der Leistung Ihrer Munition bereits überzeugt worden war, drehte ich die Optik 4 Klicke links und 3 Klicke hoch und schoß weitere 2 mal - natürlich wieder mit entsprechender Abkühlpause dazwischen.
LM: Achtung, nutze bessere Zielscheibe
Das Ergebnis zeigt das anhängige Foto (2 x 6 cm über der 10 - der schwarze Kleber ist von einem Schützen dazwischen). Beim zweiten Schuß habe ich übrigens nach meiner subjektiven Wahrnehmung „ein wenig“ am Abzug gerissen. Ich glaube sonst lägen die Schüsse tatsächlich genau auf einander.
LM: Ja. das geht!
Nichts desto weniger bin ich hoch zufrieden und werde die Munition nun auf der
Jagd einsetzen. Wenn sie dort auch hält, was Sie versprechen, dann werde ich
meine „Markenmunition“ wohl nur noch auf den laufenden Keiler aus Papier
schießen.
Eine Frage habe ich noch. Warum ergeben bei meiner Optik 3 Klick hoch 6 cm,
während 4 Klick links auch nur 4 cm Veränderung bringen ? Gibt es dafür eine
Erklärung? Auf dem Rädchen steht, daß 1 Klick = 1 cm auf 100 m sei.
LM: Die Erklärung ist, das die Verstellmechanismen nicht immer halten, was sie
versprechen. Die Mechanik der Optik ist äußerst anspruchvoll. Nicht jeder
Hersteller kann diesen Ansprüchen immer genügen.
Mit freundlichem Gruß, ein Neukunde :-D , Freitag, 23. September 2011 16:29
Hallo Herr Möller,
ich komme gerade vom Ansitz zurück und kann ganz frisch über die Wirkung Ihres
Geschosses berichten:
Von meiner leicht erhöhten Position (2,5 m Hochsitz + 2 m Gelädeneigung)
wechselte mich die wohl älteste Ricke an, die ich jemals gesehen habe. Ihr
Rückgrad stach empor wie ein Hahnenkamm, die Blätter und Keulen waren
eingefallen, die Hinterläufe waren bis zum Spiegel total verdreckt - mit Kuhdung
wie sich später herausstellen sollte. Sie lief langsam und schwerfällig wie ein
alter gicht- und athritisgeplagter Greis und hatte nur noch 3 Zähne - wie sich
wiederum später herausstellte. Nunja, nachdem ich eine Weile mit mir gehadert
hatte, entschied ich mich für einen Hegeabschuß - der Anblick war einfach zu
traurig.
LM: Draußen sterben altersschwache Tier ohne von uns geschossen zu werden an abgeschliffen Zähnen, die keine Nahhrung mehr zerkleinern können, Hungers wegen, oder werden in dem verhungernden Zustand von tierischen Beutegreifern bei lebendigemLeibe gefressen. So sieht das ohne uns menschliche Jäger dort draußen aus!
Das zugegebener Maßen sehr schwache Ziel bot zudem ein optimales, weil wenig widerstandfähiges, Ziel für den ersten Beschuß mit LM Munition. Ich wartete also bis die Ricke bis auf etwa 60 m herangewechselt war und schoß in einem 45° großen Winkel von vorn und leicht von oben ins Hochblatt. Die Ricke zeichnete gar nicht, sondern wurde von der Wucht des Geschosses sofort seitlich niedergeworfen und tat keinen Mucks mehr. Während ich auf sie zu ging, beobachtete ich sie und konnte keinerlei Bewegung erkennen. Als ich bei ihr ankam zuckte nur noch ein Augenlied, was ich mit einer 9 mm Para durch den Schädel auch noch beendete.
LM: Hä?
Der Einschuß war hochblatt, gut kalibergroß.
LM: Beachte gute Zielwahl!
Der Ausschuß lag kurz hinter dem m
anderen Blatt, mittig und etwa 1,5 mal das Kaliber (7,62 mm), also einen guten
Zentimeter
groß. Bisher lagen mit meiner Norma Vulcan 80 % der Tiere am Anschuß, sodaß
zumindest auf dieses Ziel Ihre Munition der sehr wirkungsvollen Vulcan in keiner
Weise nachsteht. Bemerkenswert ist jedoch, der Ausschuß war deutlich kleiner, als bei der Vulcan üblich.
