Fortsetzung von .30-06, Seite 1, .30-06, Seite 2, und .30-06, Seite 3
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Waidmannsheil Hr. Möller,
Ich hoffe, Sie hatten eine schöne Zeit im kühlen Island. Das wäre wärmemäßig
jetzt genau meines.
LM: Zwischen 8 und 20 Grad bei vorwiegender Sonne und
wenig Wind war das Wetter ganz unatlantisch wunderbar!
Gestern abends begab ich mich nach drei Wochen völliger Ruhe im Revier erstmalig
wieder auf Ansitz und wollte dort, wo ich heuer bereits einen guten und alten
Bock erlegen konnte, auf einen bestätigten und nach dem Freiwerden des
Territoriums hoffentlich wieder sichtbareren schwachen Jährling gehen. Gleich
beim Aufbaumen äste am Rand eines Buchenanwuchses unterhalb des Hochstandes
vertraut eine junge Geiß mit ihrem Kitz. Nach einigen Minuten verhoffte diese
bergauf - von dort drang ein Keuchen und Brechen herunter. Die jungen Buchen bog
und beutelte es, kurz war eine Geiß und knapp dahinter der treibende Bock zu
sehen. Das Spiel dauerte an, leider außerhalb meines Blickfeldes. Ich war in
unserer Höhenlage um diese Zeit noch nicht auf das Liebespiel der Rehe
eingestellt. Daher hatte ich auch kein Blatt dabei. Normalerweise muß bei mir
als Lockinstrument das Fliederblatt herhalten - woher also eines nehmen? Die
Luft war rein, schnell steig ich vom Hochstand runter, zwickte ein paar schattig
gewachsene Buchenblätter ab und baumte wieder auf den Hochstand rauf. Kurzer
Kontrollblick - offenbar hatte keines der anwesenden Stücke meinen kurzen
Ausflug mitbekommen. Nach ein paar Minuten versuchte ich ein paar vorsichtige
Kitzfiepe. Danach Stille und gespanntes Warten. Keine Viertelstunde später
erblickte ich auf 70 Schritte, aus dem Hochwald gegenüber meines Sitzes,
vorsichtig sichernd eine Kitzgeiß, offenbar die Getriebene. Gleich dahinter ihre
beiden starken Kitze. Ein erfreulicher Anblick nach der verregneten und kalten
Setzzeit im Mai. Langsam zog die Geiß auf mich zu, die Kitze sprangen verspielt
um sie herum. Doch plötzlich war da noch ein stück rote Decke zwischen den alten
Fichtenstämmen zu sehen. Ein Bock zog magisch angezogen hinter seiner
Angebetenen her. Ständig ihre Witterung aufnehmend, aber auch immer auf Deckung
bedacht, kam die Gruppe zu mir, immer näher. Keine fünfzig Meter trennten mich
mehr vom Geschehen. Ich hatte zwischenzeitlich das Buchenblatt mit meiner .30-06
gewechselt, entsichert und eingestochen und den Bock fest im Visier. Mal stand
der spitz, mal verdeckt - Es wollte einfach nicht sein. Der Bock paßte, ein
guter, ~ 4jähriger Abschußbock, da war ich mir sicher, auch wenn ich ihn noch
nie gesehen hatte. Die Kitzgeiß wurde nun wieder ruhiger und begann mit dem
Nachwuchs vertraut zu äsen. Der Bock tat nieder, das war's nun offensichtlich,
dachte ich mir. Da tänzelte die Geiß immer Näher vor dem Bock herum, genau in
dessen Wind. Da gab es kein Halten mehr, seitens des noch frischen, feisten und
ausgeruhten Bockes. Das Treiben begann von neuem.
Doch nach kurzer Zeit war es soweit - ein kurzes Verhoffen
und Rasten im wilden Reigen, diesmal frei und breitstehend. Das Fadenkreuz fuhr
dem Bock hinter das Blatt, der Zeigefinger krümmte sich und das
Lutz Möller Geschoß war aus dem Lauf. Kaum zeichnend
sprang der Bock ein paar Gänge ab und blieb wankend neben einer alten
Wetterfichte stehen. Der Rest der Gruppe sprang leicht flüchtig und ob des
Knalles verunsichert in den Unterwuchs ab. Beim Durchrepetieren fiel der
Bock und blieb für mich sichtbar liegen.
