Lies vorher Lutz Möller .243 KJG Munition 1
zu Schweiß gewünscht | Donnerstag, den 18. August 2011
Lieber Herr Möller,
zum Wunsch von Herrn Bauer nach Schweiß am Anschuß kann ich Ihnen folgende
frischen Bilder schicken.
Der zurückgesetzte Sechser-Bock konnte in der Brunft auf 20 Schritte am Baum
angestrichen erlegt werden. Da er leicht schräg zu mir stand, schoß ich aufs
Blatt, der Ausschuß lag direkt vor dem Zwerchfell noch im Brustraum.
LM: Also ein lagebedingt schräger
Lungenschuß durch das
Blatt. Unter denUmständen ein gute
Zielwahl!
Was soll ich sagen - 20 cm Reh vermochten Ihr 6 mm KJG aus der .243 Win nicht
ernsthaft zu bremsen, wie der Kugelriß zeight . Der Bock stürmte wild
davon (Herz zerschossen und naher Jäger), um nach 30 m verendet umzufallen.
LM: Bei einem Herztreffer auf Rehwild ganz üblich!

Kugelriß

Schweiß 1

Schweiß 2

Schweiß 3

Schweiß 4

Einschuß rechts vorn

Einschuß auf dem rechten Vorderlauf

Herz zerschossen

Splitter im kleinen Gescheide
Auf den Bildern ist Schweiß ohne Ende (wie aus der Gießkanne verschüttet) über
die gesamte Fluchtstrecke zu sehen. Ich hätte noch 10 Bilder mehr davon machen
können, aber auf allen wäre nur das gleiche zu sehen gewesen.
Ich jage seit Jahren mit dem Möller KJG in 5,6, 6, 7 und 7,62mm und war mit der
Wirkung immer sehr zufrieden. Ausschuß, Pirschzeichen und Schweiß gibt es
(sofern sich nicht die Decke im Winter oder beim Feisthirsch über den Ausschuß
schiebt) immer in ausreichenden Mengen.
Ich kann originale KJG nur jedem waidgerechten Jäger empfehlen.
LM: Danke!
Sehr geehrter Herr Möller,
nach mehrjähriger, fast täglicher Lektüre Ihrer Seite habe ich mich entschlossen Ihre Geschosse in einer „ererbten“ ( der Überlasser erfreut sich noch bester Gesundheit) Waffe zu erproben. Es handelt sich um eine .243 98er original Mauser, wahrscheinlich ursprünglich als Jagdwaffe gefertigt, also kein umgebautes Militärsystem, wahrscheinlich seit 50+x Jahren jagdlich geführt. Die Waffe hat vor etwa 30 Jahren einen neuen Lauf erhalten. Mein Schwiegervater hat sie vor etwa 25 Jahren von seinem passionierten Onkel ererbt und, da er nie ein vernünftiges Trefferbild zustandebrachte, im Schrank verstauben lassen. Ich würde diesem wirklich handwerklich hervorragend gefertigtem Schmuckstück mit seidenweichem Schloßgang gerne neues jagdliches Leben einhauchen. Im Rahmen meiner Ursachenforschung will ich - um den Faktor ungeeignete Munition direkt ausschließen zu können - sofort mit Ihrem Jagdgeschoß beginnen.
Können Sie mir entsprechende Geschoße überlassen, und falls ja zu welchem Preise?
Dankend im Voraus verbleibe ich mit Waidmannsheil Heiko Sievers, Sonntag, 28. August 2011 09:45
Tag Herr Sievers,
danke für Ihre umfassene Schilderung, die mich - ohne weiter nachzudenken - sofort zu Waffe streut, Oh Schreck, und Lauflebensdauer verweisen läßt. Wieviele Schüsse Munition sind den durch den Lauf schon druchgejagt?

Hier ist ein altes Bild meiner Heym SR 20N in .243" SAko TMS Win auf 100 m geschossen, als die Waffe neu war.
1.300 Schüsse später konnte ich - mit derselben Munition aus derselben Kiste - damit keine 6 cm mehr halten!