Mit dem Ergebnis bin ich daher sehr zufrieden und berichte wieder,
wenn ich ein widerstandfähigeres Ziel beschossen habe.
Fazit bisher:
LM MJG: Präzision spitze, Wirkung auf schwache Tiere sehr gut bei geringer
Zerstörung der äußeren Hülle (Wildpret war in diesem Fall nicht vorhanden ;-) ).
Mit freundlichem Gruß, ein immer zufriedener werdender Neukunde, Sonntag, 25.
September 2011 21:53
Lieber Lutz,
Deine Seiten sind nicht nur lehrreich, sondern es ist
gut wenn man am Montagmorgen schon etwas zum Schmunzeln hat!
Der Mann macht ja wirklich keine halben Sachen, sondern beantwortet daß „zuckende
Augenlid“ eines offensichtlich toten Tieres noch mit dem entschlossenen
Einsatz der Kurzwaffe. Na ja, wenn man so ein Ding schon hat ….
Herzliche Grüße und eine schöne Woche, Ulrich Winkler, Montag, 26. September 2011 10:04
Betreff: Schmunzelstoff
„Der Mann macht ja wirklich keine halben Sachen, sondern beantwortet daß
„zuckende Augenlid“ eines offensichtlich toten Tieres noch mit dem
entschlossenen Einsatz der Kurzwaffe. Na ja, wenn man so ein Ding schon hat …“ ?
das war auch mein erster Gedanke beim Lesen, wenn man ein Grund sucht das Ding
zu benutzen findet man immer einen. Ich denke mal nicht nur
Neuling bei LM Munition.
Frank Radke, Montag, 26. September 2011 11:41
Ich kann Tiere nicht leiden sehen.
LM: Ganz richtige Haltung, gerade für einen Jäger, den das betrifft!
Obwohl ich weiß, daß es sich bei solchen Zuckungen mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit um letzte Nerven handelt, die kein Leben in dem Sinne
darstellen, schieße ich bis die Bewegung gänzlich aufhört. Das verlangt meine
ganz persönliche Ethik von mir. Da mir allerdings 2,80 € - nunmehr 4 € - teure
Fangschüsse auf Dauer zu kostspielig sind, habe ich mir eine Kurzwaffe für diese
Zwecke gekauft. Mal abgesehen davon, daß es billiger ist, kann ich damit auf
kürzeste Distanz auch wesentlich besser das Gehirn der Tiere anvisieren. Ist das
die Antwort auf Ihr „Hä“?
Zu „LM: Beachte gute Zielwahl!“
War meine Zielwahl denn falsch ? Der Schuß ging doch einmal schräg durch den
Brustraum und die Wirkung war offenkundig. Hä? :-\
MfG, Neukunde
Hätte Sie meine Empfehlung zur Zielwahl gelesen, wüßten Sie, daß hochblatt angetragen Schüsse nicht auf meiner Empehlungsliste oben stehen. Sie müssen schon lesen! Meiden Sie die Blätter, wenn das möglich ist! Ich empfehlen den breiten Schuß duch die Kammer, ohne Vorderlauf oder Herz „anzufassen“, weil nur die Lunge, außer in den großen Luftgefäßen, kein Nerven enthält, Fleisch aber immer. Deshalb ist der reine Lungenschuß ein besonders waidgerechte Schuß. Er wikt sicher, stört wenig und das Tier schweißt mit heilem Herzen gut aus. Dann noch das Haupt abgetrennt und das Tier an den Hinterläufen kopfüber aufgehängt, daß die Lymphe abfließt und alles ist gut.
Zu dem „Hä?“ kann ich mir meinen Senf auch nicht verkneifen. Mal ganz nebenbei bemerkt: Der Schuß auf kürzeste Nähe bereitet der Kreatur weiteres Leid, da der erklärte „Feind“ Mensch sich nun auch noch nähert. Hätte das Stück in diesem Fall noch Wahrnehmungsmöglichkeiten gehabt, so hätte es noch mehr gelitten. Beim Fangschuß ist immer der Büchsenschuß aus mäßiger Entfernung die erste Wahl! Ferner beobachtet man das getroffene Stück eine angemessene Zeit vom eigenen Standort aus, läßt es gegebenenfalls „in Ruhe“ sterben.