Ein Erlebnis wie aus dem Bilderbuch - der Bock landete in der Küche, diesmal
auch die Leber ;-)
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Waidmannsheil! CK, Dienstag, 20. Juli 2010 13:44
Moin, Herr K.
danke für Ihre erfreuliche und gut bebilderte Geschichte. Bei aller Achtung und Freude empfehle ich gleichwohl für Ihre Zielwahl künftig den Treffer höher zu setzen. Sie haben dann mehr Platz für Fehler Ihrerseits oder Bewegung des Bockes seinerseits. Mein Lutz Möller KJG würde zwar auch eine (fast) Streifschuß Beut bringen, aber mn muß ja nicht immer „auf Kante nähen“.
Ich wünsch Ihnen weiterhin guten Anblick und bei passender Gelegenheit auch fette Beute,
Waidmanns Heil, Lutz Möller

Sehr geehrter Herr Möller,
diesen 145 kg schweren Keiler (aufgebrochen) erlegte ich am
19.Septemnber 2010 bei mäßiger Ausleuchtung durch den Mond im Wienerwald auf
gemessene 70 Meter mit meiner Voere LBW Luxus und Ihrem
Lutz Möller Geschoß
.30-06, breit nach links stehend, Haltepunkt Ansatz linker Teller. Das Stück
fiel einfach nach rechts um und blieb im Feuer ohne zu schlegeln liegen. Ich
konnte im Bereich des linken Tellers keinen Einschuß und erst recht keinen
Ausschuß finden. Lediglich im
Bereich des linken Lichts fand ich ein wenig Schweiß (ausgeblasen?). Ich führe
das auf den starken Feist unter der Schwarte zurück. Beim Aufbrechen ging im
Bereich des Schlundes jede Menge Schweiß, aber keine Knochenstücke her, alle
Organe waren unversehrt. Eine genaue Untersuchung konnte ich nicht mehr
vornehmen.
Mit freundlichen Grüßen, Hanno Zanier, Mittwoch, 22. September 2010 13:33
Waidmannsheil, Herr Zanier,
im Wienerwald gibt es also nicht nur Hähnchen. Der Erlegte ist schon ein guter Basse! Wenn Sie weitere Bilder haben, veröffentliche ich die gern.
MfG, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
jetzt habe ich zwar die Geschosse, bin aber noch unsicher welche Ladung verwendet werden soll.
LM: Am besten die die empfohlene!
Meine weiteste Schußentfernung beträgt 150 m. Norma 202 ist vorhanden. So werde ich wohl die 3,52g Empfehlung nehmen. Allerdings reizt mich auch auf Militärbahnen über 200 m zu schießen. Übung schadet nicht. Nach alldem Studium ihrer Seiten, ist eine „Volldampfladung“ jagdlich nutzbar. Liege ich da richtig?
LM: Ja, gewiß. Lies Schnell oder langsam?
Ich führe eine Interarms Mark X mit 60 cm Lauf. (60,5 cm bis Stoßboden). Als Hülse wird RWS-30-06 verwendet. Leider konnte ich die noch nicht auslitern, da die Stopfer auswärts wohnen und ich noch nicht hingekommen bin. Ist es ihnen möglich, aufgrund dieser Angaben eine Ladungsempfehlung zu geben?
Waidmannsheil, Tomy R., Dienstag, 28. September 2010 07:15
LM: Die Empfehlungen stehen hier. Ohne den Pulverraum der in der Waffe abgeschossen Hülsen zu kennen, kann ich Ihnen nichts andres empfehlen, außer die Hülsen mit Pulver ganz vollzustopfen.
Sehr geehrter Herr Möller,
in der diesjährigen Elchjagdsaison war mir in Norwegen Weidmannsheil beschieden:
gleich am ersten Jagdtag (dem 5.10.) vernahm ich im Nachmittagstreiben dieses
leise, sich aber schnell nähernde Geräusch, wie es anwechselnde Elche
verursachen, und schon kam im fördernden Troll ein starkes Elchtier mit einem
ebenfalls starken Kalb auf ~ 130 m entlang der gegenüber liegenden Berglehne.