MJG Restbolzen aus 8x68S aus Gnu in Ordnung. KJG Restbolzen aus ausgeschossener 7x57, nicht i. O.
Waidmannsheil, Lutz Möller
Sehr geehrter Herr Möller,
vorab vielen Dank für Ihre prompte Antwort.
Leider kann ich nicht abschätzen, wieviel Schuß der „neue“ Lauf bereits gesehen
hat. In Anbetracht des Rufes als „größtem Wilddieb aller Zeiten“ des
ursprünglichen Besitzers sind > 1000 Schüsse auch mit dem zweiten Lauf durchaus
vorstellbar. Da ich die ausführlichen Schilderungen auf Ihrer Seite hinsichtlich
der laufffressenden Eigenschaften der .243 bereits studiert habe, kann ich einen
ausgeschossenen Lauf daher nicht ausschließen. Da ich bisher noch keinen
einzigen Schuß aus dieser Waffe abgegeben habe, und von der ursprünglichen
Hirtenberger Munition mit Nosler Geschoß auch nur noch 6 Schuß vorhanden sind,
möchte ich mich zunächst zum Schießstand begeben, um die Aussage „...die
streut...“ zu quantifizieren.
LM: Nutzen Sie die richtige
Zielscheibe !
Haben Sie, da ich die 6 mm Geschoße zur Zeit nicht in Ihrem elektronischen Markt
finden kann, eine Empfehlung hinsichtlich erfahrungsgemäß einigermaßen
eigenpräziser Werksmunition zu Testzwecken? Mit Produkten aus dem Hause Gecko
(des von Ihnen an anderer Stelle empfohlenen Mutterhauses RUAG) habe ich in
meiner 7x64 eher schlechte Erfahrungen gemacht (5 Schuß Streukreis 12 cm
gegenüber 12 mm bei den von mir favorisierten Brenneke TIG...). Alternativ wäre
ich immer noch an KJG oder MJG Geschossen interessiert.
Dank im Voraus für Ihre Empfehlung verbleibe ich mit herzlichem Waidmannsheil
Heiko Sievers, Sonntag, 28. August 2011 14:55
Grüß Gott sehr geehrter Herr Möller!
Als
erstes ziehe ich den Hut vor ihnen, wie unendlich geduldig und konsequent Sie
ihr Jagdforum hegen und pflegen!
LM: Danke, ziehe ebenso!
Mir ist klar, Sie haben alle Hände voll zu tun und bieten eh schon sehr viele
Patronen in der Lutz Möller Gmbh an.
Mir ist auch klar, Sie mögen nur Patronen mit Millimeterbezeichnungen.
Mir ist auch klar, die Patrone .243W Win. sollte allein schon wegen der kurzen
Lauflebensdauer nur den Schrottwert
haben.
LM: Ach, der Leistung will muß mit Lauflebensdauer auch bezahlen. Da gibt´s schlimmere. Denken Sie nur an die in Ihrem Lande über den Tälern auch geliebte 6,5x68!
Klingt blöd, ist aber so: Ich brauche bitte fertige Patronen in diesen „ekelhaften“ Durchmesser. In Deutschland ist die Nachfrage warscheinlich sehr gering, weil der Gesetzgeber die Patrone für Hochwild nicht will, aber in Oberösterreich hat außnahmsweise mal wer nachgedacht: Für Hochwild brauche ich eine Anfangsenergie von mindestens 2.000 Joule.
LM: Siehe kinetische Energie. Mit 932 m/s in 100 m und 5 g Geschoßmasse übertrefen Sie den gewünschten Wert.
Man wird nicht nach Geschoßgewicht oder Durchmesser oder so
schwachsinnig eingeschränkt, sondern hat eine Mindestenergieangabe. Neutraler
und besser get's glaub ich nicht. Ich habe Jagdkollegen, die selbst Patronen
laden, aber die haben mir einen Rat gegeben: „Wenn du bei der Munition sparen
willst, kaufe gute Munition aus der schachtel, das ist billiger als selbst zu
