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Lies alte Geschichten zu Lutz Möller 6,5x64 MS KJG Munition

Lutz Möller 6504 Geschoß für 6,5x54 Mannlicher Schönauer Munition mit 200 mm Drallänge

61 cm Lauf, GEE 225 m ± Reichweite 260 m
Splitterwucht100 632 Joule
| Pulver 3,24 ml Hülse |
Masse [g] |
Dichte [%] |
Druck [bar] | v0 [m/s] |
|
||
| höchst | vorn | ||||||
| Norma 201 | 2,70 | 100 | 4.315 | 606 | 1.035 | ||
| Norma 202 | 2,60 | 100 | 3.785 | 580 | 1.001 | ||
| PCL 507 | 2,76 | 100 | 4.307 | 613 | 1.040 |
empfohlen (p > CIP !) |
|
| Rottweil R901 | 2,52 | 100 | 4.005 | 577 | 1.010 | ||
| Rottweil R902 | 2,55 | 100 | 3.505 | 574 | 971 | ||
| Vihtavuori N530 | 2,63 | 99 | 4.286 | 606 | 1.036 | ||
| Flugbahn | |||||||
| Weite [m] | 0 | 50 | 100 | 150 | 200 | 250 | 300 |
| Schnelle [m/s] | 1.040 | 998 | 953 | 910 | 868 | 827 | 767 |
| Bahn [cm] | -4,5 | +1,2 | +4,4 | +4,9 | +2,5 | -3,3 | 12,7 |
|
Leistung |
|||||||
| Fleisch [cm] | 70 | 69 | 67 | 66 | 64 | 63 | 60 |
| Knochen [cm] | 17 | 17 | 16 | 15 | 15 | 14 | 13 |
Sehr geehrter Herr Möller!
Danke für Ihren schnellen Entwurf! Ein paar Daten, die mich interessieren
würden, fehlen noch. Aber lassen Sie mich raten: Das Gewicht beträgt 6g, der
BC-Wert 0,45, oder?
Wäre es vielleicht noch möglich das vorderste Führband vor die
Sollbruchstelle zu verlagern, so wie beim 7 mm MJG, um die Führung im Drall
noch etwas länger zu machen?
Die von Ihnen angegebenen Ladedaten sind natürlich illusorisch! Die 6,5x54
MS verträgt einen Maximalgasdruck von 3.650 bar. Sicher ist der MS Verschluß
gut und stabil und würde wahrscheinlich auch Drücke über 4.000 bar
aushalten. Die Frage ist nur, ob man das den - in aller Regel alten, schönen
- Waffen antun soll! Außerdem ist die Angabe der Mündungsgeschwindigkeit für
61cm Lauf nicht gerade praxisnah. Schätzungsweise 80% der Waffen in diesem
Kaliber sind Stutzen mit einer LL von 45 cm, der Rest hat 60 cm. Mit einigem
ballistischen Gespür kann man annehmen, daß die angegebenen Werte für 45cm
Läufe um etwa 60 m/s niedriger sind, also realistischerweise bei 900 m/s.
Auch das wäre durchaus schnell genug, würde das MJG mit dieser
Mündungsgeschwindigkeit doch auch noch bei 300 m (Geschwindigkeit dann ~
670m/s) zuverlässig splittern! Mit Schüssen über noch größere Distanzen
müßte man nicht rechnen, da diese mit den alten Waffen/4-fachen, höchstens
6-fachen Gläsern ohnehin nicht zu machen sind! In der Praxis wird wohl mit
einem solchen Stutzen kaum weiter als 200 m geschossen werden.