Diesem Mutter - Kind - Verband folgte in geringem Abstand ein typischer Gabler
vom zweiten Kopf, meine Norwegerfreunde nennen einen solchen Jugendklasse - Elch
„Vieretakker“. Tiere und Kälber werden dort in den ersten 10 Tagen der
Jagdsaison geschont, der „Vieretakker“ durfte aber erlegt werden. Also flugs das
ZF auf 7-fach gestellt, das Absehen schön weit vorne im Trägerbereich zentriert,
gut mit - und durchgeschwungen und den Timney - Abzug meines 98'ers ausgelöst.
LM: Kam der breit oder spitz. Wie weit hielten sie vor?
Der beschossene Elch fiel augenblicklich, lag im Feuer und rührte keinen Lauf mehr. Rasch nachgeladen, blieb ich noch zwei Minuten im Anschlag, dann kam unsere fünfjährige Elchhündin „Hitti“ auf der Fährte zum Elch und verbellte ihn tot. Für mich im ersten Moment kaum faßbar, saß die Kugel (.30-06 Lutz Möller Geschoß, 3,53 Gramm R 902) auf dem Trägeransatz, in Bild 1 gut erkennbar. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigten sich mehrere Ausschüsse, also haben die meisten Lutz Möller Geschoß - Splitter den Träger dieses zweijährigen Elchhirsches durchschlagen (Bild 2)! Beim aus der Decke schlagen fanden sich zwei weitere Lutz Möller Geschoß - Splitter ausschußseitig im Unterhaut - Bindegewebe unter der Decke (Bild 3). Nach dem Teilen des Schlachtkörpers in zwei Hälften nahm ich das vierte Bild auf: hier bekommt man eine deutliche Vorstellung vom Wirkungsquerschnitt, den Ihr Lutz Möller Geschoß entwickelt, auch bei hartem Widerstand für das Geschoß. Die Wirbelsäule wurde an mehreren (!) Stellen durchschlagen, was das schlagartige Verenden erklärt. Ein Bild sagt hier mehr als 1000 Worte.
Vielen Dank, Herr Möller, für die Entwicklung des Lutz Möller Geschoß , und eine glückliche Hand bei all Ihren weiteren Vorhaben!
LM: Danke!




Lies Trägerschuß!
Mit freundlichen Grüßen und Weidmanns Heil! Detlef R., Mittwoch, 27. Oktober 2010 19:40
Laut Norwegischen Bestimmungen ist das Minimalgewicht für Elchjagdgeschosse 9 g. .30 kaliber Lutz Möller Geschoß wiegt (so wie ich das verstehe) nur noch 8 g und ist somit nicht zulässig für die Elchjagd in Norwegen. Herr Moeller, ich möchte vorschlagen Sie entfernen vorsichtshalber den Namen des „Verbrechers“ von Ihrer Seite.
LM: Die alten Bestimmungen gehen von minderwertigen
Bleigeschossen aus.
Lutz Möller Geschoß
können das!
Waidmannsheil, Morten Opsahl, Mittwoch, 27. Oktober 2010 23:28
Hallo Herr Lutz Möller,
ich bin zu Zeit noch Sportschütze, werde nächstes Jahr den Jagdschein machen.
LM: Gut!
In einer Woche fahre ich nach Isny zu Sauer, dort möchte ich eine Sauer 202
Forest bzw. Elegance erwerben. Meine Frage an Sie wäre nun, welches Kaliber
würden Sie bevorzugen, .308 Win. oder .30-06?
LM: „Kaliber“ nennt man den Innendurchmesser eines Rohres. Ihre beiden Patronen teilen dasselbe 7,62 mm Kaliber (.30").
Nach mehreren Gesprächen mit Jäger aus meiner Region ist die Wildhäufigkeit
etwa70-80% Reh und 20% Sauen. Ich würde die .30-06 bevorzugen da sie etwas mehr
Leistung bietet.
Teilen Sie meine Meinung auch ?