LM: Lies Wie stirbt Wild?
Mathias Donner, Montag, 26. September 2011 12:37
Betreff: Fangschuß stört
Klingt nicht unlogisch und ich werde es mal ganz in Ruhe für mich auswerten.
Ich habe dann allerdings eine vielleicht etwas provokante, aber überaus
relevante Frage: Das waidgerechte Abnicken oder der Stich ins Herz sind ja
demnach strengstens abzulehnen, weil der Feind das Tier ja dann sogar berührt.
Wie muß ich denn dann den Inhalt diverser Jagdkundebücher beurteilen?
LM: Veraltet. Aus dem Grunde sind dem Jäger ja zwei Kurzwaffen zugestanden.
Oder kommen wir hier in einen Bereich in dem jeder für sich entscheiden muß, was seiner Meinung nach am wenigsten Leid verursacht ?
LM: Ich glabe da gibt es objektive Erkennntnisse, die man sich zu eigen machen
sollte. Ich werden den Veterinär bei meinem nächsten
Lehrgang mal
daraufhin ansprechen.
MfG, Neukunde, Montag, 26. September 2011 15:05
Als Youngster solltes du dazu einiges und noch viel mehr wissen !
Abnicken (wissen viele Jäger eh´ nicht, was das heißt) bedeutet das
schwer kranke Stück Wild vorn über zu beugen = Nickbewegung (Richtung Stich),
damit die neuralgische Zone des Atlaswirbels frei liegt. Dann sticht man mit
einer sehr scharfen, zudem spitzen, kalten Waffe in den Hauptnervenkanal
zwischen Atlaswirbel (dem Spundloch) und dem Rest der Wirbelsäule - (bei dieser
Aktion sollte man sehr gut auf sein eigenes Kurzwildbret aufpassen - am besten
rechtes Knie auf die Hinterläufe, linkes Knie weiter vorn!). Diese Abfangmethode
ist aber wirklich nur das letzte Mittel der Wahl und für Profis, denn wie zuvor
ausgeführt und auch vom Auslöser dieser Beitrags - Kettenreaktion betont
(ich kann kein Stück leiden sehen), nur erfahrenen Jägern - insbesondere
Nachsucheführen vorbehalten ! Denn speziell dabei leidet das Tier sehr - dies
muß man im Verhältnis zu den eigenen ethischen Vorstellungen und insbesondere in
Einklang mit dem Tierschutz sehen: Erspare dem Geschöpf unnötiges Leid !
Wenn du das nächste mal deine 9 mm Para dabei hast, dann denke mal darüber nach
! Geld ist nicht alles - und wenn du die vorgenannte Pistole nur aus
Kostengründen (4,-- EUR / Schuss gegenüber was auch immer) erworben hast, dann
rechne doch mal nach: Kaufpreis Pistole + Munition x Anzahl der zu erwartenden
Fangschüsse. Die werden ja hoffentlich bald nicht mehr so nötig sein, weil auch
du dich weiterentwickeln wirst in unserer bleifreien Sippe (MJG + richtige
Zielwahl etc.), sieht die Rechnung schon ganz anders aus - mach´ was draus,
ziehe die richtigen Schlüsse !
Mathias, Montag, 26. September 2011 16:13
Moin, moin Herr Möller,
sicher ist sicher. So denkt der junge Weidgenosse und er hat auch recht damit.
Aber nach einem hohen
Blattschuß sollte die Ricke doch nach der Zigarettenlänge verendet sein.
Manchmal spielen einem die Sinne aber auch einen Streich. Weidmannsheil zum
Hegeabschuß!
Wie auch immer. Während meines Lehrgangs zum Jagdaufseher meinte unser Ausbilder
zum abnicken: „Das kann kaum einer noch richtig, lassen sie die Finger davon. Es verursacht unnötige Qualen beim Wild und sie geraten in Gefahr von umstehenden
Personen angegriffen zu werden. Wenn es schon die blanke Waffe sein muß, stechen
sie lieber mit leichter Drehung zweimal in den Bereich der Lunge, damit die
zusammenfällt. Das geht schnell und sieht weniger brutal aus. Erste Wahl sollte
aber immer der Fangschuß sein.“
LM: Danke! Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!