laden, weil du nicht so viel verschiedenes ausprobierst.“
Auch wenn es Sie nicht freut, wenn sie .243 Patronen anbieten, ich werde sie
kaufen, egal wie bunt, Hauptsache ich kann damit gut treffen und sie wirken.
LM: Das tun sie. Ich warte auf unser Ausfuhrgnehmigung für
Österreich, dort Munition anbieten zu dürfen.
Weidmannsheil, Lukas F. , Dienstag, 30. August 2011 10:48
Sehr geehrter Herr Möller,
die Geschosse, die Sie mir letzhin geschickt haben ( für die .222, 6,5; .270,
.30 und .338) funktionieren alle einwandfrei, um nicht zu sagen „perfekt
wie immer“.
LM: Danke!
Eine Blaser Bockbüchsflinte im Kaliber 6,5x65R schießt sensationell.
LM: Bitte gelochte Zielscheiben abzulichten!
Mit ähnlicher Blaser BBF im Kaliber .243 komme ich einfach
nicht auf einen grünen Zweig. Mit Serienmunition schießt sie gut. Mit meinen
geladenen KJG 6002 und der von Ihnen empfohlenen Ladung Rottweil 903 usw.
funktioniert es einfach nicht. Bitte geben Sie mir einen Tip.
Herzlichen Dank, Andreas Pircher, Donnerstag, 29. September 2011 17:13
Moin Herr Pircher,
da die Waffe mit ander Munition gut trifft, scheinen Waffe und Schütze ja zu passen. Oder ist seitdem etwas mit der Waffe gewesen? Bitte zu prüfen! Die .243 hat keinLange lebensdauer udn die Kegel brennen schnell aus. Wie immer muß der Rundlauf klein sein! Das muß geprüft werden. Wenn alles stimmt, hilft ggf. die Geschosse weite rauszusetzen (werden empfindlich), bzw. den Lauf 1 cm zu kürzen und das Lager mit Kegel mit Mindestmaßreibahlen nachzuschneiden.
Die Lutz Möller GmbH wird sich für Österreich, demnächst mit der .243Winchester, wie auch mit der .270 Winchester mit neuen Messinggeschossen beschäftigen. Mal sehen was dabei herauskommt.
Waidmasnheil, Lutz Möller
Guten Tag Herr Möller,
wie gestern versprochen, habe ich bezahlt und gerade eben kam das Päckchen bei
mir an. Vielen Dank für die extrem schnelle Lieferung. Werde mich mit meinem
Patronenstopfer über die Feiertage mal ans Werk machen. Für meine Tikka T3 habe
ich mir ein neues Zeiss 6-24 x 56 gegönnt und dieses beim Büma einschiessen
lassen. Natürlich werde ich die Feinabstimmung selber vornehmen, da traue ich
keinem. Schön war von ihm zu hören, daß die Büchse noch mit der KJG-gestopften
.243 Win. Munition Loch in Loch schießt. Leider hat er die Scheibe weggeworfen.
Wenn ich die Büchse prüfschieße, werde ich ihnen Bilder von der
Zielscheibe zusenden. Ich bin von ihren
Geschossen überzeugt und bin fast sicher, die MJG werden dieselbe Genauigkeit
erbringen.
LM: Wie nur fast?
Eine Frage hätte ich aber dann doch noch. Soll ich die bisherige KJG-Ladung mit R 903 beibehalten oder auf die empfohlene MJG-Ladung mit N550 wechseln?
LM: Ich habe die Empfehlunga uf Norma203B geändert. Mit ein
paar Krümeln mehr erreichen Sie ebefalls über 1.100 m/s v0, aber die
Büchse flammt weniger. Außerdem läßt sich mit N203B die Ladung noch steigern!
R903 ginge ebenso.
Gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, M. Weber, Freitag,
23. Dezember 2011 12:48
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.