LM: Was bei selben Kaliber und selbem Stoßboden die Leistung angeht birgt die
mit 63 mm längere .30-06-Hülse mehr Pulver und damit Leistung als die mit 51 mm
deutlich kürzere Sturmgewehrpatronenhülse .308". Aus längerem Lauf ist die
länger Patrone die bessere Wahl, aus kürzerem Lauf die kürzere. Denken Sie doch
mal über „Die beste Patrone“
nach. wie
Mit freundlichen Grüßen, Michael Fischer, Montag, 8. November 2010 15:22
Hallo Herr Möller!
Ich besitze noch kein Innenballistikprogramm und möchte Sie bitten,
folgende Daten auszuwerten.
LM: Kaufen Sie Quickload!
Meine Büchse ist eine Mauser M03 mit 60 cm Lauflänge in 30-06. Die Hülsen sind
von Lapua in .30-06 mit einem Volumen von 4,407 ccm. Zündhütchen von Remington
No. 9½
LM: Ganz falsch. Siehe Zündhütchen und Pulverlebhaftigkeit! Nehmen Sie schwächere wie CCI 200 oder RWS 5341.
Lutz Möller Geschoß mit schwarzer Spitze mit Gewicht von 8,022 bis 8,039 g (ein Ausreißer mit 8,068 g war auch dabei). Pulver Rottweil R 902 mit 3,41 g erzielte einen „süßen Fleck“ mit geringster Streuung.
LM: Wie viel Ø auf 100 m?
Setztiefe unter dem 2. Führungsband mit 82,7 mm Gesamtlänge. Rotationsloser Geschoßweg bis zum Übergangskegel bei dieser Setztiefe ~ 0,5 mm.
LM: Paßt!
Trotzdem genauer Ladung streut die Büchse bei den ersten 2 kalten Schüssen
enorm, wenn ich vorher den Lauf mit der Bronzebürste durchgezogen und trocken
gewischt habe.
LM: Ganz falsch. Lassen Sie das bleiben. Lesen Sie Rohr frei, Ölschuß!
Kann fehlender Kupferabrieb im Lauf eine Erhöhung der Mündungsgeschwindigkeit mit höherer Treffpunktlage verursachen?
LM: Nein. Aber Ihre sinnlose Putzerei stört den gleichmäßigen Zustand des Rohres!
Bei den ersten zwei Schüssen trat auch fehlende Liderung der Hülse auf und Schwärzung bis zur Hülsenschulter, was auf zu wenig Druck hindeutet.
LM: Und auf das nicht passende (zu starke) Zündhütchen.
Die Patronen wurden aber alle einzeln auf 1mg genau eingewogen.
LM: Mit welcher Wage wollen Sie denn dermaßen genau messen?
Daher kann ich eine fehlerhafte Pulvereinwage ausschließen. Bei den
nachfolgenden 10 Schüssen war wieder normale Liderung der Hülsen mit Dichtung am
Hülsenmund zu bemerken. Zwischen den Schüssen wurde die Waffe wieder
abgekühlt, um den kalten Schuss zu simulieren.
Vielleicht können Sie mir dazu einen Rat geben.
LM: Ja klar!
Vorab schon vielen Dank und Weidmannsheil
Bernhard Ratzinger, Mittwoch, 17. November 2010 09:01
Hallo Lutz!
ein weiterer, der sich als heimlicher Mitleser ( bald 3 Jahre lang) nun doch
zeigt und mit der Lutz Möller Geschoß-Muni. in . 30-06
(SAKO-Hülse, Federal-LR ZH) doch sehr zufrieden ist. Selbstladend mit R902 und
den aus der Hitliste vorgeschlagenden Daten habe ich ein mit dem AZ1900 Repet.
hervorragend harmonierendes Werkzeug für die Jagd, das die Sicherheit und das
Selbstvertrauen stärkt! Rehe bis auf 220 m fielen und lagen im Knall sowie die
meisten Sauen, bis auf eine Ausnahme

Ausnahmesau
die trotz beider Lungen 100% Treffer noch 70 m in in Dickung verschwand, wo der Hund auch nicht mehr viel zu tun hatte!
LM: Bei welcher Schußentfernung?