Weidmannsheil, Stefan Simm, Montag, 26. September 2011 19:11
Guten Morgen Lutz,
Ich möchte auch meinen „Senf“ zum Abnicken beitragen. Als Hundeführer habe ich
schon sehr viele Stücke abgenickt. Man kommt immer wieder in die Lage im
verbauten Gebiet ein Stück Wild abfangen zu müssen. Sei dieses durch einen Schuß
oder durch ein KFZ verletzt worden. Im verbauten Gebiet ist es bei uns in
Österreich verboten mit einer Kugel, sei es aus einer Kurz- oder Langwaffe einen
Fangschuß abzugeben. Ausnahme Schrotschuß. Ich bin außerdem schon des Öfteren zu
Wildunfällen dazugekommen, da ich in einem fremden Jagdgebiet aus
Tierschutzgründen ein Stück Wild genickt habe, bevor ein
Jagdausübungsberechtigter eingetroffen ist. Auch hier verbietet uns das
Jagdrecht die Schußwaffe zu benützen. In diese Lage kann jeder Jäger kommen, und
daher sollte jeder diese Technik beherrschen. Auch für deinen „neuen Kunden“
wäre das eine gute Übungsgelegenheit gewesen. Im Übrigen bevorzuge ich den
Fangschuß auf den Träger aus etwas weiteren Entfernung.
Um mit der Kurzwaffe den Fangschuß anzutragen muß man doch recht nahe an das
Stück herantreten. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Stück zu flüchten
versucht doch sehr groß. Ob man dann mit der Kurzwaffe noch treffen kann?
WH Werner, Dienstag, 27. September 2011 10:05
Moin Lutz,
heute habe ich für dich einen sicherlich bemerkenswerten Bericht. Eigentlich
wollte ich heute morgen ein Schwein schießen, aber es kam anders. Ein Stück
Rehwild kam dicht an meinen Ansitz, bemerkte mich und schreckte. Das ging eine
ganze Weile so, bis das Haupt mal hinter einem Baumstamm verschwand. Jetzt
konnte ich meine Ohrschützer aufsetzen und das Rohr richten. Durch das Absehen
habe ich den Ast schon gesehen, dahinter war die Kammer. Das Urvertrauen
in dein KJG hat den Zeigerfinger nicht zögern lassen diesen kleinen Muskel
anzuspannen bis es knallte. Schußentfernung 40 -45 m. Ast - Zicke 6 m. .30-.06
KJG. Danach zeichnete das Stück deutlich und flüchtete
ins Unterholz. Den Fluchtweg konnte ich etwa 30 m verfolgen. Nach dem Abbaumen
machte ich mich dann auf die Suche.
Anschuß Ricke
Anschuß Ricke 2
Asteinschuß
Schweiß
Schweiß 2
Schweiß 3
Schweiß, größer
Schweiß vor der Zicke
Die Schweißfährte konnte man mühelos verfolgen. Sie war mir mit geschätzten 80 - 90 m doch etwas zu lang.
Schweiß vor der Zicke größer
So sah mich die Zicke
Ricke tot
Ricke Rückseite
Innenleben
Der Treffersitz war etwas anders als erwartet, ich dachte weiter hinten angehalten zu haben. Vielleicht ist ja doch eine geringe Ablenkung durch den Ast denkbar. Mit Blei hätte ich mir das nicht getraut. Obwohl das Stück durch den Knochentreffer eher wie mit Blei geschossen aussieht. Die Lunge ist nur im vorderen Teil beschädigt, das Herz war noch ganz. Ist da nur der Restbolzen weitergeflogen?
LM: Vermutlich!