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen, L.Vogl, Mittwoch,
5. Oktober 2011 10:47
45 cm Lauf, GEE 201 m ± Reichweite 234 m
6,5x54 MS 6504 L6 74 mm
| Pulver 3,24 ml Hülse |
Masse [g] |
Dichte [%] |
Druck [bar] | v0 [m/s] |
45 cm Lauf | ||
| höchst | vorn | ||||||
| Norma 201 | 2,55 | 94,4 | 3.555 | 822 | 906 | ||
| Norma 202 | 2,57 | 98,8 | 3.641 | 824 | 919 | empfohlen | |
| Rottweil R901 | 2,44 | 97,1 | 3.619 | 812 | 911 | ||
| Rottweil R902 | 2,58 | 101,2 | 3.642 | 819 | 911 | ||
| Flugbahn | |||||||
| Weite [m] | 0 | 50 | 100 | 150 | 200 | 250 | 300 |
| Schnelle [m/s] | 924 | 882 | 841 | 801 | 760 | 720 | 682 |
| Bahn [cm] | -4,5 | +1,7 | +4,8 | +4,3 | +0,1 | -8,3 | -21,6 |
| Leistung | |||||||
| Fleisch [cm] | > 50 | ||||||
| Knochen [cm] | > 10 | ||||||
Lieber Lutz,
finde es sehr erstaunlich wenn Wolfgang Meighoerner's Mauser M Stutzen fuer
die Patrone 6.5x54 Mannlicher-Schoenauer waere. Original Mauser gab es nicht
fuer Mannlicher-Scghoenauer Patronen. Dieser Mauser Stutzen mit dem
Kurz-System ist bestimmt fuer the Patrone 6.4x54 Mauser, eine ganz andere
Patrone, eingerichted. Die uebrigens die alten "schmalen" Laufdimensionen
hat, 6,40/6,64mm, da sie die gleichen 8 gm Geschosse wie die 6.5x58R
verwendete. Diese Patrone wurde noch in den fuenziger Jahren zumindest von
DWM wieder geladen. Aber jetzt scheint man sie vergessen zu haben. Obwohl
ein Buechsenmacher der des Namens wert ist, das doch noch wissen sollte.
Gruesse und Waidmannsheil, Walter Brunner, Donnerstag, 6. Oktober 2011 08:13
Sehr geehrter Herr Möller!
Die Werte für den Stutzen sind noch immer
sehr beeindruckend. Jäger die den Stutzen in der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts verwendet haben und nur das 10,3g TMR kannten, würden sicher
von einem „Kilometergewehr“ gesprochen haben.
Meine Fragen sind aber unbeantwortet geblieben. Ihrem Energierechner konnte
ich immerhin entnehmen, daß dieses Geschoß eine Masse von 5,71g haben soll.
Ist das nicht ein bißchen zu wenig? Ihr altes KJG MS hatte 6,25g, das
jetzige KJG 6,5 mm hat 6g. Ich fände, daß das MS Geschoß auch durchaus 6 g
haben könnte. Ein wenig mehr Länge, die damit verbunden wäre, könnte auch
nicht schaden. Eine Patronenlänge von 75 mm statt 74 mm (bei einer
Maximallänge von 77,8 mm) wäre sicherlich nicht nachteilig, oder?
LM: Das Geschoß ist gut so. Es noch zu ändern würde seine
Leistungen nicht bessern.
Dann war da noch die Frage nach dem BC und der Möglichkeit das vorderste
Führband vor der Sollbruchstelle zu platzieren, um eine noch längere Führung
im Drall zu erreichen. Wie steht es damit?
LM: Das Geschoß ist gut so. Es noch zu ändern würde seine
Leistungen nicht bessern.
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen, L.Vogl,
Donnerstag, 6. Oktober 2011 14:57
Hello, Lutz,
I hope my envelope has reached you safely.
LM: Yes, it did!
There has been some talk on your website about Vilhjálmur Stefánsson and his
exploits, including his use of 6,5x57 on polar bears. I seem to recall that
in
his memoirs he wrote favourably of his Mannlicher rifle. Perhaps he did use
the 6,5x54 which is considerably smaller cartridge than the 6,5x57.
Regards,
Petur, Dienstag, 22. April 2008 15:03
Sehr geehrter Herr Möller,
auf dem Wege, die hiesige Jagdprüfung zu machen (und hoffentlich auch zu
bestehen!), stellt sich für die mich Frage, ob ich den in meiner Sammlung
befindlichen Mauser M-Stutzen (6,5x54 MS) hier verwenden kann. ZF ist ein Hensoldt (vierfach).
Nach allem was ich lese, ist die
MS-Patrone eher langsam – sie wurde mir als
„Auslaufmodell“ beschrieben und scheint auch nicht die hier auf Gamswild
geforderten 2300 J zu haben. Trifft das nur auf industriell gefertigte Mun. zu?
Herzlichen Dank für Ihre Tips an einen angehenden Jäger (und langjährigen
Sportschützen).