Das Bleifreie noch umonst dazu! Was will man mehr? Zum Wohnzimmerschmuck 'siehe Musée de l'Artillerie de Draguignan AMAD - Amis du Musée de l'Artillerie de Draguignan. Die müssten es genauer wissen!
Gruß und Wmh Th. F., Sonntag, den 16. Januar 2011
P.S. Keine Email und Namen veröff. Danke!
Hallo Herr Möller,
die erste Sau mit Lutz Möller Geschoß liegt - auf allen Bildern Geschoß von rechts nach links.



♀ Frischling, 18 kg, 4-fach inne (handtellergroß). Kaum zu glauben.
LM: Frühreif!
Der Schuß ging gewollt durch die Blätter. Der Frischling fiel und lag sofort. Kein Schlegeln. So soll das sein!
LM: Beachte vernünftige Zielwahl!
Heftiger war das Gelbe von RWS auch nicht. Aber im Gegensatz zu dem kann man dann mit dem Möller JG wohl auch auf Entfernung Tatsachen schaffen.
LM: Ja, bis 300 m Schußentfenrung ohne weiteres! Ganz im Gegensatz zum Wettbewerb
Viele Grüße ... CF., Sonntag, 13. Februar 2011 22:57
Dichtung und Wahrheit
Hallo Herr Möller,
Ihr Lutz Möller Geschoß aus der 30-06 hat dem 35 kg Keilerchen beide
Blätter . . .
LM: Beachte Zielwahl!
. . . durchschlagen und steckte 40 cm im Boden, davon etwa 25 cm sehr zäher Lehmboden.

Kleiner Ausschuß, satte Reserve, große Freude! Wenn doch Theorie und Praxis auch
sonst im Leben so schön beieinander lägen … :-)
Tolles Geschoßs, viele Grüße … CF., Sonntag, 13. März 2011 14:54
Guten Tag Herr Möller,
ihre außerordentlich informative Seite zu loben und
die Vorteile ihrer J.-Geschosse herauszustellen, ist sicher nicht nötig. Alles
ist hinlänglich geschehen, vollkommen zu Recht. Ich möchte ihnen für ihre
Bemühungen danken. Sie erweisen durch Informations- und Entwicklungsarbeit
Jägern, der Jagd und unserem Wild einen großen Dienst. Ich bin ein engagiert
jagender und technisch interessierter Jäger, der lieber draußen ist, als im
Internet oder am Stammtisch. Natürlich bin ich auch häufig auf dem Schießstand
anzutreffen, leider sehr oft allein (als Jäger). Ihr JG verwende ich seit drei
Jahren und es hat mich restlos überzeugt. Ich ließ es anfänglich von Lima laden,
aber der Service und die Präzision waren vollkommen ungenügend. Nun lade ich
selber und die Sauer 90 schießt so, wie ich es erwarte.
Waidmannsheil, Daniel Jakob, Samstag, 19. März 2011 09:17
Hallo Herr Möller,
hier ein Bild eines interessanten Bockes aus meinem Revier in Brandenburg den
mein Freund Gerd strecken konnte.

Geschossen mit 9 Gramm Lutz Möller Geschoß aus einer .30-06 mit Polygonlauf, fiel und lag im Knall, weil es ein Schuß auf den Trägeransatz war. Entfernung 100 m.
MfG, Hubert Bayer, Montag, 9. Mai 2011 17:21
Moin Herr Möller,
Sie können Ihrer Seite einen weiteren zufriedenen
Kunden hinzufügen: Ich bin auf Ihre 7,62 KJG für die .30-06 umgestiegen,
sorgfältigst verladen in GECO-Hülsen von einem guten Freund nach Ihrer
Empfehlung. Eingeschossen in Schweden auf der grünen Wiese hinterm Haus lagen
die Treffer sofort eine Handbreit über der Vulkan und nach neun Schuß hatte ich
ein schöne Dreiergruppe 4,5 cm hoch auf einem 20-Cent-Stück. Dabei zerriß mir
ein großes Kupferschrottteil die Scheibe, da der Kugelfang aus einer
Feldsteinmauer besteht, die bisher die Bleireste der örtlichen Jägerschaft
zuverlässig auffing (durchaus nicht ganz ungefährlich)
Am 15. Mai saß ich dann zum dritten Mal an der Kirrung, 30 m entfernt von meiner
etwa 3,50 m hohen Leiter. In Schweden darf nachts auf Sauen mit fest
instalierter Beleuchtung gejagt werden. Ich habe deshalb eine
LKW-Nebelschlußleuchte in 3 m Höhe befestigt, deren abgeblendeter roter
Lichtkegel 10 m weit reicht und das Wild sogar beim Ein- und Ausschalten nicht
im mindesten stört. Ich sitze dann schön im Dunkeln und horche so in die Nacht,
und wenn sich was tut, wird das Licht kurz angeschaltet. Zum Ansprechen und
Schuß reicht das Licht aus, beeinträchtigt auch die Nachtsehfähigkeit nicht.