Wh Ralf, Samstag, 1. Oktober 2011 16:02
Hallo Herr Möller,
am Samstag konnte ich wieder die überragende Durchdringungskraft Ihres Geschosses anlässlich einer Drückjagd auf Sauen erleben. Einen flüchtige 90 kg Keiler streckte ich auf etwa 60 m Entfernung mit meiner Heym SR30 in .30-06. Ich bemerkte deutliches Zeichnen. Nach 20 m Fluchtstrecke lag die Sau. Treffersitz tief Blatt mit Ausschuß, beide Oberarmknochen vollständig durchtrennt, Herzverletzung durch Splitter, abschließend Fangschuß auf Haupt.
LM: Hä? Warum das denn?
Beim Streckelegen großes Palaver, ob der 2 Schüsse beidseitig aufs Blatt. Mir
wollte anfänglich kein Jagdgenosse abnehmen, die Durchschüsse rührte nur von
einem Schuß her. Eine MJG - Patrone machte die Runde und löste ungläubiges,
weil unwissendes Kopfschütteln aus. Leider habe ich keine Bilder. 1. durch o.g.
Erörterung 2. bedingt durch die nicht alltägliche kapitale Beute
stand ich selbst etwas neben mir. 3. mußte ich den Pflichten eines Jagdkönigs
dann noch nachkommen.
Beim nächsten Mal bemühe ich mich, aussagekräftige Schnappschüsse zu liefern.
Mit freundlichen Grüßen, F.W., Marburg
Sehr geehrter Herr Möller,
auf der letzten Drückjagd habe ich mit meiner .30-06 und
Ihrem Geschoß eine Ricke geschossen. Der Schuß ging schräg von vorn
tiefblatt durch den Brustkorb und durchschlug dabei das Herz. Jetzt müssen hier
Zielwahl verlinken :-D , da diese suboptimal war - aber auf der Drückjagd
kann man leider nicht immer auf die Breitseite hoffen, sondern muß, wie Sie
sicher wissen, mitunter sehr schnell handeln. Wie zu erwarten sprang die Ricke
ob des Schmerzes ab, kam aber nur 8 m bis in die nächste Dickung, wo sie klaglos
und ohne zu schlägeln einfach tot zusammenbrach. Ihr MJG
hat also saubere Arbeit geleistet.
Als ich jedoch zum Versorgen des Wildes meine Waffe entladen wollte - ich hatte
natürlich nach dem Schuß sofort duchgeladen -, trat etwas merkwürdiges bis
beunruhigendes auf. Ich konnte den Repetierhebel nicht nach oben bewegen. Mit
ein wenig Gewalt ging es dann doch. Als der Hebel oben war, konnte ich ihn
jedoch wiederum nicht nach hinten bewegen - wie bei der Drehung war er zunächst
fest. Mit roher Gewalt ging es dann doch. Dabei wurde nur die Hülse ausgeworfen
und das Pulver verteilte sich hörbar in der Kammer und auf dem Waldboden. Als
ich den Repetierhebel gänzlich aus der Waffe entfernte, konnte ich das Geschoß
im Lauf stecken sehen. Zu Hause stellte ich dann fest, daß sich dieses mit einem
kleinen Schlag auf den Putzstock, den ich von vorne in den Lauf einführte, ganz
leicht ausstoßen ließ.
Nun bin ich etwas verunsichert.
LM: Lies Delta-L
Ist das schon einmal jemand anderem geschehen?
LM: die Antwort zu finden benutzen Sie bitte die Suche.
Sollte das noch einmal vorkommen, sollte ich statt mit Gewalt zu repetieren, die Patrone einfach abfeuern?
LM: Ja warum denn nicht.
Ist eine größere Setztiefe des Geschosses möglich oder ratsam, um das sicher verhindern zu können ?
LM: Ja.
Es gibt doch keine Unterschiede bei den Patronenlagern und den unterschiedlichen Waffen in ein und demselben Kaliber, oder?
LM: Oh doch!
Gibt es Kulanz bei Ausschußware - dieser Begriff wird Ihnen sicher nicht schmecken :-P .
LM: Nein. Nur geprüfte Ware verläßt den Laden, aber kein Ausschuß.
Ich bitte um Aufklärung dieser Erscheinung, denn so ein Ereignis kann einem echt die Jagd vermiesen.
LM: Gern! folgt . . .