Gruß,
Wolfgang Meighörner, Mittwoch, 23. April 2008 12:49
Tag Herr Meighörner,
ich kenne keine Industriemunition für die alte 6,5x64 Mannlicher Schönauer Patrone. Dabei handelt es ich tatsächlich um ein Auslaufmodell. Wenn Sie ne beginnen, sollten Sie sich etwas zeitgemäßer eindecken meine ich. Auf Gams brauchen Sie Flitzer. Da gibt es bessere.
MfG, Lutz Möller
Sehr geehrter Herr Vogl!
Ich habe Ihren Briefwechsel mit Lutz Möller mit grosser Begeisterung verfolgt.
Ich bin, seit ich von meinem Großvater einen gut
erhaltenen Mannlicher Schönauer 1903/1914 geschenkt bekommen habe, ein
überzeugter Nutzer des Kalibers 6,5x54MS für die Jagd (Vor allem bei der Birsch
auf Rehwild). Dafür nutze ich das alte KJG mit offener Spitze. Ich versuche Lutz
Möller seit mehr als einem Jahr davon zu überzeugen, mir ein Geschoß mit
Plastikspitze für meinen Mannlicher Schönauer in 6,5x54MS zu entwerfen. Jetzt
habe ich ihn soweit überzeugt, daß er mir ein Geschoß planen und
bauen würde. Das einzige Problem ist die Mindestmenge, damit es sich für Ihn
auch rechnet. Er macht es nur, wenn ich 1000 Stück bestelle. Das ist mir
aber zuviel. Ich suche daher einige Jäger die Interesse an dem Geschoß haben.
Ich lade meine Munition in allen Kalibern (6,5x54MS, 6,5x68, 7x64, .308, .30-06,
8x68S, 9,3x64, .416 Rigby und .45-70) mit äußerster Akribie selbst. So auch in
6,5x54MS. Falls Sie Interesse an einem KJG mit Plastikspitze oder Munition mit
KJG in 6,5x54MS haben,
bitte ich Sie mir ein Mail zu senden oder mich anzurufen.
Mit freundlichen Grüssen, Waidmannsheil, Dieter Nagl
Sehr geehrter Herr Nagl!
Es ist schön eine so positive Reaktion zu erhalten. Von Herrn Möller bekommt man
ja bestenfalls schulmeisterliche Belehrungen darüber, was der Begriff "Kaliber"
eigentlich bedeutet, aber keine Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Zuschrift!
Nun, wie Sie vielleicht aus meiner Korrespondenz mit Herrn Möller wissen,
besitze ich auch so ein Juwel, einen Stutzen Mod.1903 (Baujahr leider nicht
feststellbar, ich schätze aber, er hat ein ähnliches Alter, wie Ihrer),
allerdings umgebaut auf 7x57. Aufgrund der System- und Magazinlänge war dies das
einzige Kaliber (ja, ich sage noch immer Kaliber!), auf das geändert werden
konnte. Auch eine gute Kombination, wenngleich ich sagen muß, daß sich die 7x57
aus dem 45 cm Lauf schon recht "rustikal" schießt. Beim Schuß sprechen die
Kanonen von Navarone! Die 6,5x54 MS wird da schätzungsweise ein bischen zahmer
sein, allerdings sollte man sie nicht unterschätzen, auch sie hat Biß und Power.
Aber es hat schon einen Grund, warum man bei späteren Modellen für die 7x57
einen 50 cm Lauf vorsah. Wenn mir die passende Waffe im Originalkaliber und
gutem Zustand über den Weg läuft, werde ich sicher zuschlagen. Ein Problem dabei
ist halt meistens die Optik und die Montage, wenn man ein modernes Glas
nachrüsten möchte. Falls ich eine solche Waffe ergattern sollte, werde ich den
Einsatz - im Sinne meiner Zuschriften - durchaus nicht nur auf Rehe
beschränken. Sei es mit dem Originalgeschoß, dem 10,3g TMR, oder dem KJG (MJG?),
kann die 6,5x54 duchaus mehr und das zuverlässig! Derzeit habe ich aber keinen
Bedarf für Geschoße, vielleicht ändert sich das aber. Was nun die Entwicklung
neuer KJG mit Plastikspitze betrifft, so bin ich nicht sicher, ob das wirklich
nötig ist. Das bisherige KJG mit offener Hohlspitze ist doch auch gut, hat auch
einen guten BC. Unterhalb der 6,5mm bekommen Sie auch nichts anderes, ohne, daß
das ein Problem wäre. Von Bekannten, die das KJG in .243 Win. schießen, weiß
ich, daß sie äußerst zufrieden damit sind. Für die paar Afficionados, die die
6,5x54 mit KJG/MJG laden wollen, lohnt eine Neukonstruktion wahrscheinlich
wirklich nicht, auch sollte man die Verbesserungen nicht überbewerten, da man
mit einem 1903er Stutzen ohnehin nicht so weit schießt. Niemand will auf so
einem wünderschönen Gewehr ein "Ofenrohr" montieren und das Aussehen
beeinträchtigen! Deshalb werden Schüsse auf 200m und darüber, wohl auch mit dem
KJG unterbleiben und dafür reicht die alte Konstruktion völlig aus. Es würde
deshalb aus meiner Sicht genügen, wenn das alte KJG, vielleicht
auch in Messing weiter erzeugt weden würde.
Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen
Grüßen
Ihr, L.Vogl, Montag, 21. Februar 2011 10:59
PS: Vielleicht treffen wir und unsere Waffen sich
ja einmal auf der Jagd.
Mich würde das jedenfalls sehr freuen!
Also ich würde mich mit meiner Waffen-
Munitionskombination sicher auch an Rotwild heranwagen. Nur die Entfernung würde
ich dabei auf hundert Meter beschränken. Bei Rotwild würde ich dem Stück die
Kugel allerdings genau aufs Blatt antragen und nicht zwei-drei Finger dahinter
wie beim Rehwild. Meine selbstgeladene 6,5x54MS Munition mit 2,60 Gramm R902 und
dem leichten KJG bringt eine V0 von 950 M/sec. (gemessen). Nahe der Reviergrenze
kann man das allerdings nicht machen. In Allensteig verlangen die Förster ein
mindestkaliber von 7 mm für Rotwild.
Waidmannsheil, Dieter Nagl, Monday, February 21, 2011 12:23 PM
Sehr geehrter Herr Nagl!
2,6 g R902 und 950 m/s sagen Sie, das ist üppig, damit könnten Sie -
entsprechende Optik vorausgesetzt - Gams auf 300m aus der Wand schießen! Die
6,5x68 bräuchten Sie dann nur noch, um 400 m, oder weiter zu schießen, wenn Sie
das wollen.
Sie haben sich offensichtlich an die "scharfen"
möllerschen Ladevorschläge gehalten. Tut das einer so alten Waffe wirklich gut?
Obwohl der MS-Verschluß gut und stabil ist, halte ich mich da doch lieber an die
Faustregel 10% unter dem Maximaldruck zu bleiben. 925 m/s wären ja auch noch
ganz schön schnell und der Lebensdauer Ihrer Waffe würde das sicher gut tun.
Vielleicht wollen auch Ihre Enkel noch damit pirschen gehen, schön wäre das
doch, oder?
Im Übrigen glaube ich, daß Sie - wie die meisten - das kleine Biest
unterschätzen, schon gar mit KJG. Sehen Sie sich auf der möllerschen Tafel nur
die Tiefenwirkung an, die ist mit mehr als 80 cm Spitzenklasse! Das passt auch
gut mit der alten Originalpatrone zusammen, die auch hauptsächlich durch ihre
hervorragende Tiefenwirkung bestach. Ich kenne Jäger, die die 6,5x54 mit
Begeisterung und Erfolg auf Schwarzwild einsetzen und zwar im Stutzen mit dem
alten 10,3g TMR. Die sagen, eine 7x64, .308 oder .30-06 können beim Schuß auf
der Kirrung praktisch nichts besser und ich glaube das auch.
Über ihren Einsatz in Afrika und den Karpaten in der "guten alten Zeit" brauche ich hier wohl nicht mehr viel zu sagen. Tiere, wie Kudu, Oryx und Zebra, ja sogar Löwe und Büffel wurden damit erlegt. Alles keine "Kleinformate" und gefährlich dazu!
Mit dem KJG können diese Talente wahrscheinlich
sogar noch besser genutzt werden. Also tun Sie mir den Gefallen und nehmen Sie
Ihr Büchslein einmal bei ausreichend Mondlicht mit auf die Kirrung und schauen
Sie, wie die 6,5x54 den Sauen schmeckt. Ich glaube, Sie werden staunen!
Wh.