LM: Rot ist klug!
Gegen 00:15 taucht dann mit viel Getöse, Schnauben und Brechen ein riesiger
Keiler auf, den mein Nachbar Ronny kurz vorher schon beim Holzmachen gesehen und
erst für ein Elchkalb gehalten hat. Vom guten Geruchsinn der Sauen bin ich schon
lange nicht mehr überzeugt, denn dieser Brocken umschlägt zwar die Lichtung,
bricht dann aber hinter und neben meiner Leiter ohne mich mitzubekommen. Der
könnte mein Lebenskeiler werden, aber ich habe keine Chance meine Büchse, die
neben mir in einer Halterung ruht, in den Anschlag zu bekommen. Der riesige
schwarze Schatten unter mir ist bei stark bewölktem Himmel nur zu erahnen und
jede Bewegung würde ihn auf die Reise schicken. Ich warte ab und versuche meinen
Blutdruck wieder runterzubekommen. Der Keiler zieht jetzt zum Mahlbaum,
schubbert sich deutlich vernehmbar die Schwarte, schlägt seine Waffen ein
paarmal in die Rinde, kommt hoffentlich bald in´s Licht und ist plötzlich auf
leisen Schalen verschwunden.
Der kommt vielleicht wieder und eine halbe Stunde später höre ich tatsächlich,
wie sich jemand am Mais zu schaffen macht, außerhalb des Lichtkegels und erahnt
leider deutlich kleiner. Im Anschlag abwartend wird jetzt dummerweise die
Batterie schwach, nach endlosen Minuten sehe ich einen ziemlich hellen
Einzelgänger, den ich im allerletzten Funzeln breit nach rechts stehend aufnehme
und hinters Blatt unter die Wirbelsäule beschieße. Kaum Mündungsfeuer, ein
schrilles Aufquieken, dann Ruhe. Ich kann im Zielfernrohr nichts mehr sehen und
nehme die Taschenlampe; die reicht, da sich Bodennebel wie ein Schleier über die
Szene gelegt hat, gerade 5 m weit. Also habe ich noch etwas gewartet, steige
dann die Leiter runter und bin dann, die Lampe mit der linken Hand unter dem
Vorderschaft, mit der Waffe zum Anschuß gegangen.
Ergebnis: ♂ Überläufer, tot, Knall und Fall.
Unaufgebrochen an der Waage 53 kg, auffällig gescheckt
mit einer faustgroßen Wunde im vorderen Rücken, weder Ein- noch Ausschuß zu finden und jetzt wird es mysteriös: Wo bin ich abgekommen?
Auch nach dem Abschwarten ist nur die aufgeplatze Wirbelsäule und im Inneren die
entsprechende Stauchung zu sehen,
ansonsten nichts - bis auf einen 1- Euro großen, leichten Bluterguß auf der Innenseite der linken Keule.
Beim Zerwirken finde ich den kleinen Kupfersplitter in der Rückenwunde (Wildpretverlust nicht der Rede wert) und einen völlig zertrümmerten Oberschenkelknochen in der linken Keule. Heute beim Kochen finde ich den Restbolzen in der Nuß und damit ist meine Theorie von einer gekrellten Feder dahin. Wie kann der Restbolzen ohne jede sichtbare äußere oder innere Verletzung in die Keule kommen, oder der Splitter von hinten in den Rücken geraten sein?