Gruß, Neukunde, Montag, 28. November 2011 18:05
Die .30-06 Springfield ist eine amerikanische Patrone (gedacht als verlängerte, frühere 8x57IS) von 1906, die nicht deutsche Ingenieure entwickelten. Was die Amerikaner geritten hat, als die deren Maße festlegten, weiß ich nicht, aber für mich waren die dabei von allen guten Geistern verlassen. Sie bauten in die .30-06 nämlich - und nicht nur da - den delta-L-Fehler ein. Ich zeige den im folgenden Schnitt (Patrone im Lager):

.30-06 Springfield delta-L-Fehler
Keine maßgerechte .30-06 Patrone paßt mit dem zulässigen Verschlußabstand in maßgerechte .30-06 Lager. Das ist der delta-L-Fehler = Wahnsinn! Nur wenn die Patrone das Lager um 0,15 mm überragt, bietet das Lager der Patronenschulter hinreichend Platz. Ich meine, das ist Murks, wäre eines deutschen Ingenieures nicht würdig!

Mein 7626 Geschoß paßt unter diesen Umständen bei 83 mm Gesamtlänge genau in den Übergangskegel. Das ist einer der Gründe, aus denen meine Geschosse so genau treffen.
Wenn nun allerdings, wie ich in ihrem Falle vermute, das Lager weiter gereiben oder gehämmert ist, wird beim Rückstoß des vorherigen Schusses die Waffe im Raum beschleunigt zurücklaufen, aber die Patrone ungerührt im Raum träge stehen bleiben (In einem Maßlager würde der Rückllauf an der Schulter die Patrone mit zurücknehmen.). Dann klemmt das Geschoß im Kegel.
Die DEVA wird gern Ihre Waffe vermessen, ebenso wie unser Munition.
Aber das wollten Sie wahrscheinlich nicht hören. Gleichwohl ist es so. Die amerkinische .30-06 ist Murks. Da sieht man es mal wieder. Sie wollten vermutlich wissen, ob ich helfen kann. Ja. Ich kann. Wie? Nun, man (wir) kann das Geschoß einen Millimeter zurücksetzen um Freiraum zu schaffen. Weiter kann man kann den Millimeter Hülsenmund vor dem zweiten Führband in einer Krempe einwürgen, wenn das notwendig erscheinen sollte, um denAuszugswiderstand zu vergrößern.
Schicken Sie die verbliebene Munition mit genau dieser Maßgabe zurück, damit die entsprechend geändert wird. Wenn Sie das nicht genau so sagen, wird nichts geschehen.
Waidmannsheil, Lutz Möller, Montag, den 28. November 2011
LM: „Wenn nun allerdings, wie ich in ihrem Falle vermute, das
Lager weiter gerieben oder gehämmert ist, wird beim Rückstoß des vorherigen
Schusses die Waffe im Raum beschleunigt zurücklaufen, aber die Patrone ungerührt
im Raum träge stehen bleiben (In einem Maßlager würde der Rückllauf an der
Schulter die Patrone mit zurücknehmen.). Dann klemmt das Geschoß im Kegel.“
Seit wann steckt der zweite Schuss im Patronenlager, wenn der erste Schuss
bricht? Das muss ja ´ne äußerst seltsame Waffe sein. Wahrscheinlich die, mit der
auf 500 m ne Katze getroffen wird. Früher stand so was in Grimms Märchen.
LM: Oh Mann, so ein Schwachssinn! Den muß ich sofort ändern!
Tatsächlich passier sowas beim schnellen repetieren.
Waidmannsheil von Rainer, Dienstag, 29. November 2011 16:27
Betreff: Wunderwaffe 30-06
LM: Oh Mann, so ein Schwachssinn! Den muß ich sofort ändern! Tatsächlich passier
sowas beim schnellen Repetieren.
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Repetiere ich zu schnell?
LM: Möglich.
Wie kann sich dabei das Geschoß etwas aus der Hülse ziehen ?
LM: Indem das bewegte Geschoß sich noch etwas weiterbewegt, wenn die Hülse im Patronenager an der Schulter anstößt. Ich widerhole von .30-06 delta-L oben daa Angebot:
„Schicken Sie die verbliebene Munition mit genau dieser Maßgabe zurück, damit die entsprechend geändert wird. Wenn Sie das nicht genau so sagen, wird nichts geschehen.“
Dann setzen wir die Geschosse zurück und fest.