Ludwig Vogl, Montag, 21. Februar 2011 15:34
PS: Was wäre bei einer ausgegossenen Hohlspitze im übrigen anders, als beim Lutz Möller KJG mit Plastikspitze? Da wird doch auch Plastik in das Loch gesteckt und es splittert trotzdem. Das ist eine Frage, die uns vielleicht Herr Möller beantworten kann, weshalb ich ihm dieses mail auch zur Kenntnis schicke.
Tag Herr Vogl,
ob die Hohlspitze mit Wachs, Blut, Fleisch oder meinetwegen auch Blei (igitt) oder Zinn gefüllt ist, ändert an der Wirkung der splitterden Wand wenig. Allerdins splitterte ein gefüllte Hohlspitze etwas früher (einge Millimeter) weil sie ja nicht mehr mit Fleisch gefüllt werden müßte,um den Staudruck aufzubauen. Da es drauf aber wenig ankommt, ist da also gehüpt wie gesprungen.
Waidmannsheil Lutz Möller
Grüß Gott Herr Möller!
Bei uns geht nicht nur das Jahr zu Ende, sondern wir müssen uns auch sputen mit
dem vorgeschriebenen Rehwildabschuß fertig zu werden. Heute abend konnte ich ein
Schmalreh erlegen. Auf 145 Meter mit Ihrem alten 6,5x54MS Geschoß mit offener
Spitze. Ein nur wenig zu hoher Lungenschuß, drei Finger hinter das Blatt. Das
Stück ging mit deutlicher Schweißspur noch 25 Schritte. Beachten Sie die zwei
Bilder mit winzigem Einschuß und kaum größerem Ausschuß.


Ich warte mit Freude und ein wenig Ungeduld auf
die neuen MJG Geschosse für meinen Mannlicher!
Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Waidmannsheil aus Österreich, Dieter Nagl, Samstag, 17. Dezember 2011 19:01
Sehr geehrter Herr Möller!
Ich möchte einige Punkte bezüglich des neuen MJG 6,5x54MS klarstellen.
Die Geschosse sind von der Fertigungsqualität vollkommen.
Leider ist das vorderste Führungsband zu weit
vorn
LM: Nein. Die Geschosse sind innerhalb der CIP Spezifikation. Ihr
Übergangskegel.,si zu eng.
So daß ich das Geschoß so tief setzen muß, daß nur 2 Führbänder im
Hülsenhals sitzen
LM: Die Anlage ist zu kurz, damit zu wackelig, kann folglich weder
hinreichend festen Geschoßsitz noch
Rundlauf gewährleisten.
Die Trefferergebnisse werden mangelhaft sein.
Die anderen Führbänder ragen in den Innenraum der Hülse ragen (L6: 71,5 mm).
Deshalb ist der Halt des Geschosses im Hülsenhals suboptimal.
Ich habe meine selbstgeladenen Patronen beim
Beschußamt überprüfen lassen.
Das Ergebnis ist sehr erfreulich. Gleichmäßig niedriger Druck und trotzdem
hohe v0. (Siehe Beilage)
Da unsere Schießstände im Winte ruhen, habe
ich meinen Mannlicher Schönauer mit improvisierter Auflage (Motorhaube) im
Revier mit der neuen Munition eingeschossen.

Das Ergebnis auf 100 Meter mit einem 4x Kahles ist zufriedenstellend.
Zusammenfassend kann ich sagen, bei weiteren des
Geschossen sollte entweder das vordere Führungsband zurück gesetzt werden
sollte, oder ein weiteres Führungsband zwischen erstes und zweites geplant
werden.
Ich werde berichten, wenn ich die ersten jagdlichen Ergebnisse mit der Patrone
vorweisen kann!
Mit freundlichen Grüßen, Dieter Nagl, Sonntag, 19. Februar 2012 01:11
Tag Herr Nagl,
danke für Ihren Bericht. Ich empfehle den zu engen Übergang auf CIP Maße
aufreiben zu lassen und die Geschosse bestimmungsgemäß mit 4 Bändern in den Hals
zu setzen. Dann treffen Sie besser! Im Übrigen zeigt diese Erfahrung, daß es
wenig Zweck hat sich mit alten Waffen aus der Zeit vor genauen Maßtafeln und
Normen zu beschäftigen, weil die Ergebnisse nicht vorherzusagen sind.
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller
Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.