LM: Gar nicht. Ich vermute die Sau längs von vorn, oben bis hinten
durchschossen. Siehe
Afrika
2011 Sau Längsdurchschuß und Afrika
2008 Sau längs Steckschuß.
Fest steht:
Ein schlechter Schuß, Sau trotzdem tot.
Lutz Möller KJG wirkt glücklicherweise auch bei schlechtem Treffersitz.
Erstes Lutz Möller KJG, gleich Beute.
Ein schönes Rätsel ohne Auflösung!
LM: Genaues Zerwirken wird das Rätsel gewiß lösen können!
Mit Waidmannsheil, Jens Clasen, Hamburg,Samstag, 18. Juni 2011 21:20
Sehr geehrter Herr Möller,
kürzlich „rettete“ Ihr KJG mir einen Rehbock.
Nicht daß er mit dem Leben davongekommen wäre - das ist bei dem Geschoß dann
doch eher unwahrscheinlich. Aber das KJG glich einen schlechten Schuß
meinerseits wildbreterhaltend dankenswerterweise deutlich aus.
Ich beschoß den Bock (mehrjähriger Gabler mit 17,5 kg) bei der Fußpirsch auf
einer Rückegasse mit einem raschen Schuß auf 130 m freistehend am Bergstock
angestrichen (Patrone .30-06, Sauer 202 Classic mit Zeiss 3-12x56). Die Eile tat
not, sonst wäre der Bock über die Rückegasse hinweggezogen und im dichten
Unterwuchs einer Buchenverjüngung verschwunden gewesen. Der Bock sackte im Schuß
sofort in sich zusammen und war schon mausetot bevor er den Boden erreichte.
Noch mit dem Absehen auf dem Bock klebend kam zuerst der Gedanke „Na, der hat's
aber eilig mit dem hinwerden!“ und gleich danach „draufbleiben, könnte ja ein
Krellschuß sein.“.
LM: Richtig!
Da sich dann längere Zeit nichts mehr rührte (kein Zittern, kein Schlegeln,
nichts) trat ich zum Bock und sah, daß ich über dem Blatt zu hoch abgekommen und
das Rückrat komplett abgeschossen war. Damit erklärte sich auch der blitzartige
Tod.
Ich habe leider mangels Kamera keine Bilder gemacht. Ich möchte Ihnen aber gerne
versichern, außer dem Durchschuß durch die Wirbelsäule selbst und den - wie sich
beim Zerwirken herausstellte - beiderseits jeweils ~ 1 cm Lendenstrang die durch
Knochensplitter verunreinigt waren keinerlei Wildbretverlust zu verzeichnen ist.
Ich möchte mir lieber gar nicht erst vorstellen, wie der Bock bei Einsatz eines
Bleigeschoßes auf der Ausschußeite und nach oben hin ausgesehen hätte.
So will ich ein Geschoß das für mich was taugt: Das fängt, weit rauslangt und
auch noch Schützenfehler küchenfreundlich ausgleicht!
Freundlichen Gruß, Waidheil, Stefan Walch, Freitag, 1. Juli 2011 11:23
Von: Dachsbracke@t-online.de [mailto:Dachsbracke@t-online.de]
Gesendet:
An: Lutz Möller
Betreff:
1. Sau mit MJG (Ms)
Waidmanns Dank, Herr Möller,
Patrone .30-06 aus Blaser D 99 Drilling. Treffpunktverschiebung beim Einschießen
auf Scheibe zum bisher verwendeten KJG um 2,5 cm nach rechts. Trefferbild bei 3
Schuß nahezu Loch in Loch. (Ähnliches Schußbild bei Repetierer Heym SR 30
Keiler, 30.06)
Grüße Frank Wagner, Montag, 11. Juli 2011 09:13
Hallo Lutz,
wir waren am Wochenende auf Jagd in Brandenburg. Drei meiner Mitjäger sind mit
Deinen MJG Geschossen im Kaliber 7,62 losgezogen,
ich mit meiner 22-250 mit KJG. Beigefügt habe ich Bilder eines Bockes, erlegt
mit .30-06 aus einer Blaser R93. Da ich mal
mit dabei war, konnte ich einige Bilder mit die Wirkung des Geschosses im Bild
festhalten. Der Bock fiel und lag im Schuß, hat stark geschweißt und kleinen
Ein - und Ausschuß. Beim
Aufbrechen konnte man schön den Weg der
Splitter sehen
speziell an der Ausschußseite innen. Kleine Wehmutstropfen waren die doch recht
starken Blutergüsse unter der Decke auf
den Rippen. Hier die Daten: Schußentfernung 25 m, Vo 960 m/sec, 8 Gramm MJG.