Ich nahm an, das Ihre anfänglichen Darstellungen der Wirkung des Rückstoßes
nicht auf die leere Patrone im Lauf, sondern auf die im Magazin bezogen waren.
Dort kann es sein, daß sich das Gewehr im Raum zusammen mit den festgeklemmten
Hülsen im Magazin nach hinten bewegt, während die Geschosse selbst aber träge
bleiben.
LM: Richtig. Das ist so.
Sie haben keinen Kontakt zum Gewehr, sondern ausschließlich zu den Hülsen!
LM: Nur wenn Ihr Magazin einwirksam Schulteranlage aufweist und das Magazin groß genug ist.
Gleichzeitig werden sie nicht nur durch ihr Eigenmasse,
sondern gleichermaßen durch die Trägheit der Pulverladungen aus der Hülse
gedrückt. Und wenn Patronenlänge in Sachen Lager voll ausgereizt ist und die
„Bördelung“ vielleicht ein wenig lockerer ist als „üblich“, dann kann sich eben
auch mal ein Geschoß das gewisse Quäntchen nach vorn bewegen, so daß die Patrone
zu lang für das Lager wird und das Geschoß im Übergangskegel beim Einrepetieren
festgeklemmt wird. Dann ließe es sich nur gegen den Widerstand der „Bördelung“
im Hülsenhals drehen und herausziehen.
Verstehe ich das richtig, oder ist das Blödsinn ?
LM: Paßt schon. Lies Krempe.
MfG, Neukunde, Donnerstag, 1. Dezember 2011 08:21
Sehr geehrter Herr Möller,
danke für Ihre fundierten Internetseiten, in denen ich seit
Jahren immer wieder gerne lese!
LM: Bitte sehr.
Mit Ihrem KJG der 2.Generation habe ich mit meiner Mauser M03 in .30-06 (=
bisher meine einzige Kugellangwaffe ) gute Erfahrungen bei der Rehwildjagd
gemacht ( bisher in 6 JJ ausschließlich Rehe bejagt ).
Nach Ihrer Umstellung auf das MJG habe ich zwei Fragen
mit der Bitte um Beantwortung:
Gern möchte ich Patronen mit MJG in .30-06 bei Ihnen bestellen. Allerdings waren bei der letzten Lieferung von H. Liebig von 100 Patronen KJG (.30-06) knapp die Hälfte sog. Klemmer, die ich - bei Kostenerstattung durch H. Liebig - wieder zurückgeben mußte. Ist bei den Patronen mit dem neuen MJG auch mit diesem Problem zu rechnen?
LM: Die amerikanische .30-06 hat das delta-L-Problem. Wenn Ihr Patronenlager entsprechend zu kürz wäre, müßte alle Patronen klemmen, nicht nur die Hälfte. Ich sehe daher keine Schwierigkeiten.
Eine neue Blaser K95 in 6,5x57R könnte ich kurzfristig erwerben und wollte dazu Ihre Patronen in MJG verwenden. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, könnte ich mit Ihren Patronen bei guter Zielwahl mit dem MJG alles bei uns heimische Wild (Fuchs bis grobe Sau) gut (= kurze Fluchten, wenig Zerstörung) in kürzerer und weiterer Entfernung erlegen.
LM: Ja.
Ist dies von mir richtig verstanden, oder würden Sie mir zu einem größeren Kaliber für Ihr MJG raten?
LM: Nein.
Haben Sie schon eine Indikation, wann Sie die o.g. Patrone ausliefern können?
LM: .30-06 ab Lager, 6,5x67R nach Beschuß demnächst (einige Wochen).
Mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen aus München, Norbert Hengstler, Freitag, 16. März 2012 20:48
Sg Herr Möller,
nachdem nun mein Vorrat an den alten KJG zu Ende geht, würde ich gern wie
seinerzeit angefragt um einen
Munitionsversand nun mit MJG bitten. Vor einer
Bestellung noch ein paar allgem. Fragen:
Ich würde Munition für .30-06 für meine Blaser R93 benötigen, gibt es außer
Ihren grundsätzlichen Bedenken zur R93 ev. Probleme bzw. Anmerkungen Ihrerseits
zu dieser Waffe mit Ihrer MJG-Munition?
LM: Nur diese zu R93.
Jemand in Ö hatte bei den KJG (keine Ahnung ob das LM oder schon S. war) eine Ballistikkurve angegeben. Als ich jetzt im Netz bei Ihnen genauer schaute, bin ich, zumindest die GEE betreffend auf unterschiedliche Angaben gekommen, auf Ihrer „Jagd-Seite“ ist diese für die .30-06 mit 214 m, auf der „Munitions-Seite“ mit 257 m angegeben?
LM: Falsch gelesen oder wiedergegeben. Die Selbstlader GEE beträgt 214 m, aber die LM Munition gebe ich mit 222 m GEE an.
Ist eine Angabe noch auf die alte KJG bezogen, oder warum differieren diese sonst?
LM: Die Angaben beziehen sich aus das 7,62 mm MJG 7626.
Wie soll, muß für einen Versand nach Ö die Bestellung aussehen? Kann ich selbst bestellen, und - wie von Ihnen damals angemerkt - mit abweichender Lieferanschrift (Waffenhändler)
LM: Ja.
Oder soll jener für mich bei Ihnen bestellen?
LM: Nein.
Soweit ich den Bestellvorgang schon durchgegangen bin, sollte dies eine gewöhnlich Bestellung sein, nur die Zahlung betreffend habe ich nichts näheres gefunden.
LM: Die Bankverbindung teilen wir Ihnen in der
Auftragsbestätigung, Rechnung mit.
Mit bestem Dank im Voraus für Ihre kurze Rückmeldung.
MfG,Karl Edelhauser, Dienstag, 10. April 2012 10:05
WH Hr. Möller,
Der Umstieg von den alten KJG auf Ihr neues MJG ist gut
gelungen.
Die Waffe in .30-06 wurde auf 100 m mit 4 cm Hochschuß eingeschossen. Nach einer
kleinen Richtung berührten sich alle drei Schüsse haben sich auf der
Zielscheibe. Die Trefferleistung überzeugt
also weiterhin mehr als genug. In den letzten Tagen konnte ich beim Pirschen 3
Überläufer und einen Rehbock zur Strecke bringen.
.jpg)

.jpg)
Von den drei Sauen gingen zwei mit einem Schuß hinters Blatt
jeweils noch 15 m. Schußentfernung rd. 70 und 100 m. Am Anschuß jeweils viel
Lungenschweiß (s. Bild). Die dritte Sau blieb mit einem Blattschuß (weil
Abendansitz) auf 50 m am Platz. Die
Wirkung ist für mich also weiterhin hervorragend.
Beim Rehbock mußte ich beim Pirschen auf 220 m angestrichen über den Stock
schießen. Der Bock blieb im Feuer. Nach 15 min beim Nähertreten war jedoch der
Bock noch nicht verendet. Ich hatte weit hinten
weich geschossen. Ein Fangschuß war
notwendig. Ein Wunder, daß der Bock bei diesem schlechten Treffersitz am Platz
blieb. Sonst hat man damit hat man eine endlose Nachsuche.
Die Wildpretentwertung war schon merklich, allerdings gibt es eben keine
eierlegende Wollmilchsau.
Was mir aufgefallen ist, ist die sehr unterschiedlichen Eindrückungen der
Zündhütchen bei der
von Ihnen bezogenen Fertigmunition.
LM: Siehe dazu das Delta L Problem der .30-06! Siehe auch hier!
Manche Zündhütchen sind beinahe völlig platt, manche zeigen keine merkbaren Veränderungen. Bilder können gern nachgereicht werden.
LM: Ja bitte.
Was ist die Ursache dafür?
LM: Vielleicht großer Verschlußabstand und veränderliche Lage der Munition im Lager. Wer weiß? Ohne das selbst gesehen und geschossen zu haben, kann ich dazu nichts sagen.
In der Trefferlage habe ich keine Abweichungen feststellen
können.
WH, C.K., Mittwoch, 25. April 2012 09:54
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.