Splitter durchschlugen Lunge und Leber.
LM: Ah, ein wirksamer
Leberknotenschuß!
Die Anderen erlegten Sücke wurden mit einer .30-06 mit Polygonlauf (2 Stück) und
einer 308 Win (1 Stück) erlegt. Mit der letzteren würde ein Bock mit
Trägerschuß erlegt. Aber bei den
Stücken kann man keine Aussagen bezüglich der Arbeitsweise des MJG Geschosses
machen. Nur der Schütze mit dem 3006 Polygonlauf, klagte über große Ausschüsse.
Aber das heisst nicht viel. Ein Schuß quer durchs Stück, ein Schuß Ausschuß
mitten auf den Knochen im Blatt.
Bock
Bock Einschuß
Bock einschuß Decke
Bock Einschuß Rippen
Bock Ausschuß
Bock Ausschuß innen
Bock Ausschuß Rippen
Bock Ausschuß von innen mit 6 oder 7 Splitterzeichen
Bock Ein und Ausschuß innen
Meine, mit der 22-250 geschossenen Stücke waren einwandfrei und sauber.
Stare sammeln sich

Bock 2
Bock 3
Der große Bock auf den Stoppeln, Bock 3, ist mit dem sauberen Treffer hinter dem Blatt . . .
LM: Gute Zielwahl! Prächtiges Tier.Waidmannsheil!
. . . noch 40 m gegangen. Dabei konnte ich Ein- und Ausschuß während des Weglaufens stark schweißen sehen.
Hubert Bayer, Montag, den 15. August 2011
Waidmanns Heil, Herr Möller,
ich bin noch sehr unerfahren in jagdlichen Dingen.
Hier meine Frage:
Ich habe von der Witwe eines Jagdfreundes dessen fast ungebrauchte Büchse Mauser
M94 im Kaliber 30-06 gekauft.
LM: Falscher Ausdruck. Lies Kaliber. Die Patrone .30-06 ist Munition.
Nun bin ich auf der Suche nach geeigneter Munition für Rehwild und Schwarzwild. Im Netz bin ich auf Ihre Seite gekommen, die mir sehr informativ und vor allem verständlich erscheint. Ist Ihre Munition 30-06 SPRG für meine Zwecke geeignet?
LM: Ja.
Ist das Kaliber 30-06 das selbe wie 30-06 Sprg?
LM: Nicht Kaliber sondern Patrone für einzelnes „Gewehrfutter“ oder Munition im Allgemeinen. Die Patrone in Frage beginnt mit .30", soll heißen 0,3 Zoll und bezeichnet die Bohrung des Gewehrlaufes, den Rohrduchmesser Ø. Ein Zoll ist 25,4 mm lang. 0,3 Zoll betragen damit 7,62 mm. Die .30-06 Patrone ist ein amerikanisierter, verlängerter Nachfolger unser alten 8x57IS Ordonnanzpatrone, allerdings aus Amerika, genau genommen aus dem Springfield Arsenal. Der erste Versuch war 1903, der sich aber nicht durchsetzte. Erst die 1906er Ausführung wurde drüben für allgemeine Verwendung freigegeben. Daher kommt die Endung -06 für die Jahrezahl 1906. In CIP Ländern ist unter .30-06 nur ein freigegeben, besagt aus Springfield. Daher meinen beide Begriffe dieselbe Patrone. Sie hat allerdings das delta-L-Problem.
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Sie können diese Frage auch gern
veröffentlichen. Ist für andere Anfänger vielleicht auch interessant.
Benedikt Rems, Mittwoch, 31. August 2011 14:55
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.